Liebe Maria,
das ist ja spannend. Ich wünsche dir für dein „Ausbrechen zu neuen Ufern“ alles Gute! Es ist toll, dass du den Mut zu dieser Veränderung in dir gefunden hast.
Lieben Gruß
Thalia
Liebe Maria,
das ist ja spannend. Ich wünsche dir für dein „Ausbrechen zu neuen Ufern“ alles Gute! Es ist toll, dass du den Mut zu dieser Veränderung in dir gefunden hast.
Lieben Gruß
Thalia
Hallo Miela,
ZitatWie geht ihr mit solchen Situationen um?
Mir hat sowas schon mal Angst gemacht. Wenn ich am Anfang meiner Abstinenz, weiß nicht, so im ersten Jahr oder vielleicht auch noch später, versehentlich Alkoholgeschmack im Mund hatte durch Unachtsamkeit. Da hab ich mir wohl lange selbst nicht über den Weg getraut, oder vielleicht hatte ich nur endlich die Funktion meines Suchtgedächtnisses verstanden, also, dass da was bei mir im Hirn unwiderruflich verändert ist.
Neulich ist mir das mal wieder passiert. Ich hab nicht auf die Zutaten geguckt und in den Riegel gebissen und sofort gemerkt, dass da Alkohol drin war. Das schmeckte unangenehm. Und fühlte sich auch unangenehm an. Angst hatte ich jetzt nicht mehr. Aber den Riegel hab ich weggeschmissen.
Ich mag auch den Geschmack in Saucen nicht mehr, oder sonstwo.
Daher versuche ich, daran zu denken, im Zweifel nachzufragen, oder etwas eben nicht zu essen, wenn ich keine Möglichkeit habe, die Zweifel auszuräumen.
Viele Grüße
Thalia
Ich habe heute eine tolle CD gehört.
En ny dag von Martin Tingvall.
Einige Stücke nehmen einen so richtig „in den Arm“, wie Musik das manchmal kann.
Aurora, du weißt, was ich meine.
Liebe Grüße an dieser Stelle.
Thalia
Hallo Penta,
Seit ich 2013 aufgehört habe zu trinken, hatte ich keinen Rückfall.
2003 habe ich schon mal aufgehört, und auch eine stationäre Langzeittherapie gemacht. Trotzdem habe ich irgendwann nach ein paar Jahren wieder angefangen zu trinken. Zunächst nur für ein paar Monate. Dann war ich wieder zwei oder drei Jahre abstinent. Bis ich dann wieder angefangen habe. Dennoch sehe ich beides nicht als Rückfälle. Für mich ist ein Rückfall gekoppelt an die Krankheitseinsicht, und die hatte ich damals nicht. Ich war einfach die ganze Zeit nass, auch in den abstinenten Jahren.
Insofern ist für mich der Rückfall eindeutig ein Merkmal der Alkoholkrankheit, auch wenn ich noch keinen hatte.
Danke dir für den (Wieder)Anstoß des Themas, und Pancho, dir auch Danke für deine für mich schlüssigen Worte.
Viele Grüße,
Thalia
Hallo Pancho,
schön, von dir zu lesen. Ich freue mich, dass du weiter auf deinem trockenen Weg bist.
Für weitere Erkenntnisse über dein Seelenleben drücke ich die Daumen. Ich bin auch immer wieder baff, wie komplex und scheinbar verschlüsselt so eine Psyche (wie meine zum Beispiel) daherkommt. Und manchmal braucht man (ich, du) einen Blick von außen, um vielleicht ein Stückchen was aufzudröseln.
Viele Grüße
Thalia
Liebe Lalu,
auch ich wünsch dir ganz herzlich alles Gute auf Deinem Weg!
Lieben Gruß
Thalia
Hallo Penta,
ich hab in meiner SHG mal flapsig gesagt, Alkoholikerin bin ich erst, seit ich trocken bin.
Ob jemand Alkoholiker ist, kann er/sie letztlich nur selbst wissen, heißt es. Und dann heißt es auch, trocken werden kann "man" erst mit der Krankheitseinsicht.
