Beiträge von Lanananana

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Was ist der Weihnachtszauber wert, wenn du dafür aushalten und Lügen wegblenden musst? Warum weiter Zeit verlieren? Der Trinker sagt auch immer „bald hör ich auf“ … sorry, dass ich so direkt bin. Und ja - ich weiß, wie schwer das alles scheint. Aber wenn der erste echte Schritt gemacht ist, wird es leichter … viel Kraft.

    Liebe Anna84 , ich möchte dich nicht entmutigen aber bei mir klingeln gerade die Alarmglocken - „an Lösungen“, „ neuen Wegen“ etcpp. arbeiten war im Fall meines Ex-Freundes mehr Theorie als Praxis. Weil ich so gehofft habe, war ich dafür extrem empfänglich … und bin richtig auf die Nase gefallen. Was zählt sind Taten über die lange Strecke. Lass dich nicht einwickeln.

    Die größte Hilfe für deinen Partner und für Dich ist, wenn Du Dich um Dich selbst kümmerst. Ihm kannst Du nicht helfen. Er muss sich da ganz alleine rausholen - wenn er will. Aber Du kannst versuchen herauszufinden, warum du in einer für Dich nicht befriedigenden Beziehung ausharrst und warum, er Dir so schwer fällt loszulassen. Es gibt kein „im Idealfall reagieren“. Aber jeder hat seine eigenen Gründe zu handeln. Es ist gut sich damit auseinanderzusetzen und zu versuchen, sich besser zu verstehen. Und sich zu fragen, lebe ich das Leben, das ich mir für mich gewünscht habe …

    Weil ich die schwierige Situation mit der Mutter sehr gut aus meinem eigenen Leben kenne und selbst schon wirklich lange und intensiv daran arbeite, möchte ich dich noch auf Innere-Kind-Arbeit und Traumasensible Ansätze aufmersam machen. Das hat mir sehr geholfen. Liebe Grüße.

    Sie kann noch nicht reflektieren, wie sehr sie die Situation belastet - und das tut sie - auch wenn du denkst, für sie ist noch alles ok. Sage ich als Tochter eines Alkoholikers, deren Mutter immer sagt, ich wollte dir das zu Hause nicht wegnehmen. Wenn du wegen ihr bleibst: das hilft ihr das aus meiner Sicht nicht.

    Wir waren schonmal im November getrennt. Und da hat er sich tatsächlich nochmal in eine Entgiftung begeben und für einen Therapieplatz gekämpft. (Er hatte schon mehrere Anläufe bevor ich ihn kennengelernt habe.) Ich hab geglaubt, dass das das Zeichen ist, dass er nicht nur verstanden hat, dass er ein Problem hat, sondern dass er es auch endlich lösen will. Ich habe ihm gesagt, dass ich endgültig gehe, wenn er wieder anfängt zu trinken. Rückblickend bin ich mir ehrlich gesagt nicht mehr sicher, ob er mich (und die Therapeuten) nicht schon während der Therapie belogen hat. Als ich erkannt habe, dass er wieder trinkt, ist eine Welt für mich zusammengebrochen. Aber mir war klar, dass ich mit untergehe, wenn ich bleibe.


    Mein Vater hat sich totgesoffen und unsere ganze Familie hat so sehr gelitten.


    Wie viel Energie ich während der Beziehung zu meinem trinkenden Ex verloren habe und wie sehr ich mich selbst verloren hatte, merke ich erst jetzt in vollem Umfang.

    Ich weine und fühle mich sehr verloren und auch dumm.

    Aber du bist stark und hast dich gerettet. Ich finde auch, du kannst stolz auf dich sein!


    Es wird besser. Vertrau darauf. Es ist ok traurig zu sein, nicht zu verstehen, warum sich jemand kaputt säuft, zu erkennen, dass Liebe doch nicht alle Hindernisse überwinden kann …


    Ich bin seit Ostern getrennt - ebenfalls nach einem unendlich kräftezehrenden Hin und Her. Und ich bin inzwischen so froh aus diesem nassen Karussell raus zu sein!

