Beiträge von achelias

    Hallo Bella,

    du kannst ihm helfen, in dem du ihn bestärkst, ihn auf den Weg bringst.

    Den Weg gehen, muß er dann allein.

    Sieh dir bitte den Artikel „Grundbausteine für ein nüchternes Leben“ an, das ist was dein Mann begreifen muß und er muß es selbst wollen/ tun.

    Mehr kannst du nicht machen. Es ist seine Entscheidung.

    Gute Besserung für deinen Mann & dir ein schönes Osterfest.

    Ein trockener Alkoholiker

    Hallo Birgitt58,


    herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Trennung! (ganz aufrichtig gemeint)

    Es dauert bestimmt eine Weile bis du endgültig über die Trennung hinweg bist, behält man doch meist nur die schönen Erinnerungen, das Unangenehme wird oft verdrängt.

    Dein Verstand sagt dir bestimmt auch ständig, daß die Trennung die beste Entscheidung war, das Gefühl jammert sicher öfter Mal `rum … wie schön es doch war und so weiter.

    Die letzte Aktion deines Ex, hat dir mal wieder gezeigt, daß er nichts kapiert hat und nun auf „Mitleid“ macht, zumindest es versucht.

    Wenn du (wieder) weiter auf diese Versuche reagierst, machst du es dir nur unnötig schwer.

    Ja, auch du solltest an deiner Abstinenz (von ihm) arbeiten. ;)


    Wünsche ein schönes Osterfest!

    Hallo Steffipeffi,

    Du brauchst einen guten Plan.

    Dein Mann hat seine Familie gut im Griff, die Frau erträgt und kümmert sich, die große Tochter ist auf der Seite des Vaters (kein Wunder, als Kind/Jugendlicher neigt man nun mal dazu, sich auf die Seite des Stärkeren zu stellen, alles andere bedeutet Streß, als Pupertierende hat man schon genug Streß mit sich selbst – eine Art Selbstschutz), das kleine Kind ist sicherlich noch hin und hergerissen, zum Glück muß es noch keine Position beziehen. Die Schwiegermutter hält zu eigenen Sohn, deine Mutter wohnt weiter weg, hat sicherlich ihre eigenen Sorgen.

    Nur mal eine Idee:

    Ein Gespräch mit deiner Mutter und/oder Vater (ich kenne euer Verhältnis nicht), ist das möglich? Kannst du ihr/ihm dein Herz ausschütten, von deinem Leid berichten, sie um Rat fragen? Um Hilfe, Unterstützung bitten?

    Durch brauchst Verbündete. Ja, es ist wie im Krieg (Ich benutze absichtlich das Vokabular, um zu vereinfachen).

    Mit Trotz und vergeblichen Versuchen, erreicht man beim Gegner nur noch größere Ablehnung und Verachtung, wird mehr erniedrigt. Mit Jammer auch. Der Feind festigt seine Position und macht dich noch unsicherer.

    Gleichzeitig sucht der Feind sich Verbündete bzw. manipuliert sie zu seinen Gunsten, mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln … der trinkt ja nur sein Bier und „die Olle“ soll sich mal nicht so haben.

    Ich wage zu bezweifeln, daß deine Schwiegermutter wirklich weiß, was bei euch zu Hause los ist – tagtäglich, oder bei ihr ist es ähnlich und empfindet es als normal.

    Daß dein Mann sich wie durch Zauberhand verändert, ist wohl eher unwahrscheinlich. Also bleibt nur der Rückzug, wenn schon nicht erhobenen Hauptes, dann wenigstens mit so wenig wie möglichen Verletzungen/ Verlusten.

    Du hast nicht die nötigen Mittel („Waffen“ , noch das finanzielle Potential) , um einfach zu gehen – also ist eine frontale Auseinandersetzung sicherlich nicht von Erfolg gekrönt, du kannst nur verlieren...

    Mit Klugheit und List wurde schon manche Auseinandersetzung gewonnen! Je mehr Verbündete, Hilfe, um so besser.

