Beiträge von Blume52

    Nein, auf keinen Fall würde ich das machen. Du hast es ja vorher mit ihr besprochen. Also weiß sie wohl warum du gehst. Wenn sie nachfragt, würde ich es ihr dann ggf unter vier Augen noch mal sagen. Aber vor anderen, warum? Das finde ich demütigend und auch übergriffig.

    Ich halte es bis heute so, dass es mir nicht zusteht, jemandem über die alkoholabhängigkeit meines Mannes zu erzählen. Das ist seine Würde und sein eigenes persönliches Recht, wem er davon erzählt. Ich fände es zum Beispiel auch unter aller Kanone, wenn mein Mann seinen Kollegen oder Bekannten von meiner psychischen Erkrankung erzählt. Wem Ich das erzähle, das entscheide ich schon selbst.

    Es wäre vielleicht was anderes, wenn sie ständig betrunken vor der Haustür schläft oder auf jeder Party vom Stuhl fällt und es offensichtlich für alle ist.

    Warum genau ist es für dich so schlimm, wenn sie ab und zu mal zwei Gläser Wein trinkt aber nach deiner Aussage noch nie betrunken war? Das habe ich jetzt nicht auf dem Schirm. Früher wäre sowas für mich überhaupt kein Problem gewesen, das hätte ich durchaus als normal angesehen und nicht schlimm gefunden. Aber seit ich in einer Beziehung mit einem alkoholkranken und nun trockenen Partner lebe, würde ich nie wieder eine Beziehung mit einem Menschen eingehen, der etwas trinkt, weil ich dafür einfach zu viel Erfahrungen gemacht habe. Hast du sowas vielleicht schon erlebt? Oder ist es was anderes?

    Viele Grüße Blume

    Hallo Jana,

    Ich habe oft an dich gedacht, schön dich zu lesen.

    Und ich habe immer gedacht, wenn du dich mal wieder meldest, wird dein noch Mann sich bestimmt wieder gemeldet habe und zurück wollen. Es macht mich sprachlos!!!! Was das für ein Mensch ist. Was für ein widerwärtiges Verhalten. Das bringt mich gedanklich zum kotzen

    Das ist unter aller Sau, und das darf und muss man auch mal sagen. Das ist kein geläster, mal davon abgesehen Dass auch alles andere von dir kein Geläster war. Man muss sowas aussprechen, in Anbetracht der nicht normalen Verhaltensweisen, um selber damit klar zu kommen und heilen zu können. Wenn meine Therapeutin mir sagen würde, jetzt hören sie mal auf über ihren Mann oder ihre Mutter zu lästern und bleiben bei sich, würde sie mir noch mehr Schaden zufügen. Dann zweifelt man noch mehr an sich! dann würde keine Therapie gelingen. Das ist Bestandteil einer Therapie! Das unfassbare, was man nicht versteht, ansprechen zu können, dadurch Rückmeldung zu erhalten und sich und sein fühlen und denken einordnen oder ändern zu können.

    Das lag mir schon lange auf der Seele, schön dass ich es dir endlich mal schreiben konnte.

    Schande was dein Mann da macht. Ob er säuft ist mir persönlich egal. Aber so mit Menschen umzugehen, bah

    Grüße Blume

    Danke Elly,

    Wir waren bisher dreimal im Krankenhaus. Er ist „nur“ akut erkrankt, für andere ist das vermutlich sogar eine Lappalie, aber für mich ist das eine Herausforderung. So krank war er noch nie, ich sehe wie er röchelt, schlecht Luft bekommt und die Sauerstoffsättigung ist grade so an der Grenze, dass wir noch nach Hause geschickt wurden aber halt trotzdem schlecht mit 92/93. Er hat eine Lungenentzündung. Und das zieht sich dementsprechend, bisher kaum Fortschritte sondern bisher trotz Antibiotikum eher verschlechtert oder gleich. Ist nicht wie eine Erkältung, dass nach drei Tagen es langsam wieder besser wird 🤒 und das bringt mich emotional an meine Grenzen. Zu sehen wie er um Luft ringt und nichts machen zu können und das über längere Zeit als sonst. Ich bin da leider auch ein etwas panischeres Modell 😏

    Unterstützung habe ich ja grundsätzlich gar nicht. Nur meinen Mann, also den Vater. Familie habe ich ja nicht.

