Naturjoghurt ohne Zucker zähle ich gar dazu, der wird bei mir als Alibi zum halben Liter Eis gemischt….
Geniale Idee ![]()
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Naturjoghurt ohne Zucker zähle ich gar dazu, der wird bei mir als Alibi zum halben Liter Eis gemischt….
Geniale Idee ![]()
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Hallo Stern,
ich weiß genau, wie es Dir geht. Ich esse übrigens die Packung der längsten Praline der Welt in weiß komplett auf und ob Du es nun glaubst oder nicht, auch DAS reicht mir dann noch nicht, wenn meine Glückshormone ne Party feiern sollen. Dann geht auch noch eine Tüte Caramel-Popcorn und da von allem etwas dabei sein muss (Schokolade, das Karamellige und etwas salziges) öffne ich auch noch eine Tüte Chips.
Es gibt Tage, an denen ich wirklich alles kaufe, worauf ich Appetit habe und von allem ein bisschen esse. Wenn ich wirklich nicht mehr kann, dann werfe ich die Reste sogar weg. Also Sachen, die man sogar später oder am nächsten Tag weiteressen könnte, die landen dann im Müll, weil ich entschlossen bin, dass ich nun nicht mehr nasche. Wie lange das anhält, kannst Du Dir ja denken.
Und JA, dann fühle ich mich in die Alkoholzeiten zurückversetzt, in denen man mit einem Kater seinen restlichen Alkohol entsorgt, um zwei Tage später wieder im Supermarkt zu stehen und seinen Getränkevorrat aufzufüllen.
Ich fahre übrigens, wenn ich JETZT was möchte nicht unter einem Vorwand zum Einkaufen, sondern ich fahre wirklich gezielt dahin. Das ist doch wirklich ätzend und NICHT normal.
Und nun soll mir mal jemand kommen und sagen: "Ach, ist doch nicht schlimm. Du kannst Dir das Naschen doch erlauben. Sei mal nicht so streng mit Dir."....
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So einen Affentanz würde ich für Kaffee dann eben nicht machen, obwohl ich es SEHR bedauern würde, wenn ich morgens keinen im Haus hätte.
DAS ist eben der Unterschied von "Missbrauch" bzw. zu viel des Guten (Kaffee) und Suchtverhalten (Naschen)
Guten Abend zusammen,
ich bin gut ins neue Jahr gekommen. Völlig ruhig und entspannt, aber gut ![]()
Momentan habe ich Urlaub, morgen fahre ich übers Wochenende an die Ostsee, darauf freue ich mich schon total.
Insgesamt ist es etwas weniger belastend geworden bei mir. Jemand aus meiner Familie, ich bin nicht sicher, ob ich das hier oder nur im geschützten Bereich berichtet hatte, ist ja an Krebs erkrankt. Zwischenzeitlich hatte ich große Angst um sie, aber momentan geht es ihr von Tag zu Tag besser. Das nimmt mir wirklich eine unglaubliche Last. Es wirklich traurig mit anzusehen, wie schlecht es ihr geht. Aber wie gesagt, die Chemo ist überstanden und es geht Bergauf. Ich hoffe ganz doll, dass die Therapie erfolgreich war.
Ansonsten verbringe ich viel Zeit draussen. Ich gehe nach wie vor gern joggen und momentan hab ich, was meine Ernährung angeht, auch eine gute Phase. Das macht sich dann immer direkt bemerkbar, was die Seele angeht. Mit meinen Jungs komme ich zur Zeit gut klar. Naja, ab und zu gibt es immer mal Theater, aber ich denke, das gehört bei zwei Jungs, die beide zeitgleich in der Pubertät sind, eben einfach dazu. Ich bin einerseits immer ein wenig traurig, dass sie so schnell "groß" werden, aber andererseits macht es auch Spaß, weil man schon so tolle Themen mit ihnen hat, die man besprechen kann.
