Hallo Hope,
schön, dass du wieder da bist und Respekt dafür.
Ich habe übrigens zehn Jahre gekämpft und hier im Forum geschrieben, bis dann der Knoten geplatzt ist.
Was mir total geholfen hat, war im ersten Jahr dem Alkohol total aus dem Weg zu gehen. Ich bin zu keinen Partys der Familie oder Freunden, wenn da getrunken wurde. Das war im ersten Jahr tatsächlich etwas einsam. Ich hatte irgendwie nur nasses Umfeld um mich herum. Wenn kein Alkohol, dann andere Drogen...
Zum zweiten habe ich nicht weiter gedacht als bis zum Abend.
"Nur heute trinke ich keinen Alkohol".
Das hat mich mehrere Monate begleitet. Mein Blick ging konsequent, egal wo ich war und was ich gerade gemacht habe, um 16:00 auf die Uhr, weil ich zu der Zeit immer angefangen habe. Mein Suchthirn hat noch einige Monate rebelliert.
Dann, ganz wichtig, die HALT-Regel. Niemals
H ungry
A ngry
L onley
T ired
sein. Ich habe die ersten Monate immer dafür gesorgt, dass mein Magen gut gefüllt war mit Essen, vor allem wenn der Druck kam. Das hat ihn stark abgemildert.
Und, was für mich total wichtig war, ALLE Hintertürchen zu machen.
Kein "vielleicht irgendwann mal wieder". Kein "vielleicht kannst du es irgendwann nochmal" oder "Bist du wirklich Alkoholiker oder übertreibst du?"
Nein, nix davon. Ich bin Alkoholikerin und jedes Glas, jeder Schluck ist sofort der Anfang vom Ende. Meine Sucht bleibt.
Vielleicht hilft dir ja auch etwas davon. 