Beiträge von Cadda

    Für den weiteren Austausch müsstest Du den obigen Link anklicken, kurz ausfüllen und absenden. Vorher können wir Dich nicht freischalten für den offenen Bereich. Du bist momentan noch im Vorstellungsbereich.

    Dass ich Alkoholiker bin weiß ich….

    Dass ich abstinent leben will und muss weiß ich auch.

    Das ist letztendlich das, was zählt. Wie Du Dich nach außen nennst, ist Deine Sache. Doch hier in unserer Selbsthilfegruppe ist das ehrliche Miteinander wichtig. Und dass die meisten Alkoholiker aus „normalen“ Verhältnissen kommen und nicht zwangsläufig auf der Parkbank lebten, wirst Du hier schnell herauslesen…

    Für den weiteren Austausch im offenen Bereich sende ich Dir den Bewerbungslink.

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Hallo Bernard.

    14 Tage sind doch schon mal ein guter Anfang, damit ist der Entzug hinter Dir.

    Ich weiß ja nicht, ob Du Dich ärztlich begleiten lassen hast, aber es wäre schon sehr wichtig (gewesen) das mit einem Arzt zu machen, da ein kalter Entzug gefährlich ist.

    Siehst Du Dich selbst denn als Alkoholiker und möchtest für immer abstinent leben?

    LG Cadda

    Ich habe mir nachdem ich aufhörte zu trinken eine neue Arbeitsstelle gesucht (erst dann gekündigt) und ich bin sehr glücklich dort.

    Übereilen würde ich nichts, aber neue Ziele finde ich gut :saint:

    LG Cadda

    Und eigentlich müsste er doch was tun.. Ich habe ihm auch von dem Spruch erzählt den ich hier aus dem Forum gelesen habe : "wenn es dir schlecht geht, geh in die SHG, wenn es dir gut geht, dann renn in die SHG"

    Dieser Spruch greift aber erst, wenn der Alkoholiker an einem Punkt angekommen ist, wo er aufhören will und kann. Vorher macht es keinen Sinn, dass er überhaupt hin geht oder hin rennt.

    Dein Mann ist meilenweit davon entfernt, egal wie viele gute Charakterzüge er im Wald zeigt. Das hebelt die Sucht und das Drama nicht aus,


    Deshalb wünsche ich Dir, dass Du erkennst, dass jedes Wort und jeder Gedanke in seine Richtung bezüglich der Sucht Energieverschwendung ist.

    Versuche Dich auf etwas Schones und Deine Zukunft ohne diese Belastung zu konzentrieren.

    LG Cadda

    Hallo.

    Ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema direkt dorthin verschoben.

    Du kannst Dich jetzt überall austauschen, bitte allerdings nicht in den ersten 4 Wochen im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.

    Ich wünsch Dir einen guten weiteren Austausch.

    LG Cadda

    Das Thema an sich lässt mich nicht ganz los, aber es lässt mich auch nicht zu einem richtigen Ergebnis kommen, wenn ich ehrlich bin.

    CO trocken gibt es also nicht. Bisher zumindest kann ich es nicht herauslesen.

    Einerseits sehe ich das auch so. Denn es steckt in einem drinnen und "man" muss immer dran arbeiten, nicht wieder in die Falle zu treten.

    Aber das ist doch beim Alkoholiker auch so!? Wenns also danach geht, dürfte er sich ja auch nicht als trocken bezeichnen.

    Ich würde daher sagen, dass ein Co-Abhängiger durchaus trocken sein kann. Ich bin es gerade. Ich würde solche Handlungen nicht mehr vornehmen. Doch ich könnte genau so "rückfällig" werden, z. B. in einer neuen Lebenspartnerschaft, wenn ich alte Verhaltensmuster wieder einschleichen lassen würde.

    Spannendes Thema in jedem Fall :)

    Ich war in meiner Beziehung co-abhängig. Ich habe versucht zu überzeugen, gerade nachdem ich mit guten Beispiel voranging habe ich versucht, den Weg zur Suchtberatung aufzuzeigen. Ich habe Trinkmengen kontrolliert, ich habe das Verhalten schön geredet vor Anderen (später nicht mehr). Alles, wie es im Buche steht. Habe ein Eiertanz vorgenommen, damit die Laune bloß nicht schlecht wird. Habe auf ihn eingeredet, versucht ihm die Welt zu erklären, wie es funktioniert, trocken zu werden.