Man kann wirklich dabei zusehen, wie sie erwachsen werden. Geht mir aber grundsätzlich irgendwie alles zu schnell. Der Große ist letzten Monat schon 15 geworden, dabei war ich doch gerade erst schwanger ![]()
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Ich hab es schon an anderer Stelle geschrieben: Ich bin manchmal nach wie vor etwas traurig gestimmt, wenn ich darüber nachdenke, was ich so alles verpasst habe, während ich getrunken habe. So vieles ist einfach nur so nebenbei gelaufen. Ich würde es heute so gern anders machen und viele Dinge mehr wahrnehmen und bewusster die Zeit genießen. Nun gut, das kann ich nicht mehr ändern, aber ich kann darauf achten, dass ich es jetzt mache. Gelingt mir ehrlich gesagt auch nicht immer. Dafür hat man einfach zu viel um die Ohren oder man will auch einfach mal nichts mitbekommen und nur für sich sein. Aber so grundsätzlich sehe ich zu, dass ich die Zeit mehr genieße und aufmerksamer mit den Dingen bin.
Heute habe ich ein Foto gesucht. Dabei bin ich auf Bilder zu meinen schrecklichsten Zeiten gestoßen und hätte
können. Mir ist damals gar nicht so bewusst gewesen, wie sehr man mir das Saufen ansieht. Ich hab mich gar nicht mal so hässlich gefühlt damals. Ok, wie so eine alte Vogelscheuche hab ich mich auch jetzt im Nachhinein nicht empfunden. Ich hab trotz des Saufens immer auf mein Äußeres geachtet, aber der Ausdruck! Grässlich! Ja, da nützten die schicksten Klamotten und gemachten Haare gar nichts. Ich hatte einfach so eine richtig versoffene Fratze, anders kann ich das im Nachhinein betrachtet wirklich nicht bezeichnen. Ich hätte am liebsten alle Bilder gelöscht. Ich konnte anhand der Fotos wirklich nachvollziehen, welchen Jahre die schlimmsten Jahre waren. Im Grunde genommen waren es die Jahre, nachdem ich meine letzte Beziehung eingegangen bin. Klar, der hat ja auch schön mitgesoffen, da gab es kaum einen Abend Pause. Ich ekel mich richtig vor den Fotos und würde die am liebsten echt wie gesagt alle gern löschen. Aber das gehört ja nun mal zu meinem Leben mit dazu. Ich guck sie mir einfach nicht mehr an ![]()
Das wars schon wieder von mir, ich bin nämlich hundemüde, da ich heute morgen schon um 3.50 Uhr wach geworden bin. Also um 5.00 aufstehen, ok... Aber als ich die 3 gesehen habe, dachte ich "nee, das kannste nicht bringen im Urlaub". Dann hab ich mich noch ne halbe Stunde von links nach rechts gedreht, hellwach.. und dachte mir "warum eigentlich nicht?" bin aufgestanden und hab schön Kaffee getrunken und den Tag begonnen. Dementsprechend bin ich total müde und werde mich jetzt unverzüglich auf meine Heizdecke begeben ![]()
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Ich wünsch Euch ein schönes Wochenende.
LG Cadda
Hallo Nele,
ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und direkt dort hin verschoben. Wenn es nicht ok sein sollte, sag kurz Bescheid.
Damit Du besser wiedergefunden wirst, hab ich Deinen Usernamen mal vor den Betreff gesetzt.
Schön, dass Du hier bist ![]()
Hallo Teresa,
ich würde das jetzt nicht so ausdrücken, dass Du Schuld hast, dass er weiterhin trinkt. Aber Du hilfst ihm nicht. Im Gegenteil!!!
In diesem Fall wäre "Hilfe durch Nichthilfe" das Richtige.
LG Cadda
Meine Werte waren auch nie besonders auffällig und ich steckte so richtig tief drin in der Alkoholsucht. Das sagt gar nichts aus. Die anderen Dinge, die Du beschreibst, wie Vergesslichkeit und das Zittern werden allerdings vermutlich davon kommen. Das sollte eigentlich schon Grund genug für ihn sein, sich auch um die körperlichen Folgen Sorgen zu machen. Von den psychischen Dingen, wie dem Zwang, trinken zu müssen, mal ganz abgesehen.
Guten Morgen Teresa,
Du hast ihm gesagt, dass es Dich stört und schreibst im gleichen Beitrag, dass es Dir deshalb schlecht ging. Warum? Es ist doch nicht schlecht, seine Gefühle zu äußern?
Dass er WÄHREND er trinkt, einsichtig ist und etwas ändern will und am nächsten Tag nichts mehr davon weiß oder davon wissen will..... DAS kenne ich sowas von extrem! Mir ging es erstaunlicherweise auch immer so, dass ich mir während des Trinkens gesagt habe, dass ich aufhören werde. Wenn ich betrunken diesen Entschluss in meinem Kopf hatte, dann hat mir das momentane Trinken viel mehr Freude bereitet. Weil es dann in dem Moment ohne schlechtes Gewissen war. Mit dem Entschluss, zeitnah aufzuhören... da habe ich sorgenfreier getrunken.
