Beiträge von Lanananana

    Der erste ist wohl Liebe. Dann haben wir auch tolle Zeiten, Wochen und Monate ohne Ausfälle, im Sommer. Vielleicht ist auch Angst dabei, mein bisheriges Leben aufzugeben. Auch Angst um meinen Mann, der sonst alleine ist. Ich muss dazu sagen, dass er Asperger Autist ist und sozial wenig Anschluss hat.

    Du kannst ihn auch lieben, wenn Du auf Abstand gehst. Du solltest ihn aber nicht mehr lieben als Dich selbst. So bleibt das Suchtsystem erstmal wie es ist.

    Ich verstehe, dass Du Angst hast, etwas aufzugeben - aber was, wenn es immer so weitergeht? Oder schlimmer wird?


    Mein Vater ist noch sehr jung an den Folgen seines Alkoholkonsums gestorben.


    Du hilfst deinem Mann nicht, indem Du bleibst und Dir das Ganze antust. Das hat ja bislang auch nicht funktioniert.

    Er weiß nicht mehr, dass er nachts um drei im Wohnzimmer am Boden lag und so lange brüllte, bis ich wach war. Er weiß nicht mehr, dass ich 30min brauchte, um ihn ins Bett zu bringen und auszuziehen. Er weiß nicht, dass es dieser Kraftakt war, der dazu führte, dass ich mir die Schulter verletzt habe. Er weiß nicht mehr, dass er mich beschimpft hat. Er weiß nicht , dass ich, nachdem er schon schnarchend im Bett lag, 2 Stunden weinend am Boden saß, neben mir ein verstörter Hund, der mir fürsorglich das Gesicht ableckte… er weiß das alles nicht. Und das Schlimme ist, er will es auch nicht wissen, denn -ich zitiere- er habe keine Lust auf Vorwürfe…

    Warum tust Du Dir das an?

    ich könnte es ja sofort ändern… es wäre einfach, nur gehen müsste ich. Aber das will ich doch gar nicht.

    Warum nicht?

    Frohe Weihnachen! ✨ Ich bin im Moment mehr im geschlossenen Bereich aktiv aber ich möchte heute gern allen einen Gruß senden: Heute vor einem Jahr war ich auf meinem tiefsten Tiefpunkt. Komplett von der Rolle und wirklich seeeehr verzweifelt.

    Heute war (bislang) der schönste Heiligabend an den ich mich erinnern kann. Und zwar mit mir ganz allein. ♥️

    Nur Mut: Nach Regen kann Sonnenschein kommen - selbst wenn man kaum mehr dran glaubt … Alles Liebe für Euch! ✨

    Ich bin kurz davor schwach zu werden

    Mir ist auch durchaus bewusst, dass es einfach weiter gehen würde, würde ich zu ihm gehen.

    Natürlich kenne ich dieses Gefühlschaos auch sehr gut.

    Aber mit etwas Abstand sage ich Dir: Mitleid ist keine Basis für eine Partnerschaft.

    Und wenn Du so klar bist, dass es einfach weitergehen würde (was schon super ist) - wie kann es da sein, dass Du Dir eine weitere Runde antun willst? Warum lässt Du den Gedanken zu, schwach werden zu können/wollen. Warum bist Du mit Deinem Mitgefühl mehr bei ihm als bei Dir?

    Bleib bei Dir. Sei liebevoll mit Dir. Schütz Dich. Brech aus dem Suchtsystem aus.


    Er ist erwachsen - Du kannst ihm das alles nicht abnehmen. Und dann schau, ob er anfängt wirklich für seine Trockenheit zu arbeiten …

    es ist bei ihm noch nicht angekommen, dass es vorbei ist

    Ist es ja auch nicht. Ich bin überzeugt, dass er mitbekommt, dass Du wackelst.

    Ich würde so gerne zurück gehen.. in unser Zuhause und dort zu 4.weiterleben..

    und je mehr Zeit vergeht umso unsicherer bin ich

    Ich möchte Dir auch sagen: Lass Dich nicht verunsichern! Lies Deinen Faden nochmal durch. Vielleicht hilft Dir das. Bring euch in Sicherheit!
    Du siehst doch noch klarer als Du denkst:

    Bislang habe ich von ihm noch keine Veränderungen gehört - außer dass er den Alkohol entsorgt hat und Tabletten nimmt. Aber einen Dauererfolg wird es nicht bringen.

    Wenn er es wirklich ernst meint, spricht nichts dagegen, in ein zwei Jahren nochmal über mehr Nähe oder einen Neustart nachzudenken.

    Und ich weiß nicht was ich mir erhofft habe- dachte vl wenn ich erstmal weg bin wird alles viel viel leichter...aber ich merke leider von dieser Erleichterung noch nichts.

    Gib Dir Zeit! Das hat sich über Jahre aufgebaut … das fällt nicht einfach so ab.

