Beiträge von Bianka84

    Hallo,

    vor über einen Jahr wurde meine Beziehung beendet. Mir ging es damals sehr schlecht, viele Gedanken gingen immer wieder im Kreis. Heute ist es viel besser. Natürlich bin ich nicht komplett frei und da ich ja weiterhin mit meinem Ex xy fünf Tage die Woche konfrontiert werde, ist es auch schwierig nicht mehr daran zu denken. Aber ich habe viel Abstand gewonnen und versuche mir keine Gedanken mehr um ihn zu machen. Es war eine sehr schmerzliche Erfahrung, aber man soll ja immer das Gute darin sehen. Ich hoffe, dass ich nicht noch mal in so eine Situation komme und falls doch, rechtzeitig die Leinen ziehen kann.
    Ablenkung und auf sich acht geben ist was hilft, was ich aber auch erst lernen musste.

    Das Forum hat mir auch sehr geholfen!!!!
    Danke!

    Hallo,

    ich habe jetzt auch länger nichts mehr geschrieben, Habe derzeit leider viel um die Ohren.
    Ich möchte sagen, dass mir recht gut geht. Sicher gibt es immer wieder Momente, wo ich an "ihn" denke. Aber es ist wirklich viel weniger geworden. Und wenn ich an letztes Jahr um diese Zeit denke, da ging es mir schlecht. Daran kann ich mich noch gut erinnern. Mein ganzes Weihnachtsfest war nicht schön gewesen. Dieses Jahr wird es anders werden und darauf freue ich mich.

    Ich hatte letzten Monat noch mal so ein Erlebnis gehabt, was mir erst sehr weh tat, aber im nachhinein hat es mir wieder ein Stück geholfen.
    Für mich ist es nur manchmal schwierig, ich weiß nicht so recht wie das erklären soll, ich denke, ich bin einen großen Schritt weiter gekommen, habe mich gut distanziert von meinem Ex und dem Alkohol, aber dann wird man wieder damit konfrontiert und alles ist wieder da. Ich habe das Gefühl, dass ich immer damit zu kämpfen habe werde und das macht mir angst.
    Geht es euch ähnlich?

    Ich wünsche allen schon mal ein schönes Weihnachtsfest, ein ruhiges Fest!

    Viele liebe Grüße
    Bianka

    Hallo Syrinx,

    ich drücke dir natürlich die Daumen, dass alles gut wird und er nicht wieder anfängt zu trinken. Vielleicht war die Situation für ihn schlimm genug gewesen um wirklich zu erkennen, dass sich was ändern muss. Ich hoffe er macht das nicht um bei dir einziehen zu können und dann im gemachten Nest wieder zu trinken.
    Wir werden sehen was die Zukunft bringt!

    LG Bianka84

    Hallo,

    nun haben wir Anfang November. Seit der Trennung vom meinem Exfreund sind nun gute sieben Monate vergangen. Mir geht es heute gut. Manchmal habe ich noch kleine kurze Rückfälle, denke dann an ihn und eine Karusellfahrt beginnt in meinem Kopf. Aber dann versuche ich mich abzulenken. Diese Momente sind zum Glück selten geworden.
    Ich habe wieder mehr Kraft, ich plane für mich, ich genieße die schöne Momente im Leben. Richtig verarbeitet habe ich das noch nicht und ganz abgeschlossen habe ich auch noch nicht, aber es wird im laufe der Zeit besser und das macht mir Mut.
    Ich denke sowas richtig zu verstehen, braucht eben Zeit und Geduld.

