Beiträge von Whitewolf

    Hallo persona.

    Du bist zu einer Zeit trocken geworden, als es von den Behandlungen her sehr viel schwieriger war als heute. Hochachtung dafür.

    Damit warst Du ein gutes Vorbild dafür was geht wenn man will. Du kanntest die Wege und konntest Info über die Erkrankung geben.

    Du hast Dir nichts vorzuwerfen. Das ist mehr als viele Alkoholiker am Anfang haben, am Ende liegt es doch immer am Alkoholkranken selbst welchen Weg er beschreitet.

    GlG WW

    Jemand von euch hat mir mal ein schönes Bild geliefert: erst wenn meine Festplatte überschrieben ist und kritische Situationen mit positivem Umgang damit überschrieben sind

    Wenn Du Dich mit der Alkoholkrankheit beschäftigst, wirst Du da lernen das Du nie ganz gesund wirst und immer suchtkrank bleibst. Es gibt keine Heilung. Du stoppst die Alkoholkrankheit lediglich. Mehr geht leider bei uns nicht mehr.

    Das mit der Festplatte ist ein sinnbildliches Beispiel dafür, was im Körper und im Kopf passiert wenn Du wieder Alkohol zuführst, also wieder etwas trinkst. Diese alte ( evtl. nach Jahren verstaubte ) Festplatte wird mit einem Knopfdruck wieder gestartet :arrow::idea:

    Die Infos darauf sind keinesfalls "überschrieben", sondern laufen wieder hoch und setzen sofort alte Mechanismen im Körper und Kopf in Gang :idea:. Du bist dann wieder im Saufmodus, der Körper stellt sich sofort auf Alkoholabbau ein und schüttet vermehrt alles dazu aus was notwendig ist. Das betrifft selbstverständlich alle Bereiche, einschließlich Botenstoffe ins Gehirn.

    Ein Kater nach nur einem Bier / Wein / Schnaps... was auch immer ist dadurch tatsächlich möglich, weil viel mehr passiert als einfach nur kurz was getrunken. Eine unbedachte Schnapspraline kann Dir tatsächlich einen regelrechten Schlag verpassen. Tatsächlich.

    Diese Sinnbild-Info kannst Du unbesehen hier mitnehmen.

    Du musst das nicht zwingend ausprobieren um zu testen ob das nun bei DIR evtl. anders ist. Ist es nicht.

    Es ist erwiesen und belegt, das seit Jahren trockene Alkoholiker in kürzester Zeit wieder bei Ihren alten manchmal astronomisch anmutenden Mengen sind und in der Tendenz eher noch drauflegen wenn der Körper das noch schafft.

    Es sind irreversible Vorgänge entstanden was den Alkohol im Körper angeht. Lebenslang.

    Also streich das mit dem "Überschreiben" am Besten.... es macht so einen "geheilten" Eindruck.

    Du hast da ja schon einiges unternommen :thumbup:, nun musst Du es natürlich mit der letzten Konsequenz auch durchziehen. Du brauchst einen sicheren Ort in dem Du nicht gefährdet bist um mal vom Alkohol zu entspannen ( Hab acht- Stellung ). Dieses Nervengift lässt nur sehr langsam los, auch wenn Du nicht trinkst fordert es noch seinen Tribut.

    GlG WW

    Hallo Evelin,

    versuch doch in kurzen und knappen Sätzen mal aufzuschreiben welche Rolle der Alkohol in Deinem Leben spielt. Damit meine ich auch Deine Familie und Dein Umfeld.

    Es kann doch nicht angehen, das Ihr einen alkoholkranken Menschen in der Familie habt und ebenda eine Säuferpolonaise veranstaltet wird...?? Rituale hin oder her...

    Wenn Du merkst, das Du von Fallstricken umgeben bist, und Du Dich auch noch den Gepflogenheiten unterordnest um nicht aufzufallen, dann läuft da was schief auf Deinem trockenen Weg.

    Eines der ersten Sachen welche beleuchtet werden in einer LZT z.b. , ist der Umgang mit dem klaren Wort " Nein " , denn damit haben viele ein Problem weil sie sich schämen für Ihre Krankheit und nicht auffallen wollen, nicht lästig sein wollen.

    Es wundert mich nicht das Du auf " Hab acht- Stellung " bist und Angst vor Suchtdruck und einem Rückfall hast.

