Beiträge von achelias

    JuSe,

    also willst du noch `ne Weile aushalten und sehen, was du alles ertragen kannst?

    Denn eine Besserung scheint ja seifenblasenartig zerplatzt zu sein.

    Wenn du mal in die Zukunft siehst, mit all deinen Erlebnissen und deiner Lebenserfahrung - wie wird sie sich gestalten?

    Was ist am wahrscheinlichsten?

    Was ist Euch ein Rückfall wert?

    Der Gedanke begünstigt/ provoziert schon den Rückfall. Man verbindet immer noch etwas Positives mit dem Alkohol. Das bedeutet man kommt nicht wirklich davon los, jedes Triggern verspricht Linderung, wenn man nachgibt. Es besseres Leben, zumindest für den Moment.

    Zufriedene Abstinenz … ich habe mich lange gefragt, was damit gemeint ist. Bis ich (für mich) begriff, es ist damit ein zufriedenes Leben, ohne Alkohol, gemeint.

    Wenn ich also unzufrieden bin, mit meinen Problemen (die ja jeder hat, ob Streß, Einsamkeit oder sonst was) nicht klar komme und ich mich in dieses Nicht-Klarkommen hineinsteigere, bis es unerträglich wird, dann ist der Gedanke verlockend … man könne es ja 1x probieren.

    Sich Stabilität anzueignen, geht ja nicht von heute auf morgen – das wird eben permanent unterschätzt. Es hilft nicht, sich immer wieder zu sagen, wie schlecht der Alkohol ist.

    Wichtig ist die Stabilität gegenüber unseres Unvermögens im Umgang mit seiner eigenen Problembewältigung, im Umgang mit sich selbst.

    Und das Alk eben keine Probleme löst, sondern sie verstärkt, ist zwar vielen klar, doch haben die meisten nicht (nie) gelernt, was man sonst tun könnte, zum zufrieden zu sein.

    Vernunft scheint nicht zu funktionieren. Wie kann man sich also effektiv ablenken, in der ersten Zeit der Abstinenz?

    Wie stelle ich für mich Zufriedenheit her?

    Hallo JuSe,

    ich las gerade in einen anderen Thread von dir:

    Zitat

    ...ich weine den alten schönen Zeiten nach...und will sie wieder zurück haben. Ich wünsche mir nichts anderes aber die Hoffnung schwindet .

    ... Er säuft mehr wie zuvor und gibt mir die Schuld an allem. ...

    Verzeih` meine Offenheit, doch glaubst du wirklich, daß man die alten Zeiten zurückholen kann?

    Ich wünschte mir auch schon sooooo viel und oft, doch irgendwann bemerkte ich: Der Drops ist gelutscht! Vergangenheit. Weg.

    Es zählt das Heute, hier und jetzt - so bitter es auch sein mag, die Realität kann man nicht ewig verdrängen.

    Wie geht es deinem Mann in der Klinik? Ist er noch dort?

    Grüße

    Hallo Aloha17,

    herzlichen Glückwunsch zu deiner Tochter !!!

    Der Kindesvater versucht mit aller Gewalt sich zu schützen, um, um den Unterhalt herum zu kommen bzw. ihn zu schmälern. Schließlich geht es, um sein Geld.

    Er schießt mit allen Mitteln quer, nur um zu „gewinnen“. Das hat mit Vernunft nichts zu tun, es ist eher reine Panik, „Selbsterhalt“. Erschwerend kommt sein Alkoholproblem hinzu. (Ich muß mein Gegenüber kennen, begreifen, um Handeln zu können - darum schreibe ich das).

    Der Vater hat per Gesetzt ein Umgangsrecht … zum Wohle des Kindes.

    Dieses Umgangsrecht kann verweigert werden, bei erfolgter physischer/psychischer Gewalt gegen das Kind oder bei einer nachweislichen Suchterkrankung.

    So sieht es das Gesetz vor, von der Mutter steht da nichts!

    Das ist die Sachlage, so weh wie es auch tut.

    Jetzt kann man zwar über den Sinn solcher Aussagen diskutieren, doch ändert das nichts.

    Ohne Rechtsbeistand, Jugendamt, offiziellen Hilfestellen geht es also nicht – leider.

    Das „Kuriose“ ist, die Mutter ist, an Kindes statt, in der Beweispflicht.

    Schöne Kacke!

    Natürlich lebt der Erzeuger in seinen Wahnvorstellungen und das wird auch so bleiben, seine Realität ist seine eigene, egal was die Anderen denken, sagen oder tun. Dieses muß dir bewußt sein.

