Beiträge von Twizzler

    Ich sehe es so. Psychische Schmerzen verursachen Gefühle, die ich früher mit Alkohol wegmachen wollte. Ich finde, du kannst verdammt stolz sein, dass du diese Gefühle bewusst durchleben und verarbeiten kannst. Herzlichen Glückwunsch zu vier Monaten.

    Ich als Alkoholikerin würde das aus meiner Sicht nicht pauschalisieren.

    Du kannst dich in einem ruhigen Moment mit ihm hinsetzen und ihm sagen, dass es für dein Empfinden zuviel ist. Das es dich stört.

    Am besten immer in Ich-Botschaften, die gewaltfreie Kommunikation.

    Bei mir hättest du damals damit aber offene Türen eingerannt. Ich wusste es lange schon selber, da ich aber nicht bereit war etwas zu ändern, wollte ich so etwas auch nicht von anderen hören.

    Schau einfach wie er reagiert. Da ist ein wenig Feingefühl gefragt würde ich sagen.

    Hallo Cookie,

    willkommen hier.

    Du hast ja die letzten Jahre bereits gemerkt, dass du leider keinerlei Einfluss auf seine Trinkerei hast. Wenn ein Süchtiger trinken möchte, dann macht er das. Meist ohne Rücksicht auf Verluste.

    Ich kann gut verstehen, dass du dir Sorgen machst. Aber auch für die Zukunft gilt: Es ist sein Problem, er muss an der Lösung arbeiten. Er muss dafür sorgen, dass er trocken bleibt nach der Entgiftung. Dort wird er Lösungen an die Hand bekommen. Inwieweit er sie umsetzt, muss er entscheiden.

    Es ist klar, dass das jetzt für dich absolut belastend ist.

    Du wirst nach seiner Entgiftung relativ schnell merken, ob er wirklich vorhat trocken zu werden oder eben nicht.

    Kommen da ständig Vorwürfe? Unzufriedenheit? Hast du das Gefühl er bricht Streits vom Zaun, um bald wieder nach der nächsten Flasche greifen zu können? Macht er dir Vorwürfe, dass er ja nur wegen dir getrunken hat? Das sind alles keine guten Zeichen. Das Risiko zur Flasche zu greifen schätze ich hierbei als sehr hoch ein.

    Oder kümmert er sich? Schaut er selber nach seiner Nachsorge (nur am besten nicht hier. Das ist deine SHG und dein geschützter Rahmen in dem du dich frei austauschen kannst.) Kommen nicht nur Worte sondern wirklich Taten? Das zeigt dann zumindest schon mal, dass er wahrscheinlich den Wunsch hat wirklich trocken zu werden.

    Es wird dir bestimmt gut tun, dich hier auszutauschen. Du wirst sehen, dass die Geschichten alle sehr ähnlich sind und du mit deinem Problem nicht alleine bist. Das ist schon mal ganz viel wert. Den ersten Schritt hast du getan.

    Ich wünsche dir ein gutes Ankommen hier.

    Als es mir letztes Jahr im August so schlecht ging, habe ich auch so wahnsinnig viel geschlafen. Das wurde mir schon unheimlich. Teilweise knapp 11 Std. Und ich fand es auch blöd, dass ich so viel verschlafe. ^^

    Jetzt brauche ich schon wieder etwas weniger Schlaf. Mein Körper und Geist haben sich soweit erholt.

    Sei gut zu dir selber und höre auf deinen Körper.

    Hallo Engel,

    es klingt wirklich nach Heilung, dein letzter Post. Das freut mich sehr für dich. Ich wünsche dir so sehr, dass du jetzt auf diesem Weg, DEINEM WEG, bleiben kannst. Den gehst du nur für dich und das ist toll.

    Auch gut, dass du dir Hilfe holst.

    Co-Abhängigkeit ist nicht geheilt, nur weil man die ungesunde Beziehung nicht mehr hat. Ohne Arbeit ist man spätestens in der nächsten Beziehung wieder an diesem Punkt.

