Beiträge von Sunshine_33

    Hallo Optimistin,

    Willkommen im Forum.

    Erstmal frage ich mich, warum CO-Abhängige so oft im "wir" schreiben, obwohl es das doch gar nicht mehr gibt.

    Der Säufer säuft und lebt längst in seiner eigenen kleinen kranken Welt, der CO-Abhängige passt sich an, wo ist da denn noch ein "Wir"?

    Zitat

    und bisher haben wir mit ganz viel Liebe und Verständnis die Abstürze auch immer wieder in den Griff bekommen

    Dein Mann hat gesoffen und säuft aktuell ebenfalls, richtig?

    Was hast DU damit zu tun??

    Zwingst Du ihn dazu?

    "Wir" bekommen da gar nix in den Griff, das kann nur der Abhängige ganz allein.

    Angehörige können allenfalls dabei unterstützen, mehr nicht.

    Überschätze mal Deine Rolle nicht, ein Säufer denkt hauptsächlich an SICH und DIE NÄCHSTE PULLE....und danach kommt erstmal der nächste Rausch....und ganz weit hinten irgendwo...da ist der Partner bei Alkoholkranken.

    Er möchte nicht ins nächste Krankenhaus?

    Weil man ihn dort nicht so behandelt, wie er sich das vorstellt?

    Dann ist er noch nicht weit genug unten. Muss weitersaufen oder sich um die Fachklinik bemühen.

    Allein kommt er jedenfalls aus der Nummer nicht mehr raus, wenn er seine Krankheit stoppen will.

    Ich war übrigens im örtlichen Krankenhaus zur Entgiftung und man hat sich dort alle Mühe gegeben, das ich die Sache überhaupt überlebe, denn mein körperlicher Zustand war schon recht desolat.

    Alle waren auf Intensiv und auch später auf der normalen Station freundlich zu mir, ich habe dort viel Hilfe und auch nette Worte bekommen, aber auch recht klare Worte von Arztseite.

    Ohne diese Menschen dort wäre ich heute nicht mehr hier.

    Und Ja, ich wurde da auch mit Medikamenten abgeschossen, mir fehlen dadurch ca. 3 Tage meines Lebens, bzw. erinnere ich mich nur noch ganz dunkel daran.

    Das ich da nicht mit Federn trocken gestreichelt wurde, hatte sicher seine Gründe und ich habe den Ärzten dort auch vertraut.

    Ich möchte diese Erfahrung auch keinesfalls wiederholen und auch das hat mich die ersten Wochen trocken gehalten.

    Ich habe mich aber auch in diese Situation selbst reingesoffen, meinen Körper mit einem Zellgift so zugesetzt, das ich

    da nicht mit einem Spaziergang wieder raus kam.

    Heute bin ich fast froh, das mein Weg in das trockene Leben anfangs so hart war, denn das hat mir einiges gelehrt.

    Vor allem, das ich selbst für mich und meine Situation verantwortlich bin, und auch, wie ich da wieder raus komme.

    Und ich habe dabei auch viel professionelle Hilfe bekommen.

    Liebe Optimistin, ich rate Dir, mal aus dem "Wir"-Modus in den "ICH"-Modus zu wechseln, denn er ist er und Du bist Du.

    Er wüsste, was er zu tun hat.

    Du musst ihm da keinen Weg bereiten, bereite Dir lieber selbst Deinen.

    Lese mal Deinen Beitrag hier, in dem kommst Du ja im Grunde gar nicht vor.

    Es geht nur um ihn, seine Sauferei und seine Befindlichkeiten bezüglich möglicher Hilfe.

    Ihm können wir nicht helfen, denn er ist hier nicht hergekommen, um um Hilfe zu bitten.

    Und Du bist im Grunde auch erstmal nur hergekommen, um für ihn Hilfe zu suchen, damit DU in DEINEM Leben nichts verändern musst, richtig?

    Ich glaube zumindest bei CO-Abhängigen nicht an die "Mutter-Teresa" Nummer, es geht auch immer um sich selbst.

    Der andere soll sich verändern, damit der CO möglichst nichts ändern muss.

    Tja, nur funzt selbst das in den allerwenigsten Fällen, sollte ein Alkoholiker trocken werden, fängt der Weg nämlich erst an.

    Und ob der gemeinsam sein wird, steht in den Sternen, Chancen bestehen da nur, wenn auch der CO bereit ist, Veränderungen einzuleiten.

    Denn kein trockener Alkie möchte gern nen aktiven CO an seiner Seite haben, ich kenne zumindest keine.

    Wie können wir Dir denn helfen, Optimistin?

    Wie geht es Dir, wie sieht Dein Leben konkret aus mit einem aktiven Säufer?

    Was sind denn Deine Wünsche und Träume für DEIN weiteres Leben?

    Oder kennst Du die gar nicht mehr durch zuviel im "Wir-Sein"?

    LG Sunshine

    Wir haben in Deutschland ein sehr gutes Hilfsangebot, wenn ich das mit einigen anderen Ländern vergleiche.

    Wer da noch jammert, sollte mal über die Grenzen schauen. Das ist nur Jammern auf hohem Niveau.

    Ich bin unsicher, ob ne Entgiftung und/ oder eine Langzeittherapie im gehobenen Ambiente erfolgreicher ist, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

    Denn es kann einem niemand trocken machen, nicht mal ein hochbezahlter Motivationstrainer und auch reichlich vorhandenes Klinikpersonal kann kein Stück helfen, wenn der Abhängige nicht aufhören will zu saufen.

    Gerade CO-Abhängige meinen oft, wenn der Partner nur aufhören würde zu saufen, wäre in der Beziehung auch alles paletti.

    Das ist ein Irrtum, bei fast allen beginnt erst dann der Weg, auf den BEIDEN viele Veränderungen bevor stehen.

    Auch muss eine Langzeittherapie nicht unbedingt erfolgreich sein und nicht jeder braucht überhaupt eine.

    Selbst nach LZT fängt die Hälfte der Alkoholiker wieder das Saufen an.

    Das ist also keinesfalls ne Garantie ...es gibt keine Garantien!

    Wie übrigens auch sonst nirgendwo im Leben...

    Alles steht und fällt mit der Selbst-Initiative des Betroffenen...ist da zu wenig, wirds auch nix.

    Wollen einem andere die Trockenheit aufzwingen ist auch das ein Versuch, der Scheitern wird.

    Man kann nur für sich selbst trocken werden...das hat mit dem Partner und Liebe und pipapo überhaupt nix zu tun.

    Setzt man den Willen zur Abstinenz nicht an die erste Stelle im eigenen Leben und bleibt auch konsequent auf dem Weg, dann sehe ich wenig Chancen auf ein dauerhaft trockenes Leben.

    Und sowas kann einem letztlich keiner abnehmen und man kann das auch nicht mit alles Geld der Welt erkaufen.

    Meine Meinung :wink:

    LG Sunshine

    ...wenn man weiß was die Ausdrücke bedeuten, vielleicht :wink:

    Ich hatte auch auf eine Spielsucht getippt, Online-Poker oder so.

    Und das "Klicker" evtl. ein Begriff beim Pokern ist. Obwohl mir unbekannt, dachte ich an eine Art Insider Begriff.

    Klicker nennt man hier diese Dinger, die man zur Hundeerziehung benutzt.

    LG Sunshine

    Hallo,

    Darf ich fragen, warum Du Dir so einen abwertenden Nick ausgedacht hast?

    Die Verniedlichungsform macht es auch nicht besser, eher schlimmer ;)

    Ich für meinen Teil möchte hier im Forum niemanden in einer derart abwertenden Form ansprechen,

    da sträubt sich alles in mir dagegen.

