Beiträge von Stern

    Hallo nellyflx,
    herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Und herzlichen Glückwunsch zu 4 nüchternen Wochen 💐

    Es ist gut, dass du dir Hilfe gesucht hast . Niemand muss den nüchternen Weg alleine gehen.

    Ich wünsche dir für deine stationäre Therapie ganz viele hilfreiche Erkenntnisse und hier einen guten Austausch.

    Alkohol empfinde ich als eklig. Es ist Gift. Tut mir nicht gut, macht mich und meine Nerven, mein Gehirn, meinen ganzen Körper kaputt.

    Das war bei mir alles auch schon so als ich noch gesoffen habe. Hat mich nicht davor geschützt, trotzdem Alkoholiker zu werden und hat mich dann trotzdem immer weiter saufen lassen. :roll:

    Aber du hast ja Recht. So ein bisschen eigener Zuspruch ist auch hilfreich.

    Ich habe auch keine reale SHG. Meine SHG ist hier.

    Ich lese einige Bücher von Ex-Alkis und höre Podcasts usw. von Leuten, die es aus der Sucht geschafft haben. Das hilft sehr und bestärkt.

    Ich habe auch das Internet hoch und runter gelesen und gehört mit Erfolgsgeschichte, Rückfällen und auch von Leuten, die sich aufgegeben haben.
    Dadurch konnte sehr viel Verständnis für die Sucht bekommen. Also, Verständnis im Sinne von: Das kann jeden treffen. Und nicht jeder schafft es, nüchtern zu werden und davon schaffen es auch viele nicht so viele, nüchtern zu bleiben.

    Aber der Austausch hier beschäftigt sich ganz konkret mir meiner Sucht. Und das tut mir gut.

    Jetzt kann ich das sofort wegschieben bzw. solche Gedanken nicht hochkommen lassen.


    Wann kommen denn solche Gedanken noch? Und wie machst du das, dass die nicht hochkommen?

    Die Sucht ist ja allgegenwärtig. Und Alkohol ist es auch.

    Es geht mir gut ohne Alkohol und das soll und wird auch so bleiben. Ich vergesse aber nicht, wie es vorher war. Da will ich nie wieder hin.

    Das freut mich wirklich sehr.
    Ich mache ab und zu eine Rückschau. Dabei hilft es mir, dass ich hier von mir Geschriebene noch mal in Teilen nachzulesen.

    Mir geht es auch gut ohne Alkohol. Und natürlich soll das auch so bleiben. Hier regelmäßig zu lesen und zu schreiben ist meine Selbsthilfe.

    Du markierst einfach den Teil, den du zitieren möchtest. Da kommt direkt darunter ‚Zitat einfügen‘ und ‚Zitat speichern‘.

    Wenn du auf Zitat einfügen‘ klickst, kommt das ausgewählte Zitat direkt in das graue Schreibfeld.
    Wenn du auf ‚Zitat speichern’ klickst, wird das unten rechts (zwischen)gespeichert und kann darüber eingefügt werden.

    Falls doch jemand etwas trinkt, dann stört es mich nicht mehr.

    Was genau stört dich jetzt nicht mehr?

    Kannst du das beschreiben?

    Bedenke bitte auch, dass die Sucht immer da ist und immer da bleiben wird. Auch nachdem dich trinkende Menschen ‚nicht mehr stören‘, weiß dein Suchtgedächtnis, dass du Alkoholiker bist.

    Eine eisgekühlte Rhabarberschorle schmeckt 1000 mal besser.

    Mir hat ALLES besser geschmeckt als Wein und Sekt.
    Und trotz des Ekels kam ich vom Alkohol nicht los.

    Hast du eine reale SHG vor Ort oder wie sieht deine ,Trockenarbeit‘ aus?

    Hier bist du ja nicht mehr so oft.

    Ich lese täglich hier.
    Das hilft mir, die Sucht nicht in den Hintergrund zu schieben. Und ich schreibe hier, so können ‚merkwürdige‘ Gedanken von den Anderen hinterfragt werden und mir fällt es so leichter, meinen Weg immer mal wieder zu überprüfen….. obwohl es mir ohne Alkohol super gut geht und mir auch nicht ‚komisch‘ wird, wenn andere Alkohol trinken.

