Beiträge von Cadda

    Hallo Teresa,

    oft ist es allerdings auch so, dass man sich selbst bei Alkoholikern, die gewaltbereit sind oder einen seelisch grausam behandeln, eben einredet, dass das nur passiert, WEIL der Alkohol dran Schuld ist. Selbst die Frauen halten dann an der Vorstellung fest, dass alles gut wird, wenn doch der Mann (oder die Frau) bloß trocken wird.

    Welchen Weg willst Du denn finden, ohne Dich zu trennen? Du kannst ihn ja nicht zwingen aufzuhören. Das siehst Du ja selbst, dass er dann heimlich trinkt. Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten: Aushalten oder gehen.

    LG Cadda

    Hallo MieLA,

    ich hab oft an Dich gedacht und freu mich, dass Du Dich mal meldest,. Jemand schrieb hier gestern etwas davon, dass es so typisch ist, am 01.01. aufhören zu wollen. Da hab ich direkt überlegt, dass ich genau weiß, dass es hier jemanden im Forum gibt, wo genau das Datum tatsächlich der Fall war. Ich wusste allerdings nicht mehr, dass Du das warst :)

    Ich kenne bei mir im privaten Bereich auch jemanden, bei dem es letztes Jahr am 01.01. mit einem alkoholfreien Januar los ging. Nun hat er ein Jahr lang nichts getrunken.

    Deine Gedanken sind sehr gefährlich, aber dass weißt Du selbst. Denk immer dran, "einmal alkoholkrank, immer alkoholkrank". Die Zeit des Trockenseins spielt keine Rolle. Es gab Gründe, weshalb man sich entschieden hat aufzuhören. Die ändern sich auch nach 30 Jahren nicht.

    LG Cadda

    Deine Bewerbung ist eingegangen und ich habe Dich freigeschaltet und direkt in den richtigen Bereich verschoben. Falls das nicht ok sein sollte, melde Dich noch einmal. Hier geht es nun für Dich weiter :)

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es besonders schwer ist, wenn der alkoholabhängige Mann eben nicht ätzend ist, sondern einfühlsam und lieb. Dennoch beeinflusst es ja Euer Familienleben. Du schreibst, dass Unternehmungen z. B. sich nach der Abhängigkeit richten.

    Das Problem ist wirklich, dass Du Deinem Mann nicht helfen kannst.

    LG Cadda

    Guten Morgen Petter,

    Zu sagen "Das sind meine letzten drei Schachteln" wäre nichts für mich.
    Damit würde ich mich unnötig unter Druck setzten - genauso, wie es anderen anzukündigen. "Naaaa... rauchst du schon wieder?" ;) wäre die unweigerliche Reaktion ...

    Genau DAS wäre allerdings etwas, was MIR persönlich helfen würde... Der Druck... Ich habe damals auch angekündigt, dass ich nun nichts mehr trinken werde. Wenn ich meine "naschfreien Zeiten" einläute, dann kündige ich das auch an. Und weil ich dann eben NICHT hören will: "Naaaaa.... doch ein Stück Kuchen???" klappt es besser, als ohne Ankündigung :mrgreen:

    Allerdings muss ich auch zugeben, dass dieses Verzichten auf Naschen immer nur zeitlich begrenzt war.

    Das Aufhören zu Saufen natürlich NICHT zeitlich begrenzt. Hier hat es auch schon im Kopf geklickt, deshalb funktioniert es auch nur. Da hast Du also völlig Recht.

    Beim Naschen hat es offensichtlich noch nicht geklickt, denn da funktioniert es nicht (wie gesagt nur zeitlich begrenzt).

    Da das Nichtrauchen ja nicht zeitlich begrenzt sein soll, kann das Vorher ankündigen, also Druckaufbau also nur helfen, wie z. B. ein Pflaster oder Buch. Geklickt haben muss es im Kopf aber zusätzlich, sonst reicht das nicht.

    Alex: Schmeiss weg die 3 Schachteln. Vielleicht ist gerade in DEN drei Schachteln eine Zigarette bei, die Dich richtig krank werden lässt. Also weg damit und sofort aufhören :mrgreen:

    Hallo Hoffnung,

    ich habe eben Deinen Beitrag bei Hanseat gelesen. Da war ja richtig viel los bei Dir in der letzten Zeit. Das mit Deinem Stiefvater tut mir sehr leid.