    Vielleicht magst Du Dir den Nick ja nochmal überlegen? 8)

    Oder hältst Du Dich tatsächlich für dumm?

    Ich erkenne übrigens schon oft am Nick, ob es sich um einen CO oder einen Alkoholiker handelt, aber Du siehst Dich nicht als CO, wie Du schreibst?

    Was erhoffst Du Dir denn hier vom Austausch in diesem Forum?

    Willst Du Dir Mut für Veränderungen holen?

    Zitat

    Mein Mann Pockert seit 20 Jahren. Auslöser bzw. Ursache sind mir bekannt. Auch wie diese Krankheit tickt.

    Er bekommt keinen Klicker und dreht sich wieder einmal im Kreis.

    Tut mir leid, ich verstehe nur Bahnhof?

    Was ist "Pockert"?

    Was bedeutet, keinen "Klicker" zu bekommen.

    Sind das Slang-Ausdrücke?... mir sind die jedenfalls wenn, dann völlig unbekannt, ich kann damit gar nix anfangen.

    Vielleicht magst Du mal allgemeinverständlich erklären, was damit gemeint ist?

    LG Sunshine

    Zitat

    Ich weiß, daß wir nicht nur zum Spaß beim Kaffeeplausch hier sind, sondern uns über eine tödliche Krankheit austauschen, aber deshalb müssen wir ja nicht ständig gebückt gehen und wie sieben Tage Regenwetter dreinschauen.

    So ist es !

    Und NEIN, wir müssen keinesfalls in Sack und Asche aufgrund unserer Krankheit gehen, um Gottes Willen, bitte nicht!

    Wir dürfen sehr wohl aufrecht gehen und stolz sein auf jeden Tag, den wir trocken gemeistert haben.

    Wir sind doch aufgrund unserer Krankheit keine Menschen zweiter Klasse!

    Ich gehe höchstens gebückt, wenn ich mal wieder "Rücken" habe, mehr aber auch nich :lol:

    Zitat

    Tatsächlich war diese allgegenwärtige tiefe Betroffenheit und Bedrücktheit manchmal etwas, das mich von Selbsthilfegruppen ferngehalten hat. Ich wollte endlich wieder leben und in eine Selbsthilfegruppe gehen, nicht auf ein verdammtes Begräbnis.

    Da hatte ich mehr Glück, in meiner realen SHG wurde auch mitunter von Herzen gelacht.

    Davor war ich allerdings mal bei den AA, und es war eine schreckliche Erfahrung, ich bin schon sozusagen schreiend in der ersten Pause weg gerannt.

    Ich konnte mit deren Zeugs so gar nix anfangen, und ich nehme auch keinesfalls an irgendwelchen Entschuldigungs-Rutialen mit den Angehörigen teil, ebenso hat mich ihr Gequatsche von Schuld und Wiedergutmachung abgeschreckt, sowas läuft mit mir mal gar nicht.

    Ich habe nichts verbrochen, ich habe eine Krankheit!

    In dem Verein gab es auch wirklich nix zu lachen, außerdem suchte ich Austausch und keine Monologe.

    Zitat

    Von Respekt und Rücksichtnahme halte ich sehr viel, aber man kann es mit der Korrektheit auch übertreiben.

    Das sehe ich ganz genau so.

    In unserem damaligen Chat hatten wir viel Spaß, auch mal mit Necken des anderen aufgrund seiner Schwachstellen, aber an Respektlosigkeiten kann ich mich eigentlich nicht erinnern.

    Wir hatten einfach Spaß dort, thats all.

    Aber die digitale Welt mit ihren sozialen Netzwerken hat sich auch in den letzten Jahren stark verändert, ich will hier ja nicht diesem Forum die Schuld geben, das wir hier keinen amüsanten Chat mehr haben.

    Das hat auch mit der Entwicklung der Dinge zu tun, denke ich.

    Früher gab es den AOL-Messenger, ICQ, und andere Chatrooms, Facebook war noch relativ neu und piapapo...

    Es gab kein Whatsapp und kein schnellebiges INSTA etc.pp.

    Da wird es auch in Zukunft immer wieder Veränderungen geben...und wir verändern uns entsprechend mit...oder aber bleiben die ewig gestrigen, die früher alles besser fanden :lol:

    Nochmals apropos Humor, neulich hörte ich dazu einen bekannten Comedian in einem Podcast, der schon gefühlt ewig in der Branche ist.

    Der sagte, das man gewisse Scherze, die man vor 10 Jahren noch zum Besten geben konnte, heute gar nicht mehr machen könnte, ohne sich total ins berufliche Comedian-Aus zu schiessen.

    Ich finde das sehr schade, das man sich jeden Gag tausend mal vorher überlegen muss, wenn man nicht einen Shitstorm ernten will.

    Da ist mir derber Humor sogar noch lieber, als diese Art gesellschaftlicher Maulkorb, echt mal jetzt. :rolleyes:

    Aber zum Glück gibt es auch noch ein paar Comedians, die keine Angst haben, sich auch mal unbeliebt zu machen und sich nicht allem beugen, sondern einfach mal Till-Eulenspiegel-mäßig frech bleiben.

    LG Sunshine

    Hallo achelias,

    ich muss sagen, einigen Deiner Ausführungen über die Alkoholkrankheit kann ich mich weder anschließen noch selbst darin wieder erkennen.

    Zitat

    Alkoholiker sind schwache Menschen und wählen den einfachen Weg, sich berauschen und alles passt.

    Ich war zeitlebends nie ein schwacher Mensch! Sondern gelte allgemein als ausgesprochen willensstark.

    Und an einem mangelnden oder gar fehlendem Selbstbewußtsein habe ich auch nie wirklich gelitten.

    Es war allerdings während meiner Saufzeit sehr angeschlagen.

    Aber gegen die Alkoholkrankheit war ich allein machtlos, da funktionierte mein Willen nicht.

    Und das war mir leider lange nicht klar.

    Ebensowenig "passte berauscht" bei mir alles während meiner Saufzeit, im Gegenteil, ich machte mir immer wieder schwere Selbstvorwürfe!

    Da war gar nix mehr easy, wenn ich gesoffen hatte, das war nur noch unendliches Leid, und nix anderes.

    Und ich sah es und empfand es auch so.

    Die Sauferei hat bei mir außerdem zu schwere Depressionen geführt, die erst wieder verschwanden, als ich trocken werden konnte.

    Deine Ausführungen erscheinen mir überstülpend und ich empfinde sie auch als zu allgemein.

    Sie zeichnen nur das übliche Alkoholikerbild, was oft voller dummer Vorurteile ist. Sorry.

    Wie gesagt, ich erkenne mich zum größten Teil nicht darin wieder.

    LG Sunshine

    Zitat

    Mandarinen sind doch Baby-Kürbisse, oder etwa nicht? Die ißt man doch zu Weihnachten, weil sie vom Herbst noch übrig sind?

    Das ist FAST richtig!

    Exakt ist es so, das Mandarinen kleine Kürbisse sind, die im Herbst nicht mehr ganz ausgereift sind, darum sind sie auch kleiner.

    8)

    Lese Deine Texte sehr gerne, Hanseat, Du bist einer der wenigen, der sich noch traut, hier humorvoll zu sein.

    Denn meiner Meinung nach gehört der Humor im Leben einfach dazu, ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag, daran glaube ich ganz fest!

    Auch wenn es sich hier um ernste Themen handelt, haben wir es früher in diesem Forum weitaus lustiger gehabt.

    Ich erinnere da noch so manchen Chatabend, der regelmäßig gut besucht war und wo wir oft Tränen gelacht haben.

    Und niemand hat daran ernsthaften Schaden genommen!!

