Beiträge von achelias

    ... Außerdem würde ich mir für meine Kinder, die ich vielleicht irgendwann mal habe, eine intakte Familie mit "normaler" Oma wünschen, aber so sehe ich das leider nicht.
    Obwohl ich verstehe, dass ihre Sucht eine Krankheit ist, ist es für mich das größte Problem, das ich in meinem gesamten Leben habe und wahrscheinlich für immer haben werde. Meine Frustration ist nicht in Worte zu fassen.

    Was sagt deine Mama dazu?

    Hast du sie Mal gefragt?

    Viele Grüße

    Ist Nele84 `s Rat nicht etwas zu überstürzt?

    Alles hinschmeißen und zu fliehen, gerade noch mit Kindern. Das macht die Situation nicht besser, im Gegenteil, es eskaliert immer mehr.

    Ist es nicht klüger, sich zu beruhigen, ja – erst Mal „die Klappe zu halten“, jeglicher Konfrontation aus dem Wege zu gehen?

    Sich in aller Ruhe, sich zu informieren, alle Für und Wider abzuwiegen. Alle Möglichkeiten zu ergründen, besonders das Rechtliche, wie das Leben dann -ohne ihn- weitergehen kann.

    Was bringt es jetzt, „kopflos“ zu agieren?

    Ich kann mich nur wiederholen, es ist wie im Krieg und Kriege wurden noch nie mit Verzweiflung gewonnen.

    Mit List und Tücke aber schon, also mit wohlüberlegtem Handeln.

    Wenn man jetzt nicht gerade Millionär ist, ist es doch sicher von Vorteil, wenn man erst Mal alle finanziellen Aspekte auslotet, ggf. eine neue Wohnung mit allem was daran hängt.

    Frauenhaus scheint nicht ein idealer Rückzugsort zu sein.

    Wenn du mit deinem Mann nicht reden kannst, dann lass es.

    Was nützt es, Recht zu haben und trotzdem immer wieder zu verlieren?

    Was nützt es, wenn du deinem Mann immer wieder „neues Material“ lieferst, um dich dann `runterputzten zu lassen?

    Ist es nicht besser, erst ein Mal (!) in Frieden zu leben, wenn auch leidend?

    Gibt deinem Mann nicht so viele Angriffspunkte, handle nicht überstürzt. Du kannst deinen Mann nicht ändern, wie du bereits feststellen musstest.

    Benutze dein Gehirn, überlege …

    … ich hoffe, ich war nicht zu direkt.

    Hallo Sonne,

    bleib stolz.

    Diese "Gemütlichkeit" ersetze bitte durch richtige Gemütlichkeit, ich z.Bsp. begann wieder mit dem Teetrinken, machte es mir am Abend kuschelig auf meinem Sofa – ja … in den ersten Wochen kam mir öfter der Gedanke: jetzt ein Bier und schon tropfte der Zahn.

    Doch dieser Gedanke verschwand so nach und nach.

    Gib dir Zeit. Du trainiertest dir über Jahre eine Gewohnheit an, das braucht auch eine gewisse Zeit sich das wieder abzutrainieren.

    Aus deinem Körper ist der Alk erfolgreich raus, nun muß er „nur noch“ aus dem Kopf heraus.

    Ich weiß, der Vergleich mit Liebeskummer hinkt, doch ein bisschen ähnlich ist das schon – man trennte sich von einem Partner, der einem nicht gut tat. ;)

    Hallo Felidae,

    bei euch zu Hause herrschen mittlerweile kriegsähnliche Zustände, ein Psycho-Krieg.

    Jeder verteidigt seinen Standpunkt, der Alkoholiker, der Realität entrückt, seinen.

    Nun scheint eine Einigung ausgeschlossen. Der Saufende verteidigt sein Verhalten bis aufs Blut.

    Du, hilflos, hoffend, versuchst „den ganzen Laden“ zusammenzuhalten, mit immer wieder gleichem Ergebnis...

    Er säuft weiter, erniedrigt die Familie, piselt ein u.s.w. , du wirst immer ängstlicher, hilfloser.

    Es ist bereits sehr ernst.

    Was die Anderen davon halten, ist erstmal (!) zweitrangig, du und deine Kinder leiden und nicht die Anderen.

    Was hindert dich daran, mal eine Suchtberatungsstelle (die ist auch für Angehörige da) zu besuchen?