    Und bitte lass Dich nicht weich quatschen … Schau aus sicherer Distanz, wie ernst ihm die Abstinenz wirklich ist. Er versucht gerade mit aller Kraft, Dich zu halten. Für mich klingt das nicht als würde er aus freien Stücken sehen, dass er ein Problem mit Alkohol hat … und das ist ja tatsächlich nicht Euer einziges Problem.

    Ich glaube schon, dass er ehrlich verzweifelt ist, jetzt, wo er merkt, dass es zumindest für Dich so nicht weitergeht und er Euch verliert.

    Aber nur er kann was ändern, für sich, ohne Bedingungen an Dich ...

    Selbst wenn er es ernst meint, heißt es nicht, dass er versucht, etwas zu ändern. Und auch wenn er versucht etwas zu ändern, heißt das nicht, dass er durchzieht.


    Bleib bei Dir releaseme - bei Dir und Deinen Gefühlen. Vertrau auf Dich und Deine Intention.Dein Leben hast Du in der Hand.

    Und ihm kannst Du am Ende weder mit Liebe noch mit Mitgefühl helfen auf seinem Weg in die Abstinenz.


    Warum sollte ein „Zurück“ etwas ändern können? Und definitiv wird er Dich dann noch weniger ernst nehmen.

    Und tue ich den Kinder so wirklich was besseres

    Ja! Definitiv! Auch wenn sie es eventuell noch nicht verstehen. Ich habe das nun schon sehr oft irgendwo geschrieben aber ich musste in einer suchtbelasteten Familie aufwachsen. Kurz: Die Folgen sind aus meiner Sicht wirklich sehr schlimm. Ich verstehe, was Du gerade fühlst … Aber es ist absolut richtig, was Du tust.

    Bring Deine Kinder in Sicherheit. Zeig ihnen, was Selbstwert, Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit ist.

    Ich finde - wie Du selbst - dass es problematisch ist, wenn Du zu Deinem Sohn sagst „Ich glaube nicht, dass da kein Alkohol drin war“.


    Ich verstehe, dass Du Dir Sorgen machst - aber zieh Deinen Sohn da nicht mit rein sondern klär das besser gleich mit Deinem Mann.

    Es tut manchmal weh, insbesondere jetzt, wenn die intakten Familien mir über den Weg auf dem Weihnachtsmarkt laufen, und ich bin alleine mit dem Kind und einer mit Schokolade überzogenen Banane unterwegs.

    Oft sieht es von außen betrachtet nur so aus, als wären die Familien „intakt“ …


    Ich sehe auch oft verliebte Paare und schau denen sehnsüchtig hinterher. Und dann erinnere ich mich, dass ich und mein Ex-Freund sich oft bzw. meistens draußen auch so gesehen wurden - ein scheinbares Traumpaar … (die Dramen waren für die Menschen auf dem Weihnachtsmarkt unsichtbar) …

    Manchmal macht er nachts einen Videoanruf, um mich zu kontrollieren. Ich versuche dann , ihn zu beruhigen und zu zeigen, dass hier niemand ist. Aus Angst ihn sonst noch wütender zu machen. Wie sollte ich deiner Meinung nach damit umgehen?

    Diese Strategie finde ich problematisch, weil sie aus meiner Sicht seinen Kontrollwahn nährt - vielleicht noch verstärkt. Ich möchte dir diesen Gedanken gern dalassen - wissend, dass das Bedürfnis zu kontrollieren, leider oft Teil unserer Co-Abhängigkeit ist.

    Kontrolle hat in einer Partnerschaft nichts zu suchen. Entweder Menschen vertrauen sich … oder sie führen keine Beziehung auf Augenhöhe. Und Angst davor, ihn noch wütender zu machen sollte für Dich eine große „red Flag“ sein. Weil Angst erst recht keine Basis für eine Partnerschaft ist.

    auch hier ist es wohl ein längerer Prozess, Dinge zu akzeptieren.

    Genau das wollte ich Dir auf Deinen Post weiter oben antworten.

    Ich wäre lieber mit ihm zusammen – doch das ist nicht möglich, da er immer wieder dem Alkohol verfällt.

    Akzeptanz ist der Schlüssel. Und Konzentration auf das, was Du beeinflussen kannst: Deine Gedanken, die Pläne fürs Wochenende, neue Herausforderungen/Hobbies, Dinge und Menschen, die Dich glücklich machen …

    Wenn Du immerzu sehnsüchtig daran denkst, was Du Dir wünschst, was aber nicht ist bzw. sein kann, macht das natürlich traurig … Versuch Dich auf Dich zu konzentrieren und das, was positive Gefühle verstärkt. Lieben Gruß!

    Ich möchte Schluss machen, weiß aber nicht wie. Ich habe nämlich die Angst, dass wenn ich A verlasse, er noch mehr trinkt um seinen Kummer zu ertrinken und das löst in mir starke Gefühle von Schuld aus.