    Also, suche dir Freunde, Bekannte, Familie, Hilfe/Informationen von Außen und bereite es vor, was immer du vor hast. Wäge Für und Wider ab, berücksichtige eventuelle Gefahren.

    Wieso, weshalb das alles so gekommen ist, warum die Fronten sich so dramatisch verhärteten, sei Mal dahingestellt, denn es ist, wie es ist.

    Mache deine Situation in deinem Bekanntenkreis „öffentlich“ , du wirst mehr Verständnis bekommen, als du glaubst.

    Was ich dir nur raten kann, beginne.

    Schönes Osterfest

    ... worauf ich überhaupt warte. Wahrscheinlich ist es die Hoffnung die man hat, das doch noch alles irgendwann gut wird, die einen bleiben lässt.

    Hallo Steffipeffi,

    wenn dein Mann täglich mehr als 5 Liter Bier trinkt und das schon über Jahre/ Jahrzehnte, sich nicht gerade, um die Familie kümmert und auch sonst keine Bereicherung für`s Leben ist, sogar die Kinder darunter leiden, dann darf die Frage erlaubt sein: worauf hoffst du?

    Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird dein Mann mit dem Trinken nicht aufhören.

    Was du so berichtest, lässt auf desaströse Zustände schließen und das tagtäglich.

    Natürlich hast du mein vollstes Mitgefühl, doch das hilft nicht, du mußt etwas verändern, wenn schon nicht für dich, dann wenigstens für deine Kinder.

    Hast du dir mal überlegt, wie lange du das Theater noch mitmachen willst?

    MfG

    Warum ich so oft und wie aus dem Nichts wütend werde, frage ich mich auch .Ich weiß es einfach nicht,welchen angemessenen Grund es dafür gibt. Noch vor einigen Wochen war Alkohol -im negativen Sinn- meine Medizin.

    Alkohol als Medizin … oh ja, das kenne ich, das dachte ich auch einmal.

    Nun, nüchtern, begriff ich, daß diese Medizin mir alles andere tat, als mir zu helfen. Ich Dummkopf achtete nicht auf die Dosierung und ignorierte den Beipackzettel und schwuppdiwupp wurde aus der Medizin ein Gift, welches langsam damit begann mein Hirn aufzuweichen.

    Zum Glück gebot ich dem Einhalt.

    Auch ich schaue voller Trauer auf die Jahre meines Alkoholismus, doch wütend macht mich das nicht – der Drops ist gelutscht!

    Vergangenes kann ich leider nicht ändern.

    Heute, hier und jetzt, das kann ich bestimmen.

    Und dein Sohn: war das für ihn ein Dilemma, denn Dein Freund war ja glaube ich auch der Meinung, dass er NICHT zu viel trinkt?

    Dann steht sozusagen Aussage gegen Aussage und Sohn dazwischen, aber naja es ist wohl besser als alles was unausgesprochen ist...?!

    Danke für deine Schilderung.

    So etwas ist für Kinder eine Katastrophe. Wie soll ein Kind so etwas verstehen - wirklich verstehen?

    Wenn die erwachsene Mutter nicht mal damit klar kommt.

    Wenn ich mir was wünschen dürfte, wünschte ich mir, daß Kinder verschont blieben!

    Die können nichts dafür, es weder begreifen, noch sich wehren und bekommen jede Menge ab.

    Oh doch, ich weiß sehr genau, wovon ich schreibe - ich war selbst so ein Kind. ;(

    Hallo Upsidedown,

    was ich mich immer frage, wenn ich hier so mitlese ist: warum hält man eine Beziehung aufrecht, wenn sie einem nicht gefällt, wenn man sich immer unwohler fühlt, gar an sich selbst zweifelt und sogar mit dem Gedanken spielt, deswegen eine Therapie zu beginnen und selbst krank wird???

    Wenn ich dann so Sätze lese, wie: „Und ja ich muss es zugeben es ist echt ein Wahnsinn was das alles mit einem macht.“

    Verstehe ich die Welt nicht mehr.

    Was ist bitte: … was das alles mit einem macht?

    Ist es eine fremde Macht, etwas, was wir nicht beeinflussen können, die göttliche Fügung, Schicksal?

