Beiträge von teekanne

    ... ups ... mein Smartphone ist eindeutig zu klein für meine Pfoten ... :) ... es war nicht meine Absicht eine alte Nachricht wiederzubeleben ... jetzt ist sie halt rausgefutscht ...
    Ich finde es schön, dass ich noch da bin ... mein Account hier im Forum, besser gesagt ... am besten ich mach' ich mal ein neues Thema auf ... in sieben Monaten ist ganz schön viel passiert!
    Nicht nur in meinem Leben ... ganz offenbar ...
    nur für den Moment schickt mich mein Vestand erstmal ins Bett ... weil ich halt morgen wieder früh raus muss ...

    und der Klügere gibt ja bekanntlich nach ^^
    LG, Ani

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    ... also ich habe es gelesen ... auch für mich ist das Schreiben und sich mitteilen das beste um einen toten Punkt zu überwinden ... das wünsche ich Dir jedenfalls und dazu auch eine angenehme Nachtruhe, Stan!
    Ich mach' die Biege für jetzt. Über die Feiertage ist noch jede Menge Zeit zum Schrieben.
    LG, Anika

    Ja, Stan :) es geht weiter.
    Und es wird besser! Auch wenn' manchmal nicht so scheint.
    Ich hatte grade einen langen Beitrag geschrieben in meinem Thread und bin dann auf den falschen Knopf gekommen ... und schwubs, weg war der Text. Unwiederbringlich ...
    Da denk' ich mir: "Nicht ärgern, nur wundern!" und geh' raus in die Sonne.
    Bis später & alles Liebe,
    Anika

    danke, Marco,
    das wünsche ich Dir auch: schöne ostertage!
    bestimmt werde ich sehr viel schreiben hier ... ob Du's aber wirst lesen können, das hängt davon ab, ob Du einen zugang zum geschützen bereich hast.
    ich hab den heute bekommen. ist fast wie ein geburtstagsgeschenk. das privileg sich sehr persönlich mitteilen zu dürfen und zur kenntnis genommen zu werden.
    weil ich mich selbst sehr gut kenne weiss ich jetzt schon, dass ich mich jetzt eher da hin zurückziehen werde mit meinen texten.
    ich leiste mir den kleinen luxus für meine trockenheit :) weil es hat mich sicher das zehnfache gekostet zu trinken. wenn's langt. und irgendwie ist es eben doch so, dass die unmittelbare anbindung an eine selbsthilfegruppe sich anfühlt wie ein ordentlich aufgespannter regenschirm bei regengüssen.
    ich werde die vier freien tage viel an der frischen luft verbringen ... werde meine schubladen ausräumen und wieder einräumen und zusehen, dass ich genug zur ruhe komme.
    viel tee werde ich trinken und ein paar gute filme glotzen.
    alles liebe, anika

    Zitat von marcomarco


    Ich weiss aus Gesprächen mit den Therapeuten, die meine Gruppe betreuen, dass oftmals, eine während der Saufzeit enstandene, Depression bei Abstinenz erst zu Tage kommt.

    ... hm ... habe den weg ins bett nicht gefunden und mich durch deinen thread gefressen. danke für so viel offenheit.

    also mich wundert es aber nicht, wenn du nach diesem vollgasritt der letzen wochen jetzt mal einen seelischen kater hast. zum glück hat sich der liebeskummer ja verflüchtigt ... wie es scheint.
    aber ansonsten kann ich mich nicht dem gefühl entziehen, dass du mit vollgas unterwegs bist.
    ich bin kein trockenheitsexperte. aber ich erkenne irgendwie in deinem thread meine art, alles hundertprozentig zu machen und sehr energisch und konsequent auf ziele zuzusteuern, die ich mir gesetzt habe.
    und dann irgendwie unterwegs die kraft und die energie zu verlieren, weil ich mich NICHT von meinen gedanken, absichten und plänen auch mal ausgeruht habe.
    das pflanzenzeugs hab ich auch genommen (immer nur auf rezept) und nehme es auch gelegentlich immernoch.
    wenn ich zu viel gas gebe hilft mir neuerdings, mich zu enstapnnen und anzuerkennen, dass mich gelegentlich eben der frust am axxxx packt.
    ohne die stimmungsaufhellende droge alkohol ist bei mir nach drei monaten trockenheit immer erstmal richtig schlechte stimmung. ich habe wegen meiner zahlreichen rückfälle diese erfahrung sehr oft gemacht, die ich seelischer kater nenne und sie geht vorbei.
    trocken zu werden war für mich noch nie ein problem. aber es zu bleiben, das ist die kunst, die ich bisher nicht beherrsche. da habe ich einen langen weg vor mir. ich bin jetzt trocken, ja.
    aber ich habe mir zu viele rückfälle erlaubt und bin mir keinesfalls sicher, dass ich meinen letzten hinter mir habe.
    mir hilft es, das anzuerkennen, dass es mir manchmal für ein paar tage ganz und gar furchtbar geht. zum heulen. da fehlt mir die anlehnung und ich kann in mir einfach keine wärme empfinden. fühle mich gleichgültig und von menschen genervt. ungeduldig auch.
    alkoholkrank zu sein bedeutet für mich, dass ich auch gefühlskrank bin. aber wie. frag nicht. ich werde darüber schreiben. bin experte für seelische kater, glaube ich ...
    habe mein halbes leben mit liebeskummer zugebracht ... so, dass ich fast sagen würde, ich war irgendwie sogar liebeskummersüchtig ... wenn es das gibt.