    Aber heute, wo alle immer mehr in ihren ganzen "Achtsamkeitsübungen" beinahe erstarren und alles politically correkt sein muss, ist das wohl nicht mehr möglich.

    Da bin ich sehr froh, das ich privat noch ein recht humorvolles Umfeld habe, wo ich immer noch herzlich lachen kann und auch albern sein darf, ohne das jemand gleich Anstoß daran nimmt. :)

    Denn ich mag nicht nur Beschwerdendes im Leben, die Leichtigkeit darf bei mir nicht zu kurz kommen, ansonsten fange ich an zu leiden.

    LG Sunshine

    Hallo Sporty,

    ich lese bei Dir Leidensdruck raus, der auch schon länger besteht.

    Ich kann DIr nur wünschen, das er Dich letztendlich auch handeln lässt.

    Du hast ja bereits Deine Mutter auf ihre Sauferei angesprochen, Dein Vater trinkt ebenfalls jeden? Abend.

    Mehr kannst Du eh nicht tun. Und musst Du vor allem auch nicht.

    Niemand wird einen Alkoholiker ohne Krankheitseinsicht und den wirklichen Willen zur Veränderung beeinflussen können.

    Und wenn dann auch noch beide trinken? Wie sollte da überhaupt irgendwas ankommen, die verbrüdern sich dann ja eher gegen Dich, um ihre eigene Sauferei zu rechtfertigen.

    Alles andere wäre schmerzhaft und man müsste ja zugeben, wie schlecht alles durch die Sauferei läuft.

    Denn bei so einem Konsum läuft nix mehr rund, und ich würde kein Wort glauben, wenn es mir trotzdem jemand so weismachen wollte.

    Bezüglich eines Auszuges, würde ich von daher auch gar keinen großen Larry machen, denn Du KANNST nichts bewirken bei den Beiden.

    Warum dann also Riesenstress machen für nix und wieder nix?

    Ich würde da ne plausible Ausrede finden, die nicht allzu weit hergeholt ist, auch mit dem Hinweis, das man ja nicht aus der Welt ist etc.pp.

    Und dann die Sachen packen.

    Ich würde also versuchen, eine Trennung "im Guten" zu bewerkstelligen, obwohl die Eltern sich wahrscheinlich doch gekränkt fühlen.

    Aber Du bist nicht für die Gefühle anderer erwachsener Menschen zuständig.

    Und dann sind da ja auch noch Deine Kinder, ihre Enkelkinder.

    Welche Großeltern würden denn einfach so ihre Enkelkinder aufgeben?

    Man sagt, das man in der nassen Phase der Alkoholkrankheit nur noch eingeschränkt, wenn überhaupt liebesfähig ist.

    Ich würde dem zustimmen.

    Aber ich habe auch als ich noch trank, meine Tochter immer von ganzen Herzen, oder wie immer mir das auch möglich war, geliebt!

    Und meine Enkelkinder sind mir das Liebste auf der Welt, ich könnte mir ein Leben ohne sie ja gar nicht vorstellen!

    Von daher würde ich auch ein bisschen darauf hoffen, das sie an Euch und den Kindern doch irgendwie hängen und letztendlich auch lieber eine gütliche Einigung finden möchten?

    Auch wenn sie erst sauer, verärgert, enttäuscht oder sonstwas sind.

    Vielleicht werden sie auch damit arbeiten, Dir ein schlechtes Gewissen einzureden.

    Da dient dann aber nur dazu, das ja nix verändert werden soll in IHREM LEBEN.

    Und das ist einfach nur egoistisch.

    Denn Du musst ja Dein Leben leben, und zwar so, wie DU es für richtig hältst, und sie ihres.

    LG Sunshine

    Hallo Sporty,

    Deine Mutter hat Null Leidensdruck.

    Bisschen was versprechen reicht immer noch aus....und dann aber wieder hoch die Tassen!

    Im Urlaub die Erleuchtung kriegen?

    Im Urlaub habe ich immer gesoffen. Und wohl auch mehr als sonst, weil ich ja auspennen konnte und keine großen Pflichten hatte.

    Nö, da passiert nix.

    Und die Peinlichkeiten, die man im Suff veranstaltet...verwachsen sich auch wieder.

    Ihr spielt seit vielen Jahren alle mit, und wenn DU nichts änderst daran, geht das auch noch viele Jahre so weiter.

    Wahrscheinlich, bis sie sich totgesoffen hat. Oder Beide, denn der Vater trinkt ja auch.

    Du findest gerade viele Ausreden, warum ihr doch nicht gehen könnt.

    Legst es Dir auch so zurecht, das es passt, das ihr doch bleiben müsst.

    Na dann geht es eben weiter so.

    Ich denke allerdings, das Deine eigene Lebensqualität schon enorm drunter leidet.

    Ich fände den Preis viel zu hoch, würde lieber nach einer schönen Wohnung Ausschau halten oder was finanziell so drin wäre...

    und dann würde ich gehen.

    Denn mir wird niemand die vergurkten Jahre wieder geben können...aber die Zukunft kann ich selbst gestalten.

    Bleibt ihr, dann findet Euch mit dem Gesaufe der Eltern halt ab, und gut isses.

    Du/Ihr entscheidet selbst über Euer Leben.

    Leider hängen auch Kinder mit dran, die dem allem auch ausgesetzt sind...und das macht mich immer todtraurig.

    Wenn nicht mal die eigenen Kinder wichtig genug sind, um dem Budenzauber ein Ende zu setzen, na dann Gute Nacht! ?(

    LG Sunshine

    Zitat

    Und so war es auch an diesem Samstag. Es gab in den frühen Morgenstunden einen Betriebsunfall, und als ich ankam, waren einige Leute wie der Kreisleiter, die Polizei und noch diverse andere da.

    Ich war zum Glück vollkommen fit und leistungsfähig, und habe die Situation entsprechend souverän gemeistert.

    Wäre ich wie früher in einem völlig verkaterten Zustand angekommen, wäre das mit Sicherheit aufgefallen, und es wäre ganz bestimmt nicht gut geendet für mich.

    Oh vergessen...

    Wollte hierzu noch was schreiben:

    So ist es mir mittlerweile schon sehr oft gegangen!

    Das ich froh war, nichts getrunken zu haben, und somit voll einsatzbereit bei Notfällen.

    Ich erinnere da beispielsweise einen Vorfall, der allerdings kein lebensbedrohlicher Notfall war, aber ärgerlich dennoch.

    Meiner Tochter ist vor Jahren der Schlauch der Waschmaschine aus dem Abflussbecken raus gerutscht, im Keller ihres Vermieters.

    Der wurde dann leicht geflutet und sie rief mich um Hilfe an.

    Ich war froh, das ich nur meinen Autoschlüssel nehmen konnte und los...ohne überhaupt darüber nachdenken zu müssen, ob ich noch fahren darf.

    Und solche Fälle gab es noch mehrere...in verschiedenen Varianten...und ich war froh, dann einfach so helfen zu können.

    Auch das war für mich immer eine Bereicherung, nicht nur selbst Hilfe bekommen zu können, sondern ebenso auch welche leisten zu können :)

    LG

    Zitat

    Es ist soviel altes, was ich los lassen muss. Und das fällt mir sehr schwer, z.Bsp. bei den o.g. Menschen, habe ich mich immer sehr wohl gefühlt. Aber es ist mir am Samstag sowas von klar geworden, das es einfach nicht mehr meine Leute sind. Ich habe da nichts mehr verloren.

    Und das zu akzeptieren, und auch fest zu verinnerlichen ist ein Prozeß, der auf jeden Fall noch seine Zeit braucht. Du schreibst schon ganz richtig, das mich besagter Freund nervt, und es nur noch eine Frage der Zeit ist, wann ich ihm sage, das ich nicht mehr sein Deckel für irgendwelche Betrügereien bin

    Verstehe ich gut, MeaCulpa.