    Aber ich finde schon, dass man anhand solcher Aussagen uns erkennn könnte.

    Kürzlich wurde hier die analfissur einer Schreiberin editiert, weil das Rückschlüsse geben könnte. Also anhand meiner Anlafissur( die ich habe) werden mich Nachbarn und Freunde nicht erkennen, denn das weiß keiner. Aber das mein Kind eine Lungenentzündung hat oder wir im Urlaub sind oder solche Dinge über die ich gerne schreiben würde schon. Das wollte ich gerne noch mal in den Raum werfen.
    Und die Welt kann so klein sein.

    Also, nicht ins Detail gehen bleibt dann halt doch oberflächlich. Über meine Ursprungsfamiie etwas schreiben, geht auch gar nicht im offenen Bereich. Und die gehört immer noch zu meinen therapeutischen Auseinandersetzungen dazu.

    Ich werde versuchen den Mut aufzubringen, bei anderen meine Meinung zu schreiben. Vielleicht darf ich dann ja irgendwann wieder in den geschlossenen Bereich.

    Sonnige Grüße

    Hallo 🙋‍♀️

    Ich möchte mich auch mal wieder melden.

    Ich lese immer täglich mit, beginne sogar oft, einen Beitrag zu erstellen, aber schicke es dann doch nicht ab.

    In meinen Faden hätte ich auch immer wieder gerne was geschrieben, aber es ist einfach zu persönlich für den offenen Bereich. Grade aktuell habe ich immer wieder überlegt zu schreiben, da mein Kind sehr krank ist und ich manchmal einfach Trost und Hoffnung gesucht habe. Aber wenn ich genau schreibe, wie sich das die letzten Wochen entwickelt hat und was er genau hat, wäre das schon sehr eindeutig zu erkennen, falls jemand hier liest, der aus der Nähe kommt.

    Daher weiß ich oft einfach nicht, was ich schreiben soll… es würde doch sehr oberflächlich bleiben.

    Trotzdem lese ich täglich mit und oft berührt mich auch das eine oder andere. Grade gestern oder vorgestern gab es in einem Thread das Wort „schwierig“, als Charaktereigenschaft. Hat mich extrem getriggert, aber auch dazu kann ich hier nichts näheres schreiben.

    Nur eines: du bist nicht schwierig! Niemand ist schwierig! Es passt nur nicht jeder zu jedem… das mit dem Topf und dem Deckel finde ich bis heute sehr treffend, danke Omi an dieser Stelle!

    Es grüßt euch, Blume

    Warum kauft er das Zeig nicht selbst?

    Guten Morgen,

    Also mein Mann hatte während der Entgiftung keine Möglichkeit, an Zigaretten zu kommen… er durfte die geschlossene Abteilung drei Tage nicht verlassen. Außerdem gibt es im Krankenhaus keine Möglichkeit, Zigaretten zu kaufen. Zumindest in unseren Krankenhäusern nicht. Ist ja auch sinnvoll, da Rauchen ja krank macht und auch tödlich enden kann. Wenn es dann denn im Krankenhaus gäbe… nö

    Mein Mann raucht grundsätzlich nicht. Nur wenn er getrunken hatte. Und natürlich ist der Körper in der Entgiftung auf Entzug, man ist unruhig, angespannt und was sonst noch alles… da rauchen viele eine Kippe nach der anderen um das auszuhalten.

    Ich habe meinem Mann die Zigaretten gerne gebracht, denn ich weiß, dass er es ernst meint und für den Rest seines Lebens trocken bleiben wird.


    Wenn du es aber nicht machen möchtest, ist das ja auch ok und deine Entscheidung!