    Malpro

    Wenn ich deinen ersten Absatz hier lese, bekomme ich den Eindruck, dass du den Mann von followthesun kennst. Ehrlich gesagt finde es nicht so schön zu mutmaßen, was Dritte wann tun oder bleiben lassen und das als Tatsache hier festzuhalten.

    Ratschläge mögen gut gemeint sein, sind aber oft wenig zielführend. Selbsthilfe ist das Zauberwort.

    Ich komme zwar ‚von der anderen Seite‘ …aus der Alkoholikerecke, bin mir aber sicher, dass auch hier die eigene Erkenntnis am Anfang stehen muss. Mir hätte es nicht geholfen, wenn mir jemand gesagt hätte: Du musst dies ….du musst das …..Ich rate dir das und davon rate ich dir ab …..:roll:

    Herzlichen Glückwunsch zum 18 nüchternen Monaten, herzlichen Glückwunsch zu jedem einzelnen Tag in den letzten 18 Monaten.

    Ein einhalb Jahre….das ist ja auch so ein wichtiger Meilenstein (was es für mich zumindest). Es ist nicht ‚nur‘ ein Jahr, es sind ein einhalb JahrE.

    Ich finde es gut, dass du dich so intensiv mit deiner Sucht beschäftigst und auch mal zurückblickst. Mir wird in der Rückschau auch immer wieder bewusst, wie schlimm der Alkohol ist…..und wie gefährlich…..und mit welcher Selbstverständlichkeit er zum Alltag der meisten Menschen gehört. Ich beobachte auch, dass viele Menschen Alkohol auch als Genussmittel sehen. Nur leider weiß ja niemand vorher, wann aus dem Genuss Gewohnheit wird und aus der Gewohnheit Sucht. Das macht es ja so gefährlich….meistens ja sehr schleichend.

    Und dann sehe ich den vielen Alkohol, überall.

    Das muss man auch nicht schön reden. Alkohol ist überall. Und es ist überall viel Alkohol.
    Deshalb liegt mein Augenmerk auch nicht darauf, was um mich herum ist. Das werde ich nie beeinflussen können. Ich habe mir meine kleine alkoholfreie Zone geschaffen …und die ist in meinem Kopf und in meinem Zuhause.

    Herzlichen Glückwunsch zu. 1. Jahrestag in deinem nüchternen Leben.

    Du hast 1 Jahr hier nichts geschrieben. Hast du eine Selbsthilfegruppe vor Ort?

    Ich brauche den Austausch hier, er hilft mir, nicht leichtsinnig zu werden. Beim Lesen und Schreiben beschäftige ich mich j automatisch mit meiner Sucht. So gerät nix in ‚Vergessenheit‘.

    Magst du hier erzählen, wie du dein Leben im letzen Jahr ändern konntest?

    Ich bin froh wenn ich hinter die 9 erarbeiteten Tage ein Haken machen kann.

    Ich mache auch nach über 3 Jahren noch hinter jeden Tag einen Haken.
    Aber mein Haken bedeutet: Ein guter und gelebter Tag in meinem nüchternen Leben.

    Wie ‚erarbeitest‘ du dir deinen nüchternen Tag? ,Erarbeiten‘ klingt für mich sehr anstrengend. Manchmal fühlt sich etwas schon leichter an, wenn ich andere Wörter wähle. So ‚erarbeite‘ ich mir keinen Tag….ich gestalte ihn…. oder ich erlebe ihn.

    Trauerst du dem Alkohol manchmal noch hinterher oder kannst du dich am Abend freuen, dass es ein guter Tag war, weil du keinen Alkohol trinken musstest?

    Für mich fühlt sich jeder nüchterne Tag an wie eine Befreiung….wie Freiheit….nicht wie ein erarbeiteter Tag.

    Klar ist es anfangs nicht einfach, die neu gewonnene Zeit zu füllen. Aber ich habe meine neu gewonnene Zeit von Anfang an als ,gewonnene Zeit‘ wahrgenommen und sie mit Dingen ausgefüllt, die ich lange vernachlässigt habe und die mir nun sinnvoll und wichtig erschienen.

