Hallo guten Abend,
der Tod von Hundi ist nach cirka drei Stunden eingetreten, der Tierarzt sagt das alles für einen Herzinfarkt spricht. So sah er insgesamt friedlich aus und diesen Eindruck behalte ich bei mir. Es ist ein großer Verlust, doch war bei mir ja schon Wochen vorher alles auf Trennung eingestellt und ich kann ihn loslassen, von daher komme ich damit gut zurecht auch wenn ich trauere. Die Trauer erlaube ich mir bewusst und ich weine viel was mir aber letztendlich gut tut weil weinen konnte ich eine ganze Zeit gar nicht. Ich kann mich an Jahre erinnern in denen ich kaum geweint habe auch wenn es Gründe dafür gab. Ich bin seit der Trennung sowieso recht nah am Wasser gebaut, teilweise weine ich schon wenn ich ein Hundbaby sehe. Das erinnert mich hart an meine Schwangerschaftshormone und die Schwangerschaft. Ja was die lieben Hormone so alles anrichten können... oje...
(Und nein ich bin zur Zeit nicht schwanger, falls der geneigte Leser an dieser Stelle denken sollte das die Möglichkeit besteht.) Ich habe wohl insgesamt einfach eine Menge Nachholbedarf, da hat sich einiges aufgestaut. Xy ist von dem aktuellen Verlust viel mehr getroffen als ich es jemals vermutet hätte, und das Ereignis baut zur Zeit eine Brücke der Verständigung zwischen uns. Die Trauer vereint im Geiste. Solange er nichts trinkt und versucht seine aktuell gesetzten Ziele weiterhin umzusetzen, kann ich es zulassen. Ein Familienmitgleid macht sich schon sorgen das ich wieder in seine Arme sinken könnte, aber nein dafür ist einfach viel zu viel negatives während der Beziehung passiert und ich habe mich insgesamt zu stark verändert. Ich kann zwar sehen was mich damals an Xy angezogen hat, aber das spricht mich nicht mehr in dem Maße an und reicht alleinig nicht aus um eine gesunde und glückliche Beziehung zu führen. Im weiteren freue ich mich, das ihr wieder zahlreich geantwortet habt. Da war wieder viel zum nachdenken bei. Und ick denk ja soo gern! Übrigens denke ich wirklich viel über das nach, was ich hier abends lese. Von daher mal ein Danke an alle in die Runde 
@ Kaleu: Ja da kannst du schon richtig liegen. Im Prinzip habe ich Xy immer versucht von irgendetwas zu überzeugen, weil ich ihn nicht lassen konnte wie er ist. Ich wollte ihn wohl zu dem Partner machen, den ich mir eigentlich wünsche und ich habe mich total abhängig gemacht. Bei anderen Mneschen habe ich nicht so stark das Bedürfnis sie von "Meins" zu überzeugen, die kann ich lassen wie sie sind. Interessant, da kann ich nochmal hingucken.
Aurora : Danke für deinen positiven Worte. Ich weiss, ich kann wenig beeinflussen *ohmmmmm* (ausser die Wahl meines morgendlichen Müslis) Ich versuche mir das immer wieder vor Augen zu halten. Vor allem kann ich nur bedingt beeinflussen wie andere mich wahrnehmen, und vor allem ob sie mich mögen oder nicht. Trotzdem merke ich immer wieder, das ich darüber nachdenke und ab und an erwische ich mich aktiv beim manipulieren. Ich versuchs eigentlich sein zu lassen, aber naja... offene Baustelle halt. Aber ich lese heraus, das auch das Thema auch bei dir nicht problemfrei ist ... 
@ verflixt: Ich winke nicht ab, ich schmetter Komplimente ab. *lach*
Ich bin die Frau, die noch nicht mal wissen will wie sich das anhört. Geh mir weg damit *ih pfui bäh*. Und klar ein Weg ist es sie in das Lächerliche zu ziehen. Den Komplimente fühlen sich für mich schon immer falsch an, sie erzeugen in mir das Gefühl das nicht wirklich Ich damit gemeint bin, sondern ein anderer Mensch. Ein Mensch der schöner und intelligenter ist. Der nicht so viele negativen Charktereigenschaften hat, der nicht so tolpatschig ist, der mehr kann, mehr erlebt hat ... ! Das war schon immer so, seit ich denken kann. Xy hat meine unbewussten Erwartungen voll erfüllt, er hat mir bestätigt das ich es nicht Wert bin ein Kompliment zu bekommen. Ich glaube wir haben uns mit unseren Defiziten schon super ergänzt.
@ girasole: Was du da beschreibts kenne ich ja so gut! Immerhin kann ich mittlerweile Xy gegenüber eine eigene Meinung formulieren und darauf beharren. Aber mir fällt es nach wie vor immer noch sooooo schwer den Standpunkt beizubehalten, das ist streckenweise wirklich Konzentrationsarbeit für mich. Und solche Gespräche muss ich für mich immer gut vorbereiten und durchdenken, dann wird das meistens was. Und manchmal weiss ich schlicht und ergreifend einfach nicht was ich gerade fühle, ich tue mich da immer noch schwer. Wo sind meine eigenen Emotionen? Manchmal habe ich auch gar keine Meinung, vor allem dann wenn ich wenig Kenntnisse über ein Thema habe. Da halt ich mich dann lieber raus, bevor ich eine oberflächliche Einschätzung abgebe oder Meinung ablasse. Das finde ich allerdings nicht wirklich schlimm, das würde manchen Leuten wohl auch mal ganz gut tun. Die "Kritiker" sind immer noch meistens übermächtig, ab und an kann ich sie besänftigen. Ja es ist ein Prozess, und ich bin irgendwo am Anfang. Wo ist das Ende? Ende wo bist du? Ich fange morgen an zu suchen wenn ich wieder fit bin 
Ach übrigens habe ich im Zuge der Umzugsgeschichte ein altes Tagebuch gefunden. Hihi, da war ich 17 oder 18. Was hat mich in der Zeit bewegt? Ich weiss es nicht mehr. Nix wichtiges wohl ... ich traue mich noch nicht es zu lesen. Mal schaun wann es soweit ist. So, ich will jetzt ins Bett. *gäääähn*
Liebe Grüße