Beiträge von Twizzler

    Hallo Luisa,

    herzlich Willkommen hier.

    Es ist aber leider so, dass du Menschen nicht helfen kannst, die keine hilfe wollen. Wenn sie Hilfe wollen, werden sie sich diese Gilfe auch selber suchen.

    Es bringt leider gar nichts, wenn du dich nach Kliniken etc umschaust.

    Hier können wir nichts für die alkoholiker in deinem Umfeld tun. Denn die sind nicht hier um sich Hilfe zu suchen.

    Aber DU bist hier. Das heisst auch, dass DU hier Hilfe und Unterstützung für deinen Umgang mit alkoholkranken Menschen finden kannst.

    Mein Vater zB ist auch alkoholiker und trinkt weiterhin. Ich habe es vorgezogen den Kontakt vorerst komplett einzustellen. Weil es mir gerade nicht gut tut.

    Das war kein einfacher Schritt und es hat auch einige Zeit gedauert, bis ich ihn gehen konnte.

    Wie können wir dir helfen, damit du ein Leben führen kannst, ohne um den/die alkoholiker in deinem Umfeld zu kreisen?

    Vielleicht erscheint dir das gerade seltsam, aber alles andere wird dich nicht weiter bringen

    Es ist ein Kampf gegen Windmühlen.

    Hallo Foaly,

    Herzlich willkommen hier.

    Super, dass du diesen Weg einschlagen willst. Der Anfang ist gemacht. Jetzt heisst es durch halten.

    Gegen Teinkdruck hat mir immer erstmal essen geholfen. Mit gefülltem Magen war der Druck weniger. Oder einfach mal raus aus der Situation. Einen kleinen Spaziergang oder eine kleine sporteinheit zu Hause.

    Das sind jetzt so Tipps gegen den akuten Druck. Oder etwas, wo du dich richtig dolle konzentrieren musst. Kreuzworträtsel zB.

    Fühl dich wohl hier. :)

    Heute Morgen habe ich noch etwas über „schlechte Gefühle aushalten“ geschrieben und, dass ich dann irgendwas Produktives mache…

    Ist mir irgendwie seit heute Mittag gar nicht nach…

    Und genau aus solchen gründen brauche ich den regelmäßigen austausch. Wenn ich selber in eine sache verwurstet bin, kann ich das nicht mehr objektiv betrachten.

    Da brauche ich Außenstehende, die die lage ohne im Gefühl involviert zu sein, beurteilen können.

    Ich würde an deiner Stelle auch erstmal abwarten.

    Kannst du dir was gutes tun? Einen Spaziergang, vielleicht dazu Musik oder ein hörbuch. Mal raus aus der Situation um den Kopf wieder etwas klar zu bekommen?

    Es gibt sehr viele verschiedene Wege ins Handeln zu kommen. Davon auch welche, die du durchaus mit deinem knöchel wahrnehmen kannst.

    Die Frage hier ist für mich eher: willst du ins Handeln kommen oder ruhst du dich gerade auf ausreden aus?

    Hast du denn vor den Vermieter zu informieren?

    Was Linde da geschrieben hat, hatte ich gar nicht bedacht, finde es aber sehr wichtig.

    Dein Vermieter muss davon wissen. Kannst ja mal "Gebrauchsüberlassung Wohnung" googeln.

    Zum zweiten weisst du nicht wie dein Ex reagiert. Da können Alkoholiker im Vollrausch echt unberechenbar werden (mein Ex ist so ein Fall) und dir die ganze Bude aus Frust und Wut zerlegen.

    Die Kosten dafür bleiben am Ende vollständig bei dir hängen.

    Sieh zu, dass der Mietvertrag auf ihn umgeschrieben wird, dann ist er haftbar zu machen. Es könnte am Ende sehr teuer und unangenehm für dich werden.

    Und das bei einem eh seh angespannten Verhältnis zum Vermieter.

    Hallo Maothun,

    Wow, herzlichen Glückwunsch zum ersten halben Jahr in Freiheit.

    Das ist klasse. Da hast du ja direkt Nägel mit Köpfen gemacht und dich gut um dich und deine gesundheit gekümmert.

