Beiträge von Cadda

    Wichtig wäre, dass Du Dich einmal beim Arzt durchchecken lässt, da ein kalter Entzug gefährlich ist. Ich lasse Dir mal einen Artikel darüber hier:

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Hast Du vor, lebenslang abstinent zu leben?

    Hallo Leonie,

    Ja. Ich muss mir das eingestehen, dass ich Alkoholikerin bin. Das ist schrecklich

    Das ist nur genau so lange schrecklich, bis Du etwas dagegen tust.

    Es ist gut zu wissen, dass es eine Krankheit ist. Die kann man heilen und ich will und werde gesund werden. Psychisch und körperlich.

    Genau. Und wenn man eine Krankheit hat, geht man wohin und berichtet davon? Genau, zum Arzt :)

    Du musst Dich nicht schämen. Es wird der erste Schritt in die Freiheit sein. So ein Aussprechen kann sehr erleichternd sein. Es ist daher nicht nur körperlich wichtig. Auch für die Psyche, den Start ist es ein großer Schritt in die richtige Richtung.

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    das ging mir ganz genau so. Ich habe auch in unterschiedlichen Läden gekauft, obwohl ich auf Vorrat gekauft habe.

    Ich freue mich auch heute nach 6 Jahren manchmal noch über meinen Einkauf an der Kasse. Es sei denn, ich habe gerade Bock auf Süßigkeiten, das artet bei mir auch aus manchmal und ist daher hart an der Grenze zum schämen :S

    Ich arbeite in einem kleinem Laden, in den jeden Tag eine junge Frau kommt, ich schätze Mitte 20, um jeden Tag einen Liter Wein zu kaufen. Mehr nicht. Nur den Wein. Meinen Kolleginnen fiel das auf und es wurde Thema, dass sie ja bestimmt ein Problem hat, wenn sie jeden Tag ne Flasche kaufen muss.

    Ich war der Meinung, dass sie die nicht für sich holt. Sie wirkt einfach so ungezwungen dabei.

    Meine Kolleginnen meinten, vielleicht stört es sie nicht, weil es ja auch immer „nur“ eine Flasche ist, dass sie deshalb denkt „ist ja nichts bei“. Ich war anderer Meinung. Hört sich blöd an, aber ich sehe wenn jemand säuft. Bei ihr hatte ich null das Gefühl.

    Manchmal holt sie nun inzwischen sogar 2 Flaschen Wein. Sie lässt sich den Bon mitgeben. „Tarnung“ meinte meine Kollegin. „Nee“ meinte ich. Sie nimmt nicht mal zur Tarnung eine andere Kleinigkeit mit. Ich sehe das, rieche das. Sie trinkt nicht.

    Neulich kam sie das erste Mal nicht allein, um ein Stück Kuchen zu essen. Ihre Begleitung war älter als sie und sah ihr total ähnlich. Vielleicht war es ihre Mutter. Sie roch extrem nach Alkohol, sah völlig fertig aus mit der Welt.

    Am Ende holte die junge Frau wieder die Flasche Weißwein, die andere Frau sagte leise zu ihr „eine Flasche Rosé bitte noch dazu“, was sie dann auch tat.

    Schrecklich!!!

    Ein klassisches Beispiel: Frau schämt sich so sehr und ist vermutlich zu fertig, um sich jeden Tag aufzuraffen.

    Tja und die Tochter eventuell Co-Abhängig, schafft ihr das Zeug ran.

    Ich bin froh, dass ich das los bin. Flaschen kaufen, aussaufen und entsorgen. Ekelhaft der Gedanke zurück.

    LG Cadda

    Hier bei mir in der Nähe gibt es aber Angebote, wo man relativ schnell die Entgiftung vornehmen kann und dann auch zeitnah mit einer Therapie anfangen kann. Das geht innerhalb von drei Tagen. Ich weiß nicht, ob es sowas bei Euch auch gibt?

    Ich fürchte, das spielt keine Rolle, da Hilde Folgendes berichtet:

    Er sagt. Er möchte einen Entzug machen um vom Schnaps wegzukommen. Das Bier wird er sich nicht nehmen lassen.

    Daher würde ich mich nicht darauf konzentrieren, ob Dein Mann da anruft, um angeblich einen Platz zu bekommen oder nicht. Es hat nicht geklickt, der Anruf ist überflüssig.

    LG Cadda

    Guten Morgen Maria.

    Es tut mir sehr leid, das möchte ich Dir auch gern sagen.

    Der Pfarrer meinte in der Berichte dass ich für alkoholkranke Menschen da sein soll als Wiedergutmachung.

    Ich glaube es hackt. Für den Spruch sollte meines Erachtens der Pfarrer dazu verdonnert werden, sein Leben mit einer Alkoholikerin an seiner Seite zu verbringen. Dann weiß er mal, was das bedeutet. Unglaublich was Ahnungslose so von sich geben.

    Es ist wie Linde schrieb, ein Aufruf in die Co.Abhängigkeit.

