Beiträge von Cadda

    Hallo Politurat,

    ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dich auch direkt dort hin verschoben. Wenn das nicht ok ist, melde Dich noch einmal.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch :)

    Super, dass Du es angegangen bist!!!

    LG Cadda

    Hallo Steffi,

    ich habe Dich freigeschaltet und direkt in den offenen Bereich verschoben. Ich habe mal Deinen User-Namen vor den Betreff geschrieben, damit wir Dich und Du Dich selbst besser wieder findest :)

    Wenn das alles nicht in Ordnung sein sollte, dann sag bitte Bescheid.

    Zu Deinem Thema:

    Es ist soooo typisch, dass der Alkoholiker den Spieß umdreht und die Probleme bei der Angehörigen sucht. Es werden komplett die Tatsachen verdreht, damit Du nachher am Ende selbst glaubst, dass DU das Problem hast oder bist. Aber bitte lass Dich davon nicht in die Irre führen. Das wird nur getan, damit die eigene Sucht quasi "erklärt" wird. Ganz nach dem Motto "Kein Wunder, dass ich saufen MUSS, weil Du ja so bist, wie Du bist" oder als ob Du das alles falsch wahrnimmst.

    Man zweifelt ja nachher schon manchmal selbst an sich. Das kenne ich auch. Denn obwohl ich selbst trockene Alkoholikerin bin, war ich auch lange Zeit co.abhängig. Mich hat das am Ende wahnsinnig gemacht. Auch das immer Dinge anders wiedergegeben wurden, als sie waren, das kenne ich. Und das Schlimmste ist, dass derjenige das selbst genau so glaubt, wie er es behauptet.

    Du kannst Dir da auch den Mund fusselig reden und Dich im Kreis drehen, wie Du willst. Du wirst da nicht an ihn herankommen. Ich habe lange versucht, immer wieder zu versuchen, es verständlich zu machen. Aber es ist verschwendete Energie, glaub mir. Die Energie verpufft in der Luft, noch bevor sie beim Alkoholiker ankommt. Leider :(

    Was könntest Du tun, um besser Abstand zu bekommen?

    LG Cadda

    Guten Morgen Steffi,

    ich möchte Dich erstmal hier Willkommen heißen bei uns. Es ist sehr gut, dass Du hier her gefunden hast.

    Ich bin momentan nur über das Handy online, aber wenn ich zu Hause bin würde ich gern nochmal auf Dein Geschriebenes eingehen.

    Ich schicke Dir schon einmal den link, um Dich für den offenen Bereich zu bewerben. Einfach kurz ausfüllen, dann können wir Dich freischalten, damit Du Dich mit allen austauschen kannst.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bis später :)

    LG Cadda

    Guten Morgen Nudeltante,

    Du schreibst, dass Du seit einigen Monaten arbeitsunfähig bist, weil Dein Arbeitgeber Dir eine Abfindung zahlen wollte, damit Du gehst, weil er ja anscheinend der Meinung war, es passt nicht.

    Das wolltest Du nicht, hast Du ihm bestimmt mitgeteilt und bist seit dem aber Arbeitslos, weil Dich das gekränkt hat und weil Du zudem auch noch Dinge hast, die Du verarbeiten musst.

    Wenn ich das falsch verstanden habe, dann korrigiere mich bitte.

    So und nun bist Du seit Monaten arbeitsunfähig, Dein Betrieb in dem Du arbeitest, wird wissen, dass es was mit dem Abfindungsangebot zu tun hat und wird entsprechend enttäuscht sein, dass Du nun nicht mehr dort arbeitest, aber sie nach wie vor Dein Gehalt zahlen müssen.

    Ich bitte Dich wirklich mal, Dich in die Lage des ArbeitGEBERS zu versetzen. Ich glaube, wenn ich ein Unternehmen leiten würde, da könnte ich noch so familienfreundlich sein... Wer zahlt denn schon gern ein Gehalt über Monate an den Angestellten, der aber nicht zur Arbeit erscheint, weil mir offensichtlich krumm genommen wird, dass ich der Meinung war, es würde nicht passen, weshalb ich eine Abfindung angeboten habe.

    Vermutlich setze ich mich hier ganz fürchterlich in die Nesseln und bekomme eines auf den Deckel, weil es heißt "wenn krank dann krank".