    GlG WW

    Hallo,

    nach dem Zeitraum ist das körperliche wohl durch.

    Das heisst: Wenn Du jetzt trinken willst, Saufdruck bekommst, innere Unruhe deswegen, dann ist das eine Kopfsache.

    Da gibt es so das eine oder andere Hilfsmittel um dagegen anzugehen. Wenn Du wieder anfängst ( einen kleinen zur Beruhigung z. B. ) dann steigt der Körper wieder mit ein und es wird wieder schwierig.

    Schreib ruhig wenn es Dir nicht gutgehen sollte... das ist besser als von einem Rückfall zu berichten.

    Schöne Weihnachten wünsch ich.

    Gruss WW

    Hallo Berni,

    Du hast einen schwerkranken Menschen an Deiner Seite.

    Mach Dich doch von dem Gedanken frei das es für sie eine Willensfrage ist. Das macht nur sinnlose Wut. Dafür ist sie auch zu tief drinn, der Alkohol regiert komplett und sie kann das nicht ohne fachmännische Hilfe packen.

    Versuche doch in Deinem Kopf den folgenden Tagen das "so besondere" zu nehmen. Es ist ein vom Staat forciertes Konsumfest... drei freie Tage hintereinander. Mach für Dich das Beste daraus. Fahr weg oder geh zumindest raus, evtl. Freunde treffen, Kirche,,? Was man eben so macht um es für sich angenehmer zu machen.

    Himmel... Du kannst keine 24 Stunden Torwache halten ob sie sich totsäuft und auch noch dabei zuschauen. Quäl Dich doch nicht so, das hast Du nicht verdient und das bist Du dem Berni schuldig.

    GlG und entspannte Feiertage ( im Rahmen des für Dich möglichen )

    WW

    Ich habe jetzt "Ausgesoffen" von Bernd Thränhardt gelesen. Am Anfang war ich etwas skeptisch, ob mir das Buch gefallen würde

    Zurecht würde ich sagen. Das Cover zeigt einen Mann, den man aus Sportreportagen kennt... also ich zumindest.

    Ich dachte mir so...: lies mal rein8).

    Eine Säuferkarriere aus dem Jet-Set Bereich, Multitoxisch, bunt und schrill...scheinbar grenzenlos.

    Es wird kaum eine Gelegenheit ausgelassen, die positiven Wirkungen von Kokain in Verbindung mit Alkohol aufzuzeigen. Der Leser denkt: "Geile Sache das... man muss nur aufpassen das es nicht ausartet"

    Der Kokain-Konsum wird später nicht mehr weiter beleuchtet. Diese Sucht wird wohl eher als Sucht für solvente dargestellt... keine Kohle, kein Koks. Aus die Maus... lassen wirs eben.

    Das Buch hat ein Happy- End ( wenn man in einer Sucht davon reden kann ), dennoch kann ich die Art und Weise, für den normal sterblichen hoffend auf einen guten Ausgang, nicht als Hoffnungsträger ansehen. Zu abgedreht alles.. irgendwie.

    Mit Vollgas und offenen Augen gegen die Wand. Das trifft nicht auf sehr viele " normale " Alkoholiker zu.

    Die medizinischen Hintergründe der Alkoholkrankheit fehlen praktisch komplett.

    Ich habe das Buch durchgelesen :idea:( was schonmal gut ist, so schlecht hat er also nicht geschrieben :mrgreen:).

    Der Leser fliegt förmlich durch eine einzigartige Drogen - Sex -Achterbahn im Zeitraffer. Und genau da ist für mich das Problem: Ein Süchtiger in der Sucht nimmt Minuten und Stunden, Tage, .. extrem deutlich wahr, der Autor schreibt in Jahressprüngen um die Stationen alle in das Buch zu bekommen. Wenn man von einem Rückfall liest, kann man sich sicher sein, das der auf der nächsten Seite erledigt ist.

    Es fehlt einfach die letzte Konsequenz in den Darstellungen und Empfindungen. Die Klinikaufenthalte sind angerissen, die innere Verzweiflung wird angedeutet und wieder abgeschwächt.

    Berufliche und persönliche Konsequenzen des Drogenmissbrauchs werden stärker beleuchtet als die brutalen inneren Zustände welche im Endeffekt dann zum "Klick" geführt haben.

