Guten Morgen,
ich stimme Stern da komplett zu. Selbstverständlich bin ich in der Lage, erkennen zu können, ob ich ein Suchtverhalten an den Tag lege oder ob ich einfach "nur" ein wenig übertreibe mit meinem Essverhalten.
Das habe ich sogar schon während meiner Alkoholsucht erkannt, wenn ich da solche Phasen hatte, wobei sich das intensiviert hat mit dem Essverhalten, seit dem ich nicht mehr trinke.
Ich habe doch auch erkannt, dass ich alkoholsüchtig bin und nicht nur Missbrauch betreibe, obwohl ich da logischerweise nicht trocken war.
Ich bleibe dabei, dass es mich tierisch nervt, wenn andere Leute versuchen wollen, meine Empfindungen in Frage zu stellen. Ich hasse es, wenn Arbeitskolleginnen vor mir stehen und mich auslachen, so nach dem Motto "Was willst Du denn? Du bist doch schlank, Du kannst doch gern MAL naschen".
Das ist, als ob ich einem Alkoholiker sagen würde "Was willst Du denn? Du hast doch eine Arbeitsstelle, hast einen Führerschein, ist doch alles gut, so schlimm kann es doch nicht sein. Da kann man doch MAL Alkohol trinken.
Ich trinke viel Kaffee und bin dennoch nicht süchtig nach Kaffee und selbst wenn, wäre es mir egal.
Ich treibe viel Sport und bin dennoch nicht süchtig nach Sport.
Ich mache auch andere Dinge gern und bin deshalb auch danach nicht süchtig ![]()
![]()
Wenn ich mir aber vornehme, keinen Kaffee mehr zu trinken, dann funktioniert das. Wenn ich mir vornehme, keinen Sport zu machen, funktioniert das auch und so weiter und so fort. Wenn ich mir aber vornehme, nicht mehr diese Fressattacken zu haben, dann funktioniert das eben NICHT. Und ich fahre extra zum Supermarkt, wenn ich JETZT was "brauche" und ich denke schon morgens dran, mich abends damit zu belohnen.
Da soll mir dann doch bitte keiner kommen und mir erzählen, dass ich mich in etwas reinsteigere und nicht erkennen kann, ob ich süchtig bin oder nicht ![]()