Beiträge von dieStine

    Huch :lol: Da hab ich mich gerade noch in deinem Faden rumgetrieben und schon lese ich hier von dir!
    11 Jahre ist die "Kleine" jetzt schon, Wahnsinn :shock: Ich finde an den Kindern merkt man immer, wie die Zeit vergeht...während wir selber um keinen Tag altern :roll::mrgreen:

    Ich bin auch meist recht zufrieden damit, wie sich alles entwickelt hat, das war weiß Gott nicht immer absehbar. Vieles kostet sicherlich mehr Mühe als einen "Gesunden" aber dafür weiß ich die leichten Momente definitiv zu schätzen.

    Hallo...da stolpere ich nach 2,5 Jahren mal wieder hier rein und finde mein Fädchen und so viele alt-vertraute Namen immer noch - wie schön! Habe nur auf den ersten Blick das Forum gar nicht erkannt, hat sich offenbar auch hier viel getan.
    Tja was soll ich sagen und was mache ich hier? Vor drei Tagen hatte ich tatsächlich meinen 10ten Trockengeburtstag :D Auch wenn das Thema in meinem Alltag sehr wenig Platz hat sind in den letzten Tagen viele Erinnerungen an die nasse Zeit und meinen Tiefpunkt hochgekommen. Ich bin nach wie vor einfach nur froh und dankbar, das Zeug losgeworden zu sein und mir ein stabiles, trockenes Leben aufgebaut zu haben.
    Habe hier gerade mal zurückgeblättert was vor 2,5 Jahren hier anstand, Einschulung, Hausbau, kleiner Räuber-Azubi... Auch da hat sich vieles getan. Im Sommer 2017 sind wir endlich umgezogen und haben es (bis auf den Streit mit meinem Bruder nebenan...reden kein Wort mehr miteinander :roll: ) noch nicht bereut. Wobei es schon eine Herausforderung ist, die Familie so dicht wohnen zu haben (meine Eltern wohnen auch nur 200m Luftlinie entfernt). Mir werden hier schon immer wieder ein paar Sachen deutlich...warum manche Dinge in der Vergangenheit waren wie sie waren, Gründe für meine schwierige Kindheit und was daraus entstanden ist,...das erfordert viel Auseinandersetzung für mich persönlich und Abgrenzung gegenüber meinen Eltern. Zum Glück ist mein Mann da eine sehr gelassene und ausgleichende Unterstützung.
    Der große Räuber ist jetzt schon ein großes 8jähriges Schulkind :shock: Er hat immer mal wieder mit Ängsten zu kämpfen und benötigt recht viel klare Struktur und Sicherheit. Auf der anderen Seite ist aber aber auch sehr gewissenhaft, fürsorglich und sozial. Der Räuber-Azubi ist jetzt auch schon drei und geht seit September in den Kindergarten und ist das komplette Gegenteil von seinem großen Bruder, ein kleiner mutiger Draufgänger der uns mit seinem Dickkopf viele Lachfalten und graue Haare beschert :lol:
    Tja, und weil aller guten Dinge drei sind kommt in etwa zwei Wochen noch ein kleiner Räuber-Nachwuchs dazu. Leider war die Schwangerschaft nicht ganz unbelastet weil ich im letzten Jahr zwei (frühe) Fehlgeburten hatte aber so langsam glaube ich daran, dass hier bald noch ein kleiner Kerl unser Leben auf den Kopf stellt.

    Es ist sicherlich nicht alles eitel Sonnenschein, ich habe immer mal wieder mit mir und meinem Kopf zu kämpfen, es gibt Streit, Ängste und Dinge, die für andere "Kleinigkeiten" darstellen sind für mich oftmals schwierig zu bewältigen - aber ich bin stolz und glücklich, dass ich handlungsfähig bin, das war lange Zeit leider nicht der Fall.
    Vielleicht so viel erst mal fürs Erste von mir, viel lieber möchte ich noch ein wenig hier reinlesen wie es Euch anderen ergangen ist. Ich weiß noch nicht, wohin mich meine Reise hier führt, es war nur nur ein Bedürfnis, mich einmal wieder zu melden.
    Viele herzliche Grüße,
    dieStine

