Beiträge von Lanananana

    Ich weiss dass es falsch von mir war sie wieder in mein Leben zu lassen. Ich habe mich freiwilig wieder ins Hamsterrad begeben und leide weiter. Durch meine eigene Dummheit hab ich mich selbst verletzt.

    Wie sollte meine Reaktion jetzt ausfallen?

    bitte um Hilfe oder Rat.

    Der Rat steckt in Deinen eigenen Zeilen.

    Schnell wieder raus aus dem Hamsterrad!

    Lies Dir nochmal Deinen Faden durch. Ich habe nicht den Eindruck, dass Du wirklich glaubst, dass er (jetzt) was ändert.

    Zudem hast Du selbst gesagt, dass Du nicht weißt, ob Du überhaupt verzeihen kannst.


    Bei Deinen Eltern zu bleiben, heißt Provisorium - Hintertür zur Rückkehr weit auf.

    Eine eigene Wohnung zu beziehen wäre ein Schritt in eine selbstbestimmte Zukunft. Ein Zeichen! Für Dich, die Kinder und Deinen Mann.


    Dass Dir das Angst/Druck macht, verstehe ich. Aber aus meiner Sicht lohnt es sich.

    Niemand (!!!) kann einen Alkoholkranken retten! Nicht mal mit Liebe. Oder kompletter Aufopferung.


    Aber man kann sich als Co die Sauferei eine Weile schön reden. Ebenso wie die Erinnerung an die ach so glücklichen Zeiten.


    Bleib bei Dir! Wenn Du immer auf seine neue Beziehung schielst oder die vermeintlich schöne gute alte Zeit, quälst Du Dich nur selbst.

    Soll ich mich jetzt schon gedanklich darauf vorbereiten, wie ich nach dem nächsten Rückfall reagieren soll (ausziehen und trennen)

    Ich bin mit dieser Strategie sehr gut gefahren!!!


    Und habe trotzdem die Zeit der Abstinenz sehr genossen. So sehr, dass mich der Schlag getroffen hat als der Rückfall da war, weil ich ihn zu dem Zeitpunkt schlicht schon ausgeschlossen hatte. Es war doch „alles so schön“.

    Da hat mir der klare Entschluss: „noch eine Runde drehe ich nicht mit“ - extrem geholfen, mich in Sicherheit zu bringen.


    Denken konnte ich da nämlich erst mal nicht mehr. Und handeln auch kaum. Ich stand unter Schock.


    Deshalb mein Rat: Definitiv genau überlegen, was Du tun wirst bevor es passiert.

    Der erste ist wohl Liebe. Dann haben wir auch tolle Zeiten, Wochen und Monate ohne Ausfälle, im Sommer. Vielleicht ist auch Angst dabei, mein bisheriges Leben aufzugeben. Auch Angst um meinen Mann, der sonst alleine ist. Ich muss dazu sagen, dass er Asperger Autist ist und sozial wenig Anschluss hat.

    Du kannst ihn auch lieben, wenn Du auf Abstand gehst. Du solltest ihn aber nicht mehr lieben als Dich selbst. So bleibt das Suchtsystem erstmal wie es ist.

    Ich verstehe, dass Du Angst hast, etwas aufzugeben - aber was, wenn es immer so weitergeht? Oder schlimmer wird?


    Mein Vater ist noch sehr jung an den Folgen seines Alkoholkonsums gestorben.


    Du hilfst deinem Mann nicht, indem Du bleibst und Dir das Ganze antust. Das hat ja bislang auch nicht funktioniert.

