Beiträge von Stern

    Ich kann und möchte in einem öffentlichem Forum von mir nicht so viel preisgeben. Und das würde ich, wenn ich näher meine gesamte Problematik zu meinem Alkoholismus und mir schreiben würde.

    Darum geht doch letztendlich gar nicht.

    Ich führe halt irgendwie 2 Leben, ein 100% Arbeitsleben und ein 5% Privatleben.

    Anderes ist mir zur Zeit nicht möglich.

    Ich habe nur den Eindruck, dass du 24 Stunden am Tag unser Strom stehst. Und das kann nicht gut sein. Jeder Körper braucht Ruhephasen und niemand kann dauerhaft 105 % leisten.

    Ich drücke dir dir Daumen, dass dein Körper bis zum Dezember durchhält und du in deiner Therapie lernen kannst, zur Ruhe zu kommen und zu dir zu finden.

    Hallo Dagmar,

    schon wieder sind ein paar Tage vergangen seit deinem letzten Besuch in deinem eigenen Fädchen.

    Keine Zeit?
    Zu viel Arbeit?

    Ja, ich bin arbeitsfähig…ich funktioniere 1a auf Autopilot…ich kann während der Arbeit alles ausschalten, spüre keine 🤒 Schmerzen, denke nicht nach, bin nur im Handeln und Reagieren.

    Handeln und reagieren. Schmerzen ausschalten. funktionieren auf Autopilot. Nicht nachdenken.

    Hmmm. Und du denkst immer noch, dass du arbeitsfähig bist?

    Es ist mir unmöglich derzeit der Arbeit fern zu bleiben. 2 Kollegen sind dauerhaft erkrankt, alle pfeifen aus dem letzten Loch….und irgendwie spüre ich meine Belastung auch nicht.

    Du spürst deine Belastung nicht.
    Noch immer bist du arbeitsfähig?

    Ich weiß, ich benötige dringend eine Therapie, eine geeignete Therapie :oops: .

    Was hindert dich daran, die dringend nötige Therapie überhaupt näher in Betracht zu ziehen?
    Ich meine, mal von deiner Arbeit abgesehen? Wenn du morgen nen Schlaganfall hast oder tot umfällst, ist dein Platz spätesten in einer Woche neu besetzt… 🤔

    BURN Out, 🤷🏼‍♀️ weiß nicht???? Ich bin extrem belastbar ohne Belastung wahrzunehmen…wenn ich mich mit Kollegen oder in der Selbsthilfegruppe vergleiche.


    Findest du extrem belastbar sein ohne Belastung wahrzunehmen für dich gut oder schlecht?


    Ich habe mal eine Tasse gesehen ….da stand drauf: Für Burn out habe ich keine Zeit.
    Diese Tasse sollte witzig sein… Ich finde das ja gerade überhaupt nicht witzig.

    Selbstfürsorge verstehe ich anders. :roll:

    Bekommst du denn so oft Wein und Sekt geschenkt?
    Ich habe schon gesagt: Danke, aber ich gar keinen Sekt. Das war dem Schenker viel unangenehmer als mir. Gar nicht annehmen ist nicht unhöflich, es schützt mich. Ich muss das auch niemandem begründen.

    Alternativ: sofort weiter verschenken. Es gibt ja durchaus Menschen, die können das trinken und freuen sich sogar über eine geschenkte Flasche.
    Ich habe auch schon ne Sektpulle spazieren gefahren, ich hätte sie aber über Nacht nicht in meinem Kofferraum haben wollen.

    Auch von mir ein herzliches Willkommen und herzlichen Glückwunsch zu drei nüchternen Wochen.

    Ich finde es gut, dass du dir Gedanken machst, wie du wann und wo einkaufen willst.
    Anfangs war ich kaum einkaufen. Ich hatte allerdings auch genügend Lebensmittel gehortet (und Klopapier, Küchenrollen, Taschentücker …..die Lieferdefizite wegen Corona waren für mich anschließend überhaupt kein Problem 🤪) weil ich immer so Zeug gekauft habe, was möglichst lange hält oder gar nicht schlecht werden kann. damit meine Wein- und Sektflaschen nicht so verloren auf dem Band rumkullern.
    Ganz altmodisch Zettel schreiben ….in der Reihenfolge, wie die Waren in Supermarkt angeordnet sind….und den dann schnell und stur abarbeiten, nicht nach links und nicht nach rechts gucken, hat mir das Einkaufen einfacher gemacht.


