Beiträge von Stern

    es hilft, wenn ich lese, dass es menschen aus der sucht hinaus geschafft haben und dass diese menschen ein gutes leben haben.

    Das war auch meine große Hilfe hier am Anfang meines nüchternen Lebens: Es gibt das….dieses zufriedene nüchterne Leben.
    Genau das war ja schon vollkommen aus meiner Vorstellung raus. Ich war so gefangen in der Sucht, und ich hatte so Angst, dass ich für immer saufen muss, das mir schon alleine Vorstellung abhanden gekommen ist, dass es auch anders ….nüchtern geht.


    Herzlichen Glückwunsch zum dreiviertel Jahr ohne Alkohol.

    ….mit Leerlauf kann ich noch ganz schlecht umgehen...

    Ich hatte anfangs ziemlich große Bedenken, was ich denn nun mit meiner vielen neu gewonnenen Zeit machen soll.
    Der ganze Tag gehörte auf einmal mir.
    In meiner Saufzeit war die nüchterne Zeit nach der Arbeit ja praktisch nur der Heimweg über den Supermarkt bis kurz nach meiner Wohnungstür.

    Ich habe mir meine Zeit gefüllt. Mit Forumlesen, über die Beiträge nachdenken, meine Gedanken und Gefühle sortieren und mich suchen.
    Ich habe meine Bude bis in den letzten Winkel sortiert, aussortiert, schön gemacht. Mein Zuhause ist wie meine sichere Festung geworden. Das war und ist mir wichtig, weil ich hier ja immer gesoffen habe und diesen Ort ja nun nicht meiden kann.
    Und ich habe ein altes Hobby neu entdeckt und darin so viele Möglichkeiten ausprobiert, die ich noch nie für mich in Betracht gezogen hatte.

    Heute ist es so, dass ich mich (wieder) gefunden habe, mich in meiner schönen Wohnung wohl fühle und viel zu wenig Zeit für mein Hobby habe.
    Partys waren noch nie so wirklich meins. Wenn ich doch mal irgendwo hingehe, fahre ich grundsätzlich selbst und kann jederzeit entscheiden, wann ich wieder gehen will. Es ist schön, dass mein Partner dann auch mitkommt….auch, wenn er selbst gern noch bleiben würde.

    Ich verstehe es nicht als Bestrafung, sondern verstehe es einfach nicht.

    Hätte es man mir erklärt (so oder so ähnlich wie du), dann wäre das vielleicht etwas anderes...

    Die Frage kam dir ja erst auf dem Heimweg.
    Ich würde einfach beim nächsten Termin nachfragen. Und bis dahin ist es eben so wie es ist.

    Ich tue mich aber auch schwer damit, Dinge zu tun oder zu lassen, deren Sinn sich mir nicht erschließt.
    Aber letztendlich bist du ja freiwillig dort, und du hast dir diese Hilfe selbst ausgesucht. Ich weiß nicht, wie es in solchen Stellen gehandhabt wird, aber ich bin mir schon ziemlich sicher, dass das alles einen guten Grund hat. Lass es dir erklären und dann kannst du dir immer noch überlegen, ob du dich damit arrangieren kannst.

    Wir warten jetzt noch die nächsten 6 Monate und ein paar Tage ab und dann gibt’s Glückwünsche🙂

    Für euch beide, Rennschnecke und Nayouk,

    🏆

    🏆

    Herzlichen Glückwunsch zu jedem einzelnen nüchternen Tag.

    Ihr seid auf einem so guten Weg und so vergehen die Tage…Wochen….Monate …und das Schönste ist, dass ihr jeden einzelnen Tag bewusst erleben könnt.
    Euer tägliches Geschenk an euch: Ein gelebter Tag.

    Es tut mir Leid, wenn ich dir zu nahe getreten bin.
    Ich wollte auch nur zu bedenken geben, dass wir uns alle verändern, unabhängig von unserem Alkoholkonsum.
    Auch du wirst nicht mehr die Frau sein, die dein Mann vor 15 Jahren geheiratet hat. :roll:

    Meine Erfahrung ist, dass ein Mensch sich nicht grundlegend verändert, weil er Alkoholiker geworden ist. Meine guten Eigenschaften habe ich nicht weggesoffen und die schlechten sind schon immer da gewesen.

    Ja, es ist wahnsinnig traurig, wie sehr Alkohol den Charakter verändert, aber man scheint machtlos zu sein...

    Tut er das tatsächlich? Der Alkohol….den Charakter verändern?

    Man scheint machtlos zu sein.
    Scheint es nur so? Scheint es bei allen so zu sein?