    Darf ich Dich fragen, warum Du so etwas gar nicht in Deinem Thread berichtest? Du hattest es doch mal schade gefunden, dass bei Dir so wenig geschrieben wird, wenn ich mich richtig erinnere. Das kann ja aber auch nicht passieren, wenn Du gar nichts erzählst :)

    Ist nicht böse gemeint, nur mal so als Gedankenanstoß.

    Wie geht es Dir denn mit den ganzen Umständen so?

    LG Cadda

    Hanseat, das freut mich voll. Es gibt hier inzwischen im Forum auch (mindestens) einen Mitstreiter. Vielleicht könnt ihr Euch ja gegenseitig weiterhin motivieren. Es gibt auch einen Thread seit vorhin. Also weiter so :thumbup:

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    ich finde die Ausführungen von Achelias sehr gut. Sie beschreiben eben noch einmal deutlich, dass es hier beim Alkoholiker eben nicht so einfach ist, mal eben kurz zu beschließen "ich trink nun nichts mehr". Da passiert schon so einiges im Kopf.

    Ansonsten verstehe ich sehr gut, dass Du enttäuscht warst. Vielleicht hätte Dein Mann einfach auch offen mit Dir reden sollen, WARUM er es jetzt für sich schöner findet, einfach ins Bett zu gehen. Vielleicht hättest Du dann mehr Verständnis gehabt. Reden hilft eben....

    Aber ansonsten geht es mir wie Lea... ich denke, da muss schon einiges kaputt sein und eine große Verunsicherung und Verletzung muss schon da sein, dass einem so eine Mitterachts-an-Silvester-Geschichte einen so sehr aus der Bahn wirft wie Dich. Allerdings ist das ja auch keine große Überraschung, dass da schon Einiges schief gelaufen sein muss, denn sonst wärst Du ja auch nicht hier.

    Hast Du mal mit Deinem Partner ehrlich über den Abend und was das in Dir ausgelöst hat, reden können inzwischen?

    LG Cadda

    Hallo Alex,

    Ich habe nie wirklich geraucht (es sei denn, ich war voll und jemand hat mir so ein Teil entgegengehalten), deshalb habe ich auch keine eigenen Erfahrungen, wie es ist, vom Raucher zum Nichtraucher zu werden, aber mein logischer Verstand sagt mir, dass diese Dinge wie Pflaster, Tropfen und Co. nur so kleine Startbegleiter sein können, welche die Psyche stärken. Denn aus einer Sucht auszusteigen geht nur durch Ändern der Gedanken und Ändern der Gewohnheiten. Egal ob mit oder ohne Pflaster usw.

    Das ist das Erste, was mir dazu einfällt. Sicher ist es unterstützend, auch Bücher dazu. Ich habe ja auch Alk gelesen und es hat mich unterstützt, aber nur durch das Lesen eines Buches oder das Aufkleben eines Pflasters werde ich sicher nicht suchtfrei, das sollte einem klar sein, ist es Dir aber mit Sicherheit auch :)

    Ich würde mich freuen, wenn Du es packst. Super, dass Du es angehst.

    LG Cadda

    Guten Morgen Teresa,

    Du wirst hier viele Geschichten dazu finden, die Deiner sehr ähneln. Dass Du hier bist ist gut und richtig. MIr hat es damals geholfen, meine Gedanken zu sortieren und zu stärken.

    Alex hat Dir ja schon den Link für die Bewerbung gesendet... Wenn Du freigeschaltet bist, kannst Du Dich weiter drüber austauschen und das wird Dir ganz sicher helfen.

    LG Cadda

    Gutem Morgen Lolo,

    ich finde Deine Vorgehensweise, hier nun nach Beispielen zu suchen, wo es mit einem alkoholkranken Partner funktioniert hat (sei es durch trocken werden oder weil die Frau sich arrangiert hat) überhaupt gar nicht hilfreich.

    Ja, es gibt (wenige) Beispiele, wo die Frau meint, es gehe ihr jetzt gut im Zusammenleben mit dem Alkoholiker, weil sie sich emotional genügend abgegrenzt hat (ob das tatsächlich so ist oder nur schön geredet, das weiß nur die Person selbst) und es gibt tatsächlich auch Beispiele, wo der Mann oder die Frau aufgehört hat zu trinken und wo es jetzt wirklich klappt.