    Hallo,

    ich hatte gestern einen guten Anruf bekommen. Ich wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu Ende nächster Woche. In erster Linie war ich gestern Happy und habe mich gefreut. Ich versuche für mich den Ball flach zu halten, falls es doch nicht klappen sollte. Ich möchte nicht so enttäuscht sein und in ein tiefes Loch fallen, falls es dann doch nicht klappt.
    Der Gedanke, dass ich bald meinen Ex XY nicht mehr täglich sehen müsste, freut mich richtig. Zwar müsste ich noch bis Ende des Jahres durchhalten wegen der Kündigungsfrist, aber es wäre ein Ende in Sicht.
    Auf der anderen Seite möchte ich mir das ganze erst mal anhören, ob es das richtige für mich ist. Das schlimme ist ja, dass man nie weiß, was einen so richtig erwartet. Angst vor dem großen unbekannten habe ich dann schon. Aber erst einmal nicht verrückt machen.

    Mein Ex EY hatte mir diese Woche per Email Fotos von einem Sonnaufgang geschickt und ein kurzes Video von sich. Erst habe ich beides ignoriert, doch dann ärgerte mich das. Ich habe ihm schon so oft gesagt, dass er mich in Ruhe lassen soll. Ich habe ihn gefragt, warum er mir sowas schickt. Er meinte nur, er fand das mit dem Sonnenaufgang so schön. Ich habe ihm dann noch mal gesagt, dass er das mit dem Spielchen lassen soll und mich in Ruhe lassen soll. Und das ich ihm wünsche, dass es ihm wegen seinem gesaufe richtig schlecht geht und niemand für ihn da ist.
    Ich könnte gerad echt weinen, mir stehen die Tränen in den Augen. Das ganze trifft mich immer noch sehr und ich bin unsagbar wütend auf ihn!!! Und ich bin auch traurig und wütend über meine Gedanke und Wünsche. Das ich ihm sowas schlechtes wünsche.

    Hallo JUF2015,

    vielen Dank für deine Worte. Es hilft mir, wenn ich nicht alleine da stehe. Heute geht es mir wieder besser. Gester war wohl alles ein bisschen viel gewesen und ich dachte vielleicht auch, dass mich die Konfrontation nach dem Urlaub nicht ganz so doll mit nimmt.

    Ich war auch schon mal bei einer Selbsthilfegruppe. Ist aber schon mindestens zwei Jahre her. Ich war nach den Besuchen doch immer sehr aufgewühlt. Aber es ist ein guter Denkanstoß von dir. Danke!

    Du kannst ihm ja dann auch nur schlecht aus dem Weg gehen oder?

    Ich bin noch nicht innerlich über ihn hinweg und ich glaube, dass dauert auch noch. Aber ich denke, ich bin auf einen guten Weg. Nur manchmal hängt mir das alles so zum Hals raus und ich möchte dann gerne einfach abschalten, was aber nicht wirklich funktioniert und dann werd ich sauer und wütend auf mich selbst.

    Es fällt mir sehr schwer wieder jemanden an mich ran zu lassen, egal ob Freunde oder einen anderen Mann. Manchmal möchte ich nur alleine sein und dann ist es auch wieder nicht recht. Ich treibe viel Sport, dass tut mir gut. Aber manchmal ist eben alles zu viel.

    Ob ich weg schauen kann, wenn es ihm immer schlechter geht? Schwierig. Ich bin auch immer hilfebereit und zu sehen wie der Mensch (an dem mir mal sehr sehr viel lag) so abbaut ist wirklich schlimm, aber ich kann der Person ja nicht richtig helfen. Ich glaube, wenn ich in diese Situation kommen sollte, wo ich helfen will, dann schreib ich erst mal ins Forum. Einfach auch um mir die Tatsachen besser vor Augen führen zu können. Er hat mich bis jetzt immer mit seiner Mitleidstour bekommen - aber dieses Mal versuche ich die Botschaft von ihm gar nicht erst zu empfangen.

    Du hast recht, auch man selbst muss sich verändern. Und man muss es auch selbst wollen. Aber wie der Mensch auch eben so ist, mann schiebt die Schuld gerne von sich und auf andere.

    Danke für deine aufbauenden Worte!!!