Vielleicht geht es Deinem Mann auch so?
Bei mir war vor dem nächsten Trinken dann der Entschluss auch wieder weg. Ich wollte davon auch nichts mehr wissen. Bis zum nächsten Suff....
LG Cadda
Guten Morgen,
genau so sieht es aus und ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass sich viel regeln lässt. Ich habe Jahre lang beim Anwalt gearbeitet und es wurden etliche einstweilige Verfügungen erlassen, auch ohne dass körperliche Gewalt im Spiel war. Sobald Kinder im Spiel sind, ist es noch mal wesentlich leichter, das durchzusetzen, dass der Alkoholiker aus der Wohnung "entfernt" wird.
Ich kenne sogar etliche Fälle, wo der Alkoholiker aus SEINER eigenen Wohnung gehen musste, damit die Familie, die bei ihm nun einmal wohnhaft war, geschützt wurde.
Also wenn man will, kann man da harte Geschütze auffahren als Frau mit Kindern. Egal ob die Wohnung einem selbst oder sogar dem Mann gehört.
LG Cadda
Guten Morgen,
ich stimme Stern da komplett zu. Selbstverständlich bin ich in der Lage, erkennen zu können, ob ich ein Suchtverhalten an den Tag lege oder ob ich einfach "nur" ein wenig übertreibe mit meinem Essverhalten.
Das habe ich sogar schon während meiner Alkoholsucht erkannt, wenn ich da solche Phasen hatte, wobei sich das intensiviert hat mit dem Essverhalten, seit dem ich nicht mehr trinke.
Ich habe doch auch erkannt, dass ich alkoholsüchtig bin und nicht nur Missbrauch betreibe, obwohl ich da logischerweise nicht trocken war.
Ich bleibe dabei, dass es mich tierisch nervt, wenn andere Leute versuchen wollen, meine Empfindungen in Frage zu stellen. Ich hasse es, wenn Arbeitskolleginnen vor mir stehen und mich auslachen, so nach dem Motto "Was willst Du denn? Du bist doch schlank, Du kannst doch gern MAL naschen".
Das ist, als ob ich einem Alkoholiker sagen würde "Was willst Du denn? Du hast doch eine Arbeitsstelle, hast einen Führerschein, ist doch alles gut, so schlimm kann es doch nicht sein. Da kann man doch MAL Alkohol trinken.
Ich trinke viel Kaffee und bin dennoch nicht süchtig nach Kaffee und selbst wenn, wäre es mir egal.
Ich treibe viel Sport und bin dennoch nicht süchtig nach Sport.
Ich mache auch andere Dinge gern und bin deshalb auch danach nicht süchtig ![]()
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Wenn ich mir aber vornehme, keinen Kaffee mehr zu trinken, dann funktioniert das. Wenn ich mir vornehme, keinen Sport zu machen, funktioniert das auch und so weiter und so fort. Wenn ich mir aber vornehme, nicht mehr diese Fressattacken zu haben, dann funktioniert das eben NICHT. Und ich fahre extra zum Supermarkt, wenn ich JETZT was "brauche" und ich denke schon morgens dran, mich abends damit zu belohnen.
Da soll mir dann doch bitte keiner kommen und mir erzählen, dass ich mich in etwas reinsteigere und nicht erkennen kann, ob ich süchtig bin oder nicht ![]()
Auf den Schlips getreten fühlen würde ja nicht passen, denn es ist die Wahrheit.
Ich bin mir übrigens sicher, dass Du mit Deinen Beiträgen schon längst geholfen hast ![]()
Das ist doch schon mal ein guter Anfang, Teresa ![]()
Warum ich das hier bei Dir nochmal schreibe? Weil ich es gut finde, dass diese Wut, die Du hattest, hier von Dir zu "Papier" gebracht wurde. Denn das sollte viel öfter mal erwähnt werden,
Hallo Fee,
ich dachte, ich komme mal zu Dir rüber. Das hier habe ich heute von Dir gelesen und fand den Beitrag großartig:
Alles anzeigenZum Teufel mit jemandem, der sich wehrt Hilfe anzunehmen....