    Aber was genau bringt DIR das??

    Es gibt nämlich auch noch andere Beispiele, möchtest Du die denn auch wissen? Es gibt hier Beispiele, wo sich der Mann tot gesoffen hat. Es gibt hier Beispiele, wo die sich getrennt wurde, um den Alkoholiker endlich wach zu rütteln und obwohl sehr viel Liebe und Einsicht da war, hat der Alkoholiker es trotzdem nicht geschafft, aufzuhören und säuft ebenfalls noch.

    Meine Meinung: Wenn Du Dich jetzt auf die Suche nach Beispielen begibst, wo es ein Happy End gibt, dann hast Du leider noch gar nicht verstanden, worum es eigentlich gehen sollte. Du solltest Dich unabhängig von dem Schicksal Deines Partners darum kümmern, dass es Dir gut geht.

    Indem Du aber Lösungen anstrebst, deren Ziel jedoch abhängig von ihm sind, wird das nichts.

    Ich wünsche Dir wirklich, dass Du mehr der Realität als Deinem Herzen folgst, denn das können sonst noch sehr viele unglückliche Jahre werden, die Dir da bevorstehen.

    LG Cadda

    Hallo Lynn,

    was der Grund für meine Alkoholsucht war, kann ich Dir in Kürze gar nicht erklären. Nur so viel: Es gab keinen richtigen Grund. Ich hatte eine tolle Kindheit, Eltern, die nicht gesoffen haben und ich war immer beliebt, hatte einen guten Job und auch sonst lief alles normal. Es kam einfach schleichend. Erst zu viel Party gemacht, bis irgendwann der Alkohol in den Alltag einzog,. Es kann Jedem passieren. Es gibt Menschen, die haben keine besonderes großen Sorgen und werden Alkoholiker und es gibt Menschen, die haben so viele Sorge und werden keine Alkoholiker.

    Ich habe aufgehört, als MEIN persönlicher Tiefpunkt erreicht war. Ich wurde vorher schon öfter angesprochen oder zur Rede gestellt von dem Vater meiner Kinder, aber es hat alles nichts gebracht, bis ich irgendwann selbst wusste, dass ich mein restliches Leben irgendwann ohne Alkohol verbringen möchte. Ich wusste in der Theorie bereits, dass ich aufhören will und habe hier schon Jahre lang im Forum immer wieder mitgelesen, aber ich wusste noch nicht genau wann. Ich war noch nicht soweit. Irgendwann war dann ein extremer Absturz, eine konsequente Ansage vom Vater meiner Kinder und dann war eben der langersehnte Tag x an dem ich aufhörte. Ich habe allen Bescheid gesagt, war beim Arzt und das wars. Ich hab nicht mehr wieder getrunken und möchte das auch nie mehr tun,.

    Zu dem Zeitpunkt war ich noch mit meinem damaligen Partner zusammen, der halt heute noch trinkt. Er hat nicht mitgezogen. Offensichtlich erreichen manche Menschen ihren Tiefpunkt nie. ich wüsste jedenfalls nicht, was noch kommen soll bei ihm.

    Ich bin gegangen. Sein Geschäft läuft immer schlechter und schlechter. Er hatte einen Herzinfarkt und man hat ihm gesagt, dass er nicht mehr lange lebt, wenn er so weiter macht. Er säuft trotzdem. Von daher solltest Du nicht darauf hoffen, dass bei Deinem Mann irgendwann die Einsicht kommt, nur weil die Einsicht bei mir oder Anderen gekommen ist. Es gibt auch genau so viele Menschen, die eben weiter trinken.

    Du solltest daher Deinen Fokus lieber auf Dich und nicht auf ihn legen. Was kannst DU verändern, damit es Dir besser geht. Nicht, was kann ER verändern, denn das liegt nur in SEINER Hand, nicht in Deiner Hand.

    LG Cadda

    Hallo Lolo,

    Du solltest das Mitleid das Du hast, lieber in Dich selbst investieren, als in Deinen Freund. Er muss Dir nicht leid tun. Er kann aufhören zu trinken, Hilfe gibt es überall. Beim Alkoholismus gibt es auch keine Kompromisse. Ob er Wodka, Bier, Sekt oder Schnaps trinkt, ist im Grunde genommen völlig egal. Saufen ist Saufen.

