Beiträge von Twizzler

    Ein Jahr abstinent, da hat man doch eigentlich das Schlimmste hinter sich. So lange hab ich es noch nie geschafft.

    Hallo Seewolf. Herzlich willkommen hier.

    Ich jabe folgenden Satz mal zu dir ins Thema geholt, damit wir den anderen Thread nicht "sprengen".

    Ich denke, es kommt darauf an, ob man wirklich vom Alkohol loskommen möchte oder ob man es für Dinge im Außen macht (Ehepartner, Job, MPU etc.).

    Trocken zu werden bedeutet weit mehr als nur auf Alkohol zu verzichten. Man muss es wirklich wollen und auch stetig an seiner Trockenheit arbeiten. Sonst kann die "Saufpause" nach zehn Jahren noch unglaublich qualvoll und mit Verzicht verbunden sein.

    Über kalten Entzug wird hier nicht diskutiert. Der kann auch immer anders verlaufen. Wichtig ist nur: das kann sehr gefährlich werden. Darum solltest du zu einem arzt. Da ist schon manch einer dran gestorben.

    Könnte ein kalter entzug sein. Der kann auch tödlich enden. Am besten wärst du noch heute von einem Arzt beraten. Entweder 112 oder Taxi ins nächste KH.

    Akute Beschwerden erfordern auch akute Maßnahmen. Vor allem wenn es um Alkohol geht.

    Ich denke, jemand ohne Suchtproblematik wird das Verhalten eines Alkoholikers nie richtig nachvollziehen oder verstehen können.

    Weil es mit Logik einfach nicht erklärbar ist. Hier regiert einfach nur das süchtige Hirn. Und dieses tut Dinge, die für Nicht-Süchtige einfach nicht nachvollziehbar sind.

    Du bist erst zwei Monate in der Beziehung und hast jetzt schon mit Liebesschmerz zu kämpfen. Da ist man doch noch in der Kennenlern-Phase.

    Es wäre wirklich gesünder für dich, wenn du dich jetzt von dir löst. Je länger du mit ihr zusammen bleibst, desto mehr wirst du vermutlich in die Co-Abhängigkeit geraten und desto schwieriger wird die Trennung dann für dich.

    Und eine Beziehung von einem Süchtigen-Teil und einem Co-Teil sind nicht gesund und für mindestens eine Seite extrem schmerzvoll. Das wird wahrscheinlich deine Seite sein. Denn sie wird sich wahrscheinlich immer sehr widersprüchlich dir gegenüber verhalten.

    Das sage ich dir als trockene Alkoholikerin, die ihre Partner damals immer massiv an die Grenzen getrieben hat. Glücklich waren die garantiert nicht.

    Wer weiss schon, ob sie Dich überhaupt so weit in ihr Leben lassen will, dass sie die Sauferei mit Dir besprechen möchte.
    Vielleicht hat sie Dich einfach nicht dazu ausersehen, sie vom Alkohol wegzubringen.

    Genauso nämlich. Ich wollte mich von meinen Partnern nie vom Alkohol wegbringen lassen. Bevor sie zu lästig und nervig wurden, habe ich lieber die Partner abserviert, als das sie mir vom Alkohol fern halten durften.

    Und ich denke, da wird es noch einiges geben, was du noch nicht weisst.

    Und versuche bitte nicht sie zu verstehen. Sie verhält sich gegen jede Logik.

    Versuche lieber DICH zu verstehen. Warum tut es dir so weh, nach so einer kurzen Zeit loszulassen.

    Was hat dich so sehr auf die höchste Wolke der Verliebtheit geschossen. Innerhalb so kurzer Zeit? Wenn die Warnzeichen schon reichlich vorhanden sind?

    Alles Gute für dich.

    Das machen ja viele Alkoholiker gerne. So müssen sie halt selber nicht die verhasste Verantwortung für ihr Handeln übernehmen. Und als Opfer muss man natürlich auch irgendwann wieder zur Flasche greifen, weil es anders halt nicht erträglich ist. In diesem Sumpf habe ich selber jahrelang gesteckt.

