Beiträge von Lanananana

    Ich würde gerne von anderen wissen ob das besser wird oder schlimmer oder?

    Du hast es ja selbst schon gesagt - das kann dir keiner beantworten.

    Dass er aktuell sehr angespannt ist, finde ich nicht ungewöhnlich. Er durchlebt gerade eine extrem herausfordernde Zeit.


    Und es ist sicher auch nicht damit getan, dass er die Therapie durchzieht und dann ist alles „so schön“ wie früher oder noch besser.

    Das wird ein komplett neuer Abschnitt. Das beste, was du gerade tun kannst, ist dich zu fragen, was dir gut tut und wie du leben willst.


    Ob das noch so passt, wird sich dann zeigen.

    Ich weiß das in ihm viel Potenzial steckt

    Hallo - an diesem Satz bin ich hängen geblieben.

    Ist das noch ein Umgang/eine Partnerschaft auf Augenhöhe?

    Du schreibst viel über ihn - aber hier geht es vor allem um Dich:

    Ich bin heute sehr genervt. Ich habe in letzer Zeit öfte rüber Trennung nachgedacht, aber dann denke ich halt auch, wir hatten eine gute Zeit bevor es so schlimm wurde. Ich müsse nur durchhalten..

    Die alten Zeiten kommen nicht zurück - und ob es neue gute Zeiten gemeinsam gibt, hängt auch davon ab, was ihr über Euch selbst herausfindet in der nächsten Zeit.

    Wie war das bei Euch, habt ihr die Entscheidung zu gehen je bereut?

    Was, wenn Du die Frage mal umdrehst und für Dich (!) schaust, wie sich da anfühlt: Bereust Du irgendwann, nicht früher gegangen zu sein?

    Aber die emotionale Kälte und das Fehlen jeglicher Nähe und Zärtlichkeit, so gut wie keine Kommunikation machen mich sehr einsam und traurig.

    Ich wünsche Dir viel Kraft!

    Du kannst auch sehr stolz auf Dich sein!!!

    Meine Mutter ist nicht gegangen. Mein Vater hat sich ins Grab getrunken. Das war sicher schlimm aber noch schlimmer war die ganze Atmosphäre in diesem Suchthaushalt als er noch gelebt hat! Die ganzen Spannungen, die Auseinandersetzungen … das Gefühl, nicht sicher zu sein … usw.


    Und all das werden Deine Kinder nun ganz anders erleben! Unterschätze nicht, wie wertvoll es ist, dass Du ihnen zukünftig etwas ganz anderes bietest und vorlebst. Ein zu Hause, in dem sie sich sicher fühlen können! Und ein Vorbild, das ihnen gezeigt hat, dass sie gehen können, wenn ihnen etwas nicht gut tut. Dass sie nicht ohnmächtig sind!

    Gut, dass Du erstmal etwas Abstand hast.

    Ich denke, nicht ER fehlt Dir - zumindest nicht so, wie er inzwischen ist - sondern das, was Du mit ihm verbunden hast. Die Partnerschaft, die schönen Momente, die Zukunftsträume …

    Gib Dir Zeit. Ich wünsche Dir viel Kraft und dass Du das sehr bald erkennen kannst.

    Was kann ich tun?

    Für Dich einstehen und handeln. Aus meiner Sicht ist die vermeintliche finanzielle Sicherheit es nicht wert, in einer Beziehung zu verharren, in der du unglücklich bist und in der viel vorgefallen zu sein scheint.

    Ich kann ihm nicht verzeihen, dass er mir bei Eheschließung die Alkoholsucht verschwiegen hat , obwohl er gewusst hat wie ich zu dem Thema stehe. Auch gab es unschöne Dinge in Zusammenhang meiner jüngsten Tochter und seinem Verhalten.

    Ich denke, du weißt selbst, dass du vermutlich gehen musst, wenn du wieder „Schönes“ erleben willst.

    Ich fühle sehr mit deinen Kindern und ehrlich gesagt macht es mich wütend, dass du sie weitere Monate der Situation ausgesetzt hast. Entschuldige bitte, dass ich Dir das als Betroffene so direkt schreibe.

    Ich könnte mich mit allem wiederholen, was ich Dir schon geschrieben habe. Aber das kannst Du wenige Einträge über diesem nochmal nachlesen.

    Bezug nehme ich nur auf Deine neue Frage:

    Aber wenn ich mit ihm z.b. Tage vorher ausmache, er soll die Kinder freitags abholen und hat donnerstags einen Rückfall, habe ich überhaupt nix gewonnen mit meiner Trennung. Wenn du dazu einen Rat hättest, wäre ich sehr dankbar, ich bin nämlich ratlos.