    Manchmal denke ich dann aber auch, bin ich denn die Einzige, die denkt, dass man manche Dinge einfach eben machen MUSS, weil es nun mal eben so ist?

    Vielleicht sprudelt nun auch das aus mir raus, was in einem anderen Thread auch schon meine Gedanken waren und das ist nur das i-Tüpfelchen hier. Ich muss glaube ich mal in mein eigenes Tagebuch rüber und da meine Gedanken lassen, denn ich will auch nicht, dass Du das hier abbekommst, was in mir selbst so vorgeht, wo ich vielleicht auch mal bei mir schauen muss, ob ICH denn eigentlich zu intolerant bin in diversen Themen.

    Ich denke mir nur hier bei Deinem Thema folgendes: Wir alle haben viel zu verarbeiten, sonst wären wir nicht hier in diesem Forum. Ich habe Jahre lang gesoffen, viele andere auch und es gibt hier Angehörige (war ich auch), die echt verzweifelt sind. Ich fühlte mich übrigens auch oft arbeitsunfähig und war es durch den Suff auch manchmal. Aber wenn ich über Monate nun in meinem Betrieb fehlen würde, der auch sehr familienfreundlich ist, dann würde ich damit rechnen, dass die da irgendwann auch einfach keinen Bock mehr drauf haben. Denn es ist doch ein Nehmen und Geben. Ich will als Chef doch nicht nur Geben.

    Die Menschen haben alle so viele Probleme. Eigentlich alle hier in diesem Forum. Jetzt stelle man sich mal vor, jeder würde sich aus der Arbeit herausnehmen, weil es zu viele Sorgen sind. Das ganze System würde zusammenbrechen, weil einfach 80 % der Menschheit krasse Sorgen haben.

    Mit diesem Text hier fühlst mit Sicherheit nicht nur Du Dich angesprochen. Das ist hier ja nur ein Beispiel für ein ganz großes Thema. Wie gesagt, ich werde es mal zu mir verlagern. Allerdings ducke ich mich dann vorsichtshalber schon mal und mache mich ganz klein, weil ich weiß, dass ich damit vermutlich sehr viele Leute angreifen werde. Was ich eigentlich gar nicht will.

    Denn ich unterscheide auch zwischen akuter Überlastung und einer Sache, wie Deiner hier. Wenn ich gerade einfach nicht mehr ein noch aus weiß und wenn es mir echt schlecht geht, dann gehe ich auch zum Arzt. Dann MUSS man auch zum Arzt, denn dann ist man einfach seelisch vollkommen überlastet. Aber dann arbeite ich daran, dass ich möglichst bald wieder genesen bin und es weiter gehen kann oder aber eben ich suche mir etwas, wo ich dann hingehen kann auf die Arbeit oder ich gehe in Frührente, wenn es nicht anders geht. Wenn ich wirklich krank bin, kann ich auch bei einer seelischen Erkrankung nicht arbeiten. Diese Dinge will ich nicht in einen Topf geworfen haben, es sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

    Du hast das hier aber so beschrieben, dass Du sauer warst, dass Dir eine Abfindung angeboten war. Und sich DESHALB über Monate krankschreiben zu lassen und es so weiterlaufen zu lassen, obwohl Du bereits wusstest, dass Du eh dort nicht mehr glücklich bist und etwas anderes arbeiten möchtest. Da frage ich mich, worauf Du geartet hast. Da wäre es doch fair zu sagen: Ok Arbeitgeber, hast Recht, passt nicht. Ich versuche mir etwas anderes zu suchen in der Zeit meiner Arbeitsunfähigkeit (wenn sie denn sein muss). Nun hast Du die Kündigung und gibst diese zum Anwalt, obwohl Du doch EH nicht mehr dort sein willst. Das geht in meinen Kopf nicht so richtig rein. Dann nimm doch das Arbeitslosengeld, welches Du ja bekommst, weil Du gekündigt wurdest und suche Dir etwas, woran Du Spaß hast. Wäre das nicht eine Möglichkeit?

    Wie gesagt: Ich weiß im Einzelfall ja gar nicht, was alle vorgefallen ist. Aber so wie Du es selbst in Deinem Beitrag beschrieben hast... Ja, da versetze ich mich halt auch mal in die Lage des Arbeitgebers und wenn ich einen Betrieb hätte, dann wüsste ich nicht, wie ich da reagieren würde. Aber sicherlich nicht, so, dass ich mich zurücklehne, die Sache laufen lasse, weil ich weiterhin familienfreundlich sein will. So familienfreundlich, dass ich jeden Monat ein Gehalt zahle, wo ich den Empfänger aber gar nicht zu Gesicht bekomme.

