Beiträge von Stern

    Ich nehme mir (halbwegs) feste Zeiten für bestimmte Dinge, die gemacht werden müssen und auch für die Dinge, die ich gerne machen möchte. Gelingt mir nicht immer, denn vor dem iPad kann man die Zelt schon mal vergessen. Und ruckzuck ist es dunkel. So wie du das ja auch schon festgestellt hast. Vor allem, wenn keiner da ist, der einen erinnert, dass die Kiste auch mal ausgemacht werden sollte.
    Das ging mir in der Anfangszeit hier ganz oft so. Ich wollte ja unbedingt ganz viel lernen aus den vielen Berichten hier und wollte absolut ‚Leerlaufzeiten‘ vermeiden. Immer mit irgendwas beschäftigt sein, hat meine Gedanken vom Alkohol weggelenkt.
    Ich habe mir dann zu ganz bestimmten Zeiten eine Internetauszeit verordnet. Um keinen Leerlauf in den Tag zu kriegen, habe ich mir Aufgaben gesucht. Naja, die Aufgaben haben mich gefunden, denn meine Bude war ein Saustall und den wollte ich zu einem schönen gemütlichen Zuhause machen.


    Wie mache ich das heute?
    Wenn ich zur Arbeit muss, fahre ich danach einkaufen und erledige meine Wege, die so zu erledigen sind. Danach ist ja nicht mehr so viel Zeit und die ‚vertrödel‘ ich dann auch schon mal ganz bewusst am IPad.
    Wenn ich Homeoffice habe, entfällt ja mein Heimweg und ich nehme mir direkt zum Feierabend ganz bewusst eine Stunde (oder auch 2) nur für mich …für meine Dehnübungen, Telefonate mit der Freundin, ein paar Striche auf dem Blatt Papier ….

    Auch, wenn‘s noch so spannend ist, den Laptop zuklappen und das machen, was du machen möchtest, schafft unglaublich viel Zeit. Ohne Laptop ist der Nachmittag viel viel länger. :wink:

    Herzlichen Glückwunsch zu 60 nüchternen Tagen 🌹

    Immer kalte Hände, Muskelbeschwerden und Steifigkeit, Verspannungen…. Ich hoffe es ist Teil der Abstinenz und gibt sich irgendwann wieder trotz das ich schon ein paar Jahre auf dem Buckel habe.

    Kenne ich auch, allerdings habe das nie mit der Abstinenz in Verbindung gebracht. Vielmehr ist das meiner Faulheit geschuldet. Wenn ich schön meine Gymnastik- und Dehnübungen mache, ist das besser.

    Bevor die Frage kommt, seither nichts alkoholisches mehr getrunken und auch nichts mehr davon im Haus.

    Davon bin ich jetzt ausgegangen. 🧐

    Den Notfallkoffer griffbereit haben, finde ich eine gute Wahl. Packe dir da ruhig deine eigenen Sachen rein.

    „Der Alkoholismus wird nie in der Vergangenheit verschwinden"

    Diese Erkenntnis ist hart. Auch wenn´s blöde klingt, sie fiel mir schwer. Auch, dass das den Rest meines Lebens begleitend ist.

    Ja, das ist es.
    Mir hat diese Erkenntnis mein Leben gerettet, denn ohne diese Erkenntnis hätte ich es nicht geschafft, nüchtern zu werden und nun schon 2 Jahre und 9 Monate zu bleiben. Und das sehr zufrieden.
    Dass ich Alkoholiker bin, habe ich schon lange gewusst. Aber erst, als ich das akzeptiert habe und mir klar wurde, dass ich diese Krankheit nie wieder los werde, dass ich sie aber stoppen kann, wenn ich abstinent lebe, konnte ich sie auch stoppen. Aber eben auch nur stoppen. Das zu akzeptieren ist hart…..anfangs. Aber was ist die Alternative? Einen Kampf gegen den Alkohol führen? Den kann ich doch nur verlieren.

    Es ist bestimmt ganz besonders schwer, wenn die Mutter nicht mehr da ist.

    Da darf Trauer sein, da dürfen Tränen sein.

    Nein, ich werde deshalb nichts trinken, aber viel weinen.

    Trinken würde dir auch kein Trost sein.
    Du würdest dir deine kostbaren 3 nüchternen Wochen kaputt machen. Diese nüchterne Zeit ist so wertvoll, pass gut drauf auf.

    Ich bin sicher, dass du nüchtern mit dieser schweren Situation auch viel besser umgehen kannst als mit zugedröhnter Birne.
    Es bleibt schwer, aber mit klarem Kopf wirst du die schönen Gedanken an deine Mutter auch spüren können.

    Meine Gedanken sind bei dir.
    Pass gut auf dich auf.