    Hallo Morgenrot,

    klingt schon etwas gemein. Aber die Sache beim Namen nennen finde ich gut. Es kann schon was wahres dran sein. So habe ich das noch nicht gesehen. Es ist ja nicht so, dass ich meine Gedanken nicht lieber woanders haben würde, es gelingt mir teilweise ja auch, was vor ein paar Woche noch nicht so war. Da dreht sich alles um ihn. Vielleicht habe ich auch nur einen kleinen Rückfall, weil ich zwei Wochen Ruhe hatte und nichts von ihm gehört habe.

    Vielen Dank für dein Feedback!!!

    Hallo,

    ich habe jetzt länger nichts mehr von mir hören lassen. Ich hatte Urlaub und somit auch frei von meinen Ex XY. Der Urlaub tat mir wirklich gut. Natürlich kreisten noch viele Gedanken um ihn. Aber es war für mich erträglich gewesen. Es würde mir besser gehen, wenn ich meinen Ex XY dauerhaft nicht sehen müsste. Ich habe noch eine Bewerbung laufen, mache mir da aber nicht all zu große Hoffnungen.
    Es belastet mich, wenn ich sehe, dass es ihm ja so gut geht. Oder wenn er Kollegen von seinen Urlaub erzählt. Ich versuche mich so gut es geht davor zu schützen und so wenig wie möglich mit zu bekommen. Aber meine Gedanken schaffen mich einfach... Ein Beispiel, ich höre nur einen Satz zwischen Tür und Angel und dann explosieren meine Gedanken, mit wem hat er das gemacht, hat er eine neue, hat er keine neue, vermisst er mich denn gar nicht, hat er mich nie richtig geliebt...Bla bla bla. Ich versuche mich dann abzulenken, aber früher oder später kommen diese Gedanken zurück. Es ist natürlich schon besser geworden. Ich weiß, ich brauche Geduld. Aber für mich ist es wirklich schwierig. Heute ist irgendwie kein guter Tag. Ich fühle mich geschafft und ausgelaugt. Mich mit der ganzen Thematik auseinander zu setzen kostet Kraft, nichts tun, aber noch viel mehr.

    Ich will meinen Ex XY nicht zurück, aber trotzdem fehlt er mir. Ich weiß, dass widerspricht sich. Ich weiß auch nicht was mir lieber wäre, wenn er auf mich zu kommen würde und mich zurück möchte oder wenn ich ihn Hand in Hand mit einer anderen Frau sehen würde. Diese Gedanken machen mich fertig. Ich will einfach das sie aufhören.
    Ich weiß, dass es keine Liebe war zwischen uns und trotzdem ...

    Gedanken kreisen in meinem Kopf *Endlosschleife*

    Guten Morgen,

    ich denke bei mit geht es langsam Bergauf. Fühle mich doch jeden Tag ein bisschen freier und unbeschwerte, bekomme mein Lachen und meine Energie wieder. Es wird sicher noch Zeit brauchen, aber es wird.
    Das lesen hier hilft mir sehr, da ich viele Gedankengänge wieder erkenne. Wenn ich meinen Ex XY nicht fünf Tage die Woche sehen müsste, würde es mir wahrscheinlich schon besser gehen. Aber damit muss ich wohl leben. Zumindest derzeit. Ich muss noch nächste Woche durchhalten, dann habe ich zwei Wochen Urlaub und auch zwei Wochen von Ex XY frei. *freu*
    Ich habe meinen EY XY bei whatsapp gesperrt. Zum Glück nimmt er keinen weiteren Kontakt zu mir auf (außer auf Arbeit, dass reicht ihm wahrscheinlich). Ich erwische mich immer noch dabei wie sich die Gedanken um ihn drehen. Aber mitlerweile bewegen sich auch viele andere Gedanken in meinem Kopf, die nichts mit ihm zu haben. Und wenn ich doch an ihn denke, registriere ich das für mich. Es ist gut, dass ich mich immer wieder mit der ganzen Thematik auseinander setze. Verdrängung bringt auf Dauer nichts, dadurch wird es nicht besser.
    Und ich habe für mich gelernt, dass man auch als Co wollen muss. Man muss los lassen wollen. Denn wenn man sich immer ein kleines Hintertürchen offen hält und an das wach werden des XY hofft, kann man von der Sucht auch nicht los kommen.

    viele liebe Grüße
    Bianka

    Gut geschrieben Sunshine, wenn vielleicht auch etwas hart, aber Samthandschuhe bringen ja auch nichts.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt. Niemand kann sagen, ob XY es schafft. Man kann ja nicht in sein Kopf schauen.

