Beiträge von Twizzler

    Aber ich werde ganz stark an mir arbeiten um aus der Co-Abhängigkeit heraus zu kommen. Momentan lese ich das Buch von Jil Rieger und ich muss so oft nicken. Unglaublich wie ähnlich die Abläufe bei so vielen Menschen sind. Und ich habe verstanden dass es an mir liegt jetzt dieses Thema aufzuarbeiten um nie mehr in so eine Abhängigkeit zu kommen.

    Das ist super, Elara,

    Denn nur weil aus dem Mann der Ex-Mann wurde, besteht die Co-Abhängigkeit trotzdem noch. Es ist ein erlerntes Muster.

    Es ist total klasse, dass du weiterhin daran arbeitest.

    Alex07
    26. Oktober 2022 um 20:09

    Deine "Therapie" klingt für mich komplett leichtsinnig und gefährlich. Du wärst bei weitem nicht der erste, der daran scheitert. Kingt ein wenig wie ein Spiel "Wer ist stärker, der Alkohol oder ich".

    Nur ist Alkoholismus echt kein Spiel. Daran kann man elendig zugrunde gehen. Von daher finde ich solche Mutproben oder Konfrontationstherapien echt fehl am Platz. Wenn es einmal schief geht und du den Absprung dann nicht mehr schaffst? Was dann?

    Hier schreiben wirklich viele, die schon einige Zeit trocken sind. Vielleicht hörst du lieber auf die. Denn auch viele von denen, mich eingeschlossen, haben verschiedene Dinge alleine ausprobiert und sind damit gescheitert. Alles einfach nur Erfahrungswerte. Wenn du deine eigenen Erfahrungen machen möchtest, ist das natürlich ok. Hier wird niemand zu etwas gezwungen, jeder darf seinen Weg gehen.

    Die nächste Stufe der Konfrontrationstherapie wäre dann was? Evtl. alkoholfreies Bier? Und dann bist du schon näher am nächsten Glas als du selber glauben möchtest. Damit möchte ich dir jetzt auf GAR KEINEN FALL dazu raten. Ich möchte lediglich aufzeigen, was schon so manches Mal passiert ist, wenn trockene Alkoholiker ihren Weg in einen Rückfall bereit gemacht haben.

    Ich würde dir wirklich wünschen, dass du die Krankheit etwas ernster nehmen könntest. Dann würden solche komischen Mutproben gar nicht stattfinden.

    Hm.... ich glaube, du verstehst denn Sinn einer Selbsthilfegruppe nicht so ganz.

    Es geht hier weder um deinen Freund noch darum, wie du ihn trockenlegen kannst. Du versuchst es scheinbar immer wieder. Es wird aber nicht funktionieren.

    Abgesehen davon finde ich es gar nicht so gut, dass du die Geschichten die hier gepostet werden, direkt an deinen Freund weiter gibst. Klar, das ist der offene Bereich und wer die Geschichten sucht wird sie finden. Aber weder hat dein Freund danach gesucht, noch will er sie offensichtlich hören.

    Dein Freund darf trinken wie und so lange er möchte. Auch wenn das hart klingt: er darf sich auch zu Tode trinken. Daran wirst du auch gar nichts ändern können. Du kannst lediglich für dich entscheiden, ob du dabei zusehen oder vorher die Reißleine ziehen willst.

    Hier sollte es um dich gehen. Um deinen Weg. Jetzt weiss er von diesem Forum. Wie kannst du jetzt noch frei und ungehemmt hier schreiben, wenn dir der Gedanke im Nacken sitzt, dass er vielleicht jedes Wort davon lesen kann?

    Du hast glaube ich geschrieben, dass du bereit zwei Menschen beim Trinken (bis in den Tod?) begleitet hast, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Dann ist das doch ein Muster. Wer füllt denn diese Leere die danach entsteht? Ein neuer Alkoholiker, den du begleiten kannst? Ist das wirklich das, wie du dein Leben verbringen möchtest? Denn auch jetzt wird wieder eine Leere entstehen. Die kann aber nicht dadurch gefüllt werden zu versuchen, den nächsten Alkoholiker zu bekehren. Denn es ist ein ewiger Kampf gegen Windmühlen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass dein Partner Angst hat, seinen Konsum selber kritisch hinterfragen zu müssen, wenn du nicht mehr mittrinkst. Das ist gar nicht so unüblich.

    Hier kannst du oft lesen, dass trinkende Menschen ihr Umfeld gerne animieren mit zu trinken um selber besser da zu stehen und ihren eigenen Konsum besser rechtfertigen zu können. Ich könnte mir vorstellen, dass du da noch einige Kämpfe austragen musst.

    Wie sieht das denn aus, wenn er dann wirklich etwas trinkt. Hält er dir dann das Glas unter die Nase bis du schwach wirst?

    Pass da gut auf dich auf und mach deinen Grenzen ganz klar und deutlich.