    Die Vorboten waren aber schon gestellt, weil ich vom Wesen her so war. Deshalb habe ich meine Ehe beschrieben. Ich war halt genau die richtige Person mit dem richtigen Wesen um in diese Co-Abhängigkeit zu geraten. Und dieses Wesen steckt ja in einem drin, deshalb ist es auch wichtig, an sich selbst zu arbeiten.

    Und ich behaupte, dass - wenn man sich so verhält, dass man die eigenen Grenzen nicht mehr setzen kann und sich schlecht behandeln lässt - vom Grundsatz her so ein Wesen hat, dass man sich auch in einer Beziehung schlecht behandeln lässt, wo Alkohol keine Rolle spielt.

    Die Angehörigen hier, die es nicht schaffen, an sich selbst zu arbeiten, wo beispielsweise "ihr Alkoholiker" trocken wird und sich das gröbste Problem nur deshalb erledigt, die laufen Gefahr beim nächsten Mal wieder in die Falle zu tappen. In der nächsten Beziehung wieder Grenzen überschreiten zu lassen, egal ob mit einem Alkoholiker oder jemand anderem.

    Ich als Co-Abhängige wollte unbedingt, dass mein Partner aufhört zu trinken, hab geglaubt, dass ich das hinbekomme und es dann besser läuft. Es drehte sich den ganzen Tag um nichts Anderes. Alles war davon abhängig, ob und wie viel er trinkt.

    Aber so fing es nicht an. So endete es. Angefangen hat es schon mit anderen Dingen, die eben gezeigt haben, dass ich emotional abhängig und später co-abhängig war.

    Viele Beiträge hier im Forum haben bei mir ausgelöst, dass ich eine Therapie benötige.

    Das ist der falsche Ansatz denke ich.

    Wenn Du selbst nicht der Meinung bist, warum lösen Beiträge das in Dir aus?

    Als trockener Alkoholiker benötigt man nicht zwangsläufig eine Therapie. Da würde ich mich gar nicht unter Druck setzen.

    Wenn Du das Gefühl hast, Du möchtest das?! Toll.
    Wenn nicht, dann lass es. Das ist meine Meinung.

    Außerdem läuft so etwas nicht weg. Du entscheidest, ob- und wann Du diese Schublade öffnest.

    Druck solltest Du Dir nicht aufladen, wenn Dein Gefühl dazu nicht passt.

    Es gibt etliche Alkoholiker, denen eine Selbsthilfegruppe ausreicht (das halte ich persönlich allerdings für sinnvoll und für mich auch für notwendig).

    Wie es da bei Dir aussieht, entscheidest Du ganz allein!

    LG Cadda

    Ist es denn keine Zwangshandlung, jemand unbedingt helfen zu müssen? Jemanden, der weiter saufen möchte, trocken zu legen? Immer wieder trotz besseren Wissen das es nicht geht?

    Es ging gar nicht so sehr um die Zwangshandlung, jemanden unbedingt helfen zu wollen. Sonst hätte ich auch jedem anderem mir bekannten Alkoholiker helfen wollen.
    Und mein Ex-Mann ist wie gesagt nicht mal Alkoholiker.

    Oder Sylvia, die sich bei ihrem Ex-Schwieso so verhalten hat, da ging es ja nicht um zwangsweise helfen wollen.

    Es geht darum, sich nicht trennen zu können. Zu leiden, bei dem Gedanken, Grenzen zu setzen bzw. durchzusetzen.

    Nicht aushalten können, wenn keine Harmonie besteht. Das Gefühl zu haben, es ohne den Menschen schwer aushalten zu können oder schwer aushalten zu können, dass dieser Mensch einem nicht mehr wohlgesonnen gegenüber ist.

    Das Helfen wollen (wollen, dass er trocken wird) ist doch nur der Nebeneffekt. Weil die Hoffnung besteht, dass sich die Probleme dann lösen.

    Ich konnte den Menschen nicht loslassen. Unabhängig von den Gründen.

