Beiträge von Cadda

    Da er ja noch lange nicht an einrm tiefpunkt ist muss ich vielleicht einfach nur länger durchhalten bis er dort ist. Und dann ändert er sich und ich bekomme endlich das was ich mir wünsche. Seine volle Aufmerksamkeit

    Das kenne ich. Das Problem ist:

    Es gibt etliche Alkoholiker, die ihren Tiefpunkt niemals erreichen.

    Hier im Forum lesen wir davon. Das bestärkt den Gedanken, dass Jeder irgendwann aufhört. Ist aber nicht so. Etliche Menschen sterben zwar an einer vermeintlich anderen Krankheit als Auslöser und nehmen ihre Alkoholsucht mit ins Grab.

    Das Warten wird also meistens nicht „belohnt“ und die Zeit zieht an einem vorbei. Traurig aber wahr.

    LG Cadda


    Guten Morgen Samora,

    das, was Du bei 9Leben geschrieben hast, hole ich zum Teil mal hier her zu Dir.

    Dann habe ich mit meinem Freund gesprochen und er sagte dummerweise, dass er sich Gedanken gemacht habe und ihm klar sei, dass er es in der letzten Zeit übertrieben habe. Er machte sogar ein paar konkrete Vorschläge wie er schaffen will weniger zu trinken (aber eben nur weniger nicht nichts).

    Diese Vorschläge sind leider völlig wertlos. Ich glaube zwar, dass es tatsächlich sein Wunsch ist und dass er mit Sicherheit auch an sich selbst glaubt, aber es wird nicht funktionieren. Alkoholiker können nicht weniger trinken, egal welche Tricks sie anwenden. Denn wenn sie das könnten, dann würde das bedeuten, dass sie ihren Alkoholkonsum kontrollieren könnten.

    Das ist aber eben gerade nicht der Fall, denn wer seinen Alkoholkonsum kontrollieren könnte, der wäre kein Alkoholiker.

    jetzt nochmal Durchhalten auf sich schauen und abwarten, er hatte eine Einsicht und es kann besser werden.

    Leider kann es durch die Einsicht allein nicht besser werden. Im Gegenteil. Ich habe sogar folgende Erfahrung gemacht:

    Die EInsicht ist da beim Alkoholiker. Deshalb möchte er es besser machen. Wenn das aber nicht gelingt (und das wird es auf Dauer nicht, aufgrund der obigen Erklärung) dann fällt man oft in ein Loch und es wird sogar noch schlimmer.

    Die Alkoholkrankheit ist leider so: Der Alkoholiker befindet sich in einer Abwärtsspirale. Weniger trinken gibt es nicht auf Dauer, es geht immer tiefer runter. Leider.

    LG Cadda

    Hallo Samora,

    letztendlich bist Du tatsächlich in der "einfacheren" Lage, indem Du nur für Dich entscheidest und handelst und nicht noch für Kinder. Trotzdem ist es schwer sich zu trennen, obwohl man es längst will. Die Angst vor dem Alleinsein, die ist jedoch meistens unbegründet. Denn glaub mir, es ist wesentlich schöner "allein zu sein", wenn man auch WIRKLICH allein lebt, als "allein zu sein", obwohl man sich in einer Partnerschaft befindet.

    Das was hier schon geschrieben wurde, hat bei mir dazu beigetragen, dass ich mich allein in meiner Wohnung SEHR wohl gefühlt habe, trotz des Liebeskummers, den man nun einmal zunächst hat:

    Ruhe und Frieden!!!

    Ja... Ruhe und Frieden ist das, was ich nach Jahren immer noch empfinde. Und das sind zwei starke Worte und Gefühle, die an der Seite eines Alkoholkranken eben nicht möglich sind.

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    ich habe Dich für den offenen Forenbereich freigeschaltet und Dein Thema direkt dorthin verschoben. Damit es übersichtlicher ist, habe ich mir erlaubt, Deinen Usernamen vor den Betreff zu setzen :)

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch. Super, dass Du hier bei uns "gelandet" bist.

    LG Cadda

    Wieso ist es schlecht, sich in dem einen Moment gut zu fühlen, wenn man merkt, dass die schlimmsten Befürchtungen zu seiner weiteren Reaktion nicht eingetroffen sind? Was soll daran ein "Missstand im Gehirn" sein, wenn man ohnehin noch nicht 100% weiß, in welche Richtung man auf Dauer will?

    Weil dieses „sich gut fühlen“ dafür gesorgt hat, zu einem Alkoholiker zurückzugehen, der einen katastrophal behandelt!!