    Vielleicht magst du ja trotz Trennung weiterhin hier bleiben. Hier werden dir vielleicht auch nach der Beziehung noch Dinge aufgezeigt, die dir für die Zukunft helfen können.

    Ich drücke dir wirklich die Daumen, dass du auf dem Weg bleibst, den du gerade gehst. Das hört sich sehr gesund und selbstfürsorgend an.

    Guten Morgen liebes Forum,

    ich dachte, ich könnte mein Thema im offenen auch mal wieder hervorkramen. :)

    Ist ja ne Weile her. Aber auch im geschlossenen Bereich, bin ich nicht so eine aktive Schreiberin. Aber ich lese im offenen Bereich immer gerne mit. Zu viel überfordert mich auch schnell.

    Übrigens, die Baustelle in unserem Arbeitsflur von der ich berichtet habe, ist immer noch da. Scheint nicht so ganz rund zu laufen mit den Handwerkern. Seit einem Jahr versuchen die jetzt in vier nebeneinander liegenden Büros einen Fluchtweg für den Fall eines Brandes zu schustern. Also eigentlich in drei Wände eine Tür einbauen, natürlich vorher Mauer einhauen. Ich bin kein Fachmann, aber das könnte glaube ich schneller gehen. Die Zeit, in der ich krank war (sechs Monate) wurde gar nichts gemacht. Als ich wieder angefangen habe vor zwei Wochen, ging es da weiter.

    Ich bin direkt mal in ein Ausweichbüro geflüchtet. Hier oben im 6. Stock fühle ich mich auch ganz wohl. Ich muss mit niemandem groß Kontakt haben, bin für mich alleine und kann meine Arbeit ganz in Ruhe machen.

    Zu den Kollegen halte ich jetzt bewusst Abstand. Ich möchte hier gar keinen sozialen Kontakte mehr haben. Einfach nur meine Ruhe, damit fühle ich mich wohl. Meine sozialen Kontakte habe ich in der Klinik kennengelernt, da gibt es immer wieder sehr viele Treffen von denen die gerade Zeit und Lust haben.

    Ansonsten ist halt mal wieder Sommer. ||

    Mein Timer ist gestellt auf den Tag, an dem die Tage wieder kürzer werden (noch 26 Tage:love:). Und danach auf Ende Oktober, Ende Sommerzeit. Dann fange ich langsam wieder an zu leben. ;)

    Ich bin ja absolut kein Sommermensch. Die Hitze schlägt mir auf den Kreislauf, Herzrasen etc. Wenn ich in Rente bin (dauert aber noch was), verziehe ich mich in den Norden. Am liebsten sehr weit in den Norden. Mal sehen, ob ich mich dann traue Deutschland zu verlassen. ^^

    Ich hoffe es geht euch gut.
    Liebe Grüße

    da hieß es immer nur, du musst dich trennen, anders geht das nicht.

    Natürlich geht es anders. Man hat immer ein Wahl.

    Aber ob es die bessere Wahl ist, musst du entscheiden. Es gibt durchaus Co's, die sich mit ihrer Situation abgefunden haben. Ein sehr unabhängiges Leben von ihrem Partner führen können.

    Vielleicht kannst du das auch? Es wäre aber ganz sicher ein Anfang. Tatsächlich können sich daraus auch weitere Scheitte ergeben.

    Wenn du das nicht kannst, dann wird sich auch an deinem jetzigen Zustand nichts verändern.

    Dann bleibt dir die Wahl zwischen: Ein Ende mit Schrecken oder Ein Schrecken ohne Ende.

    All das ist ein Prozess. Unter Umständen auch ein sehr langer Prozess. Ich wünsche dir, dass du für dich die richtige Entscheidung treffen kannst.

    Ich hab gerade gar nicht auf dem Schirm, ob du Kinder hast?

    Nach den Antworten hier, wahrscheinlich ja.

