Beiträge von Cadda

    Hallo Veru

    ich finde es konsequent, dass Du den Kontakt zu Deinen Leuten abgebrochen hast, weil der Alkohol dort zu sehr im Mittelpunkt steht.

    Wenn das bei dem anderen Kreis nicht der Fall ist und Du Dich auch außerhalb vom Alkohol gern mit denen treffen würdest, weil der Kontakt seit 30 Jahren besteht, ist die Entscheidung doch ok. Wenn, dann könntest Du eh nur für DICH entscheiden, den Kontakt abzubrechen. Von Deiner Frau könntest Du das nicht erwarten finde ich.

    Ein alkoholfreies Zuhause würde ich persönlich erwarten, wenn ich das so haben möchte. Aber Freundschaften beenden?! Das ist nochmal eine ganz andere Nummer, von der Du Dich ja auch abgrenzen könntest, ohne dass sie sich abbgrenzen müsste.

    Du sorgst meiner Meinung schon ganz gut für Dich, was ja auch daran zu sehen ist, dass Du z. B. Treffen, wo es ausschließlich um Alkohol geht, wie Schützenfest, Junggesellenabschied und Hochzeit abgesagt hast. Das finde ich schon ziemlich konsequent von Dir, was gar nicht zu Deiner Aussage passt, dass Dir teilweise die Eier fehlen :P

    Hallo Egah,

    es ist richtig, dass Du hier bist. Das ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Du wirst hier sehr viele Geschichten von Co.Abhängigen finden.

    Hast Du mal mit Deiner Frau über das Problem gesprochen oder fällt das eher so unter den Tisch?

    Möchtest Du Dich hier regelmäßig austauschen?

    LG Cadda

    Zitronenfalter... ich weiß, dass sich das nun alles hart für Dich anhört. Ich weiß, wie Du Dich fühlst. Ich hab auch so manches Mal gedacht, ich habe den absoluten Plan, jetzt wird alles gut, er will ja auch... und dann wurde mir hier im Forum der Wind aus den Segeln genommen und mir wurde allmählich klar, dass ich mir alles nur schön rede. Das ist nicht einfach, aber es ist leider die Wahrheit. Das Kernproblem, also die Sucht ist das Hauptthema Nr. 1. Das gilt auch kein Zusammenreißen, weniger trinken, erstmal um andere Dinge kümmern, weil es dann leichter wird, mit dem Alkoholproblem. Alles Schwachsinn. Alles vorgeschobene Gründe, um erstmal in Ruhe weitersaufen zu können, weil man ja schließlich erstmal an die anderen Baustellen muss und dann wird das Suchtproblem von allein besser. Nein, wird es nicht. Das sag ich Dir nicht nur als ehemals co-Abhängige, die bis zu letzte gehofft hat, sondern auch als trockene Alkoholikerin, die es kennt, erstmal alles Andere angehen zu wollen um dann auf ein Wunder zu hoffen, dass es mit der Alkoholsucht automatisch besser wird. Eines habe ich gelernt: Der Alkoholiker muss für sich allein trocken werden wollen. Vorher lohnt es sich null, an irgendwelche anderen Themen heranzugehen.

    Ich wünsche Dir wirklich, dass es gut ausgeht. Das wünsche ich jeder Co-Abhängigen hier. Ich wünsche denen aber auch, dass sie nicht unnötig Zeit verplempern, weil sie immer wieder denken, alles wird gut, wenn sie nur genügend Hilfe leisten.

    LG Cadda

    Hallo Zitronenfalter,

    eine Paarberatung wird bei der Alkoholsucht leider gar nichts bringen. Im Grunde genommen hilft nur eines: Raus aus der Sucht, bedeutet kein Alkohol.

    Alle anderen Probleme sind dem doch untergeordnet.

    Mein Ex-Partner war auch einsichtig. Hat mich geliebt. Wollte keine Trennung. Wollte sogar aufhören zu trinken, um unsere Beziehung zu retten. Alle Probleme angehen, das volle Programm sozusagen. Funktioniert nicht, denn die Sucht blieb.

    Heute sind wir getrennt, ich bin frei.

    Er säuft übrigens immer noch…


    LG Cadda

    Hallo Pamela,

    Ich bin die Ruhe selbst kein Hauch von Aggressivität…….das mit den Wunden Punkten habe ich schon hier durch………ich weiß aber gerade nicht warum ich mich dir Erklären sollte……..wolltest du sonst noch was von mir oder nur deinen Senf hier dazu geben ?