    Wie gesagt: Anders, wenn es nicht durch den Auslöser (Angebot zur Aufhebung und Abfindung) zur Arbeitsunfähigkeit gekommen ist, sondern durch eine Krankheit, die unabhängig davon ist, ob ich gerade sauer auf meinen Arbeitgeber bin.

    Vielleicht hilft Dir die Sichtweise des Gegenübers, nicht mehr ganz so wütend zu sein über die Kündigung, sondern es als Chance zu sehen für den Startschuss in eine berufliche Zukunft, wo Du auch glücklich werden kannst. Es gibt doch so viele Dinge, die Dir bestimmt Spaß machen. Da musst Du dann auch nicht weiterhin bei einem Arbeitgeber angestellt sein, den Du eh zum ko...... findest. Das macht doch auch nicht zufrieden.

    LG Cadda

    Hallo Mexico,

    gut, dass Du Dir Gedanken dazu machst. Nicht leichtfertig abtun, sondern drüber nachdenken. Das Suchtgedächtnis kann überall und immer aufkreuzen. Richtig damit umgehen und es einzuordnen wissen, darauf kommt es dann an.

    LG Cadda

    Hallo Bernd,

    ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und mal Deinen Usernamen vor den Betreff geschrieben, um Dich besser wiederzufinden.

    Da Du den geschützten Bereich angesprochen hast, habe ich vorerst mit der Verschiebung in den offenen Bereich gewartet. Du bist also freigeschaltet, aber Dein Thema ist noch im Vorstellungsbereich.

    Möchtest Du im offenen Bereich ein neues Thema eröffnen oder kann Dein Thema, so wie es hier ist, in den richtigen Bereich verschoben werden?

    Gruß Cadda

    Guten Morgen Bernd,

    wie ich oben schon schrieb: Bitte nicht nachmachen, eine Entgiftung sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

    Ich hatte Dir den link für die Bewerbung gesendet. Das hier ist nur der Vorstellungsbereich. Um Dich weiter auszutauschen, wäre es super, wenn Du den bitte einmal kurz ausfüllen und absenden würdest, damit wir Dich freischalten können.

    LG Cadda

    Hallo Claudia,

    genau das ist das Problem. Du kannst absolut nicht wissen, ob es funktioniert und deshalb ist es wichtig, dass Du Dein Glück nicht von ihm abhängig machst. Mach Deine Pläne so, als ob er es nicht schafft, denn genau das KANN passieren. Wenn Du dann wieder in ein Loch fällst, hilft Dir das kein Stück weiter. Chancen kannst Du also vorher nicht berechnen. Es kann klappen, es kann aber auch schief gehen.

    Deshalb solltest Du versuchen, Dich auf Dich zu konzentrieren. Das ist im Moment wirklich total wichtig, sonst fällst Du in ein tiefes Loch.

    Wie gesagt: Das eigene Glück sollte niemals abhängig von einer anderen Person sein. Man kann Enttäuschungen erfahren oder Glück empfinden durch Andere, das ist klar. Aber die richtig echte Zufriedenheit sollte nur von Dir und für Dich selbst erarbeitet sein.

    LG Cadda

    Hallo Bernd,

    nächstes Mal (welches es hoffentlich nicht gibt), bitte unter Aufsicht eines Arztes entgiften. Ein kalter Entzug kann tödlich enden, deshalb an diejenigen, die mitlesen: Bitte nicht nachmachen.

    Ansonsten ist es schön, dass Du den Weg zurück gefunden hast und es erneut angehen willst. Möchtest Du Dich hier regelmäßig austauschen? Falls ja, schicke ich Dir einmal den link für die Bewerbung, damit Du diese kurz ausfüllen und absenden kannst. Wir können Dich dann für den offenen Bereich freischalten.

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Hallo Debby,

    ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und direkt in den offenen Bereich verschoben. Hier geht es nun für Dich weiter. Ich habe mal Deinen Usernamen vor den Betreff gesetzt, um Dich leichter wiederzufinden. Wenn das alles nicht ok sein sollte, melde Dich bitte noch einmal hierzu.