    Deine Kinder aber! Weil sie sehen, dass Du Sicherheit bedeutest und Schutz!

    Ich verstehe, dass Co-Abhängige Handlungsmuster nur schwer zu durchbrechen sind. Aber Du trägst die Verantwortung für eure Kinder.

    Ich sage dir nochmal, deine Kinder nehmen gerade erheblichen Schaden!

    Auch an den Tagen, wo ihr so schone Ausflüge alle zusammen macht. Weil sie nämlich neue Hoffnung schöpfen. Gerade weil sie nämlich nicht genau verstehen, was los ist.

    Mich würde interessieren ob jemand von Euch beim Partner/in Wahnvorstellungen/Othello-Syndrom wahr genommen hat.

    Das ist deine erste Frage?

    Mich würde interessieren, warum du dich nicht endlich um dich selber kümmerst.

    Ja, es ist schwer co-abhängige Muster zu überwinden. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Aber ohne intensive Auseinandersetzung mit Dir kommst du da nicht raus!

    Gestern fragte mich jemand was den so schlimm sei,mit einem Alkoholiker zusammen zu leben. Wenn ich darüber nachdenke denke ich es ist doch nur das ich mich schäme.

    Wirklich?!? Ist es nicht auch schrecklich für dich und deine Kinder nicht gesehen und gehört zu werden? Lies doch nochmal von Anfang an, wieviel Sch… du schon allein wegmachen musstest.


    Und schau Dir mal Ratgeber zu „toxischer Schuld und Scham“ an. Mir hat das sehr geholfen.

    Ich bin seit 1,5 Jahren mit ihm zusammen. Es war am Anfang eine wunderschöne Zeit. Bis ich das erste Mal gemerkt habe, er versucht einen Streit zu provozieren.

    Er war meine große Liebe und ich wahrscheinlich auch seine. Aber nicht mit Alkohol, damit ist er ein anderer Mensch, damit komme ich nicht zurecht.

    Ich glaube auch ihm geht es mittlerweile sehr schlecht, die Anzeichen dafür sind überdeutlich. Gelbe Haut, die juckende und kratzt, Selbstgespräche in einer Tour, Tag und Nacht, er vergisst sehr viel, Nasenbluten, beim Husten kommt öfter ein Blutklumpen, 4-5 Stunden schlafen am Tag.

    Ich bin an diesen Sätzen hängen geblieben und möchte das gern mit dir teilen … natürlich sagt Zeit nichts aus über die Tiefe einer Liebe … aber es fällt mir schwer nachzuvollziehen, wie jemand in so kurzer Zeit vom Traummann zum körperlich gezeichneten Alkohol-Kranken geworden sein soll …


    Verklärst Du da nicht vielleicht was?

    Warum ist es mir wichtig, Dich das zu fragen? Weil ich glaube, dass Du es Dir unnötig schwer machst, wenn Du in der jetzigen Situation „er war meine große Liebe“ manifestierst …


    Wer weiß, was noch kommt … vielleicht eine viel größere Liebe … hoffentlich aber eine, die glücklich beginnt und sich ebenso entwickelt.


    Bleib bei deiner Wut und auf jeden Fall bei deinem Entschluss, dass es so nicht weitergeht.

    Ich mache mir vorwürfe das ich Sie nicht genug/lang in ihr Kampf gegen die Sucht unterstützt hätte.

    Du hast keine Schuld! Es ist an ihr konsequent an Ihrer Trockenheit zu arbeiten. In der Klinik hätte sie sich Hilfe holen können anstatt zu trinken. Sie ist noch nicht so weit.

    Ehrlich gesagt, schockt mich das was du schreibst im Hinblick auf eure Kinder. Ich bin selbst in einer suchtbelasteten Familie aufgewachsen - wie gut, dass Du ihnen Schutz und Sicherheit gibst. Schlimm, was sie wegen der Sucht der Mutter durchwachen müssen.

    Ich bin innerlich zerrissen und habe Zweifel an meine Entscheidungen. Bin ich ein schlechter Mensch? Habe ich einen kranken geliebten im Stich gelassen?

    Du hast absolut richtig entschieden! Für deine Kinder, für dich aber auch für sie. Du hast sie nicht im Stich gelassen. Sie hat euch im Stich gelassen.


    Hoffentlich wird sie jetzt „wach“. Bleib auf deinem Weg. Ich hoffe, die Kinder und Du kommen zur Ruhe! Ich wünsch euch weiterhin viel Kraft.