    Aber Möglichkeiten gibt es dort wenige und auf beides gleich zu verzichten wird ja grundsätzlich nicht geraten. Auch nicht bei mir mit meiner Essstörung. Da soll ich mich darauf konzentrieren und nicht zum Beispiel noch zusätzlich aufhören zur Rauchen (wenn ich das denn täte, bin ja Nichtraucher 😃)

    Habt alle einen schönen Tag

    Heute dämmerte mir dann: Ich glaube , wir können unsere Beziehung erst retten, wenn er anfängt, Therapie zu machen und nicht mehr der Alk zwischen uns steht.

    Hallo Vaya,

    Das hattest du in deinem ersten Beitrag geschrieben

    Gestern fragte er mich was ich will? Dass er nie wieder auch nur ein Bier trinken würde? Das könne ich vergessen…

    Das hat er dir nun eindeutig gesagt. Du kannst es vergessen, dass er abstinent leben wird.

    Nach dem derzeitigen Stand gibt es dann nur zwei Optionen… wenn du das, was du eingangs geschrieben hast so fühlst, dass der Alkohol immer zwischen euch steht, dann bleibt nur die Trennung.
    Oder… du arrangierst dich mit einem Leben neben ihm, mit seinen Regeln

    Beides ist möglich! Was wird dich glücklicher machen ? Vielleicht eine kleine Anregung…

    Hab einen guten Tag heute 🌞

    Viele Grüße Blume

    Ja, das Zitst ist (sinngemäß) von Albert Einstein. Und es ist auch mein Leitspruch geworden vor drei Jahren. Es hängt bei mir eingerahmt als Bild zur täglichen Erinnerung!

    Was ich noch sagen wollte: wenn mein Mann mich jemals als Schlampe oder Ähnliches betitelt hätte, hätte ich den Absprung vermutlich schon eher geschafft. Denn so würde ich mich niemals beschimpfen lassen und denjenigen noch lieben können…

    Aber das liegt vielleicht auch an meiner Kindheit. Verbale Abwertung dieser Art finde ich ganz schlimm

    Hallo Franzi,

    Ich finde es ganz stark, dass du diese Entscheidung getroffen hast und den Weg angefangen hast. Das möchte ich dir einfach gerne sagen. Es ist total schwer, es ist unbequem, es ist anders, es macht Angst, Angst vor der Zukunft, es macht unsicher, ist es richtig was ich tue, es macht stellenweise hilflos, es macht machtlos, was die Manipulation der Kinder betrifft. Deswegen gehen viele diesen Weg erst gar nicht, weil grad erst mal nichts ist, wie es mal war.
    Aber ich bin absolut sicher, das es nur besser werden kann und wird!

    Ich kann durchaus nachvollziehen, dass die Kinder das im Moment anders sehen. Klar wollen sie heim, wollen den Papa sehen usw

    Aber das ist normal. Es sind Kinder, die können nunmal nicht das sehen, wozu Erwachsene schon in der Lage sind bzw es sein sollten (trifft ja auch nicht auf jeden zu). Nämlich wie es irgendwann mal sein wird. Wie glücklich, zufrieden und unbeschwert das Leben sein wird. Denn wie sollen sie das auch überhaupt können. Sie kennen es ja nicht anders.

    Als Eltern muss man leider viele Entscheidungen für seine Kinder treffen. Dazu sind wir da! Wir sollen dafür sorgen, dass es ihnen gut geht, dass sie sich gut entwickeln können. Aber dafür müssen die Eltern auch die Voraussetzungen schaffen. Ich hab noch kein Kind erlebt, das mit vier Jahren schon sagt: stimmt Mama, du hast recht. Ich esse keine Schokolade mehr, denn sie tut mir nicht gut. Oder, klar mache ich den Fernseher nach 10 Minuten aus, denn mehr sollte ich nicht schauen, weil es meine synapsenbildung im Gehirn negativ beeinflusst. Das müssen wir halt auch aushalten, wenn das Kind dann schreit und zetert, weil es Fernsehen will oder süßes essen, oder eben noch nicht ins Bett will usw