    und alles, was ich angefangen habe immer mit grosser leidenschaft gemacht. mit viel zu viel leidenschaft. auch das viele trocken werden hab ich mit zu viel druck und leidenschaft betrieben. darum bin ich dann in diese tiefen gefühlslöcher gefallen ... und ich habe keine erklärung dafür, warum das durchbrechen von dem kreis so schwer ist. und will auch keine abgeben.

    dein outing gegenüber dem kollegen war klasse ... aber genau das hat bei mir schon katerstimmungen ausgelöst über tage hinweg, weil (ich weiss nicht, wie ich es sagen soll ...) weil der kick ausblieb, den mein belohnungszentrum dafür erwartet hat. da schreit der trojaner im BIOS mich ganz laut an, dass ich eine belohnung verdient hätte und macht mich damit fertig, dass die sich nicht so anfühlt wie er mich dran gewöhnt hat.
    naja ... so ist es bei mir.
    öhrchen spitz nach oben halten und weitersägen :)
    es wird alles gut.
    lg, anika

    .. ja, was ist schon normal, marcomarco :) ... hab' mich grade durch den thread von jimmorrison gefressen und finde das alles sehr anregend hier. und ich fühle mich heute und hier grade sehr wohl.
    das wär zum beispiel mal sowas, das ich als normal anschauen würde. einfach nur so hier sitzen und das leben grad mal cool finden. in dieser minute. ohne sprit im schädel.
    wenn ich mir die zeit nehme um zu lesen und hinzusehen, was der alkohol jeweils aus meinem leben gemacht hat ... aus diesen lebensminuten, die schön sein können, dann will ich halt lieber das normale ... trocken dahocken und mit anderen menschen in kontakt sein.
    das ist viel wert. so normal und trotzdem so viel besser als auf die falschen versprechen einer flasche rotwein reinzufallen.
    ich kann schon fragen, ob es sowas wie normal für mich überhaupt gibt. und ich denke schon, es gibt das. das ist doch gut so. trocken ist ziemlich normal für mich. es ist so vorgesehen, glaube ich.
    trocken ist für mich zwar noch lange nicht normal genug, (ja, ich pass jetzt auf den trojaner in meinem BIOS auf. manche viren kann man tatsächlich nur isolieren, los wird man sie nicht mehr) ... trocken ist für mich trotzdem normal.
    es kann kein ausnahmezustand sein. heute nicht mehr.
    (und hey ... das war jetzt keine filosofische abhandlung ... ich war in schreiblaune, das ist alles ... und jetzt ist zeit zum schlafengehen. um 23h. normal)
    alles liebe, anika

    Zitat von JimMorrison75


    Habe zuden eine laengere Abhandlung ueber die Wirkweise im Gehirn gelesen und was es da v.a. im limbischen System so anstellt. Laengere Ausfuehrungen spare ich mir, aber im Ergebnis schreibt sich der Alk sozusagen ins BIOS des Hirns und stellt sich wie ein Kuckucksei auf eine Stufe mit den ganz wesentlichen Dingen wie Ueberlebenswille, Hunger, Fortpflanzungsdrang etc. Wenn man so will: ein Trojaner!

    das ist ja mal ein guter hinweis. ich bin zwar weder biologe noch it-ler, aber das hab ich gleich verstanden!
    danke.
    lg, anika

    hi Elly, hi Penta,

    danke für die willkommensgrüsse.