    Wenn mir etwas nicht gefällt, muß ICH etwas ändern. Wenn mein Partner säuft und sich nicht ändern will, arrangiere ich mich damit oder trenne mich.

    Bin zu simpel gestrickt oder warum verstehe ich das nicht?

    Bitte, hilf mir es zu verstehen.

    Hallo Sonne,

    wenn du willst, funktioniert es! Versprochen.

    Hin und wieder wird man etwas „wackelig“ und die Versuchung etwas trinken zu wollen ist groß, auch wenn man genau weiß, das der Alkohol absolut nichts ändert, wenn man ihn trinkt.

    -> Viele alkoholfreie Sachen trinken, damit der Magen schön voll ist und das „Durstgefühl“ verschwindet und sich ablenken!!!

    Mit der Zeit werden diese „Anfälle“ immer schwächer, seltener und verschwinden ganz – so war es bei mir.

    Mach' dich bloß nicht selbst verrückt. Alles passiert im Kopf, dein Körper braucht den Alkohol nicht!

    Hallo MissMo,

    eigentlich gibt es doch nur zwei Möglichkeiten, entweder du erträgt die derzeitige Situation noch „eine Weile“ und leidest oder du ziehts einen Schlußstrich.

    Ich (!) würde mir einen Transporter schnappen (z. Bsp. Mietwagen), Freunde mobilisieren und all seine Sachen in seine Wohnung bringen.

    Dann setzt du klare Zeichen, vor allem für dich.

    Denn, um dich geht es ja.

    … der arme Mann kann nicht alleine sein, der arme Mann trinkt … Verzeih` , du machst seine Probleme zu deinen. Alles andere wurde bereits geschrieben.

    Verzeih` , ich ging vom Ehevertrag/ wirtschaftlichen Aspekt aus.

    Auch eine Beziehungen – richtig.

    Ist es nicht die Liebe oder wie wir es sonst nennen wollen, die Erfüllung unserer Wünsche, die Sucht nach Harmonie, die uns die Augen vor der Realität verschließen lässt? Die uns wider besseren Wissens, jeglicher Vernunft, Realität zu Dingen hinreißen lässt, von denen wir schon im Vorhinein wissen, das sie unserem Wesen nicht entspricht – das wir das alles eigentlich (!) gar nicht wollen.


    Zitat

    Zitat von Malea010

    Möchte, dass ich mit ihm ins Krankenhaus fahre, damit man den Blutalkohol messen kann. Die Blöße möchte ich mir nicht geben, oder wäre das der richtige Weg?

    Das bringt gar nichts. Wäre ich, als Alkoholiker, in so einer Situation, würde ich diese -total nüchtern- provozieren, um anschließend triumphieren zu können. Oh doch!

    Ich gebe dir Recht, die Liebe ist schon ein hartnäckiges Kraut, es muß erst verkümmern, bevor man (frau) es umpflanzt.

    Hallo Malea,

    ich nehme mal an, das mit der MPU deines Mannes wurde nichts (?).

    Leider zeigt das, daß es bei ihm nicht „klick“ machte. Wer 12 Monate Haarscreenigs machen läßt und anschließend 1,9 Promille hat, hat leider nichts begriffen.

    Es bringt nichts, wenn du jetzt mit Annahmen, Unterstellungen „arbeitest“ - du machst dich nur selbst verrückt!

    Du kannst ihn nicht kontrollieren!!!

    Und selbst wenn, würde es überhaupt nichts bringen. Wenn er trinken will, wird er Möglichkeiten finden – immer.

    Wir Alkoholiker sind da Meister im Verschleiern, Lügen und Betrügen.

    So bitter, wie es klingt, mache bitte nicht sein Problem zu deinem. Du mußt ihn weder kontrollieren, noch zum Arzt, Therapie etc. nötigen.

    Er kann es nur allein für sich tun und wollen.

    Du reibst dich nur unnötig auf.

    Las ihn machen, mehr wie beobachten kannst du nicht.

    Wenn es zu heftig wird, kannst du dich trennen oder es tolerieren.

    Oder weiter zur Therapie gehen, deine Schlafprobleme und Panikattacken pflegen.

