Beiträge von Eric

    Hallo Lori!

    Wie genau hast Du dich denn ihm gegenüber ausgedrückt?

    Zitat von Lori

    Er hat gesagt,er hat Respekt und Hochachtung die das Problem erkannt haben und auch was dagegen tun. :D

    Da muss ich dir leider widersprechen. Wenn er Respekt hätte, hätte er von sich aus sofort auf sein Glas Wein verzichtet und nicht nochmal nachgefragt, ob es ok ist, dass er trotzdem trinkt. Ich habe festgestellt, dass respektvolle Menschen in meiner Gegenwart von sich aus auf Alkohol verzichten.

    Eric

    Hallo Catti,

    genau, etwas Geduld ist schon gefragt. Wir alle wollten wohl direkt ein tolles Leben von jetzt auf gleich, aber es dauert halt seine Zeit.

    Nach einigen Monaten waren geschätzte 90% meiner Probleme automatisch verschwunden. Um den Rest muss man sich dann halt noch kümmern.

    Das wichtigste jetzt ist, erstmal nichts zu trinken! Natürlich gibt es neben dem Alkoholismus noch andere ernste Erkrankungen. Wenn Du denkst, dass da noch etwas anderes in dir schlummert, solltest Du davon deinem Arzt erzählen. Aber wie gesagt: Vieles hängt mit dem Alkohol zusammen und verschwindet nach einer Weile.

    Eric

    Hi Catti,

    bitte trink nicht. Deine vierzehn Tage wären dahin. Du wärst fürchterlich enttäuscht von dir selber und würdest dich kein bißchen besser fühlen. Du kannst dann auch morgen möglicherweise nicht einfach wieder aufhören. Nein, der Suff würde sofort wieder beginnen.

    Versuche, dir absolut einzuhämmern, dass Alkohol trinken heute keine Option ist. Egal, was noch passieren mag und egal, wie schlecht Du dich fühlst: ICH TRINKE HEUTE KEINEN ALKOHOL. Auch nicht mit liebäugeln. Es ist allein die Sucht, die dich zur Flasche treibt. Wenn Du ihr nachgibst, wirst Du dich schrecklich fühlen.

    Das mit dem Saufdruck wird auch nicht so bleiben. Das ist nur am Anfang so schlimm.

    Geh doch mal raus und marschier dich ordentlich müde o.ä.

    Zur Frustationstoleranz: Seit ich trocken bin, hab ich eine innere Ruhe aufgebaut, wie ich sie nie zuvor hatte und wie ich sie gar nicht für möglich gehalten hätte. Manchmal bin ich fast dankbar für meine Alkoholkrankheit, denn sie ist eine große Herausforderung, an der ich täglich wachse. Man denkt ja auch irgendwann gar nicht mehr an Alkohol, ist also viel ruhiger.

    Hoffentlich helfen dir diese Worte etwas.

    Halte dir bitte vor Augen, wie Du dich fühlen wirst, wenn Du zur Flasche greifst. Dann gehst Du genau dahin, wo Du nicht hinwillst im Leben.

    Liebe Grüße
    Eric

    Hallo Tilda,

    ich antworte dir als trockener Alkoholiker. Die Sucht ist leider stärker als die Liebe. Du wirst ihn durch Liebe niemals zur Trockenheit bewegen können. Und seine Liebe gehört dem Alkohol. Du kannst nur gucken, wie Du selbst zu einem glücklichen Leben findest. An der Seite eines nassen, uneinsichtigen Alkoholikers ist es wohl nicht zu finden.

    Dir alles Gute
    Eric

    Hallo Lori,

    find ich gut, dass Du dies ziemlich zügig mitteilen willst. Wenn es dir zu schwer fällt: Ich sage meistens, dass ich alkoholkrank bin. Was ja auch der Wahrheit entspricht. Das Wort "Alkoholiker" ist einfach so wahnsinnig negativ besetzt. Und wenn man "alkoholkrank" sagt, dann kann man da direkt anknüpfen und sachlich erklären, worin die Krankheit besteht. Also ich fahre damit sehr gut.

