Beiträge von Blume52

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hallo Elly,

    lieb dass du nachfragst. Ich hatte dazu an anderer Stelle schonmal was geschrieben, tue es aber gerne nochmal, da das vielleicht auch nicht jeder zur Kenntnis genommen hat oder die Verbindung zu meinem thread im Gedächtnis hatte.


    Mein bzw. unser kleiner entwickelt sich prächtig, es geht uns auch sehr gut. Das ist aber natürlich immer so in den Trinkpausen. In diesen ist mein Mann wie gesagt ein Wunderbarer Mann und Vater. Und das ist weder eingebildet, noch die rosarote Brille einer Co. oder was man sonst so dahinter hier oft vermutet, sondern es ist wirklich so! Ich erinner jeden Tag einen Satz von Sunshine, der mich sehr verletzt hatte bzw. hilflos zurück lies , was ich nicht böse nehme, weil es bestimmt in 99 Prozent der Fälle auch so sein wird, aber es ist bei uns eben absolut nicht so. Sunshine sagte dort sinngemäß, du glaubst doch im Leben nicht, dass dein Mann ein fürsorglicher Mann und Vater wird. Aber es ist so, er ist es! Über Wochen oder auch Monate führen wir ein ganz normales, liebevolles, glückliches und alkoholfreies Leben. Bis dann....


    Aber nach dem letzten Absturz, das berichtete ich wie gesagt woanders, kam er von sich aus auf mich zu und sagte, er nimmt jede Hilfe in Anspruch, weil er mir das nicht mehr antun möchte. Er schämt sich danach natürlich in Grund und Boden, was er uns in der Zeit antut. Dieses Mal war aber etwas anders als sonst, das lässt mich natürlich hoffen, obgleich natürlich stellenweise die ängstliche angespanntheit kommt, ob er doch wieder trinkt. Aber das versuche ich zu ignorieren, denn ich habe ja entschieden, wenn es wieder passiert, werden wir uns erstmal räumlich trennen.

    Das letzte Mal habe ich nichts mehr gemacht oder gesagt, ich hatte mich im Prinzip schon innerlich verabschiedet, und meien Einstellung wsr, ich schaue, was er draus macht. Wäre es wie immer gewesen nur Beteuerungen und dabei wäre es geblieben, dann hätte es eine Änderung in unserer Beziehung gegeben.

    Aber er kam von sich aus zu mir mit der Einsicht, alkoholkrank zu sein, er machte selber einen Termin in der suchtberatung, und er geht seitdem wöchentlich zur shg.

    Wie gesagt, mein Vertrauen in eine dauerhafte Abstinenz ist noch nicht sehr groß, aber ein bestimmtes Gefühl.sagt mor, dass die Chance dieses Mal wesentlich größer ist, als sie es jemals war. Es gibt auch seitdem eine offene Gesprächskultur darüber, ich kann das Thema ansprechen, auch z.b. wenn ich das Gefühl habe, dass sich da grad was in ihm aufbaut an Druck, kann ich fragen, ob er suchtdrzck hat oder ob er selber ein Gefühl des aufkommenden stresses verspürt usw. Das war vorher so auch nicht möglich; wir reden darüber. Nicht ständig, aber immer mal wieder. Und ich habe das Gefühl, er sieht mich nicht mehr als "feindin"

    Auch habe ich ihn gefragt, was er denn dieses Mal anders machen möchte bzw. was ist sein Notfallplan, darauf hatte eine eine Antwort.

    Also lange Rede kurzer Sinn, er ist jetzt Woche 11 trinkfrei, das an sich ist aber noch nichts ungewöhnliches, das er was dafür tut, ist schon anders als sonst. ich wünsche es ihm und uns natürlich, dass er umsetzen kann, was er lernt im Austausch und wir eine gemeinsame trockene Zukunft haben. Die Zeit wird es zeigen...


    Und sunshine, ich habe es dir weder übel noch krumm oder sonstwas genommen! nicjt falsch verstehn...

