Beiträge von Lanananana

    Das stimmt aus meiner Sicht nicht. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass mein Ex-Freund bereits gesoffen hat, bevor ich ihn kennengelernt habe. Als ich irgendwann gemerkt habe, dass da irgendwas faul ist, hat er zugegeben, dass er ein Problem mit Alk hat aber aufhören will. Ich habe gedacht ich kann ihn unterstützen/ihm helfen/ihn und unsere Beziehung retten, wenn ich mich nur doll genug reinhänge - und mit der Denke hab ich genaugenommen schon total co-abhängig gehandelt.

    Also ist doch dann die Reihenfolge Alkoholiker/in zuerst da, dann der Partner/in als CO doch richtig, oder verstehe ich dein Kommentar nicht ganz? Denn man kann doch kein CO werden, wenn es zuvor kein/e aktive Alkoholiker/in gibt.

    Was ich damit sagen will: Ein „gesunder“ selbstbewusster Mensch hätte nicht gedacht: ich häng mich da rein und dann schaffen WIR das. Er hätte sich auf seine Werte, Standards und Grenzen besonnen und wäre ganz bei sich geblieben anstatt sich in der Partnerschaft aufzulösen. Ich bin der Meinung, wir (mein Ex-Freund und ich) waren beide nicht ganz gesund als wir aufeinandertrafen. Ich hab - übrigens wie Linde durch meine Kindheit in einer suchtbelasteten Familie - gewisse Voraussetzungen und Glaubenssätze mitgebracht, die das Suchtsystem zwischen meinem Ex-Partner und mir extrem begünstigt und am Laufen gehalten haben.

    Bis zu dem Punkt an dem ich erkannt habe, dass ich ganz unabhängig von der Sauferei meines Ex-Freundes, ein Problem habe. Als ich das angegangen bin (Selbstbewusstsein aufbauen, Selbstwertgefühl stärken, Selbstwirksamkeit bewusst machen, Selbstliebe praktizieren und die Vergangenheit ein weiteres Mal aufarbeiten) hat sich die ganze Situation geändert.

    Ich konnte loslassen, was ich vorher festgehalten und idealisiert habe und unbedingt retten wollte! Es war also in der Beziehung zu meinem Ex-Partner nicht „erst der Alkoholkranke da“ und dann mein Co-Verhalten. Sondern unsere Verhaltensmuster haben einfach „gut gepasst“ um ein für uns beide ungesundes System am Laufen zu halten. Die Geschichte in meiner Ursprungsfamilie steht auf einem anderen Blatt.

    Ich bin nicht sicher, ob dich meine Nachricht erreicht. Ich weiß, wie schwer es ist die Perspektive zu wechseln. Sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen anstatt sich darauf zu versteifen, dass die Lösung nur darin liegt, dass der andere endlich wieder gesund wird/ist. Aber kein Besitz der Welt ist es wert, in dieser Situation zu verharren. Du musst genauso ins Handeln kommen und wieder anfangen, dich zu hinterfragen und für Dich zu sorgen. Sonst kann es passieren, dass Du an der Seite des Suchtkranken mit „untergehst“.

    Ich versuche es nochmal und lass Dich dann in Ruhe: Du musst deine Perspektive ändern! Fokus weg von ihrem Problem - stattdessen Konzentration auf Deins. Was wünschst Du Dir von einer Partnerschaft, ist es realistisch, dass Du das noch/wieder mit Deiner Partnerin erreichst? Was sind deine Werte, Grenzen, Standards. Und was kannst Du tun, um dich abzugrenzen? Du wirst sie nicht ändern. Wenn sie sich ändert, dann nur, weil sie sich ändern will. Mach dich unabhängig davon, dass ein Wunder geschieht.

    Zuerst ist immer der Alkoholiker da und dann kommt der Co.

    Das stimmt aus meiner Sicht nicht. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass mein Ex-Freund bereits gesoffen hat, bevor ich ihn kennengelernt habe. Als ich irgendwann gemerkt habe, dass da irgendwas faul ist, hat er zugegeben, dass er ein Problem mit Alk hat aber aufhören will. Ich habe gedacht ich kann ihn unterstützen/ihm helfen/ihn und unsere Beziehung retten, wenn ich mich nur doll genug reinhänge - und mit der Denke hab ich genaugenommen schon total co-abhängig gehandelt.

    Wir sind uns wohl alle mehr oder weniger einig, dass im späteren Verlauf kaum noch Liebe vorhanden ist

    Nein - das habe ich total anders empfunden. Mein Ex-Freund hat sich im Rausch sehr oft unfassbar daneben benommen. Aber die Liebe ist trotzdem immernoch da. Trotz Trennung und obwohl ich keinen Kontakt mehr möchte, da er leider immernoch trinkt.

    Ich habe nur irgendwann begriffen, dass die Liebe zu mir auf die erste Stelle in meinem Leben gehört. Und das ist meine Verantwortung. Ich habe das an anderer Stelle schonmal gesagt: Selbstbewusstsein, Selbstliebe, Selbstwert und Selbstwirksamkeit sind der Schlüssel.

    Es geht um Dich! Nicht um sie! Du bist verantwortlich für dein Leben! Du bist nicht verantwortlich für ihr Leben. Und du kannst sie nicht verantwortlich dafür machen, dass es Dir nicht gut geht in dem Suchtdreieck! Du musst handeln. Und gegebenenfalls auch Materielles loslassen.

