Beiträge von Stern

    Das Super, dass du beim Arzt warst und ganz toll, dass du dich dort so gut aufgehoben fühlst.

    Vielleicht hilft es dir auch so gut wie mir vor etwas über 3 Jahren, hier jeden Tag den Tag Revue passieren zu lassen.
    Ich empfand es gerade ganz am Anfang meines nüchternen Lebens als sehr hilfreich und als sehr motivierend, hier meine Gedanken zu lassen, gelesen zu werden und mich nicht so alleine in meinem neuen Alltag zu fühlen.
    Oft können Angehörige ja gar nicht wirklich nachempfinden, was es bedeutet, als Alkoholiker keinen Alkohol mehr zu trinken.

    Mit ,nur die Flasche wegstellen‘ ist es ja nicht getan.
    Das Wichtigste ist, dass das eigene Haus alkoholfrei ist.

    Ich lasse dir noch unsere Grundbausteine da.
    Verstehe sie als Wegweiser, der aufgrund der Erfahrungen von Langzeittrockenen erstellt worden ist und die es auch dir ermöglichen können, deinen nüchternen Weg zufrieden gehen zu können.


    https://alkoholiker-forum.de/article/3-grundbausteine-für-ein-nüchternes-leben/

    Wir leben in einem Albtraum aus dem wir gerade versuchen uns zu befreien, ohne unterzugehen. Und da hilft kein Schaumbad und kein Blumenstrauß. Das kann ich dir als Co mit auf den Weg geben.


    Und vielleicht gelingt das doch etwas einfacher mit dem Schaffen von schönen Momenten …. zwischen dem Untergehen.

    Dein letzter Satz sticht mir da noch ins Auge. Gar nicht mal so sehr, was du mir da mit auf den Weg gibst, sondern vielmehr das ‚als Co‘ ….
    Und ich finde das super, dass du genau das schon mal für dich erkannt hast.

    Komme erstmal in Ruhe hier an.

    Du musst dich auch nirgends einbringen. Du bist doch für dich hier.
    Wir sind ja hier eine Selbsthilfegruppe. Ich habe das für mich so verstanden: Hilf dir selbst.
    Ich habe am Anfang ganz viel hier gelesen, habe mir mitgenommen, was ich für mich anwenden konnte und habe liegen gelassen, was für mich nicht passte.
    Ich habe viele Beiträge später noch mal gelesen und mir noch Einiges von dem geholt, was ich am Anfang liegen gelassen habe.

    Das Schreiben in meinem Thread hat mir geholfen, meine Gedanken zu sortieren und meinen Weg zu beschreiben. Dabei habe ich Reaktionen der anderen hier bekommen und konnte damit meinen Weg immer wieder überprüfen, nachbessern und auch einige Stolpersteine aus dem Weg räumen.

    Sonnenschein, du reagierst nicht nur verzweifelt und hilflos, sondern auch ziemlich gereizt, so mein Eindruck.
    Ich kann das sogar verstehen. Ich bin Alkoholiker und kann dir daher nur aus meiner Alkoholikersicht schreiben.

    DA SIND WIR NOCH LANGE NICHT.

    Welchen Part übernimmt denn dein ‚wir‘ dabei?

    Sollte ich mich nicht erst damit auseinandersetzen und auch ihm die Möglichkeit dazu geben? Ihm meine Sicht darauf und meine Regeln dazu mitteilen?

    Du setzt dich mit seiner Sucht auseinander. Nutzt er diese Möglichkeit denn auch?
    Du kannst ihm natürlich deine Sicht mitteilen …..und deine Regeln dazu. Nur wenn deine Regeln sein Handeln betreffen sollen und ihm etwas ‚aufzwingen‘ sollen, wird das niemals funktionieren, solange er nicht bereit ist, den nüchternen Weg für sich selbst zu gehen.

    Oder soll ich mein Leben und das meiner Kinder einreißen und mich aus dem Staub machen?


    Das sagt niemand und das rät niemand.
    Ich rate überhaupt nichts. Aber ist es nicht auch eine Möglichkeit, erstmal zu gucken, was für dich und was für die Kinder das Beste ist?
    Dir geht es nicht gut und …wenn ich mir das erlauben darf …..Deinen Kindern geht es schon mal gar nicht gut.

    Nicht viel Leben funktioniert von heute auf morgen. Vieles ist ein Prozess. Manches auch ein sehr langer.
    Nur, wenn ich nicht bei mir anfange, komme ich auch nicht voran. Und wenn ich hilflos bin, kann ich auch niemandem eine Hilfe sein.

    Und was soll mir bitte schön heute Abend ein Lächeln in mein Gesicht zaubern? Ich bin kein Zauberer.


