Beiträge von Cadda

    Hallo Julia,

    gerade habe ich Deine Geschichte gelesen. Du hast den Stein ins Rollen gebracht auf allen Seiten. Bei wem Du das zuerst getan hast, finde ich nicht so wichtig. Du hast zeitnah alles auf den Tisch gehauen, von daher find ich es gut.

    Die Wahrnehmungen der Kinder bestätigen, das schafft Vertrauen und eine gute Basis für ein gutes Verhältnis.

    Du reflektierst Dich gut, ich denke, da liegt eine Veränderung vor Dir!

    LG Cadda

    Liebe Yuna,

    Ich halte es kaum aus, das zu lesen, weil ich mich frage:

    Warum tut ER Dir leid??????

    DU tust mir leid und DU solltest DIR selbst leid tun!

    Du lässt ihn nicht im Stich, er hat Dich schon längst im Stich gelassen!

    Dein Verhalten ist lediglich eine Konsequenz aus seinem Verhalten. Du reagierst auf das, was er vorgibt, Dir bleibt nichts anderes übrig.

    Mal davon abgesehen, hat er es in der Hand. Er kann sich jederzeit Hilfe holen. Alkoholismus kann man (auch er) stoppen.

    Du solltest Dir mehr Wert sein! Es ist gut, dass Du gegangen bist. Sei für Dich und Euer Kind da, ihr seid jetzt das Wichtigste.

    Sein Glück liegt nicht in Deiner Hand.

    Ich bin selbst trockene Alkoholikerin und war auch lange Co.abhängig. Lass Dir aus beiden Seiten gesehen sagen:

    Es ist richtig, dass Du gegangen bist!

    LG Cadda

    Ich versetze mich persönlich mal in die Lage:

    Ich bin frisch trocken und bleibe wegen der (in dem Fall vermeintlichen) Risikominimierung bei der Hochzeit einer meiner Söhne fern.

    Ich kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass das Fern bleiben für mich persönlich ein noch viel, viel größeres Risiko darstellen würde.

    Ich könnte mir vorstellen, dass so mancher Vater oder Mutter dann Gedanken hat wie: „Wenn ich nicht mal mehr zu der Hochzeit meines eigenen Kindes gehen „kann“, dann ……

    Und ich könnte den Gedanken sogar nachvollziehen.

    Ein grundsätzlich anderes Umfeld schaffen und nicht mehr im Alltag dort rumlungern, wo man zu Saufzeiten war, das ist das Eine.

    Eine Hochzeitsfeier des eigenen Kindes, keine alltägliche Sache und das Fern bleiben kann meiner Meinung nach wie gesagt mehr schaden, als nutzen, was die Risikominimierung angeht.

    LG Cadda

    Guten Morgen Caro!

    Es lohnt sich immer, etwas zu verändern! Die Erfahrung konnten hier schon sehr viele machen. Der Weg ist nicht immer einfach, aber doch, es lohnt sich!

    Herzlich Willkommen hier bei uns :)

    Ich hab Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema direkt dorthin verschoben.

    Hier geht es also nun weiter!

    Einen schönen Sonntag

    Cadda

    Hallo ne happy.

    Das war bei meinen Jungs auch so. Sie haben sooooo viel mitbekommen.

    Ich kann Dir nur den Rat geben, die Offenheit und den Mut Deiner Kinder, diese Dinge zu äußern, als Chance zu sehen und zu nutzen!!

    Meine Söhne und ich haben inzwischen absolut keine Tabus mehr bei dem Thema. Sie wissen, dass ich süchtig war, ich rede offen mit ihnen und das hat unserem Verhältnis sehr gut getan und ich finde es für sie besser, offen reden zu dürfen.

    Klar waren und sind mir Dinge unangenehm. Aber ich mache sie ja nicht ungeschehen, indem ich mir einrede, die Kinder hätten nicht so viel mitbekommen.

    Du hast die Möglichkeit ganz viel wieder gut zu machen und es zukünftig besser zu machen.

    Lass Dich nicht hängen, sondern nutze diese Erkenntnis, dass die Kinder viel mehr mitbekommen haben, für Dich und die Kinder, indem Du offen und „locker“ bist,

    LG Cadda

    Liebe Sie,

    es tut mir unendlich leid, zu lesen, wie Du Dich fühlst.

