Dann versuche ich zu akzeptieren, dass es das Suchtgedächtnis ist. Und ich hoffe, das die Waage irgendwann nur noch auf Nüchtern steht. Denn klar ist der Wunsch nach wie vor da, ein nüchternes Leben. Nur fällt es mir auf, wenn ich sowas denke, wie beschrieben. Ich merke jetzt auch, dass ich mich damit nicht beschäftigen sollte. Den Suchtgedanken keinen Raum geben. Sonder auf die positiven Aspekte der Nüchternheit konzentrieren.
Hast du akzeptiert, dass du Alkoholiker bist? Und das sich das auch nie wieder ändert?
Und kannst du akzeptieren, dass ein Alkoholiker keinen Alkohol mehr trinken kann, wenn er leben will. Mit ‚Leben‘ meine ich nicht, irgendwann einsam vor sich hin vegetieren und auf den Tod als Erlösung warten.
Mir kommen gar keine Gedanken, dass ich mal was trinken könnte, seit ich akzeptiert habe, dass ich Alkoholiker geworden bin und das auch immer bleiben werde.
Es ist ja nun mal Fakt, dass ein Alkoholiker nie wieder auch nur einzigen Schluck Alkohol trinken kann, wenn er nicht wieder in die Suchtspirale rutschen will.
Mein Weg aus dieser Suchtspirale war so lang und so schwer für mich, dass ich gar nicht darüber nachdenke, ob da -warum auch immer - noch mal ab und zu was gehen könnte mit Alkohol. Es geht nicht. Punkt.
Hast du diese Gedanken oft, dass du irgendwas mit Alkohol leichter oder erträglich machen könntest?
Hat das in deiner Saufzeit funktioniert?