    Ich bin Alkoholiker.
    Ich war nie Angehöriger.
    Trotzdem lerne ich viel für mich aus dem Angehörigenbereich.

    Ich habe anfangs auch ganz viel bei den Angehörigen gelesen. Auch, wenn da ja nur ‚von einer Seite‘ berichtet wird, war vieles für mich hilfreich. Es war gar nicht mal so sehr, wie der Alkoholiker dargestellt wird, denn das finde ich nach wie vor zum Teil erschreckend, sondern vielmehr, wie sich die Angehörigen fühlen in ihrer Hilflosigkeit und wie sie darin gefangen scheinen. Vielleicht gehört die Wut auf den saufenden Partner auch dazu.
    Die Erkenntnis, dass die Alkoholabhängkeit ja die ganze Familie betrifft, war schon ziemlich hart für mich.

    Auch, wenn ich niemanden hilflos ,zurückgelassen‘ habe, weil niemand wusste, dass ich gesoffen habe, war diese Vorstellung aber allemal für mich erschreckend und macht mich sehr nachdenklich.

    Herzlichen Glückwunsch zu 4 nüchternen Monaten. 💐

    Schön, dass du diese Freiheit spüren kannst.
    Ich wache oft morgens auf und denke: Du bist frei….das wird wird dein Tag. 👍🏻Natürlich gehen auch in der Freiheit nicht alle Sorgen weg und es kommen auch neue dazu, aber ich finde, sie sind leichter…..weil ich klar denken kann und weil nichts so schlimm für mich sein kann als es das Saufen war.

    Finde ich zwar sehr komisch, aber vermutlich traut sich keiner oder weiß wie. Passt aber für mich auch.

    Ja, wahrscheinlich.
    Wenn das so für dich passt, ist es ja auch nichts belastendes mehr. Gut so.

    Finde das eigentlich sehr traurig.

    Immer schon?
    Seit ich nüchtern bin, traue ich mich auch wieder mehr, auf meine Gefühle zu achten. Wenn ich traurig bin, spreche ich das auch aus. Das konnte ich lange gar nicht.
    Ich würde auch nicht wollen, dass mein Partner traurig ist und das nur mit sich alleine ausmacht.
    Wer redet, der kann verstanden werden. Niemand kann deine Gedanken lesen, auch deine Frau nicht.

    Super, die erste nüchterne Woche, herzlichen Glückwunsch 👍🏻

    Es ist ja nicht deine erste erste nüchterne Woche, du kannst aus deinen vielen nüchternen Wochen ja so viel mitnehmen in die nächste Woche.

    Wie war es denn bei der Arbeit? Da hattest du ja deine Bedenken.

    Meiner Familie kann ich mich weiterhin nicht wirklich öffnen, tagsüber bin ich zwar zu Hause, arbeite ja im HO und gerade ist echt genug zu tun, Abend essen wir zusammen, schauen noch etwas TV und das war's dann im großen und ganzen...das nervt mich zunehmend, aber ich kann derzeit nicht über meinen Schatten springen und es ändern.


    Magst du darüber laut nachdenken?
    Was nervt dich denn zunehmend?

    Ich finde es gut, dass du in Suchtberatung gehst. Jede Hilfe hilft ja weiter.

    Ich wünsche dir am Wochenende viel Spaß bei euren Unternehmungen.

    Herzlichen Glückwunsch zum 1. nüchternen Monat. 💐

    Du schreibst sehr wenig hier. Hast du gar keine Gedanken, die du hier lassen magst?
    Ich habe hier anfangs jeden Tag geschrieben. Mir hat das geholfen, mich in meinem neuen nüchternen Leben zurechtzufinden. Vieles musste ich ja erst (wieder) lernen.
    Und ich habe ganz viel bei den anderen gelesen. So durfte ich überhaupt erst erfahren, dass ein nüchternes Leben wieder möglich ist. Für jeden.

    Hallo Eisvogel,

    herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
    Der Austausch mit den anderen Betroffenen kann dir helfen, dich in dieser schweren Situation wiederzufinden.

    Deiner Lebensgefährtin kannst du nicht helfen, wenn sie sich nicht helfen lassen will. Es ist so schwer, einen uneinsichtigen Alkoholiker zu


    Aber für dich kannst du hier Hilfe finden und das kann sehr wertvoll sein.