    Da ist einerseits das Festhalten-Wollen vom gewohnten, auch den Leuten, die Du gern hast.

    Andererseits merkst Du, das es nicht mehr so richtig passt wie früher.

    Tja, und ich denke, das wird sich auch weiter in diese Richtung entwickeln.

    Manchmal entwickelt sich einfach manches im Leben in eine Richtung, die man so weder geplant noch geahnt hat.

    Aber ich sehe darin auch immer Chancen. Auch zur persönlichen Weiterentwicklung.

    Was Neues zu beginnen muss ja nichts schlechtes bedeuten, eher ganz im Gegenteil.

    Das kann auch sehr bereichernd sein, völlig neue Erfahrungen und auch neue Menschen in das eigene Leben bringen.

    Mit der Zeit wirst Du selbst wissen, wen Du aussortieren solltest, weil er Dir nicht mehr gut tut und wer bleiben kann.

    Mein Anspruch war dabei im Grunde nur, das keiner meiner Freunde in meiner Gegenwart Alkohol konsumiert, das war mir ganz besonders am Beginn meiner Abstinenz wichtig.

    Ob sie sonst welchen konsumieren, soll mir egal sein.

    Ist es aber so, das sie ansonsten regelmäßig saufen, dann wird auch so eine Freundschaft sehr wahrscheinlich zu Ende gehen.

    Denn dann bleiben meist nur wenig gemeinsame Themen, denn wer abhängig trinkt, bei dem macht das ja schon einen großen Teil seines Lebens aus.

    Da bleibt dann oft wenig für anderes, andere Themen oder auch gemeinsame Besuche von sauffreien Veranstaltungen sind für diese Menschen ziemlich uninteressant.

    Denn man rankt ja sein abhängiges Leben auch immer darum, wann und wo man als nächstes endlich wieder konsumieren kann.

    Tja, und als abstinent lebender Mensch, der früher selbst gesoffen hat, bemerkt man diese inneren Zwänge des anderen, durchschaut das und man merkt auch, das das eigene Leben anders geworden ist.

    Also kann es sogar sein, das es mit bestimmten Leuten einfach grundsätzlich nicht mehr passt, auch wenn sie noch in Deiner Gegenwart ein paar Stunden auf Alk verzichten können.

    Zitat

    Meinem besagten Freund werde ich wohl bald nicht mehr so oft zu Gesicht bekommen. Er entfernt sich schon jetzt von mir, seitdem ich nüchtern bin. Insgesamt 2 Treffen hat er schon abgesagt, und das werden bestimmt nicht die letzten gewesen sein.

    Andererseits : Bringt mich persönlich so ein Mensch weiter ? Ich glaube nein. Auch, wenn wir uns seit über 12 Jahren kennen, aber so ein Verhalten hat er früher nie an den Tag gelegt. Ich denke, der Alkohol wird hier sicher auch seinen Beitrag geleistet haben.

    Naja, der hat ja momentan eh andere Interessen, aber auch so würde es wohl immer weniger werden mit der gemeinsamen Zeit, es sei denn, Du gingest weiterhin mit ihn auf Partys oder Saufveranstaltungen, oder wo immer ihr zusammen konsumiert habt.

    Und waren wir so viel anders, als wir selbst noch gesoffen haben?

    Wir haben auch oft unsere Bekanntenkreise mit Leuten aufgebaut, die auch gern selbst einen bechern.

    Bei mir waren das jetzt nicht Hardcore-Säufer, aber zumindest Freundinnen, die Sekt und Wein nicht abgeneigt waren.

    Freundinnen, die nicht tranken, habe ich insgeheim als "langweilig" eingestuft X/ später war ich froh, das es sie überhaupt noch gab in meinem Leben!

    Denn das waren dann auch die Freundinnen, an die ich mich hielt, als ich selbst nicht mehr trinken musste.

    Ja, ich kann mir also vorstellen, das sich Dein Freund immer weiter von Dir entfernt, vielleicht stuft er Dich jetzt auch als langweilig ein?

    Hat dann aber nix mit Dir zu tun, und das Du wirklich langweilig sein könntest, es dient nur dazu, an seinem eigenen Leben nichts verändern zu müssen und sich darum besser in Trinkerkreisen aufzuhalten, wo man weniger mit der eigenen Sauferei auffällt.

    Ich erwarte übrigens von Freunden nicht, das sie mich irgendwie weiterbringen sollen ;)

    Wenn es trotzdem nebenbei so sein sollte, dann ist das schön, aber ich habe nicht so eine Erwartungshaltung.

    Ich erhoffe mir von Freuden nur, das sich mich so annehmen und mögen, wie ich nun mal bin.

    Eben auch mit meiner Krankheit, aber das ist schon ewig kein Thema mehr.

    Ich biete dafür hoffentlich das Gleiche an.

    Und das wir eine schöne Zeit miteinander verbringen können. Vielleicht auch zusammen ab und zu was unternehmen.

    Das der Alkohol zu einer starken Verhaltensänderung beiträgt und folgend auch zu einer Wesensveränderung führt, ist wohl unbestritten.

    Aber man kann auch nicht alles auf den Alk schieben. Trinker sind nicht automatisch auch notorische Fremdgänger.

    Da muss schon ein bestimmter Charakterzug grundsätzlich da sein, denke ich.

    Manche Co-Abhängige denken ja, wenn ihr Partner mit der Sauferei aufhört, dann hört auch jegliches andere unerwünschte Verhalten komplett auf.

    An sowas glaube ich nun wiederum nicht. ;)

    Denn ich denke nicht, das der Alk derart allmächtig ist und man vom Saulus zum reinsten Paulus wird, nur weil man nicht mehr säuft.

    Irgendwo bleiben wir doch auch doch wir.

    Von mir kann ich jedenfalls nur sagen, das bestimmte Verhaltensweisen, auch negative, einfach so in mir drin ist, die sind ein Teil von mir.

    Egal ob ich saufe oder nicht, das bleibt.

    Diese negativen Verhaltenweisen wurden allerdings durch Alk noch stark befeuert, so was es jedenfalls bei mir, würde ich sagen.

    Nüchtern habe ich das viel besser im Griff, und komme aus den negativen Verhaltensweisen recht schnell wieder raus.

    Das gelang mir im Suff oft nicht mehr.

    So kann ich damit leben (und andere offensichtlich auch), besoffen war ich aber wahrscheinlich unerträglich damit.

    LG an Dich

    Sunshine

    Hallo MeaCulpa,

    ich bringe auch niemanden Bier oder öffne eine Flasche mit alkoholischem Inhalt.

    Wenn ich auf einer Party bin, wo Alkohol konsumiert wird (die ersten 1,5 Jahre habe ich allerdings keine derartige veranstaltung besucht und auch heute ist das wenn, dann eine Ausnahme) und jemand mir zuruft "kannste mir mal ein Bier mitbringen?" dann sagte ich ganz einfach "Nein, mache ich nicht, hole Dir bitte selbst eins".

    Mag vielleicht auch mal unhöflich rüber kommen, aber das ist mir egal.

    ICH will mit dem Zeugs nichts mehr zu tun haben, ich lasse es nicht mehr an mich ran.

    Und ich weiß es auch ohne es ausprobieren zu müssen, das es sich auch falsch für mich anfühlen würde.

    So wie es Seeblick auch erlebt hat.

    Was treibt Dich da an, mit nem Kumpel loszufahren und für die anderen Alkohol ranzuholen?

    Warum tut man sowas als abstinent lebender Mensch?