    Da deine Gedanken aber so viel bei ihm sind, entsteht in mir auch der Eindruck, dass du an einer Ablösung von ihm gerade gar kein Interesse hast. Kann das sein?

    So lange du immer wieder damit konfrontiert wirst, Tag und Nacht nur ihn im Kopf hast (wie es ihm geht, was die Folgen sein könnten), ist ein Verarbeiten und Abschließen gar nicht erst möglich.

    Versteh mich nicht falsch, das kannst du so machen. Die Frage ist nur, inwieweit bringt es dich weiter? Ich nehme an du analysierst ihn nicht erst seit gestern. Was hat es dir die letzten Wochen, Monate oder Jahre gebracht?

    Du bist ja nicht hier, weil es dir so fantastisch damit geht.

    Das können wir hier alle nicht beantworten.

    1. Sind wir keine Ärzte und
    2. selbst wenn wir es wären, wären Ferndiagnosen keine verlässliche Aussage.

    Da muss er schon selber zum Arzt. Hier sollte es ja vor allem um dich gehen. Wie geht es dir mit seinem Konsum. Wie hälst du das aus? Möchtest du weiterhin so leben?

    Hallo JEB,

    du bist ja gerade noch relativ am Anfang. Da hatte ich auch zwischendurch mal Suchtdruck. Bei mir hatte das nichts mit PMS zu tun. Horche doch einfach mal in dich hinein, ob es vielleicht auch andere Auslöser gegeben haben könnte. Vielleicht irgendein Gefühl, dass du nicht aushalten magst?

    Zum zweiten, da darfst du den Großeltern ganz klare Grenzen setzen. Wenn du das nicht möchtest, dann haben sie das auch nicht über deinen Kopf hinweg zu machen. Sollten sie diese Grenze überschreiten, würde ich persönlich mein Kind dort auch nicht mehr hinbringen.

    Meinem Partner mache ich auch immer wieder (wenn es darauf ankommt) klar, dass ich keinen Alkohol trinken will,

    Hallo Steevie, schön dass du wieder hier bist.

    Das klingt wirklich sehr anstrengend. Auch den trinkenden Partner immer vor sich zu haben. Ich glaube, dass da wirklich viel Abgrenzung von Nöten sein wird, sonst wird es schwierig bis unmöglich es selber zu schaffen.

    Wie wichtig ist dir deine Abstinenz? Stellst du sie über alles? Das war damals für mich sehr wichtig. Meine Krankheit, besser gesagt mein gesund werden stand an erster Stelle. Dafür habe ich auch Menschen um mich rum verletzen müssen, die es damals noch nicht so ernst gesehen haben, wie es wirklich war.

    Es wird jede Menge guter aber auch ganz viele schlechte Zeiten in der Zukunft geben. Das ist einfach das Leben. Wie sicher bist du dir, dass du widerstehen kannst, wenn die schlechten Zeiten kommen? Wenn dein Partner dann vor dir eine Flasche aufmacht und du in dem Moment einfach nur den Wunsch hast deine Gefühle zu betäuben?

    Ich sehe es so. Psychische Schmerzen verursachen Gefühle, die ich früher mit Alkohol wegmachen wollte. Ich finde, du kannst verdammt stolz sein, dass du diese Gefühle bewusst durchleben und verarbeiten kannst. Herzlichen Glückwunsch zu vier Monaten.

    Ich als Alkoholikerin würde das aus meiner Sicht nicht pauschalisieren.

    Du kannst dich in einem ruhigen Moment mit ihm hinsetzen und ihm sagen, dass es für dein Empfinden zuviel ist. Das es dich stört.

    Am besten immer in Ich-Botschaften, die gewaltfreie Kommunikation.

    Bei mir hättest du damals damit aber offene Türen eingerannt. Ich wusste es lange schon selber, da ich aber nicht bereit war etwas zu ändern, wollte ich so etwas auch nicht von anderen hören.

    Schau einfach wie er reagiert. Da ist ein wenig Feingefühl gefragt würde ich sagen.

    Hallo Cookie,

    willkommen hier.

    Du hast ja die letzten Jahre bereits gemerkt, dass du leider keinerlei Einfluss auf seine Trinkerei hast. Wenn ein Süchtiger trinken möchte, dann macht er das. Meist ohne Rücksicht auf Verluste.

    Ich kann gut verstehen, dass du dir Sorgen machst. Aber auch für die Zukunft gilt: Es ist sein Problem, er muss an der Lösung arbeiten. Er muss dafür sorgen, dass er trocken bleibt nach der Entgiftung. Dort wird er Lösungen an die Hand bekommen. Inwieweit er sie umsetzt, muss er entscheiden.

    Es ist klar, dass das jetzt für dich absolut belastend ist.

    Du wirst nach seiner Entgiftung relativ schnell merken, ob er wirklich vorhat trocken zu werden oder eben nicht.

