Beiträge von Stern

    Mein Blutdruck habe ich mit Tabletten gut im Griff , jetzt muss ich mich um meinen Zucker kümmern.

    Dafür wünsche ich dir viel Erfolg.

    Als ich mich begann, mich um meinen Zucker zu kümmern, habe ich neben sämtliche Lebensmittel, die ich regelmäßig esse oder beim Kochen verwende, zur Anschauung die entsprechende Menge Würfelzucker daneben gelegt.
    Es ist erschreckend, wo überall Zucker versteckt ist. Und es war erschreckend, wieviele Würfelzucker ich an einem einzigen Tag zu mir genommen habe…. da waren Süßigkeiten noch gar nicht mit drin.

    Haft du eine Vorstellung davon, wie du künftig mit Druck umgehen kannst?

    Ich meine, es wird ja bei jedem Menschen mal mehr oder weniger starker Druck von irgend woher kommen. Das ist ja keine einmalige Sache im Leben.

    Hier schreiben ist das, was mir dann am meisten hilft. Hier ist meine Selbsthilfegruppe, hier ist (fast) immer jemand da.

    Da bin ich schwach geworden.

    Findest du wirklich, dass du schwach geworden bist?

    Dieses ‚Ich bin zu schwach‘ …..Ich bin nicht stark genug‘ war genau das, was mich so lange in der Suchtspirale gefangen hielt.

    Sucht hat aber nichts mit Schwäche zu tun. Die Alkoholsucht ist eine Krankheit.

    Meinen Respekt, dass du so schnell wieder aufgestanden bist und dich auch an deinen Arzt gewendet hast. Deine Abstinenz ist das Wichtigste, ohne sie wird gar nix besser. Das weißt du ja aber selbst.


    Hast du einen Notfallkoffer?

    Nachtrag: Wenn der Noch-Mann bei dir gemeldet ist und aus welchen Gründen auch immer irgendwann ein Gerichtsvollzieher zu deinem Noch-Mann und somit auch in die Wohnung will, in der er ja gemeldet ist, hast du ein Problem, was du nicht hättest, würde er da nicht mehr gemeldet sein. Genauso, wenn die Polizei vor der Tür steht, weil er vielleicht irgendwas ‚verbockt‘ hat.

    Ich persönlich fände diese A-Karte noch viel schwieriger zu händeln.

    Das Einwohnermeldeamt würde ihn auf meinen Antrag hin und mit Vorlage des Beschlusses jedoch als unbekannt verzogen abmelden und dann passt es von Seiten des Finanzamtes.

    Das geht nur leider nicht, weil sowohl das Jugendamt, als auch meine Antwältin die Meldeadresse als rechtliche Zustellmöglichkeit nutzen wollen. Und wenn ich ihn abmelde, dann kann nichts mehr zugestellt werden und ich hab die A…. Karte.


    Wenn dein Nochmann unbekannt verzogen ist, ist es nicht dein Problem, ob ihm Behördenschreiben oder sonstige Post nicht zugestellt werden können.
    Die Behörden ermitteln seinen Aufenthalt und wenn der nicht zu ermitteln ist, weil er beim Einwohnermeldeamt keine Meldeadresse hinterlegt hat, werden ihm Schreiben öffentlich zugestellt. Das heißt, die Schreiben hängen bei der Behörde oder dem Gericht öffentlich aus und gelten nach 4 Wochen als zugestellt.

    Wenn er deine Adresse als Meldeadresse hat, um eben diese Behörden - oder Anwaltspost zugestellt zu bekommen, obwohl er da gar nicht wohnt, hast du auch die. A-Karte, weil du mit diesen Briefen ansitzt und dafür sorgen sollst, dass er diese Post auch bekommt. Dazu müsstest du dann aber wieder mit ihm in Kontakt treten und ihm mitteilen, dass da was für ihn gekommen ist. Er muss zu dir kommen und die Post entgegennehmen. Vielleicht 6x die Woche, wenn jeden Tag ein anderer Brief kommt. Seine Briefe öffnen und ihm die Schreiben per WhatsApp oder E-Mail zukommen lassen, darfst du nicht. Das würde das Postgeheimnis verletzen. Und selbst wenn er dir das erlaubt, warum solltest du dich mit diesen Schreiben belasten?
    Ist einfach für die Absender der Briefe, weil die Schreiben dann nach 4 Tagen als zugestellt gelten. Schwierig wird es spätestens dann, wenn Einschreiben persönlich zugestellt werden sollen.