    Wir hier, im Forum können nur immer wieder von unseren eigenen Erfahrungen berichten, wenn du dich hier einliest, wirst du schnell feststellen, alle Geschichten ähneln sich erschreckend.

    Da dein Alkoholiker nichts tun wird, mußt/ kannst du aktiv werden, wenn nicht für dich, dann für deine Kinder.

    Ich möchte mich nicht wiederholen, auch nicht predigen.

    Im Grunde kennst du die „Lösung“ , weißt was zu tun ist.

    Sicherlich benötigst du noch einige Zeit.

    HI Felidae.

    So oder so ähnlich wie dir, muß es auch meiner Mama gegangen sein, damals als ich klein war.

    Vater, Hauptverdiener, getrunken, Mutter, Geringverdiener, zwei kleine Kinder, kümmerte sich um alles, Kinder, Haushalt, eigene Arbeit, alle sonstigen Belange der Familie, Einkauf, sie schleppte sogar das Bier für den Vater ran.

    Mein Vater war zudem noch Choleriker.

    Paradiesische Zustände für den Alkoholiker.

    Jahre später, wir Kinder waren längst aus dem Haus, die Mutter nach 24 Jahren Ehe geschieden, konnte meiner Mutter erst von ihrem Leid erzählen. Es muß die Hölle gewesen sein.

    Von ihr hörte ich auch die Argumente, was sollte ich denn machen, ihr (Kinder) wart klein, das Geld reichte kaum, ohne Hilfe der Oma … vieles deckt sich mit deinen Erzählungen, ebenso die „geschickten“ Manipulationen, die Schuld den anderen zugeben, Hilflosigkeit zu erzeugen.

    Mein Vater ersetzte das Bier irgendwann durch Wodka oder Korn, Bier hatte kaum noch eine Wirkung.

    Nun kann man als Außenstehender schnell einen Rat erteilen, nur du kannst entscheiden, wie lange du es noch ertragen willst und dir die Frage beantworten, trotz aller Widrigkeiten sich verändern oder versuchen, es noch auszuhalten.

    Alkohol verändert das Wesen eines Menschen erheblich (eigene Erfahrung), Realitäten werden verschoben, alles wird sich schön geredet, seinem Bedürfnis (Saufen) angepasst. Man entwickelt seine eigene Realität und verteidigt diese vehement.

    Ich bin seit > 1Jahr trocken, es machte „klick“ , ich konnte mich selbst nicht mehr ertragen, in einem nüchternen Moment kam ich zu dieser Erkenntnis und hörte auf.

    Da gibt es leider kein Rezept. So lange man in seiner eigenen alkoholisierten Verwirrtheit gefangen ist, wird das schwer möglich sein. Man muß es wollen. Da kann von Außen auch schwer geholfen werden. Immer wenn ich von Anderen auf meinen Konsum angesprochen wurde, ging ich in den Verteidigungsmodus und machte dicht! Trank weiter, verharmloste.

    Vielleicht ist es sinnvoll, daß du dir einen Plan machst (du für dich allein) mit allem Für und Wider, allen Möglichkeiten … was passiert wenn, was könnte passieren, damit du aus dieser Hilflosigkeit herauskommst.

    Dich mit Freunden, Familie, auch mit div. Hilfsstellen besprichst und dich informierst.

    Grinsekatze,

    ich verstehe dich sehr gut.

    Doch eines geht nur - leider!

    Du kannst es noch mehrmals probieren, ihn zum Alkoholverzicht zubewegen... wieder Therapie, gut zureden, Ultimatum stellen ... ihm klar machen, daß du "den ganzen Spaß" nicht ewig mitmachen wirst.

    Entweder ändert er etwas oder du.

    Oder du findest deinen Frieden, mit dem wie es ist.

    Finde heraus wo deine Schmerzgrenze ist, was du bereit bist alles zu ertragen und wie lange.

    Habe mir schon oft vorgenommen, aus diesem Muster „einfach“ auszusteigen, doch ich habe tiefe Gefühle für ihn und sehe seine gute und verletze Seite. All meine Versuche laufen ins Leere, doch ich will/kann ihn nicht fallen lassen. Gleichzeitig bin ich schon so verletzt, frustriert und energielos, dass ich mir auch nicht mehr zu helfen weiß.

    Hallo Grinsekatze,

    wie stellst du dir ein Arrangement vor, wenn er nicht aufhören will zu trinken und du tiefe Gefühle für ihn hast?