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    meine Meinung ist, dass die Co-Abhängigkeit sehr viel mit dem eigenen Wesen zu tun hat. Sie kommt ja auch nicht immer erst dann zum Vorschein, wenn ein Partner oder Angehöriger mit einer Suchterkrankung im Spiel ist. Nur nennt es sich dann anders, nämlich: Emotionale Abhängigkeit.

    Ich z. B. war emotional abhängig in meiner Ehe und mein Ex-Mann hat nicht getrunken. Er war sehr jähzornig und um schlechte Stimmung zu vermeiden habe ich mich exakt so verhalten, wie ich es später in der Co-Abhängigkeit mit meinem saufenden Ex-Partner getan habe. Es war ein Eiertanz ohne Ende. Immer versucht, alles Recht zu machen, bloß keine schlechte Stimmung. Nach außen hin immer versucht, einzulenken, damit kein Streit entsteht. Sein Verhalten vor Anderen entschuldigt (er ist ja gerade so gestresst usw.).

    Ich war nie ein stilles Mäuslein und mir ist auch oft der Kragen geplatzt, so dass wir uns gestritten haben bis zum Umfallen. Aber was ich dann in den Streits alles habe durchgehen lassen, ohne mich zu trennen, das ist im Nachhinein betrachtet unglaublich...

    Ich habe mich irgendwann getrennt, weil es mir zu viel wurde, aber dafür musste schon so einiges passieren, da hätten Mensche mit seinem "gesunden Selbstwertgefühl" schon viel früher Grenzen gezogen.

    Nach der Trennung wurde es mit meiner Sucht so richtig schlimm und ich kam dann ja auch noch mit jemanden zusammen der selbst trank. Und so wurde das Muster immer schlimmer, welches ich eh schon in mir trug. Mit einem Alkoholiker kann so eine emotionale Abhängigkeit ja richtig ausgelebt werden. Dadurch, dass mein Partner Alkoholiker war, bekam mein eigenes Verhalten ja einen offiziellen Ausdruck: Co-Abhängigkeit.

    Das Wesen, das Verhalten... das hatte ich aber nicht erst seit dem ich mit diesem Mann, der getrunken hatte, zusammenkam. Das war schon vorher der Fall.

    Deshalb ist es für mich ganz klar, dass diese Co-Abhängigkeit im Grunde genommen erst durch einen trinkenden Angehörigen diesen Namen bekommt. Die "Krankheit" ist jedoch schon vorher in dem Co-Abhängigen und kann durchaus ausgelebt werden, ohne dass der Partner oder ein Familienmitglied trinkt.

    Ich bin ja selbst trockene Alkoholikerin. Mit der Trockenheit und meiner Trennung von meinem saufenden Ex bekam ich mein Selbstwertgefühl allmählich zurück. Bei mir persönlichz hat es also ganz viel mit meiner eigenen Sucht zu tun gehabt, dass ich in meiner emotionalen Abhängigkeit immer schlimmer wurde.

    Ich habe viel an mir gearbeitet, dass ich behaupte, dass es mir nicht mehr wieder passieren würde, dass ich mich so abhängig von jemandem mache. Mit einem Menschen, der viel Alkohol trinkt, würde ich eh nie wieder zusammen kommen. Aber auch jemand, der mich nicht respektvoll behandelt, hätte null Chance mehr. Ich würde mich nie wieder verbiegen.

    Warum nicht? Weil ich an mir gearbeitet habe. Weil ich immer noch an mir arbeite. Weil ich aufpasse. Ich sehe es so, dass auch die Bearbeitung einer Co-Abhängigkeit/emotionale Abhängigkeit eine Lebensaufgabe ist. Immer wieder schauen, nicht in alte Muster zu fallen. Jedoch ist es hier - denke ich - ebenso wie bei der Alkoholsucht: Je mehr Zeit ich ohne Alkohol verbringe, umso normaler wird es für mich. Je mehr Zeit ich verbringe, ohne in einer Co-Abhängigkeit zu sein, umso mehr stärkt es mein Selbstwertgefühl.

    Zum Thema Co-Abhängigkeit und emotionaler Abhängigkeit möchte ich noch sagen, dass - je länger ich in der Lage war, Grenzen deutlich zu setzen und umso stärker mein Selbstwertgefühl ist, ich das ja auch ausstrahle und gar keine Menschen mehr anziehe, die mich schlecht behandeln.