    Liebe Grüße
    Eric

    Hallo Lori,

    nicht kiffen! Das verstärkt bekanntermaßen deine Grundstimmung. Wenn Du also jetzt schon durcheinander bist, wirst Du danach noch mehr durcheinander sein. Spaß wird es jedenfalls nicht machen. Also tu dir was gutes und setz dich erstmal ne Weile mit dir selbst auseinander.

    Du schreibst:

    Zitat

    Im Moment ist es so bei mir das ich vor lauter Übermut was trinken möchte,kämpfe noch dagegen an.

    Ich verfolge deinen Thread noch nicht so lange, daher lass mich mal nachfragen. Siehst Du dich als alkoholkrank und hast das vollends für dich akzeptiert? Und Du weißt, was passiert, wenn Du wieder trinkst, oder?

    Liebe Grüße
    Eric

    Also ich kann dazu auch wirklich nicht viel dazu sagen, da ich ja wie gesagt nicht Co bin, sondern "nur" trockener Alkoholiker. :lol:

    Das eine steht aber fest: Diejenigen, die sich während meiner Trinkerzeit von mir schnell und konsequent distanziert haben, haben das richtige getan. Während die, die noch auf mich eingegangen sind, den ganzen dummen Kram, den ein nasser Alkoholiker so absondert, voll abbekommen haben. Und sie waren auch unmittelbarer Zielscheibe meines Zorns. Nicht, weil so schlimme Menschen gewesen wäre, sondern weil ich als nasser Alkoholiker unzufrieden mit meinem Leben war und andere dafür herhalten mussten.

    Im Laufe der Zeit habe ich hier auch gelernt, dass die Co-Abhängigkeit der Alkoholabhängigkeit in einigen Punkten ähnelt. Und für uns Alkoholiker gilt: Absolutes Fernhalten von unserem Suchtmittel, dem Alkohol. Mir kommt es so vor, als könne man das auf die Cos übertragen: Absolutes Fernhalten vom Suchtmittel, in eurem Fall also vom trinkenden (Ex-)Partner.

    Viele Grüße
    Eric

    Hi fish,

    ich finde es ja immer wieder verblüffend, wie unterschiedlich sich plötzlich die Texte von Leuten lesen, die sich wirklich auf den Weg gemacht haben. Wirklich große Klasse! :)

    Ich bin zwar kein Co, aber bei diesem Satz

    Zitat von fish

    In der dritten Juliwoche fahren meine Süßen zu meiner Mutter in die Ferien, das heißt, da hab ich ne GANZE WOCHE NUR FÜR MICH...

    haben bei mir sofort die Alarmglocken geschrillt. Da wirst Du dann wahrscheinlich erstmals richtig runter kommen und dich vielleicht auch ein bißchen einsam fühlen. Perfekte Angriffsfläche für einen Alkoholiker. :!:

    Daher solltest Du vielleicht darüber nachdenken, dir eine neue Handy-Nr. zuzulegen und diese auch nur wenigen Leuten mitzuteilen. Damit die Terrornachrichten und -anrufe erst gar nicht mehr bei dir ankommen und dich negativ beschäftigen können.

    Einen schönen Tag
    Eric

    Nicht kämpfen bedeutet: Erkennen, dass der Alkohol immer stärker sein und somit immer gewinnen wird, wenn ich mich auf einen Kampf mit ihm einlasse.

    Führt der Alkoholkranke sich das erste Glas zu, hat er bereits verloren. Der Kampf beginnt aber schon früher, in den Gedanken. Sobald ich mich als Alkoholkranker frage, ob ich nicht vielleicht doch mal wieder ein Gläschen trinken könnte, befinde ich mich bereits erneut auf dem Weg in den Suff.

