Beiträge von Stern

    Ich hatte den Beitrag vor der Zensur gelesen und dabei nicht den Eindruck, dass da etwas als besser oder schlechter dargestellt wurde. Und selbst wenn …. es sind die Gedanken von Borussia. Auch konnte ich keine persönlichen Dinge, die in der realen SHG besprochen wurden, herauslesen.

    Darf oder soll man seine Gedanken hier lassen oder doch lieber im stillen Kämmerlein(?).

    Hallo Sternschnuppe,

    Herzlichen Glückwunsch zum heute schon 71. nüchternen Tag. 🌹

    Scham war es ja auch, was mich so lange ‚gelähmt‘ hat. Es wurde aber weniger, je mehr ich mir klarmachen konnte, dass ich krank bin.

    Erzähl mal, wenn du eine SHG für Frauen gefunden hast.

    Ich fand es ja noch mal ne ganze Ecke schlimmer, dass ich als Frau in die Sucht gerutscht bin. Keine Ahnung, warum, aber irgendwie fand ich das richtig schlimm. Das ist natürlich Blödsinn, denn Krankheiten unterscheiden ja nun mal eher selten nach Geschlecht.

    Hallo Hera,

    auch von mir ein herzliches Willkommen, schön, dass du uns gefunden hast.

    Vier Wochen bist du nun schon nüchtern und hast schon so viele tolle Veränderungen erfahren. Das ist wirklich sehr schön 😀

    Zu ,beichten‘ gibt es bei Krankheiten für mich übrigens nichts, ich kann erzählen, dass ich alkoholabhängig geworden bin, damit die Leute, wo es mir wichtig erscheint, dass sie das wissen, das eben einfach wissen. Bei anderen Leuten erzähle ich das genauso wenig wie ich auch nicht überall erzähle, dass ich Diabetiker geworden bin.

    Dann ist heute dein 20. nüchterner Tag 😀 herzlichen Glückwunsch.

    Ich habe mir auch einiges von Nathalie Stüben angeschaut. Jede Auseinandersetzung mit unserer Sucht kann hilfreich sein, das Nichtmehrtrinken zu festigen. Und wenn dein Weg diese Videos sind, ist es ein richtiger Weg.

    Ich wünsche dir einen ganz tollen nüchternen Tag 😀.

    Hallo Audrey,

    wie geht es dir heute?

    Konntest du dich schon über die verschiedenen Möglichkeiten der Hilfe informieren und vielleicht sogar schon einen Weg für dich finden?

    Wenn ich kein Zugriff auf das Saufen habe, dann lässt sich das Graben in der Tiefen der Psyche parallel machen . Ist ja ein Schutz da.

    Aber dafür muss mich doch keiner wegsperren 🤔 ich kann doch auch zu Hause alkoholfrei in den Tiefen meiner Psyche graben.

    Ich finde schon, dass es wichtig sein kann, Vergangenes aufzuarbeiten. Jeder ist anders und nicht jeder kann seine Vergangenheit so einfach ‚abhaken‘.

    Manchmal muss oder will man auch gar nix aufarbeiten, sondern einfach nur mal ‚loswerden‘.

    Borussia, ich freue mich, dass du wieder hier bist …. nüchtern und mit dem festen Willen, das auch zu bleiben.

    Dass du dir nicht ne Kiste Bier an’s Fußende stellst, ist ja mal klar.

    Ein alkoholfreies Zuhause ist nicht nur dein Schutz, es erinnert dich auch daran, was du jetzt nicht mehr willst.

    Hallo Borussia,

    schon das Lesen deiner Berichte tut weh 😢 und zeigt wieder einmal mehr, welch verheerende und wirklich schlimme, fast unaussprechlich katastrophale Folgen das Saufen haben kann, was es für die Kinder bedeutet, mit Säufern aufwachsen zu müssen. Und da bin ich ganz bei Cadda und wünsche den Co-Abhängigen, aus deinen Berichten für sich und ihre Kinder die einzig richtigen Entscheidungen zu treffen und die Kraft gewinnen, das auch umzusetzen.

    Borussia, was du erleben musstest, tut mir so Leid.

    Aufschreiben sortiert den Kopf, das durfte (und darf) ich hier auch erfahren. Geschriebenes später noch mal durchzulesen, zeigt auch den eigenen ‚Fortschritt‘ und macht Mut und gibt Kraft, seinen Weg weiterzugehen….mir jedenfalls.

