Beiträge von Twizzler

    Als es mir letztes Jahr im August so schlecht ging, habe ich auch so wahnsinnig viel geschlafen. Das wurde mir schon unheimlich. Teilweise knapp 11 Std. Und ich fand es auch blöd, dass ich so viel verschlafe. ^^

    Jetzt brauche ich schon wieder etwas weniger Schlaf. Mein Körper und Geist haben sich soweit erholt.

    Sei gut zu dir selber und höre auf deinen Körper.

    Hallo Engel,

    es klingt wirklich nach Heilung, dein letzter Post. Das freut mich sehr für dich. Ich wünsche dir so sehr, dass du jetzt auf diesem Weg, DEINEM WEG, bleiben kannst. Den gehst du nur für dich und das ist toll.

    Auch gut, dass du dir Hilfe holst.

    Co-Abhängigkeit ist nicht geheilt, nur weil man die ungesunde Beziehung nicht mehr hat. Ohne Arbeit ist man spätestens in der nächsten Beziehung wieder an diesem Punkt.

    Vielleicht magst du ja trotz Trennung weiterhin hier bleiben. Hier werden dir vielleicht auch nach der Beziehung noch Dinge aufgezeigt, die dir für die Zukunft helfen können.

    Ich drücke dir wirklich die Daumen, dass du auf dem Weg bleibst, den du gerade gehst. Das hört sich sehr gesund und selbstfürsorgend an.

    Guten Morgen liebes Forum,

    ich dachte, ich könnte mein Thema im offenen auch mal wieder hervorkramen. :)

    Ist ja ne Weile her. Aber auch im geschlossenen Bereich, bin ich nicht so eine aktive Schreiberin. Aber ich lese im offenen Bereich immer gerne mit. Zu viel überfordert mich auch schnell.

    Übrigens, die Baustelle in unserem Arbeitsflur von der ich berichtet habe, ist immer noch da. Scheint nicht so ganz rund zu laufen mit den Handwerkern. Seit einem Jahr versuchen die jetzt in vier nebeneinander liegenden Büros einen Fluchtweg für den Fall eines Brandes zu schustern. Also eigentlich in drei Wände eine Tür einbauen, natürlich vorher Mauer einhauen. Ich bin kein Fachmann, aber das könnte glaube ich schneller gehen. Die Zeit, in der ich krank war (sechs Monate) wurde gar nichts gemacht. Als ich wieder angefangen habe vor zwei Wochen, ging es da weiter.

    Ich bin direkt mal in ein Ausweichbüro geflüchtet. Hier oben im 6. Stock fühle ich mich auch ganz wohl. Ich muss mit niemandem groß Kontakt haben, bin für mich alleine und kann meine Arbeit ganz in Ruhe machen.

    Zu den Kollegen halte ich jetzt bewusst Abstand. Ich möchte hier gar keinen sozialen Kontakte mehr haben. Einfach nur meine Ruhe, damit fühle ich mich wohl. Meine sozialen Kontakte habe ich in der Klinik kennengelernt, da gibt es immer wieder sehr viele Treffen von denen die gerade Zeit und Lust haben.

    Ansonsten ist halt mal wieder Sommer. ||

    Mein Timer ist gestellt auf den Tag, an dem die Tage wieder kürzer werden (noch 26 Tage:love:). Und danach auf Ende Oktober, Ende Sommerzeit. Dann fange ich langsam wieder an zu leben. ;)

    Ich bin ja absolut kein Sommermensch. Die Hitze schlägt mir auf den Kreislauf, Herzrasen etc. Wenn ich in Rente bin (dauert aber noch was), verziehe ich mich in den Norden. Am liebsten sehr weit in den Norden. Mal sehen, ob ich mich dann traue Deutschland zu verlassen. ^^

    Ich hoffe es geht euch gut.
    Liebe Grüße

    da hieß es immer nur, du musst dich trennen, anders geht das nicht.

    Natürlich geht es anders. Man hat immer ein Wahl.