    Daher ist es wichtig, vor dem Alkohol zu kapitulieren und ihm keine Angriffsfläche mehr zu bieten.

    Hallo fish,

    da würde ich aber mal ganz schnell dazwischengehen. Mail ans Tierheim schreiben und die Situation schildern. Er hätte es bestimmt nicht gut bei einem uneinsichtigen Alkoholiker, der gerade verlassen wurde und auch Du hast ja jetzt erstmal andere Dinge zu bewerkstelligen. Es sollte wirklich nicht passieren, dass da jetzt noch ein anderes unschuldiges Lebewesen mit reingezogen wird. :)

    Gruß
    Eric

    Zitat von Lisl1974

    Hallo Eric,
    meinst du damit: "laß dich weiter hinhalten!!Er macht das eh nie..."

    Das wollte ich nicht zwingend damit sagen. Erstmal nur nachfragen. :)

    Aber als trockener Alkoholiker weiß ich, dass man alles notwendige dafür tut und das sofort, wenn man trocken werden will. Es gibt dann einfach nichts wichtigeres mehr im Leben, als trocken zu werden und zu bleiben. Ohne wenn und aber.

    Ich glaube, unser Forenmitglied Spedi hat immer diesen Spruch verwendet:

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.

    Eric

    tja fish,

    mehr als immer das gleiche zu schreiben, können wir ja auch nicht. Du erkennst nicht, dass er nicht aus eigenen Stücken trocken werden will. Du drängst ihn dazu, aber das wird nicht funktionieren. Insofern kannst Du dich schon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit darauf einstellen, dass Du fallen wirst. Und das wird sich so lange wiederholen, bis Du dich ausschlie´ßlich um dein eigenes Leben kümmerst.

    Du warst doch schon so viel weiter. :(

    Viele Grüße
    Eric

    Zitat von fish

    Wenn ich dann auf den Alk zu sprechen komme, ist er völlig entnervt (jetzt fängt das schon wieder an...) und geht nicht weiter drauf ein - schließlich hat er kein Alkohol-Problem!!!

    Das sagt er? Neulich stand doch noch ein Arztbesuch und Gespräche an, wenn ich mich recht erinnere.

    fish, raus da! Dein Mann ist null einsichtig. Es wird sich nichts ändern. Es wird nur noch schlimmer werden.

    Eric

    Hallo Nathalia!

    Zitat von Nathalia

    Er meinte zu mir, dass ihm der Alkoholgeruch beim Einschenken der Getränke im Lokal nichts ausmache.

    Das kann auf Dauer nicht gutgehen. Unserer Krankheit kommt man nicht alleine mit dem Willen bei. Wir haben ein Suchtgedächtnis, das jederzeit wieder anspringen kann. Und es wird anspringen, wenn man den ganzen Tag Wein um sich hat. Dann ist auch mit dem guten Willen nicht mehr viel zu machen.

    Wir hier betreiben Risikominimierung, d.h. wir meiden alle Veranstaltungen und Orte, bei denen vordergründig Alkohol konsumiert wird.

    Alles gute euch beiden
    Eric

    Zitat von fish

    Ich hab da mal noch eine Frage an die Profis :wink: :
    Die Frau von meiner Angehörigen-Gruppe meinte, dass ein Alki nicht von morgens bis abends nichts trinken könne!
    Sie meint, mein Mann wäre wohl ein Spiegel-Trinker und der braucht halt kotinuierlich seinen Stoff, das hieße, dass er auch bei der Arbeit schon trinken müsste!
    Nun scheint es aber wirklich so (obwohl ich 100%ig gar nichts mehr glaube), dass er erst nach der Arbeit anfängt und an manchen Tagen eben auch gar nix trinkt...
    Was heißt das denn nun?

    fish

    Also ich musste auch nicht jeden Tag trinken, bin aber zu 100% sicher, alkoholkrank zu sein.

    Eric