Lotta, ich bin eigentlich kein Fan davon, Dinge zu zitieren, die ewig her sind. Doch ich hatte irgendwie noch in Erinnerung, dass Du bereits im letzten Jahr recht gut motiviert warst, einen anderen Weg einzuschlagen. Deshalb hab ich mal ein paar Seiten zurück geklickt.
Ich meine es nicht böse, möchte Dir das aber einfach mal hier lassen:
Ich möchte keinen Partner an meiner Seite der permanent Alkohol trinkt und schon gar nicht möchte ich dass meine Tochter weiter so aufwächst.
Aber spätestens nach den Feiertagen im neuen Jahr muss ich einen Weg raus finden.
Ich werde verarscht bis zum geht nicht mehr.
Ich weiß halt nicht wieviel Wahrheit ein 7 jähriges Kind schon vertragen kann.
Aber ich merke auch dass sie irgendetwas spürt.
Sie hinterfragt in letzter Zeit häufig Dinge.
Das ist nun ein Dreivierteljahr her. Du wolltest nicht, dass Deine Tochter so aufwächst. Zu Recht.
Wer im ersten Moment bei wem den Schuldigen sucht, spielt keine Rolle. Das klärt sich alles über die Zeit.
Deine Tochter wird nicht die Erste und nicht die Letzte sein, bei der sich die Eltern trennen und eine Trennung ist langfristig gesehen besser, als so eine Elternbeziehung vorzuleben, wo der Papa trinkt und Deine Tochter bereits damals schon etwas gespürt hat.
Und weißt Du was? Selbst wenn Dein Mann nicht trinken würde, könnte niemand von Dir verlangen, mit jemandem zusammen zu leben, wo nicht mal mehr Zärtlichkeiten stattfinden, weil die Beziehung kaputt ist.
Du hast auch ein Recht darauf glücklich zu sein. Und Scheidungskinder können auch glücklich sein, obwohl sie ihren Papa lieb haben.
Meine Söhne haben ihren Vater übrigens auch lieb. Sie weinten damals und es zerriss mir fast das Herz, als ich mich trennte (er war kein Alkoholiker).
Ich war der Arsch der Nation (sorry für die Worte) für Diejenigen, die nicht wussten, was genau das Problem in der Beziehung war.
Nun sind meine Jungs groß. Sie haben ihren Vater lieb (ich inzwischen auch schon lange wieder, jedenfalls meistens
) und es ist nicht lange her, als sie mir zuletzt sagten „Ein Glück habt ihr nicht zusammen gewohnt, das wäre ja krass anstrengend gewesen für uns“ 
Auch mal ein Gedankenansatz: Eltern sein geht auch ohne Zusammenleben.
Du trennst Dich ja „nur“ als Beziehungspaar. Als Eltern kann man auch freundschaftlich zusammen sein, nachdem alle wieder zur Ruhe gekommen sind…
LG Cadda