Beiträge von Cadda

    Achelias, während Du angetrunken warst oder auch in nüchternen Phasen/Tagen?

    Als ich gefeiert habe, fühlte ich mich auch toll. Nüchtern jedoch grässlich. Wenn mich dann Jemand für eine Sache vielleicht sogar zu Recht gelobt hat, wusste ich ins Geheim aber, wie schlimm es um mich steht und dachte, wenn mein Gegenüber wüsste…. Würde er das Lob nicht aussprechen.

    Ja, doch was hat das mit " ... spielt aber natürlich in den Komplex Sucht mit hinein ... " zu tun?

    Hallo Achelias,

    mein erster Gedanke ist, dass es in den Komplex Sucht mit hineinspielt, weil ich als Süchtige so ein geringes Selbstwertgefühl hatte, dass ich Lob nicht annehmen konnte.

    So wie Hanseat es auch beschreibt, so ging es mir auch und ich denke vielen anderen Süchtigen auch.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das gemeint war.

    Hartmut: Ich benötige kein Lob, um trocken zu bleiben. Aber ich freue mich trotzdem, wenn Andere bemerken, dass ich es gut mache und das auch sagen.

    Voraussetzung sollte es nicht sein. Aber gut tut es trotzdem :)

    Ich selbst lobe Jemanden aus meiner Familie, der aufgehört hat zu trinken, auch manchmal. Er sagte mir gerade neulich, dass es ihm gerade am Anfang geholfen hat. Das freut mich dann.

    Interessantes Thema übrigens :)

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    Petter hat Recht: Jeder, der hier schreibt, hilft ein Stück weiter. Es gibt hier so viele User, die unermüdlich schreiben und damit helfen, auch ohne dass sie Moderatoren sind. Ob nun viel oder wenig. Wie Linde schon schreibt, kann man sich mitunter schon etwas herauspicken, wenn man „nur“ seine eigene Geschichte hier im Forum lässt.

    Deine Geschichte finde ich übrigens sehr spannend :)

    Ich finde es interessant, dass Du schon mit der Akzeptanz, dass Du zur Zeit nicht das Gefühl von verliebt sein, sondern nur mögen empfindest, eine Menge Druck abbaust. So kannst Du in Ruhe herausfinden, wie es weitergeht.

    LG Cadda

    Guten Morgen ihr Lieben,

    ich komme hier kaum hinterher mit dem Lesen, geschweigedenn mit dem Schreiben momentan :S

    Ich will nicht jammern, aber ich hab im Moment echt so viel um die Ohren, dass ich abends manchmal einfach ganz früh ins Bett falle und gerade noch so übers Handy hier die Beiträge überfliege. Sonst habe ich immer Beitrag für Beitrag sorgfältig gelesen, aber im Moment bin ich froh, dass ich überhaupt hinterherkomme. Ich denke dann oft "Ah, dazu muss ich morgen über mein Laptop was schreiben" und wenn es dann soweit ist, dann weiß ich nicht mehr, wo ich was gelesen habe =O

    Jetzt wollte ich wieder auf so viele Dinge im Forum eingehen und die Zeit reicht nicht aus. ABER: Wie gesagt, das Wochenende steht vor der Tür. Juhuuuuuuuu.

    So, ich muss los. Muss um 8.00 Uhr da sein, es wird knapp.

    LG Cadda

    Guten Morgen Nika,

    Es ist weiterhin alles in Ordnung, diese Untersuchungen und das Warten aufs Ergebnis hab ich früher nur betrunken ausgehalten und ich muss gestehen, ich hab mir echt gedacht, wenn sie wieder was finden fange ich wieder zum trinken an.....zum glück alles ok.

    hier bin ich irgendwie hängen geblieben gedanklich, denn das ist ehrlich gesagt nicht gut. Pass da bitte schön über Dich auf!

    Schlechte Situationen lassen sich nüchtern besser ertragen, als besoffen. Jedenfalls langfristig. Ich hoffe, dass Du da noch umdenken kannst mit der Zeit, denn im Leben warten leider immer mal wieder schlechte Nachrichten. Wenn die Trockenheit davon abhängt, wie das Leben verläuft, dann ist es zu unsicher. Wie gesagt, pass da bitte schön auf Dich auf!