    Ich fühle mich hier nur manchmal so hilflos, was die Worte angeht die ich schreibe, dass sie oft nicht richtig verstanden werden oder es nicht geglaubt wird, weil es ja bei allen alkoholokern anders ist. nasse alkoholiker sind nicht fürsorglich oder liebevoll und den Menschen den man angeblich liebt, gibt es ja gar nicht mehr, und so ähnlich. Vielleicht gibt es aber doch auch nicht regelkonforme Fälle..? und wenn ich das jetzt schrieb, denke ich schon, was darauf wieder kommen wird... die typische Sichtweise einer Co. oder ähnliches. Aber ich sehe mich z.b. auch nicht als extreme Co. Es mag sicher den einen oder anderen Punkt geben, wo ich mich einreihe, aber ich kenne halt mich ganz gut, bin absolut ehrlich mit dem was ich schreibe und kann auch sehr gut reflektieren. Weiß nicht wie ich es besser beschreiben soll, wie es sich für mich hier manchmal anfühlt.

    und ich bin trotzdem gerne hier!

    So, das war ein langer Text... sorry.

    Eine gute Nacht wünscht blume

    Hallo Lealux

    Jetzt muss ich auch mal mich eben einschleichen und etwas von mir beisteuern.


    Letztendlich kann keiner wirklich sagen, ob dieser 'weg' dich glücklich und zufrieden machst, also ob es das so für den Rest deines Lebens ist. Aber, ich bin in einer Situation, in der ich mir ähnliche Fragen gestellt habe bzw. mit meiner eigenen Ärztin besprochen habe, wie es für MICH weiter gehen kann. Und ich habe ähnliche Entscheidungen für mich, und mein Kind, getroffen.

    Sollte mein Mann trinken, gibt es keinen Zutritt mehr zu unserem Wohnbereich. Unter Alkoholeinfluss möchte ich nicht, dass er mir oder unserem Kind gegenüber tritt, uns belästigt oder sonst was. Dafür hat er seinen eigenen Bereich, mit eigener Küche und Bad, in dem er ohne Probleme saufen könnte. Toll fände ich es nicht, das muss ich natürlich gestehen, denn ich weiß ja, was alkohol mit seinem Körper anrichtet, abwr im Endeffekt ist es so wie viele beschreiben seine eigene Entscheidung, wenn er daran zugrunde gehen will.

    Nun ist es allerdings so, dass nach der letzten Trinkperiode (mein Mann ist Quartalstrinker und hat immer Trinkpausen von mindestens 5 Wochen bis hin zu 5 Monaten) mein Mann von sich aus auf mich zukam und sagte, dass er mir das nicht weiter antun möchte und er Hilfe in Anspruch nehmen wird. Das hat er auch getan, er war bei der Suchtberatung und geht zur SHG, ob er es langfristig packt, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Natürlich ist das Vertrauen, das ist glaub ich nachvollziehbar, noch nicht da, das es wirklich so bleiben wird, allerdings war es dieses Mal das erste Mal, dass er sich eingestanden hat, süchtig zu sein und ein Problem zu haben.

    Aber lange Rede kurzer Sinn, mein Modell ist auch erstmal die strikte Trennung von diesem Menschen, wenn er Alkoholisiert ist. Aber ich habe für mich selber trotzdem noch im Hinterkopf, dass es möglich wäre, dass auch das mir auf Dauer nicht guttut, und ich mich ggf auch ganz trennen würde, wenn ich merke, das es mir bzw. uns dabei nicht gut geht. Nun kann ich dazu aber nichts weiter sagen, weil die Situation seitdem nicjt wieder eingetreten ist und vielleicht, mit Gottes Hilfe und viel Kraft seitens meines Mannes auch nicht mehr eintreten wird. Aber ich halte es für einen möglichen Weg für eine durchaus auch gute Beziehung, wenn es für einen selber ok ist. Das muss aber dann auch wirklich ok sein und nicht doch noch irgendwie ständig Thema in deinem Kopf sein und dich dadurch kaputt machen. Das wäre mein Gefühl dabei.

