ich denke das das ganze auch irgendwo etwas mit selbstwert zu tun hat. und ich sehe es ja bei vielen das es da mangelt. nicht weil es irgendwie berechtigt wäre, ganz im gegenteil. es wurde einem oft eingeredet. bei mir ist es so das ich im laufe der zeit erkannt habe das meine mutter eine narzistin war die ihr mangelndes selbstwertgefühl dadurch kompensiert hat alles um sie rum klein zu machen. als tochter bist du dem ausgeliefert. ich habe jahre gebraucht um das zu erkennen, zu sortieren und vor allem meinen selbstwert zu erkennen. mich kann doch ein wort nicht klein machen wenn ich mich nicht ducke während ich es ausspreche, es kann mich auch niemand anders klein machen wenn ich mich nicht beuge. aber das ist eben auch ein lernprozess. aus der scham zu kommen, die krankheit wirklich zu akzeptieren und nicht irgendwo im hinterkopf ne tür zu haben auf der was von schwäche und versagen steht.
wir sind in unserer komischen gesellschaft so drauf abgerichtet es immer irgend wem recht machen zu müssen das wir selbst gar nicht mehr zählen. da mach ich nicht mehr mit. du hast rechte, klar, ich habe aber die gleichen und deine freiheit hört da auf wo meine anfängt. und ich bin nicht bereit übergriffigen menschen gegenüber nachsicht zu haben, da werde ich bissig. respekt ist keine einbahnstraße. jeder hat das recht sich gegen verletzungen zu wehren, psychische wie auch physische. das muß sich jeder wert sein. und wenn mir jemand was am zeug flicken will weil ich alkoholikerin bin habe ich in dem augenblick was über diesen menschen gelernt. und der ist es sicher nicht wert das ich mich auch nur einen moment weiter mit ihm befasse. ich habe den spieß schon lange umgedreht. ich bin alkoholiker, na und?