    Und genau das ist ein „Missstand im Gehirn“ denn ein nicht co.-abhängiger Mensch würde sich schützen und sich so etwas nicht gefallen lassen und würde aufgrund der Tatsache, dass man schlecht behandelt wird, eben sehr wohl zu 100 % wissen, dass man das auf Dauer eben nicht will.

    Liebe ZoeZoe,

    es ist also richtig, dass Du merkst, dass an Deinem Verhalten, aus dem Karussell nicht aussteigen zu können, obwohl Du das willst, etwas nicht stimmt.

    Und nur diese Einsicht kann dazu führen, zukünftig doch aus dieser unberechenbaren Situation auszusteigen.

    LG Cadda

    Guten Morgen Dave,

    herzlich Willkommen hier bei uns. Das liest sich entschlossen: Entzugsklinik, Langzeittherapie und wir als Selbsthilfegruppe :)

    Erzähl doch mal ein bisschen. Wie kam es zu Deinem Entschluss, aufzuhören und seit wann trinkst Du nun nicht mehr?

    LG Cadda

    Hallo Jupsel,

    ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema direkt dort hin verschoben.

    Es tut mir sehr leid, dass Dein Vater verstorben ist.

    Ich wünsche Dir, dass es Dir besser geht wenn Du Dich hier mit Anderen austauscht. Du bist jedenfalls nicht allein.

    LG Cadda

    wie dumm kann ich denn sein, dass ich das all die Zeit mitgemacht habe? Ich glaube, da stimmt auch was nicht so ganz bei mir.

    Deswegen bist Du ja hier. Wäre bei Dir alles ok, wärst Du nicht Co-abhängig, hättest Du Dich vermutlich rechtzeitiger getrennt, den eigenen Wert besser erkannt.

    Darauf zu hoffen, dass der nächste Mann zufällig besser wird, hört sich zwar gut an, aber möchtest Du das dem Zufall überlassen?

    Ich denke, Du arbeitest an Dir, indem Du Dich eben trennst und Deine Grenzen ziehst. Bleib am Ball bei Dir selbst und Deinem Verhalten! Um eben nichts dem Zufall zu überlassen, sondern „einfach“ durch Deine Art und Deine Signale den richtigen Mann (die richtigen Menschen) anzuziehen.

    LG Cadda

    Wer eine Scheidung/Tennung hinter sich hat, hat eine vage Vorstellung, wie kompliziert, kräfteraubend, verlustreich und schmerzvoll soetwas sein kann.

    Wer eine Trennung/Scheidung hinter sich hat UND ein Leben mit einem Alkoholiker hinter sich hat, der weiß Folgendes:

    Beides ist kompliziert und kräfteraubend!!

    Der Unterschied:

    Das Drama einer Trennung geht vorüber.

    Das Drama in einer Beziehung mit einem Alkoholiker bleibt.

    Hatte es so verstanden, dass er den Brief besitzt. Aber aufgrund der Nachfrage habe ich nun nochmal nachgelesen und gesehen, dass Brief und Schein zwar auf seinen Namen laufen, Du aber die Papiere im Besitz hast?

    Dann könntest Du direkt zur Zulassungsstelle und beide Papiere auf Dich umschreiben lassen.

    Wer den Brief hat, dem gehört das Auto und kann ummelden….

    Hallo Mexico,

    ich finde es gut, wie ihr es angeht. Letztendlich ist es ja oft so, dass Angehörige hoffen, wenn der Partner aufhört zu trinken, dass dann alles gut wird. Aber das ist eben oftmals nicht der Fall, wie man bei Dir ja auch sehr gut sehen kann.

    Es gibt Beziehungen, die gehen komplett auseinander. Wiederum andere Beziehungen bekommen es mit Abstand wieder in den Griff. Das würde ich Dir wirklich sehr wünschen. Dass Du unabhängig davon Deine Kinder nicht verloren hast, das ist das Wichtigste in meinen Augen. Das freut mich wirklich für Dich.

    Ich glaube ja grundsätzlich daran, dass eine Liebe auch mit einem gewissen Abstand funktionieren kann. Auch mal unabhängig von Deiner Situation. Man muss halt schauen, ob das was für einen ist. Aber ich finde es auf jeden Fall eine gute Möglichkeit. Beziehungen müssen nicht immer klassisch gelebt werden, wie die Gesellschaft es erwartet. Hauptsache man selbst (in dem Fall Du und Deine Frau) sind zufrieden.

    LG Cadda

    Guten Abend zusammen,

    was das Auto angeht: Da wirst Du nichts machen können, das hat Deine Anwältin Dir ja auch schon gesagt. Ich habe Jahre lang in einer Kanzlei gearbeitet und einen ähnlichen Fall hatten wir auch mal. Es ist leider so: Wer den Fahrzeugbrief besitzt, dem gehört das Auto. Da gibt es nichts dran zu rütteln.