    & hi ins forum,

    ich bin vor einer halben stunde daheim angekommen, habe ein bisschen was zu abend gegessen und jetzt trinke ich tee mit brennessel und zitronengras und nehme mir zeit hier zu schreiben und zu lesen. das hilft gegen ein unbestimmtes gefühl von einsamkeit und getriebenheit. und es hilft einen rückfall zu vermeiden. das ist ziemlich genau das, was ich hiermit bezwecke. den rückfall vermeiden. auch, wenn ich keinen suchtdruck habe. ich weiss, wie es laufen kann.
    ich bin daran gewöhnt abends alleine in meiner wohnung zu sein. eine völlige abgeschiedenheit von der aussenwelt kann ich aber nicht gut ertragen.
    und alkohol gegen die einsamkeit einsetzen kann ich nicht mehr.
    und fernsehen gucken oder surfen ist mir zu langweilig.
    also schreibe ich lieber von mir ... und ich warte auf die normalität, weil sie wird sich irgendwann einstellen. das ganz einfache leben ... das geregelte, solide und geordnete leben, wo nicht zu viel und nicht zu wenig los ist.
    ich arbeite darauf hin. bei manchen trockenen alkoholikern habe ich gesehen, dass sie im laufe der jahre gelernt haben mit sich selber sorgfältig umzugehen. menschen, die mir sehr lieb geworden sind. ich mag das sehr, was ich da beobachtet habe. und ich glaube schon, dass ich das auch lernen kann. es braucht halt nur zeit und trockenheit.
    ich bin zuversichtlich, dass ich es lernen kann mit mir anders umzugehen als bisher. nicht nur trocken zu bleiben sondern auch anderen dingen und erwartungen nicht mehr nachzugeben, die mich bisher daran gehindert haben, meinen eigenen weg zu gehen ... lange geschichte.
    ich werde darüber im geschlossenen bereich schreiben. nicht hier.
    jetzt werde ich mich ein bisschen in den threads umschauen.
    ich wünsche uns allen eine angenehme nachtruhe.
    lg, anika

    hi,
    hier meldet sich anika, neues forenmitglied seit heute und sehr froh, hier her gefunden zu haben.
    ich bin alkoholkrank und trocken. und es ist gut, dass ich heute nacht noch ein paar sätze hier schreiben kann, bevor ich mich endlich ins bett lege.
    die machen vielleicht nicht sehr viel sinn, aber sie erleichtern mich ... ich fühle mich dann zur kenntnis genommen und das tut mir irgendwie gut.

    es ist recht oft so, dass ich ziemlich spät noch wach bin. zum grossen teil aus beruflichen gründen. und da tut es mir einfach gut mich am ende des tages noch mitteilen zu können an menschen, die meine krankheit und meine sprache verstehen.
    es ist nicht mal sehr lange her, da habe ich mich abends noch (trotz wissens um meine krankheit) mit rotwein abgefüllt um dem stress und der selbstgemachten einsamkeit zu entkommen.
    und es hat ziemlich lang gedauert bis ich meine muster durchbrechen konnte. obwohl ich sie jahrelang beobachet habe, wie das kaninchen die schlange. das ist eine lange geschichte und wird heute noch nicht erzählt.
    wollte nur erstmal hallo sagen und ankommen.

    ich war auch lange in einer beziehung und die meiste zeit davon auch verheiratet, lebe aber alleine, seit ich 38 wurde ... auch eine lange geschichte, die heute noch nicht erzählt wird.
    ich wollte damals die trennung und bestand darauf. mein exmann passte nicht zu mir. sowas kann vorkommen und muss nicht auf biegen und brechen aufrechterhalten werden.
    und seither geht es mir tatsächlich von monat zu monat besser, obwohl ich noch viele jahre rückschläge in meiner entwicklung durchleben musste, die ich mir mit dem alkohol selbst zurechtgemacht habe. da schreibe ich auch noch darüber.

    ehrlich gesagt bin ich schwer von begriff, wenn es darum geht zu sehen, wie ich mit mir selber umgehe. aber ich bessere mich.

    irgendwann habe ich bemerkt, dass ich ausser der selbsthilfegruppe, die ich besuchte auch noch seelentherapeutische hilfe brauche. und damit komme ich auch langsam wieder auf die füsse.
    es dauert. und es macht nicht sehr viel sinn, da irgendwie gas zu geben.
    trocken werden ist wie warten auf die normalität... und nicht die geduld verlieren, wenn diese normalität sich einfach nicht bliztartig einstellen will.

    ich habe unglaublich viel erlebt in allen diesen jahren des irrens und wirrens ... und jetzt geht es einfach nurnoch darum, trocken zu bleiben und den täglichen wahnsinn trocken und mit humor hinzunehmen.
    alle anderen wege haben versagt und nichts gebracht.
    aber ich war halt sehr dickköpfig, wenn es um mein belohnungstrinken ging. unglaublich stur. ich habe wirklich lang gebraucht um zu sehen, dass ich mir selbst gegenüber darauf bestehe, mich irrsinnig zu verhalten.
    und ich bin sehr froh, dass ich die lust daran verloren habe.

    ich kann mit alkohol nicht umgehen.
    mit mir übrigens auch nicht.

    aber mit text, wenn ich trocken bin; und das macht auch viel mehr spass.
    :) und jetzt habe ich genug gethreated für heute und leg mich aufs ohr.
    lg, anika