    Deine Aussage verbunden mit dem Ton ist quasi ein Widerspruch in sich selbst.

    Du hast ja bestimmt gelesen das es mir gut geht…….ich hoffe bei Dir ist auch alles auf einem guten Weg ?

    Du bügelst hier Jeden, der etwas bei Dir schreibt, direkt mit einer Gegenfrage nach der Person selbst ab, schon fast provokativ, für mich bringst Du das jedenfalls nicht so rüber, als ob Du wirklich wissen willst, wie es dem- oder derjenigen Person geht, sondern als ob Du Dein Gegenüber in die Schranken weisen möchtest.

    Solltest Du allerdings wirklich wissen wollen, wie es mir geht: Ja danke der Nachfrage, es geht mir gut zur Zeit. Das war mal anders, aber inzwischen bin ich sehr zufrieden. Wenn es Dich wirklich interessiert, kannst Du das aber auch in meinem Tagebuch lesen, aber davon gehe ich - wie ich oben schon beschrieben habe - nicht aus.

    wolltest du sonst noch was von mir oder nur deinen Senf hier dazu geben ?

    Ich würde mich der Frage von sunshine anschließen. Wenn es Dir so gut geht und Du offensichtlich Dein Thema gar nicht "bearbeiten" möchtest, warum bist Du dann hier im Forum gelandet?

    Gruß Cadda

    ^^

    So sehen meine Sonntage oft aus. Meine Söhne haben da ihre Heimspiele und sind in unterschiedlichen Mannschaften (was auch 4 Mal die Woche Training bedeutet). Eigentlich könnte ich meine Zeit auch ohne Arbeiten gut rumbekommen :lol:

    Das ist sehr gut zusammengefasst, Carl-Friedrich.

    Was den "Gruppenzwang" angeht, habe ich die Erfahrung gemacht, dass da was dran ist, auch aus der Gewohnheit heraus. Ich hatte halt mein Leben so gestaltet, dass ich an den Wochenenden immer weg war und auf Feiern getrunken habe. Ich konnte und wollte am Anfang gar nicht mein Leben so dermaßen auf den Kopf stellen, dass ich allein zu Hause bleibe, anstatt mit meinen Leuten mitzugehen. Nicht mit denen, wo es wirklich nur um das Saufen ging, da habe ich mich instinktiv irgendwie von Anfang an abgekapselt. Aber mit den Anderen bin ich schon ständig noch weggegangen. Ich wollte das so und es fühlte sich auch richtig an in dem Moment. Das war eben mein Leben. Erst nach und nach verlor ich das Interesse daran. Es war nicht mehr meine Welt.

    Im Nachhinein betrachtet, hätte ich vielleicht noch mehr auf mich achten müssen. Obwohl ich nie Probleme hatte "durchzuhalten". Ich habe das nie als Kampf empfunden, ich war von Anfang an gern ohne Alkohol. Für mich war das in der Theorie schon längst erledigt, ich hatte kein Problem mehr mit dem "Nie wieder", als ich mich endlich entschloss.

    Aber hier schlagen ja auch manche auf, die erst durch das Ankommen hier erkennen, Alkoholiker zu sein. Die es schwer haben, weil sie sich noch gar nicht so sehr mit dem Gedanken angefreundet haben, nie wieder Alkohol trinken zu können/wollen. Ich lese hier oft, dass dieses "heute" zählt. Also immer von Tag zu Tag leben. "Heute trinke ich keinen Alkohol". Ich denke, auch das kann eine Methode sein, völlig in Ordnung. Aber wenn man dann alles um sich herum so lässt, wie es vorher war, dann hat man es glaube ich sehr, sehr schwer und viele werden rückfällig.

    Ja und es stimmt, dass gerade in der Weihnachtszeit alles mit Alkohol lockt. Ob die Feiern, die Werbung, die Weihnachtsmärkte. Für viele Menschen gibt es quasi gerade in der Zeit immer "einen guten Grund" zu saufen.

    Für uns trockene Alkoholiker gibt es aber einen einzigen Grund, das eben nicht zu tun: Die Sucht

    LG Cadda

    Mmmm....