    Du (ihr) befindest dich im Krieg. Hole dir jegliche Hilfe, die du bekommen kannst, Eltern, Freunde, Nachbarn, Rechtsbeistand etc. . Die direkte Konfrontation wird in noch mehr Gewalt, Beleidigung, ... ausarten, egal wie es dir geht oder egal wie schutzbedürftig du und dein Neugeborenes bist.

    Gehe immer vom Schlimmsten aus, bereite dich zumindest darauf vor.

    Ich verzichtete absichtlich auf fromme Wünsche und Mitgefühlsbekundungen und versuchte sachlich zu bleiben. Entschuldige bitte.

    Viele Grüße

    Hallo BE,

    man kann eine Wohnung auch vor seinem eigenen Auszug verkaufen, z.Bsp. eine Anzahlung erhalten, den Restpreis nach Auszug.

    So machte ich das.

    Doch die genauen Möglichkeiten, kann man nur ermitteln, wenn man exakt die Voraussetzungen kennt, ihr habt ja noch einen Kredit drauf...

    ein Notar kann da Auskunft geben.

    Viele Grüße

    Hm, warum sollte ich jemanden, der mich nicht gut kennt und umgedreht ebenso, erzählen, das ich trockene

    Alkoholikerin bin?

    ... Ich würde freundlich ablehnen mit den Worten "Danke, aber wir trinken keinen Alkohol" und die Flasche erst gar nicht in Empfang nehmen.

    Genau. Auch ich bevorzuge diese elegantere Aussage. Ich muß nicht allen erzählen, daß ich einmal ein riesen Problem hatte.

    Höflich und entschlossen ablehnen, da habe ich noch nie eine negative Reaktion bekommen.

    Hallo L. ,

    und? War es so ein riesen Schritt zum Arzt? Mal im Nachhinein betrachtet.

    ... Möchte erst die Entgiftung hinter mich bringen und dann weiter sehen.

    Ich danke euch für den Zuspruch und fürs motivieren, ist bestimmt auch nur zu meinem besten dass ich ein wenig Druck durch euch habe. Jetzt gerade ist es in meinem Kopf aber zu viel und ich fühle mich angegriffen, fragt nicht warum.

    Gute Entscheidung, gib dir etwas Zeit.

    Das mit dem Angegriffen kommt mir irgendwie bekannt vor ^^ , mir ging es ähnlich, auch beim Arzt oder das erste Mal bei der Suchtberatung. Ich versuchte Anfangs noch zu verharmlosen, mit äußerst mäßigem Erfolg, aber gerade diese, nicht immer angenehmen, Gespräche halfen mir, sehr offen mit dem Thema umzugehen. Offen mit mir umzugehen.

    Auch ich hatte am Anfang ganz schöne Schlafprobleme. Die erst nach einigen Wochen immer schwächer wurden.

    Gib auch deinem Körper etwas Zeit, der muß sich auch erholen vom jahrelangen Giftkonsum.

    Viele Grüße

    Zitat

    Ubd ja, ich werde jetzt erstmal einen riesigen Bogen um Alk machen und um alle die etwas damit zu tun haben. Wie hätte ich denn auf das Geschenk reagieren sollen? Die Person bedeutet mir schon etwas, war also kein Fremder... Aber halt auch nicht so vertraut, dass ich mich offenbart hätte...

    Hallo FI,

    wenn man Alkohol-Geschenke höflich ablehnt, z.Bsp. mit der Begründung "ich trinke keinen Alkohol, weil ich keinen mehr vertrage" und du ihn deshalb nicht im Haus haben möchtest, wird es jeder verstehen - besonders Bekannte. Man muß ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen.

    Mein Chef machte ein Mal ein alkoholfreies Jahr, freiwillig, und machte da keinen Hehl daraus - es hat jeder verstanden, es gab auch Bewunderung.

    Er sagte offen, daß sein Konsum ganz schön angestiegen sei, in den letzten Jahren und möchte sich beweisen, daß es auch ohne geht.

    Auch ich zollte ihm Respekt.

    Was ich nicht verstehe, warum man so große Angst hat, vor der Beratungsstelle oder dem Arzt. Das sind alles gut ausgebildete und vor allem erfahrene Menschen, die jede Menge Tips geben können, gerade was Rückfälle angeht oder Einrichtungen die sich mit Meditation, Yoga, Atemübungen etc. auskennen, die Adressen parat haben.

    Diese Zögerlichkeit erinnert mich sehr an sich nicht trauende Kinder!

    MfG

    Mir fällt auf, fast alle die am Anfang stehen, haben „plötzlich“ viele Gründe etwas nicht zu tun, Angst, sich nicht trauen, Schlafstörungen, ein plötzlicher Termin u.v.a. .

    Man sucht sich praktisch einen Grund, um etwas nicht zu tun, von dem man aber weiß, daß er nötig ist.

    Verunsicherung gewinnt die Oberhand, wie es oft bei Kindern der Fall ist.