    Aber wir müssen das entscheiden, weil das Kind sich sonst nicht gut entwickeln kann.
    Und da geht es um „Kleinigkeiten“ im Vergleich zum aufwachsen in einer dysfunktionalen Familie.
    Ich weiss, wie schwer es ist, das auszuhalten. Dass die Kinder dich jetzt ggf derzeit als „buhmann“ sehen und du blöd bist und sie lieber beim Papa wären (das ist jetzt allgemein gesagt, was genau deine Kinder grad denken und tun weiss ich ja nicht)

    Da schmerzt das Mama Herz. Aber es würde dir noch mehr schmerzen, da bin ich sicher, wenn du in ein paar Jahren sehen würdest, wie sie unter der Situation täglich leiden, bliebest du dort. Oder wenn du später siehst, dass sie psychisch krank sind , in Therapie müssen, keinen Beruf deswegen ausüben können, eine Persönlichkeitsstörung entwickelt haben etc pp

    Denn das ist nicht ganz unabwegig… bei mir trifft das so ziemlich alles zu. Außer dass es meine Mutter schmerzt, dass ich so geworden bin. Denn sie hängt mit fast 70 Jahren immer noch in diesem suchtsystem fest

    Gott segne dich und deinen Weg.
    Es grüßt dich, Blume

    Naja, das mag auf einige Menachen so zutreffen aber nicht auf jeden. Für Jana kann ich es nicht beurteilen, aber ich muss es LERNEN! Das ist Teil meiner Peraönlichkeitsstörung, die ich als EKA leider mitbekommen habe. Wenn es da so „einfach“ wäre, nur mal eben einen Perspektivwechsel vorzunehmen, dann bräuchten viele keine langjährige Therapie mehr. Gerade wenn etwas eine Störung ist bzw. eine Erkrankung reicht da nicht einfach nur ein Perspektivwechsel. Es wäre mir eine große Hilfe, wenn es so wäre.

    Aber Jana, wenn es für dich nun möglich ist und du nun einfach die Perspektive wechseln kannst, dann freue ich mich für dich von ganzem Herzen. Und natürlich auch für alle anderen, die dazu in der Lage sind 💞


    Aber die, die es nicht können, fühlt euch dadurch bitte nicht, als wäret ihr schwach… denn das seid ihr nicht. Wenn man etwas noch nicht kann, kann man es erlernen. Und das ist auch was positives

    😃 naja, müssen muss man gar nichts bzw. müssen musst du das nicht. Aber ich bin mir sicher, dass du das lernen möchtest… denn dann geht es einem irgendwann viel besser, wenn man mit derartigen Situationen souveräner umgehen kann. Aber es ist halt nicht mit einem Mal üben weg. Zumindest bei mir nicht. Ich sage aber für mich ganz eindeutig, ich MÖCHTE das lernen, denn dann geht es mir viel besser als so zu sein wie bisher

    Und etwas lernen zu wollen ist wesentlich einfacher als es lernen zu müssen! Das ist das Pendant zu der Alkoholsucht. Wer von sich aus abstinent leben möchte hat die größeren Chancen, das auch zu schaffen als jemand, der in seinem Verständnis abstinent leben muss, weil das von außen so gewünscht ist.
    Gilt aber eigentlich für so ziemlich alles, was mit Motivation zu tun hat. Die intrinsische Motivation ist immer besser als die extrinsische. Fängt schon bei Kindern an… wenn du dein Kind mit Sternchen oder Punkten oder Sticker motivieren musst, Hausaufgaben zu machen oder im Unterricht nicht zu stören und sich zu beteiligen, hält dass, wenn überhaupt, bis der Zettel voll ist und es dann die Belohnung gibt. Kann man seinem Kind von früh auf mitgeben, dass Bildung was gutes ist, was erfüllendes, was bereicherndes, dann entwickelt es im besten Fall die intrinsische Motivation, und bringt zum Beispiel gute Leistungen, weil es das möchte und einen Sinn darin sieht.