Bei mir war es nicht so, sondern es lief irgendwie parallel. Je "trockener" ich wurde (je länger abstinent, informierter über die Krankheit, reflektierter über mich, offener in Gesprächen, ehrlicher im Denken, mutiger im Annehmen), je trockener also ich wurde, umso klarer wurde mir, dass ich alkoholkrank bin, Alkoholikerin bin. Als ich noch trank, auch in längeren abstinenten Phasen zwischendurch, konnte ich mir nie gestatten, das zu sehen.
Ich hab mal geschrieben, dass das damals (damals! ;)) auch mit der Angst vor dem Verlust aller Würde zu tun hatte. Wenn ich den Kampf gegen die Erkenntnis aufgab, hätte ich meine Würde aufgegeben, und niemand - vor allem ich selbst - könnte mich mehr achten. Das hat natürlich mit dem verzerrten Bild zu tun, das ich von der Krankheit Alkoholsucht hatte. Dem Stigma, von dem du auch schreibst.
Ich finde, es ist viel Wahres an dem binsenweisen Spruch: Alkoholismus ist eine Krankheit, zu deren Wesen es gehört, dir einzureden, dass du sie nicht hast. Und deshalb passt es ja doch irgendwie wieder, was ich anfangs schrieb; dass ich mich jetzt - da ich akzeptiert habe, Alkoholikerin zu sein - gesünder fühle, als vor dieser Erkenntnis.
Viele Grüße
Thalia
Hallo Paul,
herzlich willkommen und Gratulation zu deinem Entschluss und deinem „Mantra“.
Bring dich hier ein, wie du es brauchst, und hol dir, was du brauchst. :).
Ich wünsch dir einen hilfreichen Austausch.
Viele Grüße
Thalia
Liebe Cadda,
vielen Dank für deinen mutigen und ehrlichen Beitrag, der mich sehr beeindruckt.
Viele Grüße und noch die besten Wünsche für 2018 für dich!
Thalia
Hallo Selena,
bist du in deiner Entzugsklinik nicht vielleicht über die Möglichkeiten einer Entwöhnungstherapie informiert worden? Das geht stationär oder ambulant und könnte dir eine gute Hilfe sein.
Alles Gute,
Thalia
Jahreswechsel. Bilanz, Rückschau, Vorschau, Jetztschau.
Mein letztes Jahr hatte ich unter das Motto Frieden gestellt, wie ich eben nochmal nachgelesen habe. Schönes Motiv, das mir auch während des Jahres immer mal begegnet ist. Aber viel Konflikt und Zweifel war auch.
In der Rückschau und Momentaufnahme des Jetzt würde ich sagen, das eine vorherrschende Gefühl ist Dankbarkeit für/Freude über.
Dankbarkeit für/Freude über meine Trockenheit und meine Fähigkeit, selbstbestimmt zu handeln, und Dankbarkeit für/Freude über Menschen, die mir nahe stehen und mit denen ich mich austauschen kann und verständlich machen kann, in eine Verbindung treten kann.
Das andere Gefühl ist Erschöpfung.
Erschöpfung, die aus mangelndem "Frieden" in mir entsteht. Zuviel Zeit damit verbracht/Energie dafür aufgewendet, Konflikte abwenden, lösen, umgehen zu wollen. Zu wenig "einfach erstmal annehmen, wie es ist."
Nicht tun, was ich will, sondern wollen, was ich tue. Das soll mein Ansatz sein.
Mein Jahresmotto für das kommende Jahr wird daher Akzeptanz. Annahme. Oder einfach Ja.
Ich wünsche allen, die hier lesen, den Angehörigen und den Alkoholikern, die trocken sind, und auch denen, die noch trinken, weil sie den letzten Schritt noch nicht geschafft haben, ein gutes Neues Jahr 2018.
Und danke allen, die hier schreiben/geschrieben haben. Ich hab sehr viel von euch gelernt.
Thalia
Frohe Weihnachten und weiterhin gute Besserung, Matthias.
Viele Grüße
Thalia
Liebe Step,
schön, dass es dir gut geht in denen trockenen Leben (mit Aufs und Abs), und schön, dass du dich meldest.
Ich wünsche dir für das kommende Jahr ruhigeres Fahrwasser und alles Gute!
Thalia
Hallo und willkommen aboa,
Danke für deine (erneute) Vorstellung und für deinen Bericht, wie es dir inzwischen ergangen ist.