    Deshalb sollte man bei einem Kauf oder einer Schenkung auch immer darauf achten, dass der Brief direkt an den Eigentümer geht bzw. erst nach einer Zahlung ausgehändigt wird. Im Nachhinein ist da nichts mehr zu machen.

    Was den Trennungsunterhalt angeht... Wenn Dir etwas zusteht, könntest Du das natürlich einklagen. Spekulieren, was Dein Ex alles tun KÖNNTE, hilft da ja nicht wirklich weiter. Sich erpressen lassen.... das geht halt nicht finde ich. Was einem zusteht, steht einem zu.

    Was mich aber wirklich stutzig macht: Warum sollte Dir Trennungsunterhalt zustehen, wenn Du für Dich selbst sorgen kannst, indem Du arbeitest? Das verstehe ich nicht so ganz, weshalb das so sein sollte. Aber gut, da wird Deine Anwältin Dich ja sicherlich beraten haben.

    Ich persönlich halte es bei dem Thema, ob ich etwas durchsetze, was mir rechtlich zusteht immer so, dass ich schaue, wie fair es letztendlich ist.

    Ein Beispiel:

    Mein Ex-Mann und ich haben damals ein Grundstück von seiner Mutter bekommen (nach der Hochzeit). Wir haben dort ein Haus drauf gebaut und nicht sehr lange dort drin gewohnt. Ich bin damals ausgezogen, er hat den Kredit weitergezahlt, fertig.

    Einige meinten, ich müsse zusehen, dass ich sozusagen etwas vom Kuchen abbekomme, das würde mir zustehen, da das Grundstück ja kurz nach der Hochzeit kam und ich somit schon mit ihm verheiratet war.

    Ich kann dazu nur sagen, dass ich das gar nicht angefangen habe, zu verfolgen, weil es für mich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen wäre, mich an dem Grundstück zu bereichern, was er von seiner Familie erhalten hat.

    So würde es mir vermutlich auch gehen, wenn ich verheiratet wäre, selbst arbeiten würde, mein Mann auch und wir uns dann (egal wer die Hauptschuld trägt) trennen würden. Mein Gedanke wäre: Warum sollte er für mich zahlen, wenn ich mein eigenes Geld verdienen kann?

    Anders verhält es sich, wenn Kinder im Spiel. Kindesunterhalt habe ich von Anfang an bekommen und erhalte es auch immer noch. Das ist fair und völlig normal. Trennungsunterhalt hätte ich nur in Anspruch genommen, wenn ich selbst nicht hätte arbeiten können, weil die Kinder noch zu klein sind.

    Anderes Beispiel: Es ist auch rechtlich erlaubt, den Kindesunterhalt zu kürzen, wenn die Mutter (in dem Fall damals ich) mit einem neuen Partner zusammenlebt. Das wiederum hat mein Ex-Mann nicht getan, weil er es nicht fair gefunden hätte. Warum sollte ein anderer Mann mehr in die Tasche greifen, obwohl es seine Kinder sind?

    Wir Beide ticken da ziemlich ähnlich. Das Rechtliche ist für uns nur ein Anhaltspunkt. Wir schauen dann, was wir fair finden und handeln danach.

    Auch wenn hier die Situation anders ist, kann ich es hier trotzdem auch nur empfehlen, da auch mal auf seinen Bauch zu hören. Oftmals bekommt man dann das Echo so zurück, wie man es in den Wald hineinruft.

    Hier muss ich allerdings zugeben: Wenn er sich mit dem Auto so unfair verhält und somit unfair in den Wald hinein ruft, dann kann ich ein Stück weit nachvollziehen, wenn Du im Gegenzug auch ein wenig aus den Augen verlierst, was fair ist und was nicht.

    Die Frage ist dann tatsächlich von Dir persönlich zu entscheiden: Lieber Recht oder lieber Ruhe?

    Ich denke, da kann Dir keiner reinreden, das ist einfach typabhängig.

    LG Cadda

    Witzig… und ich dachte eben „Mmmh. Das hab ich überlesen, dass sie auch Kinder hat“, habe aber voll und ganz auf Stern vertraut :lol:

    Ich find es klasse, dass Du so am Ball bleibst und konsequent Dein Ziel verfolgst.

    LG Cadda

    Hallo Lotta.

    Das war auch mein Gedanke. Vom alkoholfreien Januar zum alkoholfreien Bier den Weg übers „wenig trinken“ wieder zurück zum Anfang…

    Ich drück Dir die Daumen, dass Du eine Wohnung findest!

    LG Cadda