    Ist es wirklich deine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass dem Mann seine Post zugestellt wird?
    Wenn er unbekannt verzogen ist und seiner Meldepflicht nicht innerhalb von 14 Tagen nachkommt, ist das nicht dein Bußgeld, was dann evtl. festgesetzt wird.
    Wenn du ihm dann mitteilst, dass du ihn aus der ehemals gemeinsamen Wohnung abgemeldet hast, ist das zwar sehr nett, weil er dann direkt weiß, dass er nun erstmal keine Meldeanschrift mehr hat, aber dein Problem ist das noch lange nicht.

    Das hat richtig gut getan. Vielleicht wird das jetzt das neue Mittwochsritual

    Das freut mich.
    Etwas für sich selbst zu tun, stärkt auch das Selbstbewusstsein. Und davon wirst du die nächste Zeit sehr viel brauchen.

    ein Manipulationsversuch wäre nach meinem Verständnis z. B. : "Wenn Du nicht zurückkommst, muss ich bestimmt mehr trinken."Hier sehe ich eher einen Überredungsversuch.

    Das wäre schon Erpressung, und das richtig richtig böse.

    Bei der Manipulation wird zielgerichtet und ziemlich versteckt auf das Denken, Fühlen und Handeln von jemandem Einfluss genommen, um die eigenen Ziele zu erreichen.
    Am Ende soll der Manipulierte genau das Denken, fühlen und tun, was ihm ‚eingeredet’ wurde.

    Fazit: Sie wolle nicht ganz auf Alk verzichten und ich hätte mich nie in ihr Leben einmischen sollen. Es würde mit ein bißchen sehr gut klappen.

    Mein Gedanke dazu (als Alkoholiker): Kein Alkoholiker wird jemals ‚nur ein bisschen ‚ oder nur ‚hin und wieder‘ Alkohol trinken können.

    Ich hab gesagt dass ich dieses Leben so nicht führen kann.

    Wichtig ist nur, was du für dich willst.

    Und du willst dieses Leben so nicht führen. Sie will nicht ganz auf Alkohol verzichten.
    Du kannst nur für dich entscheiden.

    Hat jemand von Euch lieben Menschen Erfahrung mit Manipulation, ich glaube das passiert gerade.

    Mein erster Gedanke: Drehe dich um und laufe so schnell wie du kannst. Und schließe alle Türen zu, am besten den Schlüssel 2x rumdrehen


    Nun ist es immer etwas schwierig, in einer SHG etwas zu raten. Aber ich empfinde es als absolut überlebenswichtig, sich von manipulierenden Menschen zu entfernen…. so weit weg, wie es nur irgendwie geht.

    Mit null Kontakt gibt es zumindest den Hauch einer Chance, nicht als Opfer der Manipulationen zu enden.

    Stern : ich muss zugeben, dass mich dein Beitrag zum damaligen Zeitpunkt sehr runtergezogen hat, ich war sehr verletzlich und habe mich angegriffen gefühlt. Ich dachte: "oh man, jedes Wort hier wird auf die Goldwaage gelegt. Es wird einem ja schon fast abgesprochen weiterhin abstinent zu sein. Am besten du schreibst gar nichts mehr."

    Was genau hat dich denn bei meinem Beitrag so sehr runtergezogen?

    Ich lege auch schon auch mal das einzelne Worte auf die Goldwaage. Die der anderen, aber vor allem meine eigenen. Weil es nämlich ganz oft das einzelne Wort und die Formulierung eines Gedanken ist, wie etwas bei mir im Kopf ankommt. Nicht, um jemanden runterzuziehen oder zu verletzen oder sogar anzugreifen. Sondern, weil ich bei manchen hier gelesenen Worten und manchen Formulierungen in meinem Erfahrungsschatz wühle und dazu meine Gedanken hier lassen möchte.
    Meine Gedanken sind ja erstmal nur meine Gedanken. Sie können zum Nachdenken anregen, zum Nachmachen motivieren oder auch einfach in die Tonne getreten werden.

    „Ich versuche jetzt mit dem Schmerz umzugehen und weiterhin abstinent zu bleiben.“
    Wenn ich das so auf schlimme Situationen in meinem Leben sagen würde, würde es mir damit gar nicht gut gehen. Nicht nur wegen des ‚Versuchens‘, sondern auch, weil ich die Reihenfolge gefährlich finde ….‘mit dem Schmerz umgehen‘ …. und dann…. ‚weiterhin abstinent bleiben‘.
    Ich habe für mich gelernt, dass ich zu allererst abstinent sein muss. Und erst dann kann ich mit Scherz umgehen. Weil es nämlich andersrum ja nie funktioniert hat.