    Lässt du sie dir denn noch zuschieben? Möchtest du weiterhin zusehen?

    Er trinkt jetzt am Tag sicher 5 alkoholfreie Bier,

    Der Satz sagt viel aus. Meine Gedanken dazu (keine Voraussage, aber eben eine Vermutung), sobald sich seine Gesundheit wieder stabilisiert, wird er weiter trinken. Und du hättest dann weitere Wochen, Monate oder vielleicht Jahre mit Hoffnung verschwendet, die nie wirklich da war.


    Auch der Rest deines Textes: das ist in meinen Aigen einfach nur klatschnasses Verhalten, was er da an den Tag legt.

    Er manipuliert dich. Vom Kopf her, klingt er noch stockbesoffen. Nur mein Eindruck.

    Hallo Eva,

    dein letzter Beitrag ist schon etwas her.

    Ist die Hochzeit schon vorbei? Oder steht sie noch an?

    Das mit dem Lager in der Hütte war ja nicht so schön. Aber da du die Erfahrung jetzt gemacht hast, kannst du vielleicht etwas für dich mitnehmen. Vorher nachfragen, ob dort Alkohl vorhanden ist und wieviel. Ob man den wegsperren kann, ob es einen Keller oder so was gibt. Da wäre z.B. Alternativen. Ich denke mal, dass dein näheres Umfeld ja ebenfalls möchte, dass du trocken bleibst.

    Was dein Partner da gerade macht ist das Musterbeispiel der Manipulation, die ein Alkoholiker leisten kann um von sich abzulenken und seine Co in die Täterrolle zu drücken.

    Nur damit er in Ruhe weitersaufen kann.

    Zwar kenne ich solche Manipulationsversuche zur Genüge, trotzdem hat es mich gerade fassungslos gemacht, das zu lesen.

    Und leider leider hat er damit sogar noch Erfolg. Du denkst, dass mit dir etwas nicht stimmt und mit ihm alles in Ordnung ist.

    Es ist leider sehr schwer sich von so einem manipulativen Menschen zu lösen, weil sie es sehr oft schaffen, Zweifel zu schüren. Und gerade das wäre ein Verhalten, was ich bei einem Partner niemals tolerieren könnte. Das er so eine Gehirnwäsche mit mir betreibt. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du es schaffst klar zu sehen. Und vor allem sein Verhalten zu durchschauen.

    Schönen guten Morgen liebes Forum,

    kennt ihr das auch? Wenn ich dem Arzt schildere, was mir fehlt und was mit mir los ist, habe ich immer die Befürchtung, dass er mir nicht glaubt. Meine Ärztin hat mich aber abgehört und man hörte es wohl sehr deutlich, dass alles verengt ist.

    Sie hat meine Medikation geändert und am Wochenende ging es auch soweit gut. Es war zwar nicht toll, aber besser.

    Heute sitze ich im Büro, direkt gegenüber wird eine Wand eingeschlagen und scheinbar ist der ganze Bereich im Flur von oben bis unten (alles offen und diese Prozedur wird in jeder Etage gemacht) voller Feinstaub. Ich sitze hier und bin nur am Husten.

    Ich habe jetzt einen Antrag auf Befreiung der Präsenzquote gestellt, das wurde uns freigestellt. Eigentlich wollte ich es nicht nutzen, aber ich merke, dass meine Lungen das hier nicht mögen.

    Insgesamt gerade nicht ganz so dolle. Ich hoffe weiterhin auf kühleres Wetter, weniger Pollen, weniger Ozonbelastung und damit auch Besserung.

    Aber psychisch geht es mir zumindest gut. Das ist doch auch was ;)

    Liebe Grüße an euch alle.

    Hallo Dr. W.,

    herzlich Willkommen hier. Hier wird viel Wert auf Anonymität gelegt. Vielleicht lässt du deinen richtigen Namen von den Mods editieren?

    Was mir direkt ins Auge fällt: "ich war Alkoholiker".

    Diese Aussage von einem Arzt macht mich stutzig.

