Beiträge von Lea

    Von offenen unkomplizierten Menschen kannst du dich ohne Sorge adoptieren lassen!

    Die kommen nämlich damit klar, wenn du irgendwann deine Grenzen steckst und mitteilst was zu viel ist und was einfach nur wunderschön.

    Genieße es, für mich klingt es, als würdest du gerade genau das bekommen, was du brauchst.

    Das hört sich an, als ob ich ihn abstrafen soll. Nein, so erlebe ich das nicht. Es ist ja nicht so, dass er keine Krankheitseinsicht hat. Er würde auch sofort ausziehen. Also wir schauen in alle Richtungen.

    Das sollte sich gar nicht so anhören, ich finde gestraft sind in so einer Situation alle Beteiligten schon genug.

    Aber ganz ehrlich, ich empfinde es umgekehrt oft als würden die Partnerinnen sich selbst regelrecht bestrafen. Wenn sie schon den armen kranken weiter saufenden Alkoholiker verlassen, dann soll er wenigsten im gemeinsamen Heim bleiben, es nicht noch schwerer haben als ohnehin schon.

    Das du/ihr in verschiedene Richtungen denkt hatte ich noch im Kopf. In deinem Text klang es allerdings so als würdest du jetzt gehen müssen und zurück lassen was dir am Herzen liegt.

    Bei mir sträubt es sich da immer, deshalb wollte ich es direkt mal in das Gedankenkarussel rein werfen 😊

    Lea, du bringst mich zum Lachen ❤️. Weißt du was, wenn ich tatsächlich die Wohnung bekomme, die ich morgen anschaue, dann musst du mich besuchen und wir tanzen nackig unterm Sternenhimmel!

    Das freut mich und über die Möglichkeiten die sich aus dieser Wohnung ergeben, sprechen wir dann ein anderes Mal genauer 😉

    Ich hoffe dir geht es einigermaßen gut, du packst das!

    Ach Liebes… das tut mir so leid für dich!

    riesengroßes Mitgefühl, mit mir selbst, aber vor allem mit ihm.

    Wenn das aufhört und du mehr für dich als für ihn fühlst, dann kommst du bei dir selbst an.

    Voll schwer obwohl es so logisch ist, ich weiß 🫂

    Wenn ich gehe stirbt er.

    Da ist ein riesen Fehler in dem Gedanken. Also aus meiner Perspektive.

    Klar kann es sein das er stirbt. Aber das ist unabhängig von dir. Egal ob du gehst oder bleibst oder nackig im Garten lebst und mit Katzen tanzt. Was mit ihm passiert kann nur er beeinflussen.

    Was ich persönlich nie so recht verstehe, ist die Dynamik wer letztlich geht. Warum setzt du ihn nicht raus und behältst dein Zuhause. Hast du das denn nicht genauso verdient?

    Egal wie wirr es noch wird, lass alles raus, viele lesen es „trotzdem“ denn wir sind hier 😊

    Lea

    Was ich damit sagen wollte ist, dass ich es früher als Verzicht angesehen habe, dass ich selbst "wegen ihm" nichts trinken "darf". Und dann um so saurer war, wenn er es trotzdem macht.

    Vielleicht ist da auch eine spannende Frage, ob es darum ging/geht selbst keinen Alkohol zu trinken oder eher darum die gemeinsamen Momente von früher zu vermissen, die Momente in denen ihr gemeinsam getrunken habt.

    Lg, Lea

    Liebe Siri, ich hatte schon sehr intensive und auch ganz unterschiedliche Wut Phasen in meinem Leben.

    Keine hat mich dauerhaft gelähmt oder blockiert, so in der Rückschau habe ich es immer geschafft Energie und Antrieb daraus zu ziehen.

    Dein Text hat mich zum schmunzeln gebracht und es entsteht so ein Gefühl, als wolle ich dich anfeuern. Was für ein passendes Wort, im Zusammenhang mit Wut.

    Es liest sich so, also würde sie dir richtig gut tun und darüber freue ich mich.

    Fröhliche Grüße, Lea

    Ich bekomme diese Situation nicht so hin, wie es gesunde Menschen, Menschen aus stabilen Verhältnissen, schaffen würden.

    Das kannst du doch gar nicht wissen. Vielleicht bekommst du es sogar besser hin, als viele Menschen aus vermeintlich stabilen Verhältnissen.