Ich finde es echt interessant, darüber nachzudenken, wie der Übergang ist vom trocken leben wollen zum sich einschleichenden Gedanken, vielleicht doch nicht alkoholkrank zu sein und daher wieder "kontrolliert" trinken zu können.
Du schreibst
ZitatIch denke jeder der sich hier anmeldet möchte Trocken werden bzw.bleiben
Wer weiß? Glaub ich gar nicht. Aber ist auch egal, was ich glaube, das kann sowieso nur jeder für sich selbst beantworten, im besten Falle ehrlich. Was echt schwierig sein kann.
Meine eigenen Erfahrungen, seit ich vor vier Jahren aufgehört habe zu trinken, lassen mich vermuten, ein regelmäßiger Austausch mit anderen Alkoholikern ist eine der besten Absicherungen gegen diesen schleichenden Übergang zurück in die Leugnung meiner Krankheit (die ich jahrelang zu leugnen geschafft habe).
Das Forum hier ist eine gute Möglichkeit, sich hierbei selbst auf die Schliche zu kommen, so wie auch andere Selbsthilfegruppen außerhalb des Internets.
Ich wünsch dir daher einen guten Austausch hier.
Gruß,
Thalia
Hallo und herzlich willkommen, Marina.
Ich gratuliere zu deinem Entschluss und wünsche Dir hier einen hilfreichen Austausch.
Du hast jetzt einen neuen Abschnitt deines Lebens begonnen, der ganz anders wird als die letzte nasse Zeit. Daher darfst du jetzt auch Entscheidungen ganz anders treffen, als du es vorher vielleicht getan hättest. Darfst für dich sorgen.
Bei mir war es so, dass ich, wenn ich meine Trockenheit nicht in Frage stellen wollte, (fast) alles andere in Frage stellen musste. Daran muss ich mich auch heute noch manchmal erinnern, denn trocken bleibe ich auch heute noch nur, wenn ich meine Trockenheit (und mich!) wichtig genug nehme.
Viele Grüße
Thalia
Hallo Joro,
also ich kenne dich noch aus dem geschlossenen Bereich.
Viele Grüße mal zwischendurch von mir.
Für mich ist die beste „Vorbereitung“ für alles mögliche, was das Leben so bietet, eine gute Verbindung zu mir selbst. Und das Schreiben von mir, zum Beispiel hier im Forum, so wie du es jetzt ja auch (wieder) hier tust, hat mir dabei geholfen.
Thalia
Hallo nochmal Kossi,
anschließend zu meinen Fragen an dich hier mal meine Gedanken zu dem Thema:
Opfer zu sein hat für mich gerne mal was mit „keine Verantwortung übernehmen“ zu tun.
Klar, ich empfinde mich auch mitunter als Opfer, aber mir ist auch bewusst, dass mich das nicht weiterbringt. Es hilft mir nichts, mich als Opfer einer Krankheit zu fühlen. Als Opfer mache ich mich abhängig (wieder!) von Dingen, die außerhalb meiner Verantwortung, auch außerhalb meiner Einflussnahme liegen.
Wenn ich einmal alkoholkrank bin, kann ich das nicht mehr ändern, nicht mehr rückgängig machen. Aber ich kann die Verantwortung jetzt übernehmen, wie ich heute mit meiner Erkrankung umgehe. Das ermöglicht mir Handlungsspielraum. Das gibt mir Freiheit, auch innerhalb der Abhängigkeitserkrankung. Ich möchte Täter sein in Bezug auf mein eigenes Leben, und nicht Opfer.
Grüße
Thalia
Hallo Kossi,
vielleicht kannst du deine Frage nochmal ein bisschen genauer stellen bzw. ergänzend dazu erklären, was du darunter verstehst, wenn du sagst, du siehst dich als Opfer.
Und was ist wichtig für dich an dieser Unterscheidung?
Danke dir und Gruß
Thalia
Hallo Hull,
wenn du von Verachtung sprichst, dann verneinst du also für dich, dass es sich bei Alkoholismus um eine Krankheit handelt?
Thalia
Guten Morgen Ernest,
da "schwing ich mit". Die Natur und meine Wahrnehmung meiner natürlichen Umgebung, Pflanzen, Tiere, Luft, Wasser, Erde, das Schauen und Riechen und Hören, tut meiner Seele gut und ist ein Baustein meines trockenen Lebens.
Dir einen schönen Adventssonntag heute.
Thalia