    Aus Nettigkeit, um noch dazu zu gehören, nicht weiter drüber nachgedacht oder was hat Dich dazu bewogen?

    Ich meine das jetzt nicht irgendwie vorwurfsvoll, mich würden nur Deine Beweggründe interessieren!

    Zitat

    Doch es macht mich irgendwie traurig, das er seine Frau so hart verarscht. Sie ist ein Mensch, den ich gerne habe. Und das sie so angelogen und betrogen wird ist einfach nicht ok. Ich werde mich da nicht einmischen, da ich selber im Augenblick genug mit mir zu tun habe. Doch der Deckel für Lug und Trug will ich defintiv nicht sein.

    Weißt Du was? Mir tut nicht nur seine Frau sehr leid, weil sie so verar*cht wird, sondern ebenso die Affäre.

    Denn dort wird er ebenfalls unehrlich sein und ihr wohl sonstwas versprechen.

    Ich finde sowas unter aller Kanone und auch krass, zusätzlich einen Freund als Alibi zu benutzen.

    Und sowas hat auch nicht unbedingt mit seiner Sauferei zu tun, da ist auch jede Menge Charakterschwäche dabei, sorry.

    Klar enthemmt Alkohol auch noch zusätzlich.

    Aber Fremdgeherei kann man echt nicht nur auf den Alk schieben, so wie das manche gern tun.

    Und Menschen, die das tun, nehmen eigentlich auch bewußt in Kauf, das sie andere unheimlich verletzen mit ihrem Verhalten.

    Auch das spricht für mich nicht FÜR einen Charakter.

    Ich bin sicher kein Moralapostel und ich weiß auch, das einem mal ein Ausrutscher passieren kann, auch das hat oft seine Gründe.

    Aber jemanden über eine längere Zeit vorsätzlich zu betrügen, und sich auch noch alle Hintertürchen für eine Rückkehr offen zu halten...mein lieber Scholli, ich schreibe hier lieber nicht, was mir dazu noch so einfällt, "unterste Schublade" und "keinen Hintern inner Hose" ist noch das netteste, was mir dazu einfällt :(

    Ich sage es Dir ganz ehrlich, ich möchte so einen "Freund" nicht haben und würde auch sehr deutlich machen, wie ich sein Verhalten finde.

    Und ich würde schon gar nicht für ein Alibi herhalten wollen, käme mir benutzt und auch ausgenutzt vor.

    Außerdem würde ich mich schäbig fühlen, wenn ich von der Affäre wüsste und die Betrogene auch noch gern habe, und dann zu allem schweigen würde.

    Neeee, das ginge echt gar nicht.

    Soll Dein Freund Nägel mit Köpfen machen, in welche Richtung auch immer, denn das was er tut, ist wirklich nicht ok.

    Meine Meinung.

    LG Sunshine

    Hallo Sporty,

    meine Frage wäre, hast Du Deine Mutter mal konkret auf ihre Sauferei angesprochen und sie wissen lassen, wie das für Euch ist?

    Falls nicht, würde ich das nachholen.

    Und nicht einfach nur dazu schweigen.

    Ich würde ihr sehr klar machen, das ich weiß, was vor sich geht.

    Und evtl. auch daraus die Konsequenzen ziehen werde.

    Aber nur, wenn ich das auch wirklich vorhabe.

    Das ist im Grunde das Einzige, was Du noch tun kannst, mehr fällt mir zumindest gerade nicht ein.

    Ob es zu einem Sinneswandel führt, keine Ahnung, ich sehe da leider wenig Chancen.

    Aber eine kleine Hoffnung bleibt auch bei mir immer, das jemand vielleicht doch noch wach wird, besonders wenn`s anfängt, weh zu tun, also wirklich ein Leidensdruck entsteht.

    Denn solange ihr wegschaut, ihr aus dem Weg geht, solange toleriert ihr ja auch ihre Sucht und sie kann in Ruhe weiter saufen.

    Und genau DAS will ein abhängig Saufender!

    In einer SHG habe ich übrigens mal folgendes gehört von einer Betroffenen:

    Sie und ihr Mann soffen oft mit Nachbarn, Freunden etc., es war für sie völlig normal, jeden Tag ab Nachmittags Korn oder Wodka mit Limo zu trinken in diverser Gesellschaft.

    Alkoholiker?? Aber Nein, WIR doch nicht!

    Diverse Abstürze folgten, inkl. Stürze in der Wohnung, viele Peinlichkeiten, das übliche Alkie-Geschehen halt.

    Aber Alkoholiker, Nein, das sind wir sicher nicht, wir haben ein Leben lang gearbeitet, sind in Rente und genießen nun unser Leben.

    So, dann bekam die Tochter ein Baby, und die frischgebackene Oma freute sich so sehr über ihr Enkelkind, aber ihre Tochter teilte ihr mit, das sie das Baby nur in ihren Anwesenheit sehen dürfe und sie es ihr auch nicht zur Betreuung, selbst nicht für kurze Zeit, überlassen wird.

    Denn sie habe einfach Angst um ihr Baby, das sie es im Suff fallen lässt oder anderen Schlimmes.

    Sie sagte ihrer Mum aber auch, das sie mit ihr zur hiesigen SHG gehen als Begleitung mitgehen würde, falls sie sich allein zu sehr schämt.

    Die nahm dieses Angebot dann schweren Herzens an, hauptsächlich erstmal aus Liebe zu ihrem Enkelkind.

    Und merkte dann schnell, das sie in der SHG genau richtig ist.

    Ihr Mann gesellte sich bald dazu, und als ich die Dame kennenlernen durfte, war sie schon Anfang 80 und ihr Mann lebte da leider nicht mehr.

    Aber sie haben Beide den Absprung von der Sucht geschafft, und durften so natürlich auch das Enkelkind oft bei sich haben.

    Die haben also wirklich aufgrund äußeren Drucks und Liebe zum Enkelkind die Sauferei aufgegeben.

    Und haben natürlich auch selbst enorm davon profitiert, nicht mehr zu saufen.

    Sporty, Du fragst:

    Zitat

    Ich überlege immer wieder mit meiner Familie auszuziehen, aber richtig den Kontakt abbrechen kann man als Kind ja sowieso nicht. Oder was meinst du? Bleibt man nicht immer verantwortlich???

    Wenn es nur irgendwie möglich ist, auch mit Einbußen, würde ich zusehen, das ich da ausziehe!

    Denn erwiesenermaßen spielt das soziale Umfeld eine große Rolle auf den späteren Alkoholksonsum und auch beim Abgleiten in die Sucht.

    Kinder von Alkoholikern haben ein viel höheres Risiko, auch selbst daran zu erkranken, man kann das auch hier im Forum oftmals nachlesen.

    Inwieweit sich das auf Enkelkinder auswirkt, weiß ich nicht, aber ich denke, es ist egal, saufendes Umfeld ist saufendes Umfeld...und ihr wohnt schließlich auch noch unter einem Dach, was noch erschwerend hinzu kommt.

    Und NEIN, man ist nicht ein Leben lang für andere "verantwortlich"!

    Das wäre ja furchtbar. Erwachsene Menschen sind für sich selbst verantwortlich. AUCH wenn sie saufen.

    Es zwingt uns doch niemand dazu! Nur die eigene Sucht.

    Und es gibt ausreichend Hilfsangebote, diese Krankheit zu stoppen.

    Bei der Sucht handelt es sich eben NICHT um eine Krebserkrankung, sondern um eine Krankheit, die man selsbt (mit Hilfe von außen) stoppen kann!

    Wenn ihr der Sauferei nicht mehr täglich ausgesetzt seid (auch wenn ihr Euch dann zurück zieht) müst ihr Euch das Elend auch nicht mehr unmittelbar mit anschauen.