    Du tust was du kannst. Mehr geht gerade nicht.

    Deine Gefühle brauchen Raum, um sich zu sortieren. Gib dir die Zeit die du brauchst und dann komm ins Handeln.

    Ihr habt ein glückliches Leben verdient!

    Alles Liebe, Lea

    Liebe Blume, es ist so traurig das zu lesen und in mir ist sofort so ein zustimmendes Nicken.

    Erstmal sammeln, abwarten, den Schreck überleben. Du bist ja auch aktiv gewesen und hast ihm sofort ein Grenze gesetzt, die du auch wiederholen willst. Mein Gefühl geht da zuerst komplett mit.

    Und dann ist da noch ein weiteres Bild, das in meinem Inneren entsteht. Hoffentlich fällt sie nicht genauso in alte Muster, wie der Alkoholiker.

    Muster, Abläufe, Wiederholung, Routine.

    Eine Dynamik in der ihr beide (drei) gefangen wart und wieder sein werdet, solltest du nicht die Kraft finden direkt zu Beginn aus zu brechen.

    Ich denke an dich. Wünsche dir Mut, Kraft, Zuversicht und Vertrauen in den Weg der vor euch liegt.

    Alles Liebe, Lea

    Liebe Lara, von der reinen Auskunft von Ärzten, hin zu einer medizinischen Vollmacht, ist es manchmal nicht weit.

    Bitte überlege dir ganz genau, welche Verantwortungen du wirklich aus ganzem Herzen übernehmen und dann auch tragen willst.

    Ich stand mal vor der Wahl die Verantwortung zu übernehmen oder keinerlei Informationen mehr zu bekommen. Da war ich drauf und dran zu unterschreiben - vielleicht um die Illusion Kontrolle nicht abgeben zu müssen 🤔

    Zum Glück habe ich gemerkt das es eigentlich egal ist, wieviele Informationen ich bekomme.

    Die Entscheidungsgewalt lag trotzdem nie bei mir und ich hätte sie auch nicht irgendwann übernehmen wollen.

    Es ging nie darum meine Eltern zu retten sondern darum selbst nicht mit ihnen unter zu gehen.

    Pass bitte besser auf dich auf, als auf deinen Vater.

    Liebe Grüße, Lea

    Liebe Lara, wenn ich das so offen sagen darf, vermutlich fährt da gerade ein riesen Karren voller Mist auf dich zu.

    Er geht nicht hin, also machst du dir noch mehr Gedanken und bist wieder fester an ihn gekettet. Es gibt viele Gründen, warum er sich gegen solche Termine sträubt, durchaus auch nachvollziehbare. Aber das ist alles seine Sache.

    Falls du nicht zufällig daneben gestanden hast oder den medizinischen Bericht in der Hand hattest, dann kannst du auch nie wissen was aus seinen Erzählungen der Wahrheit entspricht und was nicht.

    Das ist keine Aufforderung Kontrolle aus zu üben sondern nur ein Hinweis darauf wie undurchsichtig jeder Kontakt und jede einzelne „Krise“ sein kann und das der wahre Zweck dahinter dir durchaus verborgen bleiben könnte.

    Abgrenzung deinerseits, darf nicht daran gekoppelt sein wie es ihm gerade geht oder ob er in einer besonders schlimmen Phase steckt.

    Es muss immer um dich gehen und darum was du tragen kannst und willst und was eben nicht.

    Ich finde es super, dass du dir für diese Phase deines Lebens Unterstützung holen willst 😊

    Mir selbst hat eine Verhaltenstherapie (mein erster Kontakt mit Therapie) gefühlt recht wenig gebracht. In der Rückschau denke ich allerdings, dort wurden die ersten inneren Veränderungen angeschoben, wodurch ich dann lernen durfte mich besser ab zu Grenzen.

    Einzelne Gespräche mit einem Verhaltenstherapeuten haben mir in akuten sehr Krisen geholfen die Situation besser ein zu ordnen. Ich habe das Entlastungsgespräche genannt, weil mir das sehr passend erschien.

    Und womit ich wirklich gute Erfahrungen gemacht habe war therapeutische Arbeit, die auch den Körper einbezogen hat, da steckt bei mir sehr viel vom Schmerz, der Ohnmacht und so einiges mehr. Ohne Begleitung hätte ich viellicht nie die Kraft zum endgültigen Kontaktabbruch entwickelt. Und ich hätte alleine auch nicht die Klarheit gefunden was ich überhaupt will.