    Um mir selbst eine Freude zu machen, muss ich kein Zauberer sein. 😉

    Manchmal reicht schon ein bunter Blumenstrauß oder ein duftendes Schaumbad.

    ER weiß, dass es mit einem Arztbesuch nicht getan ist und er sich in eine Therapie begeben muss, ob nun ambulant oder stationär.

    Weiß er das, dass es mit einem Arztbesuch nicht getan ist? Oder wünscht du dir, dass er das weiß?

    Muss er das? Sich in Therapie begeben…. Oder willst du, dass er das tut?

    Du bist doch in erster Linie für dich hier. Oder habe ich das falsch verstanden?
    Hier finden Alkoholiker Ansprechpartner …. für sich…. wenn sie wirklich bereit sind, dauerhaft nüchtern zu werden und wenn sie erkannt haben, dass sie Alkoholiker geworden sind und nur die dauerhafte Abstinenz den Weg aus der Suchtspirale ermöglichen kann.
    Und hier finden Angehörige von Alkoholikern Ansprechpartner….für sich….wenn sie wirklich bereit sind, für sich Wege zu finden, die Verantwortung für den Umgang mit der Alkoholsucht dem trinkenden Partner zu überlassen . Für den trinkenden Partner können sie nämlich erstmal gar nix tun. Die größte Hilfe ist hier: keine Hilfe. Ein ‚trocken gelegter’ Alkoholiker wird maximal eine Trinkpause einlegen können.

    Du kannst aber viel Gutes für dich tun.
    Was könnte das sein, damit du heute Abend mit einem Lächeln im Gesicht ins Bett gehen kannst?

    Du bist jetzt für den offenen Bereich freigeschaltet und ich habe dein Thema dorthin verschoben.
    Du kannst Dich jetzt überall austauschen, jedoch bitte nicht in den ersten vier Wochen im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.

    Ich lasse dir noch einen Beitrag zu unseren Grundbausteinen hier.
    Sie wurden aus den Erfahrungen der Langzeittrockenen erstellt und können dir ein wertvoller Wegweiser sein.


    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Das sind für mich beides keine Wege. Ich war entsetzt. Er ist JETZT krank und nicht erst in 2,5 Monaten. Ich habe ihm die beiden Artikel zum kalten Entzug und die Grundbausteine für ein nüchternes Leben mitgegeben.

    Was genau entsetzt dich da jetzt?

    Ja, er ist jetzt krank. Und er ist es in 2,5 Monaten noch immer, selbst, wenn er jetzt nüchtern wird. Ein Alkoholiker bleibt immer ein Alkoholiker.

    Du hast ihm Artikel aus diesem Forum mitgegeben. Sie werden ihm nicht helfen, wenn er keine Krankheitseinsicht hat. Das ist nämlich die Voraussetzung, um überhaupt ein dauerhaftes nüchternes Leben in Erwägung ziehen zu können.

    Das hier ist deine Selbsthilfegruppe.
    Weiß dein Mann jetzt, dass du hier (über ihn) schreibst?

    Ich habe solche Sorge das er einen kalten Entzug macht.

    Ich meinte zu ihm, dass das Gefährlich sein kann. Er solle aufpassen.
    Ich möchte das er einen Weg rausfindet, aber mit medizinischer Hilfe… ich bin zu weit weg um zu Helfen.

    Du kannst auch nicht helfen, wenn du direkt im Nebenzimmer bist.
    Keinem Alkoholiker ist zu helfen, wenn dieser keine Krankheitseinsicht hat und nicht selbst aus tiefstem Herzen für sich selbst dauerhaft nüchtern bleiben will.

    Das mag sich jetzt nicht wirklich schön lesen, aber jeder ist für sich selbst verantwortlich. Er für sich… und du für dich.
    Bei der Sucht gibt es für den Alkoholiker kein ‚wir‘ ….. du hast keine Chance, da vorzudringen.
    Erst, wenn der Alkoholiker selbst dazu bereit ist, hat er eine Chance nüchtern zu werden.

    Vielleicht kannst du ja jetzt für dich was Schönes finden, was du jetzt machen kannst, etwas nur dich. Ein Saunaabend, ein bunter Blumenstrauß oder ein riesengroßer Eisbecher…..


    Du bist ja nicht nur die Frau eines Alkoholikers, sondern auch das Sternenmaedchen. Suche deine hellsten Sterne und poliere sie richtig schön auf Hochglanz…..nur für dich.

    Hallo Softi,

    sich über den eigenen Alkoholkonsum Gedanken zu machen, ist schon mal ein guter Anfang.