    Mir hilft es, dass ich mir verzeihen konnte und dass ich gelernt habe zu akzeptieren, dass ich Vergangenes nicht ändern kann. Es bleibt immer und es wird vermutlich auch immer mal wieder meine Gedanken bestimmen, das Vergangene gehört zu mir.

    Ändern kann ich aber mein Heute und ändern kann ich auch mein Morgen.

    Ändern kann ich meine Gedanken, meine Einstellung zum Alkohol und mein Tun …und natürlich mein Nichttun.

    Und das wünsche ich dir auch.

    Hallo Audrey, auch von mir ein Herzliches Willkommen in diesem Forum.

    Und Herzlichen Glückwunsch zu 11 nüchternen Tagen 💐

    Ich bin Stern und auch Alkoholikerin.

    und kann mich nicht mehr hinter dem Trugschluss ich kann normal mit Alkohol umgehen verstecken

    Das ist eine ganz wichtige Erkenntnis.

    Für mich war das die wichtigste Erkenntnis überhaupt.

    Wir können aber mit Alkohol nicht nur nicht normal umgehen, wir können mit Alkohol überhaupt nicht umgehen. Dieser Zug ist endgültig abgefahren und wir werden das auch nicht wieder lernen können. Wir sind Alkoholiker und das bleiben wir bis zu unserem letzten Tag.


    Du zweifelst, ob eine Langzeittherapie der richtige Weg für dich ist. Ob das der richtige Weg für dich ist, weiß ich auch nicht. Ehrlich gesagt, habe ich da auch gar keine Erfahrung mit, denn ich habe keine gemacht. Vielen hier hat sie jedoch sehr geholfen. Was schreckt dich denn so ab?

    Freunde und Familie haben wir so lange belogen. Das sollten wir jetzt wirklich nicht mehr tun, finde ich. Und deine Ruhe hättest du mit einer Lüge auch nicht, eine innere Ruhe schon mal gar nicht.

    Ich lese seit fast einem Jahr täglich hier, sehr oft sogar mehrmals. Ich lese in allen Bereichen und überall finde ich Hilfe. Ich muss nur hinschauen. Mit Hilfe dieses Forums werde ich in wenigen Tagen meinen ersten Geburtstag in Freiheit feiern.

    Ich wünsche dir, dass du für dich einen Weg findest, den du aus tiefster Überzeugung gehen willst. Und ich wünsche dir, dass du Hilfe annehmen kannst.

    Hallo Borussia,

    herzlich Willkommen zurück und vielen Dank für deine Offenheit wegen deines Rückfalls. Respekt.

    Ich finde das wirklich so super, dass du nun wieder ‚durchstartest‘, dir Gedanken machst, wie, weshalb, warum du rückfällig geworden bist und ich wünsche dir, dass du die richtigen Erkenntnisse für dein nun nüchternes Leben gewinnst.

    Ich hab manchmal das Gefühl, die Betäubungen wirken bei mir nicht immer so, wie sie sollten. Dann drückt der Arzt mir eben die doppelte Dosis rein. Auf jeden Fall sollte der Arzt bei sowas immer Bescheid wissen, auch der Zahnarzt.

    Das kenne ich auch. Die normale Dosis ist bei mir immer viel zu wenig gewesen. Und hat auch nie so lange gewirkt wie sie sollte.

    Irgendwo habe ich gelesen, dass das bei Alkoholikern oft so ist.

    Bei meinem letzten Zahnarztbesuch war alles in Ordnung 😀 Freitag ist wieder Kontrolltermin und obwohl mir nichts weh tut, habe ich auch Bammel.

    Bis ich in er Abhängigkeit war. Da geht es dann nur ums Trinken. Wieviel ist noch ok? Wie geht der Abend weiter? Wie den Pegel halten? Wie unglücklich ich zu der Zeit war und wie froh ich bin, dass ich das nicht mehr muss

    Diese Gedanken habe ich auch öfter, wenn ich auf Menschen treffe, die Alkohol trinken.

    Sie begegnen uns ja (fast) überall, und jetzt, wo wir wieder öfter draußen unterwegs sind, begegnen sie uns auch noch öfter.

    Ich empfinde das genauso schön wie du, da nicht mit Wehmut hinschauen zu müssen, sondern eben froh und dankbar sagen zu können: Ich muss nicht mehr trinken.