    Was ist denn so schlimm zum Arzt zu gehen und/ oder zur Suchtberatung, im Gegensatz zum täglichen Rauschtrinken, wo man zugegebener Maßen zur hilflosen Person mutiert. Zu so einer Person, die man nicht gerade wertschätzt, sieht man sie in der Öffentlichkeit.

    Ich habe mich auch oft dabei ertappt, als ich zu mir sagte: na so schlimm ist es ja bei mir nicht, wie bei den (!) Säufern, den Gedanken, daß ich bereits auch dazugehörte, verdrängte ich erfolgreich, schließlich sah man mir es nicht an, ich funktionierte nach außen hin. Meistens.

    Lange Rede …

    Du mußt dich entscheiden. Endlich etwas tun oder nichts tun, weiter machen wie bisher und weiter jammern oder eben nicht.

    Hole dir Hilfe, wenn es allein zu schwierig ist. Alles weitere wird gelingen, wenn du es willst, andere schafften es auch.

    Wie war es beim Arzt? Hingegangen?

    Zitat

    Zitat von Sisu

    Geht es euch auch so, dass ihr das Gefühl habt nirgends wirklich hin zu gehören, euch gleichzeitig danach sehnt aber dennoch Angst habt irgendwo tatsächlich anzukommen?

    Zitat

    Zitat von AufderSuche

    Ich hab mich immer anders und allein gefühlt, inzwischen habe ich Menschen kennenlernen dürfen, die mir ähnlich sind.

    Das geht mir immer noch so. ;(

    Darin erkenne ich mich wieder, ja.

    ... komisch ... es gibt noch andere Menschen, denen es geht wie mir!

    Warum spricht nur niemand darüber??? Kein Wunder, daß man da dem Suff verfällt. :roll:

    Hallo Liane,

    Nun frage ich mich: Wo ist die Grenze?

    Wann lautet der Rat: Nimm die Füße in die Hand und lauf!

    Und wann: Steh ihm bei?

    Wenn ich die Trennung durchziehen will, mache ich mir Sorgen, dass ich unfair und zu hart bin.

    Wenn ich die Beziehung weiterführe, habe ich Angst, dass sich nie etwas ändern wird.

    ... genau, daß ist ja das Dilemma.

    Nur Du kannst das entscheiden.

    Wo ist bei dir die rote Linie, die nicht überschritten werden darf?

    Was bist du bereit auszuhalten?

    Tut mir leid mit deinem Job und deiner Freundin, ich hoffe du hast jemand neuen gefunden mit dem du glücklich bist!

    Ich habe mich übrigens bei den AAs online "eingeschrieben ", ist wegen der sch... Pandemie wahrscheinlich sowieso besser. Hast du damit auch Erfahrungen gemacht?

    Hallo L. ,

    das braucht dir nicht leid zu tun - du kannst ja nichts dafür. :lol:

    AA - nein keinerlei Erfahrungen. Bitte probiere es aus und berichte davon. Das würde mich auch interessieren.

    ... Weiß nicht ob du weißt was ich meine. .... Einerseits bin ich an dem Punkt, dass ich das Bedürfnis habe es jemandem aus meinem Umkreis anzuvertrauen, anderseits möchte ich niemanden damit belasten.

    Sehr gut! Weiß ich was du meinst.

    Dann ist der Arzt also kein Problem. Hingehen!

    Nur du kannst beurteilen, wem du dich anvertrauen willst/ kannst. Mehr, als auf die Nase fallen kannst du nicht, das "Risiko" kennst nur du.

    Ich war in keiner Behandlung. Auch wenn man es hier nicht gern hört. Ich zog das alleine durch - mit mir. Obwohl ich eher zu den Zögerlichen, Schwankenden, (sehr) Unsicheren gehöre ... mangelndes Selbstvertrauen...

    Ich bin kein Held. Ich habe "einfach" aufgehört zu trinken.

    Nachdem Job, langjährige Freundin und jede Menge Geld weg war, soff ich ca. 1 Jahr heftig weiter, sozusagen im Dauerdelirium (!). Irgendwann wurde ich "wach" und hörte auf. Vielleicht war es Trotz.

    Wie bereits erwähnt, hat es eine Weile gedauert, bis ich halbwegs gefestigt war.

    Doch war ich (bin ich) fest davon überzeugt, daß die Sucht im Kopf wohnt, so wie all unsere Gefühle, Ängste, Empfindungen. Vielleicht wollte ich mir selbst etwas beweisen ... es war sicher keine Fee, die mir etwas ins Ohr flüsterte :roll: .

    Ich weiß nicht, wie ich es besser beschreiben soll.

    Probiere es einfach aus, entweder es funktioniert oder es scheitert. Du - nur Du - kannst wählen.