    Mag sein, dass dies kleinkariert klingt oder eben als jedes Wort auf die Waage gelegt empfunden wird.
    Mir persönlich ist sowas gerade in Bezug auf meine Nüchternheit aber ganz wichtig. Mir wurde hier gerade am Anfang allerhand um die Ohren gepfeffert, was ich gar nicht für mich einordnen konnte. Rückzug war da keine gute Idee. Weil mir ja hier nur dann jemand was um die Ohren pfeffern kann, wenn ich auch was schreibe. Alleine mit meinen Gedanken im stillen Kämmerlein verstecken hatte ja in der Vergangenheit nicht funktioniert. Warum sollte das jetzt funktionieren?

    Nur, wer hier schreibt, wird auch gelesen und bekommt Reaktionen auf seine Gedanken.

    Da kommen Leute daher, die mich überhaupt nicht kennen und die wollen mir erklären, wie ich zu leben habe…..was gut für mich ist und was ich auf gar keinen Fall machen darf …..Es hat ne Weile gedauert, bis ich mir sagen konnte: Das sind aber alles Leute, die es geschafft haben, mit dem Saufen aufzuhören. Die sind da, wo ich auch hin will.

    Hier kommen und gehen die Leute schneller als ich bis zum nächsten Supermarkt bräuchte, um Alkohol zu kaufen. Da wäre es vermutlich gar niemandem aufgefallen, dass ich auch schon wieder weg ist. Was also sollte irgendjemanden hier dazu veranlassen, sich die Mühe zu machen, meine Beiträge zu lesen und darauf zu antworten? Ganz sicher nicht, um mich zu verletzen oder um mich anzugreifen. Haben doch auch alle genug mit sich selbst genug zu tun. Niemand ist ‚einfach so‘ hier. Alle haben ihren ganz persönlichen Weg hinter sich ….und auch weiterhin vor sich.

    Also fing ich an zu sortieren, nicht nach gut oder schlecht, denn da hatte ich ja gar keine Ahnung, sondern nach: passt für mich oder passt nicht für mich. Und dieses ‚passt für mich nicht’ habe ich mir immer mal wieder angeschaut….einiges passte später dann doch.
    Mir war es wichtig, einen nüchternen Weg zu finden, der für mich gehbar ist ….immer, für den Rest meines Lebens.

    Ich darf ich bleiben und mein eigenes Leben leben. Andere leben ein anderes Leben und jeder erzählt hier ein wenig aus seinem Leben. Da muss ich nicht alles gut und richtig finden, dennoch bleibt es ja das Leben der Anderes und die kommen damit prima zurecht.

    Nicht alles passt für jeden und was dem Einen gut hilft, bricht dem Anderen das Genick.
    Ich habe hier gelesen und gelesen, mir die Wege derer angeschaut, die schon so lange nüchtern sind. Da wollte ich auch hin. Und die wären nicht so lange schon nüchtern, wenn sie nicht doch irgendwas richtig gemacht hätten.

    Das ist ja hier eine Selbsthilfegruppe. Das habe ich für mich so interpretiert: Hilf dir selbst.
    Ich werde nicht das Leben der Anderen leben, ich nehme mit, was für mich passt, lasse liegen, was nicht für mich passt und drehe mich immer mal wieder um. So habe ich gelernt, diese wertvolle Erfahrungskiste hier für meinen eigenen Weg zu nutzen …..mir selbst zu helfen.

    Sei dir sicher, dass dich hier niemand verletzen oder angreifen will.

    Das tut mir Leid.

    Ich versuche jetzt mit dem Schmerz umzugehen und weiterhin abstinent zu bleiben.

    Du wirst mit dem Schmerz nur umgehen können, wenn du weiterhin abstinent bleibst.

    Mit ‚versuchen‘ bin ich noch nie weit gekommen. Versuche scheitern oft. Ein gescheiterter Versuch beim abstinent bleiben kann schnell tödlich enden. Genau aus diesem Grund ist es für mich das Wichtigste, meine Abstinenz nicht mehr zu versuchen, sondern abzusichern. Dann, und nur dann, kann ich mit allem umgehen, auch mit Schmerz.

    Ich wünsche dir, dass du nicht versuchst, mit dem Schmerz umzugehen und weiterhin abstinent zu bleiben, sondern, dass du weiterhin abstinent bleibst und mit dem Schmerz umgehen kannst.

