Beiträge von Stern

    Super, wie du jetzt für dich sorgst.

    Ich habe mich auch von Ärzten komplett umkrempeln lassen. Und ich war doch schon sehr erleichtert, dass nix gefunden wurde, was behandelt werden muss. (Den Diabetes habe ich schon lange, aber ansonsten ist alles in Ordnung). Bei mit steht noch eine Untersuchung beim Augenarzt an, dann bin ich erstmal fertig. 😀

    Du hast auch schon so viel geschafft. Das finde ich super toll.

    hat mir zu denken gegeben. Werde ich von Dir oder hier im Forum so wahrgenommen ?

    Ich bin gar nicht so gut im ‚wahrnehmen‘.
    Ich habe nur und wieder so für mich gedacht, dass du so schön sachlich schreibst …bestimmt….rational eben. Ich finde das ja ganz große Klasse, wenn das jemand kann. Vielleicht bleibt das Emotionale da ein bisschen weiter hinten. Aber das ist in Ordnung und das heißt ja nicht, dass es nicht da ist. Wichtig ist, dass du für dich einen Weg findest, auch an schwierigen Tagen nüchtern bleiben zu können. Und das machst du gerade ganz super toll. 👍

    50 nüchterne Tage sind so klasse.
    Herzlichen Glückwunsch

    Bis jetzt war es irgendwie eine Reise ins eigene „Ich“.
    Die Reise ist noch nicht zu Ende.

    Nüchtern gibt es so viel im eigenen ‚Ich‘ zu entdecken, was besoffen manchmal völlig weg war oder einfach nicht mehr wahrgenommen wurde. So ging es mir anfangs ganz oft, heute auch noch manchmal. Ich finde diese Reise spannend. 😀

    Mich aushalten war eine ziemlich große Herausforderung. Mich alleine aushalten noch viel mehr.
    Ich hatte große Angst davor, alleine zu Hause zu sein ….weil ich ja immer alleine zu Hause gesoffen hatte. Da habe ich mein Zuhause aufgeräumt, mir meine kleine Sternenwelt erschaffen und konnte schon ganz bald mein nüchternes Leben auch zuhause genießen.

    Mit schweren Situationen umzugehen, fällt mir nüchtern so viel leichter. Weil ich denken kann. Weil ich fühlen kann. Und weil ich handeln kann.
    Du hast gerade eine schwere Zeit. Ich finde es so klasse dass du aus deiner deiner Nüchternheit Kraft ziehen kannst.
    Du musst gar nicht immer stark sein. Schreibe hier (oder in deinem kleinen Büchlein), wann immer dir danach ist, irgendetwas loszuwerden. Ich finde, wenn ich was aufschreibe und dann nochmal lesen kann, sortieren sich meine Gedanken…nicht immer sofort, aber so nach nach entfesseln sich die Gedanken.

    Hallo Alki_mz,

    Schön, dass du uns gefunden hast.

    Kommt dein Name hier von Alkoholiker_mz? So war zumindest war mein erster Gedanke.
    Wenn dem so ist, ist ja schon mal klar, dass du dich als Alkoholiker siehst. Oder? Das ist ja auch Voraussetzung für deinen weiteren Weg.

    Du gehst demnächst in die Klinik, um dich von dem Gift in deinem Körper zu befreien. Eine sehr gute Entscheidung, das unter ärztlicher Aufsicht zu tun. 👍 Alles andere ist auch viel zu gefährlich. Deshalb solltest du jetzt auch nicht direkt den Alkohol komplett absetzten, denn dann würdest du direkt in den kalten Entzug kommen.
    Das ist nicht nur sehr gefährlich, sondern kann auch tödlich enden.
    Ich lasse dir dazu mal einen Link hier.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Zu den Medikamenten besprichst du dich am besten mit deinem Arzt.
    Hast du beim Arzt schon deine Blutwerte, speziell die der Leber prüfen lassen?

    Willst du dann für immer alkoholfrei durchs Leben gehen oder was ist deine Motivation, bald in die Klinik zu gehen?

    Was mir hier etwas Sorgen macht ist, dass ich vielleicht nicht "krank genug" bin.

    Nicht ‚krank genug‘ für was?

    Es ist doch nur wichtig zu wissen, ob du Alkoholiker bist oder nicht.
    Da gibt kein etwas oder weniger. Kein schlimm oder weniger schlimm.