    Aye Aye Dante :lol:

    Der aktuelle Stand ist ziemlich unverändert irgendwie, hab gerade wirklich das Problem, dass ich nicht weiß, was ich eigentlich schreiben soll.
    Der Keller ist inzwischen fertig und ganz langsam glaube ich daran, dass wir tatsächlich im Sommer umziehen werden, da freue ich mich sehr drauf - auch wenn sicherlich ein paar Grenzen abgesteckt werden müssen...mein Bruder wohnt nebenan und meine Eltern um die Ecke...mit der nötigen Nähe-Distanz-Ballance ist das ja etwas sehr schönes und ich finde es schön, dass die Jungs dann mitten in der Natur auf dem Land groß werden (momentan wohnen wir mitten in der Stadt).

    Großräuber und Räuberazubi sind aktuell gut drauf, der große ist nur etwas ängstlich wegen der Schule die im Sommer losgeht, das wird schon eine ganz schöne Umstellung werden. Er ist ein sehr sensibles und auch schüchternes Kind, es macht mich manchmal etwas traurig zu beobachten, wie schwer er sich das Leben hin und wieder selbst macht... Aber mehr als ihm Mut zu machen und immer wieder zeigen dass er gut so ist wie er ist kann ich leider nicht. Ich bin sehr froh dass mein Mann und er so eine tolle Beziehung zueinander haben, das tut dem Räuber auch sehr gut - und ich lerne auch immer mehr, die beiden einfach mal machen zu lassen und mich nicht sofort reinzuhängen...auch wenn ich den Räuber vermutlich bis er alt und grau ist am liebsten vor allem schützen würde :roll:
    Der Vater vom Räuber bringt mich immer mal wieder aus der Ruhe, das ärgert mich dann selber wahnsinnig weil ich ihm dadurch in meinem Kopf viel zu viel Macht über mein Leben gebe. Sicherlich ist es schon besser geworden aber in der Beziehung wünsche ich mir wirklich eine riesige Portion Gelassenheit.

    Und jetzt überlege ich schon wieder und habe das Gefühl, noch etwas zu "unserem" Thema schreiben zu müssen... Aber der Alkohol ist gedanklich gerade sehr weit weg und ich bin einfach nur froh, nicht trinken zu müssen.

    Eklisee, ich kann mich noch an dich erinnern, glaube, dass wir uns in einigen Threads über den Weg gelaufen sind :wink: Schön dass Du Dich auch noch hier im offenen rumtreibst.

    Fridolin, danke für Deine Begrüßung, ich schau nachher mal in Deinem Thread vorbei. Es war tatsächlich ein ziemlich steiniger Weg (und wird es sicherlich auch immer mal wieder sein), aber ich bin sehr dankbar für die Hilfe die ich hatte und dass ich heute ein trockenes Leben führen darf.

    LG Stine (die nicht sehr zufrieden ist mit dem "Gehalt" dieses Eintrags...aber den Gedanken lasse ich jetzt einfach mal fallen :roll: )

    Was bei euch der Suppenkasper ist, ist bei mir der Auflaufklaus :D Wir hatten heute Rosenkohlauflauf mit Blauschimmel-Schmelzkäse. Morgen gibt es dann Nudelauflauf mit nem Mix aus sämtlichen Gemüse das mir in der Küche über den Weg läuft. Mit ordentlich Käse drüber schmeckt das dann sogar dem Junior.

    Liebe Grüße
    Stine

    Hallo Williams,

    hast du so "Späße" in den letzten 3 Jahren auch gemacht? Für mich klingt es so, als bereitest Du gerade Schritt für Schritt einen Rückfall vor. Lustig ist echt was anderes, das hast du doch schon bei der letzten Flasche auf den Tisch Aktion bemerkt.
    Ich schließe mich Sunshines Frage (n) einmal an, wie hast du es drei Jahre lang geschafft trocken zu bleiben?

