Beiträge von Cadda

    Guten Morgen Sylvinchen,

    erstmal herzlich Willkommen hier :)

    Den richtigen Zeitpunkt für sowas wird es wohl kaum geben da

    Doch den gibt es zumindest für beteiligte Kinder und der wäre: Je früher, desto besser.

    Ich habe selbst zwei (inzwischen Teenager-Kinder) und ich rede sehr offen mit ihnen über das Thema. Sie haben mir schon oft erzählt, wie viel sie eigentlich mitbekommen haben und wie sehr sie gelitten haben.

    Meine eigene persönliche Schmerzgrenze war viel später erreicht und man handelt ja meistens erst DANN. Die Grenze der Kinder war jedoch längst überschritten, wie ich im Nachhinein feststellen konnte.

    LG Cadda

    Hallo Fabienne,

    es hinterher so aussehen zu lassen, als gehe es jetzt alles besser, weil sozusagen der Grund weg ist, weshalb man(n) ja so viel saufen „musste“…. kenne ich!

    Lass Dir gesagt sein, „in der Ruhe liegt die Kraft“, die Fassade bröckelt meistens schneller, als man gucken kann und dann zählen plötzlich alle Anderen 1+1 zusammen.

    Ja, ich weiß…. Was Andere denken, kann eh egal sein. Mich hat es aber auch genervt. Ich hab mir aber immer wieder gesagt, dass das Wichtigste ist, dass ICH weiß, wie es ist/war.

    Es freut mich, dass es Dir soweit gut geht und Du den Schritt gemacht hast!

    LG Cadda

    Hallo Smarty,

    oft ist das leider so, dass das Sachen packen die einzige (sinnvolle) Option ist.

    Die andere Option wäre Hoffen und Warten, was bei Süchtigen jedoch sinnlos ist.

    Wie ist denn der Stand der Dinge, weiß er von Deinen Gedanken auszuziehen?

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    ich drück Dir die Daumen, dass Du Dich bald eingewöhnst. Ich kann das verstehen, mir fallen Veränderungen auch immer schwer.

    Der Rat an Deine Freundin war richtig. Ich hab in meinem Bekanntenkreis auch einige Leute, die meiner Meinung nach längst eine Grenze überschritten haben. Ich sag nichts. Wenn mich jemand anspricht, bin ich da. Gibt es auch und Derjenige tauscht sich regelmäßig mit mir aus, er trinkt nichts mehr. Aber ER hat das Thema angeleiert. Ich selbst gehe auf niemanden zu, bringt eh nichts. Kenn ich ja noch von mir …

    Schön, dass Deine Kollegen sich so nett von Dir verabschiedet haben, sowas zeigt einem Dich die Wichtigkeit!

    LG Cadda

    Hallo Hera,

    meinst Du, es gibt da wirklich Voraussetzungen, außer nüchtern zu sein und etwas verändern zu wollen?

    Ich kenne mich wirklich nicht aus, aber ich glaub, das wird bestimmt alles klappen.

    Ich drück Dir die Daumen für das Gespräch morgen.

    Berichte danach mal, wie es Dir dort gefallen hat. Das ist ja das Wichtigste, dass Du Dich gut aufgehoben fühlst.

    LG Cadda

    Guten Morgen Angi,

    super, dass sich Deine Werte so schnell normalisiert haben!

    Dein Job liest sich „gefährlich“, ehrlich gesagt. Direkt an der Quelle arbeiten ist schon wirklich schwierig. Könntest Du Dir vorstellen über kurz oder lang in einen anderen „Laden“ im Service zu wechseln, wo der Alkohol eher nebensächlich ist, wie z. B. in eine Café?

    LG Cadda

    Guten Morgen Veru,

    ja, der Alkohol kann schon ziemlich viel Schlechtes anrichten.

    Mir geht es manchmal allerdings auch so, wie Hartmut beschreibt: Ich stelle leichte „Beschwerden“ fest, die mit Sicherheit vorher schon da waren, mir aber nicht aufgefallen sind, weil ich mit einem schrecklichen Kater vorrangig damit beschäftigt war, nicht zu sterben ;)

    Jedenfalls glaub ich Dir, dass diese Diagnose Deine Trockenheit erst Recht stabil hält.

    LG Cadda

    Noch etwas:

    Ich halte es übrigens für total gefährlich, jemanden zu "verbieten" seinen Hobbys nachzugehen, weil es ja schließlich unfair wäre, wenn er nicht ständig mit bei der Familie ist. Als ich neulich Deinen langen Beitrag dazu las, war ich erst geneigt dazu etwas zu schreiben und dachte dann "nee, lass lieber, das kommt nicht so an, wie Du es sagen willst". Nun mache ich es doch :)

    Also ich versetze mich in die Lage des Mannes. Wenn ich damals dem Vater meiner Kinder gesagt hätte: "Du, ich möchte, dass Du keine Alleingänge mehr machst", dann wäre sein nächster Alleingang vermutlich der Weg zum Scheidungsanwalt gewesen (um es mal so richtig überspitzt darzustellen) :saint:

    Im umgekehrten Fall übrigens genau so. Hätte mein Mann mir gesagt "Pass mal auf Cadda, ich sitze hier viel zu oft mit den Kindern allein, während Du mit Deinen Mädels um die Häuser ziehst oder Deine Abende beim Sport verbringst", das möchte ich zukünftig nicht mehr", dann hätte ich nie im Leben gesagt "Alles klar Schatz, dann bleib ich zukünftig hier".

