Beiträge von Seeblick

    Hallo Veru,

    willkommen bei uns im Forum. Du bist nicht allein und du kannst dich hier mit uns austauschen. Warum willst du das mit dir allein ausmachen? Nimm doch jede Hilfe an, die du bekommen kannst. Du musst es ja nicht jedem auf die Nase binden, aber deine Partnerin solltest du unbedingt einweihen. Sie kann dir eine so große Stütze sein, deine Abstinenz zu festigen. Wie willst du ihr auch erklären, dass du gar keinen Alkohol mehr trinken möchtest? Außerdem sollte deine Wohnung alkoholfrei sein. Das betrifft sie ja auch, sofern ihr eine gemeinsame Wohnung habt. Habe den Mut mit ihr zu sprechen.

    Das Kapitel „Alkohol“ ist eigentlich nie ganz abgeschlossen. Man muss ja einiges dafür tun, um zufrieden und stabil abstinent zu bleiben. Dazu würde ich dir auch einen Besuch beim Hausarzt empfehlen, um deine Werte checken zu lassen. Er hätte dich eigentlich schon bei der Entgiftung begleiten müssen, denn ein Kalter Entzug kann tödlich enden!

    Wenn deine Arbeit ein Teil des Problems ist, kannst du da etwas ändern? Entweder komplett der Jobwechsel oder vielleicht weniger stress und weniger Arbeitsstunden? Gibt es da Möglichkeiten?

    Es ist toll, dass du dein Problem erkannt hast und dich hier angemeldet hast. Du musst dich nicht schämen. Alkoholismus ist eine Krankheit, die sich keiner ausgesucht hat. Für andere Krankheiten würdest du dich auch nicht schämen, oder?

    Es gibt einiges an Literatur, die wirklich sehr gut ist (z.B. „Alk“ von Borowiak) und auch hier im Forum einige Artikel und natürlich die Berichte und Erfahrungen der anderen User.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Welsh-Dragon,

    Glückwunsch zu deiner bisherigen alkoholfreien Zeit und schön, dass du einen erholsamen Urlaub hattest.

    Mit den Tipps hier im Forum ist es ja so: Wir kennen dich nicht und wissen nicht, wie du in den verschiedenen Situationen reagieren wirst. Und letztendlich weißt du es auch nicht. Du hast die Konfrontation gesucht und es ist gut gegangen. Du konntest sogar viel Positives für dich herausholen. Das ist im nachhinein ja auch gut. Aber es hätte auch schief gehen können. Und dann sagt man sich "hätte ich bloß".

    Nun bin ich auch erst noch nicht ganz zwei Jahre dabei, aber selbst in dieser Zeit habe ich begriffen, dass ich bei einigen Handlungen einfach Glück gehabt hatte. Es hat mir keinen Suchtdruck bereitet, dass ich anfänglich auch mal ein alkohlfreies Bier (das mir 0,00) getrunken habe. Aber jetzt verstehe ich, welches unnötige Risiko das ist. So ein Gebräu trinke ich nicht mehr und würde anderen immer davon abraten. Aber das ist ja eine Entwicklung, die man durchmacht.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Lena,

    kurz ein paar Zeilen einer Alkoholikerin:

    Ich empfinde dein Gespräch als gute Entscheidung. Du hast klar kommuniziert und ihm aber Hilfe angeboten, wenn er sich aus der Sucht befreien möchte.

    Mehr kannst du für einen uneinsichtigen Alkoholiker nicht tun. Du kannst dich ohne schlechtes Gewissen auf dein Leben konzentrieren. Wenn er sich hilfesuchend an dich wendet, dann kannst du ihn unterstützen.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Busseschubser,

    auch von mir ein "Willkommen im Forum" und vielen Dank für deine Offenheit. Es macht Mut zu hören, aus welchen persönlichen Umständen sich die Betroffenen befreien können und welchen Weg sie gegangen sind.

    Es ist auch schön zu lesen, wie dein Sohn dich unterstützt und Halt gibt.

    Du kannst stolz auf dich sein.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Raini,

    es ist genau richtig, die Termine abzusagen, bei denen erfahrungsgemäß getrunken wird. Der Gefahr musst du dich nicht aussetzen.

    Hast du dir einen Notfallkoffer gepackt? Da sind ja auch Dinge bei, die dir allgemein bei der Festigung der Abstinenz helfen.

    Und wie Hanseat schon geschrieben hat, denke erstmal nicht an das "nie wieder", sondern an "jetzt trinke ich nicht". Du kannst dir auch gedanklich oder schriftlich festhalten, welche Vorteile deine Abstinenz hat. Also ganz konkrekt "Heute habe ich nicht getrunken und dadurch...(konnte ich einen schönen Abend mit der Familie verbringen/bin ohne Kater aufgewacht/hätte ich meine Probleme nicht lösen können...). Je nachdem was an dem Tag so passiert ist.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Angela,

    da musste ich mal nachrechnen: 37 Jahre. Glückwunsch!