    Dazu kann ich dir versichern, dein Kind bekommt deinen Stress mit. Nicht selten verdrehen Kinder daraus die Realität. Nämlich, dass sie ihr Elternteil beschützen müssen (bei mir war es so). Und es ist wahrscheinlich, dass dein Kind psychischen Schaden aus der ganzen Situation mit in sein erwachsenes Leben nimmt.

    Tut mir leid, wenn das hart klingt. Es ist nicht böse gemeint. Aber das ist nun mal Realität.

    Sollte es schief gehen heißt es aufstehen Krönchen richten und das ganze nochmal von vorne.

    Das ist aber schon keine Hintertürchen mehr sondern ein Hintertor.

    (edit: gerade gesehen, dass Soapstar denselben Vergleich hatte ^^)

    Für mich wäre das damals schon die Erlaubnis gewesen, es mit dem Alkohol nochmal zu versuchen.

    Erst als ich die Tür komplett dicht gemacht habe, konnte ich zufrieden trocken werden.

    Kann es eine Art Suchtverlagerung sein? Warum so viel Kaffee? Hast du es mal mit weniger versucht und geschaut was deine Panikattacken dann machen?

    Hast du schon einen leckeren Ersatz zu Trinken gefunden? Tee, Wasser etc. Oder irgendwas was gut schmeckt?

    Hallo Hope,

    schön, dass du wieder da bist und Respekt dafür.

    Ich habe übrigens zehn Jahre gekämpft und hier im Forum geschrieben, bis dann der Knoten geplatzt ist.

    Was mir total geholfen hat, war im ersten Jahr dem Alkohol total aus dem Weg zu gehen. Ich bin zu keinen Partys der Familie oder Freunden, wenn da getrunken wurde. Das war im ersten Jahr tatsächlich etwas einsam. Ich hatte irgendwie nur nasses Umfeld um mich herum. Wenn kein Alkohol, dann andere Drogen...

    Zum zweiten habe ich nicht weiter gedacht als bis zum Abend.

    "Nur heute trinke ich keinen Alkohol".

    Das hat mich mehrere Monate begleitet. Mein Blick ging konsequent, egal wo ich war und was ich gerade gemacht habe, um 16:00 auf die Uhr, weil ich zu der Zeit immer angefangen habe. Mein Suchthirn hat noch einige Monate rebelliert.

    Dann, ganz wichtig, die HALT-Regel. Niemals

    H ungry

    A ngry

    L onley

    T ired

    sein. Ich habe die ersten Monate immer dafür gesorgt, dass mein Magen gut gefüllt war mit Essen, vor allem wenn der Druck kam. Das hat ihn stark abgemildert.

    Und, was für mich total wichtig war, ALLE Hintertürchen zu machen.

    Kein "vielleicht irgendwann mal wieder". Kein "vielleicht kannst du es irgendwann nochmal" oder "Bist du wirklich Alkoholiker oder übertreibst du?"

    Nein, nix davon. Ich bin Alkoholikerin und jedes Glas, jeder Schluck ist sofort der Anfang vom Ende. Meine Sucht bleibt.

    Vielleicht hilft dir ja auch etwas davon. :)

    deshalb ist das Bier kein Trigger für mich! Beim Geruch vergeht es mir schon.

    Das ging mir sogar noch während meiner Sauf-Zeit so. Ich habe das Zeug gekauft und es nur (verschlossen) bis zu mir nach Hause transportiert und habe schon im Auto aus Ekel Würgereiz bekommen, nur bei dem Gedanken an den Geschmack.

    Bier ist vielleicht kein direkter Auslöser. Aber sollte ein anderer Auslöser kommen, ist es dem Suchthirn komplett egal was da gerade in der Nähe ist. Hauptsache Alkohol.

    In einer Klinik in der ich war, haben die Patienten Desinfektionsmittel getrunken. Glaubst du, das haben die gemacht, weil es ihr Lieblingsgetränk war?

    Ich glaube, du unterschätzt die Sucht noch sehr stark. Hier kannst du viele gute Tipps bekommen, von Menschen die schon sehr sehr lange trocken sind.