    Den Kindern tuts mit Sicherheit überhaupt nicht gut, sowas miterleben zu müssen.

    Abgrenzung ist hier einfach besser, das bedeutet ja noch nicht einen völligen Kontaktabbruch.

    Falls ihr Euch entscheidet, auszuziehen, würde ich auch der Mutter den konkreten Grund dafür nennen.

    Sie darf sich dann gern selbst ihre eigenen Gedanken dazu machen...oder eben auch nicht.

    Drohen würde ich allerdings nicht mit einem Auszug, denn was man sagt, sollte man dann auch einhalten (können).

    Alles andere macht nur sehr unglaubwürdig.

    Das mal so von mir dazu, als trockene Alkoholikerin.

    LG Sunshine

    Zitat

    Mein absolutes Highlight ist der Führerschein-Termin. Ich habe gar nicht vor, mir ein Auto anzuschaffen, aber meinen Führerschein, den ich mal vor Jahren unter ... äh ... Umständen verloren habe, möchte ich wiederhaben. Da hätte ich das Gefühl, daß mal wieder irgendwas in richtigen Bahnen verläuft.

    Ach, hierzu fiel mir ja noch was ein ;)

    Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Obwohl ich nie meinen Führerschein verloren habe.

    Aber ich kann gut nachvollziehen, das man sein Leben wieder in "richtige Bahnen" lenken will.

    Ob nun ein Führerschein dazu gehört, mag jeder anders beurteilen ;)

    Für mich persönlich ist er wichtig. Denn er bedeutet für mich ein großes Stück Unabhänigkeit. Und auch Normalität.

    Und das ist genau da, was ich mir am meisten gewünscht habe, als ich noch soff:

    Normalität.

    Und auch, mein Leben wieder in geregelte Bahnen zu lenken.

    Ich wollte keine Astronautin werden und auch keine Überfliegerin bei nur irgendwas, um ja genug Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Ich wollte nur ein selbstbestimmtes, relativ normales Leben zurück.

    Und das habe ich bekommen, und darüber freue ich mich im Grunde auch noch jeden Tag.

    LG Sunshine

    Moin Hanseat,

    Das Problem bei der Teilnahme an Gesellschaften, wo getrunken wird, sehe ich auch nicht unbedingt in dem Abend der Teilnahme (oder zu welcher Tageszeit das auch immer war), sondern eher in der Zeit danach.

    Den Abend steht man vielleicht gut durch, vielleicht aber auch schon nur mit geballter Faust in der Tasche...je nachdem, das ist unterschiedlich.

    Aber was ist am Tag danach, wenn man den Abend vielleicht nochmal Revue passieren lässt?

    Da können dann schon Gedanken aufkommen, wie "Alle dürfen Alk trinken, nur ich nicht X/ ".

    (Egal, ob die anderen es auch wirklich taten oder nicht)

    Und man fühlt sich dadurch evtl. auch ausgeschlossen.

    Denn "ALLE trinken ja". Was Unsinn ist, aber ein Suchtgedächtnis arbeitet nun mal gern so.

    Unser Saufen war unlogisch und unser Suchtgedächtnis ist da auch nicht viel anders.

    Und wenn das Ganze auch noch in einer Kneipe stattfindet...wo man früher vielleicht selbst gesoffen hat...

    Muss ja nicht mal die gleiche Kneipe sein, allein das Kneipen-Ambiente reicht da schon aus.

    Das gibt einfach nix Gutes.

    Als nächstes gibt es noch die Gefahr, das man sich wieder in so eine Situation begibt... weil man doch den Abend so gut gemeistert hat.

    Der nächste wird dann vielleicht schon noch feucht-fröhlicher... weil man das doch kann. Das ist echt bedenklich, sich derart selbst sowas schönzureden. Nur um so zu sein "wie Alle"?

    Das mal so allgemein dazu...nicht nur speziell auf Dich gemünzt.

    Du verstehst wie ich es meine, ja?

    Zitat

    Und ich bin seit diesem ganzen Corona-Mist verdammt einsam, lebe die meiste Zeit wie ein Einsiedler und brauchte dringend mal wieder ein soziales Erlebnis.

    Das verstehe ich gut, und Du bist nicht der Einzige, dem es so geht.

    Die Pandemie hat vieles in den letzten beiden Jahren verändert, was vorher für uns selbstverständlich war.

    Und viele haben die Einsamkeit zu spüren bekommen, wider Willen, versteht sich.

    Und vielen hat die Pandemie auch so zugesetzt, das sie rückfällig wurden.

    Der Wegfall der Realen Gruppe...dazu eine Art Aussichtslosigkeit bis hin zu einer Art Resignation, man konnte kaum Pläne machen, die über den nächsten und übernächsten Tag hinaus gingen etc.pp.

    Alles nicht so einfach...

    Aber trotzdem auch kein Grund, sich unnötiger Gefahren auszusetzen. Das kanns ja auch nicht sein, oder? Wegen der Drecks-Pandemie alles bisher Erreichte wegzuschmeissen, das ist sie echt nicht wert.

    Ich hoffe, das Du einen neuen trockenen Freundeskreis mit der Zeit aufbauen kannst.

    Wie ich lese, bist Du auch nicht mehr grad Anfang 20 8);) und da spielt uns auch die Zeit etwas zugute.

    So war es jedenfalls bei mir.

    In meinem Freundes-und Bekanntenkreis und dem meines Bruders (dem ich irgendwie auch angehöre) wird nur noch sehr wenig Alkohol konsumiert.

    Da sind auch alle mittlerweile Mitte bis Ende 50 und in meinem eigenen Bekanntenkreis sind wir alle um die 60 Jahre alt.

    Oh mein Gott....wenn ich das schreibe, fühle ich mich uralt X( ^^.

    Bei unseren Treffen und Feiern ging das früher sehr oft feucht-fröhlich zu, und von einigen Bekannten habe ich mich ja auch am Anfang meiner Trockenheit getrennt, weil sie in meiner Anwesenheit nicht auf Alk verzichten konnten oder wollten.

    Lag aber nicht an mir, weil ich nüchtern so unerträglich bin :D

    Heute haben sich die Interessen verlagert.

    Jeder hat so seine Hobbys und Interessen, die man schon für den nächsten Tag geplant hat oder so. Und die Pläne funzen nur nüchtern.

    Darüber hinaus wollen wir lieber nüchtern unser Zusammensein genießen, miteinander reden, und uns daran freuen, das wir uns noch haben. Denn es sind auch schon ein paar wenige leider nicht mehr dabei...

    Und so gesund und fit wie möglich würden wir auch alle gern bleiben, auch darum trinken einige gar keinen Alkohol mehr oder tranken überhaupt nie welchen.

    Es ist also auch eine Sache des Alters, das man "vernünftiger" wird, insofern man nicht alkoholabhängig ist und nass.

    Und davon profitiere ich letztendlich auch. :)

    Kurzum, je älter man wird, desto einfacher wird es vielleicht sogar, einen trockenen Freundes-und Bekanntenkreis aufzubauen?

    Und vielleicht ist da ja auch jemand bei dem Treffen dabei gewesen, der keinen Alkohol (mehr) trinkt?

    Sowas könnte man ja dann auch ausbauen, oder?

    LG an Dich

    Sunshine

    Zitat

    "Man muss sich konsequent weigern, sich in die Opferrolle zu begeben."

    GANZ WICHTIG für mich, C.F.

    Es ist nämlich nur allzu bequem, sich in eine Opferrolle gleiten zu lassen, und auch so einfach.

    Man kann sich es sogar recht gut darin einrichten.