    Glitzer-Flippflopps für den Urlaub sind eine gute Investition in die gute-Laune-Urlaubszeit.

    Mich schüttelt es, wenn ich mich für den Rest meines Lebens als Alkoholiker bezeichnen MUSS. Nach einer gewissen Zeit würde ich gerne sagen: Ich war abhängig und war Alkoholiker, ohne dabei zu vergessen, dass ich eine Alkoholallergie habe.

    Dich schüttelt es, wenn du dich für den Rest deines Lebens als Alkoholiker bezeichnen musst?
    Und du willst gern nach einer gewissen Zeit sagen, dass du Alkoholiker warst?

    Da staune ich aber.
    Verzeih, aber das finde ich sehr naiv gedacht.
    Und von einer ‚Alkoholallergie’ zu reden, wenn die Alkoholsucht gemeint ist, finde ich ziemlich daneben.

    Was du anderen Leuten erzählst, ist deine Sache, aber dir hilf es nicht, wenn du deine Sucht dir gegenüber auch verharmlost. Und meiner Meinung nach tust das mit solchen Aussagen.
    Nur, wenn du zu dir selbst ehrlich bist, wirst du langfristig nüchtern bleiben können. Alles andere ist Selbstbetrug und führt zum Rückfall.

    Meine erste Lektion war: Ich bin Alkoholiker. Das ist so. Und ich werde bis an mein Lebensende Alkoholiker bleiben. Nie wieder wird sich daran etwas ändern. Auch das ist so. Ohne wenn und aber….
    Alkoholsucht ist nicht heilbar. Sie geht zum Stillstand zu bringen, aber sie ist unheilbar, sie wird immer in mir schlummern und nur darauf warten, dass ich sage: Ich war Alkoholiker……

    Ich konnte meine Alkoholabhängigkeit stoppen, aber sie ist nicht weg. Ein Glas Wein und ich rutsche in der Suchtspirale direkt bis nach ganz unten durch.

    Mir ist bewusst, dass noch viele, schwierigere Zeiten kommen können, aber zumindest ist ein strikter Plan vorhanden.

    Dein strikter Plan ging ja nun nach hinten los.
    Was willst du denn jetzt anders machen?

    und weckt die Hoffnung, dass der Alkoholismus irgendwann in der Vergangenheit verschwindet und nur dann in Erinnerung kommt, wenn ich alkoholische Getränke ablehne. Und nicht nur, weil ich nicht mehr darf, sondern weil ich auch einfach nicht mehr will.

    Tut er nicht.
    Der Alkoholismus wird nie in der Vergangenheit verschwinden.
    Egal, aus welchem Grund du alkoholische Getränke ablehnen wisst, ob du nicht darfst oder nicht willst …wenn du nicht rückfällig werden willst, kannst du nie wieder Alkohol trinken. Es geht einfach nicht mehr.

    Du machst es dir unnötig schwer, wenn du nicht akzeptieren kannst, dass du Alkoholiker geworden bist und das auch bis an dein Lebensende bleiben wirst.

    Durch den Alkohol habe ich leider wieder zugenommen und ich habe totale Panik wieder dort hin zu steuern wo ich vor der OP war. Das darf einfach nicht passieren. Irgendwie muss ich beides in den Griff bekommen.

    Jetzt konzentriere ich mich erstmal darauf abstinent zu bleiben, gleichzeitig muss ich aber auch mein Essverhalten im Blick behalten.

    Ich habe auch durch den Alkohol ziemlich zugenommen, süßer Sekt und Wein haben ja ordentlich Zucker.
    Seit ich mit dem Saufen aufgehört habe, schreit mein Körper nach Zucker. Ich habe ihn meinem Körper gegeben. Weil mir das Nüchternwerden und -bleiben viel viel wichtiger waren als ein knackiger Arsch. Abgenommen habe ich inzwischen trotzdem (okay, der knackige Arsch wird ein Traum bleiben), weil ich auch wieder Zeit habe, gesund für mich kochen und kein Fertigfutter mehr in mich reinstopfen muss. Besoffen den Herd einschalten habe ich mir ja nie getraut. Wahrscheinlich wäre auch nix gesundes dabei raus gekommen.

    Konzentriere dich erstmal darauf, einen nüchternen Weg für dich zu finden. Alles andere löst sich später.

    Nüchtern hast du die Chance, an deinem Gewicht zu arbeiten, besoffen nimmst du dir selbst diese Chance.
    Deshalb liegt meine Priorität auf dem Nüchtersein. Was habe ich davon, wenn die Leute am offenen Grab stehen und sagen: So traurig, dass sie nicht vom Alkohol weggekommen ist ….aber guck dir mal diese Traummaße an…..