    Dass Du einen Termin für Donnerstag bekommen hast, ist schon mal sehr gut.

    Dir wird der Austausch hier bestimmt auch helfen und die Geschichten, die Du hier lesen kannst.

    LG Cadda

    Guten Morgen Claudi,

    ich sehe das etwas zwiegespalten. Ich habe selbst zwei Jungs. Die haben zwar noch keinen Führerschein, aber WENN sie einen hätten und sich zum Tennis verabredet hätte und es so kompliziert wäre mit dem Bus und ich ihnen Zeit ersparen könnte, um später noch zu lernen und mehr vom Tag zu haben. Sprich, wenn ich es meinen Jungs leichter machen könnte, indem ich ihnen einen Gefallen tue... Dann würde ich genau das auch tun.

    Das mache ich auch jetzt manchmal. Mein Sohn wollte sich neulich treffen, ein paar Dörfer weiter. Mit dem Rad wollte er fahren bei absolutem Schei..-Wetter. Da hab ich auch gesagt: "Pass auf, ich fahr Dich schnell rüber": Obwohl er mich nicht darum gebeten hat. Ich hab ihm einfach Hilfe angeboten, die er dankend angenommen hat. Das läuft für mich unter der Kategorie "in der Familie und unter Freunden hilft man sich gern mal".

    Ich sehe mich deshalb nicht als co-abhängig, sondern vielleicht als eine Mutter, die ein wenig zu viel betütelt :)

    Kann daran nichts schlimmes finden.

    Allerdings ist DEINE Situation natürlich nun auch etwas besonders, dadurch, dass Dein Sohn eben alkoholabhängig ist und Du co.-abhängig. Deshalb könnte man es tatsächlich in die Kategorie "Eigenverantwortung" stecken. Kann sein, dass Du ihm (und Dir) eher einen Gefallen getan hättest, das Ding für sich selbst durchzuziehen und für Dich wäre es eine bestandene Prüfung gewesen, ihn machen zu lassen

    Aufgrund der besonderen Situation könnte "man" es tatsächlich so auslegen, dass es richtig gewesen wäre, sich zurückzuhalten.

    Aber wie gesagt: In einer ganz normalen Situation läuft das für mich unter "Ich hab meinem Sohn halt was Gutes getan" und das finde ich eben auch so normal, wie die Situation an sich auch ist :)

    Kompliziert, ich weiß. Aber ich glaub, Du weißt, was in meinem Kopf vorgeht und wie ich das meine, weshalb ich zwiegespalten bin.

    LG Cadda

    Guten Morgen Api,

    ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschließen. Was möchtest Du mit Büchern, die Jemandem helfen könnten, der aufhören WILL zu trinken? Das sind alles Bücher, die Dir absolut gar nichts bringen.

    Die Buchtips für Angehörige hingegen schon. DAS sind die Bücher, die Dich interessieren sollten.

    Das, was Christrose geschrieben hat, geht mir auch durch den Kopf, Wenn Du nicht in die Handlung kommst, dann zieht das Leben an Dir vorüber, ohne dass Du zufrieden sein kannst und auch für Deinen Sohn ist es eine Zeit, die man nicht mehr zurückdrehen kann.

    Ich wünsche Dir, dass Du genügend Kraft aufwenden kannst, Dich selbst hochzubekommen in die Handlung. Der Wille allein reicht leider nicht, um eine Veränderung zu erreichen.

    LG Cadda

    Lieber Petter,

    ich mag Dich unglaublich gern lesen, Deine Art gefällt mir und umso mehr gönne ich Dir von Herzen einen tollen Neustart. Ich wünsche Dir dafür wirklich alles Gute und freue mich darauf, dass Du hier hoffentlich davon berichtest :)

    LG Carina

    die Kinder haben ein schönen großen Garten, Freunde Nachbarn links und rechts.

    Kann man das mit dem Gewissen vereinbaren?

    Ja, das kann man mit seinem Gewissen vereinbaren.

    Die Kinder werden größer, haben meiner Meinung nach kein ruhiges Umfeld. Ich bin nur angespannt und oft so verzweifelt.

    Kann man DAS mit seinem Gewissen vereinbaren??


    Ich steckte in einer ähnlichen Situation. Großes Haus, großer Garten, gewohntes Umfeld, tolle Kinderzimmer, nette Nachbarkinder.