    Maggy09
    "Ich werde auch das Thema Alkohol und was er denkt, dazu zu unternehmen sehr genau nachfragen und aus dem Gesagten meine Schlüsse ziehen."

    Ich denke er wird dir genau das sagen was du hören willst. Leider.

    Hallo Syrinx,

    danke für deine Worte an mich.

    Mitleid haben, dass kenne ich auch. Auf der einen Seite ist man so verletzt, traurig und wütend und dann sieht man den Menschen und alles ist irgendwie kurzzeitig verflogen.
    Aber ich für mich möchte das nicht mehr. Ich sage mir, ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich habe alles versucht. Ich habe Hilfe angeboten und gekämpft. Aber alleine kämpfen bringt nichts. Jeder hat eine Wahl. Und es gibt ja auch viele trockene Alkoholiker die es geschafft haben und es jeden Tag wieder schaffen. Und es gibt welche, die schaffen es nicht trocken zu werden und zu bleiben.
    Ich möchte mich davon nicht kaputt machen lassen. Dafür kann das Leben doch zu schön sein. Ich möchte Leben, schön Leben!

    Denk an dich!!!

    Hallo,

    vielen Dank für eure Worte Morgenrot und Sunshine33.
    Direkte Worte an einen Helfen doch sehr!

    Geduld ist leider nicht meine Stärke, aber mir wird wohl nichts anderes übrig bleiben. Ich merke schon, dass es mir besser geht. Nach der Trennung und während der Beziehung bin ich wirklich tief gefallen und so langsam komme ich wieder klar.

    Ich habe verstanden, dass Lügen mit zum Krankheitsbild gehört, aber leichter fällt es mir dadurch nicht damit umzugehen. Manchmal kreisen meine Gedanken immer noch im Kopf, warum man so viel aufgibt für Alkohol. Aber das werde ich wohl nie verstehen.
    Ich versuche dann meinen Gedankenkreisen zu beenden, stop zu sagen und bewusst an was anderes zu denken. Es wird besser mit der Zeit.

    Ich denke auch, dass mein Selbstbewusstsein angeschlagen ist. Obwohl ich auf der anderen Seite weiß, dass ich gut bin, so wie ich bin. Und ich bin mir ja auch mehr Wert als diese Beziehung mir geben konnte. Sicherlich habe ich oft Entschuldigungen für mich gesucht und bin viele Kompromisse eingegangen, habe vieles ignoriert, bis ich erkannt habe, was da eigentlich läuft und das ich keine Chance habe.

    Mit der Arbeit ist es natürlich schwierig. Ich halte weiterhin die Augen auf, ob was anderes in meiner Umgebung in Frage kommt. Ich habe mich auch am Montag beworben.
    Aber derzeit muss ich ja mit der Situation irgendwie klar kommen. Arbeitslos will ich auch nicht sein.

    Ich glaube das wichtigste für mich zu erkennen war, dass es keine Liebe ist, was mich an ihn gehalten hat. Das tut mir zwar weh zu erkennen, aber lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

    Das Forum ist wirklich toll und ich habe nicht gedacht, dass es mir so viel hilft.
    Freunde und Familie sind zwar auch da, aber nicht alle können es verstehen. Eher im Gegenteil, manch einer sagt, dass ich übertreibe, denn so schlimm ist das doch alles nicht...