    Sorry für den Exkurs 🫣 wollte eigentlich nir sagen, formuliere deine Aussage positiver, dann wird es einfacher …

    Hallo Jana,

    Ich möchte dir gerne auch eine Rückmeldung geben. Leider komme ich zeitlich nie dazu, etwas zu deinen Beiträgen zu schreiben , obwohl mir immer was dazu durch den Kopf geht. Aber dieses eine möchte ich dir jetzt sagen:

    Ich finde es bemerkenswert, dass du immer noch hier bist, immer noch schreibst, immer noch weiter auf „einem“ Weg bist (noch ist es nicht dein Weg, aber das kommt noch) obwohl du manchmal ganz schön „auf den Deckel“ bekommst. Ich kann das bisher nicht, ich übe immer wieder daran aber ziehe mich an derartigen Situationen oft zurück, da ich sowas oft schlecht aushalte.

    Das finde ich persönlich eine große Stärke von dir. Denn nur so wirst du irgendwann auch dahin kommen, wohin man dich hier begleiten möchte. Aber das muss man wie gesagt erstmal aushalten können, damit man sich mit den Dingen, wo eventuell was dran ist, auseinandersetzen kann. Und das beiseite zu schieben, was nicht zutrifft. Ich finde das schwer, und übe wie gesagt immer wieder daran.
    Viele können das nicht, und gehen dann wieder.und ich finde auch nicht immer alles „richtig“, was hier geschrieben wird.

    Und ja, ich finde es teilweise auch anstrengend oder nervig, dass immer wieder das gleiche von dir kommt. Aber es sind erst vier Wochen vergangen… dann denke ich, Blume, wie lange hast du gebraucht, da zu sein, wo du jetzt bist. Auf jeden Fall mehr als vier Wochen.

    Und ehrlich gesagt, finde ich es auch extremst! Heftig, wie dein Mann gegangen ist. Ich brauche auch sehr lange, mit Situationen abzuschließen, in denen ich „machtlos“ bin, also es nicht aufklären kann, es nur für mich lösen muss, weil die andere Seite zum Beispiel gar nicht in der Lage ist, zu reflektieren und ich „verstanden“ werde. Mein großes Thema aus meiner Vergangenheit, ich möchte Verstanden werden, ich möchte ernst genommen werden, ich möchte wert geschätzt werden, und ich habe ein extrem großes Unrechtbewusstsein und es beschäftigt mich seeeehr lange, wenn der andere Part von seinem Recht überzeugt ist aber es in der Tat nicht ist! Aber, ich habe mittlerweile gelernt, mich von solchen Menschen abzugrenzen. Ich halte nur noch Kontakte, bei denen es mir gut geht und ich beende Kontakte, die mir nicht gut tun. Das habe ich früher nicht gemacht.
    Trotzdem beschäftigt es mich auch danach noch länger bis ich damit endgültig abschließen kann. Prägung oder Charakter? Das hab ich noch nicht für mich ausmachen können

    Seit einiger Zeit handhabe ich das so, dass es einfach so ist. Ich bin so, ich fühle so, es geht vorbei, aber die Zeit die es braucht, muss ich es eben aushalten. Aber ich knicke nicht ein und werde den Menschen, die mich schlecht behandeln, wieder hinterherlaufen, damit es mir kurzfristig wieder besser geht, weil die entsprechende Situation dann beendet ist. Das war früher mein Modus, heute nicht mehr. Und mit jeder Situaiton, an der ich üben muss, wird es normaler, einfacher, vielleicht auch Stück für Stück schneller. Vielleicht bin ich in fünf Jahren dann soweit dass ich nur noch eine Nacht damit beschäftigt bin und am nächsten Tag einen Haken hinter machen kann. Ich werde es sehen.

    Viele Grüße Blume

    Hallo ihr lieben,

    Ich möchte mal einen kleinen Gruß zum Wochenende da lassen 🙂


    Zu meinem liebsten Lebensmotto bzw. Motivationssatz ist mittlerweile geworden:

    Der Weg ist das Ziel!

    Ich habe Zeit meines Lebens

    entweder in der Vergangenheit verbracht, traurig, über alles was vorbei ist und nicht wieder kommt,

    oder aber in der Zukunft Pläne geschmiedet, wie es sein könnten, wenn dieses oder jenes passieren würde.