Wir leben hier in einem Land, indem man Hilfe bekommt und zwar gratis!!!!!
Ich schäme mich heute, dass ich meinen Kindern das zugemutet habe. Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen. Aber ich kann die Zukunft beeinflussen. Und zwar positiv für meine Kinder.
Sorry, ich bin gerade wütend.
Denn es dreht sich immer alles um den Erwachsenen Alkoholiker. Die Kinder gehen dabei immer unter. Keiner fragt, wie es ihnen geht.
Ich bin wütend säuft mich selbst, weil ich so doof war. Geglaubt, gehofft und im Grunde hatte ich Angst den Schritt zur Eigenständigkeit zu machen. Dabei ist es gar nicht schwer. Nur verdammt anstrengend bis man sich selbst eingerichtet hat und auf eigenen Beinen steht. Aber jetzt fühlt es sich sau gut an.
Du hast vollkommen Recht und ich verstehe auch Deine Wut zu 100 %. Obwohl ich selbst trockene Alkoholikerin bin und Jahre lang gesoffen habe und zu den Menschen gehörte, die sich gar nicht erst Hilfe suchten, weil sie meinten, es selbst in den Griff zu bekommen, bin ich wütend. Auf mich und auf diejenigen, die genau so handeln, wie ich damals.
Ich selbst habe meinen Kindern vorgelebt, wie man säuft. Das ist schrecklich genug. Aber mein damaliger Partner, der ebenfalls getrunken hat und es heute noch tut, der hat sich einfach auch ätzend verhalten. So bekamen meine Kinder Streit mit und ich konnte es nicht einmal abwehren. Erst als ich selbst aufhörte zu trinken, hab ich endlich etwas verändert und bin gegangen. Viel zu spät, ich hätte es viel früher machen sollen.
Heute, wo ich selbst nicht mehr saufe, würde ich so ein Verhalten absolut nie wieder dulden. Ich würde meine Kinder schützen, davon bin ich überzeugt. Deshalb bin ich selbst jetzt auch immer traurig, wenn ich lese, wie lange Frauen solche Situationen gemeinsam mit ihren Kindern, die nicht gefragt werden, wie sie später mit dem Erlebten zurecht kommen sollen, eben aushalten. Die eigene Schmerzgrenze ist offensichtlich noch nicht erreicht bei den Erwachsenen. Ob die Schmerzgrenze der Kinder erreicht ist, fragt niemand oder man verschließt die Augen davor, weil Kinder gar nicht richtig wissen, dass ihre Schmerzgrenze schon erreicht ist und sie es nicht äußern können, weil sie denken, es sei normal oder was auch immer.
Es sollten tatsächlich mehr Entscheidungen zum Wohle der Kinder getroffen werden und die eigenen Gefühle für den Mann (oder die Frau) hintenangestellt werden.
Wie gesagt kann ich mich nicht davon freisprechen, auch zu lange in der Situation geblieben zu sein. Aber irgendwann muss dann auch wirklich der Pukt mal erreicht sein und ich hoffe bei Jedem, der sich hier anmeldet, dass es nicht zu lange dauert und dass sich die Situation nicht ständig schöngeredet wird, ganz nach dem Motto: Die Kinder leiden gar nicht soooo sehr, sie lieben ihren Papa doch so.
Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Klar lieben Kinder ihre Eltern, auch wenn sie trinken. Aber es schadet ihnen dennoch so wahnsinnig doll. Kann man hier alles wunderbar nachlesen ![]()
LG Cadda
Ist das nicht auch bei Menschen zu finden, die nie ein Suchtproblem hatten?
Auf jeden Fall!!! Aber wenn man erst einmal eine Sucht (die Alkoholsucht) überwunden hat bzw. man sich mit ihr beschäftigt und Wissen darüber erlangt, was eigentlich Suchtverhalten ist, dann bemerkt man eben auch andere Süchte einfacher bzw. wird sich dessen bewusst.
Jemand, der im normalen Bereich nascht usw. der kann das nicht nachvollziehen. Wenn das Gehirn aber dieselben Ansätze macht, wenn es um das Essen geht, wie damals, als es um das Trinken geht, dann wird man zu Recht hellhörig.
