Hallo Harley,
erstmal willkommen im Forum. Toll, dass du dein Problem erkannt hast. Das ist schon mal der erste Schritt auf dem richtigen Weg.
Du solltest unbedingt bei deinem Hausarzt vorstellig werden. Dort werden auch einige Werte gecheckt, ob und inwieweit den Körper gelitten hat. Nur „in Kontakt“ hört sich in meinen Ohren etwas vage auch. Auch, dass du bei deiner Therapeutin „so offen wie möglich“ bist, hört sich nicht an, als würdest du ihr von deiner Alkoholsucht erzählt haben.
Soweit ich weiß, ist eine Therapie erfolgreicher (oder sogar nur dann), wenn man das Alkoholproblem bewältigt hat.
Ich hatte früher sehr viel Angst und depressive Stimmungen. Bei mir kamen diese negativen Gefühle durch den Alkohol und hätten ohne eine Abstinenz gar nicht bearbeitet werden können.
Deine Gereiztheit gegenüber deinem Mann können auch schon Entzugserscheinungen sein. Auch innere Unruhe, Ängste, Schlaflosigkeit, Schwitzen, usw.
Du könntest dich zusätzlich bei einer Suchtberatung informieren. Es gibt stationäre oder auch ambulante Therapien (ist mit einem kleinen Kind vielleicht eine Möglichkeit). Denn wie es so schön heißt „nur nicht trinken reicht nicht“. Du schreibst, dass du dich überfordert fühlst. Dann solltest du auch grundsätzlich ein paar Dinge ändern, die deine Abstinenz fördern. Man kann in einer Therapie einige Lösungsstrategien lernen und herausfinden, welche zu einem passt.
Aber alles schön Schritt für Schritt.
Viele Grüße
Seeblick