    Ach so, ich denke allerdings auch, das es noch einen kleinen Unterschied macht, wenn der Mann täglich betrunken ist, morgens schon anfängt und eigentlich nie ganz nüchtern wird, oder aber wie bei meinem Mann richtige klare, wache und trockene Perioden dabei sind. Und nicht dass das jetzt einer falsch versteht, das soll nicht heißen dass quartalstrinken besser ist als spiegeltrinken o.ä.! Das soll in keinster Weise damit gemeint sein, jede Alkoholsucht, in welcher Form auch immer, ist zerstörerisch, aber für mich persönlich macht es einen Unterschied, also das ist nur mein persönliches empfinden für mich ganz allein, wenn mein Mann täglich betrunken wäre, dann wäre ich schon weg! Definitiv! Wehtun, verletzten, demütigen usw. tut auch der Quartalstrinker! Es gibt aber auch andere Phasen, die wirklich gut sind, auch wenn vermutlich viele das hier anzweifeln werden, es ist aber so. Er ist ein extrem liebevoller, fürsorglicher und engagierter Vater und Ehemann, leider mit einer Alkoholkrankheit, aber für mich immer noch lohnenswert, Liebe und Geduld zu investieren, aber nun auch auf mich zu schauen und für den Fall der Fälle die besagten Grenzen zu setzen.


    Vielleicht hat der eine oder andere Gedanke dir helfen können, weiter darüber nachzudenken und in dich zu spüren. Bleib auf jeden Fall bei dir, und deinen Gefühlen, und was du möchtest und was dir gut tut!


    LG Blume

    Ich habe gerade in einem anderen Bericht gelesen, wie hier im Forum ein Co für jemanden anderen Partei ergriff und ihn verteidigt hat

    Ich weiß nicht ob du mich damit meinst, aber wenn ja, ich habe keine Partei ergriffen und schon gar nicht jemanden verteidigt! Ich habe bzw

    bilde mir meine Meinung, unabhängig von anderen, co hin oder her; und vertrete diese dann und wann auch mal. meistens lasse ich es aber weil es doch meistens falsch verstanden wird. Besser ich hätte auch dieses Mal einfach geschwiegen, dann würde ich mich jetzt nicht wieder so gänzlich falsch verstanden fühlen.


    Wenn nein, ist das geschriebene obsolet.

    Liebe Marie,


    Ich kann das verstehen was du meinst. und es wird auch alles ok sein was ihr macht. Ich bin halt nicjt Alkoholkrank und sehe es aus meiner Sicht, das mag was anderes sein. Ich finde halt trotzdem und das ist eigentlich der einzige Punkt, dass man jemanden hier nicht sofort abweisen sollte, wenn er nicht gleich zum arzt geht. hinweisen, Offen und klar reden, auf jeden fall! und wenn man nach einiger zeit das gefühl hat, derjenige trinkt z.b. weiter oder ist uneinsixhtig oder sowas, kann man ja immer noch sagen, hier endet jetzt erstmal der Weg bei uns.

    Wenn ich an meinen mann denke, dann denke ich, er würde hier auch abgewiesen, weil er nun gerade den Punkt auch nicjt erfüllt. Aber vielleicht hülfe es ihm ja zusätzlich hier (also rein hypothetisch). Er ist bei der suchtberatung und geht wöchentlich zur selbsthilfegruppe, bekennt sich erstmalig zu seiner Sucht.

    Es fühlt sich hier so extrem stringent an, aber es gibt doch auch manchmal noch was dazwischen. Ich könnte es im live Gespräch glaube ich besser rüber bringen was ich meine. Ich bin bei euch, Arzt Besuch ist extrem wichtig, Begleitung zu haben. Aber das abweisen fand ich recht hart, grade bei Sonne denn mein Eindruck war, dass sich da ziemlich was in ihr getan hat und sie wirklich Hilfe hier gesucht hat. Nun gut, es ist wie es ist und ich bin auch nicjt böse oder sowas. Wollte einfach mal meinen Eindruck bzw. Meinung sagen, auch wenn dies vielleicht sogar komplett falsch ist. Alles ist gut

    Für mich zur Info. Um vielleicht einiges besser verstehen zu können. Ich bin jemand, der alles wissen muss, um mit etwas ok zu sein. offene Fragen zermürben mich. Das war schon beim Studium so, das alle genervt waren, weil ich immer hinterfragt habe warum etwas so und so ist und jeder fragte, kannst du das nicht einfach so hinnehmen? Nein kann ich nicht, und das genauere Verständnis hat dann auch zu den einen geführt, weil ich mir Dinge dann erklären oder herleiten konnte, die anderen gefehlt haben...

