Was ist dein Plan? Hast du einen Plan oder bist du noch in der Verdau-Phase bzw Findungsphase.
Immerhin hattest du ja jetzt mehrere Wochen wieder etwas Hoffnung aufgebaut.
Was ist dein Plan? Hast du einen Plan oder bist du noch in der Verdau-Phase bzw Findungsphase.
Immerhin hattest du ja jetzt mehrere Wochen wieder etwas Hoffnung aufgebaut.
wenn er ein alkoholfreies Leben anstrebt,
Etwas anstreben kann sich aber sehr lange hinziehen. Wo ziehst du die Grenze? Wie lange darf er es anstreben bis du die Nase voll hast?
Irgendwie empfinde ich es als schwammige Aussage deinerseits. Vielleicht weil keine Entscheidung getroffen werden möchte? Noch nicht und nicht in naher Zukunft?
So kommt es nur für mich rüber, dass muss keinesfalls so sein.
Edit: @Mods, sorry, das war der falsche Thread. Hier sollte es um Sonnenschein CoA gehen. Vielleicht verschieben?
Verbitterung? Nein, das sicher nicht.
Und meine Erfahrungen als Kind waren nicht mal ansatzweise so schlimm wie es bei manch anderem hier der Fall ist/war.
Aber es ist nun mal so, dass sich weder die Alkoholiker noch die Co-Abhängigen groß voneinander unterscheiden. Dazu brauchen wir dich und deine Situation gar nicht groß kennen müssen. Die Umstände sind aber nun mal bei allen sehr ähnlich.
Das kannst du hier auch in zig anderen Beiträgen lesen. Du bist nicht der Einzelfall. Aber du bist ja hier. Was würdest du lieber lesen als die Wahrheit?
Daher nochmal meine frage: Wie kann dieses forum dir helfen, wenn Wahrheiten nicht das sind was du hören magst.
Kinder fressen Dinge in sich hinein, um nicht zur Last zu fallen.
Ob dir deine Kinder alles erzählen, was unter der Woche passiert, wage ich mal - ganz dreist - zu bezweifeln.
Genau das. Sie fressen es in sich hinein und wollen bestimmt auch nicht die Mama vor dem Papa in die Pfanne hauen indem sie alles erzählen. Die Entscheidung, wen von beiden sie jetzt belügen sollen, ist für Kinder viel zu viel Verantwortung.
Nina, du bist ja hier, weil du mit der Situation wie sie jetzt ist, nicht klar kommst.
Du darfst in dieser Beziehung bleiben wenn das möchtest. Du darfst weiterhin alles aushalten, dich selber klein halten und das kleine Mäuschen sein, das sich immer duckt wenn er trinkt. Keiner redet dir da rein.
Aber da du hier bist würde ich doch annehmen, dass du viel lieber wachsen möchtest. Das du dein Leben selber leben möchtest und dir nicht von anderen reinreden lassen und dich klein halten musst.
Hast du mal darüber nachgedacht, dass es auch die Angst vor dem Alleinsein ist, die dich bei ihm hält? Aber ich sage dir, nur alleine kannst du in deiner Situation erst richtig wachsen. Dann siehst du mal, was du alleine alles hinbekommst, dass du machen kannst was immer du möchtest. Und nicht, weil es ein anderer möchte.
Denk mal drüber nach.
Ich kann dir übrigens aus Erfahrung sagen (als jemand die auch nie alleine sein konnte), dass es wunderschön sein kann, wenn einem keiner mehr reinredet. Ich genieße das Allein-Sein inzwischen sehr. Aber ich musste es lernen.
Ja ja, die böse Co ist immer schuld.
Das Denkmuster ist geblieben. Der erstbeste Griff zu Flasche ebenso. Da frage ich mich doch wirklich, was er angeblich gelernt hat.
Gut, dass du Abstand hälst. Du siehst ja, er will es nicht wirklich. Er konnte jetzt nach einem aufhören. Also wird so in ein paar Tagen wahrscheinlich wieder getestet. Geht vielleicht auch noch gut und der Alkoholiker wiegt sich in Sicherheit. Und schon ist er wieder mitten drin, weil er kann ja aufhören, wenn er möchte.
Darauf bin ich übrigens 1000 mal reingefallen. Also als Alkoholikerin. Und jedesmal hat es nicht lange gedauert und ich habe wieder getrunken als gäbe es keine Morgen mehr.
Es ist so schwer für mich auszuhalten, als „schlechter“, egoistischer Mensch dazustehen.
Was mir in solchen Momenten immer geholfen hat:
"Ich tue das jetzt nicht GEGEN andere, sondern FÜR MICH"
Ich hätte viel eher den Mut haben sollen
Das Leben sollte vorwärts gelebt und rückwärts verstanden werden.