    Fühl dich willkommen hier.

    Das kann ich verstehen.

    Aber du kannst es auch anders sehen. Du hast dich selber von einer Fessel gelöst und gehst jetzt den Weg in die Freiheit.

    Natürlich schmerzt es u d es wird noch eine Weile dauern, bis du es anders sehen kannst.

    Aber das wird passieren. Du wärst mit ihm untergegangen. Jetzt hast du dich selber gerettet. Ihn kannst du nicht retten. Das kann er nur selber.

    Und hier hört dir immer jemand zu.

    Hallo Liliane,

    Toll, dass dein freund mit zieht.

    Das ist eine sehr wichtige Voraussetzung für deine Trockenheit.

    Bei deiner Schilderung ist mir einerseits aufgefallen, wie gut du auf dich und deine gesundheit acht gibst (einkaufen etc, alkoholfreier Haushalt), andererseits aber wagnisse eingehst, die anfangs sehr gefährlich werden können.

    Eine große Feier mit viel Alkohol, einem nassen alkoholiker und einem Trauma was wieder hervor geholt wird ist wirklich gefährlich.

    Alleine eine so große Feier ist anfangs schon nicht so gut und kann dein suchtgedächtnis noch Tage, Wochen oder sogar Monate später triggern. Die beiden anderen Dinge die noch dazu kommen lassen bei mir gerade alle Alarmglocken klingeln.

    Es ist natürlich deine Entscheidung.

    Ich habe im ersten Jahr alles vermieden, wo es auch nur einen Tropfen Alkohol gab. Große familienfeier ist hier auch bald geplant. Anfangs werde ich bestimmt auch dabei sein. Sobald da aber mehr Alkohol fließt, werde ich mich verabschieden. Das ist einfach nicht mehr meine Welt und ich fühle mich nicht wohl. Außerdem weiss ich halt gar nicht, wie mein suchtgedächtnis reagieren würde. Denn das bleibt mir mein Leben lang erhalten. Genau wie meine Krankheit selber.

    Ich habe gelernt meine Abstinenz über alles andere zu stellen. Anfangs war das für meine Familie nicht gerade toll und sie waren auch manches Mal enttäuscht. Heute sind sie aber total glücklich, dass ich trocken bin und sind da auch viel toleranter dem Thema gegenüber geworden. Ihnen ist am wichtigsten, dass ich gesund bleibe.

    Ah ok, verstehe. Dann kann ich es nachvollziehen.

    Ich hatte mir nur so ein Durcheinander vorgestellt, wenn er dann womöglich irgendwann die Miete nicht mehr zahlt (zahlen kann), du ihn doch rausschmeissen und deine neue Wohnung wieder aufgeben musst.

    Hin und Herziehen ist ja auch nicht gerade stressfrei.

    Aber wenn ihr eh raus müsst, kommst du wenigstens nicht kurz vor knapp in Zugzwang dir was neues suchen zu müssen. Du hast was neues.

    Danke dir für die Aufklärung.

    Guten Morgen Joey und vielen Dank für deine lieben Worte.

    So etwas ist wirklich immer sehr schwer. Für mich sind es Familienmitglieder, keine Haustiere. Ich musste auch schon einige Katzen in meinem Leben gehen lassen. Leichter wird es niemals.

    Es ist vor allem so traurig, dass sie noch so jung waren. Aber leider steckt man da wirklich nicht drin.

    Liebe Grüße

    Twizzler

    Er lebt immer noch im Zelt, aber war nochmal zum Gespräch bei unserer Hausärztin - und die hat ihm

    eine Klinik in der Nähe empfohlen, wo er den begleiteten Entzug machen kann und dort sind momentan

    auch Plätze frei.

    Aber er ist nicht im Entzug sondern im Zelt.

    Da war das Abschiedstrinken wohl doch noch nicht der Abschied.

    Sorry, falls die Frage schon beantwortet wurde: Warum musst du ausziehen, wenn es doch deine Wohnung ist. Warum kommt er jetzt in deiner Wohnung unter und du räumst das Feld.