Beiträge von dorothea

    das was undee schreibt kenn ich auch, bei mir ist allerdings der nerv bei einer kiefer-op beschädigt worden und hat umgehungen gebildet die nu kaum zu erwischen sind. noch mal, es hat nichts mit der menge des betäubungsmittels oder der tiefe der betäubung zu tun sonderen lediglich mit der länge die sie andauert. wenn eine betäubung gar nicht wirkt gibt es ein anderes problem.

    ich glaube nicht das es all zu viel mit der dosierung zu tun hat, ich glaube das die einfach den gashahn nicht so früh zudrehen wie bei menschen die keine sucht haben. da kann ja schon eher aus gemacht werden, zum nähen zb, die pennen ja in der regel noch 2 std nach der op. ich war wie gesagt schon auf dem weg aus dem op zum aufwachraum hell wach.

    es ist schon wie carl es sagt, nicht süchtige können nicht nachvollziehen wie schwer es ist aus einer sucht raus zu kommen. manchmal hilft es im gespärch wenn das gegenüber raucht. mein spruch, ja dann rauch doch einfach nicht. da kommt für viele der aha effekt. janee, das geht ja auch nicht so einfach, da ist so mancher schon mitten in der nacht 10 km zur tanke gefahren um noch kippen zu kriegen. da kriegen manche dann doch ne idee das es mit einfach nicht trinken eben auch nicht getan ist. seis drum, es geht hier ja nicht darum anderen den ausstieg zu erklären. dir geht es eben gut und das ist wichtig.

    moin rno

    die menge ist hier tatsächlich uninteressant weil da tatsächlich jeder mensch anders reagiert. sie muß während der narkose bestimmte werte im auge behalten und darauf reagieren, das geht im vorfeld nicht pauschal. stell dir mal vor was dein blutdruck und puls machen wird wenn du mitten in einer op zu bewußtsein kommst, nur mal als beispiel. was da nu genaue anzeichen sind weiß ich nicht, bin ja kein anästhesist. aber das der puls durch die decke geht ist für mich logisch.

    moin bergdohle

    alkoholismus ist erst seit dem 18.juni 1968, nebenbei mein 5. geburtstag :/. als krankheit anerkannt in deutschland. die co abhängigkeit ist es bis dato nicht. daher wird es logischer weise auch nicht gelehrt. somit kann dein doc da nichts wissen wenn er noch nie das private vergnügen damit hatte. klär du ihn auf. wird auch ihm weiter helfen.

    die müdigkeit kommt auch daher das dein körper damit zu tun hat langsam auf normalbetrieb zurück zu bauen. dann denkst du auch über sehr viel mehr nach als im suff und deine gefühlswelt ist nüchtern ja auch anders, all das verbraucht ressourcen und du bist müder als üblich. auch ein völlig normales phänomen. das ist aber in der regel nach 2 bis 3 wochen durch.

    hast du dir schon mal gedanken gemacht womit du deine bisherige saufzeit sinnvoll füllen kannst. ein gescheites hobby kann da sehr helfen. etliche fangen an mit laufen oder anderem sport, ich male und handarbeite, andere haben die fotografie entdeckt. oder mal einen kurs in der volkshochschule oder den familienbildungsstätten der kirchen, es füllt die zeit, lenkt ab und fördert das wohlbefinden sowie den bekanntenkreis.

    moin r/no

    is doch alles glatt gegangen, du hast gesagt das du alki bist, damit weiß sie worauf sie bei der narkose achten muß und gut. das ist ihr täglich brot. für dich war es etwas besonderes da du es noch nicht oft gesagt hast, sie hört es sicher alle paar tage mal. prima das du alles gut überstanden hast. erhol dich gut.

    moin meine liebe

    also meine leberwerte waren immer top und glaub mir, ich bin alkoholikerin. ich glaube ehrlich gesagt kaum das ein arzt so eine aussage getätigt hat weil der im grunde weiß das man das allein an den leberwerten nicht festmachen kann, da müssen andere werte erhoben werden. dein mann wird es schon so gedreht haben mit "ab und zu mal ein bierchen zum essen" und der doc sagt dann, ihre leberwerte sind ok, spricht nichts gegen das bier zum essen. ein uneinsichtiger alki versteht da, ich bin nicht süchtig und kann weiter saufen. bin ziemlich sicher das da so ein schuh draus wird.

    lass dich nicht verunsichern in dem was du wahr nimmst. nemm es für wahr, denn das ist es auch.