    Der Alkohol hat sich als die schlimmste Sucht bei dem Autor erwiesen, er hat sich in Grund und Boden gesoffen und sich wieder aufgerappelt, und die AA´s waren seine Rettung ( und für diese militante Gruppe muss man ein Faible haben, sonst ist das nix.:roll: )

    Valium war auch nach längerer Trockenheit noch Thema... erfolgreiche Abstinenz sieht anders aus.

    Er ist dann selbst im therapeutischen Bereich gelandet, hat eine eigene Gruppe in Köln gegründet und ist in Kliniken als Berater unterwegs um von seinen persönlichen Erfahrungen andere Suchtkranke profitieren zu lassen. ( stand 2013 ). Nach längerer Abstinenz wird beschrieben, das die Wahrnehmungen von einfachen Begebenheiten wie Sonnenschein und frisch gemähtes Gras wieder einen Reiz haben und Zufriedenheit vermitteln... gäääähn..:wink:. welch bahnbrechende Erkenntnis.

    Ich könnte mir vorstellen das dieses Buch nur für länger trockene Alkoholiker geeignet ist. Hier gibt es Wiedererkennungsmomente. Der " einfache " nasse und nach Auswegen suchende Alkoholiker allerdings wird einfach überrannt denke ich.

    Es wird deutlich das der soziale Status, Privatklinik oder normales KHS in der Alkoholkrankheit keine Rolle mehr spielen. Je höher der Stand, umso tiefer der Absturz.

    Und unten trennt sich die Spreu vom Weizen, aufstehen oder liegenbleiben.

    im übrigen schreibt er nicht ein einziges Mal das er nicht mehr trinken " WILL".

    Es treibt Ihn die nackte Angst vor einem qualvollen Dasein. Nicht die schlechteste Motivation, aber es fehlt die letzte Konsequenz.

    Wer das Buch kauft und liest, weiss warum er das tut. Das Thema ist klar, der Titel auch. Eine Suchtgeschichte... wie soviele.

    Bei mir ist das Buch unter " ferner liefen " gestrandet, vielleicht zu unrecht, weil ich seit dem Film " Rückfälle " für solche Suchtverlauf-Darstellungen ganz andere Maßstäbe ansetze. Da wird wohl auch nichts drankommen vermute ich.

    Keine Garantie auf Richtigkeit oder Vollständigkeit:wink:

    Ein kurzes Statement über ein Buch das in meinen Augen viel mehr sein möchte als es ist.

    Hallo Fran, herzlich Willkommen,

    was möchtet Ihr, bzw. Du? Was möchte Sie?

    Das mit den Ultimaten und Pistole auf die Brust ist so eine Sache. Eine Therapie ( Klinikaufenthalt ) muss von Ihr gewollt sein. Sonst ist es sinnlos. Wenn sie der Meinung ist das alles gut ist dann wäre das reine Zeitverschwendung.

    Ist Deine Mutter jetzt noch im betreuten Wohnen oder hat sie eine eigene Wohnung in der sie alleine lebt?

    Gruss WW

    Hallo Zausel,

    ich bin nun seit knapp über einem jahr nüchtern und feier es immer noch. zumal ich immer mehr erkenne, warum ich überhaupt getrunken habe. ich befinde mich das 2. mal in einer langzeittherapie und kann sogar nächste woche endlich eine tagesklinik besuchen.

    Super das Du es geschafft hast trocken zu bleiben.

    Ich denke es wäre gut diese LZT zu benutzen um endgültig abzuspringen von diesem Zug nach Nirgendwo.

    ich suche mir grade eine eigene wohnung und versuche so gut es geht grenzen zu setzen. solange er nicht hier ist geht das. habe ihn ein paar tage blockiert und werde es auch wieder tun. gestern und heute hatten wir kurz kontakt.

    Was hält Dich davon ab den Kontakt komplett abzubrechen ( was mit Sicherheit gut für Dich wäre) ? Siehst Du Dich noch irgendwo in der Pflicht oder hoffst Du auf Besserung?

    GlG WW

    Hallo Zausel,

    herzlich Willkommen.

    " Epsilon-Trinker " liest sich für mich so als ob Du versuchst oder versucht hast Dich schlauzumachen.

    Das solltest Du nicht zu Deiner Maxime machen, der Weg führt ins Leere.

    Hier kannst Du Dich um Dich kümmern.

    GlG WW