    LG Stine

    Hallo Erny,

    Was Du im Vorstellungsbereich geschrieben hast weiß ich nicht, das kann ich nicht lesen. Ist aber auch egal, ich bin raus hier, meiner Meinung nach musst Du wohl noch einige Runden drehen. Ich weiß nicht ob Du hier im Forum für Dich einen befriedigenden Austausch finden wirst da wir hier Alkoholismus als eine lebenslange Krankheit betrachten und uns vor allem auch nicht als "Sieger" gegen den Alkohol betrachten, diesen Kampf kann man nicht gewinnen. Aber gut für Dich wenn DU da die glänzende Ausnahme bist.

    Alles Gute für dich,
    Stine

    Hallo Erny,

    ich meinte ob Du dem Arzt gegenüber ehrlich warst bezüglich Deines Konsums. Du schreibst oben von nahezu täglich.
    So etwas wie “ich war Alkoholiker“ gibt es übrigens nicht, und auch keine schweren oder leichten Fälle, ist der Schalter einmal umgelegt ist man lebenslänglich dabei. Zum Glück ist es aber eine Krankheit die durch Abstinenz zum Stillstand gebracht werden kann. Ist es Dein Ziel NIE WIEDER zu trinken?
    Ich schlage vor, Du liest Dich hier einmal gründlich rein, gerade auch die Grundbausteine können sehr hilfreich sein unsere Krankheit zu verstehen.

    LG Stine

    Hallo Erny,

    herzlich Willkommen im Forum.
    Mich würde mal interessieren wie Dein Arzt auf die Idee kommt, dass Die keine “gefährlichen Entziehungsauswirkungen“ drohen, das was Du da machst ist ja schon ein kalter Entzug und körperliche Symptome zeigst Du auch...manchmal wundere ich mich doch sehr über die Aussagen mancher Ärzte. Warst Du offen bezüglich Deiner Trinkmenge und Regelmäßigkeit?

    Auch möchte ich Dich einmal fragen ob Du Dich selbst als Alkoholiker betrachtest? Weiß Deine Familie und Dein Umfeld von Deiner Entscheidung? Und wie sieht es mit der Risikominimierung aus....denn dass “nur bei mir nicht“ keine Gefahren drohen ist natürlich Quatsch ;) Nur mit dem Trinken aufhören alleine reicht nicht - ist aber allemal ein guter erster Schritt.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier,
    LG
    Stine

    Hallo Kaina,

    herzlich willkommen hier im Forum und herzliches Beileid zum Tod Deines Vaters.

    Zu Deiner letzten Frage - natürlich gehörst du hier her, ich finde es richtig gut, dass Du hergefunden hast! Wenn ich es richtig verstehe trinkst Du seit 2 Wochen nicht, oder? Und wegen "all der anderen Dinge" - viele hier haben mit mehreren Diagnosen/Süchten/Baustellen zu kämpfen, da bist Du nicht alleine mit.

    Vieles was Du von Deiner bisherigen Suchtkarriere schreibst kommt mir bekannt vor. Ich bin auch in meiner frühen Jugend in eine Magersucht gerutscht die ich immer wieder mit bulimischen Phasen versucht habe zu "heilen". Als ich dann zum Studium in meine erste eigene Wohnung gezogen bin habe ich den Alkohol als Heilmittel entdeckt, nach ein paar Schlucken Wein/Sekt/Schnaps konnte ich wenigstens einige Happen essen. Tja, die Essstörung ist dann irgendwann in den Hintergrund getreten und der Alkohol hat viele Jahre lang das Ruder übernommen. Bis zum totalen Tiefpunkt der mich dann in zwei Entgiftung en und eine stationäre Langzeittherapie geführt hat - und jetzt bin ich seit 7,5 Jahren trocken und führe endlich ein Leben das wirklich lebenswert ist.

    Ich weiß nicht genau wie Du Dir ein "entspanntes Verhältnis" zum Alkohol vorstellst? Hin und wieder mal etwas trinken können wir nicht, das hast du hier sicher schon öfter gelesen. Aber es ist möglich, ein zufriedenes Leben ohne Abhängigkeit zu führen. Ich persönlich hatte jahrelang Unterstützung von einer wunderbaren Therapeutin, plus die Zeit in der Klinik in der mir vor allem die Gruppensitzungen sehr geholfen haben. Zeitweise hatte ich auch Hilfe in Form von Antidepressiva. Und ich habe eine Zeit lang hier sehr viel geschrieben.