Egal was vorher war. Jetzt hast du den Mut und die Energie und du klingst toll und lebensfroh.
Herzlichen Glückwunsch zu deinen gesprengten Ketten ![]()
Solange muss ich das Spiel wohl mitspielen und alles am Laufen halten.
Ach ja?
Ernstgemeinte Frage: Was erwartest du dir hier von diesem Forum? Du möchtest, so wie ich es verstehe, nichts an deiner Situation verändern. Was kann dieses Forum für dich tun?
Ich finde es gerade ziemlich traurig für deine Kinder. Sie lernen gerade, dass sie Verantwortung für ihre Mutter übernehmen müssen. Das geschieht zwangsläufig. Sie sind der Trinkerin hilflos ausgesetzt. Haben keine Möglichkeit davor zu fliehen. Du kannst selber entscheiden, ob du in dem Hamsterrad weiterlaufen möchtest, sie werden dazu gezwungen.
So etwas geht an keinem Kind spurlos vorbei. Die meisten Alkoholiker oder Co-Abhängigen sind selber in so einem Haushalt aufgewachsen. Sie lernen und leben es später wieder ihren Kindern vor. Eben ein Hamsterrad. Nur weitaus schlimmer, als du es dir jetzt vielleicht ausdenken magst. Es betrifft dann nämlich nicht nur dich, sondern auch die Generationen danach. Bis irgendwann mal einer aussteigen kann.
Dafür, dass sie sich so sehr manipuliert, kontrolliert etc fühlt, nutzt sie aber ziemlich viele Möglichkeiten, dich zu kontaktieren. Den Brief, ihre Schwester.....
Du siehst das schon sehr richtig. Sie merkt, dass du es ernst meinst.
Jede Aktion jetzt deinerseits würde wieder eine Reaktion von ihrer Seite aus provozieren. Und dann geht das immer hin und her. Setze dich auf den Entzug und reagiere gar nicht mehr. Steig aus dieser Spirale aus und leb dein Leben so wie du es möchtest.
Du kannst es ja kurz und bündig machen, ihm einen Termin nennen wann er raus sein muß und wenn er nicht geht läßt du das Wohnungsschloß auswechseln. Zuviel reden bringt eh nix das führt nur zu unangenehmen Diskussionen die dich wiederum belasten.
Hallo Tisha,
zu dem Text von Marie noch hinterher:
sollte er dann vor der Tür randalieren, ruf bitte sofort die Polizei. Solche Situationen musst du ebenfalls nicht ertragen.
Warst du denn heute beim Arzt?
Das könnte schon der kalte Entzug sein. Der ist lebensgefährlich. Und das ist hierbei nicht einfach so eine Floskel.
Der kalte Entzug kann dein Leben beenden.
Ich hoffe einfach immer noch, dass er einsichtig wird und sich Hilfe holt.
Wie lange hoffst du das schon? Und vor allem, wie lange willst du noch hoffen?
Manchmal wünschte ich, er würde beim fahren erwischt und verliert den Führerschein. Oder er bekommt gesundheitlich Probleme, dass der Arzt was sagt. Irgendwas einschneidendes, dass ihn wach rüttelt.
Selbst das bringt manch einen Alkoholiker nicht dazu aufzuhören. Dann erst recht, weil jetzt ja eh alles egal ist. Ein richtiger Teufelskreis.
Böse gedacht von mir?
Nicht böse, sondern menschlich. Es spiegelt deine Verzweiflung wider. Die Hilflosigkeit in der du dich befindest. Du selber kannst nichts tun, dann hoffst du das etwas anderes passiert, was ihn zum Aufhören zwingt. Das ist aber häufig ein Trugschluss.
Gut, dass du hier bist. Hier wirst du verstanden.
Ich hoffe, du fühlst dich nicht von mir angegriffen. So war es nämlich nicht gemeint.
Ich wollte dir nur aufzeigen, dass es sowohl für den Süchtigen als auch für den Co schwierig ist bei Abhängigkeit rationale Entscheidungen zu treffen.
Natürlich ist das ein Prozess. Und du gehst ihn Schritt für Schritt. Bei dir ist Bewegung. Was ich bei deinem Partner in keinster Weise sehe.
Die Gefühle sollen und wollen gefühlt werden. Sie sind wichtig für deine Entwicklung.
Hallo Minna
Weil er diese ungesunde Entscheidung immer wieder trifft, obwohl er weiß, was für ein Partner er dann ist.
Dieses gilt aber nicht nur für den Süchtigen. Der Co trifft genauso ungesunde Entscheidungen für sich selber, indem er/sie dieses Spiel immer wieder mitspielt und eine neue Runde in der Endlosschleife dreht. Psychisch immer weiter in den Abgrund driftet.