    Damit wir dich freischalten können, klicke bitte diesen Link an und folge ihm.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Dann versuche ich zu akzeptieren, dass es das Suchtgedächtnis ist. Und ich hoffe, das die Waage irgendwann nur noch auf Nüchtern steht. Denn klar ist der Wunsch nach wie vor da, ein nüchternes Leben. Nur fällt es mir auf, wenn ich sowas denke, wie beschrieben. Ich merke jetzt auch, dass ich mich damit nicht beschäftigen sollte. Den Suchtgedanken keinen Raum geben. Sonder auf die positiven Aspekte der Nüchternheit konzentrieren.

    Hast du akzeptiert, dass du Alkoholiker bist? Und das sich das auch nie wieder ändert?
    Und kannst du akzeptieren, dass ein Alkoholiker keinen Alkohol mehr trinken kann, wenn er leben will. Mit ‚Leben‘ meine ich nicht, irgendwann einsam vor sich hin vegetieren und auf den Tod als Erlösung warten.

    Mir kommen gar keine Gedanken, dass ich mal was trinken könnte, seit ich akzeptiert habe, dass ich Alkoholiker geworden bin und das auch immer bleiben werde.
    Es ist ja nun mal Fakt, dass ein Alkoholiker nie wieder auch nur einzigen Schluck Alkohol trinken kann, wenn er nicht wieder in die Suchtspirale rutschen will.

    Mein Weg aus dieser Suchtspirale war so lang und so schwer für mich, dass ich gar nicht darüber nachdenke, ob da -warum auch immer - noch mal ab und zu was gehen könnte mit Alkohol. Es geht nicht. Punkt.

    Hast du diese Gedanken oft, dass du irgendwas mit Alkohol leichter oder erträglich machen könntest?
    Hat das in deiner Saufzeit funktioniert?

    Versteht MAN das?

    Du machst dir Gedanken darüber, dass du mal heimlich gern was trinken könntest und ob du nicht nach einem Glas komplett abstürzt, weil das ja immer so gut geklappt hat….bis zum quartalsmäßigem Totalausfall? 8|

    Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, beantworte ich deine Frage ganz eindeutig mit ‚nein‘.

    Um meine Belastungen einmal zu vergessen glaube ich. Habe Ängste und kann Konflikte sehr schwer aushalten. Insgesamt stehe ich täglich sehr unter Druck, durch soziale Ängste.

    Das sind Gründe für dich, um in Erwägung zu ziehen, dass du ab und zu was saufen könntest?

    Wo ist dein Wunsch nach einem dauerhaft nüchternen Leben?

    Kein Alkoholiker kann seinen Alkoholkonsum dauerhaft kontrollieren.

    Probiere es doch einfach aus.

    Was nützt es dir, wenn man das so macht, oder wenn man da Muster erkennt oder wenn man sich freut, dass die Einträge weniger werden?
    Wenn man sich zu viel damit beschäftigt, ist es doch noch lange nicht dein Verlangen, was größer werden könnte.

    Dafür ist doch dein Buch hier da.
    Hier kannst du alles aufschreiben, was dir im Kopf rumschwirrt, hier kannst du deine Gedanken lassen, hier kannst du Muster kennen und hier kannst du dich freuen. 😀

    Hallo starfield,

    du bist jetzt für den offenen Bereich freigeschaltet und ich habe dein Thema dorthin verschoben.
    Du kannst dich jetzt überall austauschen, jedoch schreibe bitte in den ersten vier Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.

    Ich wünsche dir einen hilfreichen Austausch.

    Kannst du dir vorstellen, ein dir nahestehender Mensch würde nach 9 Monaten Abstinenz für einen Tag rückfällig und würde dich um Verzeihung bitten, weil er das Gefühl hat, so viel Schuld auf sich geladen zu haben, dass du ihm verzeihen könntest?

    Mir hat genau diese Vorstellung sehr geholfen.
    Ich finde es für mich zu einfach, alles auf die Sucht zu schieben, aber letztendlich hat mich ja doch die Sucht genau so handeln lassen, wie ich in meiner Saufzeit gehandelt habe. Ich konnte nicht anders….so sehr ich auch gewollt habe. Das so sehen zu können, war mir eine große Hilfe, mir verzeihen zu können.
    Und natürlich auch, weil ich zu feige war, mich jemandem anzuvertrauen. Aber auch damit bin inzwischen im Reinen.

    Du bist mutiger.
    Du hast deinen Rückfall sofort gestoppt.
    Und du hast dir sofort hier Hilfe gesucht. Das ist stark.

    Du kannst aus dem Rückfall für dich lernen…..noch mehr hinschauen…noch aufmerksamer sein…

    Ich wünsche dir für die heutige Begegnung mit den Arbeitskollegen ein wenig Stolz. Denn stolz kannst du sein…weil du sofort wieder aufgestanden bist.