    Hallo Syrinx,

    das stimmt schon, wenn er seine wahre Gefühlswelt offen legen würde, dann müsste er sich etwas eingestehen. Noch geht es ihm gut, aber ich denke, irgendwann wird Tage x kommen und sein Kartenhaus bricht zusammen. Und falls er dann versuchen sollte mich mit rein zu ziehen, hoffe ich, dass ich stark bin und kein Mitleid oder sowas in der Richtung mit ihm habe. Am besten wäre es dann, es gar nicht an sich ran zu lassen.

    Ich habe eine Bewerbung im Moment laufen. Aber eigentlich habe ich einen guten Job. Und diesen wegen ihn aufgeben will ich eigentlich nicht. Vielleicht klappt es mit der anderen Stelle, aber all zu große Hoffnungen mache ich mir da nicht.
    Und ich denke für mich, dass ich das schlimmste überstanden habe. Natürlich habe ich immer noch Rückschläge und Tage an denen es mir nicht gut geht, aber sie werden weniger.
    Und ich verstehe ja auch immer mehr, was hinter allem steckt, was hinter diesem perfilen Spiel steckt.

    Ich danke dir für deine Worte, denn wenn jemand etwas zu einem sagt, der das selbe durch macht, hilft es einen sehr. Zumindest mir.

    Mit Freunden kann ich auch darüber reden, aber sie verstehen einen eben nicht so. Können sie ja auch nicht.

    Man darf sich in Schwachen Moment nur nicht wieder einwickeln lassen.

    Ich hoffe, dass du starkst und deine Entscheidung durchziehst. Auch wenn im Kopf alles ganz logisch ist und man weiß, dass es so nichts bringt, hofft man doch immer an ein Wunder oder nicht?

    Guten Morgen Syrinx,

    ja leider. Es ist für mich auch schwierig. Aber mittlerweile geht es mir wenigstens etwas besser. In den ersten Tagen nach der Trennung dachte ich, ich zerbreche daran. Ihn hören zu müssen, ihn sehen zu müssen - vorallem scheint es ihm super zu gehen. Er lacht, ist gut gelaunt.
    Na klar, er hat ja seine große Liebe wieder "Alkoholina". Ich habe dem Alkohol für mich eine weibliche Gestalt gegeben. "Alkoholina" ist viel hübscher und attraktiver als ich, die kann Sachen bieten, da kann ich einfach nicht mit halten.
    Das schlimme ist für mich mit, dass ich auch diese ganzen Versprechen hatte und ich habe sie natürlich geglaubt.
    Und dieses feige Schluss machen. An einem Sonntag per sms,er bräuchte eine Beziehungspause, Abstand - haha, wie denn wenn man sich jeden Tag auf Arbeit sieht. Ich habe dazu nichts mehr gesagt, ich wusste das ich da verloren hatte. Und ich hatte keine Kraft mehr für sinnlose Diskusionen. Ich hatte dann noch zwei Woche abgewartet (gehofft auf ein Wunder) und habe ihm dann seine Sachen hingestellt.
    Jetzt tut er jeden Tag auf s neue als wenn wir die besten Freunde wären, versucht mich in Gespräche zu verwickeln. In der Regel schaffe ich es ihn auf das nötigste zu beschränken.
    Und das "Spiel" geht jeden Tag auf s neue.

    Mir fällt es schwer jemanden anderes an mich ran zu lassen. Zu groß sind die Verletzungen. Ich habe derzeit nur mit Männern zu tun, die ich schon sehr lange kenne, denen ich mehr oder weniger vertraue. Aber oft, will ich auch nur alleine sein. Ich gehe viel laufen, was mir gut tut. Es ist wirklich schwierig. Vorallem nach einem Wochenende, wo man denkt es geht wieder Bergauf - und Montag morgen dann wieder die volle Breitseite.