    Gerade vorgestern sagte mein ehemaliger Schwiegervater über seinen Sohn, also meinen Ex-Mann zu mir:

    Es gibt nur einen einzigen Menschen, vor dem XY Respekt hat und deren Meinung er sich anhört und das bist Du.

    Und ja, da hat er sogar Recht. Mein Ex-Mann erhebt schon seit Jahren nicht mehr laut das Wort gegen mich. Natürlich hat er auch mal eine andere Meinung, die er mir auch sagt. Aber er geht immer respektvoll mit mir um und schätzt mich sehr. Ich kann ihm Dinge sagen, die früher zu einem lauten und riesigen Streit geführt hätten. Heute lässt er mich aussprechen und legt sehr viel Wert auf meine Meinung.

    Mein Ex-Mann hat sich jedoch nicht sehr viel verändert. Es liegt definitiv an meiner Veränderung.

    Ich will damit sagen, dass ich es mit meinem eigenen Verhalten beeinflussen kann, wie andere Menschen mit mir umgehen. Gehen sie nicht respektvoll mit mir um, passen sie nicht in mein Leben und sind raus.

    Genauso verhält es sich aber auch als trockene Alkoholikerin. Ich kann selbst beeinflussen mit welchen Menschen ich mich umgebe. Ob sie mir gut tun oder nicht. Wenn sie nicht in mein Leben als trockene Alkoholikerin passen, sind sie ebenfalls raus.

    Sich aber dahingehend zu beobachten und genau zu schauen, was passt und was nicht, das bleibt eine Lebensaufgabe. Grenzen setzen. In beiden Krankheiten.

    Anderen Menschen Grenzen setzen und sich selbst Grenzen setzen.

    Immer am Ball bleiben ist für in beiden Bereichen von großer Wichtigkeit.

    LG Cadda

    Hallo Mare.

    Du wolltest gehen und kannst nun nicht mehr gehen, weil der Krebs Deines Mannes wohl bösartig ist?

    Ich verstehe, dass die Situation schwierig ist. Aber es stimmt keinesfalls, dass ein bösartiger Krebs jemanden dazu verurteilt, sich sein weiteres Leben schlecht behandeln lassen zu müssen oder gezwungen ist, deshalb an der Seite eines Alkoholikers zu bleiben.

    Es drängt sich mir der Gedanke auf, ob es da nicht sogar für den Co-Abhängigen, der aufgrund seiner eigenen Krankheit nicht in der Lage ist zu gehen, einfach ein „guter Grund“ ist, k der Situation stecken bleiben zu können.

    LG Cadda

    Guten Morgen Monnek,

    Ich wünsche mir für uns das sie vielleicht in ihrer Wohnung dann doch noch schafft weniger zu trinken. So denkt sie jedenfalls.

    Weniger trinken wird leider nicht funktionieren, wenn Deine Frau süchtig ist. Jedenfalls nicht über längere Zeit.

    Weniger trinken wäre der Versuch kontrolliert zu trinken.

    Alkoholiker können aber nicht kontrolliert trinken. Wenn sie dies könnten, wären sie keine Alkoholiker.

    Eine Alkoholsucht kann letztendlich nur durch eine lebenslange Abstinenz gestoppt werden.

    Ich weiß, dass man sich als Angehöriger wünscht, dass es mit dem weniger trinken klappt. Leider geht’s langfristig gesehen in der Abwärtsspirale aber immer nur weiter nach unten.

    Ich wünsche Dir deshalb die Kraft, das mit den Kindern stemmen zu können!

    LG Cadda

    Guten Morgen.

    Irgendwie kam ich mir doof vor mich hier anzumelden. Andere hier haben gefühlt viel schlimmere Probleme als ich.

    Zum Einen ist es so, wie Whitewolf sagt… wenn Du unter der Situation leidest, ist es schlimm.

    Zum Anderen empfinde ich Deine Situation und die Deiner Kinder (mit denen mitten in der Nacht ein Streit angefangen wird) und in der Dein Mann alle drei Tage ein Saufgelage hinlegt, welches ihr mit erlebt, als extrem schlimm!!

    Die Spirale bei nassen Alkoholikern kennt nur einen Weg, den nach unten, meist reißt er dabei alle anderen mit, denn Alkohol ist eine Familienkrankheit. Es ist an der Zeit, wo du etwas für dich und deine Kinder tun solltest.