    Dein Therapeut hat es ganz gut auf den Punkt gebracht, wie ich finde: "co-abhängig bis in den Tod." Du wirst von ihr keinen Zuspruch/keine Hilfe erwarten können - sie hat die ganze Zeit seinen Konsum runtergespielt. Und das Theater ausgehalten bis zum Ende. Nun ist er tot. Wenn sie jetzt ihre "Sichtweise" ändern würde, wird für sie ja alles nur noch schlimmer. Schlimm finde ich, dass sie dir die Schuld gibt. Aber du weisst ja, dass das Quatsch ist. Vielleicht rückt die Zeit das gerade und ihr sprecht irgendwann nicht mehr darüber. Den Kontakt zu minimieren halte ich in jedem Fall für eine gute Idee.

    Meine Mutter hat übrigens - obwohl mein Vater nachweislich am Alkohol verstorben ist - allen Freunden und Verwandten erzählt, dass er einen Herzinfarkt hatte. Sie war der Meinung, die Wahrheit geht niemanden was an. Die würde nur ihr und seinem Ansehen schaden. Ich weiss nicht, ob Dir das hilft. Aber ich fühle mit Dir!

    Liebe Becca, ich verstehe, dass es sehr schwer ist einen Suchtkranken Partner loszulassen, wenn man noch Hoffnung hat. Aber dass Du eine Entscheidung aufschiebst, obwohl Du weißt, dass er alkoholisiert mit den Kindern Auto fährt, verstehe ich nicht. Was tust Du, wenn er so einen Unfall baut? Kannst Du Dir Dein Zögern dann wirklich verzeihen?

    Diejenigen die das nicht hatten, waren mehrfach auf Therapie oder hatten bereits in den ersten beiden Wochen nach Therapieende einen heftigen Rückfall.

    Es gibt aber auch die, die immer wieder rückfällig werden obwohl sie Hilfe, Unterstützung und Angehörige haben, die zu ihnen stehen.


    Wer wirklich aufhören will, tut es unabhängig von anderen und ganz allein für sich. Und auf der anderen Seite hat jeder Angehörige aus meiner Sicht jederzeit das Recht sich aus dem System Sucht zu verabschieden bzw. zu befreien.

    Warum möchtest du nach Hause, wenn es dort so belastend ist? Was macht dich so sicher, dass du wirklich für Dich selbst nach Hause willst? Und aus welchem Grund? Ich frag so konkret nach, weil ich das Gefühl, das du beschreibst von mir gut kenne. Also das Gefühl schon vorher total fertig zu sein, mich fast schon krank zu fühlen, wenn ich meine Mutter besuchen fahre. Aber ich habe irgendwann rausgefunden, dass ich mich echt besser fühle, wenn ich nicht hinfahre. Und das ich vor allem hinfahre, um nicht von ihr oder Familie und Freunden verurteilt zu werden. Natürlich habe ich auch lange gedacht, ich fahre auch hin, weil ich will - aber eigentlich hat mich nur die Hoffnung angetrieben, dass es irgendwann endlich so wird, wie ich es mir gewünscht habe (völlig aussichtslos). Das muss nicht so sein bei Dir - versteh mich nicht falsch. Du hast da vermutlich ausführlich mit deinen Betreuern drüber gesprochen. Es interessiert mich nur zu erfahren, warum du trotz allem gern hin möchtest und woran du das erkennst.


    Liebe Grüße!

    Ein nasser Alkoholiker ist keine „intakte Familie“ für ein Kind. Hier schreiben so viele, ihre Kinder würden ihren Vater nicht besoffen sehen und deshalb würden sie das Problem ja auch nicht so mitbekommen aber der Einfluß auf die Kinderpsyche ist viel subtiler. Ich verstehe, deine Sorge vor einem Neubeginn aber wenn dein Mann nicht aufhören will zu trinken, ist das aus meiner Sicht das Beste für dich und dein Kind.