    Klar kann ich in alles etwas hineininterpretieren. Ich kann ne Sprite trinken und an Alster denken. Das find ich aber etwas weit hergeholt. Es ist schon ein Unterschied, ob ich nun in ein beliebiges Wort oder Bild um tausend Ecken zerdenke, um dann beim Thema Alkohol zu landen oder ob mir das direkt ins Auge springt, indem auf einem Bild ne Pulle zu sehen ist oder mich der Username "Bier" anspringt.

    Ich kann verstehen, dass es hier einige User nicht gut finden und das auch äußern.

    Guten Morgen Zitronenfalter,

    ich habe Dein Thema "ich kann nicht schlafen" mal in Dein vorhandenen Faden verschoben, damit es übersichtlich bleibt. Wenn Du etwas schreiben möchtest, musst Du kein neues Thema eröffnen, sondern kannst einfach hier bei Dir unten den Beitrag in das Feld tippen und auf Antworten klicken, dann bleibt alles zusammen und übersichtlich :)

    Du fragst, ob es der richtige Schritt ist, dass Du Dich getrennt hast. Das fragst Du im zweiten Absatz. In Grunde genommen musst Du Dir nur Deinen ersten Absatz durchlesen um die Frage im zweiten Absatz zu beantworten.

    Ja, es war richtig.

    Es ist übrigens völlig typisch für manche Alkoholiker, die Schuldzuweisungen voll auf den Partner oder die Partnerin zu schieben.

    "Du bringst mich dazu, dass ich trinken muss. Kein Wunder, ohne Alkohol ist das ja nicht auszuhalten. Du bist toxisch usw.". Es ist eine ganz, ganz miese Masche, die uns dazu bringt, alles, aber auch wirklich alles zu versuchen, alles richtig zu machen. Immer ist es ein Spießroutenlauf. Bloß kein Fehler machen, damit der Herr seine gute Laune behält.

    Dass Du ihn so sehr liebst.... Das Gefühl kenne ich, aber es hat sich als falsch herausgestellt, nachdem der Liebeskummer vorüber war. Ich habe die Vorstellung geliebt, dass er immer so ist, wenn er nüchtern ist (wobei ich inzwischen bezweifle, dass er überhaupt die Zeit haben konnte, so richtig nüchtern zu werden).

    Es ist eine Wunschvorstellung. Man kann doch eigentlich keinen Partner lieben, der einen beleidigt, selbst säuft und einem die Schuld dafür gibt, der einem im Stich lässt, indem er trinkt. Der seinen eigenen Kindern so eine Situation antut.

    Ich kann Dir nur raten, stark zu bleiben. Ich habe am Anfang gedacht, ich werde nie wieder jemanden so lieben können und ich werde nie wieder den LIebeskummer loswerden. Doch das stimmt nicht. Glaub mir das bitte.

    Schreib hier, wann immer Dir danach ist. Nachst ist natürlich nicht immer jemand online, aber Du bist nicht allein, es geht so vielen so wie Dir.

    LG Cadda

    Richtig bitter wird es dann natürlich, wenn man anfängt gegen die Katererscheinungen anzutrinken.

    Das ist gar nicht selten bei Alkoholikern. Ich bin damals liebend gern zu einem Frühschoppen gegangen oder zum Sektfrühstück, um das Katergefühl vom Vorabend loszuwerden.

    Später hab ich mich nicht gescheut, mir Sekt in den O-Saft zu kippen. Ein Glas und es wurde (erstmal) erträglicher.

    Ich wette, das machen mehr Alkoholiker, als sie zugeben.

    Und Du hast Recht: Die Tatsache, gegen seinen Kater antrinken zu müssen ist wirklich sehr bitter.

    LG Cadda

    Hallo nochmal,

    ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema auch direkt dorthin verschoben. Den Betreff habe ich mal um Deinen Usernamen erweitert, damit Du besser gefunden werden kannst.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch. Es ist gut, dass Du hier bist :)

    LG Cadda

    Guten Morgen Zitronenfalter,

    schön, dass Du hier her gefunden hast. Mir tut Deine Situation sehr leid und ich weiß, wie schwer es ist, wenn man zusehen muss und nicht helfen kann. Du schreibst am Ende Deiner Vorstellung, dass Du Dich nun getrennt hast und es für Dich und Deine Kinder durchziehen willst. Das ist absolut das Richtige, so wie Du die Situation oben beschreibst. Ich kann Dich nur bestärken, dabei zu bleiben.

