Beiträge von Stern

    Hallo happynewlife,

    Herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe und herzlichen Glückwunsch zu nun schon 4 nüchternen Tagen.

    Ich weiß das ich krank bin und nie die Kontrolle über meinen Alkoholkonsum erlangen werde und es nur den Weg über die Abstinenz gibt meine Krankheit zum stillstand zu bringen.

    Das ist eine ganz wichtige Erkenntnis.

    Als genau das endlich in meinem Kopf ankam, konnte ich nüchtern werden.
    Alkoholiker werde ich immer bleiben, aber mit absoluter Abstinenz konnte ich die Sucht zum Stillstand bringen. Und zwar genau so lange, wie ich abstinent lebe. Ausnahmen gibt es nicht.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass es mit der Zeit einfacher wird, aber das Suchthirn immer lauert. Von daher ist es umso wichtiger immer achtsam mit sich selbst zu sein und Gefahrenquellen zu vermeiden.

    Natürlich wird es einfacher.

    Es wäre doch furchtbar, wäre der nüchterne Weg immer steinig.
    Achtsamkeit steht bei mir ganz oben. Mein Zuhause ist absolut alkoholfrei. Das ist meine sichere Burg. Da habe ich Einfluss drauf, dass es keinen Alkohol gibt.
    Woanders habe ich keinen Einfluss. Mein Einfluss besteht lediglich darin, dass ich es in der Hand habe, Orte wieder zu verlassen, an denen es mir nicht gut geht oder wo ich ein ungutes Gefühl habe.

    Nach meiner Rückkehr habe mich gewogen und 2 Kilogramm abgenommen.

    Wegen der Hitze hatte ich keine Lust viel zu essen , also habe ich mich für mediterraner Essen entschieden.

    Ich mag die mediterrane Küche total gerne. Sie schmeckt super gut, macht schön satt, ohne dass ich mich vollgestopft fühle und trotzdem konnte ich damit vor Jahren mal schön abnehmen und auch jahrelang mein Gewicht gut halten.

    Vielleicht kannst du ja einiges aus dem Urlaub in deinen Alltag mitnehmen.

    Hallo Sonnenschein,

    ich habe dich freigeschaltet und dein Thema in den Angehörigenbereich unserer Selbsthilfegruppe verschoben

    Hier kann nun der Austausch beginnen. Schreibe bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen User, ansonsten kannst du jetzt überall schreiben.

    Ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Mich würde interessieren, wie ihr mit Menschen im eigenen Umfeld umgeht, die von der Sucht wissen aber keinen konsequenten Standpunkt einnehmen.

    Die Frage, die ich mir gerade stelle, ist: Warum sollten diese Menschen das tun?
    Und: Was ist denn ein ,konsequenter Standpunkt?
    Will ich den Leuten nicht vielleicht auch nur meinen Standpunkt ,aufdrücken‘?

    Kann man von Freunden und Familie eine klare Position einfordern?

    Ich habe erstmal grundsätzlich Schwierigkeiten damit, wenn jemand bei irgendwem überhaupt irgendwas einfordert.

    Hallo Sarina,
    herzlich Willkommen hier bei uns in der Gruppe.

    Damit wir dich freischalten können, klicke bitte diesen Link an und folge ihm. Dann schreibe kurz einen Satz ins leere Feld, danach kannst du für den Austausch hier freigeschaltet werden.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    Du wirst hier viele ähnliche ,Geschichten‘ finden.
    Und du wirst ganz viel davon lesen, dass nur der Alkoholiker selbst seine Sucht zum Stillstand bringen kann, wenn er eingesehen und akzeptiert hat, dass er Alkoholiker ist und es für ihn keinen Alkohol mehr geben kann.
    Hilfe von außen kann er erst wirklich hilfreich und ehrlich annehmen, wenn er eine Krankheitseinsicht hat und bereit ist, seine Sucht zum Stillstand zu bringen.

    Du selbst hast da keinen Einfluss. Niemand sonst hat da Einfluss, nur der Alkoholiker selbst.

    Einfluss hast du aber auf dein Leben.
    Um dich darauf konzentrieren zu können, wird dir der Austausch hier sicher helfen können.

    Ich will weiter dran bleiben die Vorteile des nüchtern Seins zu erkennen und zu genießen (das ist der schönste Teil!).

    Das allerwichtigste und das allerschönste am Nüchternsein ist für mich, dass ich nicht mehr gefangen bin in dieser Suchtspirale….und dass ich damit wieder über mein Leben selbst bestimmen kann.

    Alles andere ist schön und angenehm. Ich nehme es gerne an….so wie kommt.
    Das nicht so schöne klar erkennen und handlungsfähig sein, ist mir da genau so wichtig und schön, wie verträumt die Wolken zu beobachten.

    Mein ganzes Leben hat sich verändert….in kleinen Schritten, und so manches auch ohne viel Zutun. Weil ich keinen Alkohol mehr trinke und ganz fest in meinem Kopf verankert habe, dass dies nur solange genau so bleiben kann, wie ich keinen Alkohol trinke.
    Ich bin Alkoholiker. Die Sucht konnte ich stoppen, mit absoluter Abstinenz…. die Sucht bleibt. Ich werde immer Alkoholiker bleiben.

    Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche.

    Ich neige eh zu Risiken und auch ab und zu zur Selbstüberschätzung- keine gute Sache im Bezug auf Alkohol…

    Überhaupt keine gute Sache, und vor allem ist es eine gefährliche Sache.


    ABER es ist wohl so. Mist! Ich dachte ich kann mich mit alkoholfreiem Bier glimpflich davon stehlen. Einfach so tun als wäre es das mit und fertig ist der Lack. Alles wie früher- nur die Flasche hat eine möglichst unauffällige 0 auf dem Etikett.

    Alles wie früher…… 🤔

    Als nüchterner Alkoholiker ist für mich wenig wie früher.
    Die grundlegende und wichtigste Veränderung fand in meinem Kopf statt. Und die wichtigste Lektion, die ich gelernt habe, ist: Was aussieht wie Alkohol oder riecht wie Alkohol oder im typischen Alkoholglas serviert wird, ist für mich tabu. Alleine schon, weil es Saufdruck auslösen könnte.

    Obwohl ich selbst nie in der Öffentlichkeit getrunken habe, haben Veranstaltungen bei mir immer ‚nachgewirkt‘. Nur habe ich das damals nicht so erkannt. Heute weiß ich, dass das so ist, und deshalb überlege ich mir sehr genau, wann ich wo hingehe. Ich muss nicht überall dabei sein.

    Wie empfehlen hier, das erste Jahr des nüchternen Leben dazu zu nutzen, sich selbst erstmal zu festigen in diesem neuen nüchternen Leben. Das geht bei diesen typischen Saufveranstaltungen nicht.
    Es ist gefährlich zu denken: Bei mir ist das anders. Sucht ist immer gleich, bei jedem.
    Ich wollte das nicht ausprobieren ….ich hab’s einfach geglaubt.
    Es mag viele Wege geben, die ein nüchternen Leben ermöglichen. Leichtsinn kommt in keinem vor.

    Klingt vielleicht blöd, aber ich brauche Getränke für ‚gut‘- so wie ein Kleid dass man nur zu festlichen Anlässen trägt.

    Es gibt so viele festliche Getränke.
    Ich hatte jetzt mal einen Ananassaft mit Kokosmilch getrunken, der war echt lecker und alleine schon wegen der Kalorien kein Alltagsgetränk. Oder Bananensaft, wahlweise mit Kirschsaft. Auch was Besonderes, finde ich.

    die erste trockene Woche außerhalb der Klinik ist geschafft, hatte auch keinen besonders starken Suchtdruck.

    Allerdings auch keine schwerwiegenden Probleme, Stress oder Einsamkeit. Schaun wer mal wie das weiter geht.

    Schön, dass du die erste Woche zu Hause nüchtern bleiben konntest. 👍

    Ist es so, dass du dich so von Tag zu Tag hangelst oder warum schreibst du, ‚geschafft‘?
    ‚Geschafft‘ klingt für mich nach anstrengend.

    Verbindest du starken Saufdruck mit verschwiegenden Problemen, Stress oder Einsamkeit?
    Ich habe hier auch oft davon gelesen, dass (starker) Saufdruck auch völlig unangemeldet kommt, wenn gerade alles so richtig schön in Ordnung ist, ein wundervoller Tag zu Ende geht oder etwas was ganz super tolles passiert ist.

    Kennst du schon unseren Notfallkoffer?
    Vielleicht findest du da einige Anregungen, was du in deinen ganz persönlichen Notfallkopper packen kannst.

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Aber irgendwie ist es was anderes beim Anstoßen auf das Brautpaar ein alkoholfreies Bier in der Hand zu haben als ein Wasser.

    Ja, es ist was anderes: Nämlich, dass du mit dem alkoholfreien Bier gefährlich nah am Alkohol dran bist. Mit Wasser (oder O-Saft) bist du das nicht. Und du zeigst dir damit, das ein Leben mit Wasser nicht nur möglich ist, sondern dass du nix anderes brauchst (was vielleicht nur den anderen zeigen soll, dass du eben nicht mit Wasser auf das Brautpaar anstößt?)
    Abgesehen davon ist ‚mit Bier anstoßen‘ auf das Brautpaar auch nicht besonders ‚edel‘.

    Klingt jetzt beratungsresistent und nach blödem ‚ich hab’s im Griff‘ Geschwätz- weiß ich.

    Das ist es auch.

    Aber wir sind hier auch nicht da, um zu beraten. Wir empfehlen dir die Grundbausteine, weil sie sich bei ganz vielen Alkoholikern bewährt haben und sie in ein nüchternes Leben begleitet haben.
    Wir können dir nur unsere Erfahrungen mitteilen. Was du daraus machst, ist deins.

    Ich weiß dass das falsch ist und auch Wasser ok ist

    Und warum willst du so bewusst Fehler machen?