    Verzeih` meine Offenheit,

    Zitat

    Ich bin (heute Tag 95) abstinenz.

    Zusätzlich zum Forum lesen und im Netz über Sucht zu lesen, gehe ich wöchentlich in eine Suchthilfe Gruppe. Und ja, was man über sich selbst lernt ist manchmal erschreckend, aber auch nötig, um zu begreifen, wie blind man war.

    lisa

    Hallo Lisa,

    was lerntest Du?

    Mir würde es helfen, wenn du deine Erfahrungen teilst.

    Danke

    Zitat

    ja, er trinkt ja JEDEN Tag einen Liter Wein oder (am Wochenende) 6 Flaschen Bier. + am Wochenende noch Schnaps. Die Beraterin fand das auch viel und hakt auch diese Regelmäßigkeit... dabei auf Arbeit 120% verlässlich, souverän und stark. Zuhause auch nicht aggressiv oder so. Aber halt IMMER diese gleichen Mengen... und IMMER bis spät in die Nacht. Sie meinte, das zählt auch wie wenn jemand immer früher anfängt. Er hört halt immer später auf. Er will nicht groß was trinken, wenn Sohn noch auf ist.

    Hallo Api,

    darf ich fragen wie lange du das noch ertragen kannst, aushalten willst?

    Ich möchte nur meine Bedenken bzgl. der anstehenden Reha äußern: wie bereits geschrieben, es wird der entscheidende Punkt sein, ob er in eurer Abwesenheit trocken bleiben kann.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe da so meine Zweifel ob er dieses Ziel alleine erreicht, wenn er es euch zuliebe schon nicht schafft trocken zu bleiben.

    Das ist ja der Irrglaube, man wird nicht für jemanden (zu liebe) trocken.

    Zwar wird diese Absicht oft gewünscht und beteuert, doch wird sie durch heimliche Trinkerei unterwandert!

    Niemand kann behaupten, der Rückfällige weiß nicht was er tut, er macht es bewußt, willentlich.

    Es ist die Sucht, er kann nichts dafür. Höre ich dann sofort!

    Hat das nicht auch mit Willen, (anfangs) Durchhalten zu tun?

    @ Fibonacci, wie gelang es dir „solange durchzuhalten“ ? (Rhetorische Frage) Sicherlich ist da die Familie eine große Stütze/ kann es sein – doch dazu, muß man es wollen.

    Wille kontra Sucht, ... einfach gesagt.

    Doch hätte ich nicht gewollt, wäre ich niemals trocken geworden und geblieben – ich Süchtiger, ich.

    Hallo A. Hyouka,

    ähnliches habe ich mit meinem Vater auch durch.

    Kurzfassung:

    Er trank eigentlich schon immer, am Abend.

    Mit 50 ...55 Jahren wurde es dann arg heftig, seine zweite Ehe endete schon nach ca. 3 Jahren desaströs.

    Mir war von Anfang an klar, es wird sich nie etwas ändern. Ich hielt immer noch Kontakt zu ihm, half bei diversen Sachen, ich schränkte den Kontakt immer mehr ein, - ich litt zunehmend, je mehr er alkoholisiert war, desto schmerzlicher wurde es. Beschimpfungen ohne Ende. Als er 61 Jahre alt war, brach ich den persönlichen Kontakt gänzlich ab. Ich konnte nicht mehr, konnte ihn nicht mehr ertragen, es war so verletzend, tat mir so unheimlich weh! Es war eine gute Entscheidung.

    Mein Vater soff dann noch ca. 13 Jahre weiter, bis er starb.

    Bis zum Schluss hatte ich nur sehr spärlichen telefonischen Kontakt.

    Heute, wenn ich zurück sehe, tat ich das richtige, indem ich den Kontakt abbrach, aus reinem Selbstschutz.

    Wenn deine Mutter nicht will, bist du absolut machtlos.

    Laß sie machen, wenn du es aushalten möchtest, ertrage es.

    Schütze dich selbst. Was bringt es, wenn du langsam an der Situation zerbrichst und deine Mutter fröhlich weiter säuft?