    Die Kinder waren dennoch wahnsinnig unglücklich, wie sich auch im Nachhinein in Gesprächen immer wieder herausstellte.

    Jetzt wohnen wir woanders. In einer kleinen Wohnung. Mit ganz viel Ruhe und Zusammenhalt. Mehr Freude, weniger Verzweiflung. Mit Spaß am Alltag, einem viel ruhigeren Umgang miteinander.

    Ich habe das nicht eine Sekunde bereut und weiß, dass meine Kinder mir sehr dankbar sind, dass sie nicht weiter in einer Umgebung leben mussten, wo Alkohol so eine große Rolle spielte.

    Ich kann Dir nur raten, Deine Sachen zu packen und zu gehen. Wenn der Liebeskummer vergangen ist und ihr zur Ruhe kommt, wird es definitiv BESSER!!!!!!

    LG Cadda

    Guten Morgen Maritha,

    sehe ich auch so, hier bist Du nun richtig :)

    Das Verhalten Deines Sohnes jetzt ist irgendwie sehr typisch. Er sucht Gründe und findet sie. Die Sache mit seinem Vater, der Freund, der Alkohol anschleppt. Alles Gründe in denen er sich jetzt suhlt, um weiter trinken zu "müssen". Das muss er aber nicht. Er hätte die Chance wahrnehmen können. Es gibt so viele Menschen mit etlichen, schlimmen Problemen, die trotzdem nicht trinken. Es gibt immer einen Weg, auch für Deinen Sohn.

    Mir tut es leid so etwas zu lesen, denn dass man sich von seinem eigenen Kind nicht so gut abgrenzen kann, wie von einem Partner, das verstehe ich total. Aber ich kann Dir nur raten, dass Du Dich auf diese Gespräche nicht mehr einlässt. Das bringt niemanden weiter nach vorn. Weder Dich, noch ihn. Ich weiß, dass sich das leichter sagt, als es getan ist. Aber es wird Dich immer weiter runterziehen. Könntest Du Dir vorstellen, ihm zu sagen, dass Du nicht mehr mit ihm reden möchtest, wenn er Alkohol getrunken hat? Damit schließt Du die Tür nicht komplett. Wenn er sich wieder für den trockenen Weg entscheidet, ist die Tür ja offen. Aber momentan halt nicht.

    LG Cadda

    Guten Morgen Debby,

    herzlich Willkommen hier bei uns. Es tut mir leid, dass Du das erleben musst zur Zeit. Du kannst aber leider nicht mehr machen, als in solchen Situationen einen Rettungswagen zu rufen.

    Das wäre ein Plan für den MOMENT.

    Was genau ist Dein Plan für die ZUKUNFT?

    Möchtest Du Dich hier regelmäßig austauschen? Dann schicke ich Dir einmal den link für die Bewerbung für den offenen Bereich.

    Kurz ausfüllen und absenden, dann können wir Dich zum Austausch freischalten.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Also mir persönlich hat es damals geholfen, als ich ausgezogen war. Wir waren noch zusammen und es tat mir gut, „nur“ aus der Ferne etwas mitzubekommen. Es war ja gar nicht mehr so die Möglichkeit da, alles mitzubekommen und so konnte ich mich besser auf mich konzentrieren.

    Der Ernst der Lage kommt dadurch auch an. Es zeigt sich dann, wie und ob es weitergeht. Der Alkoholiker ist dadurch mehr auf sich gestellt und als Co. Abhängige bekommt man einen Rückzugsort. Es wird sich abgegrenzt.

    Dazu kommt noch ehrlich gesagt, dass der Schritt erstmal besser machbar ist, weil es nicht ganz so alles auf einmal ist. Manchmal lässt sich mit einer eigenen Wohnung besser und wenigstens etwas leichter eine Entscheidung treffen.

    Aber das empfindet wohl jeder auch anders.