    Dem kann ich mich nur anschließen.

    Den Gedanken von Morgenrot, Dich zunächst jemandem aus dem Freundes- oder Familienkreis anzuvertrauen, finde ich auch sehr hilfreich.

    LG Cadda

    Was für eine Ursache die noch vermieden werden kann könnte das sein?

    Ein großer Mangel an Selbstbewusstsein z.B., der Scham hervorruft und den Drang hervor ruft, diese Scham und Hemmungen durch den Konsum von Alkohol loszuwerden.

    Ängste oder Phobien, die durch das Trinken von Alkohol in den Hintergrund treten.

    Die fehlende Möglichkeit, seine Trauer z.B. wegen eines Schicksalsschlages zu bewältigen, ohne sich durch Alkohol zu betäuben.

    Extreme Schlafstörungen, bei denen zu Alkohol gegriffen wird, um besser abschalten/einschlafen zu können.

    Eine toxische Beziehung, vielleicht sogar mit einem Alkoholiker, wo man mit hineingeraten ist, durch das Mittrinken.
    Hab ich hier im Forum schon gelesen, dass Co-Abhängige selbst „auf der Kippe standen“, weil sie das Bedürfnis hatten, sich gleich zu stellen oder etwas wegzutrinken.

    Körperliche Probleme, die andauernde Schmerzen verursachen, die durch Alkohol betäubt wurden.

    Die Fehlende Verarbeitung z.B. eines Missbrauches, die dazu führt, durch Alkohol vergessen zu wollen.

    Das wäre jetzt so das, was mir auf die Schnelle einfällt.

    Eines ist jedoch Fakt:

    Egal was einen Menschen anfänglich zur Flasche greifen lassen hat, ist eine Grenze des Alkoholmissbrauches überschritten und gerate ich in die Sucht, dann saufe ich, weil ich süchtig bin. Das ist unwiderruflich, es gibt kein Zurück mehr.

    Selbstverständlich auch dann nicht, wenn ich Strategien finde oder Dinge aufarbeite.
    Sucht bleibt Sucht.


    Wenn es aber Sorgen gibt, die ich nicht anders lösen konnte, als in die Sucht zu geraten, kann es meiner Meinung nach helfen, diese Dinge zu bearbeiten.

    Nicht um wieder saufen zu können (das ist durch den Alkoholismus ja eh hinfällig), sondern um -wie hier schon geschrieben wurde- eine bessere Lebensqualität zu erreichen.

    Zu unterstellen, jemand würde nur daran interessiert sein, zu begründen, wieder trinken zu können, ist einfach falsch.

    Diese Menschen mag es geben.
    Die haben dann aber noch nicht begriffen, dass sie -sobald sie süchtig wurden, warum auch immer- dann schlichtweg gesoffen haben, weil sie es mussten, aufgrund der Sucht. Diese Menschen haben nicht begriffen und sich eingestanden, dass sie Alkoholiker sind und es kein Zurück mehr gibt. Schämen sich vielleicht, versuchen deshalb zu begründen.

    Ich persönlich schaue nicht, was damals in meinem Kopf los war, als ich mich mit Alkohol „abschalten“ wollte, um daran zu arbeiten- und wieder das Trinken anfangen zu können.

    Ich möchte Wege finden, mit Sorgen umzugehen. Um noch zufriedener sein zu können, als ich es durch mein trockenes Leben eh schon bin.

    Niemals, aber auch niemals kam mir der Gedanke, dass ich dann ja wieder trinken könne.

    Nein. Ich will nie wieder trinken. Ich bin glücklich ohne Alkohol. Ich wäre aber noch glücklicher, wenn ich tief verankerte Muster loswerde, die mich unter anderem damals gern trinken ließen (am Anfang, bevor ich süchtig wurde).

    Die Beweggründe sind also unterschiedlich, weshalb es Menschen gibt, die sich damit beschäftigen.

    Ausreden finden, um wieder trinken zu können oder tatsächlich „einfach nur“ Lebensqualität verbessern.

    Und dann gibt’s noch diejenigen, die so zufrieden sind und nichts mehr zu bearbeiten haben oder es nicht wollen. Das ist auch genau so in Ordnung.

    Lg Carina