    Bitte mach Dir keine Vorwürfe, dass Du kalt warst. Du warst am Ende Deiner Kräfte. Sonst wärst Du hier nicht gelandet. Deiner Kälte und Zurückweisung ging ja etwas voraus: Der Alkoholkrankheit.

    Es hatte Gründe, weshalb Du Dich trennen wolltest, die Dir ungewollt zugemutet worden sind.

    Du hast Dir eine Lösung gewünscht, die er nicht herbeiführen konnte oder wollte.

    Das bedeutet dann aber nicht, dass Du Dich hättest mit der Situation abfinden müssen, denn Du hast auch ein Leben, ein Recht darauf glücklich zu sein.

    Du bist NICHT Schuld!!!

    Bitte bedenke auch: Etliche Alkoholiker werden verlassen. Oder wünschen sich, niemanden mehr zur Last zu fallen. Deshalb bringt man sich unter normalen Umständen nicht um. Dein Mann war psychisch offensichtlich sehr krank.

    Das ist nicht Deine Schuld!

    Du hast Dir gewünscht, dass er sich helfen lässt und die Krankheit überwindet. Dann hättest Du auch an seiner Seite gestanden. Du hast viel Geduld gehabt und Kräfte aufgebracht. Doch Deine Kraft war am Ende.

    Du darfst nicht nur traurig, sondern auch wütend sein. Wie Linde schrieb.

    Es sind alle Emotionen erlaubt.

    Ich denk an Dich. Meld Dich jederzeit, wenn Du magst.

    Cadda

    Da er ja noch lange nicht an einrm tiefpunkt ist muss ich vielleicht einfach nur länger durchhalten bis er dort ist. Und dann ändert er sich und ich bekomme endlich das was ich mir wünsche. Seine volle Aufmerksamkeit

    Das kenne ich. Das Problem ist:

    Es gibt etliche Alkoholiker, die ihren Tiefpunkt niemals erreichen.

    Hier im Forum lesen wir davon. Das bestärkt den Gedanken, dass Jeder irgendwann aufhört. Ist aber nicht so. Etliche Menschen sterben zwar an einer vermeintlich anderen Krankheit als Auslöser und nehmen ihre Alkoholsucht mit ins Grab.

    Das Warten wird also meistens nicht „belohnt“ und die Zeit zieht an einem vorbei. Traurig aber wahr.

    LG Cadda


    Guten Morgen Samora,

    das, was Du bei 9Leben geschrieben hast, hole ich zum Teil mal hier her zu Dir.

    Dann habe ich mit meinem Freund gesprochen und er sagte dummerweise, dass er sich Gedanken gemacht habe und ihm klar sei, dass er es in der letzten Zeit übertrieben habe. Er machte sogar ein paar konkrete Vorschläge wie er schaffen will weniger zu trinken (aber eben nur weniger nicht nichts).

    Diese Vorschläge sind leider völlig wertlos. Ich glaube zwar, dass es tatsächlich sein Wunsch ist und dass er mit Sicherheit auch an sich selbst glaubt, aber es wird nicht funktionieren. Alkoholiker können nicht weniger trinken, egal welche Tricks sie anwenden. Denn wenn sie das könnten, dann würde das bedeuten, dass sie ihren Alkoholkonsum kontrollieren könnten.

    Das ist aber eben gerade nicht der Fall, denn wer seinen Alkoholkonsum kontrollieren könnte, der wäre kein Alkoholiker.

    jetzt nochmal Durchhalten auf sich schauen und abwarten, er hatte eine Einsicht und es kann besser werden.

    Leider kann es durch die Einsicht allein nicht besser werden. Im Gegenteil. Ich habe sogar folgende Erfahrung gemacht:

    Die EInsicht ist da beim Alkoholiker. Deshalb möchte er es besser machen. Wenn das aber nicht gelingt (und das wird es auf Dauer nicht, aufgrund der obigen Erklärung) dann fällt man oft in ein Loch und es wird sogar noch schlimmer.

    Die Alkoholkrankheit ist leider so: Der Alkoholiker befindet sich in einer Abwärtsspirale. Weniger trinken gibt es nicht auf Dauer, es geht immer tiefer runter. Leider.

