Beiträge von Twizzler

    Hallo liebes Forum,

    haaaaach, ich kann wieder durchatmen. Endlich ist diese Hitze vorbei. Das hier ist mein Wetter. 23 Grad, ein wenig Wind und immer mal wieder Regen. Ich liebe es und bin echt happy.

    Auch für mein Asthma war der Sommer richtig schlecht. Bei über 30 Grad bin ich kaum noch vor die Tür. Ich habe mich gefangen gefühlt.

    Ansonsten hatte ich die letzten Tage wirklich starke depressive Episoden. Das ist jetzt erst mit dem Wetterwechsel besser geworden. Ich fange langsam wieder an zu leben und nicht nur vor mich hinzuvegetieren.....

    Inzwischen habe ich mich auch richtig dran gewöhnt, mit dem Bus zur Arbeit zu fahren. Zum Glück muss ich nur 8 Stunden die Woche vor Ort sein, da diese Stadt hier gerade ziemlich heftige Einschränkungen mit dem Verkehr hat. Ich bin jetzt viermal so lange unterwegs wie früher mit dem Auto. Generell mag ich gar nicht mehr so gerne Auto fahren. Bus und Fahrrad gehen für die meisten Sachen auch. Und die Menschen und der Verkehr stressen mich inzwischen so ungemein.

    Anfangs hatte ich wirklich richtig Angst. Da kam die Angststörung wieder durch. Aber einmal getraut, wurde die Angst etwas weniger. Und dann noch weniger und noch weniger. Die Erfahrung zu machen, dass ich durch die Angst gehen kann und mir nichts passiert, hat mich verdammt stolz gemacht. Und so habe ich mich weitere Sachen getraut.

    Ohne Trockenheit wäre das anders. Da habe ich mir selber immer so heftige Dramen bereitet....

    Ich wünsche euch allen schöne Tage.

    Ich frage mich immer wieder welcher Weg es noch gibt eine Person zum Tiefpunkt zu bringen muss es immer die Trennung sein um das überhaupt möglich ist?

    Es gibt keinen Weg. Auch nicht mit Trennung. Er muss das selber für sich entscheiden. Die wirst ihn nicht dazu bringen mit dem Trinken aufzuhören. Also auch wenn du dich trennst, kann es sein, dass er weiter säuft.

    Versuche nicht, ihn damit zu manipulieren. Das wird nicht funktionieren.

    Es geht hierbei aber eben nicht um ihn, sondern um dich. Du musst dir das nämlich nicht mit angucken. Sonst gehst du früher oder später selber zugrunde.

    Nachdem ich ihm letzte Woche ein Ultimatum gestellt habe entweder Therapie oder ich gehe hat er mich mit zwei Beuteln auf die Straße gesetzt.

    Wenn ich das richtig verstehe, bist du aber nicht gegangen sondern du wurdest gegangen. Das ist ein Unterschied. Wie sieht es aus, wenn er jetzt wieder angekrochen kommt. Gehst du dann wieder zu ihm zurück?

    Gut, dass du wieder hier bist.

    Du darfst deinem Gefühl vertrauen.

    Lass ihn doch jetzt erstmal seinen Weg alleine gehen. Wenn er das wirklich will, dann wird er den Anfang finden. Diesen Weg muss er eh alleine gehen.

    Dir gibt er jetzt die Schuld, dass es ihm so mies geht? Damit versucht er die Verantwortung von sich wegzuschieben. Lass dich bitte nicht manipulieren.

    Er lenkt ein. Verspricht sich zu ändern und zu bessern, vielleicht sogar anfangs gar keinen Alkohol zu trinken oder aber viel weniger. Dann bist du wieder voller Hoffnung und erstmal ruhig. Dann fängt es ab und an mal wieder an. Ein Glas hier, ein Glas da. Mehrere heimlich etc. Das ganze Spiel geht wieder von vorne los. Leider ist dabei aber wieder Zeit ins Land gegangen, die du dir vergebliche Hoffnungen gemacht hast.

    Womit ihr bei o.a. Zitat bereits angekommen seid.

    Du kannst die Verantwortung abgeben, indem du die Polizei über sein angedroht Vorhaben informiert. Zum einen zeigst du somit klare Kante "mich erpresst du nicht mehr" zum anderen weisst du, dass du nicht schuld bist, sollte wirklich etwas passieren.

    Die Polizei wird vermutlich hinfahren und die Situation einschätzen. Ihn ggf mitnehmen und vor sich selbst schützen.

    An deiner Stelle würde ich wirklich komplett alles blocken.

    Seine Tochtwr macht das genau richtig. Es ist sein Drama. Nicht deines, nicht ihres. Lass es bei ihm. Er kennt den Weg aus diesem Sumpf. Wollen muss er es selber.