    Verzeih` bitte meine Neugier, doch für mich scheint es ein Ding der Unmöglichkeit.

    MfG

    Hallo Borussia,

    seitdem ich nicht mehr trinke, mir fiel auch auf, wie viel auf diversen Zusammenkünften gebechert wird.

    Wie unwohl ich mich dabei fühle und wie albern (affig) sich die meisten verhalten. Was ich am erschreckendsten fand war, daß es nur der Suff erträglich machte, ... als ich noch trank.

    Es dauert eine Weile bis man sich einen neuen Bekannten erschließt, aber es geht.

    :wink:

    Hallo Daisy,

    deine Mutter scheut den direkten Kontakt, sie weiß, daß sie dir nichts vormachen kann, wenn sie „verzaubert“ ist.

    Auf der einen Seite schämt sie sich, auf der anderen kostet es unheimlich viel Kraft nüchtern zu sein, um mal anzurufen oder dich zu besuchen.

    Bei meinem Vater war es ähnlich. Sehr selten rief er mich an, meist fast nüchtern, dann im Laufe des Telefonates, bemerkte ich wie er zunehmend lallte …

    Ich dagegen rief öfter mal an, war er zu besoffen oder wurde während des Gespräches zu besoffen, beendete ich das Telefonat.

    Sprich` mit mit deiner Mutter oder mache es per Brief, aber tu es – tu es für dich.

    Ich versuchte meinem Vater nichts vorzuwerfen, ich redete mit ihm, setzte ihn nicht unter Druck, ich wußte, er kann nicht aufhören bzw. will es auch gar nicht.

    Ich vergab ihm, daß es so ist wie er ist. (klingt vielleicht doof, doch so habe ich es für mich empfunden).

    Meine Schwester hingegen wollte ihn immer verändern, beschimpfte, beleidigte … na ja, sie ähnelte ihn wohl sehr. Erst als es dann mit ihm zu Ende ging, wurde sie plötzlich verständnisvoll.

    Der Vater ist mittlerweile verstorben, das hat meine Schwester bis heute nicht richtig verarbeitet und schwelgt noch in Erinnerungen, die mit der Realität nicht viel zu tun haben.

    Akzeptiere deine Mama so wie sie ist, wer so lange säuft, den verändert man nicht mehr – warum auch …

    So meine Erfahrung.

    Die letzten Jahre besuchte ich meinen Vater nicht mehr (das war für mich unerträglich), telefonieren dagegen konnte ich gerade so aushalten.

    Hallo Daisy,

    schreibe bitte diesen Brief, scheibe alles hinein, was dir weh tut, was du dir wünschst, was dich stört, ohne Zorn, ohne Belehrungen.

    Schreib`s dir von der Seele.

    Deine Mama weiß selbst, was mit ihr los ist, würde sie aufhören wollen, würde sie es tun.


    Ich habe ähnliches mit meinem Vater durch, wenn er halbwegs nüchtern war, verstand es alles. Er verstand auch meine Sorge, mein Leid (um ihm).

    Geändert hat das jedoch nichts, mit zunehmender Promillezahl schwand das Verständnis, besser: der Gedanke daran.

    ... Zum Glück bekommen die Kinder, bis auf das Schlecht-Machen, nichts davon mit.

    Hallo Felidae,

    ich fürchte da irrst du, Kinder bekommen mehr mit, als wir wahrhaben wollen.

    Kinder sind sehr sensibel, auch wenn sie es nicht verstehen, bleibt die Wirkung nicht aus und hinterlässt Spuren.

    Über die menschlichen Prägungsphasen lernt man als Eltern leider nie etwas, obwohl sie enorm wichtig sind und meist irreversibel.

    Einmal antrainiert, wird man erlerntes/ abgegucktes Verhalten nie wieder los.

    Da werden mir viele EKA (erwachsene Kinder von alkoholkranken Eltern) rechtgeben. Ich, selbst betroffen, habe mich intensiv damit auseinandergesetzt und kann mittlerweile halbwegs klar erklären, woher, zumindest ich, meinen Schaden/ Knacks habe.

    Du hast erwähnt, dein Mann hatte auch keine sooo rosige Kindheit hatte, ich kann mich irren, doch mangelnde Konfliktbewältigung, stetiges Verdrängen, löst mit Sicherheit kein Alkoholproblem, man bemerkt es, die meisten sehen ihren Konsum als nicht kritisch an.