    Im hier und jetzt habe ich so gut wie nie gelebt.

    Das ist für mich ein wichtiger Entwicklungsprozess, Teil des „ich bin bei mir angekommen“ Prozesses. Ich habe erkannt, dass nur das hier und jetzt, das heute zählt. Und das jeder einzelne Tag der Weg ist. Zu welchem Ziel… eigentlich sogar egal mittlerweile. Aber es wird auf jeden Fall für etwas zukünftiges von Bedeutung sein. Nichts passiert einfach nur so, nichts passiert umsonst.

    Ich bin auf dem Weg. Ich bin nicht mehr gefangen in mir selbst. Das ist eine befreiende Erkenntnis, welche sich grad Bahn gebrochen hat.
    Ich wollte diesen Text gar nicht schreiben. Er war nicht in meinem Kopf, als ich meinen Thread öffnete. Es sollte lediglich ein kleiner Gruß werden.

    Aber es kam anders…

    Ich wünsche euch allen ebenso euren Weg…

    Bis bald

    Hallo Cadda,

    Das ist eine gute Frage. Ich habe darüber auch bereits nachgedacht, aber durch deinen Beitrag gemerkt, dass ich da noch mal näher drüber nachdenken muss. Denn beim beantworten deiner Frage in Gedanken fiel mir etwas auf, was auf letzteres hinweisen könnte. Also bezogen auf den einen Gedanken, den ich dazu bereits hatte.

    Also, insgesamt ist das Vertrauen natürlich gestört. Ich empfinde es nicht so, als wäre es jetzt auf Anfang. Aber die ersten/nächsten Wochen werde ich, da gehe ich sehr von aus, doch etwas unentspannter sein. Aber ich glaube auch eher als grundanspannung, hoffentlich geht er den Weg nun, den er gehen muss. Hoffentlich bleibt alles gut. Nicht unbedingt, dass ich jetzt überall kontrolliere oder mehr hinschaue.

    Denn im Prinzip brauch und brauchte ich das nicht, denn es ist ihm schon ein bis zwei Tage vorher anzumerken, dass er anders wird und sich vermutlich saufdruck aufbaut. Manchmal hab ich das kommuniziert, wenn es mir auffiel, manchmal hat er es von sich aus gesagt, dass er sich zurück ziehen muss, und seine Strategien anwenden muss.

    Auch dieses Mal habe ich es gemerkt, aber es war nicht zwingend zu erkennen, dass er die Strategien nicht anwenden kann oder wird, und das kam dann aus heiterem Himmel. Dass er komisch war, hatte ich bemerkt und auch angesprochen.
    Direkt aufgepasst hab ich also bisher nicht und werde das glaube ich auch nicht tun, denn ich habe hier den Satz mitgenommen, wer saufen will, der säuft. Und er hätte ja auch anders handeln können, Notfall Kontakt anrufen, shg was auch immer. Das lag immer in seiner Verantwortung. Warum das dieses Mal nicht funktioniert hat, wird er genauer betrachten und auswerten müssen…

    Aber das ich ihn auch auf meine Beobachtungen hinweisen darf, das hatten wir zu Beginn so vereinbart und das wurde von der Therapeutin auch so geraten.

    Was mir aber auffiel eben beim lesen deines Beitrages ist, dass ich mir Gedanken über ein Alkoholtestgerät gemacht habe. Denn er hat es ja letzte Woche zu Anfang noch abgestritten und erst als ich es gesehen hatte, war ich mir ganz sicher. Und nun denke ich, vermutlich macht das auch keinen Sinn, geht mehr in Richtung Kontrolle…? Ein weiterer Gedanke war dahinter allerdings, dass ich am Freitag das Kind bei ihm gelassen hatte und als ich wieder kam merkte, hier riecht es doch nach alk… dann beobachtet wie er zum Auto ging und dann gleich konfrontiert. Hätte ich einen Tester gehabt. , wäre der Nachweis vorher schon da gewesen und ich hätte das Kind nicht bei ihm gelassen. Also, du siehst, da muss ich nochmal in mich gehen, ob es Kontrolle ist oder einfach nur Sicherheit. Oder beides…