    moin sam

    das sortieren der gefühle stellt für viele eine enorme hürde da. im suff versinkt man ja gern in selbstmitleid bis hin zur depression, was allerdings alkoholbedingt ist und sich ohne alk dann auch reguliert. rauszufinden was ich wollte fiel mir extrem schwer, es war sehr viel leichter erst mal abzustecken was ich nicht mehr will. ich hab mir da ein ganz kleines büchlein für angeschafft das hab ich "geteilt" forn hab ich reingeschrieben was ich will, in die hintere hälfte was ich nicht mehr will. hinten wurde es recht zügig beschrieben. forne hat es gedauert. wie konnte ich was wollen, ich hatte doch mann und kinder und überhaupt wer bin ich denn. aber das hat sich auch geändert. so nach nem halben jahr füllte es sich dann auch forne. und nach einem jahr habe ich dann begriffen das ich die gleichen rechte habe wie alle anderen auch. ich habe deswegen nicht angefangen andere zu überfahren, allerdings lasse ich mich auch von niemandem mehr überfahren.

    das ändern der gewohnheiten vergleiche ich gerne mit den tiefen fahrrinnen auf alten burgen, wo die wagen cm tiefe spuren in den stein gegraben haben. die wirken wie schienen. je tiefer die sind um so schwerer ist es da raus zu kommen und es ist sehr schwer auf dem glatten stein zwischen den rinnen halt zu finden. hier müssen neue spuren eingefahren werden die uns halt geben und verhindern in die alten spuren zu rutschen. das dauert und erfordert höchste achtsamkeit. und alk in reichweite wirkt wie schmierseife auf der glatten fläche.

    es steckt niemand in deinen schuhen, den weg gehen mußt du alleine, aber wir stehen neben dir und sagen wo es rutschig ist und du besser nicht hintrittst. ich kann heute durchaus in ein gasthaus gehen ohne das mich der alk anspringt, ich kann auch bei freunden sitzen die was trinken. aber alle wissen das ich trocken bin und kommentarlos gehe wenn es mir zuviel wird. und da lass ich mir auch nichts einreden von wegen noch bißchen weil grad so lustig ist. nein, ich gehe wenn es anfängt für mich anstrengend zu werden. das mußte ich aber auch erst lernen meine gefühle zu achten, zu deuten, einzusortieren. war doch vom alk ewig alles zugeschüttet. in der regel hat man sich nach nem jahr so einigermaßen sortiert und es wird einfacher aber am anfang ist halt aller höchste wachsamkeit geboten.

    stop sam. ich kann nachvollziehen das es für dich eben echt viel ist und das sich manches total falsch anfühlt.

    du hast dich aufgerappelt und statt lob kriegst du hier nur links und rechts watschen. so ähnlich ging und geht es aber allen.

    der punkt ist, wir alkis haben oft ein problem mit selbstwert und mit frustration, das ist bei sehr vielen alkis so.

    einen narzisten erkennt man daran das er in einem satz mit 10 wörtern 8 mal "ich" unterbringt. du bist fast das gegenteil. die ichs in deinen beiträgen sind kaum vorhanden. du mußt verstehen, hier will dich niemand fertig machen wir sind doch alle gleich. wir wollen dich mit der nase auf den grund deiner sucht stoßen. dein selbstwert. bzw den oft nicht sehr ausgeprägten.

    du denkst an alle menschen um dich rum aber dich, deine bedrüfnisse, das was dich nach forn bringt scheinst du nicht wahrnehmen zu können. alles was eben mit alk zu tun hat kann dich triggern und suchtdruck ist nun mal die hölle, da brauchen wir nicht drüber zu spekulieren. daher eben alles vermeiden was dazu führen kann. dazu muß man aber auch mal klipp und klar das eigene ego an die spitze stellen und die sätze mit "ich will" anfangen.

    denk darüber mal in ruhe nach. und sei dir gewiss, niemand will dich hier runter machen wir nehmen uns hier alle die zeit um zu helfen denn wir kennen die hölle in der du steckst doch zur genüge. wir wissen wie hart es ist da raus zu kommen, viele haben mehrere anläufe gebraucht und wir wissen auch das viele auf der strecke bleiben. und grade der anfang ist nun mal am schwersten. zu verstehen was da im eigenen oberstübchen schief läuft ist nicht leicht und tut meistens echt weh. ich habe viel geheult bis da alles wieder grade war im kopf, ich hab meine therapeuten verflucht und auch meine mitstreiter. der weg aus der hölle ist nu mal kein spaziergang. aber wir begleiten dich.