    Ich bin Alkoholikerin. Zwar trocken, aber die Krankheit schläft nur. Ich kann sie jederzeit durch ein Glas wieder aufwecken. Heisst für mich: ich werde immer Alkoholikerin bleiben, bis zu meinem Tod. Denn diese Krankheit geht nicht mehr weg.

    Hallo Forum,

    wow, schon wieder so lange her, dass ich hier geschrieben habe.

    Ich lese mehr und schreibe weniger, bin aber doch regelmäßig hier.

    Jetzt kommst sie daher und jammert einfach mal ein wenig herum. :P^^

    Seit vier Wochen habe ich echt arge Probleme mit meinem Asthma. Liegt vielleicht am Wetter, ich hoffe sehr, dass es zum Winter hin wieder besser wird. Im Moment kann ich kaum 300 m langsam gehen, ohne gleich einen halben Erstickungsanfall vor lauter Husten zu bekommen.

    Morgen habe ich diesbezüglich einen Arzttermin. Vielleicht bin ich auch nicht gut auf meine Medis eingestellt. Ich bin gespannt. So lange gehe ich in die Akzeptanz und schone mich bei der Hitze und mache alles wirklich im Schneckentempo. Da ich ja sonst eher hektisch bin, tut mir das auch mal ganz gut. Nicht, dass ich mich daran noch gewöhne.....? :/

    So ihr Lieben, lasst es euch gut gehen und genießt (wenn ihr könnt) das Wetter.

    Alles Liebe

    Nicole

    Es gibt die Stimme in meinem Kopf, die mir sagt: "so schlimm ist es bei dir doch noch gar nicht"

    Hallo Mauseweich,

    ohh ja, diese Stimme kenne ich. Und ich bin jemand, die auf die sehr harte Tour lernen musste, wie falsch diese Stimme lag. Dass ich Alkoholikerin bin, weiss ich im Grunde schon seit ca. dem Jahr 2000. Dann habe ich mich 2006 (oder war es 2004) hier erstmalig angemeldet. Die Stimme meldete sich immer wieder nach ein paar Wochen. Ich habe dann nochmal 14(!!!!) Jahre gebraucht bis es bei mir endgültig Klick gemacht hat. Was für eine lange Zeit. Was für verschwendete Jahre. Die Stimme ist die Sucht, die Hoffnung, dass ich doch wieder trinken kann wie andere, gesunde Menschen auch.

    Heute ist die Stimme verstummt. Ich wünsche dir sehr, dass deine auch verstummt und du es nicht auf die harte Tour lernen musst.

    Hallo Leonie,

    Das System macht Druck aber ich bin einfach noch nicht soweit obwohl ich es gerne wäre. Ich muss mich ständig rechtfertigen, was meine Gesundheit betrifft und um Termine kämpfen. Es ist schwierig geworden.
    Mein Körper zeigt es mir mittlerweile mehr als deutlich, wenn ich mich übernehme.
    Seelisch ist es eine Mischung aus funktionieren müssen, funktionieren wollen und als faul abgestempelt zu werden. Man sieht es ja nicht was mir fehlt.

    Ehrlich, du hast meinen großen Respekt. Ich hadere gerade genauso, eine Krankheit bei den Ärzten anzusprechen, aus genau dieser Angst. Ich gehe den Weg jetzt zwar auch, aber deine Gefühle dabei kann ich so gut nachvollziehen.

    Ich finde es toll, dass du deine Gesundheit jetzt an erste Stelle setzt. Du kümmerst dich. Das machst du gut.

    Nimm dir die Zeit die du brauchst. Unsere Körper sind keine Maschinen und unsere Psyche schon dreimal nicht.

    Gute Besserung

    Klingt in meinen Ohren sehr überheblich. Aber ist natürlich dein Ding wie du damit umgehst. Es gibt genug Fälle, in denen der Hochmut vor dem Fall kam. Menschen die ihre Sucht nicht ernst genommen haben. Die dachten, einfach nur nicht mehr trinken würde schon ausreichen.

    Die Zukunft wird es zeigen, ob du dazu gehörst oder ob es bei dir gut geht.

    Trotzdem, dass mich dein fehlender Respekt vor der Krankheit eher aufregt, wünsche ich dir alles Gute.