    Mich wundert eher diese Ignoranz des Bekannten, was aber auch nichts anderes für mich bedeutet, als dass man selbst den betreffenden Personen anscheinend vollkommen egal ist. Sprich: Veränderungen werden bestenfalls am Rande wahrgenommen, aber sie sind einem gleich. Unwichtig. Irrelevant. Weil es nicht interessiert oder weil man sich dann ja vielleicht Gedanken über das Gegenüber oder womöglich sogar über sich selbst machen müsste...

    Ist sowas nicht gerade bei der Arbeit ganz häufig so?
    Ich erzähle bei der Arbeit zum Beispiel nur mit 1 Kollegin auch mal was privates. Andere bekommen einiges mit, denken sich ihren (zum Teil wirren) Teil, reden, tuscheln, aber es interessiert doch nicht wirklich jemanden, was ich mache oder nicht mache. Um mich geht es doch dann gar nicht, es ist der Flurtratsch, der mal mehr und mal weniger Futter braucht.

    Das finde ich jetzt auch nicht schlimm. Aber gerade, wenn es doch mal ausnahmsweise zu einem ganz ‚besonderen Anlass‘ Alkohol gibt, ist es meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass ich kein Glas Sekt in die Hand gedrückt bekomme.

    Hier haben wir uns dann quasi auseinandergelebt, Schritt für Schritt. Ich weiß, das klingt jetzt etwas widersprüchlich bzw. legt den Schluss nahe, dass das Bindeglied doch der Alkohol war, aber dem ist nicht ganz so. Vielmehr haben Zerwürfnisse in den bisherigen Sozialkontakten dazu geführt, dass auch auch andere Kontakte weggefallen sind.

    Das ist wohl oft im Leben so.
    Ganz unabhängig vom Alkokol trinken oder abstinent werden und sein verändern sich ja die Menschen. Nicht nur du, die anderen ja auch.
    Natürlich ist es um einige Freundschaften schade. So habe ich es jedenfalls auch empfunden, als damals durch die Trennung von meinem Ex-Mann der gesamte Freundeskreis praktisch für mich weggebrochen ist, Aber waren das dann tatsächlich Freundschaften?

    Ich muss aber auch gestehen, dass ich selbst auch nichts getan habe, was einen weiteren Kontakt hätte bestehen lassen können.
    Und so ist das eben …..die einen gehen, anderen kommen. Natürlich nur, wenn ich offen bin für Neues. Sonst kommt natürlich keiner. Mir persönlich fällt das ziemlich schwer. Ich habe aber auch bemerkt, dass ich das nicht wirklich brauche. Ich bin gern für mich.

    Interessant finde ich zurückblickend auf das letzte Jahr, dass mein Umfeld wie auch die "hartnäckigsten" Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Arbeit sehr wohl wissen, dass ich nichts trinke, nach wie vor diesen Umstand aber geradezu ignorieren.

    Vielleicht hat das damit zu tun, dass du bei Arbeit nicht unmissverständlich rüberbringen konntest (oder es eben nicht so richtig ankam), dass du überhaupt gar keinen Alkohol mehr trinkst? Nicht nur ‚gerade jetzt nicht‘ oder ‚in nächster Zeit nicht‘…. sondern überhaupt nie (wieder).

    Ich würde mir kein Sektglas in die Hand drücken lassen, das noch ne halbe Stunde festhalten schon mal gar nicht.
    ‚Danke, für mich nicht.‘ ‚Kann ich bitte einen O-Saft (oder ein Wasser….) haben? Das ist meine Reaktion, wenn ich irgendwo neu bin und mir wird Alkohol angeboten.

    Ich erkläre mich dann auch überhaupt nicht, wieso, weshalb, warum. Für mich bitte ein Wasser (oder ne Cola oder was auch immer).

    Stehen bei irgendwelchen offiziellen Empfängen oder Anlässen auf dem Tablett neben Sekt nicht auch Gläser mit O-Saft drauf? So erlebe ich das inzwischen immer öfter.

    Alkohol wird es ja immer geben und er wird auch immer getrunken werden. Es ist schwer, ich behaupte ja: Fast unmöglich, sich da komplett abzukapseln, aber sich so‘n Glas in die Hand drücken zu lassen, finde ich persönlich einen Schritt zu weit.

    Hier - muss ich sagen - hänge ich tatsächlich noch alten Bekanntschaften nach, von denen entweder ich mich oder die sich von mir verabschiedet haben. Weil die Veränderung dann doch sehr groß bzw. umfassend war.

    Was, außer Alkohol, hat sich denn mit diesen Bekanntschaften verbunden?