    ABER: Das ist natürlich alles Ansichtssache und jede Familie muss das für sich so handhaben, wie dann beide damit zurecht kommen. Ich kenne auch Paare, die finden es ganz großartig beide wirklich nichts anderes, außer das Familienleben zu haben.

    Das scheint bei Deinem Mann aber nicht so zu sein, sonst hätte er den obigen Satz aus meinem Beitrag von eben nicht gesagt.

    Was ich wiederum beruhigend von Dir nun eben gelesen habe ist, dass es offensichtlich so geplant ist, dass er weiterhin seinen Aktivitäten nachgehen kann (nur eben mit Dir gemeinsam, ist das ok für ihn oder braucht er eigentlich gerade diese Zeit für sich??).

    So ganz allgemein kann ich zu dem Thema sagen, dass ich verstehen kann, wenn die Frau (oder der Mann), der ständig zu Hause bei den Kindern ist irgendwann die Nase voll von den Aktivitäten des Partners hat.

    Aber anstatt diese dann komplett zu unterlassen würde ich eben versuchen, da ein Gleichgewicht reinzubringen.

    Die Aktivitäten können weiterhin stattfinden (gern auch allein, wenn das mal gebraucht wird) und im Gegenzug muss es eben Tage geben, wo der Mann zu Hause ist, damit die Frau ihren Hobbys nachgehen kann.

    Dann ist es gerecht. Verzicht ist an der Stelle nicht angebracht finde ich, sondern eher ein Kompromiss, dass beide etwas für sich tun können.

    Aber Achtung: Wenn die Frau das Bedürfnis NICHT hat, etwas allein mal für sich zu machen und lieber zu Hause ist, dann kann das meiner Meinung nach nicht zu Lasten des Partners gehen. Denn es ist ja nicht sein Problem, dass die Frau nicht das Bedürfnis nach eigenen Hobbys hat. Das sollte kein Grund sein, das eigene Hobby in den Boden zu stampfen.

    Aber um nochmal auf den Anfang zurückzukommen:

    Ich finde es jedenfalls ganz großartig, wie Dein Mann reagiert hat. Dass er sich auf diesen Kompromiss einlässt, aber ganz klar mitteilt, dass er schauen muss, ob das funktioniert, weil seine Trockenheit offensichtlich wichtig für ihn ist.

    Wenn er seine Zeit für sich benötigt, um zufrieden zu sein (und somit auch zufrieden trocken zu sein), dann sollte er sich die auch tatsächlich nehmen können.

    Das waren mal so meine Gedanken dazu :)

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    Er wird sich danach richten und keine alleinigen Outdoor-Unternehmungen mehr starten. Ob er damit zurecht kommt, muss er sehen. Falls ja - alles super, falls nein und er damit seine Trockenheit gefährdet, dann müssen wir uns trennen.

    Das hier ist der wohl großartigste Satz aus dem Ganzen. Denn auch wenn er vielleicht für Dich zunächst negativ aussieht, wegen des Halbsatzes, dass ihr Euch dann trennen müsstet... so zeigt dieser Satz doch, welche Priorität seine Trockenheit hat. Was Dich wiederum sehr freuen dürfte :)

    LG Cadda

    Guten Morgen Thor,

    Du schreibst, dass Deine Partnerin den Entzug gemach hast und "natürlich" auch einige Rückfälle danach hatte. Und genau DAS zeigt im Grunde genommen schon, dass sie noch gar nicht soweit ist aufzuhören (wenn sie es denn überhaupt irgendwann sein wird). Denn Rückfälle gehören NICHT "natürlich dazu".

    Dass sie Dich inzwischen soweit hat, dass Du überlegst, ob DU Schuld an allem bist (Vorwurf, Du seist ein Narzist) ist - wie Morgenrot schon schrieb - völlig typisches Verhalten.

    Deine Freundin hat einen Entzug gemacht und "wollte" aufhören. Es hat nicht geklappt. Das ist sehr niederschmetternd und deprimierend und kaum auszuhalten, sich da selbst einzugestehen, dass es an einem SELBST liegt. Also ist es einfacher, Gründe zu suchen, weshalb man eigentlich trinken MUSS. Da kommen die tollsten Sachen bei raus:

    Der Partner hat die Schuld, die Eltern haben die Schuld, Freunde haben Schuld, Mietrückstände haben Schuld, Steuerbescheide haben Schuld, Verhalten von Freunden ist Schuld, das dauerhaft schlechte Wetter ist Schuld, die Gesellschaft ist Schuld, Corona, der Krieg oder was weiß ich noch alles.

    Lass Dir eines gesagt sein: Es gibt Menschen, die das oben genannte an Gründen jeden Tag mit sich tragen. Es gibt hier sogar etliche, die WIRKLICH einen Partner an der Seite haben, der bösartig ist und trotzdem saufen diese Menschen nicht.