    Aber ob es die bessere Wahl ist, musst du entscheiden. Es gibt durchaus Co's, die sich mit ihrer Situation abgefunden haben. Ein sehr unabhängiges Leben von ihrem Partner führen können.

    Vielleicht kannst du das auch? Es wäre aber ganz sicher ein Anfang. Tatsächlich können sich daraus auch weitere Scheitte ergeben.

    Wenn du das nicht kannst, dann wird sich auch an deinem jetzigen Zustand nichts verändern.

    Dann bleibt dir die Wahl zwischen: Ein Ende mit Schrecken oder Ein Schrecken ohne Ende.

    All das ist ein Prozess. Unter Umständen auch ein sehr langer Prozess. Ich wünsche dir, dass du für dich die richtige Entscheidung treffen kannst.

    Ich hab gerade gar nicht auf dem Schirm, ob du Kinder hast?

    Nach den Antworten hier, wahrscheinlich ja.

    Dazu kann ich dir versichern, dein Kind bekommt deinen Stress mit. Nicht selten verdrehen Kinder daraus die Realität. Nämlich, dass sie ihr Elternteil beschützen müssen (bei mir war es so). Und es ist wahrscheinlich, dass dein Kind psychischen Schaden aus der ganzen Situation mit in sein erwachsenes Leben nimmt.

    Tut mir leid, wenn das hart klingt. Es ist nicht böse gemeint. Aber das ist nun mal Realität.

    Sollte es schief gehen heißt es aufstehen Krönchen richten und das ganze nochmal von vorne.

    Das ist aber schon keine Hintertürchen mehr sondern ein Hintertor.

    (edit: gerade gesehen, dass Soapstar denselben Vergleich hatte ^^)

    Für mich wäre das damals schon die Erlaubnis gewesen, es mit dem Alkohol nochmal zu versuchen.

    Erst als ich die Tür komplett dicht gemacht habe, konnte ich zufrieden trocken werden.

    Kann es eine Art Suchtverlagerung sein? Warum so viel Kaffee? Hast du es mal mit weniger versucht und geschaut was deine Panikattacken dann machen?

    Hast du schon einen leckeren Ersatz zu Trinken gefunden? Tee, Wasser etc. Oder irgendwas was gut schmeckt?

    Hallo Hope,

    schön, dass du wieder da bist und Respekt dafür.

    Ich habe übrigens zehn Jahre gekämpft und hier im Forum geschrieben, bis dann der Knoten geplatzt ist.

    Was mir total geholfen hat, war im ersten Jahr dem Alkohol total aus dem Weg zu gehen. Ich bin zu keinen Partys der Familie oder Freunden, wenn da getrunken wurde. Das war im ersten Jahr tatsächlich etwas einsam. Ich hatte irgendwie nur nasses Umfeld um mich herum. Wenn kein Alkohol, dann andere Drogen...

    Zum zweiten habe ich nicht weiter gedacht als bis zum Abend.

    "Nur heute trinke ich keinen Alkohol".

    Das hat mich mehrere Monate begleitet. Mein Blick ging konsequent, egal wo ich war und was ich gerade gemacht habe, um 16:00 auf die Uhr, weil ich zu der Zeit immer angefangen habe. Mein Suchthirn hat noch einige Monate rebelliert.

    Dann, ganz wichtig, die HALT-Regel. Niemals

    H ungry

    A ngry

    L onley

    T ired

    sein. Ich habe die ersten Monate immer dafür gesorgt, dass mein Magen gut gefüllt war mit Essen, vor allem wenn der Druck kam. Das hat ihn stark abgemildert.

    Und, was für mich total wichtig war, ALLE Hintertürchen zu machen.

    Kein "vielleicht irgendwann mal wieder". Kein "vielleicht kannst du es irgendwann nochmal" oder "Bist du wirklich Alkoholiker oder übertreibst du?"

    Nein, nix davon. Ich bin Alkoholikerin und jedes Glas, jeder Schluck ist sofort der Anfang vom Ende. Meine Sucht bleibt.

    Vielleicht hilft dir ja auch etwas davon. :)

    deshalb ist das Bier kein Trigger für mich! Beim Geruch vergeht es mir schon.