    Ansonsten weiß ich gar nicht, was ich für Dich hoffen soll. Hoffe ich für Dich, dass Dein Partner es schafft, zu Hause keinen Alkohol zu trinken?

    Oder hoffe ich für Dich, dass er es nicht schafft, damit er geht und Du die Möglichkeit hast, einen Partner an Deiner Seite zu haben, der nicht abhängig ist?

    Was würdest Du an meiner Stelle für Dich hoffen? :saint:

    Bleib auf Deinem Weg! Wie auch immer der sich in nächster Zeit gestaltet!

    LG Cadda

    Hallo Fibonacci,

    freut mich, von Dir zu lesen. Mir geht es, wie Dir. Ich empfinde auch Ekel, wenn ich daran denke, dass ich jetzt etwas trinken "müsste". Was Du da von der anderen Gruppe berichtest, ist ja irgendwie verrückt. Also so kann das ja nun wirklich nichts werden. Ich hatte mal eine in einer realen Gruppe, die auch ständig von Rückfall zu Rückfall gelebt hat und das irgendwie gar nicht ganz so tragisch nahm. Angeblich gehöre das ja zur Krankheit dazu. Ich fand die echt schräg. Da kann man ja nicht mal von Abstinenz sprechen. Im Kopf noch eine Säuferin, die einfach nur auf Krampf eine Zeit lang nichts trinkt. So hab ich das empfunden. Hört sich abwertend an, aber soll es gar nicht sein. Ich fand sie sogar nett. Aber ich hatte von der ersten Stunde an das Gefühl, dass sie die Ernsthaftigkeit gar nicht empfunden hat, So wurde ihr es allerdings dann auch vermittelt.

    Du schreibst, dass Du sowas in Deiner aktuellen Phase nicht gutheißen kannst. Das ist auch vollkommen richtig! Ich behaupte sogar mal, dass diese Gruppe nicht nur NICHT hilft, sondern auch noch gefährdet. Wenn das nämlich ein Wackelkandidat liest, dann ist das sogar gefundenes Fressen, auch mal eben wieder saufen zu dürfen/können.

    LG Cadda

    Hallo Brigitt,

    ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema direkt an die richtige Stelle verschoben.

    Da Du eher einen Text in den Betreff geschrieben hast, habe ich mir mal erlaubt, das ein wenig abzukürzen und Deinen Usernamen davor zu setzen. Schau Dir das mal an und guck, ob es so in Ordnung ist. Ansonsten melde Dich bitte gern nochmal bei mir.

    Hier geht es nun für Dich weiter.

    LG Cadda

    Hallo Pusteblume,

    Natürlich wäre mir langfristig eine stabile Beziehung am liebsten, aber das hat man mit einem Süchtigen,auch nach Abstinenz nie.Korrigiere mich,wenn ich damit falsch liege.

    Darf ich Dich auch korrigieren? Ich mach es einfach mal :saint:

    Wenn Du mit MIR eine Beziehung haben würdest, dann müsstest Du Dir keine Sorgen machen. Ich bin sehr glücklich, abstinent zu leben und habe genau so wenig vor, jemals wieder etwas zu trinken, wie ein Nicht-Süchtiger vor hat, plötzlich alkoholabhängig zu werden.

    Ich bin aber auch nicht zur Suchtberatung gegangen, um einige Zeit danach zum Trinken auf dem Klo zu verschwinden. Wenn ich WIRKLICH ganz EHRLICH abstinent leben will und mich das zufrieden macht, dann kann das auch funktionieren. Das ist bei Deinem Partner aber offensichtlich leider nicht der Fall.

    Das "Durchhalten" hat übrigens rein gar nichts damit zu tun, ob es gerade Probleme im Leben gibt oder nicht. Wenn ich zufrieden trocken bin, dann bin ich es völlig unabhängig davon, wie mein Leben verläuft.