    LG Cadda

    Hallo Samora,

    letztendlich bist Du tatsächlich in der "einfacheren" Lage, indem Du nur für Dich entscheidest und handelst und nicht noch für Kinder. Trotzdem ist es schwer sich zu trennen, obwohl man es längst will. Die Angst vor dem Alleinsein, die ist jedoch meistens unbegründet. Denn glaub mir, es ist wesentlich schöner "allein zu sein", wenn man auch WIRKLICH allein lebt, als "allein zu sein", obwohl man sich in einer Partnerschaft befindet.

    Das was hier schon geschrieben wurde, hat bei mir dazu beigetragen, dass ich mich allein in meiner Wohnung SEHR wohl gefühlt habe, trotz des Liebeskummers, den man nun einmal zunächst hat:

    Ruhe und Frieden!!!

    Ja... Ruhe und Frieden ist das, was ich nach Jahren immer noch empfinde. Und das sind zwei starke Worte und Gefühle, die an der Seite eines Alkoholkranken eben nicht möglich sind.

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    ich habe Dich für den offenen Forenbereich freigeschaltet und Dein Thema direkt dorthin verschoben. Damit es übersichtlicher ist, habe ich mir erlaubt, Deinen Usernamen vor den Betreff zu setzen :)

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch. Super, dass Du hier bei uns "gelandet" bist.

    LG Cadda

    Wieso ist es schlecht, sich in dem einen Moment gut zu fühlen, wenn man merkt, dass die schlimmsten Befürchtungen zu seiner weiteren Reaktion nicht eingetroffen sind? Was soll daran ein "Missstand im Gehirn" sein, wenn man ohnehin noch nicht 100% weiß, in welche Richtung man auf Dauer will?

    Weil dieses „sich gut fühlen“ dafür gesorgt hat, zu einem Alkoholiker zurückzugehen, der einen katastrophal behandelt!!

    Und genau das ist ein „Missstand im Gehirn“ denn ein nicht co.-abhängiger Mensch würde sich schützen und sich so etwas nicht gefallen lassen und würde aufgrund der Tatsache, dass man schlecht behandelt wird, eben sehr wohl zu 100 % wissen, dass man das auf Dauer eben nicht will.

    Liebe ZoeZoe,

    es ist also richtig, dass Du merkst, dass an Deinem Verhalten, aus dem Karussell nicht aussteigen zu können, obwohl Du das willst, etwas nicht stimmt.

    Und nur diese Einsicht kann dazu führen, zukünftig doch aus dieser unberechenbaren Situation auszusteigen.

    LG Cadda

    Guten Morgen Dave,

    herzlich Willkommen hier bei uns. Das liest sich entschlossen: Entzugsklinik, Langzeittherapie und wir als Selbsthilfegruppe :)

    Erzähl doch mal ein bisschen. Wie kam es zu Deinem Entschluss, aufzuhören und seit wann trinkst Du nun nicht mehr?

    LG Cadda

    Hallo Jupsel,

    ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema direkt dort hin verschoben.

    Es tut mir sehr leid, dass Dein Vater verstorben ist.

    Ich wünsche Dir, dass es Dir besser geht wenn Du Dich hier mit Anderen austauscht. Du bist jedenfalls nicht allein.

    LG Cadda

    wie dumm kann ich denn sein, dass ich das all die Zeit mitgemacht habe? Ich glaube, da stimmt auch was nicht so ganz bei mir.

    Deswegen bist Du ja hier. Wäre bei Dir alles ok, wärst Du nicht Co-abhängig, hättest Du Dich vermutlich rechtzeitiger getrennt, den eigenen Wert besser erkannt.

    Darauf zu hoffen, dass der nächste Mann zufällig besser wird, hört sich zwar gut an, aber möchtest Du das dem Zufall überlassen?

    Ich denke, Du arbeitest an Dir, indem Du Dich eben trennst und Deine Grenzen ziehst. Bleib am Ball bei Dir selbst und Deinem Verhalten! Um eben nichts dem Zufall zu überlassen, sondern „einfach“ durch Deine Art und Deine Signale den richtigen Mann (die richtigen Menschen) anzuziehen.

    LG Cadda