Noch etwas:
Ich halte es übrigens für total gefährlich, jemanden zu "verbieten" seinen Hobbys nachzugehen, weil es ja schließlich unfair wäre, wenn er nicht ständig mit bei der Familie ist. Als ich neulich Deinen langen Beitrag dazu las, war ich erst geneigt dazu etwas zu schreiben und dachte dann "nee, lass lieber, das kommt nicht so an, wie Du es sagen willst". Nun mache ich es doch 
Also ich versetze mich in die Lage des Mannes. Wenn ich damals dem Vater meiner Kinder gesagt hätte: "Du, ich möchte, dass Du keine Alleingänge mehr machst", dann wäre sein nächster Alleingang vermutlich der Weg zum Scheidungsanwalt gewesen (um es mal so richtig überspitzt darzustellen) 
Im umgekehrten Fall übrigens genau so. Hätte mein Mann mir gesagt "Pass mal auf Cadda, ich sitze hier viel zu oft mit den Kindern allein, während Du mit Deinen Mädels um die Häuser ziehst oder Deine Abende beim Sport verbringst", das möchte ich zukünftig nicht mehr", dann hätte ich nie im Leben gesagt "Alles klar Schatz, dann bleib ich zukünftig hier".
ABER: Das ist natürlich alles Ansichtssache und jede Familie muss das für sich so handhaben, wie dann beide damit zurecht kommen. Ich kenne auch Paare, die finden es ganz großartig beide wirklich nichts anderes, außer das Familienleben zu haben.
Das scheint bei Deinem Mann aber nicht so zu sein, sonst hätte er den obigen Satz aus meinem Beitrag von eben nicht gesagt.
Was ich wiederum beruhigend von Dir nun eben gelesen habe ist, dass es offensichtlich so geplant ist, dass er weiterhin seinen Aktivitäten nachgehen kann (nur eben mit Dir gemeinsam, ist das ok für ihn oder braucht er eigentlich gerade diese Zeit für sich??).
So ganz allgemein kann ich zu dem Thema sagen, dass ich verstehen kann, wenn die Frau (oder der Mann), der ständig zu Hause bei den Kindern ist irgendwann die Nase voll von den Aktivitäten des Partners hat.
Aber anstatt diese dann komplett zu unterlassen würde ich eben versuchen, da ein Gleichgewicht reinzubringen.
Die Aktivitäten können weiterhin stattfinden (gern auch allein, wenn das mal gebraucht wird) und im Gegenzug muss es eben Tage geben, wo der Mann zu Hause ist, damit die Frau ihren Hobbys nachgehen kann.
Dann ist es gerecht. Verzicht ist an der Stelle nicht angebracht finde ich, sondern eher ein Kompromiss, dass beide etwas für sich tun können.
Aber Achtung: Wenn die Frau das Bedürfnis NICHT hat, etwas allein mal für sich zu machen und lieber zu Hause ist, dann kann das meiner Meinung nach nicht zu Lasten des Partners gehen. Denn es ist ja nicht sein Problem, dass die Frau nicht das Bedürfnis nach eigenen Hobbys hat. Das sollte kein Grund sein, das eigene Hobby in den Boden zu stampfen.
Aber um nochmal auf den Anfang zurückzukommen:
Ich finde es jedenfalls ganz großartig, wie Dein Mann reagiert hat. Dass er sich auf diesen Kompromiss einlässt, aber ganz klar mitteilt, dass er schauen muss, ob das funktioniert, weil seine Trockenheit offensichtlich wichtig für ihn ist.
Wenn er seine Zeit für sich benötigt, um zufrieden zu sein (und somit auch zufrieden trocken zu sein), dann sollte er sich die auch tatsächlich nehmen können.
Das waren mal so meine Gedanken dazu 
LG Cadda