    Was hast du nun vor? Du kannst ihn ja schlecht zum Doktor oder zur Entgiftung zerren?

    Hallo Fealidae,

    bei vielen (fast allen), die einen alkoholkranken Partner haben, höre ich immer wieder Argumente, warum sie sich nicht von ihm trennen wollen, egal wie kritisch es bereits zu Hause ist.

    Würde der Partner sich so benehmen, ohne Alkohol, wäre die Entscheidung klar.

    Es wird festgehalten an Erinnerungen, wie schön es einmal war, etc.pp. Nebenbei geht das eigene Leben (Lebensqualität) den Bach runter, die Kinder nehmen irreparablen Schaden … man hofft. Immer mehr wird zerstört … Beziehungen, Gefühle … von allen, im Haushalt leben.

    Nebenbei läßt man sich beleidigen, bedrohen und was weiß ich noch alles. Der Nicht-Alkoholiker geht sogar zur Therapie. Was für eine verkehrte Welt.

    Einem Ertrinkenden ähnlich, klammert man sich an alles was irgendwie helfen könnte, anstatt aus dem Wasser zu steigen.

    Wenn der Alkoholiker sich nicht ändert, muß man selbst etwas ändern, alles andere bleibt Illusion.

    MfG

    P.S. Auch mein Vater war ein echter Alkoholiker (verstorben) und ich ebenfalls. Um die Frage gleich zu beantworten: ich trinke seit > 1 Jahr keinen Alkohol mehr, weil ich (!) es wollte, niemand hätte mich dazu überreden können, nur ich selbst.

    Hallo Estenbol,

    was riet dir denn die Psychologin ?

    Wie sieht es bei dir mir Hobbies, Freundschaften, Partnerschaft, Arbeit, dem ganzen Umfeld aus?

    Wenn man sich vorher alles zurecht trank und sein Leid in Alkohol versenkte, dann plötzlich aufhört, entsteht erst mal ein Loch und viel Zeit zum Nachdenken.

    Wie füllst du diese neu gewonnene Freizeit? Daß das Leben nicht immer ein Zuckerschlecken ist, wissen wir alle und das jeder für sich etwas tun muß, ebenfalls.

    Was tust du für dich? Gibt es da Ziele, Wünsche, Ideen?

    MfG

    ... Auch jetzt reizt mich der Gedanke an ein Gläschen, ...

    Hallo Borussia,

    es dauert eine Weile, bis man erkennt, daß all die positiven Erinnerungen, die man mit Alk verbindet so schön waren, nur weil es Alkohol gab.

    Wiederum werden (meist) alle negativen Erinnerungen erfolgreich verdrängt, die in Verbindung mit Alk standen.

    Es scheint als trixe uns unser Gehirn aus. Das macht es auch in gewisser Weise, negative Erinnerungen werden unterdrückt, praktisch zum Selbstschutz, um uns vor seelischem Leid zu bewahren. Positives hingegen wird länger wach gehalten.

    Rufen wir uns aber in Erinnerung, was wir durch den Alk alles „versemmelten“, was wir für Fehlentscheidungen trafen, Menschen verletzten (Beziehungen zerstörten), mal vom morgentlichen Kater abgesehen, wird uns schnell klar: bitte kein Gläschen, denn bei dem einen wird es ja nicht bleiben.

    Ein Freund verglich es einmal, mit einem Raucher, der auf einem Pulverfaß sitzt oder in einem großen Karton mit Feuerwerkskörpern.


    Wenn ich hier bei vielen Co`s mitlese, erkenne auch ich mich wieder … so oder so ähnlich, muß ich mich auch verhalten haben, als ich noch „gut drauf“ war. Das erschreckt mich ungemein, so will ich nie wieder werden ...

    Hallo Hanseat,

    schön, daß du seit > 8 Monaten nicht mehr trinkst. Jetzt mal im Nachhinein betrachtet, war es so schwer diesen Schritt zu gehen bzw. fällt es schwer Alkohol so einfach ignorieren zu können?

    Gibt es da noch echte Trigger oder ist es eher Wehmut, die Erinnerung an vergangene Zeiten, die ja nicht immer negativ behaftet waren?

    Viel Spaß mit der Technik!

    ...

    Und mal eine Frage an die trockenen Alkoholiker hier: Ist diese Ablehnung von Selbstverantwortung, das sich "Nicht Kümmern" und die schlechte Körperpflege typisch - selbst für funktionale - Alkoholiker?