    Was ich sagen will...Bin gerade schon sehr müde und schreibe total unsortiert...Es gibt einen Weg da raus! Vielleicht findest du noch einen Therapeuten mit dem es passt, oder eine Selbsthilfegruppe...Oder Du tauscht Dich hier aus...Oder alles auf einmal. Lies Dir doch einmal die Grundbausteine durch, da ist schon sehr viel darüber zu finden, wie man sein trockenes Leben gestalten kann. Und vor allem - schäm Dich nicht! Sucht ist eine Krankheit dir jeden treffen kann - und keine Charakterschwäche!

    Roman Ende ;) Ich freue mich darauf wieder von dir zu lesen und bin dann vielleicht auch etwas sortierter. Wollte Dir nur gerne sofort antworten weil mich Deine Geschichte spontan sehr berührt hat.

    Liebe Grüße und eine gute Nacht
    Stine

    Hallo Carl Friedrich,

    mein Sohn hat mir letzte Nacht viele wache Stunden beschert :D Die habe ich zum Teil damit verbracht, Dein Fädchen hier in einem Rutsch durchzulesen und möchte Dir jetzt ein paar Worte dalassen...

    Anfangs habe ich ehrlich gesagt von Seite zu Seite auf einen Rückfallbericht gewartet...Du hattest eine sehr arrogante Einstellung dem Alkohol gegenüber und hast Dich als der Stärkere gefühlt, zumindest kam es mir so vor. Erst nach und nach hat sich eine Demut und eine sehr tiefe Krankheitseinsicht eingestellt und auf den letzten Seiten konnte ich viele Deiner Sätze zu 100% unterschreiben. Du hast da eine sehr positive Entwicklung hingelegt auf die Du wirklich stolz sein kannst! Das nur einmal als allgemeines Feedback, war sehr interessant über 20 Monate Trockenheitsarbeit in einem Rutsch zu lesen.

    Eine Kleinigkeit ist mir aber aufgefallen. Du schreibst des öfteren “meine Frau hat sich ein Glas xy gegönnt“... Diese Formulierung lässt mich etwas aufhorchen weil “gönnen“ ja etwas sehr Positives ist, zumindest weniger neutral als “meine Frau hat xy getrunken“...weißt Du was ich meine? Manchmal können so kleine Worte im Kopf einiges anstellen.
    Abgesehen davon, macht Dir der Geruch nichts aus? Ich kann es auch nach knapp 7,5 Jahren Trockenheit nicht leiden wenn jemand nach Alkohol riecht, weshalb mein Mann netterweise darauf verzichtet (er hat aber auch früher so gut wie nie getrunken).
    Ist euer Haus eigentlich inzwischen alkoholfrei?

    Viele liebe Grüße, ich warte hier auch sehnsüchtig auf den Frühling,
    Stine

    Ein neuer Tag :D

    Die Nacht war recht gut und dem Babyräuber geht es schon wieder besser. Er ist sowieso ein sehr entspanntes Baby (nur was das Schlafen angeht sehr anspruchsvoll, liegt immer noch am liebsten ganz eng bei mir...darf er aber auch, es lebe das Familienbett), und man merkt jetzt schon dass er ganz anders drauf ist als sein großer Bruder, total spannend zu beobachten. Mich macht es immer wieder froh zu sehen, wie fürsorglich der Große seinen kleinen Bruder behandelt und wie der Kleine den Großen anhimmelt...ist schon jetzt eine sehr besondere Beziehung. Kleine Eifersüchteleien bleiben nicht ganz aus, halten sich aber sehr im Rahmen, der Große ist einfach auch sehr feinfühlig und sensibel. Ich bin schon sehr glücklich mit meiner zusammengewürfelten Familie...War ein weiter Weg bis hierhin, vor acht Jahren lag ich noch tagelang betrunken und orientierungslos im Bett und habe keinen Ausweg mehr gesehen, wollte einfach nur im Alkohol ertrinken, der absolute Tiefpunkt war längst erreicht und überschritten, bis heute erscheint es mir wie ein Wunder dass ich das überlebt habe. Ich erzähle meinem Mann bis heute immer mal wieder von der nassen Zeit, die Tassen aus denen ich meinen Wein trinken musste weil die Hände zu sehr gezittert haben...das ständige Würgen...tütenweise leere Flaschen...dreckige Wohnung, körperlich am Ende...Scham, Lügen, leere Versprechungen,...Ich bekomme bis heute Brechreiz und Gänsehaut wenn ich Alkohol rieche.