    hallo topfmann

    ok kann eben so gut sein das ich da was übersehen habe. ist halt nur ein thema das man wirklich sehr ernst nehmen muß. ich bin nach meiner letzten vollnarkose schon auf dem weg vom op ins aufwachzimmer wieder hell wach gewesen. und das obwohl ich über 10 jahre trocken war. das kann man nicht oft genug betonen. wie hoch das risiko ist wenn die leber diesen hohen giftandrang gewöhnt ist. und wenn sie dadurch keinen totalschaden hat tut sie es eben auch nach jahren der abstinenz noch. deswegen sage ich das auch heute noch den ärzten gerne doppelt und dreifach damit das auch ankommt. nicht das ich noch bei meiner eigenen op assistieren muß :mrgreen:

    topfmann wenn du hier was schön redest kann es leicht ein eigentor werden. deine leber ist hochgradig trainiert gift abzubauen, und narkosemittel ist für die genau das gleiche wie alk. zu gut deutsch, was einen otto normalverbraucher für 2 std ins nirvana schießt reicht bei dir unter umständen nur ne viertel stunde. ich glaube kaum das du es toll finden würdest mitten in der op wach zu werden. ergo, tacheles reden. das ist ein arzt der deine gesundheit reparieren will nicht der neugierige nachbar von nebenan der was zum weiter tratschen braucht.

    ach sam, du hast es hier mit kampferprobten säufern zu tun, wir kennen alle ausreden auch wenn wir sie, gott sei dank, seit teilweise jahrzehnten nicht mehr brauchen, wir kennen den selbstbetrug und das schönreden. wir kennen den schmerz, die selbstverachtung die selbstverleugnung die scham alles halt was du grade durch machst haben wir alle hinter uns. wir helfen dir da gern raus. aber du mußt den ersten schritt machen. dir eingestehen das du alkoholiker bist. unsere krankheit hat nun mal diesen namen.

    naja, kann es sein das du dir da immer noch was schön redest? 3 flaschen wein killen und dann noch stehen können ist schon ne hausnummer und flaschen verstecken..... geh noch mal in dich, ich glaube du solltest deine inventur noch mal etwas gründlicher machen. das du was ändern willst ist prima. aber das funktioniert langfristig nur mit einsicht, ansonsten wird es ne trinkpause, die je nach befinden länger oder kürzer wird.

    moin sam

    siehst du dich denn als alkoholiker? fühlst du dich abhängig?

    ganz ehrlich lese ich bei dir das so als wäre es missbrauch. was auch nicht ohne ist aber eben nicht sucht. wie ist das wenn du wirklich in dich rein hörst. ruft dich die pulle? mußt du trinken auch wenn du es gar nicht willst.

    wir sind hier abhängige und wenn es bei dir "nur" missbrauch ist dann bist du hier falsch. dann wäre eine eheberatung und für deine frau eine therapeutische aufarbeitung ihrer kindheit zielführend, edit

    sucht läßt sich nicht einfach so im vorbeigehen stoppen, ein missbrauch schon.

    das nenn ich mal nägel mit köpfen. prima, und keine angst vor der wahrheit. ich sag es auch wenn nötig. so mancher guckt mich dann erschrocken an weil ich so gar nicht in ihr weltbild eines alkis passe aber mehr auch nicht. säufer erkennst du an der nachfrage "wie gar nicht mehr" oder "ach, einer geht immer." damit ist schon mal vorsortiert. wirklich nachgefragt hat noch nie jemand. in gesprächen ist es dann schon ab und an thema geworden, so wie man halt über den urlaub oder die kinder erzählt. wer mich mag dem ist es wurscht, wer mich nicht mag wird sich dran hochziehen, hätte aber auch jeden anderen grund genommen. für meinungen kann ich mir nichts kaufen.

    das du dir jetzt deinen rückzugsort schaffst ist super. auch die küchenhilfe. damit hast du sehr wichtige schritte gemacht. nach einiger zeit, wenn sich deine trockenheit auf stabile füße gestellt hat wird da auch noch mal einiges anders. aber das bestimmst einzig und allein du, denn dir muß es damit gut gehen. prima entscheidungen.

    hallo carmen

    den doc hast du hinter dir, nun solltest du bei deinen therapeuten die karten offen legen. die sucht hat auf extrem vieles einfluss und ich bin sicher das es auch einfluss auf deine weitere therapie haben wird, du bist nicht die einzige die mit diversen psychischen problemen in die sucht rutscht. das ist dann ein zusätzlicher faktor der beachtet werden muß. deine therapeuten werden dann sicher bei einigem klarer sehen und manches anders angehen. und auch die wissen das es eine krankheit ist und vor allem wissen sie wie sie dir helfen können.