    Was bringt dir denn Suchtdruck? Das Medikament an sich? Oder die OP und die Folgen?

    Ich hatte vor ein paar Jahren einen Unfall und mir das Sprunggelenk komplett zerlegt. Das war eine langwierige Sache, die auch nie ganz in Ordnung kommen wird. Allerdings habe ich damals noch getrunken. Zwar wenig, da ich den Fuß 0,0% belasten durfte, aber ich war nicht trocken. Das war auch nicht einfach.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Lana,

    ich denke es wäre gut, wenn er das in der Therapiestunde besprechen würde. Dort hat er Vertrauen aufgebaut und ist hoffentlich zugänglich für die Ratschläge. Denn wenn wir dir schreiben und du dann mit ihm sprichst, geht es um mehrere Ecken und ob das bei ihm ankommt, weiß ich nicht.

    Ich kann verstehen, dass man alte Freundschaften nicht einfach aufgeben will, aber gerade in der Anfangszeit würde ich diese Kontakte komplett meiden. Die Rückfallgefahr ist sehr groß. Er muss ja nicht gleich die Freundschaft kündigen, aber bis zu einer stabilen Trockenheit sollten alle Treffen und Veranstaltungen vermieden werden. Das Triggern kann auch ein paar Tage später aufkommen. Wenn er stabil ist kann er ja herausfinden, ob er mit den Freundschaften überhaupt noch etwas anfangen kann, denn wenn die einzige Grundlage das gemeinsame Trinken ist, wird er keine Freud mehr an den Treffen haben.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Stehaufweibchen,

    du bist nicht allein und du kannst es schaffen. Es hört sich an, als wärst du bei den vorherigen Entgiftungen und Therapien unglücklich gewesen. Sei glücklich, dass du einen Weg findest, aus der Sucht heraus zu kommen. Es gibt keinen Grund, dem Rausch hinterherzutrauern.

    Dass man seine Lieben verletzt ist leider Teil des Ganzen. Das kannst du auch nicht mehr rückgänig machen. Aber du kannst die Zukunft anders gestalten und es besser machen.

    Zum Thema Smalltalk stelle ich mal eine Vermutung in den Raum: Du wirst überrascht sein, wie gut man sich ohne Alkohol unterhalten kann. Vielleicht fällt es dir sogar leichter, wenn du weißt, dass du keinen Smalltalk betreiben musst. Man kann ja auch einfach anderen Gesprächen zuhören. Und du wirst dich beim nächsten Treffen auch an das Gesagte erinnern.

    Glückwunsch zum 18. Tag.

    Seeblick

    Hallo Forum,

    jetzt bin ich schon auf die 2. Seite gerutscht…

    Bei mir stehen einige größere Veränderungen an (Jobwechsel und Umzug in eine andere Stadt). Da bin ich froh, die Herausforderungen ohne Alkohol meistern zu können.

    Klar habe ich Angst, was die Zukunft bringt. Ich bin aufgeregt, ob alles so klappt, wie ich es mir vorstelle.

    Die aufkommenden Gefühle hätte ich vor zwei Jahren noch mit Alkohol beruhigen wollen. Oder viel wahrscheinlicher: ich wäre gar nicht so weit gekommen, da mir der Mut und die Energie für einen Neuanfang gefehlt hätten.

    Meine erlernte Strategie funktioniert aber sehr gut: Schritt für Schritt. Nicht auf den Berg schauen, der vor einem steht, sondern nach und nach die Dinge angehen und abarbeiten. Immer Stück für Stück. Und wenn ich wieder einen Punkt geschafft habe, freue ich mich, dass es weiter geht. Das, was ich jetzt noch nicht erledigen kann, wartet, bis es soweit ist.

    Außerdem bin ich aufgeregt, weil ich wieder Fahrstunden nehme. Nun habe ich seit über 20 Jahren einen Führerschein, bin aber seit meiner Prüfung so gut wie nie gefahren. Also bin ich vor zwei Wochen zum ersten Mal wieder selbst gefahren und habe heute meine zweite Stunde. Mal sehen, ob es noch eine dritte wird, oder ich mir zutraue, ab dann ohne professionelle Begleitung unterwegs zu sein.

    Ich wünsche einen schönen Dienstag

    Seeblick

    Hallo Stefanie,

    willkommen im Forum. Die Depressionen und Angststörungen gehen leider oft mit Alkohol einher. Ich dachte auch, wenn ich keine Ängest mehr habe, muss ich nicht mehr trinken. Aber es ist genau andersherum. Erst wenn man nicht trinkt, kann man an den anderen Problemen arbeiten.

    Nun hast du schon einige LZT hinter dir und dort einige Hilfestellungen mit auf den Weg bekommen. Kannst du sagen, warum dir die Umsetzung schwer fällt? Was kannst du für dich noch ändern, damit dir eine dauerhafte und zufriedene Abstinenz gelingt?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Minni,

    willkommen im Forum.