    Hallo Syrinx,

    ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen. Sie kommen mir sehr bekannt vor.
    Ich habe Probleme überhaupt noch jemanden zu Glauben und an mich ran zu lassen.
    Im Nachgang zu meiner Beziehung mit einem Ex, sehe ich oft, wie ich hingehalten wurde. Mein Ex war über ein Jahr lang trocken, ohne Therapie, ohne Hilfe. Wir haben vereinzelnd mal kurz darüber gesprochen gehabt, wenn ihm Situationen schwer fielen. Wenn Feiern waren zum Beispiel. Mehr aber auch nicht. Nicht weil ich nicht darüber reden wollte, sondern er.
    In dem Jahr Trockenheit waren wir trotzdem irgendwie immer zu dritt. Und ich hatte oft das Gefühl, dass er sauer auf mich war, weil er ja wegen mir nicht trinken konnte.
    Es ist für mich immer noch schmerzhaft, wenn ich denke, dass der Alkohol ihm wichtiger war als ich.
    Leider sehen wir uns fünf die Tag. Ich versuche ihm nach wie aus dem Weg zu gehen und mich nicht wieder einwickeln zu lassen.
    Ich weiß, dass ich das nicht zurück haben will und trotzdem erschleicht mich manchmal diese Sehnsucht nach ihm. Auch das ich gebraucht werde, dass mir versprechen gemacht werden, dass alles besser wird. Irgendwo sehr widersprüchlich. Ich glaube Zeit und sich damit auseinandersetzen ist das einzige was hilft.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Geduld!!!

    Hallo,

    nun sind ein paar Tage vergangen nach meinem letzten Eintrag. Wie es mir geht kann ich gar nicht so genau sagen. Auf der einen Seite gut, ich mache mir nicht mehr so viele Gedanken. Ich frage mich nicht andauernd, ob er mich anlügt, betrügt und hintergeht. Ob mich mein Gefühl so täuscht.
    Auf der anderen Seite sind immer noch viele Gedanken, die sich nur um ihn drehen. Das was mich am meisten beschäftigt und zu schaffen macht, dass er es anscheinend so gut weg steckt und es ihm gar nicht weh tut mich verloren zu haben. Ich denke dann, dass die ganze Beziehung für ihn ein Spiel war und ihm nichts bedeutet hat. Und alles nur eine große Lüge war. Ich habe Probleme noch irgendjemanden was zu glauben. Irgendwo fehlt er mir sehr und ich vermisse ihn. Dann denke ich, er hat bestimmt eine andere. Eine neue, die ihn umsorgt. Ich will das natürlich nicht zurück, aber irgendwie macht mich das alles fertig.
    Ich hoffe meine Gedanken werden mit der Zeit weniger...

    Hallo,

    einen richtigen Tiefpunkt kann ich nicht benennen. Es staute sich nur immer mehr zusammen und irgendwann war der Drcuk nicht mehr aushalten.
    Mein Ex war über ein Jahr lang trocken. Es gab in der Zeit viele schöne und gute Momente. Aber ganz ehrlich, so richtig genießen konnte ich es nie. Denn es saß immer die Angst im Nacken, die Angst er könnte rückfällig werden. Mein Ex wusste ganz genau, wenn er wieder trinkt, dann bin ich weg. Da war und bin ich auch konsequent. Aber selbst jetzt, wo ich weg bin, beschäftigt mich das ganze doch sehr. Aber zu lesen, dass es anderen ähnlich geht, tut einen gut.
    Ich muss sagen auch die trockene Zeit, war eine Zeit zu dritt. Denn der Alkohol ist immer gegenwärtig gewesen. Es ist traurig, wenn man erkennt, dass man nicht viel mehr Wert ist als eine Flasche Bier. Weil ich immer gedacht habe, ich kann ihn davor bewahren/ retten. Aber ich weiß, das er krank ist. Und ich mich um mich selbst kümmern muss und auch nur kann.
    Ein wichtiger Gedanke für mich war noch, ich bin Anfang dreißig, möchte noch ein bisschen mehr vom Leben haben, eine kleine Familie, ein Kind, schöne Urlaube, aber das war mit meinem Ex nicht vorstellbar. Für mich nicht vorstellbar. Weil ich mich nicht auf ihn verlassen konnte und er mir keinen Halt geben konnte.
    Im Nachgang ist alles sehr traurig für mich, weil man immer wieder gehofft hat, aber lieber eine späte Einsicht als gar keine.