    Kommen da ständig Vorwürfe? Unzufriedenheit? Hast du das Gefühl er bricht Streits vom Zaun, um bald wieder nach der nächsten Flasche greifen zu können? Macht er dir Vorwürfe, dass er ja nur wegen dir getrunken hat? Das sind alles keine guten Zeichen. Das Risiko zur Flasche zu greifen schätze ich hierbei als sehr hoch ein.

    Oder kümmert er sich? Schaut er selber nach seiner Nachsorge (nur am besten nicht hier. Das ist deine SHG und dein geschützter Rahmen in dem du dich frei austauschen kannst.) Kommen nicht nur Worte sondern wirklich Taten? Das zeigt dann zumindest schon mal, dass er wahrscheinlich den Wunsch hat wirklich trocken zu werden.

    Es wird dir bestimmt gut tun, dich hier auszutauschen. Du wirst sehen, dass die Geschichten alle sehr ähnlich sind und du mit deinem Problem nicht alleine bist. Das ist schon mal ganz viel wert. Den ersten Schritt hast du getan.

    Ich wünsche dir ein gutes Ankommen hier.

    Als es mir letztes Jahr im August so schlecht ging, habe ich auch so wahnsinnig viel geschlafen. Das wurde mir schon unheimlich. Teilweise knapp 11 Std. Und ich fand es auch blöd, dass ich so viel verschlafe. ^^

    Jetzt brauche ich schon wieder etwas weniger Schlaf. Mein Körper und Geist haben sich soweit erholt.

    Sei gut zu dir selber und höre auf deinen Körper.

    Hallo Engel,

    es klingt wirklich nach Heilung, dein letzter Post. Das freut mich sehr für dich. Ich wünsche dir so sehr, dass du jetzt auf diesem Weg, DEINEM WEG, bleiben kannst. Den gehst du nur für dich und das ist toll.

    Auch gut, dass du dir Hilfe holst.

    Co-Abhängigkeit ist nicht geheilt, nur weil man die ungesunde Beziehung nicht mehr hat. Ohne Arbeit ist man spätestens in der nächsten Beziehung wieder an diesem Punkt.

    Vielleicht magst du ja trotz Trennung weiterhin hier bleiben. Hier werden dir vielleicht auch nach der Beziehung noch Dinge aufgezeigt, die dir für die Zukunft helfen können.

    Ich drücke dir wirklich die Daumen, dass du auf dem Weg bleibst, den du gerade gehst. Das hört sich sehr gesund und selbstfürsorgend an.

    Guten Morgen liebes Forum,

    ich dachte, ich könnte mein Thema im offenen auch mal wieder hervorkramen. :)

    Ist ja ne Weile her. Aber auch im geschlossenen Bereich, bin ich nicht so eine aktive Schreiberin. Aber ich lese im offenen Bereich immer gerne mit. Zu viel überfordert mich auch schnell.

    Übrigens, die Baustelle in unserem Arbeitsflur von der ich berichtet habe, ist immer noch da. Scheint nicht so ganz rund zu laufen mit den Handwerkern. Seit einem Jahr versuchen die jetzt in vier nebeneinander liegenden Büros einen Fluchtweg für den Fall eines Brandes zu schustern. Also eigentlich in drei Wände eine Tür einbauen, natürlich vorher Mauer einhauen. Ich bin kein Fachmann, aber das könnte glaube ich schneller gehen. Die Zeit, in der ich krank war (sechs Monate) wurde gar nichts gemacht. Als ich wieder angefangen habe vor zwei Wochen, ging es da weiter.

    Ich bin direkt mal in ein Ausweichbüro geflüchtet. Hier oben im 6. Stock fühle ich mich auch ganz wohl. Ich muss mit niemandem groß Kontakt haben, bin für mich alleine und kann meine Arbeit ganz in Ruhe machen.

    Zu den Kollegen halte ich jetzt bewusst Abstand. Ich möchte hier gar keinen sozialen Kontakte mehr haben. Einfach nur meine Ruhe, damit fühle ich mich wohl. Meine sozialen Kontakte habe ich in der Klinik kennengelernt, da gibt es immer wieder sehr viele Treffen von denen die gerade Zeit und Lust haben.

    Ansonsten ist halt mal wieder Sommer. ||

    Mein Timer ist gestellt auf den Tag, an dem die Tage wieder kürzer werden (noch 26 Tage:love:). Und danach auf Ende Oktober, Ende Sommerzeit. Dann fange ich langsam wieder an zu leben. ;)

    Ich bin ja absolut kein Sommermensch. Die Hitze schlägt mir auf den Kreislauf, Herzrasen etc. Wenn ich in Rente bin (dauert aber noch was), verziehe ich mich in den Norden. Am liebsten sehr weit in den Norden. Mal sehen, ob ich mich dann traue Deutschland zu verlassen. ^^

    Ich hoffe es geht euch gut.
    Liebe Grüße