    Herzlichen Glückwunsch zu 4 nüchternen Wochen. 👍🏻

    Schön ist das Gefühl nicht mehr Müssen zu müssen - unabhängig und frei zu sein und ich habe keine Gewissensbisse mehr.

    Dieses Gefühl überwältigt mich auch noch heute ganz ganz oft ….und es fühlt sich einfach nur super gut und ganz warm an.

    Es ist gut, dass du hier schreibst.
    Wenn ich meine Beiträge dann später noch mal lese, denke ich ganz oft: Du kannst dieses schöne Leben nur haben, weil du nüchtern bist.

    Die neu gewonnene Zeit wieder nutzen zu können ist sehr erfüllend, finde ich.
    Wieder verlässlich werden, Zeit für die schönen Dinge im Leben haben oder ‚einfach nur‘ mir klarem Kopf einschlafen zu können.
    Du holst dir gerade dein Leben zurück, pass gut auf dich auf.

    Meine Frau hat die ewigen Lügen satt

    Ich hatte meine ewigen Lügen satt. Das war meine Motivation.

    Mein Selbstwertgefühl ist futsch und ich schäme mich sehr für mein Versagen. 😩

    Mein Selbstwertgefühl war auch futsch und von Scham muss ich gar nicht anfangen zu reden. Ich habe mich nicht mal getraut, dem Arzt ins Gesicht zu gucken, als ich mich endlich durchgerungen hatte, von meiner Sucht zu erzählen.

    Warum sprichst du von ‚deinem Versagen‘?
    Ist Kranksein ein Versagen?

    Ich habe mich auch so geschämt ….auch für mein Versagen, für meine Unfähigkeit, für meinen schwachen Willen.
    Hier habe ich gelernt, dass ich nicht versagt habe. Ich war nicht unfähig, meine Sauferei in den Griff zu kriegen und ich hatte auch keinen schwachen Willen. Ich bin krank, alkoholabhängig, alkoholsüchtig.

    Als ich das verstanden und akzeptiert habe, wurde es einfacher. Weil ich jetzt was tun konnte.
    Ich konnte meine Alkoholabhängigkeit zum Stillstand bringen. Das ist das größtmöglichste, was ich erreichen kann …. die Krankheit zum Stillstand bringen. Die Sucht geht nie wieder weg. Das weiß ich heute und ich lebe zufrieden nüchtern….immer in dem Bewusstsein: Ich konnte die Sucht stoppen, heilen werde ich sie nie können. Es gibt keine Beilung, wohl aber einen zufriedenen Umgang mit der Sucht. Auch für dich. Höre auf zu Jammern, schau nach vorne und freue dich auf das, was nüchtern alles für dich (wieder) möglich ist.

    Mit jedem nüchternen Tag wuchs mein Selbstwertgefühl wieder, ich bin an jedem nüchternen Abend vor Stolz fast geplatzt.
    Scham empfinde ich manchmal noch immer. Aber nicht mehr so, dass ich am liebsten im Erdboden versinken würde. Vielmehr nehme ich sie als Teil meiner Krankheit an. Ich kann die Vergangenheit nicht ändern, niemand kann das. Aber es heute und morgen und übermorgen….besser machen, das kann jeder.

    Zuerstmal möchte ich dir sagen, dass ich es ganz große Klasse finde, dass du hier offen über deine Rückfall geschrieben hast und auch direkt wieder durchstarten willst in dein nüchternes Leben.

    Aber damit ‚nach dem Rückfall‘ nicht direkt ‚vor dem Rückfall‘ wird, empfehle ich dir, dir Gedanken zu machen, was da warum schiefgelaufen ist.

    Ich fuhr an einer Tankstelle vorbei und kaufte mir Rum.

    Vom vorbeifahren kommst du nicht an Rum.
    Vom Vorbeifahren kommst noch nicht in die Tankstelle rein, kommst auch nicht ans Rumregal und auch nicht an die Kasse zum Bezahlen.
    Was ich sagen will, du hättest mehrmals ‚umdrehen‘ können. 🤔

    Ich hab keinen Plan. Einzig allein die Hoffnung, das als einen Unfall zu bezeichnen.

    Das ist so ziemlich das Schlechteste, was dir dazu hätte einfallen können.
    Wie willst du denn künftige ‚Unfälle‘ vermeiden, wenn du dich jetzt gar nicht so richtig damit auseinander setzt?
    Ich finde es ehrlich gesagt auch nicht besonders zielführend, von ‚Unfall‘ zu sprechen. Dein Rückfall war doch schon ziemlich geplant, so mein Eindruck.

    Hast du dir mal die ‚Grundbausteine‘ durchgelesen?
    Der Link wurde dir am auch ziemlich am Anfang hier geschickt.
    Da drin findest du Möglichkeiten zur größtmöglichen Risikominimierung. Vielleicht ist da ja was für dich dabei?