    Es ist so traurig und schade dass wir keine gemeinsame Zeit mehr haben. Hätten Pläne für die Pension. Ein Haus am See und wieder einen Hund...

    Wäre es eine Möglichkeit dass Du einen Teil dieser Pläne allein in die Tat umsetzen könntest?

    Sich um einen Hund zu kümmern empfinde ich jedenfalls als deutlich schönere Vorstellung, als sich (wie vom Pfarrer vorgeschlagen) um alkoholkranke Menschen zu kümmern, zumindest in Deinem Fall :)

    Das ist doch klasse, Hilde! Das soll wohl so sein :)

    Ich kenne das, Angst vor Veränderungen. Aber meistens entpuppt sich eine Veränderung im Nachhinein als etwas ganz Tolles, als eine Lebensverbesserung.

    Und eines darfst Du ja auch nicht vergessen: Manchmal sollte man Veränderungen schon allein deshalb in Betracht ziehen, um seiner Verantwortung, in dem Fall Deinen Kindern gegenüber, gerecht zu werden.

    Aber Eines nach dem Anderen. Höre Dir doch erst einmal an, was es für Möglichkeiten ging. Möglichkeiten und Lösungswege geben einem Sicherheit und verschaffen somit Stärke. Das wäre schon mal toll und dann kannst Du weiter schauen.

    Guten Morgen Hilde,

    den Entzug kann Dein Mann sich leider sparen. Ein Entzug ist der Startschuss einer lebenslangen Abstinenz. Wenn er danach weiter trinken möchte, egal was, dann ist der Entzug komplett hinfällig.

    Teilzeit wird nicht reichen, um eine Wohnung zu bezahlen. Aber Du wirst mit Kindern eine Wohnung bezahlt bekommen, wenn Du in Not bist. Du musst Dich nur an die richtigen Stellen wenden, dort kann Dir geholfen werden!!

    Das blaue Kreuz ist so eine Stelle, die Dir sicherlich weiterhelfen können. Gib es mal bei Google ein, dort gibt es direkt eine Telefonnummer bzw. Adressen, wo der nächste „Standort“ für Dich ist.

    Du könntest Dich auch bei Deinem zuständigen Amt/Stadt melden, die vermitteln Dich bestimmt auch weiter.

    Niemand ist aus finanziellen Gründen gezwungen in einer Ehe zu bleiben, in der man beleidigt wird und der Partner trinkt, erst Recht nicht mit Kindern!! Da gibt es definitiv Lösungen!!

    LG Cadda

    Guten Morgen Honk,

    wenn man das von der Seite her betrachtet, hat Deine Frau aber einfach nur Glück gehabt, dass Du trocken werden wolltest und aufgehört hast, zu trinken.

    Es darf eines nicht vergessen werden, nämlich, dass sich hier Co-Abhängige anmelden, die einen Weg aus ihrer Situation suchen. Dieser Weg sollte nicht daraus bestehen, sich eine der wenigen Beispiele herauszupicken, wo der Alkoholiker glücklicherweise das Trinken aufgab. Es ändert dann nämlich nichts an der eigenen persönlichen Lage und Co-Abhängigkeit.

    Deine Frau war vielleicht gar nicht Co-abhängig und hätte Dich verlassen, wenn Du nicht aufgehört hättest zu trinken.

    Wenn sie das nicht getan hätte und Jahre ihres Lebens gelitten hätte, gehofft hätte und Du nicht aufgehört hättest zu trinken… was denkst Du wäre dann für sie als Co-Abhängige der richtige Weg gewesen?

    Sich an vermeintlichen Happy Ends zu orientieren ganz sicher nicht.

    Es gibt die Fälle, wo es abläuft wie bei Dir. Ein Problem besteht, der Alkoholiker hat Einsicht und behandelt sein Problem für sich. Die Partnerin beobachtet das sozusagen, bleibt aber bei sich, ist nicht Co-abhängig.

    Nicht zu verwechseln mit den Partnern, die bereits so einen hohen Leidensdruck haben, dass sie sich hier im Forum anmelden und Hilfe für sich suchen. Co-Abhängigkeit ist krankhaft. Deshalb sollten die Betroffenen ihr Glück zurückfinden und zwar komplett unabhängig davon, ob der Partner aufhört zu saufen oder nicht.

    Sie sollten lernen, mit SICH umzugehen, nicht mit ihrem Partner umzugehen.

    Das mal zum Verständnis. Vielleicht erklärt das die Herangehensweise bei den Co-Abhängigen untereinander.

    LG Cadda

    Auf den äußeren Druck meiner Familie, hätte ich mehr und mehr getrunken. Weil es für mich die einzige Lösung gewesen

    Ich habe in einem meiner Beträge gesagt, ich bin sehr froh darüber, dass meine Frau mich hat machen lassen und mich nicht unter Druck gesetzt hat.