    (Möchte aber auch betonen, das ich natürlich weiß, das es auch wirkliche Opfer gibt, die nichts dagegen tun konnten gegen das, was ihnen angetan wurde, oft in der Kindheit!)

    Ich kenne das übrigens auch, das ich mich gern mal in eine Opferrolle versinken lassen würde, einfach um mich mal drin zu suhlen.

    Und das passiert auch manchmal dann wirklich, wenn es mir echt nicht gut geht und immer noch von außen was obendrauf kommt.

    Aber da schiebt dann auch schon mein Mann einen Riegel vor, der lässt mich nicht da drin suhlen, sondern macht es mir dann recht unbequem, damit ich da schnell wieder raus komme.

    ABER ich sehe dann auch selbst zu, das ich da so schnell wie möglich wieder rauskomme.

    Wir hier in unserer wirklich gut gestellten Gesellschaft haben doch sehr großen Einfluss auf unser Leben, wie wir es gestalten möchten etc.!

    In anderen Ländern ist das keine Selbstverständlichkeit.

    Wir haben hier so viele Hilfsangebote, aber selbst die sind einigen nicht gut genug.

    Und dann noch jammern, weil nix recht ist...für mich ne recht unerträgliche Sache.

    Viele wissen nicht, wie es in Ländern vor sich geht, wo es bestimmte Hilfs-Angebote gar nicht gibt.

    Meinen aber, sich hier noch genau das rauspicken zu müssen, was IHRER MEINUNG nach am besten für sie ist.

    Selbst da ist keine Fachmeinung gefragt, nur man selbst weiß es doch am allerbesten, weil man doch stundenlang im net nach irgendwas recherchiert hat :rolleyes:

    Da freut sich mit Sicherheit jeder Arzt oder Therapeut drüber, bei dem der Betroffene dann aufschlägt... :rolleyes:

    Naja, egal... ich werde es nicht ändern können, was in diesem Wohlfahrtsstaat mitunter so abgeht und welche merkwürdigen Blüten das dann so treibt.

    Also kümmere ich mich mal lieber um das, was mich betrifft.

    Und das heißt, ich muss jetzt noch etwas putzen, weil heute Nachmittag die Enkeltochter kommt und wir Kastanienmännchen basteln wollen. ;)

    LG Sunshine

    Moinsen der Herr ;)

    Zitat

    Wir haben für den 02.10. eine kleine Tour geplant, da ich mir ein neues Auto gekauft habe, und ihn als Fahrer gut gebrauchen kann. Das ist eine schöne Gelegenheit sich nüchtern auszutauschen, einen leckeren Burger mittags zu essen, und insgesamt gemeinsame, nüchterne Zeit verbringen.

    Wenn das so klappt, sehe ich da kein Problem. Könnte aber auch sein, das er irgendwo einkehren möchte, wo es Alk gibt und er welchen trinken kann.

    Ab dann sieht die Sache für mich schon wieder anders aus, denn wenn Du genau neben einem konsumierenden Menschen sitzt, ist das nächste Glas nicht nur ne Armeslänge entfernt, sondern nur noch Zentimeter.

    Sollte sich die Zeit wirklich gut nüchtern gestalten, dann genieß sie.

    Weißt Du, was ich denke: ;)

    Langfristig gesehen wird man sich wahrscheinlich doch voneinander entfernen, so zumindest meine Erfahrung.

    Weil die gemeinsamen Sauferlebnisse fehlen.

    Weil Alkohol bei einem abhängig Trinkenden eine große Rolle spielt, man spinnt doch letztendlich das ganze Leben um seine eigenen Sucht. Je nach Abhängigkeitsgrad, würde ich mal sagen.

    Und das merkt ein Trockener ja auch, weil man es selbst so erlebt und gemacht hat.

    Es könnte also sein, das die Grundlage der Freundschaft verschwindet, oder zumindest bröckelt.

    Und dann bleibt vielleicht nicht mehr genug...

    Wenn doch, und die Freundschaft bewährt sich auch trocken und Alk spielt keine Rolle mehr darin, dann ist ja alles gut.

    Ich erinnere da gerade eine Freundin, die mir lange Zeit die Haare schnitt...

    Sie kam zu mir, und wir tranken dabei immer Sekt...

    Themen waren meist irgendwelche Partys oder was weiß ich, bin ja eigentlich gar kein Partygirl und auch nie gewesen.

    Als ich trocken wurde, passte es einfach nicht mehr.

    Sie erzählte mir beispielsweise von einem Aufenthalt auf einer Art Beautyfarm, und das sie mit den neuen Bekannten schon morgens Sekt und Wein trank. Und wie waaaahnsinnig lustig das war....

    Mir machte das aber ein sehr ungutes Gefühl, denn ich wusste ja, wie so ein Tag für mich geendet hätte, und bei ihr endete er dann auch so.

    Es gab Telefonate, wo ich ihren Sohn im HG mit vorwurfsvoller Stimme hörte, wie er sagte "Mama, Du trinkst ja schon wieder Wein, denkst Du ich sehe das nicht?"

    Mit mir machte dieser Kontakt nichts gutes, und so ließ ich ihn letztendlich einschlafen. Mich triggerte das alles einfach zu sehr und mir ging es schlecht nach solchen Telefonaten und bei dem Gedanken an weitere Treffen.

    So gab es dann auch keine mehr.

    Ich sah sie neulich vor mir über die Ampel gehen, und erkannte sie erst gar nicht, so alt, blass und ungepflegt sah sie aus.

    Sie hat es wohl nie geschafft, von der Pulle loszukommen, es hat mich sehr traurig gemacht, sie so zu sehen :-|

    Zitat

    Die Zukunft wird mir bestimmt neue Menschen zuspielen. Ich kann den Spruch bestätigen : Das, was Du ausstrahlst, ziehst Du auch an. Und ich freue mich auf neue, nüchterne Bekanntschaften.

    Also bei mir war das echt so ! :)

    Mit meiner Ausstrahlung hat es vielleicht nicht so viel zu tun, ich aktivierte einfach nur ein altes Hobby, was ich arg hatte schleifen lassen.

    Ich fotografiere seit ca. 50 Jahren. Lange Jahre analog, dann auch digital.

    Auf die digitale Fotografie bin ich umgestiegen, als ich schon trocken war. Und sie eröffnete so viele neue Möglichkeiten :)

    Ich entdeckte die Wildlife-Fotografie für mich, also Tiere in freier Wildbahn zu fotografieren.

    Mein Mann fiel dann zufällig ein, das es doch in der Nähe eine Beobachtungshütte gäbe, und ob ich da nicht mal reinschauen will?

    Ja, warum nicht, am nächsten Tag bin ich da hin.

    Da saßen dann die eingefleischten Wildlife-Fotografen mit ihren fetten Ausrüstungen, dagegen war ich technisch voll "underdressed" :mrgreen:

    Mir machte es Spaß dort, aber ich musste mir auch einiges bieten lassen.

    Frauen sind eher selten in der Wildlife-Szene, und so dachten die, ach die kommt 2-3x und das wars dann.

    Einer sagte mir, Anspruch auf nen Sitzplatz hätte ich erst nach 2 Jahren =O:mrgreen:

    Nach und nach passte ich meine Ausrüstung an und ich bin da nun seit 11 Jahren dabei :P und habe Anspruch auf nen Sitzplatz in der ersten Reihe :D

    Nun ist es so, das man die besten Bilder entweder ganz früh morgens macht oder ab dem späten Nachmittag.

    Keine guten Zeiten für nasse Alkies. ;)

    Dort ist Alkohol also gar kein Thema, auch bei Zusammenkünften nicht.

    Wir hatten auch manchmal Gruppentreffen, meist im Winter, wenn in der Hütte nicht viel los ist.