    Vielen Dank für eure Beiträge!

    Hallo Morgenrot,

    vielen Dank für deine Antwort.
    Mit dem aufweichen gebe ich dir Recht, dass hat in den vergangen vier wohl recht gut geklappt. Aber ich denke, dass ich das "kranke Spiel" langsam begreife. Und ich will das nicht mehr. Ich möchte nicht von ihm abhängig sein, mir Gedanken um ihn machen. Ich will, dass das aufhört.
    Das Forum hilft mir sehr gut dabei. Ich erkenne viele Abläufe bei mir wieder, das denken, das an Wunder hoffen. Es ist gut zu wissen, dass es anderen auch so geht und ich nicht alleine damit bin.
    In eine andere Abteilung kann ich leider nicht wechseln, weil wir recht klein sind. Wenn dann müsste ich mir eine neue Arbeit suchen, was natürlich sehr schwierig ist.

    LG Bianka

    Hallo,

    mein Name ist Bianka, ich Anfang dreißg.

    Vielleicht kann mir jemand helfen.

    Ich war vier Jahre mit meinem Freund zusammen mit einigen Beziehungspausen. Ich habe sehr schnell gemerkt, dass mein Freund ein Problem mit dem Alkohol hat. Ich dachte immer, ich kann ihn davor retten. Ich habe immer gedacht, ich bedeut ihm was. Wir seit dem 20.03.2015 nicht mehr zusammen. Doch leider arbeiten wir zusammen in einem Büro, wo man sich jeden Tag sieht und auch zwangsweise miteinander zu hat.
    Ich weiß für mich, dass diese Beziehung keine Zukunft hat und da ich für meine Zukunft noch einiges erreichen möchte, eine kleine Familie gründen (ich habe noch keine Kinder), möchte ich keine Zeit mehr investieren.

    Mein Freund und ich waren 2013 einige Monate auseinadner. Ende 2013 dachte ich wirklich, dass es bei ihm klick gemacht hat und er die Krankehit erkannt hat und was ändern möchte. Er hat das gesamte Jahr 2014 keinen Alkohol getrunken, wir waren wieder zusammen. Es war vieles besser und wir haben viele schöne Momente verbracht. Und trotzdem hat es sich nicht gut angefühlt. Ich hatte immer das Gefühl, dass er wegen mir nicht mehr trank und mir auch gleichzeitig die Schuld für den Verzicht gab. Ich habe oft versucht ihn darauf anzusprechen, aber leider ohne feedback. Es kam nur, nein so ist es nicht.

    Im März 2015 wollte er eine Beziehungspause. Ich denke mal um endlich wieder trinken zu können. Ich habe nicht viel dagegen gesagt, weil ich einfach ausgepowert war.
    Es kostet mich viel Kraft ihn jeden Tag sehen zu müssen.
    Das schlimmste für mich ist. er tut so als wären wir die dicksten Freunde. Er kommt in mein Büro und erzählt mir was er am Wochenende gemacht, dass er schlecht schläft usw. Ich will das nicht hören, dass habe ich ihm auch mehrmals gesagt, aber er kommt immer an. Das macht mich wütend, weil er mich nicht ernst nimmt. Er quält mich damit jeden Tag.
    Wenn es nur um die Arbeit geht, okay - damit muss ich leben, aber alles andere geht mich nichts mehr.
    Was kann ich tun, damit das aufhört?

    Einfach die Arbeit wechseln, daran habe ich schon gedacht. Aber ich arbeite schon mehrere Jahre in dem Büro und möchte nicht alles weg werfen.

    Wie kann ich dem "Spiel" von ihm aus dem Weg gehen?