    Ich habe gerade eine wirklich schwierige Phase in meinem Leben zu fassen und wenn ich nun deshalb etwas trinken sollte, dann wäre das für mich eine absolute Bestrafung.

    Was ich Dir damit sagen will: Es liegt nicht daran, dass Dein Partner alkoholkrank ist. Es liegt daran, dass er nicht hinter der Entscheidung steht, nichts mehr trinken zu wollen. Er ist nicht zufrieden, wenn er nichts trinkt. Das ist das Problem und das wird sich leider auch nicht mit Gesprächen bei den AA oder in einer Klinik ändern. Die können da ja leider keine Gehirnwäsche machen. Die Einstellung muss in dem Menschen drin sein. Erst dann können auch äußere Umstände und Maßnahmen zur Bekämpfung der Sucht helfen.

    LG Cadda

    Alex, ich bin erschüttert! Auch saufende Nordlichter haben sich früher gefreut, dass Rosenmontag ist, weil es endlich mal wieder einen Grund gab, wo sogar die nicht abhängigen Zeitgenossen mit einen über den Durst getrunken haben.

    Zumindest hier bei uns auf dem Dorf haben wir das den Leuten aus dem Süden mal schön nachgemacht.

    Ich habe aber das Gefühl, dass das in den letzten Jahren tatsächlich eingeschlafen ist. Nicht nur, weil ich nicht mehr dabei bin, sondern so generell.

    LG Cadda

    Huhu... geht dabei gerade nicht um meinen Mann.

    Das hab ich auch so nicht verstanden. Ich habe es so aufgefasst, dass es um Dich geht. Also dass DU immer eher das System verantwortlich machst, als die Person selbst. Oder auf was war es bezogen?

    Die Person wird zwar nicht einzeln betrachtet, sondern im jeweiligen System, dabei ist die eigene Person aber natürlich immer TEIL des Systems.

    Aber genau diese Sichtweise (also dass man die Störung immer vom Ganzen her betrachtet und nicht von der einzelnen Person ausgehend) wird doch gerade zum Vorwurf gemacht oder?

    Ich bin verwirrt :S

    Ich find es übrigens klasse, Nudeltante.... dass Dein Mann offensichtlich weiter auf seinem Weg ist und dass Du davon unabhängig Dich auch um Dich kümmerst.

    LG Cadda

    Hallo Api und Schwesterherz,

    ich habe mal mitgelesen und wollte mal fragen, wie alt Eure Kinder sind? Sorry, falls ich das überlesen habe.

    Ich finde es nämlich sehr richtig, den Kindern die Wahrheit zu sagen. Vorausgesetzt, wenn sie eh schon so viel mitbekommen mussten notgedrungen, wie hier! Kinder sind nicht doof und wenn der Sohn schon Angst an Silvester hat oder wenn jemand Alkohol trinkt, dann weiß er sehr wohl, dass es hier um das Betrunken-Sein geht. Warum also "Erwachsenen-Probleme" vorschieben? Er hat doch ganz klar bemerkt was das Problem ist. Wenn er dann auch noch erklärt bekommt, was genau Alkoholismus ist, dann kann er sich vermutlich eh denken, was los ist.

    Ich würde wirklich vor allem versuchen, ihm das zu erklären und dann erst Recht, ihn vor solchen Situationen zu schützen!

    Ich bin selbst trockene Alkoholikerin und meine Kinder mussten viel zu viel miterleben. Sie wussten ganz genau, dass die Mama immer dann "komisch" wird, wenn sie was getrunken hatte. Also haben sie das schon im kleinsten Alter gerafft. Ich habe dann irgendwann mit offenen Karten gespielt und aufgehört zu trinken. Und sie wissen inzwischen ganz genau, wer ein Alkoholproblem haben könnte und wer nicht, wenn sie ihr Umfeld beobachten.

    Ich würde den Kindern mehr Verstand und Beobachtungsgabe zutrauen. Denn wenn sie immer die Situationen aushalten müssen und man ihnen dann noch irgendwelche Ausreden vorgaukelt, macht es das glaub ich nicht besser, sondern schlimmer. Weil sie sich in ihrem Wahrnehmungen ernster genommen fühlen, wenn man ihre Wahrnehmungen bestätigt bzw. sie erklärt.