    Selbst dann trank niemand Alk, mussten eh alle noch fahren, weil wir aus einem größeren Umkreis zusammen kommen.

    So kam ich also eher zufällig in eine Gruppe, wo Alkohol kein Thema ist, unsere Themen sind ganz andere.

    Und in den 11 Jahren ergaben sich auch feste Freundschaften zu einigen.

    Es ist also NICHT so, das eh überall Alk konsumiert wird.

    Das ist zwar ein Argument von Leuten, die möglichst nichts in ihrem trockenen Leben ändern wollen und sich so gern noch als arme Opfer darstellen, die ja gar nix dagegen machen können.

    Die Realität ist aber, das es sehr wohl Leute gibt, die nicht trinken (müssen), siehe meine Wildlife-Leute.

    Muss man sich halt mal ein bisschen umschauen, diese Aktivität wäre also schon notwendig.

    Und so entstehen nach und nach neue trockene Freundes-und Bekanntenkreise.

    Nicht von heute auf morgen... aber halt so nach und nach.

    Hanseat schrieb:

    Zitat

    würde an Freunde nicht zu viele Ansprüche stellen, vielleicht nur den einen, daß sie es respektieren, wenn ich nichts trinke....................................

    Meine Freunde müssen nicht abstinent sein und auch keine guten Suchtberater. Hilfe kann man sich woanders holen, bei anderen Menschen mit Suchterfahrung oder bei Profis.

    So sehe ich das auch. Meine Freunde müssen sich nicht mit meinem Thema Alkoholismus auseinandersetzen.

    Fragen, die sie diesbezüglich an mich hatten, sind ja längst alle beantwortet.

    Und mehr kam dann da auch nicht mehr nach, wir haben ganz andere Themen.

    Auch habe ich unter Freunden niemals eine Stigmatisierung erfahren müssen.

    Und ich denke auch nicht, das sie bei gemeinsamen Unternehmungen oder Treffen überhaupt daran denken, das ich trockene Alkoholikerin bin.

    Soooo interessant bin ich damit auch wieder nicht ^^

    Für sie war das Thema ziemlich schnell durch, innerhalb von ein paar Stunden oder so ;)

    Wenn ich mich über das Thema austauschen möchte oder auch weitere Hilfe benötige, wende ich mich an die dafür "zuständigen" Menschen.

    Mir persönlich hat der Austausch mit anderen Betroffenen immer am meisten gebracht und dadurch habe ich auch am meisten gelernt.

    Mein Freundeskreis ist von diesen Themen nicht betroffen und das ist auch völlig okay so.

    Es war mir sogar immer wichtig, auch Freunde zu haben, die nicht betroffen sind, weil ich da gerne lieber eine bunte Mischung um mich haben möchte.

    Und wo Alkoholismus eben auch KEIN Thema ist. Denn das kann ich, wie gesagt, woanders bearbeiten.

    Upps....sollte gar nicht so lang werden, sorry ^^

    Und WEG !

    LG Sunshine

    Na Dankeschön für den viel zu späten ⏰ Hinweis auf die erweiterte Smilie-Funktion !! :rolleyes: ||

    Wenigstens kam der ja noch vor🎃 und nicht erst zu 🎄!

    NUR SPAß !! :mrgreen:

    Wollte nur die klasse Smilies ausprobieren...nun können auch die Geburtstagsgrüße bunter ausfallen :)

    🎸🧬🌺🍀🎈🌈

    LG an Alle

    Bei mir ist es ebenso, Stern ! :)

    Ich habe schon immer gern bestimmte Kräuter-und Früchte-Tee`s getrunken.

    Zu Schwarz-und Grüntee`s bin ich allerdings erst so richtig vor ein paar Jahren gekommen, durch meine Russland-Aufenthalte.

    Russland ist nun mal ein Land der Teetrinker...und es gibt dort so viele verschiedene Sorten, das ich einfach neugierig geworden bin.

    Ich habe dieses und jenes probiert, dabei habe ich herausgefunden, was mir am besten schmeckt und morgens ohne meinen

    geliebten "English Breakfast"-Tee geht gar nicht mehr ^^

    Ich mag gern Assam und Darjeeling geht auch gut.

    Oder auch Ostfriesentee, welcher üblicherweise aus einer Assam und Darjeeling-Mischung besteht.

    Denselbigen natürlich dann auch mit Kluntje und einem kleinen Schuss Sahne.

    Oder gerne mache ich mir auch mal einen grünen Milky-Oolong.

    Mit "Earl Grey" hingegen kann man mich jagen ^^ andere wiederum mögen dieses bergamottige gern ;)

    Tja, und wenn man eine ganz spezielle Mischung von einem bestimmten Hersteller, möglichst in Bio-Qualität möchte, muss man schon Kohle rüber wachsen lassen.

    So, das war jetzt voll off-Topic :P und eine Werbung für Leute, die noch nicht auf den Tee gekommen sind ;)

    LG Sunshine

    Zitat

    Ich habe „nur“ Wein getrunken und das andere Zeug belastet mich nicht. Oder. Ich habe „nur“ Bier getrunken und keine anderen harte Sachen.

    Das mag in den „nassen Zeiten gestimmt“ haben, weil der Nachschub seines „Lieblings Getränk“ meist vorrätig da war. Es war jedoch nur bis zur Abhängigkeit ein „Genussmittel“, danach hat man es wegen dem beinhalteten Alkohol getrunken.

    Ich erinnere einen Satz eines ehemaligen Forenmitgliedes, der mir einfach bis heute im Gedächtnis hängen geblieben ist:

    "Am Ende hätte ich auch Bier aus Gullideckeln gesoffen"

    Es gibt Filme, die zeigen, wie schwer Alkoholabhängige Rasierwasser und Parfüm trinken, alles nur erfunden?

    Leider Nein.

    Und es geht auch noch schlimmer und gefährlicher... da muss man nur den Blick mal in osteuropäische Länder richten, wo die Leute sich keinen trinkgeeigneten Wodka oder sonstwas leisten können.

    Da werden dann spezielle Reinigungsmittel bis hin zu Lackablösern getrunken.

    "DAS wäre mir nie passiert"... solche Sprüche kommen dann manchmal...

    Soso, wirklich nicht? Alles nur eine Frage des noch vorhandenen Geldes und der Zeit und dem erreichten Suchtstadium...

    Weißwein gegen Rotwein einzutauschen hat da noch was recht dekadentes...wenn ihr versteht, was ich meine X/

    Diese Umstellung ist so einfach wie nur was bei akutem Saufdruck, es ist dann einfach Hose wie Jacke.

    Und das Zeug im eigenen Zuhause leicht zugänglich zu haben ist einfach nur leichtsinnig, ganz besonders für Frischlinge ist das ein hohes Risiko, was nicht eingegangen werden müsste.

    Ich möchte auch heute nichts alkoholisches mehr im Hause haben. Denn hier trinkt niemand mehr Alkohol.

    Und Gäste wissen das auch. Freunde, die kein Alkoholproblem haben, bleiben deshalb nicht weg.

    Bei uns gibt es immer leckere andere Getränke und wir probieren da auch gern Neues aus.

    Und wie las ich neulich?

    "Wein ist out, Tee ist der neue Wein!"

    Fand ich lustig...und auch gut :) . Ich suche allerdings keinen Weinersatz und trinke deshalb gern Tee.

    Man kann auch gut Geld in tolle Tee-Sorten versenken, wenn man sich von Teebeuteln verabschiedet.

    Ich habe lieber ein ausgefallenes Schwarz-und Grüntee-Sortiment zum Rumprollen als ein piefiges Alte-Leute-Weinregal 8o:mrgreen:

    LG Sunshine