Hallo!
Nein, so einen Druck, dass ich verwahrlost morgens um 7 losgezogen bin, um Stoff zu beschaffen, kenne ich nicht.
Wie Du selbst beschrieben hast, kannst Du den Konsum wohl nicht kontrollieren. Nach einem Bier geht die Post ab, das nennt sich Kontrollverlust und ist ein Anzeichen für Alkoholismus. Vor meinem Ausstieg konnte ich meinen Konsum nur unter der Woche mit Mühe drosseln (nicht mehr als 3-4 Flaschen Bier), um am nächsten Tag irgendwie arbeitsfähig zu sein. Dafür ging es dann am Freitag 18.00 Uhr los, als gäbe es kein morgen mehr.
Apropos: Mich irritiert die Überschrift deines threads. Ich habe mehrfach Leute kennen gelernt, die so was von sich behaupteten. Bei ihnen war alles anders, deshalb schlugen sie alle Ratschläge und Warnungen in den Wind. Sie meinten, so weiter leben zu müssen wie bisher, halt nur ohne Alkohol. Sie sind alle verunfallt.
Es gibt keine für jedermann gültigen Anweisungen, sich aus dem aktiven Teil der Sucht zu arbeiten, außer das erste Glas stehen zu lassen. Dennoch hat es sich als hilfreich erwiesen, in der ersten Zeit, bis eine gewisse Festigung eingetreten ist, dem Alkohol nicht hinterher zu laufen und sein Leben jenseits und nicht rund um die Flasche zu organisieren.
Gruß
Carl Friedrich