    Wenn das jetzt wie die Worte eines Predigers klingen, bitte ich, um Nachsicht.

    > 1 Jahr.

    Lass` dir Zeit, gehe es langsam an! Was du dir über Jahre angewöhnt hast, geht nicht wie durch Zauberei, plötzlich wieder weg. Ebenso wie du deinem Hirn die Belohnung mittels Alkohol antrainiert hast, braucht es auch Zeit selbiges wieder abzugewöhnen.

    Bei mir war es nach ca. 6 ... 8 Wochen so weit, daß der Gedanke an Alkohol langsam verschwand.

    Warum graut es dir vor dem Arzttermin? Du hast eher Angst es einzugestehen vor anderen ... ein Arzt wird dich weder schief angucken, noch verurteilen, im Gegenteil. Er fragt dich nach deinem Befinden und gibt dir Tips, stellt deinen Gesundheitszustand fest, Blut, Leberwerte etc. .

    Sieh`s mal so, der Arzt wird zum Vertrauten, Helfer.

    Löse erst Mal Problem Nr. 1 - das bist du.

    Wenn du nicht "funktionierst" , kann es mit dem Umfeld auch nicht klappen. Ist doch logisch - oder?

    Vielleicht hilft`s ja auch, deiner Frau es zu offenbaren, mit geplantem Arztbesuch etc. - doch das kannst nur du entscheiden, nur du kennst eure Beziehung.

    Genau, das meinte ich. Mir ging es ähnlich und irgendwann habe ich es übertrieben.

    Dann war ich an einem ähnlichen Punkt wie du.

    Ich konnte mich nicht mehr ertragen und schämte mich sehr ( mir gegenüber !!! ) und wußte, entweder weiter saufen und so enden wie viele ( mein Vater soff sich in den Ruin/ Tot) oder endlich Mal was tun, diesmal wirklich - den Verstand benutzen. Ich bin noch nicht soooo lange trocken, doch es wird zunehmend besser.

    Und ehrlich, mir fehlt der Alk gar nicht. Früher dachte ich auch so: " oh ... nie wieder ... " Heute habe ich begriffen, alles Quatsch. Wenn man will geht es. Gut sogar. :mrgreen:

    Trau` Dich einfach.

    Hallo L.

    alles o.k. , wer was genau macht ist auch irrelevant. Doch ein Mal das äußerst negative Stigma bekommen, wird man es nie wieder los - gerade auf der Arbeit.

    " Was ändert sich, wenn man Alkohol trinkt (zum positiven, außer daß man langsam matschig in der Birne wird) ?"

    Die Frage bezieht sich auf deine Aussage, daß du auch Angst hättest, nie wieder etwas trinken zu können. Ich kann die Frage auch anders formulieren:

    Was schadet es, wenn man keinen Alkohol trinkt?

    Ich kenne einige Nichttrinker, die noch nie Probleme hatten, weil sie eben nicht trinken, sei es aus gesundheitlichen, religiösen oder nur persönlichen Gründen, weil denen das Zeug einfach nicht schmeckt bzw. diesen hilflosen Zustand nicht mögen.

    Wenn mich jemand fragt, warum ich nicht mehr trinke. Sage ich die Wahrheit: Ich vertrage keinen Alkohol (mehr) !

    Ich muß ja nicht gleich die Hose runterlassen.

    Andere haben eine Nussallergie, sie essen keine Nüsse, weil sie sie nicht vertragen - ganz einfach! :o)

    ... . Jetzt muss ich nur noch hingehen

    Das ist ja wohl der leichteste Teil der Übung!

    Dagegen ein eventueller Verlust des Arbeitsplatzes ... ich würde nicht hoffen, daraufhin angesprochen zu werden. Ich weiß zwar nicht, was du beruflich machst, doch hat man in der Firma erstmal den Ruf eines Alkoholikers weg - wirst du ihn nie mehr los, mit allen Konsequenzen und Vorurteilen. Und glaub` mir, das spricht sich schneller rum als einem lieb ist.

    Dagegen ist ein Arztbesuch Kindergeburtstag.

    Bei mir war erst der Führerschein weg, dann zwangsläufig der Job. Das war bitter!

    Mit dem Trinken aufhören tat nicht so weh!!!

    Die ersten Wochen hatte ich zwar ganz schön zu kämpfen (im Kopf). Doch so nach und nach gewöhnte ich mich daran, eben nur alkoholfreies zu konsumieren.

    Ich habe mir nie das Trinken verboten. Ich wollte es und will es noch immer, freiwillig! Was ändert sich, wenn man Alkohol trinkt (zum positiven, außer daß man langsam matschig in der Birne wird) ?

    Stelltes du dir diese Frage schon ein Mal?