    Aber insgesamt kann ich nicht abstreiten, dass eine gewisse Angst da ist. Aber, und das ist auch wirklich so, da ist ein ganz tiefes Gefühl in mir, dass mein Mann wirklich will. Dass er nicht noch mal in diese Situation kommen will. Es erscheint mir authentisch und ehrlich. Und ichbwerde mit der Angst, oder Sorge leben müssen, wie vor drei Jahren. Sie wurde von Monat zu Monat weniger, bis sie sehr gering war. Aber sie war nie ganz auf null. Ich hatte immer das Gefühl, er steht noch nicht hundertprozentig dazu. Schon, dass er selber von sich sagt, dass er alkoholkrank ist. Dass er nicht aufhören kann, wenn er anfängt. Aber gegen eine Therapie hatte er sich gesträubt, und das hatte mir immer das letzte Bisschen vertrauen unmöglich gemacht, also das, was gefehlt hat um zu sagen, ich glaube zu hundert Prozent, dass er trocken bleiben kann.
    Vielleicht kann das jetzt anders werden, nur die Zeit kann es zeigen

    Ich habe noch etwas vergessen…


    Ja, ich liebe meinen Mann. Er ist ein guter Mann. Er ist nicht schlecht oder Böse.
    Und ich finde er hat es verdient, nach drei trockenen Jahren, dass ich nicht gleich die Koffer packe, weil er „versagt“ hat. Er hat es verdient, seine Familie zu behalten und zu zeigen, dass er nun den Rest seines Lebens trocken bleiben kann.

    Guten Abend an alle, die ihr euch Zeit für mich genommen habt.

    Erstmal möchte ich danke sagen, dass ihr euch die Zeit genommen habt, eure Gedanken für mich dazulassen. Das ist nicht selbstverständlich.

    Trotzdem ist es so, wie ich immer wieder versucht habe zu erklären, dass es inhaltlich oft nicht stimmt, worauf ihr euch bezieht. Es fühlt sich für mich immer noch so an, wenn ich die Beiträge lese, dass ich nicht verstanden werde. Ob ich meine Beiträge nicht klar genug formuliere, ich weiß es nicht. Für mich sind sie halt verständlich, sogar sehr, und daher weiß ich eben nicht, was ich ggf. ändern müsste, damit unsere Situation erfasst wird. Aber vielleicht ist es einfach auch aufgrund der Anonymität nicht machbar, da geht halt einiges verloren. Es passt halt überhaupt nicht, dass es in irgendeiner Art und Weise ein hin und her ist oder das der Kleine in einer alkoholbelasteten Familie aufwächst. Das Kind ist vier Jahre, mein Mann drei Jahre trocken gewesen. Da gab es in der prägenden Zeit seines kurzen Lebens bisher kein Hin und Her oder eine belastende Prägung. Und das wird es auch nicht geben, denn wenn sich herauskristallisiert, dass es ein hin und Her werden könnte, also dass es so weiter ginge, dann gibt es nur einen Weg für uns. Und nochmal, falls das nicht in früheren Beiträgen gelesen wurde und jetzt nicht deutlich drin stand von mir: ich bin auch ein EKA. Ich weiß, was es heißt, mit Alkoholikern aufzuwachsen und wünsche das niemandem! Ich bin uneingeschränkt dafür, das Kinder aus dysfunktionalen Familien in letzter Instanz raus geholt werden.

    Nun zu deiner Frage Lütte:

    Es geht mir wieder einigermaßen gut. Meine Ärztin (Oberärztin der Psychiatrie eines Krankenhauses in der Nähe), die mich seit gut 15 Jahren begleitet, hat gestern nachmittag einen Hausbesuch bei uns gemacht. Ich hatte sie gleich montag morgen angerufen, und über den Rückfall berichtet und sie bot mir sofort an, für mich und auch für meinen Mann da zu sein. Ein Segen, wenn man so eine Ärztin an seiner Seite hat...