    Zwei stationäre Entgiftungen und eine 14 wöchige Langzeittherapie waren dann der Startschuss in mein neues trockenes Leben. Die letzten 7 Jahre waren auch nicht immer leicht, gerade die Geschichte mit Großräubers Vater hat mir zugesetzt und mir ist bewusst dass meine Depressionen immer wieder auftreten können. Mir ist aber auch bewusst, dass Alkohol nie mehr die Antwort sein wird, noch einmal würde ich das nicht überleben, da bin ich mir sehr sicher.

    Mir fällt es etwas schwer, hier im offenen Bereich zu schreiben, will nicht zu sehr ins Detail gehen und habe das Gefühl im Hinterkopf, etwas hilfreiches und schlaues schreiben zu müssen, aber das Thema Alkohol spielt in meinem Leben aktuell einfach keine große Rolle...ein wenig fehlt mir das Tagebuch in der Geschlossenen...den Gedanken lasse ich aber noch ein wenig arbeiten.

    Wir haben heute wieder viel geregelt und abtelefoniert, kostet irre viel Energie. Mir ist schon klar dass das jammern auf hohem Niveau ist aber ich merke schon, dass ich mit meiner Kraft ein wenig besser haushalten muss. Deshalb werde ich mich jetzt mal Babyräubers Mittagsschlaf anschließen, mein Mann baut gerade Lego mit dem Großen, nachher müssen wir endlich mal nach einem Faschingskostüm schauen...ein Superhelden soll es auf jeden Fall werden, was sonst :D

    LG Stine

    Hallo Matthias,

    da mag ich auch mal meinen Senf dazugeben.

    Ich bin kein großer Freund von vorgefertigten Sprüchen und Phrasen. So gut und richtig manche sein mögen, allzu oft werden sie durch ständigen Gebrauch leer und hohl, niemand denkt mehr wirklich über den Inhalt nach sondern es wird ein Sprüchlen vor sich hergetragen das nicht mehr hinterfragt wird.

    Inhaltlich finde ich den ersten einfach nur doof, den zweiten halte ich für ganz besonderen Quatsch und stehe schon immer mit ihm auf Kriegsfuß, der dritte passt für mich ganz gut und der vierte ist wieder verallgemeinerter Quatsch :D

    Viele liebe Grüße,
    Stine

    Hallo Thalia,

    ja das bete ich mir auch täglich vor, finde es nur so schade dass die Vorfreude gerade so auf der Strecke bleibt. Haben heute noch viel rumtelefoniert und eine bitterböse Email geschrieben, alles besser als hilflos herumzusitzen und sich zu ärgern. Mehr können wir jetzt erst mal nicht machen.
    Der Vater von meinem Großen hat vorhin auch noch rumgenervt, was ihn angeht bin ich nach wie vor sehr dünnhäutig. War eine lange und fiese Trennungsgeschichte damals in der Schwangerschaft.

    Alles in allem ein Tag zum Davonlaufen. Immerhin schlafen die Jungs und ich hoffe sehr, dass der Miniräuber mir mal ein paar Stunden Schlaf am Stück gönnt.
    War vorhin eine Stunde mit dem Schnupfenkind im Tragetuch spazieren, mehr Auszeit für mich war nicht drin. Will jetzt einfach nur noch ne halbe Stunde auf die Couch und dann ins Bett - Kopfschmerzen habe ich nämlich auch noch.
    Morgen dann bitte gerne ein neuer Tag.