    Übrigens finde ich es bemerkenswert, dass Du mein Zitat bearbeitet/gekürzt hast.

    Ich glaube ich würde in der Situation die Flaschen am liebsten alle im Wohnzimmer auf den Tisch stellen, meinen Partner sagen, er soll damit glücklich werden, meinen Koffer nehmen und gehen.

    Das es nicht geht, ist mir natürlich klar.

    Warum nicht?

    Wie lange hält sie das noch so durch, wie lange ich? Warum möchte sie nicht in eine Therapie? Welche sinnvolle Gründe gibt es dafür?

    Warum tust Du nichts um DEINE Probleme zu lösen.

    Hallo Mollyfisch, leider bin ich verheiratet. Sonst wäre ich schon 1000x über alle Berge.

    Andere Paare lassen sich auch scheiden.

    Kann da noch an einen Erfolg geglaubt werden oder muss man die Hoffnung gänzlich aufgeben?

    Für dein eigenes Wohl ist es besser, selbst aktiv zu werden als darauf zu hoffen, dass der andere doch noch die Kurve kriegt. Selbstwert und Selbstwirksamkeit sind zentrale Erkenntnisse für ein glückliches Leben.

    Natürlich gibt es Scheidung und Co. Dies kostet jedoch auch unendlich Energie und Zeit, auch wenn man sich schon so einiges zusammen aufgebaut hat. Die Theorie ist meist leicht, die praktische Umsetzung aber nicht.

    Eine Sucht zu überwinden kostet ebenfalls unendlich Zeit und Energie. Niemand hat gesagt, dass es leicht ist - aber es lohnt sich.

    Ich bin nicht sicher, ob dich meine Nachricht erreicht. Ich weiß, wie schwer es ist die Perspektive zu wechseln. Sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen anstatt sich darauf zu versteifen, dass die Lösung nur darin liegt, dass der andere endlich wieder gesund wird/ist. Aber kein Besitz der Welt ist es wert, in dieser Situation zu verharren. Du musst genauso ins Handeln kommen und wieder anfangen, dich zu hinterfragen und für Dich zu sorgen. Sonst kann es passieren, dass Du an der Seite des Suchtkranken mit „untergehst“.

    Es gibt wohl nur 3 Varianten / Lösungen:

    - gemeinsam Verbesserungen anstreben

    - scheiden lassen

    -Edit

    Du/Ihr erwartet von dem/der Alkoholkranken, dass er/sie ins Handeln kommt und hofft selbst darauf, dass er/sie sonst stirbt, damit ihr erlöst werdet ohne ins Handeln zu kommen. Das ist wirklich erschütternd.

    Es macht mir Angst was danach kommt. Ich habe Herzrasen wenn ich daran denke

    Danach kommst du!

    Ganz ehrlich mein Selbstwertgefühl ist eigentlich nicht sehr stark.

    Meins hat einen riesigen Schub bekommen als ich es aus dem Suchtsystem raus geschafft habe und mich wieder zum Mittelpunkt meines Lebens gemacht habe. Therapie ist eine sehr gute Idee, weil Du da unterstützt wirst.

    Ja ich bin stark was das Durchhaltevermögen betrifft

    Das war ich auch. Das habe ich in meiner suchtbelasteten Familie schon gelernt … und heute sehe ich auch die Schattenseite. Ich habe viel zu viel ausgehalten, die Zähne im wahrsten Sinn des Wortes zu fest zusammen gebissen … und dabei fast all meine Energie verloren. Lass los und trau Dich. Allein bist du so viel selbstbewusster, stärker und unbeschwerter als an der Seite eines nassen Alkoholikers.

    Es tut so höllisch weh!

    Das ist nicht was ich wollte auch nicht für ihn. Ich wollte nur eime Familie und einen Mann der mich liebt

    Ja! Das kenne ich auch. Und es ist völlig ok zu trauern. Und wütend zu sein auch. Leider geht nicht immer alles in Erfüllung, was wir uns wünschen. Aber ich möchte Dir Mut machen: Wenn Du erstmal in Sicherheit bist und nicht mehr jeden Tag mit dem Drama konfrontiert bist, wird so viel Ruhe, Hoffnung und Freude zurück in Dein Leben zu kommen. Dieser ständige Wechsel aus Hoffnung und Enttäuschung hat mich so viel mehr entkräftet als alles was danach kam. Und jetzt bin ich mehr mit mir verbunden als je zuvor.

    Ich habe den Satz ganz bewusst so geschrieben, denn er beschreibt meine Situation ganz gut. Ich weiß, dass es so nicht weitergeht und dass ich Hilfe bräuchte.

    Bisher verschließe ich mich aber noch zu sehr und habe deswegen noch keine Hilfe angenommen.

    Verstehst du ungefähr was ich meine?

    Ich schließe mich Panama an: Lies dich mal in Ruhe ein.

    Wenn Du wirklich Hilfe suchst, müsstest Du Dich allerdings dafür öffnen. Das kann dir niemand abnehmen.

    Eigentlich läuft alles gut.

    Liest sich aber nicht so. Überprüf bitte nochmal diese Aussage.

    Übrigens sind hier fast alle nassen Alkoholiker wundervolle Menschen, wenn sie nicht getrunken haben oder eine Trinkpause machen. Sie trinken aber bedauerlicherweise! Das lässt sich nicht abgekoppelt voneinander betrachten!

    Ich brauche Hilfe, lasse mir aber nicht helfen...

    Was erwartest Du dann hier?