Du kannst das man auch durch MICH ersetzen ![]()
aber ich schreibe allgemein, weil es hier anscheinend noch mehr Leute gibt, die das für sich auch so erkannt haben ,,,
Wenn ich ein ungesundes und unnormales Verhältnis zum Alkohol habe, dann merke ich das. Da können auch Ärzte, Freunde oder sonst wer sagen: "Nein, das ist alles ok so, nur ein kleines Laster", stimmt nicht!! Ich weiß es besser.
So ist es auch beim Essen. Wenn ich ein unnormales Verhältnis zum Essen habe, dann können auch alle sagen, dass das doch gar nicht so ist. Stimmt nicht! Ich weiß es besser!
LG Cadda
Hallo Lea,
ich muss jetzt mal ganz ehrlich gestehen, dass ich bei Deinem Geschriebenen wirklich ein bisschen verzweifle...
Ich will Dich nicht verletzen, aber ich hab einfach das Gefühl, dass bei Dir gar nicht so richtig was ankommt, von dem, was geschrieben wird, weil Du noch so wahnsinnig im dem Modus steckst, die Dinge schön zu reden bzw. Hoffnung ganz, ganz festzuhalten.
Kein Alkoholiker bekommt seine Sucht durch Sport in den Griff, das ist völlig albern. Das wäre ja einfach... Das Verhalten von Deinem Freund ist überhaupt nicht positiv aufzufassen, im Gegenteil. Bei mir gingen ALLE Alarmglocken an, als ich das gelesen habe, was Du jetzt von seinem tollen, gesunden Leben berichtest, der nur das eine Mal die Bowle getrunken hat. Das ist ein verzweifelter Versuch von ihm, sich selbst seine Fassade aufrecht zu erhalten, das alles ok ist. Kenne ich!
"Bei mir ist es gar nicht so schlimm. Ich ernähre mich doch so schön gesund. Ich mache sogar Sport und tu mir was Gutes. Da kann diese Bowle doch jetzt nicht schaden und ist völlig ok. Schließlich trinke ich gerade gar kein Bier oder Schnaps. Alles halb so wild. Machen Andere ja auch".
Das ist einfach ein deutliches Zeichen, dass er überhaupt noch nicht erkannt hat oder erkennen will, was Phase ist. Er versucht alles Mögliche, seine Sucht zu verdrängen, indem er jetzt für sich selbst solche sportlichen, gesunden Geschütze auffährt.
Ich würde Dir wirklich so sehr wünschen, dass Du Dir bewusst machst, dass es für einen Alkoholiker kein kontrolliertes Trinken gibt (kein Schnaps, nur 2 Mal die Woche oder oder oder). Wenn ein Alkoholiker kontrolliert trinken könnte, wäre er kein Alkoholiker.
Wenn Du Dir einen Gefallen tun willst, dann lass diesen Menschen los, bis er eines Tages mit einem Kasten Selter vor Dir steht und Dir berichtet, dass er bereits seit einem halben Jahr KEINEN einzigen Tropfen getrunken hat und das für den Rest seines Lebens auch nicht mehr vor hat. Nur DANN kannst Du hoffen, dass es funktioniert. Vorher leider nicht.
LG Cadda
Das Shoppen ist etwas, was mir eben auffällt und wo ich aufpassen muss. Ich gebe nicht mehr Geld aus, als ich habe und es handelt sich meistens um Klamotten, die dann an anderer Stelle aussortiert werden, da ich kein Mensch bin, der sich zumüllt.
Ich könnte tatsächlich weniger shoppen, aber wie gesagt weiß ich, dass das eine Sache ist, die ich abstellen kann, wenn ich mich wirklich zusammenreiße.
Beim Naschen sieht das schon anders aus. Das belastet mich eher. Nicht wegen irgendwelcher Gewichtssorgen, sondern einfach weil ich merke, dass mein Kopf da nicht richtig tickt. Das ist wie ein Zwang, den ich eben nicht abgestellt bekomme, indem ich mich zusammenreiße (wie beim Shoppen) und das stört mich.
Darf ich fragen, warum Du dann die Situation aushältst und auf Dein Recht des Dort-Wohnen-Bleibens pochst? Das wäre es mir persönlich wirklich nicht wert. Du kannst ja hinterher immer noch drum kämpfen, dort wieder wohnen zu können. Aber erstmal würde ich aus der Situation verschwinden und das den Kindern nicht weiterhin zumuten.
Ich habe meinen Kindern auch viel von dem oben genannten zugemutet und bereue heute unglaublich, dass ich nicht früher die Flucht ergriffen habe.