    Vielleicht hast du meine Frage oben übersehen. Ich stelle sie nochmal.

    In meiner Wohnung befindet sich nur noch Alkohol den ich auch zu aktivsten Zeiten nicht angerührt hätte- gruselig süße Liköre, sherry zum kochen. Wein und Bier hab ich auf alkoholfrei umgestellt.

    Ist das noch immer so?

    Hallo Anna,

    auch von mir ein herzliches Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    In meiner Wohnung befindet sich nur noch Alkohol den ich auch zu aktivsten Zeiten nicht angerührt hätte- gruselig süße Liköre, sherry zum kochen. Wein und Bier hab ich auf alkoholfrei umgestellt.

    Ist das noch immer so?

    Ich finde das sehr gefährlich, in der eigenen Wohnung Alkohol stehen zu haben.
    Im Prinzip ist ja Alkohol überall, egal, wo du hingehst, begegnest du ihm. Da sollte die eigene Wohnung doch der sicherste Ort sein….in sicher ist nun mal: komplett alkoholfrei.

    Wozu brauchst du Alkohol zum Kochen, wenn du das Gericht dann doch gar nicht essen kannst?
    Wozu brauchst du ‚alkoholfreie Varianten‘ von Alkohol? Es gibt so schöne Säfte oder Tees, die nicht an Alkohol erinnern.

    Hallo Specht,

    es ist gut, dass du dein künftiges Leben alkoholfrei leben möchtest.
    Alles andere geht auch gar nicht. Die Alkoholsucht geht ja nie wieder weg. Sie wird immer da sein, lediglich stoppen kannst du die Sucht - mit absoluter Abstinenz.

    Ohne Arzt zu entgiften kann sehr schnell richtig schlimm enden, bis hin zum Tod.
    Selbst irreparable Schäden, die durch einen kalten Entzug entstehen können, ist nichts, womit das eigene nüchterne Leben beginnen sollte.
    Du musst dafür in keine Klinik, entgiften geht auch ambulant. Nur sollte das in Absprache mit einem Arzt erfolgen.

    Außerdem gefährdet eine solche Diagnose in der Krankenakte meine Karriere, da ich dem Arbitgeber regelmäßig meine "Zuverlässigkeit" nachweisen muss.


    Wenn du deine ‚Zuverlässig‘ nachweisen musst, wird dein Arzt auch deine ‚Zuverlässigkeit‘ bestätigen, wenn er dich für ‚zuverlässig‘ hält. Irgendwelche Diagnosen darf er dem Arbeitgeber gar nicht mitteilen.

    wie Eingangs beschrieben, ist es mir aus beruflichen Gründen nicht möglich, längere Zeit auszufallen, um bspw. eine stationäre Therapie zu machen.


    Ich persönlich habe in der Zeit, in der ich getrunken habe, bedeutend öfter bei der Arbeit gefehlt als seit dem Tag, an dem ich nüchtern wurde.
    Ich habe keine Therapie gemacht. Mir hat diese Selbsthilfegruppe immer ausgereicht.

    Du kannst alles und du musst gar nix. Du bist erwachsen und für dich selbst verantwortlich.
    Nur ist es nicht am besten, den sichersten Weg zu wählen? Und der geht nun mal über den Arzt.

    Ein neues nüchternes Leben mit so vielen Gründen beginnen zu wollen, warum was auf gar keinen Fall geht, finde ich nicht besonders hilfreich.

    Auch hier nochmal: Danke. 💐

    Ich verstehe dich und ich finde es so toll, wie gut du auf dich achtest und wie gut du auf dich aufpasst.

    Wir lesen uns hier ja trotzdem noch, und darüber freue ich mich sehr. Denn deine ruhige, sachliche und emphatische Art haben auch mich schon oft ein Stück des Weges begleitet.

    Hallo Livikiwi,

    herzlich willkommen in unserer Gruppe.

    Es ist gut, dass du dir schon psychologische Hilfe gesucht hast. Mit dem Partner über alles reden hilft ja auch immer sehr ….. für den Moment. Aber nicht immer reicht das.

    Ich wünsche dir, dass du den inneren Abstand zu deiner Mama vergrößern kannst.

    Ich bin selbst Alkoholiker und weiß, dass nur ich selbst mich aus der Suchtspirale befreien konnte. Kein einziger der mich liebenden Menschen hätte irgendetwas in mir bewegen können. Das konnte nur ich selbst.

    Ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Hallo Nanny,

    herzlich willkommen in unserer SHG.

    10 nüchterne Monate sind ein guter Anfang, herzlichen Glückwunsch dazu.

    Schreibe hier, wann immer dir danach ist, etwas loswerden zu wollen.

    Ich kann beim Schreiben meine Gedanken gut sortieren und meinen nüchternen Weg reflektieren, ihn einfach weiter gehen, aber ihn auch hinterfragen und ggf. korrigieren.
    Das hilft mir, meinen Weg zu gehen.
    Das wünsche ich dir auch.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.