Unabhängig davon verabschiede dich mal von dem Gedanken. Was du früher gesoffen hast. Es interessiert dich bei einem aufkommenden Saufdruck nicht. Es ist eine Bezeichnung des Getränkes, die Sucht interessiert jedoch nur den zugesetzten Alkohol.
Im Grunde genommen wars bei mir auch früher schon so. Ich habe immer Sekt, Wein oder Mischgetränke getrunken. Gut, das ist ja auch genügend Auswahl. Irgendwann haben wir mal eine Party gefeiert, fast durchgemacht, dort gezeltet und am nächsten Tag setzte ein fürchterlicher Kater ein. "Man soll ja damit anfangen, womit man aufgehört hat" hieß es und so wollten wir ein Frühschoppen einläuten.
Freunde von mir sind los und wollten Alkohol besorgen, während meine Freundin und ich warteten und nichts mehr da war an Getränken vom Vortag. Es dauerte alles ganz schön und irgendwie ging es mir immer blöder. Da musste irgendwie Abhilfe geschafft werden und so kam es, dass wir wirklich die einzige Flasche, die noch nicht geleert war in der Nacht in Angriff nahmen. Irgendeinen (für mich widerlichen) Likör, Eckers Edelkirsch oder so ein Zeug.
Ich kann mich heute noch daran erinnern, wie widerlich ich das Zeug fand. Aber darum ging es ja nicht. Ich trank nicht, weil es mir schmeckte. Im Grunde genommen schmeckte mir auch Sekt nicht, weshalb ich ihn oft mit O-Saft verdünnte und Wein auch nicht, weshalb ich ihn oft mit Selter verdünnte. Aber ging es darum?? Nein. Es ging einzig und allein um die Wirkung.
Und genau so stelle ich es mir auch bei Suchtdruck vor. Ich denke, wie oben Hartmut auch beschrieb, dass es einem da relativ Wurst sein wird, was getrunken wird, hauptsache Alkohol.
LG Cadda