    Vielleicht bleibt ein Stück Hoffnung, irgendwas hilfreiches zu finden,.aber eigentlich möchte ich für mich klar bekommen, wie ein alkoholkranker tickt, warum er was kann oder nicht kann, um für mich zur Ruhe zu kommen. hoffe das war verständlich...

    Hallo sunshine und Aurora,

    Das ist ok, ich schaue in beide threads rein.

    Danke für die harten Worte, sie hauen mich grad noch mehr um aber dazu fehlte eh nicht mehr viel. Ich heule grad wie ein Schlosshund und muss das erst mal sacken lassen. Nachdem ich dachte, er wäre nun langsam nüchtern, was er auch fast war, und ich auf ein klörendes Gespräch gehofft hatte ist er nun eben wieder losgegangen mit Rucksack. u d ich vermute nir, weil ich die Hochzeitsbilder von der wand genommen hatte, weil ich die nicht mehr ertragen konnte. Und daraufhin bekam ich eine Nachricht, ob ich nun die scheidung einreichen würde. Darauf antwortee ich, das ich sowas nicjt per WhatsApp besprechen werde. Dann war die ganze Nacht Ruhe, bis eben. nun ist er los, bestimmt weil es ja eh alles egal ist. Warum nicht gerade deshalb andersrum, mal aufwachen, und kämpfen. Das kann man als nicht Süchtige wohl nie ganz verstehen.

    Ich habe grad keine Kraft mehr, Angst, dass ich den kleinen in eine pflegefamilie geben muss, weil ich es nicht mehr packe.

    Liebe Leila,


    Ich fühle mit dir. Mein Bauch schmerzt auch und ich kann nichts essen. Meine Geschichte findest du im Forum für Co Abhängige wenn es dich interessiert. Es war interessant deine Erzählungen zu lesen, grade in Bezug auf das abgedunkelten Zimmer. Heftig, hab mich immer gewundert das meiner immer im dustern liegt während der Phase, und sei es das er mit alufolie das Fenster zu tapeziert. Das scheint dann ja auch etwas normales zu sein. Ich lerne offensichtlich nie ganz aus. Und dieser Verwahrlosung Zustand ist mir auch gleich als parallele aufgefallen. Ich finde dich sehr stark dass du die getrennt hast. ich habe das vor und hoffe das mich die Kraft nicht verlässt wenn er mal irgendwann wieder nüchtern wird

    Es grüßt blume

    woanders nächtigen ist ganz schlecht möglich. Wenn er es wagt, heute nacht ins Schlafzimmer zu kommen und nach alk fragt rufe ich zur not die Polizei. Ich will nir meine Ruhe, nehme jetzt mein Beruhigungsmittel und hoffe auf Ausschaltung der Ängste u d der Anspannung. schlaft gut

    Hallo ihr Lieben,

    Ich wollte nur kurz sagen, dass ich mich heite wohl nicht mehr melde. hoffe einfach, ich kann mit dem baby schlafen. im moment habe ich grade Herzrasen, bluthochdruck, Schwindel und Übelkeit. schaffe keinen weiteren Austausch, bin etwas am ende. vorrat war jetzt ausgetrunken, steht hier und sagt, ich brauch Alkohol, hast du mir den weg genommen? Da bin ich ausgetickt. 10min vorher fragt er mich noch, ob es ok wäre wenn er sich umbringt. echt, so schlimm war das noch nie mit ihm! ich schwöre bei Gott. und ich habe nicht die leiseste ahnung, was dieses extrem ausgelöst hat. betet für mich, wenn ihr mögt, dass ich mit dem baby einfach gut schlafen kann und morgen wieder kraftvoll aufstehen kann. Ich danke euch für alle guten Antworten die ihr mir zuteil habt werden lassen!