    Das ging mir sogar noch während meiner Sauf-Zeit so. Ich habe das Zeug gekauft und es nur (verschlossen) bis zu mir nach Hause transportiert und habe schon im Auto aus Ekel Würgereiz bekommen, nur bei dem Gedanken an den Geschmack.

    Bier ist vielleicht kein direkter Auslöser. Aber sollte ein anderer Auslöser kommen, ist es dem Suchthirn komplett egal was da gerade in der Nähe ist. Hauptsache Alkohol.

    In einer Klinik in der ich war, haben die Patienten Desinfektionsmittel getrunken. Glaubst du, das haben die gemacht, weil es ihr Lieblingsgetränk war?

    Ich glaube, du unterschätzt die Sucht noch sehr stark. Hier kannst du viele gute Tipps bekommen, von Menschen die schon sehr sehr lange trocken sind.

    Eine Frage an die Langzeitabstinenzler: Kommt euch nicht manchmal der Gedanken "was mach ich hier eigentlich, es gehört ja nicht mehr zu mir." ich meine wenn man hier im Alkoholforum unterwegs ist, triggert das nicht auch einen, wenn man ständig über Alkohol spricht?

    Dieser Satz von dir ist mir gerade ins Auge gesprungen.

    Ich bin nicht hier im Forum, um über Alkohol zu sprechen. Ich erzähle nicht ständig was ich zu mir genommen habe, wann und wie.

    Ich rede über mich als Mensch, als Alkoholikerin. Über meine Gedanken und Gefühle. Über Gefahren, Notfallkoffer, und was ich vielleicht schon geschafft habe.

    Ja, das hilft mir nach wie vor. Auch wenn ich erst einige wenige Jahre trocken bin, ist das nächste Glas immer nur eine Armlänge entfernt. Meine Krankheit bleibt mir erhalten. Ich kann sie lediglich weiterhin stoppen. Und dafür muss ich sie mir bewusst machen.

    Natürlich ist aktuell noch etwas Hoffnung da, er macht sich wohl einige Gedanken, aber es ginge wohl „nicht von heute auf morgen“.

    Es tut mir leid, wenn sich das jetzt hart anhört.

    Für mich sehe ich da keinen Grund Hoffnung zu haben.

    Wenn er wirklich aktiv versucht sich Hilfe zu holen oder nicht trinkt (wobei das auf eigene Faust sehr gefährlich werden kann), dann besteht vielleicht etwas Hoffnung. Aber selbst dann scheitern noch wirklich viele Alkoholiker.

    Was er macht, ist lediglich Hinhalte-Taktik. Er unternimmt nichts, er macht sich Gedanken. Ich mache mir seit zwei Jahren Gedanken, ob ich meinen Job wechseln soll. Aber ich bin immer noch dort wo ich vor zwei Jahren war. Du siehst, Gedanken machen alleine bringt nichts und kann sich über Jahre hinziehen.

    Wieviele Jahre müssen für dich vergehen, damit du etwas änderst und wieder für dich lebst?

    Ein Jahr abstinent, da hat man doch eigentlich das Schlimmste hinter sich. So lange hab ich es noch nie geschafft.

    Hallo Seewolf. Herzlich willkommen hier.

    Ich jabe folgenden Satz mal zu dir ins Thema geholt, damit wir den anderen Thread nicht "sprengen".

    Ich denke, es kommt darauf an, ob man wirklich vom Alkohol loskommen möchte oder ob man es für Dinge im Außen macht (Ehepartner, Job, MPU etc.).

    Trocken zu werden bedeutet weit mehr als nur auf Alkohol zu verzichten. Man muss es wirklich wollen und auch stetig an seiner Trockenheit arbeiten. Sonst kann die "Saufpause" nach zehn Jahren noch unglaublich qualvoll und mit Verzicht verbunden sein.

    Über kalten Entzug wird hier nicht diskutiert. Der kann auch immer anders verlaufen. Wichtig ist nur: das kann sehr gefährlich werden. Darum solltest du zu einem arzt. Da ist schon manch einer dran gestorben.