    Das finde ich persönlich besonders wichtig, überhaupt mal den Zugang zu finden was man wirklich will, losgelöst von den alten Mustern und äußeren Erwartungen.

    Wen oder was will ich in meinem Leben haben und wie sehen meine eigenen Bedingungen dafür aus.

    Wo stehe ich und wo will ich sein.

    So, das war jetzt etwas persönlicher als geplant, aber ich hoffe du kannst etwas damit anfangen.

    Viele liebe Grüße, Lea

    Liebe Lara, du bist jetzt ja auch wieder an einem anderen Punkt, da ist es nicht verwunderlich, wenn du vielleicht sogar in alte Muster zurück fällst.

    Hierfür werde ich die notwendigen Vorkehrungen treffen, damit die Pflege durch eine außenstehende und geschulte Person durchgeführt wird.

    Wenn du diese Dinge geregelt hast, fällt es dir bestimmt auch wieder leichter den für dich selbst notwendigen Abstand zu erreichen.

    Das nimmt ja auch viel Last von deinen Schultern und es kümmert sich jemand anderes um seine Belange.

    Aber ich weiß ich kann mich zurzeit nicht so viel abwenden, wie ich es gerne würde. Schuldgefühle und der Gedanke, dass mein Vater niemanden hat, machen es sehr schwierig.

    Vergiss bitte nicht, es sind nur Gedanken. Wen und wieviele Menschen dein Vater in seinem Leben hat, liegt absolut nicht in deiner Verantwortung. Egal was er dir erzählen mag, es ist durchaus möglich das es ihm gefällt ausschließlich in dieser kranken Symbiose mit dir fest zu stecken.

    Rückblickend kann ich sagen, dass „Einsamkeit“ und „Bedürftigkeit“ mir die stärksten Druckmittel meiner Mutter waren, um mich in ihren Fängen fest zu halten.

    Beides setze ich in Anführungszeichen, denn ich bin heute nicht mehr sicher was echt und was extra für mich erschaffen wurde.

    Liebe Grüße, Lea

    Liebe Lara, es wurden schon so viele richtig gute Dinge gesagt, ich mag dir aber trotzdem noch etwas von meiner grundsätzlichen Perspektive mit geben, wenn du möchtest 😊

    Ich glaube nicht daran, dass Kinder ihren Eltern etwas schuldig sind, es geht für mich immer um Freiwilligkeit und die eigene Motivation warum wir etwas tun.

    Kein Kind wendet sich grundlos von seinen Eltern ab, das passiert nie ohne die Notwendigkeit sich selbst schützen zu müssen.

    Und sogar wenn wir uns selbst damit Schaden zufügen, erscheint es oft unmöglich sich ab zu wenden.

    Das ist Okay!

    Jede Variante die du wählst ist okay.

    Ich selbst habe schon Familienmitglieder durch schwere Krankheit und bis zum Tod begleitet. Bei diesen Menschen hatte ich das Gefühl etwas zurück geben zu wollen und deshalb hatte ich zu dem Zeitpunkt auch die notwendig Kraft dafür.

    Bei meinem Vater habe ich mich für einen Kontaktabbruch entschieden und diese Entscheidung auch dann schweren Herzens erneuert, als er krank und bedürftig war. Das ist mir nicht leicht gefallen, aber streng genommen hatte ich gar keine Wahl, denn ich wäre daran zerbrochen, den Kontakt zu intensivieren oder sogar in die Pflege ein zu steigen.

    Für mich ist es moralisch absolut vertretbar mein eigenes Leben am wichtigsten zu nehmen.

    Auch nach seinem Tod bereue ich diese Entscheidung nicht. Es tut mir leid, dass wir kein anderes Eltern Kind Verhältnis hatten und ich hätte es mir für ihn genauso anders gewünscht wie für mich.

    Aber es wäre niemandem geholfen gewesen, wenn ich wieder eingestiegen wäre, in dieses kranke Spiel von Schuldgefühlen, Vorwürfen, Anspruchshaltung und Beschimpfungen.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und einen klaren Blick auf dich, deine Möglichkeiten und deine Grenzen.

    Alles Liebe, Lea