    War gerade selbst überrascht, wie viel Zeit vergangen ist seit meinem letzten Eintrag. Es ist ruhiger gewesen in den vergangenen Monaten und das hat mir so unglaublich gut getan. Ja, ich war sehr viel alleine. Aber ich hatte es in der Hand, das beste aus meiner Zeit zu machen. Und das ist mir echt oft gelungen.


    Vor einer Woche kam sie dann - die große Prüfung: Mein Ex hat mir geschrieben, ob wir einen Kaffee trinken gehen können - er würde sich darüber sehr freuen. Und kurz war ich echt aufgewühlt, beinahe weich und hab mich gefragt, wie ich "richtig" reagiere. Ja, im ersten Moment habe ich tatsächlich genau darüber nachgedacht.


    Altes Denken - ich will ja grundsätzlich niemanden verletzen. Ihn auf jeden Fall unterstützen. Fair sein. Helfen. Ein guter Mensch etcpp. Unterschwellig war da sicher auch die Hoffnung, dass er die vergangenen Monate genutzt hat, um an sich bzw. seiner Sucht zu arbeiten. Aber schnell hat sich "das neue Denken" gemeldet: kein falsches Mitleiden! Keine falsche Hoffnung! Bei mir bleiben!! Was wäre denn eigentlich jetzt gut für mich?


    Und tatsächlich ist mir so die für mich wichtigste Frage eingefallen und die habe ich gestellt: "Trinkst Du noch?" Und leider ... bzw. zum Glück hat sich dann die Aufregung in mir schnell wieder gelegt. Sein "ja" hat mir deutlich den Weg gewiesen. Wir haben uns nicht getroffen und ich hab mich auch nicht weiter auf einen Dialog eingelassen.


    Es ist traurig und wirklich nicht zu verstehen, dass er sich selbst zerstört, dass der Alkohol ihn so dominiert, obwohl er schon seit Jahren sagt, dass er aufhören will ... aber er ist immer noch nicht so weit und ich kann das nicht stoppen!


    Es ist mir gelungen bei mir zu bleiben und darüber bin ich wirklich unglaublich froh!

    Ich mag mich wirklich gerne und dachte auch ich hab genug Selbstwertgefühl

    Das habe ich von mir auch lange gedacht - aber ehrlich gesagt ist das vermutlich nicht wirklich so, wenn man sich so in eine süchtige Partnerschaft verstrickt, dass man sich mehr oder minder selbst verliert. Irgendwo ist eine tiefe Verletzung, die nicht richtig geheilt ist. In meinem Fall eine mit Wurzeln bis in die Kindheit - von der ich geglaubt habe, dass ich sie lange überwunden habe.

    Lieber Anton,


    vielleicht leben Alkoholiker im Wahn - zumindest hat vielen der Alk das Hirn vernebelt ... aber wir Cos leben - mit Verlaub - ebenfalls oft viel zu lange in einer Art Wahn. Wir reden uns ein, dass bis auf den Alk alles so wunderbar ist, dass der Partner soooo perfekt ist - wenn nur der Alk nicht wäre, dass die Liebe soooo groß ist, dass wir das schon schaffen (gemeinsam oder wir für den Partner), dass der Süchtige nur aufhören muss zu trinken und dann ist wieder alles gut und und und.


    Schau Dir bitte nochmal an, was Du über Deine Partnerin so schreibst und frag Dich mal, ob das die Art von Partnerschaft ist, die Du Dir selber wünschst. Eine, die Dich glücklich macht. Oder eine die Dich glücklich machen würde, wenn ...


    Nicht nur Du würdest nach 4-5 Flaschen Wein über der Schüssel hängen. Ich würde sogar sagen, das ist so krass viel, dass einige vermutlich Probleme hätten, wieder aufzuwachen. Und ich sage Dir, selbst wenn sie morgen einsehen würde, dass sie für sich aufhören muss, wäre es noch ein ganz laaanger Weg, der nicht unbedingt in eine glückliche Zukunft zu zweit führen muss ...


    Was erhoffst Du Dir? und was davon liegt allein in Deiner Hand?