    Nein!

    Hallo LeaLux,

    was würdest du jemanden raten, wenn dir jemand deine Geschichte erzählt? (Und du nicht du wärst.)


    Koh Phanghan, war ja immer die full-moon-party-Insel mit vielen Drogen, Alkohol sowieso. Wie sieht es jetzt damit aus?

    Ich war vor ca. 10 Jahren das letzte Mal dort und empfand es als ziemlich heftig, für Konsumenten ideal.

    Guten Morgen.

    Alle anderen sind Schuld, es gibt immer was zu meckern....

    Das kenne ich von unzufriedenen Menschen, denen die Freunde abhanden gekommen ist, denen langweilig ist oder die gar einsam sind.

    Die eigene Unzufriedenheit wird auf andere, anderes projiziert. Man macht andere schlecht, um besser dazustehen, vielleicht auch, um überhaupt etwas sagen zu können.

    Oft kann man es bei alten/ älteren Menschen beobachten, sie wissen nicht mehr weiter und kommen aus ihrer Unzufriedenheit nicht heraus.

    Fröhliche oder Ausgeglichene neigen eher selten zu seiner so negativen Einstellung.

    Wir kennen das vielleicht alle von uns selbst, hatte man einen arg beschi**en Tag, fällt das Loben schwer.

    Gern trinken viele in so einer Situation Alkohol, sich seiner Wirkung bewußt, andere lenken sich durch Sport ab oder beschäftigen sich mit etwas, für sie, Sinnvollem.

    Sicherlich ist eine Suchterkrankung nicht ursächlich, die verstärkt ggf. das Befinden.

    Wenn ich andererseits schon unzufrieden bin, dann noch trinke und ich dadurch noch unzufriedener werde oder mit meiner Trinkerei generell unzufrieden bin, dann könnte man behaupten, daß eine bedingt das andere.

    Ich kenne aber auch einige fröhliche Trinker, ebenso viele notorische Meckerer, die mit Alkohol absolut nichts im Sinn haben.

    Meine Mama beispielsweise, eine „Alkoholverweigerin“, meckerte zunehmend mit dem Alter, über alles und jeden … sie vereinsamte allmählich im Rentendasein, da gab es kein Hobby, keine Freunde, keinen Garten in dem man werkeln konnte, täglich TV als Unterhaltung – da kann man schon verbittert werden.

    (meine) Merkmale eines EKAs:

    Mangelndes Selbstbewußtsein.

    Große Kompromissbereitschaft, man will ja gefallen, akzeptiert werden, es soll harmonisch ablaufen, Vermeidung von Konflikten, Unsicherheit (eigene Meinung??).

    Als ich Kind war, wurde vom Vater immer viel gemeckert, oft grundlos.

    Klar, Kinder nerven, suchen Anerkennung, Zuneigung, Bestätigung, auch mal ein Lob.

    Gerade in den ersten Jahren wird man für immer und ewig geprägt, wird ähnlich einem jungen Baum geformt.

    Ich lese oft: erkläre es deinem Kind, warum der Papa einen „Drehwurm“ hat, er so viel schreit, kurzum betrunken ist.

    Kann ein Kind es überhaupt verstehen? Erwachsenen, mit all ihren Erfahrungen, fällt es schon arg schwer, es auch nur ansatzweise zu verstehen.

    Nach außen hin, können viele diese Kindheitsprägung meist gut verbergen, oft auch unbewußt, doch da ist sie.

    Trinken deshalb so viele EKA`s ebenfalis ?

    Hallo Hanseat,

    schön, daß du seit 8 Monaten nicht mehr trinkst. Jetzt mal im Nachinein betrachtet, war es so schwer diesen Schritt zu gehen bzw. fällt es schwer Alkohol so einfach ignorieren zu können?

    Gibt es da noch echte Trigger oder ist es eher Wehmut, die Erinnerung an vergangene Zeiten, die ja nicht immer negativ behaftet waren?

    Zum Thema „neueres Auto“ , da gebe ich dir Recht, auch ich frage mich, wer braucht all diese Hilfssysteme, die uns angeblich alles erleichtern sollen und in Wirklichkeit uns mächtig ablenken, uns viel zu oft daran hindern, auf den Straßenverkehr zu achten? Alles neu, alles chic, damit lässt sich prima Geld verdienen und wir Deppen müssen alle mitmachen oder laufen.