    Danke dante und morgenrot, das hilft mir, ich lass ihn saufen, und wenn er sich tot säuft oder heite nacht von der Polizei aufgegriffen wird, weil ausgangssperre, ist mir das egal.

    hatte mir halt einfach wieder Gedanken gemacht, weil er zu mir kam und sagte, er kann nicht aufhören, er kommt aus dem Modus nicht raus, und das war bisjer noch nie so. Das ist neu für mich. Auch dass er mich bat ihm was zu holen ist neu.

    Vielleicht hört es sich nach ausrede an, aber ich habe das in diesem Fall heute wirklich nur gemacht, also ihm was besorgt, um mich bestmöglich zu schützen. Wenn er oben in seinem Reich liegt und säuft richtet er im Moment den wenigsten Schaden an, denn ich brauch meine Kraft für mich und das Kind und möchte mir nicht noch mejr Gedanken machen was passiert, wenn er los zieht. Ich war heute morgen schon los zur notärztlicjen Praxis um mir Medikamente zur Beruhigung für die nacht zu holen, damit ich nicht wieder nur sorgenvoll grüble, aber selbst da hab ich wenig Verständnis bekommen und sollte mit dem baby 1 Stunde warten, das ging aber zur Mittagszeit einfach nicjt. Dann fahr ich nachher noch mal hin. Ich möchte mich jetzt einfach irgendwie durch die Situation bringen und ersehne halt den Moment, wo er nüchtern wird, um weitere Schritte zu besprechen. zieht er erst mal aus, oder wie denkt er sich das, weil so geht es nicht mehr weiter. Dann gehen wir alle drei unter, aber ich finde es reicht, wenn eine Person, also er, unter geht am Alkohol


    xlausi, leider ist das nicht so einfach für mich irgendwo anders hin zu gehen. Ich habe keine Familie, bzw. keine mit der ich Kontakt habe, weil meine Eltern auch Alkoholiker sind. Freunde habe ich kaum, viele Kontakte habe ich einschlafen lassen wegen meines Mannes und selbst wenn ich zu meiner einzigen Freundin könnte, gejt es nicjt, weil auch der Hund noch hier ist den ich versorgen muss. Und der kleine kennt es woanders gar nicht usw. Also das würde mich grad auch nich mega stressen. Ich versuche es irgendwie hier durch zu stehen... aber danke für deine guten Worte!

    hallo Morgenrot,

    vielen Dank für deinen Beitrag. Mein Mann ist nicht trocken, dass weiß ich (kam das irgendwo so rüber? dann sorry für die falsche ausddrucksweise). Und ich gebe mir auch keine Schuld daran, er hatte schon ein Problem als wir uns kennen lernten. Und schon viel länger, das weiß ich, stück für stück hab ich puzzleteile zusammen gesetzt. Jetzt grade heute morgen ist es aber so schlimm für mich gewesen, wie es eigentlich noch nie war. Kann mich zumindest nicht daran erinnern... bisher hörten dieses Trinkexzesse immer nach einigen Tagen von alleine auf, wenn der Körper oder was auch immer genug hatte. Heute morgen kam er stark angetrunken und wollte erst, dass ich ihn in eine Klinik bringe, weil er nicht mehr aufhören kann zu trinken. Nachdem ich eine Stunde telefoniert hatte und es irgendwie keine Möglichkeit gibt, akut Hilfe zu bekommen, hatte ich dann eine Klinik weit weit entfernt gefunden. Dann wollte er aber nicht mehr, weil er selber anrufen sollte. Dann fing er an mich anzubetteln, er braucht Alkohol, ob ich ihm was besorge. Das musste ich bisher noch nicht machen, das hat er immer selbst rangeschafft. Ich sagte erst nein, aber die Vorstellung, er könne durch die Straße torkeln und kriechen hat mich dazu geführt, ihm was zu besorgen, damit er uns in ruhe lässt und in seinen Bereich zum saufen geht. Das habe ich ihm auch gesagt, ich mache das nicht, weil er mir leid tut und ich ihm helfen will, sondern damit ich ihn los bin und wir unsere Ruhe haben. Er soll sich zusaufen gehen, ist mir egal. Seitdem kommt er immer wieder an und weint, streichelt das Kind,weint, weil er ein spriti ist, eine Schande usw... klar tut er mir leid, ich glaube sogar wirklich dass er grade extrem leidet und sich schämt usw., aber ich kann ihm nicht helfen und das sage ich ihm auch und ignoriere ihn weitestgehend.