    Das kannst Du aber nicht verallgemeinern, Honk. Das war bei Dir so. Vielleicht weil Du tief im inneren schon den Wunsch hattest, auszusteigen.

    Ich kann Dir aber aus eigener Erfahrung sagen, dass es auch Alkoholiker gibt, die ihre Sucht für sich so hinnehmen und nicht aufhören wollen. Die sind dann heilfroh, dass sie keinen Druck bekommen. Nicht weil sie dadurch von selbst aussteigen, sondern weil sie froh sind, dass sie ohne Druck in Ruhe weiter saufen können.

    Auch hier liegt der Einfluss nicht beim Verhalten des Angehörigen.

    Nur der Alkoholiker hat es in der Hand, ob er saufen will/muss oder nicht.

    Hallo Schratte.

    Es gibt hier eben Leute, die sehen sich in ihrem selbstgebauten Spezialistentum sofort bedroht, wenn man selbstbewusst eine eigene Meinung hat

    Meinst Du damit Dich?

    Weil Du einige selbstbewusste Meinungen zu Deiner Situation gehört hast?

    Ich habe jedenfalls nicht das Gefühl, dass Dir jemand etwas Böses wollte. Ich hatte eher das Gefühl, dass Dir vor Augen geführt werden wollte, dass es nur exakt zwei Möglichkeiten gibt:

    Akzeptanz der Situation, weil alles so bleibt wie es

    oder

    Veränderung der Situation, die nur durch DEIN eigenes Handeln erfolgen kann.

    Das Handeln Deiner Frau wirst Du nicht beeinflussen können.

    LG Cadda

    Huhu Luna.

    Ich hab auch echt lange gebraucht, die Traurigkeit loszuwerden, obwohl ich mich bereits freier fühlte, hatte ich noch Liebeskummer. Ich selbst hatte ja aufgehört zu trinken und ich hab lange gehofft, dass er nachkommt und auch aufhört.

    Ich hab lange Zeit später noch im Kopf gehabt - auch als ich wieder fröhlich war und der Liebeskummer verschwunden war-, dass ich es nochmal versuchen würde, wenn er ebenfalls aufhört.

    Irgendwann kam der Tag, wo ich dachte:

    „Selbst wenn XY jetzt mit einem Kasten Selter und zwei Jahren Nüchternheit vor meiner Tür stehen würde, könnte der mir mal sowas von den Buckel runter rutschen“.

    Das fühlte ich mich dann so richtig, richtig FREI ;)

    LG Cadda

    Ich hab es auch so gemacht, Maeron. Ich weiß noch, dass ich nicht so begeistert war, dass Gruppengespräche dazugehören und letztendlich fand ich die total super und interessant.

    Ich hab das damals durchgezogen und es hat mir gefallen. Ich hätte noch einmal verlängern dürfen, hab das aber nicht getan, da ich hier im Forum einfach am meisten verinnerlicht habe und mich hier auch am wohlsten fühlte.

    Ich find es gut, dass Du es so konsequent angehst!

    Eine Sache noch, weil ich hier neulich Deine Gedanken dazu las:

    Kein Therapeut auf der Welt kann Dir sagen, dass Du nicht alkoholabhängig bist. Niemand ist in Deinem Kopf.

    Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass mir sowohl in einer Beratungsstelle, als auch schon bei einem Arzt mal mitgeteilt wurde, dass sie es nur als schwierige Phase einschätzen. Und ich war damals schon so tief drin in der Abhängigkeit, das kannst Du Dir nicht vorstellen. So viel also dazu….

    Wäre ich Ärztin oder Therapeutin:

    Ich würde niemals jemandem sagen, dass ich es so einschätze, dass keine Sucht besteht. Denn das finde ich hochgradig unseriös und fahrlässig.

    LG Cadda

    Hallo Rabbitmaker,

    was für eine Geschichte. Ein klassisches Beispiel, wie das Leben, welches als Kind vorgelebt wurde, zum Teil weitergeführt wird.

    Doch Du hast es selbst in der Hand und ich hoffe wahnsinnig, nicht nur für Dich, sondern auch für Deine Frau und vor allem für Deine Kinder, dass Du endlich bereit bist, abstinent zu leben und aggressives Verhalten abzustellen, auch durch eine Therapie. Gut ist auch, dass Du Deinem Arzt einweihen willst, auch wenn der Entzug bereits durch ist.

    Hier tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben. Ist das bei Dir der Fall?

    Wie willst Du es angehen? Hast Du schon mal in den Artikel über die Grundbausteine reingelesen?

    LG Cadda

    Hallo Kira,

    schön, dass Du hier hergefunden hast. Ich schließe mich def Frage von Hera an, ob Du Dich in der Einrichtung im Entzug befindest. Oder -falls Du diesen schon hinter Dir hast- wann Du zuletzt etwas getrunken hast?

    Du schreibst, dass Du immer wieder rückfällig wirst. Ist es denn Dein Wunsch lebenslang abstinent zu leben?

    LG Cadda