    Die Erfahrungen mit der Suchtberatungsstelle hören sich ja nicht so gut an. Ein Austausch ist wichtig, aber der erfolgt auch hier im Forum, also ist das doch ein guter Anfang. Falls du es dennoch mit einer realen Gruppe versuchen möchtest, da kann man sich "durchprobieren". Auch wenn es der gleiche Träger ist, gibt es verschiedene Gruppen (Zusammensetzungen), die sich an unterschiedlichen Tagen treffen. Erfahrungswerte werdenwahrscheinlich nicht helfen, da bleibt nur die Internetsuche oder die Suchtberatung, die die SHG Gruppen kennen. Falls es eine Klinik für Suchterkrankung bei dir gibt oder auch Suchtmediziner, wäre das auch noch eine Anlaufstelle.

    Es gibt auch einige, die keine reale Gruppe besucht haben und sich nur hier im Forum austauschen und sich zusätzlich mit Literatur eingedeckt haben.

    Für dich stellt sich nun die Frage, was du ändern kannst und musst, um eine dauerhafte Abstinenz zu erreichen. Hast du da schon für dich Ansatzpunkte gefunden?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Fibonacci,

    das hast du gut gemeistert. Du siehst, wie wichtig ein alkoholfreies Zuhause ist. So ist dir beim Schuhe anziehen aufgefallen, dass du dabei bist, eine Fehler zu begehen.

    Ich weiß ja nicht, was noch so alles in deinem Köfferchen ist, aber auch der Gedanke an deine Frau ist auch ein Hilfsmittel gewesen.

    Hast du ihr davon erzählt? Ein Gespräch über den Suchtdruck kann dir vielleicht auch im Nachgang helfen. Und du hast dich hier mitgeteilt. Das ist auch gut. Übrigens kannst du bei Suchtdruck auch hier im Forum lesen oder schreiben.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo SophiaMaria,

    was stört dich denn an dem Desintersse? Bist du dann unfreundlich oder überheblich den anderen gegenüber? Ich meine das nicht als Angriff! Ich frage mich, ob du dich so annehmen kannst wie du bist. Wenn es dich belastet, dass du wenig Freunde hast und etwas ändern möchtest, dann kannst du etwas tun.

    Ich kann die Grundzüge deines Problems nachempfinden. Ich bin zufrieden, wenn ich die Menschen aus meinem Freundeskreis ab und zu sehe, aber ich bin nicht diejenige, die von sich aus proaktiv anruft oder so. Aber für mich ist es in Ordnung so.

    Welche Themen interessieren dich denn? Meistens findet man in einer Unterhaltung doch irgendeinen Nenner mit Dingen, über die man selber sprechen mag oder es sind Felder, von denen man keine Ahnung hat und nachfragen kann. Ich kannte mal jemanden, der Tauben gezüchtet hat. Da konnte er viel Spannendes berichten von einem Thema, das ich überhaupt nicht kenne.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Raini,

    willkommen im Forum.

    Sich sein Alkoholproblem einzugestehen erfodert Mut, aber es zeigt, dass du etwas ändern möchtest.

    Auch wenn du einige Zeit ohne Alkohol auskommst, solltest du zum Arzt gehen. Dort können deine Werte geprüft werden ob und inwieweit dein Körper Schaden genommen hat.

    Es heißt immer "nur nicht trinken reicht nicht". Du musst dir also ganz konkret Gedanken machen, wie du dein Vorhaben unsetzten kannst. Ist deine Wohnung alkoholfrei? Wie möchtest du in Gesellschaft anderer damit umgehen? Was kannst du tun, damit kein Suchtdruck entsteht und was machst du, wenn doch Suchtdruck aufkommt?

    Dazu gibt es hier viele Artikel und Beiträge. Natürlich auch Bücher, die du kaufen kannst (ich war begeistert von "Alk" von Borowiak). Du kannst auch überlegen ob du eine Therapie machen möchtest oder einfach mal einen Termin bei der Suchtberatungsstelle vereinbaren.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Duke,

    willkommen im Forum. Ja, habe alles gelesen! Erstmal Glückwunsch zu den drei Jahren. Das ist toll.

    Und Danke für deine Schilderung des Anfalls. Eine Beschreibung eines Betroffen ist für Neuankömmlinge sicherlich eindringlicher als ein Artikel. Allerdings sollten frisch Abstinente deine Flaschen-Aktion nicht nachmachen. Alkohol im Haus kann doch sehr schnell verführen. Und auch nach drei Jahren solltest du dir überlegen, das Zeug zu entsorgen um die Gefahr zu verbannen.

    Viele Grüße und einen guten Austausch

    Seeblick

    Hallo Jas,

    das Einschlafen ging bei mir mit Alkohol immer super, aber der Schlaf ist nicht sonderlich erholsam.

    Du musst dich sicher erstmal daran gewöhnen. Fühlst du dich denn von der kürzeren Schlafzeit erholt oder eher nicht? Wenn du vor dem Einschlafen unruhig bist und sich das Gedankenkarussell dreht, kannst du auch versuchen, dagegen etwas zu unternehmen.

    Viele Grüße

    Seeblick