Beiträge von Stern

    Hallo Liliane,

    schön, dass du nun auch nüchtern leben willst und schön, dass du uns gefunden hast.

    Ich bin mit Hilfe dieses Forum nüchtern geworden.

    Ich habe so viele Beiträge gelesen und durfte so erfahren, dass ein Leben ohne Alkohol möglich ist. Genau das konnte ich mir nämlich gar nicht mehr vorstellen.

    Und das wollte ich auch….ein Leben ohne Alkohol.

    Das war vor über 2 Jahren.

    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch und ich wünsche dir, dass du jetzt jeden Abend nüchtern ins Bett gehen kannst.

    Die Alkoholkrankheit lässt sich nicht überwinden. Einmal da, bleibt sie für immer an uns kleben. Wir können die Krankheit lediglich zum Stillstand bringen ….. bis zum ersten Glas.

    Als mir genau das klar wurde, wurde das Nüchternsein einfach.

    Das wünsche ich dir auch.

    Ich traue mich sogar ein bisschen positiv in die Zukunft blicken.

    Trau dich ruhig, dich auch auf die Zukunft zu freuen.

    Das Thema war für mich durch. Und als ich rückfällig wurde, hatte ich die leichtsinnige Idee, alles im Griff zu haben.

    Ging auch ein paar mal gut, dass ich nach dem ersten Bier aufhören konnte. Dann wieder kompletter Kontrollverlust.

    Ich muss komplett verinnerlichen, dass es kein erstes Bier mehr gibt!

    Hattest du den Gedanken, alles im Griff zu haben, schon einige Zeit vor dem ersten Bier oder erst, als es einige Mal ‚gut ging‘?

    Wenn es einige Male ‚gut ging‘, hattest du da für dich bewusst die Möglichkeit in Betracht gezogen, doch kein Alkoholiker zu sein?

    Hallo Ninschi,

    2 Monate darfst du nun schon nüchtern leben. Das ist wirklich ein super Anfang.

    Ich bin sicher, dass es dir auch bald besser geht. Meist brauchen Medikamente eine Weile, bevor sie so wirken, wie sie wirken sollen. Habe ein bisschen Geduld.

    War halt ein sehr sehr schlimmes Ereignis was mich wachgerüttelt hat..

    Ich denke mal, dass die meisten Alkoholiker mit einem sehr sehr schlimmen Ereignis wachgerüttelt worden sind. Bei mir war es auch dieses sehr sehr schlimme Ereignis, was mir den Startschuss in ein nüchternes Leben verpasst hat

    Garten.. Und motorrad fahren.

    Die saufzeit nach der Arbeit habe ich mittlerweile gut im Griff.. überbrücke die zeit mit Arbeit..

    Und meine Therapeutin hilft.

    Im Garten gibt es doch bei nahezu jedem Wetter was zu tun.

    Und Motorrad fahren geht ja nüchtern auch wunderbar 😀.

    Zeit kann man auch mit Arbeit überbrücken, aber vielleicht findest du noch was anderes für deine neu gewonnene Zeit.

    Ich weiß genau, dass es Zeit geben wird, in denen ich die scheinbar schnelle Lösung als Alternative sehe. Darauf will und werde ich vorbereitet sein. Wenn ich also wieder beginne, meine Sucht zu verharmlosen und nicht konsequent meine Trockenarbeit mache….


    Die Sucht wird immer da bleiben. Du wirst immer Alkoholiker bleiben. Du wirst nie wieder Alkohol trinken können…nicht, wenn es dir gut geht, nicht, wenn es dir schlecht geht, nicht, wenn andere das tun.

    Zum Verharmlosen sehe ich da gar keinen Spielraum. Es geht nicht. Fertig.

    Akzeptanz ist das, was ich für mich als einen guten Weg befinde….und die Überzeugung, dass niemals irgendwas mit Alkohol besser oder schöner oder einfacher wird, nicht kurzfristig und für uns Alkoholiker langfristig schon mal gar nicht.

    Vielleicht ist es auch gar nicht so doof, auch hin und wieder zu schauen, wo ich hin will. In die Zukunft schauen kann ich natürlich nicht, aber dann fällt mir sofort ein, wo ich nie wieder hin will.