    Hallo Honighummel,

    meine bisherige Erfahrung hat mich für dieses Gespräch etwa zwei Szenarien sehen lassen.

    1. Er leugnet vehement und versucht jetzt unter allen Umständen zu beweisen, dass er eben kein Problem hat und deine Wahrnehmung gestört ist (IST SIE NICHT)
    2. Er lenkt ein. Verspricht sich zu ändern und zu bessern, vielleicht sogar anfangs gar keinen Alkohol zu trinken oder aber viel weniger. Dann bist du wieder voller Hoffnung und erstmal ruhig. Dann fängt es ab und an mal wieder an. Ein Glas hier, ein Glas da. Mehrere heimlich etc. Das ganze Spiel geht wieder von vorne los. Leider ist dabei aber wieder Zeit ins Land gegangen, die du dir vergebliche Hoffnungen gemacht hast.

    Das mag jetzt sehr spekulativ klingen, im Grunde ist es das auch, denn ich kenne weder dich noch deinen Mann. Aber es sind Szenarien wie sie immer und immer wieder vorkommen. Dein Mann sieht kein Problem. Darum wird er den Alkohol auch nicht so kampflos aufgeben.

    Die Frage ist halt, wie lange willst du noch an einer Hoffnung festhalten, die sich erstmal gar nicht, vielleicht sogar nie erfüllen wird?

    Es IST auch traurig. Und es ist auch verständlich, dass du das so empfindest.

    Beim Alkoholismus ist es jedoch so, es ist die einzige(?) Krankheit an der jeder Erkrankte aktiv etwas tun kann um zu genesen, sofern noch keine größeren Schäden entstanden sind). Und doch entscheiden sich viele Menschen für den Alkohol und gegen das trockene Leben.

    Fühl dich mal gedrückt.

    Hi Step,

    ich habe zehn Jahre in deiner Gedankenwelt verbracht. Heute weiss ich, ich habe rumgeeiert und jemand sprach es mal deutlicher aus: "Rückfall mit Vorankündigung."

    Ich muss gestehen, genauso war es.

    Im Moment scheinst du deine Probleme und deine Sucht noch mit viel viel Aktivität beiseite zu schieben. Aber weder Gefühle noch die Sucht lassen sich auf Dauer verdrängen. In einem ruhige Moment können sie zuschnappen und dann ist es besser, gut vorbereitet zu sein. Hier haben dich jetzt einige auf die Gefahren hingewiesen. Hast du einen Notfall-Plan für den Urlaub? Einen Notfall-Koffer?

    Die HALT-Regel möchte ich dir unbedingt noch als Notfall-Hilfe mit an die Hand geben.

    Niemals:

    Hungry

    Angry

    Lonley

    Tired

    sein. Ich wünsche dir einen erholsamen Urlaub.

    Oh je, da kommt aber wirklich was zusammen.

    Für Freitag alles Gute.

    Für das Gassi-gehen mit deinem Hund: Gibt es bei euch für die Umgebung vielleicht auch so Gruppen eine Nachbarschaftsapp? Eventuell auch auf Social Media? Da sind Menschen in der Umgebung, die sich gerne mal helfen. Vielleicht findest du da ja jemanden, der mit deinem Hund mal raus gehen kann, wenn du Termine hast. Drücke dir die Daumen.

    Ich finde es gut, dass du die Kontaktmöglichkeiten eingeschränkt hast. Wenn du immer wieder mit seinem (sorry, das ich es so benenne, aber so ist es) Selbstmitleid konfrontiert wirst, kannst du selber nicht heilen.

    Sollte er dir mit Selbstmord drohen, kannst du ihm ja kurz mitteilen, dass du bei der nächsten Androhung sofort die Polizei rufst. Gut möglich, dass die ihn dann mitnehmen, wenn er eine Gefährdung für sich selber darstellt.

    Hallo Yve, ich möchte dir sagen, dass du wirklich schon sehr viel für dich tust, so wie ich es sehe. Du suchst den Austausch an mehreren Stellen, du nimmst professionelle Hilfe in Anspruch und suchst Informationen zu deinem Problem. Das ist toll. Bleib dran und bleib stark. Eine Beziehung mit einem nassen Alkoholiker als Co-Abhängige ist sehr hart und aufwühlend. Und es dauert bis die Seele wieder langsam zu Kräften kommt. Gib dir die Zeit. Du darfst trauern, du darfst wütend sein, du darfst weinen.

    Es wird mit der Zeit besser. Du musst jetzt erstmal wieder lernen, wie das normale Leben funktioniert. Ohne ständiges Adrenalin weil du den Alkoholiker nicht einschätzen kannst. Da kann das Leben alleine erstmal als komplett leer erscheinen. Deine Gedanken kreisen vielleicht weiter um den Alkoholiker.