    In erster Linie gilt es natürlich, die Kinder wie gesagt vor solchen Situationen zu schützen. Der Alkoholiker selbst schafft das vermutlich unter Alkoholeinfluss nicht. Deshalb ist es umso wichtiger, dass man als Partner von einem alkoholkranken Elternteil einfach funktioniert und reagiert. Das Wohl der Kinder geht vor, das sollte man sich immer wieder vor Augen führen. Nur weil die eigene Schmerzgrenze des Erwachsenen noch nicht erreicht ist, so ist die Schmerzgrenze des Kindes meistens schon längst erreicht. Das kann man hinterher nie wieder gut machen.

    Das schreibe ich jetzt so runter und gilt eigentlich nicht nur für Euch Beide. Es sprudelt gerade so aus mir raus, weil ich so oft hier lese, was Kinder alles ertragen müssen. Das macht mich traurig.

    In meinen Vortrag hier schließe ich mich selbst übrigens genau so mit ein. Ich hätte auch viel, viel früher handeln müssen. Ich bereue es heute noch, dass ich das nicht getan habe. Also alle, die das lesen und sich angesprochen fühlen:

    Macht es besser, als ich. Handelt schneller und konsequenter!!

    LG Cadda

    Hallo Nudeltante,

    das ist ja eine spannende Zusammenfassung. Darüber musste ich erstmal nachdenken. Soll das im Klartext halten, dass Du die Schuld immer bei Anderen suchst? Das ist nicht böse gemeint jetzt. So würde ICH es vermutlich auffassen. Aber ich bin auch ein Mensch, der sich schnell einen Schuh für etwas anzieht, also das Gegenteil ist bei mir der Fall. Vielleicht interpretiere ich das deshalb so :)

    Was sagt DIR der Text? Du kennst Dich ja am besten :)

    LG Cadda

    Hallo Pusteblume,

    ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dich direkt in den richtigen Bereich verschoben. Ich habe in den Betreff mal Deinen Namen vorweggeschrieben, damit Du leichter wiederzufinden bist. Wenn das nicht ok sein sollte, melde Dich bitte noch einmal zurück.

    Die Situation mit Deinem Partner hat zwar den Moment "gerettet" (dass er den Alkohol weggekippt hat), aber letztendlich sorgt ein Alkoholiker ja bei nächster Gelegenheit Nachschub, so dass das Trinken damit nur verschoben ist. Leider :(

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch.

    LG Cadda

    Guten Morgen alle zusammen,

    Beim nüchtern werden zu bemerken das man den Verlust garnicht verarbeitet hat und die Trauer noch tief in den Knochen sitzt macht es auch nicht gerade leichter.

    Genau so ist es, Sunbear. Das habe ich vor einigen Jahren anders erlebt. Diesmal lasse ich es zu und schiebe die Gefühle nicht weg.


    Wobei ich aber auch merke, dass ich ab und zu (auch ohne betäubten Zustand) dazu neige, schnell an etwas Anderes zu denken, wenn mich die Traurigkeit einholt. Das funktioniert ja tatsächlich auch nüchtern. Aber allein dieses schreckliche Katergefühl, was man so oft hat, wenn man abhängig trinkt. Dass das einen nicht noch zusätzlich belastet und die Erkenntnis, Alkoholikerin zu sein... das ist ja auch etwas, was einen ganz furchtbar belastet. Diese ganzen Gefühle gemeinsam mit der zusätzlich obendrauf kommenden Trauer... das ist einfach zu viel, das kann doch keiner gut ertragen können.

    Es ist für mich immer noch herrlich, wie weit weg das Thema Alkohol inzwischen ist. Am Anfang hab ich immer den Blick zu den Leuten gehabt, die trinken, wenn ich in einem Restaurant war. Es war zwar nie so, dass ich neidisch war, denn ich war wirklich von Anfang an froh, nicht mehr trinken zu wollen/müssen, aber ich hab halt beobachtet, automatisch.