    LG
    Stine

    Was ist blöder als ein krankes Kind? Zwei kranke Kinder :(
    Der große hustet furchtbar, das Baby ist tierisch verschnupft, was vor allem beim Stillen echt anstrengend für ihn ist, entsprechend anstrengend war die Nacht.

    Gerade eben habe ich mich mit unserem Bauleiter angelegt, ein absolut unsympathischer Kerl der die Schuld für aufkommende Probleme grundsätzlich bei den anderen sucht...Wenn ich noch einmal das Wort "bauseits" höre explodiere ich. Kann da leider nicht so richtig gelassen bleiben, das zerrt schon sehr an meinen Nerven. Und das sind genau die Telefonate, nach denen ich wahnsinnige Lust auf eine Zigarette hätte.

    Nicht unbedingt der beste Start in die Woche...Zumindest gibt es dann noch Steigerungspotential.

    LG
    Stine

    Hallo Williams,

    ohne Sunshine jetzt zuvor kommen zu wollen aber ich weiß nicht ob dir klar ist, dass wir eine lebenslängliche Krankheit haben die, wenn man sie nicht stoppt, tödlich verläuft. Es gibt keine Heilung! Allerdings kann man durch lebenslange Risikominimierung zufrieden und trocken leben :)

    Vielleicht solltest Du Dir einmal die Grundbausteine durchlesen, das könnte einiges noch einmal deutlicher machen.

    LG Stine

    Hallo Williams,

    Du schreibst in deinem anderen Thread "ich war Alkoholiker"...Das ist m.M. nach ein Denkfehler - wir SIND Alkoholiker, und das lebenslang.

    Ob Du es nun Suchtgedächtnis oder anders nennst, offensichtlich hast du noch Verzichtsgedanken auf die Du einmal genauer schauen solltest.

    Aus Erfahrung kann ich auch sagen, dass es seltener wird, dass das Suchtgedächtnis anspringt, aber auch nach 7,5 Jahren meldet es sich hin und wieder, und das wird es wohl auch noch in 75 Jahren tun. Wichtiger ist, dass dann sofort Mechanismen im Kopf loslegen, die dagegen arbeiten, und zumindest das passiert mit der Zeit immer schneller und automatischer.

    Ich schließe mich Thalia an, gut dass du hier bist!

    LG Stine

    Hallo Williams,

    ich bin Alkoholikern und seit 7,5 Jahren trocken. Ich kann Deine Erfahrung zu 100% bestätigen, finde es immer wieder erschreckend, wie Alkohol die Persönlichkeit verändert.
    In meiner nassen Zeit (zumindest als ich noch funktioniert habe, die letzten Monate habe ich saufend im Bett verbracht) war ich egozentrisch, unangenehm laut, unreflektiert, cholerisch. In meiner ersten Entgiftung wurde mit einem Borderline Persönlichkeitsstörung und ADS diagnostiziert, später stellte sich heraus, dass dies einfach nur Begleiterscheinungen der Sauferei waren und mit der Trockenheit verschwunden sind.

    Die nasse Stine hat nur sehr wenig mit dem Menschen zu tun der ich heute bin, und das soll auch so bleiben!
    LG

    Hallo Peter,

    täglich 200ml Schnaps ausm Flachmann...kein Wunder dass die Werte Dame begeistert (und vermutlich ordentlich angeschickert) ist. Dann kommt ja noch der verdauungsfördernde Kräuterschnaps nach dem Essen dazu und das medizinische Nonnenschnäpsken aus der Apotheke,... :D

    Im Ernst, wäre es nicht so traurig könnte man sehr drüber lachen aber gerade für frisch Trockene sind solche Aussagen fatal und öffnen riesige Hintertürchen, vor allem wenn sie auch noch vom “Fachmann“ bestätigt werden.

    Ich könnte mich da auch wahnsinnig drüber aufregen, nach wie vor wird Alkoholismus beschönigt, verharmlost und an den Rand der Gesellschaft angesiedelt, wirkliche Aufklärung ist selten.

    Jetzt aber schnell wieder zurück zur Gelassenheit, das Wichtigste ist, dass wir unseren Weg in die Trockenheit gefunden haben - auch ohne Flachmann Therapie *kopfschüttel*

    LG
    Stine