    LG Cadda

    Guten Morgen liebe Nudeltante,

    erstmal tut es mir leid, dass Du so eine Enttäuschung in Dir haben musst. Hast Du das Gefühl, dass es das erste Mal war, dass er etwas getrunken hat nach der Klinik? Ich frage es deshalb, weil Du beschreibst, dass Du ihn beobachten musstest um Dir Deiner Wahrnehmung sicher zu sein und dass, obwohl er ja offensichtlich so viel getrunken hatte, dass ihr sogar eine Kotz-Tüte mitgenommen habt. Das deutet ja daraufhin, dass er deutlich mehr getrunken haben muss, als ein Energie mit Alkohol. Deshalb frage ich mich natürlich, wenn er seinen Zustand so gut verbergen konnte, dass es zunächst nicht ganz so offensichtlich für Dich war, obwohl er dann später doch schwankend und mit Kotz-Tüte bewaffnet war, ob Dir vielleicht die ein- oder andere Situation, in der er vielleicht "nur" wenig getrunken hat, Dir durch die Lappen gegangen sein könnte sozusagen.

    Du denkt jetzt vielleicht, das spielt doch gar keine Rolle, wieso reitet sie da jetzt drauf rum. Aber ich finde schon, dass es einen Unterschied macht,

    ob man - kaum zu Hause angekommen - wieder in sein altes Muster fällt oder ob es sich um eine einmalige Sache handelt.

    Wobei ich - so leid es mir tut - auch sagen muss, dass ich es auch ziemlich entscheidend finde, dass er nicht von sich aus gesagt hat, dass er einen Rückfall hatte und handeln möchte, um wieder sofort auf den richtigen Weg zu gelangen. Du hast ihn quasi ja erst in die Richtung getrieben, indem Du ihn erwischt hast.

    Du merkst, ich bin da echt hin- und hergerissen. Ich finde nämlich keineswegs, dass ein Rückfall bei der Erkrankung dazugehört, wie Therapeuten es oftmals sagen. Natürlich kann das passieren, sollte es aber nicht und muss es auch nicht.

    Ich erinnere mich noch an eine Dame aus meiner Gruppe, die in der Zeit, wo ich dort war, insgesamt 3 Rückfälle hatte und jedes Mal hinterher freudestrahlend erzählte, dass sie ja glücklicherweise den Weg jetzt wieder hergefunden hat und "Rückfälle ja nun mal dazugehören". Na super. Mit der Einstellung bin ich nicht trocken, das ist meine Meinung.

    Dann kann ich nicht sagen "Ich lebe abstinent und bin trocken/nüchtern".

    Da kann ich höchstens sagen "Ich saufe nur noch 4 Mal im Jahr".

    Wie es bei Deinem Mann nun weitergeht, können wir alle natürlich nicht wissen. Wie es IN IHM aussieht, weiß nur ER. Wie es in der Klinik war. Was bei ihm wirklich nicht nur angekommen ist, sondern was er auch von Herzen möchte. Ob er letztendlich nur trocken sein möchte, damit er seine Familie nicht verliert oder ob er es wirklich, ganz wirklich von selbst möchte. Du kannst nicht in ihn hineinsehen.

    Als ersten Gedanke hatte ich vorhin, als ich das gelesen habe "Das ist der typische Nachteil dieser Therapie in der Klinik. Kaum aus der Käseglocke wieder raus, im normalen Alltag angekommen, ist die Versuchung groß".

    Aber das finde ich bei Euch eigentlich gerade nicht. Denn ihr stellt Euch ja auf ihn ein. Da ist es ja nicht so, dass er nach Hause gekommen ist und Du erstmal schön mit einem Glas Wein vor dem TV gehockt hast oder ihr als erstes mal zu einer Party gegangen seid oder zu einem Konzert. Im Grunde genommen hatte er ja nach seinem Klinikaufenthalt die besten Voraussetzungen zu Hause. Du hast ihm sogar angeboten, sich direkt zu melden, wenn er das Verlangen nach Alkohol hat. Das hat er nicht getan, was bedeutet, dass er trinken wollte. Da gibt es nichts dran zu rütteln leider.

    Wie es jetzt weiter geht? Ob Du nun alle paar Wochen so ein Rückfall hinnehmen willst, weil er "dazugehört" oder ob Du für Dich Deine Konsequenzen ziehst, damit Euer Kind eben nicht jedes Mal die Enttäuschung erleben muss? Ich weiß es nicht. Das ist vielleicht jetzt auch zu früh, das zu wissen, Du wirst es vermutlich selbst nicht wissen.

    Wenn Du in ihn reinschauen könntest, dann würdest Du mit Sicherheit eine Entscheidung treffen können. Aber das kannst Du ja leider nicht.

    Gut, dass Du Dich hier gemeldet hast! Für Dich!

    LG Cadda