    Oder zweifelst du daran, dass du alkoholabhängig geworden bist?
    Ich hatte nie Zweifel, dass ich Alkoholiker geworden bin. Alleine schon die Tatsache, dass es für mich niemals nur ein Glas Wein geben konnte und ich erst aufhören konnte, als nix mehr da war ( und oft noch nicht mal dann), ließ keinen Interpretationsspielraum. Alleine das Akzeptieren, dass ich Alkoholiker geworden bin, war mein Problem….lange ….zu lange. Da habe ich mich schwer getan mit.
    Heute weiß ich, dass aber genau diese Akzeptanz für mich so wichtig war und ist, dass ich meinen nüchternen Weg nun zufrieden gehen kann.

    43 nüchterne Tage, das ist so super. 👍
    Erste Veränderungen merkst du ja schon selbst. Und auch, dass es wichtig ist, immer schön auf dich achtzugeben.

    Einen festen Termin in der Woche nur für dich ganz alleine, das finde ich richtig gut.
    Ich habe auch einen Nachmittag in der Woche nur für mich und für die Dinge, die ich gerne mache und von denen ich zu oft denke, dass ich dafür eigentlich gar keine Zeit habe. Und dann stelle ich immer wieder fest, dass ich es doch bin, die ihren Zeitplan aufstellt und Zeit für alles haben kann, wofür ich Zeit haben möchte ….wenn ich es denn will.

    Gut, dass nun klein Alkohol mehr zu Hause ist. 👍

    Dann bist du da schon mal sicher.

    Was ich schlimm an unserer Gesellschaft finde, wenn man Alkohol ablehnt, wird man nahezu ausgegrenzt.

    Ich werde nicht ausgegrenzt.

    Ich musste mich auch nie ‚rechtfertigen‘, weil ich keinen Alkohol trinke.
    Ich muss mich noch nicht mal näher erklären. Ich trinke keinen Alkohol…..fertig.

    Morgen bist ja schon eine Woche nüchtern. Wie geht es dir heute?

    Dass du nun erstmal ohne Job dastehst, tut mir Leid.

    Trockenheit läuft auch, trotz der Kündigung und die damit verbundenen starken Enttäuschung und Traurigkeit bleibe ich standhaft.

    Hast du eine Wahl? 🤔

    siehe die Kündigung als Chance, etwas noch besseres zu finden

    Das finde ich eine super Möglichkeit, die Enttäuschung über den Jobverlust nicht zu mächtig werden zu lassen.

    Mein Beileid zu deinem Verlust.
    Es ist schwer, so einen plötzlichen Tod zu begreifen.

    Seist gut, dass du keinen Trost im Alkohol suchen musst, war das doch immer das Mittel, was uns vorgegaukelt hat, danach wird alles besser und einfacher.

    und wenn es schlimmer werden sollte, weiß ich, dass ich mich auch hier melden kann. Darüber bin ich sehr froh

    Das freut mich wirklich sehr, dass du das so sehen kannst.
    Ich wünsche dir, dass dir genau das wieder einfällt, sollte es schlimmer werden.

    Pass gut auf dich auf.

    In einer Zeit wo man sich selbst sehr viele Vorwürfe für das macht, was man seinen Liebsten angetan hat und gerade antut, ist das sehr hart.

    Was man jetzt alles tun muss, um das Leben zu starten, ist so unendlich schwer.


    Und wenn du diese Sätze noch mal liest und dabei ‚man‘ durch ‚Donnie‘ ersetzt, wird es vermutlich noch härter. :roll:
    Aber du bist ja für dich hier, nicht für ‚man‘ und du bist mittendrin und nicht nur am Rand dabei.
    Das ist dein nüchternes Leben, was du dir gerade aufbaust und da gehört wohl auch dazu, dass einiges aus der Vergangenheit hinterfragt wird und da auch weh tut. Die Klarheit im Kopf kommt langsam an und je mehr du dich auf dein neues nüchtern Leben einlassen kannst, desto klarer wird dir, was du für dich willst ….und was du für dich nicht (mehr) willst. Das ist ein Prozess ….geht nicht in 6 Monaten.

    Du liest dich schön klar. Das gefällt mir.

    Herzlichen Glückwunsch zu 5 nüchternen Monaten.
    Du hast schon so viel für dich geschafft. Das ist super toll. 👍

    bin ich nüchtern glücklicher? nein. aber mehr bei mir und in der welt und mit mitmenschen. das nennt man wohl leben.