    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch.

    Ich mag‘s auch nicht.
    Grundsätzlich ist es mir ja ziemlich wurscht, wie ne Seite optisch ist, ich kann mich da auch relativ schnell umgewöhnen.
    Aber …..Irgendwie finde das alte schöner für‘s Auge …. das Augenmerk liegt da doch mehr auf das Geschriebene.

    Ich habe umgestellt auf ‚alten Stil‘.

    Herzlichen Glückwunsch zu 8 nüchternen Monaten. 👍

    Wenn ich zu Feiern gehe, will ich das Ende bestimmen können. Dieses fürchterliche Rumgekicher und das kreischende Geplapper Besoffener könnte ich vielleicht noch ‚übersehen‘, aber alleine der Gedanke, eventuell über das Ende diskutieren zu müssen oder nicht gehen zu können, wann ich das möchte, würde mir vermutlich Angst machen. Ich fahre nur meinen Freund und mich. :roll:

    Viel witziger finde ich, dass ich mich jüngst aufgrund eines Infektes arbeitsunfähig melden musste und sofort bei allen der Gedanke da war, "alles klar, er säuft wieder".

    Und genau deshalb weiß (fast) niemand, dass ich Alkoholiker bin, bei der Arbeit weiß es gar keiner und ich bezweifle, dass ich das dort jemals erzählen werde.

    Schön, dass es dir gut geht.

    Ich bin mir nicht sicher, ob die Zeit alles richtet.

    Kannst du an bestimmten Situationen festmachen, wann die Angst mitschwingt, rückfällig werden zu können?

    Damals hab ich Entzug und alles danach alleine gemeistert und gedacht , jetzt ist alles gut.

    Naja, 14 Jahre ging es ja gut.

    Aber ‚es geht gut‘ ist ja nicht das Ziel. :/

    Mein Ziel ist: Es ist gut. 😀

    Dazu war es für mich ganz wichtig zu akzeptieren, dass ich Alkoholiker bin und dass ich das auch immer bleiben werde.

    Das ist so. Punkt.

    Darüber nachdenken, ob das vielleicht irgendwann wieder ‚weggeht‘, ist genauso sinnlos wie sich Gedanken darüber machen zu wollen, wie wir unsterblich werden.

    Und auch noch ganz wichtig für mich war ‚aufräumen‘.

    Alles, was mir nicht gut tun, habe ich aussortiert….in meinen Schränken, in meiner Wohnung…und auch in meinem Telefonbuch. Damit bekam ich Ordnung in mein Leben.

    Hallo Andrea-Maria,

    schön, dass du wieder mit dem Alkohol trinken aufgehört hast.

    Herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Dass ein nüchternes Leben um so viel besser ist, hast du in 14 Jahren erfahren dürfen.

    Ich finde es gut, dass du so ehrlich sagen kannst, dass du nach so vielen Jahren wieder angefangen hast mit trinken. Es gab ein Anstoßen mit Sekt ….und dann warst du auch schnell wieder bei 2 bis 3 Flaschen am Tag.

    Mir zeigt das wieder einmal mehr, dass es dieses eine Glas nicht gibt.

    In deinem Eingangspost schriebst du:

    Vor 16 Jahren war ich schon mal alkoholabhängig, hab den Entzug damals alleine geschafft und war danach 14 Jahre

    trocken, zufrieden und glücklich.

    Denkst du, dass du vor 16 Jahren schon mal alkoholabhängig warst?

    Hast du bei dem ersten Glas Sekt nach 14 Jahren auch gedacht: „Ich war alkoholabhängig?“

    Ich bin jetzt seit 125 Wochen nüchtern. Und ich bin noch immer alkoholabhängig. Ich konnte die Abhängigkeit stoppen ….weil ich keinen Alkohol mehr trinke….. und das auch nur so lange, bis ich wieder Alkohol trinken würde.