    Das ist aber ganz schön sehr unübersichtlich geworden.

    Wenn du dich auf ein Zitat beziehen willst, füge erst das Zitat ein und schreibe dann unter dem ‚Zitatkästchen‘ deinen Beitrag. Dann wird‘s übersichtlicher.

    Manchmal braucht es einfach nur einen Auslöser um etwas was man schon lange vorhat anzugehen.

    Ich bin überzeugt davon, dass es immer einen Auslöser braucht, um (zumindest hier bei der Alkoholsucht) etwas angehen zu können, wann man sich schon lange vorgenommen hat. Bei mir was das so.
    Manche nennen es auch ‚ihren persönlichen Tiefpunkt erreicht haben‘.

    ich lerne den Weg der vor mir liegt erst kennen


    Hier in diesem Forum findest du ganz viele Erfahrungsberichte.
    Mir hat das Lesen hier immer wieder gezeigt, dass ein nüchternes Leben möglich ist…und dass ein nüchternes Leben auch für mich möglich ist.

    Der Wille ist ganz stark da.


    Nun war es bei mir so, dass mein wirklich sehr starker Wille mir viele viele Jahre nichts genützt hat. Ich wollte nichts lieber als mit dem Saufen aufzuhören. Ich kann auch stur wie ein Ochse sein, aber auch das hat mir nicht geholfen.
    Es war ein jahrelang Kampf gegen den Alkohol …ich konnte ihn nicht gewinnen. Mit keinem Willen der Welt.

    Ich musste nicht nur erkennen, dass ich Alkoholiker geworden bin, ich musste lernen, dass auch zu akzeptieren.
    Erst, als ich für mich erkannt habe, dass ich nicht schwach bin, weil ich immer weiter saufen musste, obwohl ich das nicht wollte … erst, als ich erkannt und akzeptiert habe dass ich krank bin, konnte ich nüchtern werden.

    Hallo Kopffuessler,

    Herzlich Willkommen und herzlichen Glückwunsch zu deinem Entschluss, künftig komplett ohne Alkohol zu leben.
    Auch noch mein Beileid zum Verlust deiner Mutter.

    Ich war beim Internisten, um alle Organe genau untersuchen zu lassen. Da sind alle Geräte für‘s Ultraschall da und der kann das, was er da sieht auch direkt auswerten.

    Ich finde es richtig klasse, dass du nun schon über 2 Wochen keinen Alkohol getrunken hast.

    Schau mal, hier findest du eine Sammlung, wie dein nüchternes Leben mit größtmöglicher Risikominimierung gelingen kann.


    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40


    ich wünsche dir hier einen guten Austausch.

    Super, eine ganze nüchterne Woche 💐 Die erste Woche deinen neuen Lebens, klingt gut , oder?
    Ich finde das ganz stark von dir, dass du beim Arzt ansprechen konntest, wie dein Plan ist. 👍

    Manchmal kreisen meine Gedanken um den Alkohol, vor allem beim Einkaufen

    Das ging mir auch so. Mir hat es über die erste Zeit geholfen, dass ich sehr selten einkaufen war und dann erstmal jemanden mitgenommen habe.

    Mit malen habe ich auch wieder angefangen. Die viele neu gewonnene Zeit wollte ja auch gefüllt werden. Heute frage ich manchmal, wo die viele Zeit denn immer hin ist.
    Alles, was die Gedanken in eine schöne Richtung lenkt, ist super.

    Du machst das gut. Und so reiht sich ein Tag an den Anderen. Wie kostbare Perlen zu einer Kette aufgefädelt werden, jeden Tag kommt eine neue Perle dazu, hat hier mal jemand gesagt. Den Vergleich finde ich ja richtig klasse.


    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch.

    Diesmal ist alles anders. Ich freue mich auf mein neues Leben und gehe das ziemlich positiv an.

    Und darüber freue ich mich.
    Ich habe auch sehr lange sehr viel Alkohol getrunken und irgendwann kam der Tag, an dem ich sagen konnte: Ich freue mich auf mein neues Leben.

    Mir hat es gerade in der Anfangszeit sehr geholfen, hier ganz viel zu lesen…hier lesen zu dürfen, dass es möglich ist, dieses nüchterne Leben. Heute weiß ich, dass es möglich ist.

    Wäre es nicht ganz phantastisch, wenn du noch heute mit deinem Arzt über deine Entgiftung sprechen könntest?
    Nicht immer ist dafür ein stationärer Aufenthalt nötig. Dein Arzt wird dich sicher gut beraten.

    Ich wünsche dir ein gutes Gespräch beim Arzt.