    Herzlichen Glückwunsch zu 7 nüchternen Monaten….zu 7 Monate Freiheit.

    Ich denke wir können viel voneinander lernen, die CO’s und die Alkoholiker. Das Verständnis über die „andere Seite“, über deren Sichtweise und Erfahrung, erweitert den eigenen Horizont und kann helfen, die eigene Situation zu verbessern.

    Dem kann ich voll und ganz zustimmen, zumindest, was mich als Alkoholiker betrifft.

    Bei den Angehörigen konnte und kann ich immer wieder sehen, wie es mit dem Alkoholiker immer weiter nach unten geht, wenn er nicht aufhört zu saufen. Das war und ist mir ein so schreckliches Bild, dass ich einfach nur dankbar bin, dass mir dieses Bild hier immer wieder gezeigt wird. Sucht ist so schlimm ….und nur der Süchtige selbst kann einen Ausgang aus der Suchtspirale finden…. Und wie machtlos die Angehörigen sind, wie verloren der Alkoholiker, wenn er keine Krankheitseinsicht hat….

    Hallo Bobby,

    auch von mir ein herzliches Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Und herzlichen Glückwunsch zu 9 nüchternen Tagen.

    Ich hab mittlerweile schon knapp 40 Entgiftungen durch, sowie zwei Langzeittherapien.


    Das ist viel. Aber das weißt du sicher selbst. Meinen Respekt hast du, weil du nicht aufgibst.

    Kannst du sagen, warum du so oft rückfällig geworden bist. Oder anders: Warum hast du es nie geschafft, nüchtern zu bleiben ….dir ein nüchternes Leben aufzubauen?

    Was hast du für dich getan, damit es dir ohne Alkohol gut geht und was willst du jetzt anders machen?

    Dachte nur an ein Medikament wenn der Suchtdruck zu stark wird.


    Ich brauchte kein Medikament gegen Saufdruck.

    Meine innere Einstellung musste ich an meine Sucht anpassen und das ist mir gelungen, als ich akzeptiert habe, dass ich Alkoholiker bin und das auch immer bleiben werde. Und als ich verstanden habe, dass die Sucht nie geheilt werden kann ….lediglich stoppen kann ich sie, indem ich keinen Alkohol mehr trinke, und auch nur solange, wie ich keinen Alkohol trinke, wurde das Nichttrinken einfach. Es gibt einfach keine andere Option, wenn ich leben will. Keine einzige ….nur: Nüchtern bleiben. Leben ohne Alkohol oder qualvoll sterben mit Alkohol. Das habe ich verinnerlicht und ich denke, dass das der Grund ist, warum ich nie nach einem Medikament gegen Saufdruck gesucht habe.

    Ich trinke viel Wasser ohne Kohlensäure, das hat sich bisher bewährt ….

    Was meinst du damit ….mit ‚bisher‘? ‚Bisher‘ jetzt seit 9 Tagen oder ‚bisher‘ während der letzten 40 Versuche?

    Also, ich bin nun die letzten Tage in der Entzugsklinik - es waren dann insgesamt 8 Wochen und ich kann das leben danach kaum erwarten!

    Super, dass du dich doch noch in die Klinik begeben hast. 👍🏻

    Dann bist du bald 8 Wochen nüchtern. Meinen herzlichen Glückwunsch dazu.

    Hast du schon Pläne für ,dein Leben danach‘?
    Ist dein Zuhause alkoholfrei, wenn du heim kommst?

    Magst du erzählen, was du aus der Klinik für dich mitnehmen kannst?

    und ich würde mir wünschen einen tipp zu bekommen, wie ich ihn von dieser sucht wegbringen kann.

    Dazu wirst du hier keinen Tipp bekommen, denn den gibt es nicht.

    Ein Alkoholiker kann von seiner Sucht nie wieder wegkommen, denn er wird immer Alkoholiker bleiben.
    Lediglich seine Sucht zum Stillstand bringen kann er. Das kann aber nur der Alkoholkranke selbst schaffen, mit Hilfe von Selbsthilfegruppen, Ärzten, Suchtberatungsstellen …. Aber den Weg dahin muss der Kranke selbst wollen und auch selbst gehen.

    Du kannst in der Situation nur für dich entscheiden, wie du damit umgehen willst.