    Ich finde aber, dass du auf einem guten Weg bist. Ich wünsche dir wirklich sehr, dass du ihn beibehalten kannst.

    Ehrlich gesagt, weiß ich schon garnicht mehr ob ich zu empfindlich bin, laut ihm hat er natürlich kein Problem. Eigentlich spielt er das immer runter… alle würden ja trinken.

    Das ist eine ganz typische Sache, die du hier hundertfach nachlesen kannst. Der Co-Abhängige Part zweifelt an seiner eigenen Wahrnehmung. Der Alkoholiker manipuliert den Co-Abhängigen.

    Das kommt sehr oft vor und gerade das macht den Ausstieg aus dieser Spirale so schwierig.

    Es ist aber total egal was er zu seinem Konsum sagt. Wichtig ist, was DU dabei empfindest. Und wenn es dich stört, dann ist das Realität. Egal hierbei, ob er ein Bier am Abend trinkt oder 15. Versuch doch bitte deinem Gefühl zu vertrauen. Ganz unabhängig davon was er sagt oder tut. Du weisst doch längst, was bei dir Sache ist, was du fühlst und empfindest. Lass dir das doch nicht wegreden.

    Aber ich werde ganz stark an mir arbeiten um aus der Co-Abhängigkeit heraus zu kommen. Momentan lese ich das Buch von Jil Rieger und ich muss so oft nicken. Unglaublich wie ähnlich die Abläufe bei so vielen Menschen sind. Und ich habe verstanden dass es an mir liegt jetzt dieses Thema aufzuarbeiten um nie mehr in so eine Abhängigkeit zu kommen.

    Das ist super, Elara,

    Denn nur weil aus dem Mann der Ex-Mann wurde, besteht die Co-Abhängigkeit trotzdem noch. Es ist ein erlerntes Muster.

    Es ist total klasse, dass du weiterhin daran arbeitest.

    Alex07
    26. Oktober 2022 um 20:09

    Ich könnte mir vorstellen, dass dein Partner Angst hat, seinen Konsum selber kritisch hinterfragen zu müssen, wenn du nicht mehr mittrinkst. Das ist gar nicht so unüblich.

    Hier kannst du oft lesen, dass trinkende Menschen ihr Umfeld gerne animieren mit zu trinken um selber besser da zu stehen und ihren eigenen Konsum besser rechtfertigen zu können. Ich könnte mir vorstellen, dass du da noch einige Kämpfe austragen musst.

    Wie sieht das denn aus, wenn er dann wirklich etwas trinkt. Hält er dir dann das Glas unter die Nase bis du schwach wirst?

    Pass da gut auf dich auf und mach deinen Grenzen ganz klar und deutlich.

    Hallo JEB,

    du bist ja gerade noch relativ am Anfang. Da hatte ich auch zwischendurch mal Suchtdruck. Bei mir hatte das nichts mit PMS zu tun. Horche doch einfach mal in dich hinein, ob es vielleicht auch andere Auslöser gegeben haben könnte. Vielleicht irgendein Gefühl, dass du nicht aushalten magst?

    Zum zweiten, da darfst du den Großeltern ganz klare Grenzen setzen. Wenn du das nicht möchtest, dann haben sie das auch nicht über deinen Kopf hinweg zu machen. Sollten sie diese Grenze überschreiten, würde ich persönlich mein Kind dort auch nicht mehr hinbringen.

    Meinem Partner mache ich auch immer wieder (wenn es darauf ankommt) klar, dass ich keinen Alkohol trinken will,

    Hallo Steevie, schön dass du wieder hier bist.

    Das klingt wirklich sehr anstrengend. Auch den trinkenden Partner immer vor sich zu haben. Ich glaube, dass da wirklich viel Abgrenzung von Nöten sein wird, sonst wird es schwierig bis unmöglich es selber zu schaffen.

    Wie wichtig ist dir deine Abstinenz? Stellst du sie über alles? Das war damals für mich sehr wichtig. Meine Krankheit, besser gesagt mein gesund werden stand an erster Stelle. Dafür habe ich auch Menschen um mich rum verletzen müssen, die es damals noch nicht so ernst gesehen haben, wie es wirklich war.

    Es wird jede Menge guter aber auch ganz viele schlechte Zeiten in der Zukunft geben. Das ist einfach das Leben. Wie sicher bist du dir, dass du widerstehen kannst, wenn die schlechten Zeiten kommen? Wenn dein Partner dann vor dir eine Flasche aufmacht und du in dem Moment einfach nur den Wunsch hast deine Gefühle zu betäuben?