    Was auch immer gern als Grund genommen wird: Es wird getrunken, weil Depressionen im Spiel sind.

    Kann man auch nicht gelten lassen, denn Depressionen lassen sich nur behandeln, wenn die Alkoholsucht bekämpft ist.

    Was ich Dir sagen will: Du kannst nichts tun. Du könntest der Vorzeigepartner sein, der jedem Streit aus dem Weg geht (das ist wiederum ein Verhalten eines Co-Abhängigen, welches dann irgendwann zum Spießrutenlauf wird) und sie würde trotzdem trinken.

    Wenn Du Dir selbst einen großen Gefallen tun willst, dann versuch die Verantwortung für ihre Süchte abzulegen und Dich davon abzugrenzen, damit Du nicht mit unter gehst.

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    ich behaupte mal, dass die Person, die zum Alkohol greift um Probleme zu verarbeiten, bereits süchtig IST oder zumindest bereits am Anfang der Sucht steht (und nicht erst durch das Verhalten süchtig WIRD).

    Denn wenn das (Sucht-)Hirn in solchen Momenten bereits anschlägt, dann läuft da ja zu dem Zeitpunkt bereits etwas falsch.

    LG Cadda

    Hallo Mario,

    ein Rückfall ist nie harmlos. Das kann man sich nicht schön reden.

    Es sei denn, der nötige Ernst fehlt, wie Du richtig erkannt hast.

    Wie ernst ist es Dir denn, wenn Du im Gespräch mit einer Freundin schon das peinliche Erlebnis eines Rückfalls durchdenkst?

    Du solltest tatsächlich mehr an Dich selbst glauben.

    LG Cadda

    Hallo Marion,

    4 Wochen sind ein guter Anfang! Manche finden es gut und richtig für sich, beide Süchte in den Griff zu bekommen, andere legen ihren Fokus zunächst auf die Abstinenz und gehen das Rauchen später an. Wenn für Dich Beides machbar ist, umso besser :)

    Wie gehst Du mit Deiner Krankheit um? Offen oder eher nicht? Erfährst Du Unterstützung von Deiner Familie?

    Frohes Schaffen beim Putzen :mrgreen:

    LG Cadda

    Guten Morgen Veru,

    schön, mal zu lesen, wie es Dir so ergeht.

    Die Sache mit den Tropfen… Es zeigt, wie sehr man in allen Richtungen aufpassen sollte. Das wird Dir sicherlich kein zweites Mal passieren.

    Noch vor ein paar Monaten habe ich auf Partys dir genau sagen können wer wieviel und was im Glas hat.

    Der Fokus hat sich total verlagert :saint:

    Das ging mir exakt genau so!

    Es ist ein tolles Gefühl, wenn Nüchternheit zur Normalität wird!

    LG Cadda

    Guten Morgen Hera,

    den letzten Absatz hätte ich schreiben können.

    Du kannst die Vergangenheit nicht ändern. Du kannst es aber zukünftig besser machen.

    Ich mache das nun seit bald 5 Jahren besser mit meinen Kindern und je mehr Zeit vergeht, umso größer wird eben auch die gute Zeit. Das ist ein gutes Gefühl.

    Du hast auch die Möglichkeit es nun besser zu machen. Nutze sie!

    LG Cadda

    Guten Morgen Hera,

    das liest sich klasse! Mir ging es auch so, dass ich Deine aufgezählten Veränderungen wahrgenommen habe und mich das total angespornt hat, auf meinem Weg zu bleiben.

    Was das Gespräch in der Tagesklinik angeht:

    Müssen musst Du gar nichts, Hera.

    Du kannst zu dem Gespräch gehen und wenn Du Dich dort wohl fühlst, ist das super.

    Wenn aber nicht, dann ist das kein Drama. Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass Du wiederum das Gefühl hast, dort dringend hin zu müssen. Wie kommt das?

    Du erwähntest, dass es Dir bevor steht, bei Deinen Angehörigen „reinen Tisch“ zu machen.

    Ich kann Dir nur den Rat geben, den Gedanken abzustellen, dass Du etwas ganz Furchtbares beichten musst.

    Wechsle da mal den Blickwinkel. Du möchtest nicht etwas beichten, sondern lediglich berichten. Nur zu Deinem Schutz, damit man das zukünftig einordnen kann. Dich hat der Alkohol abhängig gemacht und deshalb wirst Du zukünftig keinen mehr trinken, das hast Du für Dich beschlossen und fertig, das war’s auch schon.

    Ich habe am Anfang immer gedacht, ich müsse mich rechtfertigen. Etwas Schlimmes erzählen. Je reumütiger ich das erzählt habe, umso dramatischer hat mein Gegenüber das aufgefasst.

    Inzwischen berichte ich sowas, wenn ich es für nötig und sinnvoll erachte, ganz nebenbei, als wäre es das Normalste auf der Welt, dass sowas passieren kann (ist es ja irgendwie auch fast).

    Und siehe da: Je unbedeutender die „Beichte“, umso unerschrockener und unaufgeregter die Reaktion.

    LG Cadda