    Ich finde ja, dass da ziemlich viel Glücklichsein drin steckt.
    Was kann glücklicher machen als zu leben? Besoffen haben wir doch nicht gelebt. Leben ist Glück.

    Hallo Donnie,

    über ein halbes Jahr bist du nun schon nüchtern.
    Ganz große Klasse finde ich, wie du dich um dich kümmerst, dir alle Hilfe nimmst, du du kriegen kannst und nicht aufgibst. Respekt. 👍

    Es ändert sich so viel wenn der Kopf klar wird.
    Vieles haben wir ja im Suff vollkommen verdrängt. Da ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass dann nüchtern auch einiges nicht mehr passt.

    Nimm dir weiter Zeit für dich. Sei dir der wichtigste Mensch.
    Eins nach dem Anderen, viele kleine Schritte sind auch irgendwann ein großer Schritt.
    Du machst das alles wirklich richtig klasse.

    Hallo Ava,

    ich komme mal mit meiner Antwort auf deine Frage zu dir rüber, will den Thread von RH nicht sprengen.

    Wenn das mit Elternzeit schwierig ist, musst Du nur weil kein Geld da ist, in dieser Belastungssituation nicht gleich arbeiten gehen oder Kinderbetreuung organisieren. Ärztliches Attest, Unterstützung durch Ämter in Anspruch nehmen. Das darf Frau, machen manche oft mit weniger Skrupel.


    Was genau ist denn für Dich daran grenzwertig? Ich habe ja nicht geschrieben, bleibe zuhause und nutze fröhlich dreist mal eben die Allgemeinheit und Leistungen, die Dir nicht zustehen, aus.

    Grenzwerig finde ich, dass jemand, nur weil kein Geld da ist, in dieser Belastungssituation nicht gleich arbeiten gehen oder eine Kinderbetreuung organisieren muss, sondern du die Empfehlung gibst: Ärztliches Attest, Unterstützung durch Ämter in Anspruch zu nehmen.

    So geht das natürlich auch nicht.
    Wir reden hier nicht über Bedürftigkeit und die schlimmsten Szenarien, die du dann in deiner Erklärung aufgezählt hast (ich wiederhole das jetzt mal nicht alles), es ging ja erstmal nur um die Aussage von dir, die ich oben mal fett markiert habe.

    Ich finde dein Engagement bei RH sehr löblich. Noch löblicher und vor allem hilfreicher für dich selbst würde ich es finden, wenn du ein wenig von diesem Engagement in dich selbst investieren könntest.
    Du bist doch in erster Linie für dich hier.

    Klar sind auch Tipps und Tricks hilfreich im Austausch, und ganz sicher werden sie auch gern angenommen. Dennoch finde ich, dass in einem Selbsthilfeforum das Augenmerk auf die Selbst-Hilfe gerichtet sein sollte.
    Für Beratung ist ein Selbsthilfeforum nicht der richtige Ort, dafür sind Beratungsstellen die besseren Ansprechpartner.

    Niemand geht aus solchen Beziehungen, wenn er supergut aufgestellt ist und quasi nur Tür und Herz hinter sich schließt

    Nicht? 🤔

    Wenn das mit Elternzeit schwierig ist, musst Du nur weil kein Geld da ist, in dieser Belastungssituation nicht gleich arbeiten gehen oder Kinderbetreuung organisieren. Ärztliches Attest, Unterstützung durch Ämter in Anspruch nehmen. Das darf Frau, machen manche oft mit weniger Skrupel.


    Solche Tipps finde ich schon grenzwertig…..um es mal ganz vorsichtig auszudrücken.

    Du befindest dich mitten im Entzug. Die körperliche Entgiftung kann durchaus 10 Tage dauern. Wirst du da von deinem Arzt begleitet?

    Ein Austausch mit anderen Alkoholikern ist sehr hilfreich. Da hat Arzt nicht Unrecht. Ob du ein Therapie brauchst, kannst nur du entscheiden.
    Hier ist ein Austausch jedoch erst geboten, wenn du die Entgiftung hinter dich gebracht hast.

    Bis dahin kannst du hier überall lesen und dich auf dich und deinen Körper konzentrieren.
    Mir hat das Lesen hier gerade am Anfang sehr geholfen, mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und in den vielen Berichten auch Hoffnung für mich zu schöpfen .

    In der Zeit kannst du ja schon mal dafür sorgen, dass deine Wohnung alkoholfrei ist. Das ist sehr wichtig, denn dein Zuhause soll ja dein sicherer Ort werden.