Vielleicht hilft dir das ja es etwas besser zu verstehen.
Oder empfindest du deine Entscheidung immer weiter zu machen als gesund?
Liebe Deli,
es klingt ein wenig danach, als würdest du für dich eine Rechtfertigung suchen/brauchen um deine Selbstfürsorge und Wünsche durchzusetzen.
Aber das ist falsch. Auch, dass du jetzt quasi für ihn da sein oder bei ihm sein musst, weil er weniger trinkt, ist falsch. Denn deine Gefühle sind wichtig und richtig. Ebenso deine Angst.
Es liegt doch nicht nur an der Menge, die er gerade konsumiert.
Er denkt vielleicht "Jetzt gebe ich ihr ihren Willen, jetzt kann sie nach Hause kommen".
Aber monate- oder jahrelange Angst, Verlust von Vertrauen, enttäuschte Hoffnungen etc. machen etwas mit einem.
Es kann gut sein, dass deine Liebe für ihn dabei auf der Strecke geblieben ist. Es wäre zu verstehen.
Achte gut auf dich und deine Gefühle. Achte auf das was du brauchst. Du darfst dir alle Zeit der Welt nehmen, um für dich zu einem Ergebnis zu kommen.
Ich hoffe, zu verstehen, warum es zu Rückfällen kommt
Herzlich Willkommen hier.
Das ist ganz einfach erklärt. Weil er süchtig ist. Und vielleicht ist sein Wunsch trocken zu werden, nicht so groß wie deiner damals.
Aber im Grunde ist das für dich irrelevant.
und wie ich damit umgehen soll.
Das hier ist die viel interessantere Frage. Du kannst ihn nicht ändern, nur dich selber.
Wenn er also gar nicht aufhören möchtest, kannst du entweder versuchen damit zu leben und dich unabhängiger von ihm und seinem Verhalten zu machen oder zu könntest einsehen, dass eine Beziehung zu einem nassen Alkoholiker für dich nicht die Erfüllung ist. Dann wird dir über kurz oder lang nur die Trennung bleiben.
Darauf hoffen, dass er trocken wird, solltest du nicht. Da können sehr viele Jahre ins Land ziehen und am Ende trinkt er immer noch.
Hallo Tiger,
ich wünsche es dir sehr, dass dein Mann wirklich auszieht.
Bisher hat er ja alle Register gezogen, die richtigen Knöpfe des Co-Abhängigen zu drücken. Inklusive, dass er eure Kinder mit in die Geschichte reinzieht (er weiss nicht wann und ob er sie sehen will).
Das ist emotionale Erpressung. Der Kinder zuliebe sollst du gefälligst wieder so funktionieren wie er das möchte, sonst werden sie darunter leiden. Daran siehst du, wie weit er geht und wie weit er sich vor allem nur noch um sich selber kreist. Sein Umfeld ist ihm dabei egal.
Es ist total richtig und wichtig, dass du diesen Schritt weiter gehst. Du machst das toll. Lass dich nicht beirren und schon gar nicht erpressen, wie er es ja immer wieder versucht. Da scheint seine Krankheit vollkommen durch und es sollte dich wirklich nur bestärken, dass du das Richtige machst.
Hallo Livia,
Als ich hier damals aufgeschlagen bin, empfand d ich viele Worte ebenfalls als sehr hart und wertete sie als persönlichen Angriff. Heute, einige Jahre später da ich selber glücklich trocken bin, kann ich aber diese Worte genauso an andere weitergeben. Manchmal sieht man vieles anders, wenn man wirklich richtig verstanden hat.
Wenn mich hier etwas besonders angepiekst hat, dann meistens, weil mitten ins schwarze getroffen wurde. Ich wollte etwas nicht hören bzw etwas nicht wahrhaben. Vielleicht magst du ja mal bei dir selber schauen, was genau an LK's Nachricht dir nicht gefallen hat und was davon dann vielleicht sogar wahr sein könnte, was du noch nicht sehen magst.
Um dir selber einfach mal Klarheit zu verschaffen, was möglich wäre, vereinbare doch mal einen Termin mit dem Amt.
Ich denke auch, dass du bestimmt finanzielle Unterstützung bekommen könntest. Du musst nicht weiterhin in diesem Albtraum leben, wenn du das nicht möchtest.
Einfach mal erkundigen kostet nichts.
Vielleicht stellst du dir das alles etwas zu leicht vor. Auch die Hilfe kann keine Wunderheilung vollbringen.
Ich musste sehr hart an meiner arbeiten um meine Trockenheit zu stabilisieren. Und mit reiner Willensstärke ist es hierbei nicht getan. Sonst hätte ich nicht bis zu meinem 40. Lebensjahr weiter trinken müssen. Mein Elend in all den Jahren war nämlich weitaus größer als die guten Tage.