    Selbst wenn er nach der Trennung mehr trinken würde, wäre das nicht deine Schuld! Er ist erwachsen. Er ist selbst für sich verantwortlich. Und Du für Dich!

    Du schreibst, du liebst ihn nicht mehr. Das ist aus meiner Sicht sehr klar. Also - was hält dich davon ab, jetzt dein Leben zu leben? Oder möchtest du dich für ihn (auf-)opfern?

    Wann ist es Zeit zu gehen?“

    Gestern!!! Du schreibst selbst, dass das ältere Kind nicht nur viel mitbekommt, sondern auch bereits „traumatisiert“ ist. Worauf wartest Du also?
    Ich musste selbst in einer alkoholbelasteten Familie aufwachsen. Und ich kann Dir sagen, ich arbeite das heute noch ab! Zeig Deinen Kindern, dass Du in der Lage bist, ihnen Sicherheit zu geben. Für ihre Entwicklung ist es immens wichtig, dass Du jetzt handelst. Dein Mann ist erwachsen. Er kann für sich selbst sorgen( oder weiter trinken )- sie nicht!

    und das wird jetzt so dargestellt als wäre es nicht so schlimm gewesen. Gerade heute meinte er, dass er ja völlig abgestempelt sei, nur weil es eine Zeit lang zu viel war?!

    Er macht mir plötzlich solche Vorwürfe, dass ich und die Kinder alles mit meinen Eltern machen und nicht wir 4 als Familie.

    Für mich klingt es nicht so als würde er sich mit dem was war, ist und werden soll auseinander setzen wollen. Und auch nicht nach der Bereitschaft an einer für beide befriedigenden Partnerschaft arbeiten zu wollen.

    Lass Dich nicht verunsichern.

    macht mich SEHR wütend! Was für ein Bullshit! Nasses Denken bis zum geht-nicht-mehr behaupte ich jetzt mal.

    Er hat das nüchtern gesagt. Nach LZT und monatelanger Abstinenz …


    Und ich fand das eine interessante Perspektive von einem, der selbst immer wieder abgestürzt ist und der immer kurz vor dem Komplettabsturz und der Obdachlosigkeit von seiner Mutter „gerettet“ worden ist. Die Wohnung hat er sich zahlen lassen, um von der eigenen Kohle Alk zu kaufen …

    Ich weiß nicht, warum dich das SEHR wütend macht - weil er das gesagt hat? Weil ich das zitiert habe?

    Es tut mir leid - ich habe deine Wur nicht erwartet - und auch nicht gewollt - und doch hoffe ich, dass ich diese und andere Erfahrungen hier lassen darf.

    Hm … mein Ex-Freund hat gesagt, ER hätte mehr Motivation gehabt, sich (früher) mit seiner Situation/Sucht auseinanderzusetzen, wenn seine Mutter nicht immer wieder für Kost und Logis eingesprungen wäre …


    … und es gibt tatsächlich auch die Strategie „Hilfe durch Nicht-Hilfe“. Fakt ist ja, dass es bislang nichts gebracht hat, ihn zu unterstützen. Er säuft sich weiter Richtung Abgrund … vielleicht wacht er auf, wenn er seinen Tiefpunkt erreicht.


    Zumindest ist es aus meiner Sicht auch keine gute Strategie, das Kind dabei zu unterstützen, wie es sich langsam umbringt … und sich das auch noch anzusehen …

    Gibt es hier überhaupt Happy End Storys mit alkoholkranken Ehepartnern?

    Was würde das für Deine Situation bedeuten? Neue Hoffnung? Auf ein Happy End?

    Oder gibt es hier Mutmach-Erfahrungsberichte?

    Das kommt darauf an, was Du unter dem Begriff verstehst. Ja, gibt es - aber nicht in dem märchenhaften Sinne „und dann hörte er schließlich doch auf und alles war wunderschön“ sondern mehr in dem Sinn „ und dann merkte ich, dass ich mich total verloren hatte und ab dem Moment, in dem ich mich selbst wieder zum Mittelpunkt meines Lebens gemacht hatte, ging es wieder bergauf.“

    Für die Kinder ist es wichtig, nicht in einer suchtbelasteten Familie aufzuwachsen. Sie verlieren ihren Vater ja nicht automatisch, wenn ihr euch trennen solltet.

    Und Du wirst herausfinden, wie ernst es ihm mit der Abstinenz ist und ob da dann doch noch genug Gefühle sind und Vertrauen neu wachsen kann - am besten aus dem Schutz der sicheren Entfernung heraus. Ich wünsche Dir einen guten Start hier - lies Dich ein und vertrau auf Dich! Du schaffst das - aber Du musst an Dich selbst und Deine Kraft/Wirksamkeit glauben!