    Nach heute 140 Tagen Nüchternheit bin ich ein bisschen stolz auf mich und aber vor allem dankbar, bis heute gut durch die Zeit gekommen zu sein.

    Herzlichen Glückwunsch zu 140 Tagen Nüchternheit.

    Da darfst du ruhig ein bisschen stolzer sein als ‚ein bisschen‘.

    Dankbarkeit ist es auch, was ich ganz oft fühle. Ein schönes Gefühl.

    ABER ich bleibe aufmerksam, denn es werden sicherlich andere Zeiten kommen. Da bin ich mir, auch aus eigener Erfahrung, sicher.

    Also weiter trocken arbeiten. Also Trockenarbeit.

    Aufmerksam sein ist gut. Und wichtig.

    Aber warum denkst du, dass du, dass sicherlich auch ‚andere Zeiten‘ kommen? Was meinst du mit ‚andere Zeiten‘?

    Ich bin nicht Mitglied im Alkoholiker-Forum.de e.V., darf ich da trotzdem wissen, inwieweit der Verein von außerhalb angenommen wird?

    Wie muss ich mir das ‚Vereinsleben‘ vorstellen?

    Wird in dem Verein „nur“ auf dieses Forum verwiesen oder finden da auch eigene Aktivitäten statt?

    Oder findet alles hier im Alkoholikerforum statt und es wird „nur“ auf den Verein verwiesen?

    Oder sind wir hier im Alkoholikerforum der Verein mit eben richtigen Mitgliedern und eben so Leute wie ich es bin?

    Ich bin in Vereinsfragen nicht so bewandert, wenn meine Fragen so richtig dämlich sind, kann mein Beitrag auch gern wieder gelöscht werden. :roll:

    Hallo Iwona,

    mir geht es ganz genauso.

    Und ja, es ist eine Ausrede, bei mir zumindest.

    Warum nicht heute? Warum warten bis nach dem Wochenende, nach dem Urlaub?

    Wir wissen doch, dass es immer nur ein Aufschieben ist, Daran was zu ändern ist schwer.

    Doppelmoral? Ach nö, so streng bin ich mit mir nicht.

    Ich gehe nachdenken, ob es auf das ‚Warum nicht heute?‘ eine Antwort gibt.

    Hallo Freisein,

    ich freue mich, dass du den großen Schritt gegangen bist und dir Hilfe geholt hast.

    Das ist echt stark. 👍

    Einen Satz zum ‚sich schämen‘ möchte ich dir noch hier lassen.

    Es gibt keinen einzigen Grund, sich für eine Krankheit zu schämen. Es gibt so viele Krankheiten auf dieser Welt. Jeder Mensch kann jede Krankheit bekommen. Du hast die Alkoholsucht und die Depression bekommen. Andere bekommen was anderes.

    Aber ich kenne dieses fürchterliche Schamgefühl auch. Es legte sich, als ich akzeptiert habe, dass ich krank bin.

    Gegen die Alkoholsucht kannst du was tun, gegen die Depression auch. Gegen viele andere Krankheiten sind selbst die besten Ärzte machtlos.

    Ich wünsche dir, dass du bald zur Ruhe kommen kannst und du dich auf die angebotenen Therapien einlassen kannst.

    Hilfe annehmen können ist wichtig. Das du das kannst, hast du gestern gezeigt. Ganz große Klasse.

    Manchmal ist reden gar nicht so wichtig.

    Vor allem, wenn ‚genug‘ geredet wurde, kommen Worte oft gar nicht mehr so richtig an.

    Lass ihr und dir Zeit.

    Bleibe auf deinem nüchternen Weg. Vielleicht kannst du sie damit ‚überzeugen‘.

    Schuldgefühle hatte ich auch ganz schlimm….manchmal, immer seltener kommen einige davon auch nach 2 Jahren noch hoch. Aber ich habe mir verziehen und das macht so vieles wirklich leichter.

    Heute kann ich alles besser machen. Die Vergangenheit bleibt trotzdem wie sie war.