    trotzdem bleibt die hilflosigkeit, wie soll es weitergehen. kann ich doch irgendwas tun, damit er aus diesem aktuellen Saufmodus rauskommt? Oder dauert er einfach länger und auch das ist irgendwann vorbei? Weil vorher kann ich keine weiteren Gespräche über Trennung usw, mit ihm führen, dafür muss er ja erst nüchtern sein...

    so, jetzt muss ich leider erstmal weg, denn das Baby braucht jetzt seinen Mittagsschlaf. Konnte aber das grad noch kurz verfassen, weil es mir doch auf der Seele brannte...


    lg an alle die es lesen

    Hallo liebe Community,

    ich bin 42 Jahre und Mami eines kleinen Baby. Mein Mann ist Quartalstrinker, und wie es oft so ist, kann er sein Alkoholproblem nicht eingestehen, denn er kann ja auch längere Zeit ohne und wenn er dann trinkt, liegt es an den anderen. Dass die zuviel Druck oder Stress machen oder ich ihn mit irgendwas verletzt oder beleidigt habe oder oder oder. Nach seinem letzen schlimmen Absturz vor einem halben Jahr dachte ich, er hätte es gerafft, und war dann auch etwas länger abstinent um nun bereits zum zweiten Mal zum üblichen Muster zurück zu kehren. Mir ist es wichtig zu sagen, dass mein Mann ein wirklich liebevoller und gebildeter, anständiger Mensch ist; wenn er denn trocken ist. Das macht es mir umso schwerer, weil ich ihn wirklich aus ganzem Herzen liebe und mein größter Wunsch wäre es, mit ihm meinen Lebensabend zu verbringen. Im Moment zweifele ich aber, ob ich mich trotzdem trennen soll, da ich in den Trinkperioden einfach nicht klar komme. Ich bin psychisch am Ende in diesen Zeiten und in den Trockenperioden ständig mit der Angst beschäftigt, wann es wieder los geht. Auf jedes noch so kleine Zeichen achte ich, nehme es wahr, Rucksäcke lösen bei mir mittlerweile regelrechte Panikanfälle aus ebenso wenn er in den Keller geht oder das Garagentor quietscht. Dann ist die Anspannung sofort da. Aber ich finde es MEGA schwer, sich von jemandem zu trennen, den man so sehr liebt und mit dem man bzw. ich in den trockenen Zeiten wundervolle Momente erlebe. Er ist in der Zeit auch ein wirklich extrem liebevoller und zugewandter Vater. Trotzdem bin ich immer wieder ratlos und taumle zwischen "ich versuche zu lernen, mit den Trinkphasen umzugehen und genieße die guten Zeiten" (was mir bisher nicht gut gelingt) oder ich trenne mich lieber, bin alleine mit dem Baby und habe vielleicht eine Chance auf Glück irgendwann einmal. Obwohl ich dazu sagen muss, dass mein Herz mir immer wieder sagt, dass es das gar nicht will; also keinen anderen Mann kennen lernen.

    Ich trage meine Sorgen und Qualen seit sieben Jahren so ziemlich alleine mit mir rum, denn um meinen Mann zu schützen, erzähle ich niemandem in meinem Freundeskreis von unseren Problemen. Ich habe zwar selber eine Therapeutin aufgrund meiner eigenen Lebensgeschichte (die war auch nicht so prickelnd), mit ihr führe ich ab und zu Gespräche darüber, aber wirklich helfen kann sie mir in Bezug auf meinen Mann auch nicht. Nun ist seit fünf Tagen wieder mal eine Trinkperiode, ich wie regelmäßig alle paar Wochen, mit Baby und allem drum und dran auf mich alleine gestellt. Mein Mann klinkt sich dann völlig aus, lebt in seiner eigenen Welt, aber das ist natürlich auch normal bei einem Quartalstrinker.

    Ich könnte natürlich noch viel mehr schreiben, aber alles zu seiner Zeit. falls jemand Interesse an einem Austausch hat freue ich mich und berichte gerne mehr. Jede!!! Zuschrift ist mir wichtig.

    Es grüßt, Blume52