    Die Abhängigkeit stoppen heißt ja aber nicht, dass sie weg ist. :/

    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch.

    Du weißt, dass es sich lohnt, diesen nüchternen Weg zu gehen. 😀

    Herzlichen Glückwunsch zu 150 nüchternen Tagen.

    Und vielen Dank für deine offenen Worte. Ich lese hier oft von Wehmut… von diesem leisen Schmerz, etwas verloren zu haben.

    Nun kenne ich kein mitsaufen in ,geselliger Runde‘, weil ich ja ausschließlich alleine gesoffen habe. Von daher vermisse es ich da gar nix.

    Um so mehr genieße ich aber das Gefühl, frei zu sein von diesem inneren Druck, der sich da immer aufgebaut hat, wenn ich andere hab Alkohol trinken sehen. Es ist doch so schön, keine Zeit mehr für‘s Saufen (und für’s Nüchtern werden) freihalten zu müssen.

    Ich finde es sehr gut, dass du so ehrlich zu dir bist, nix schön redest und dich mit deinen Gedanken auseinander setzt.

    Nur so wird es dir gelingen, ein zufriedenes nüchternes Leben leben zu können.

    Herzlichen Glückwunsch zu 44. nüchternen Tagen. 💐

    Lass dich nicht unterkriegen. Es gibt sie nun mal, diese doofen Tage.

    Solche Tage nüchtern erleben zu dürfen, hat für mich schon vieles einfacher gemacht. Sagen zu können: Und saufen würde nix besser machen, nix einfacher machen, ist für mich noch immer wie ein Geschenk.

    Ich wünsche dir ganz schnell gute Besserung.

    Okay, ich lass es. Manchmal hilft es zu verstehen, wenn die Fragestellung einfach nur anders formuliert würde …..

    Ich habe keine Erfahrung mit einer Trennung aufgrund meiner Alkoholsucht. Wahrscheinlich kann ich darum nix beitragen.

    Und was passiert nach der Trennung? Ich kenne einige, die sich wieder in einer ähnlichen neuen Beziehung wiederfinden.

    Das ist nicht nur nach Trennungen so, wo die sich Trennenden co-abhängig oder Alkoholiker sind, dass sich die Leute in ähnlichen neuen Beziehungen wiederfinden.

    Ich habe mal irgendwo gelesen, dass wir unbewusst immer den gleichen Typ Mensch anziehend finden. Dass der oder die Neue dann auch säuft, finde ich, ist Zufall. Es sucht sich ja niemand bewusst einen Alkoholiker aus.

    Ich will auf gar nix hinaus ….nur die Fragestellung verstehen. :roll:

    Für mich liest sich das so, als wäre eine Trennung vorprogrammiert und die Fragestellung

    Und was passiert nach der Trennung? Ich kenne einige, die sich wieder in einer ähnlichen neuen Beziehung wiederfinden.

    untermauert das irgendwie ja noch.

    Vielleicht denke ich auch nur gerade in eine andere Richtung, weil es bei mir weder als saufender Alkoholiker noch als nüchterner Alkoholiker eine Trennung gab.

    mal paar Gedanken / Thresen zu CO / Alkoholiker Abhängigkeit Beziehungen. Warum Trennung in den meisten Fällen auch in der trocknen Zeit unvermeidbar werden.

    Ich nehme mal an, das soll ‚Thesen‘ heißen und das ‚r‘ darin hat keine wirkliche Bedeutung. :roll:

    Warum soll eine Trennung in den meisten Fällen unvermeidbar sein?

    Ich versehe die Fragestellung gar nicht so richtig: Co/Alkoholiker gestoppt. Was bleibt?

    Soll das heißen, dass es meistens auf eine Trennung hinausläuft, wenn der Co keine ‚Aufgabe‘ mehr hat und/oder der Alkoholiker trocken geworden ist? 🤔