    Mir ist wirklich die ganzen Beiträge über aufgefallen, wie sehr Du Dich in die Rolle begibst, dass Du ihn bemitleidest und meinst, Dich um ihn kümmern zu müssen. Er muss sich selbst kümmern.

    Wie sieht es denn mit Deinem Alkoholkonsum aus? Wenn ich den letzten Beitrag lese, dann hattest Du offensichtlich ja auch einen Kontrollverlust beim Trinken. Jedenfalls macht ein Mensch, der einen normalen Umgang mit Alkohol hat, keine Dinge oder Möbel im Suff kaputt.

    Wie denkst Du darüber?

    LG Cadda

    Guten Morgen Anita,

    ich habe Deine beiden Themen mal zusammengefügt, damit es nicht so durcheinander ist und Deine Geschichte zusammenbleibt. Ich habe dem Betreff auch mal Deinen Namen gegeben, damit es übersichtlich ist :)

    LG Cadda

    Guten Morgen Lynn,

    ich habe Dich für den offenen Forenbereich freigeschaltet und Dein Thema auch direkt dorthin verschoben. Wenn das nicht ok sein sollte, meld Dich noch einmal hierzu.

    Ansonsten fühle ich wirklich mit Dir. Ich habe auch einige Jahre mit einem Alkoholiker zusammengelebt. Ich selbst habe allerdings auch getrunken. Ich hörte allerdings vor guten 4 Jahren auf und mein größter Wunsch war, dass er mitzieht. Die EInsicht war da, er hätte nur auf den Zug mit aufspringen müssen, aber er hat es nicht gepackt und trinkt leider immer noch.

    Als Alkoholiker den Alkohol zu reduzieren... das wird nicht funktionieren! Wenn ein Alkoholiker kontrolliert trinken könnte, dann wäre er kein Alkoholiker.

    Auch das Gefühl, dass Du die Trennung eigentlich nicht möchtest, weil er ja ansonsten ein ganz Lieber ist, das kenne ich. Mein Ex-Partner war sowas von hilfsbereit, emotional, humorvoll und einfach liebenswert. Aber der Alkohol hat das nach und nach zerstört.

    Allerdings frage ich mich manchmal auch, ob er wirklich im Kern so wunderbar lieb ist. Denn ich bin auch Alkoholikerin und habe gesoffen und ich war nie so verletzend und beleidigend wie er.

    Das ist im Grunde genommen aber auch egal. Selbst WENN er ohne Alkohol der tollste Mensch der Welt ist. Leider gibt es ihn ja nicht ohne Alkohol. Von daher hat sich das dann mit dem tollsten Menschen der Welt auch erledigt. Du weißt, was ich meine.

    Es ist gut, dass Du hier gelandet bist. Mir hat es damals sehr geholfen. Nüchtern zu bleiben sowieso am allermeisten, aber die Augen bezüglich meines Ex-Partners wurden mir hier auch geöffnet und ich konnte Kraft sammeln.

    Mir gehts jetzt ohne ihn übrigens besser denn je und das, obwohl ich dachte, dass ich für den Rest meines Lebens von Liebeskummer geplagt sein werde. Ist aber nicht so :)

    LG Cadda

    Hallo nochmal Lea,

    ich hatte Dich aufgrund Deines Beitrages im anderen Thread ehrlich gesagt verwechselt und irrtümlich gedacht, dass Du Hilfe für Dich suchst, weil DU abstinent leben möchtest.

    Ich gebe Morgenrot völlig Recht, dass die Trockenheit sein Ding ist, nicht Deines.

    Es nützt DIR nichts, die Grundbausteine zu kennen, wenn ER trinken will.

    LG Cadda

    Hallo Lea,

    Du hast in einem anderen Thread gefragt, was man denn noch tun kann, um nüchtern zu bleiben, weil Du gelesen hast, dass nur nichts Trinken nicht reicht.

    Ich antworte mal in Deinem eigenen Thread, um Dir mal den Artikel über die Grundbausteine zu zeigen, falls Du ihn noch nicht kennst. Vielleicht hilft es Dir.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40


    LG Cadda