    Früher hatte ich einen Rausch und habe dann nicht mehr getrunken. Heute, und das ist ein Warnzeichen für mich, will ich nämlich nächsten Tag weiter machen, auch um Entzugssymptome zu bekämpfen. Also lieber die Finger vom Alkohol lassen und ein schöneres Leben genießen.

    Wann ist denn ‚früher‘ gewesen?
    Wann hast du das letzte Mal Alkohol getrunken?

    Heute, so schreibst du, musst du Entzugssymptome bekämpfen.
    Bevor du die Finger vom Alkohol lassen solltest und ein schönes Leben genießen kannst, sollte der nächste Schritt ein Arztbesuch sein.

    Herzlichen Glückwunsch zu 10 nüchternen Tagen.

    Den Anfang hast du gemacht.
    Aber nur nicht trinken reicht nicht.

    Ist deine Wohnung alkoholfrei?

    Ich lasse dir mal unsere Grundbausteine da. Sie wurden aus den Erfahrungen der Langzeittrockenen in einem Artikel zusammengefasst und bieten einen Leitfaden für den nüchternen Weg.


    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Also wo ich jetzt so darüber nachdenke und es versuche in Worte zu fassen…ich glaub ich mochte es mich hübsch zu machen aber das Event an sich hab ich mir dann schön gesoffen. Ergibt das Sinn? Da muss ich mal ein bisschen drauf rumdenken.

    Ja, das ergibt Sinn. Also, für mich als Außenstehende.
    Ich habe mir nie Events schön gesoffen, Ich habe ja ausschließlich alleine zu Hause gesoffen. Bei Veranstaltungen stand ich mit meinem Wasser da und sehr oft war waren diese Veranstaltungen tatsächlich so, dass ich oft das Gefühl hatte, die Leute saufen sich das schön. Vermutlich ist das sogar so.

    Es gibt Veranstaltungen, die mag ich total gerne. Aber da ist Alkohol eher nebensächlich.
    Letztendlich ist es ja so, dass Alkohol überall getrunken wird. Es ist sehr schwer, ihm aus dem Weg zu gehen. Ihm hinterher rennen muss ich aber auch nicht.

    Für mich ist es wichtig, dass meine alkoholfreie Zone in meinem Kopf ist …in mir drin.
    Egal, wo ich bin, egal was dort getrunken wird ….. ich bleibe alkoholfrei. Das ist ganz fest in mir drin.

    Eine kluge Frau sagte hier mal: „Meine Nüchternheit ist nicht verhandelbar.“
    Ich finde, dieser Satz beinhaltet alles, was ich für mein nüchternes Leben brauche. Er ist zu meinem Lebensmotto geworden.

    Dieses ‚drauf rumdenken‘ kommt bei mir ganz oft, wenn ich hier schreibe oder etwas lese.
    Beim Schreiben sortieren sich die Gedanken….die dann noch weiter gedacht werden wollen. Ich finde das immer wieder total faszinierend, was für Gedanken den nüchternen Kopf beschäftigen. Vieles wird ja überhaupt zum ersten Mal gedacht.

    Kommendes Wochenende dekorieren wir innen und außen und an Halloween öffnen wir den Kindern dann eben verkleidet, auch wenn wir nur für uns sind

    Das finde ja mal total klasse. 😀

    Macht es euch schön.
    Und die Kinder werden Augen machen, wenn ihr da verkleidet die Tür aufmacht.

    Ganz ohne tamtam, Raclette, spiele, Rakete, gute Nacht 😅 naja es ist jetzt wie es ist.

    In deinem ‚naja‘ klingt Wehmut.
    Warum?
    Raclette ist toll. Spiele sind toll. Raketen sind toll.
    Und nüchtern ‚gute Nacht‘ ist der schönste Jahresabschluss, den es gibt.
    Freu dich drauf. 😀

    Ich habe bei solchen Planungen schon mal im Kalender die Tage gezählt, die ich dann schon nüchtern sein werde. Darauf habe ich gefreut und konnte es kaum erwarten.

    Du wirst dann schon so schöne Meilensteine wie 100 nüchterne Tage und 111 nüchterne Tage erlebt haben.
    Solche Tage sind immer mein persönliches tamtam. Und die mache ich mir mit einem besonders schönen Blumenstrauß noch schöner.

    Bis Donnerstag ist es nicht mehr lange.
    Bis dahin kannst du hier ganz viele Beiträge lesen und dich aus der Schatzkiste der Erfahrungen bedienen.