    Damit Dir das "leichter" fällt, könntest Du Dich hier austauschen, wenn Du möchtest. Es gibt hier so viele Geschichten, die Deiner ähneln. Falls Du für den offenen Bereich freigeschaltet werden möchtest, bewirb Dich doch kurz über den nachfolgenden link.


    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    LG Cadda

    Hallo liebe Biffi,

    hat mich gefreut, Dich im Chat getroffen zu haben. Das wollte ich vorhin schon schreiben, aber dann ist es noch gesendet worden.

    Was noch wichtig ist:

    Du bist bereits freigeschaltet und kannst Dich sehr gern mit Anderen austauschen. Wenn Du woanders bei Jemandem im Thema etwas schreiben möchtest, klicke unten in das Schreibfeld und auf Antworten. Genau wie bei Dir selbst im Thema auch.

    LG Cadda

    Meine Frau gibt mir jedoch oft das Gefühl, dass ich ja mal wieder normal trinken könnte.

    Sie meint zu besonderen Anlässen wäre das doch voll okay.

    Wenn das funktionieren würde, dass Du normal trinken könntest und nur zu besonderen Anlässen, dann wärst Du ja nicht hier. Das wirst Du sicherlich schon oft versucht haben in der Vergangenheit. Und was damals nicht funktioniert hat, weil die Grenze zur Sucht überschritten wurde, wird auch nach einer Trinkpause nicht funktionieren. Denn nichts anderes wäre es ja, wenn Du es wieder vergeblich versuchen würdest: Eine Trinkpause.

    Denkt Deine Frau, eine Alkoholsucht wäre heilbar? Sprich, wenn Du eine lange Zeit nichts getrunken hast, würdest Du mit Deinem Trinkverhalten quasi von vorne anfangen? Dem ist nicht so. Es würde da weitergehen, wo es aufgehört hat. Vielleicht solltest Du ihr das mal bewusst machen, anstatt ihr nur zu sagen, dass Du auch mit Fanta anstoßen kannst, damit sie das nachvollziehen kann, weshalb Du abstinent leben möchtest.

    LG Cadda

    Die Motivation muss von ihr kommen.

    Genau so ist es. Anders geht es absolut nicht.

    Bei mir kam die Motivation nicht aus der Situation heraus, dass mir geholfen wurde und mir die Dinge, die ich nicht geschafft habe, abgenommen wurden. Bei mir kam die Motivation eher da heraus, dass ich alles machen musste, was das Mutter-Sein von mir abverlangt hat und ich einfach immer weiter nach unten abgerutscht bin, weil ich es kaum noch geschafft habe. Wenn jemand mir die ganzen Sachen, die ich durch mein Betrunken-Sein und Kater-Ausschlafen nicht machen konnte, abgenommen hätte, dann wäre es für mich auf jeden Fall erträglicher gewesen und ich hätte wohl noch länger gebraucht, um meine eigene Motivation zu finden.

    Dass es schwierig für Dich ist, weil Du natürlich auch für Deinen Sohn die größtmögliche Normalität erhalten möchtest, das verstehe ich total. Wobei das, was ihm da vorgelebt wird, ja sicherlich auch nicht schön für ihn ist. Es ist wirklich eine verzwickte Situation.

    Ich glaube, ich würde ihr Schritt für Schritt klar machen, dass es so auf Dauer nicht weitergehen wird und Du Dich nicht mehr um alles allein kümmern wirst. Dass Du als erstes auf Deinen Sohn achtest, ist klar. Aber ich würde alles an Bequemlichkeit aus der Sache rausnehmen, damit die Motivation zu Handeln überhaupt kommen kann.

    Das ist nur das, was ich persönlich machen würde, weil ich selbst weiß, dass sich die Schlinge immer weiter zugezogen hat, umso unbequemer es wurde. Wie Du reagierst, musst Du letztendlich selbst aus der Situation heraus entscheiden.

    Vielleicht nimmst Du Dir die Zeit und liest Dich hier mal ein wenig durch die Themen. Oftmals gehen einem da schon ein paar Lichter auf oder Gedanken werden in Gange gesetzt.

    LG Cadda

    Hallo Yellow,

    ich habe Dich freigeschaltet und Dein Thema direkt in den offenen Bereich in den Angehörigenbereich verschoben. Vor den Betreff habe ich zur besseren Übersicht Deinen Usernamen gesetzt.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch, Schön, dass Du hier angekommen bist, das wird Dir bestimmt helfen.

    LG Cadda