    Sie hat mich dann am späten Nachmittag daheim besucht. Wir haben über die Situation gesprochen, ich habe erzählt, wie es mir und dem Kind geht. Sie fand es großartig, welche Worte ich für das Kind gefunden habe und wie ich alles mit Ruhe und Verstand erledigt habe. Ich selber bin jetzt rückblickend sehr stolz auf mich. So stark, wie ich die letzte Woche war, habe ich mich noch nie in meinem Leben gefunden. Normalerweise bin ich immer total zusammen gebrochen, als ich noch kein Kind hatte, habe ich mich die Zeit, wo er trank, selber nur ins Bett gelegt, vor mich hin geweint und immer nur gehorcht, was macht er jetzt, wird er langsam wieder nüchtern, ist es bald vorbei usw...

    Dieses Mal, und auch schon vor drei Jahren, war ich stark (vor drei Jahren noch nicht ganz so stark wie die letzten Tage, aber auch schon wesentlich stabiler). Ich vermute, dass es daran liegt, dass ich die Verantwortung für ein Kind seitdem habe. Und das die letzen drei Jahre Therapie, eine tiefenpsychologisch fundierten Therapie, mich auch sehr verändert haben, mir geholfen haben. Natürlich war ich traurig, da habe ich auch nichts übergeschminkt, sondern dem Kind sogar gesagt, Mama ist traurig, jeder ist mal traurig, und das geht auch wieder vorbei. Ich habe ihm auch Rede und Antwort gestanden, wenn er nach Papa gefragt hat, kindgerecht natürlich. Also, ich habe keine heile Welt vorgespielt. Aber ich habe weitergemacht, mit meinem Kind einen vernünftigen Alltag weiter gelebt.

    Nachdem wir über meine Gefühle und Zustand gesprochen hatten, sagte sie, ich solle meinen Mann mal fragen, ob er mit ihr sprechen möchte. Mir haben die Knie gezittert, es fiel mir schwer nach oben zu gehen, wusste ich nicht, was mich erwartet. Und es war nicht schön. Aber, im Nachhinein war alles richtig so, wie es seinen Lauf genommen hat. Wäre er ausgezogen, hätte er sich unter Umständen tot getrunken, denn er kam aus dem Zustand nicht mehr raus, war kaum ansprechbar, hatte 4 Promille und konnte nicht mehr viel. Was er aber war, er war sofort dankbar, dass sie da war, und ihr Angebot, dass sie ihn zur Entgiftung ins Krankenhaus einweist, hat er sofort angenommen

    Er hat nun erstmal wieder alles in seiner Hand, er kann es angehen und er will es auch. Seine Not war groß, seine Frustration über das Versagen auch. Aber die Ärzte im Krankenhaus sahen nicht gleich alles in Schutt und Asche. Die Worte waren dort schon aufbauend, dass drei Jahre eine gute Leistung sind. Dass er nicht bei null wieder anfängt und daran wachsen kann, wenn er den Schmerz zulassen kann und hinschaut. Auf den Rückfall, und auf seine Seele. Er ist nun bereit, eine Therapie zu machen. Das war er bisher nicht. Also ich meine keine Entwöhnungstherapie oä, sondern eine Therapie der psychischen Probleme/Persönlichkeitsstörung. Denn das wird grundlegend dazu beitragen können, eine stabile Trockenheit zu erlangen. Nun müssen Taten folgen.

    Ich werde versuchen, Beiträge, die nicht für mich passend erscheinen, als vorhanden, aber mehr auch nicht zu bewerten. Das ist eines meiner großen Probleme; ich zieh mir jeden Schuh an und möchte immer unbedingt verstanden werden. Vielleicht kann ich an diesem Punkt in diesem Forum wachsen und lernen. Das ist etwas, was ich noch gar nicht kann; noch nicht wirklich umsetzen kann, obwohl es oft auch Thema in der Therapie ist. Ich beneide die Menschen, die sich sagen können, ja und, ist mir doch egal was der sagt, ich weiß es ja wie es wirklich ist. Ich kann das nicht; großes Problem...

    Ich wünsche allen einen schönen Abend