    Mir hat das Lesen hier gerade am Anfang so sehr geholfen zu erkennen, dass es möglich ist, wieder ein zufriedenes nüchternes haben zu können. Das habe ich ja für mich schon gar nicht mehr für möglich gehalten.
    Ich habe aus den Berichten hier ganz viel für mich mitnehmen können.

    Freue dich auf dein nüchternes Leben.
    Sei beim Arzt ganz ehrlich. ‚Drum herum reden‘ ist nicht zielführend. Nur, wenn du dort ganz offen über deine Sucht sprichst, wird dir auch die optimale Hilfe gegeben werden können.

    Herzlichen Glückwunsch zum 1. nüchternen Monat. 💐

    Nüchtern bist du in der Lage, alles wieder klar zu sehen.
    Es ist alles immer da, nichts wird mehr ertränkt und nichts wird für den Moment vergessen. Da wird auch das Verdrängte sichtbar und allgegenwärtig.

    Manches kann für den Moment auch überfordern, Anderes wirkt befreiend. Jetzt bist klar im Kopf und du bist handlungsfähig.
    Du musst nichts ertragen, du musst nicht dulden.

    Ich bin mir der wichtigste Mensch geworden und mein nüchternes Leben ist das Schönste, was ich mir je geschenkt habe. Darauf passe ich gut auf. Und wenn es Menschen gibt, die mein nüchternes Leben mit ihrem Handeln gefährden könnten, gehe ich kein Risiko ein ….ich drehe mich um und gehe.

    Hallo Topi,

    ich wünsche dir, dass du das Geschriebene hier jetzt als das annehmen kannst, was es ist: Vorbereitung auf dein nüchternes Leben.


    Und nicht:

    Gib noch paar Tage Vollgas min trinken denn es ist eh bald vorbei aber ich glaube das bringt mir nichts mehr oder ? Sollte man noch zum Abschluss ??

    Weil dir das überhaupt gar nix bringt.
    Vielmehr soll dich das ‚gemäßigte Weitertrinken bis zum Arztbesuch‘ davor schützen, in den kalten Entzug zu kommen.

    Gerade bisschen Angst aber ich will es unbedingt und ich denke es geht nur mit keinen einzigen Schluck mehr oder ?

    Ja, aus der Suchtspirale rauskommen geht nur mit keinem einzigen Schluck Alkohol mehr. Es gibt da keine Alternative.
    Vielen hilft es auch, in kleinen Schhritten zu denken. Für heute trinke ich nicht. Oder für diese Woche.

    Letztendlich wird jeder einzelne nüchterne Tag das Leben wieder lebenswert machen.


    Wann genau ist denn dein Termin beim Arzt?

    Hallo Topi,

    die Einsicht, Alkoholiker zu sein, ist für mich eine wichtige Erkenntnis gewesen. Noch wichtiger war, dass ich das auch für mich akzeptieren konnte. Erst mit der Akzeptanz war es mir möglich, mich auf meinen nüchternen Weg zu machen.

    Für einen Alkoholiker ist es nicht möglich, seinen Alkoholkonsum zu kontrollieren. Nie wieder.
    Die Alkoholsucht ist ja eine unheilbare Krankheit. Aber im Gegensatz zu vielen anderen unheilbaren Krankheiten kann sie zum Stillstand gebracht werden….mit absoluter Abstinenz.
    Deshalb kann es für Alkoholiker nur die lebenslange Abstinenz geben, wenn wieder ein normales Leben mit einem normaler Alltag das Ziel ist.
    Macht dir das ‚lebenslang‘ Angst oder ist das genau das, was du für dich anstrebst?

    Hallo Sternenmaedchen,

    herzlich Willkommen hier bei uns in der Gruppe.

    Wenn du hier liest, wirst du viele ähnliche ‚Geschichten’ lesen.
    Vielleicht hilft es dir zu lesen, wie andere Angehörige mit ähnlichen Situationen umgehen. Der Austausch hier wird dir sicher gut tun. Fragen können sich hier beantworten und du kannst für dich handeln lernen.

    Damit wir dich freischalten können, klicke bitte diesen Link an und folge ihm. Dann schreibe kurz einen Satz ins leere Feld, danach kannst du für den Austausch hier freigeschaltet werden.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Ja genau ein alkoholfreies Zuhause ist das wichtigste worauf ich Einfluss habe und wer damit ein Problem hat muss halt weg bleiben. Ich selbst bin das "Wichtigste"auf meinem Weg in eine lebenslange Abstinenz. :thumbup:

    Bei mir hat niemand ein Problem damit, dass es keinen Alkohol gibt.

    Und ja, wem das nicht gefällt, der soll weg bleiben.
    Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass Menschen die überhaupt kein Problem mit Alkohol haben auch gar kein Problem ohne Alkohol haben.