    Das ist inzwischen nicht mehr so. Wenn ich überlege, was am Nachbartisch getrunken wurde, als wir in einem Restaurant waren, dann kann ich das gar nicht sagen, weil ich nicht drauf geachtet habe.

    Ich bin jetzt 4 1/2 Jahre trocken und freue mich immer noch darüber. Hört das eigentlich irgendwann auf, dass man sich darüber immer noch freuen kann? Ich hoffe nicht. Ich werde jedenfalls versuchen, mich immer wieder daran zu erfreuen, dass ich jetzt auf diesem Weg bin. Ich möchte einerseits, dass es eine Selbstverständlichkeit ist, trocken zu sein. Aber andererseits möchte ich eben NICHT, dass es eine Selbstverständlichkeit ist, um eben immer noch das Gefühl des "Freuens" zu erhalten.

    Ähnlich ging es mir, als ich meinen Führerschein hatte und Auto fahren durfte :lol: Da hab ich immer gedacht "Es ist sooooo toll, Auto zu fahren", ich hab mich immer wieder gefreut, wenn ich losgefahren bin und dachte "Hoffentlich hab ich das für immer, dieses Freuen über das Autofahren". Mmmmh.... inzwischen denke ich nicht mehr bei jeder Fahrt darüber nach, wie toll es doch ist, dass ich Auto fahren darf. Aber manchmal... Ja, manchmal denke ich immer noch "Mensch, Auto fahren ist aber auch toll" und dann freu ich mich kurz drüber.

    So möchte ich mir das beim Nüchtern-Sein auch erhalten. Blöder Vergleich, ich weiß ^^

    Aber ihr wisst, was ich meine.... :lol:

    LG Cadda

    Ich bin bei dem Thema übrigens gerade unglaublich froh, dass ich trocken bin und den Absprung geschafft habe. Ich möchte nicht, dass meine Kinder irgendwann einmal in der Situation sein müssen, wo so eine Verzweiflung auftritt, wegen dieser schei…. Sauferei und das noch zusätzlich zu der Verzweiflung, die man eh wegen eines geliebten Menschen hat.

    Ich kann Dich wirklich gerade sehr gut verstehen, Steffi.

    Aber Du hilfst Dir selbst, indem Du z.B. hier bist und Dich sortierst. Das ist gut so!

    LG Cadda

    Guten Steffi, guten Morgen Achelias,

    Was führt zur Sucht? Da gibt es sicherlich individuelle Antworten. Mir hat das Trinken von Alkohol mehr Selbstbewusstsein in dem

    Moment gegeben. Andere können angetrunken besser einschlafen, wiederum Andere finden das Betrunkensein und die dazugehörigen Gefühle eben berauschend und lustig. So gibt es bestimmt etliche Gründe, weshalb getrunken wird, BEVOR man süchtig ist. Wenn man aber erstmal schleichend reingerutscht ist und dann süchtig ist, dann „muss“ ich trinken. Das ist dann die Sucht, die mich trinken lässt.

    Der oder die Angehörige wird dann damit konfrontiert und denkt vielleicht an die zuerst von mir beschriebenen „Gründe zu trinken“ und fragt sich verzweifelt, wieso nicht einfach aufgehört wird zu trinken, um sich das Leid zu ersparen. Zu dem Zeitpunkt ist es dann aber vermutlich schon ganz banal gesagt eben die Sucht, die Einen trinken lässt.

    Steffi, bewahre diese Erinnerungen, die sich zur Trauer gesellen. Das ist so wichtig. Ich erlebe das auch gerade. Bei der Trauer um meinen Vater kommt zwar keine Wut hinzu, weil er nicht getrunken hat und in meinen Augen somit nichts falsch gemacht hat. Hätte er das aber, indem er Alkoholiker gewesen WÄRE, dann würde ich versuchen mir wirklich mein Gedankenkarussell zu stoppen, indem ich mir ganz klar und kurz sage „Es war die Sucht. Punkt.“

    LG Cadda