    Er weiß nicht mehr, dass er nachts um drei im Wohnzimmer am Boden lag und so lange brüllte, bis ich wach war. Er weiß nicht mehr, dass ich 30min brauchte, um ihn ins Bett zu bringen und auszuziehen. Er weiß nicht, dass es dieser Kraftakt war, der dazu führte, dass ich mir die Schulter verletzt habe. Er weiß nicht mehr, dass er mich beschimpft hat. Er weiß nicht , dass ich, nachdem er schon schnarchend im Bett lag, 2 Stunden weinend am Boden saß, neben mir ein verstörter Hund, der mir fürsorglich das Gesicht ableckte… er weiß das alles nicht. Und das Schlimme ist, er will es auch nicht wissen, denn -ich zitiere- er habe keine Lust auf Vorwürfe…

    Warum tust Du Dir das an?

    ich könnte es ja sofort ändern… es wäre einfach, nur gehen müsste ich. Aber das will ich doch gar nicht.

    Warum nicht?

    Frohe Weihnachen! ✨ Ich bin im Moment mehr im geschlossenen Bereich aktiv aber ich möchte heute gern allen einen Gruß senden: Heute vor einem Jahr war ich auf meinem tiefsten Tiefpunkt. Komplett von der Rolle und wirklich seeeehr verzweifelt.

    Heute war (bislang) der schönste Heiligabend an den ich mich erinnern kann. Und zwar mit mir ganz allein. ♥️

    Nur Mut: Nach Regen kann Sonnenschein kommen - selbst wenn man kaum mehr dran glaubt … Alles Liebe für Euch! ✨

    Ich bin kurz davor schwach zu werden

    Mir ist auch durchaus bewusst, dass es einfach weiter gehen würde, würde ich zu ihm gehen.

    Natürlich kenne ich dieses Gefühlschaos auch sehr gut.

    Aber mit etwas Abstand sage ich Dir: Mitleid ist keine Basis für eine Partnerschaft.

    Und wenn Du so klar bist, dass es einfach weitergehen würde (was schon super ist) - wie kann es da sein, dass Du Dir eine weitere Runde antun willst? Warum lässt Du den Gedanken zu, schwach werden zu können/wollen. Warum bist Du mit Deinem Mitgefühl mehr bei ihm als bei Dir?

    Bleib bei Dir. Sei liebevoll mit Dir. Schütz Dich. Brech aus dem Suchtsystem aus.


    Er ist erwachsen - Du kannst ihm das alles nicht abnehmen. Und dann schau, ob er anfängt wirklich für seine Trockenheit zu arbeiten …

    es ist bei ihm noch nicht angekommen, dass es vorbei ist

    Ist es ja auch nicht. Ich bin überzeugt, dass er mitbekommt, dass Du wackelst.

    Ich würde so gerne zurück gehen.. in unser Zuhause und dort zu 4.weiterleben..

    und je mehr Zeit vergeht umso unsicherer bin ich

    Ich möchte Dir auch sagen: Lass Dich nicht verunsichern! Lies Deinen Faden nochmal durch. Vielleicht hilft Dir das. Bring euch in Sicherheit!
    Du siehst doch noch klarer als Du denkst:

    Bislang habe ich von ihm noch keine Veränderungen gehört - außer dass er den Alkohol entsorgt hat und Tabletten nimmt. Aber einen Dauererfolg wird es nicht bringen.

    Wenn er es wirklich ernst meint, spricht nichts dagegen, in ein zwei Jahren nochmal über mehr Nähe oder einen Neustart nachzudenken.

    Und ich weiß nicht was ich mir erhofft habe- dachte vl wenn ich erstmal weg bin wird alles viel viel leichter...aber ich merke leider von dieser Erleichterung noch nichts.

    Gib Dir Zeit! Das hat sich über Jahre aufgebaut … das fällt nicht einfach so ab.

    Und bitte lass Dich nicht weich quatschen … Schau aus sicherer Distanz, wie ernst ihm die Abstinenz wirklich ist. Er versucht gerade mit aller Kraft, Dich zu halten. Für mich klingt das nicht als würde er aus freien Stücken sehen, dass er ein Problem mit Alkohol hat … und das ist ja tatsächlich nicht Euer einziges Problem.

    Ich glaube schon, dass er ehrlich verzweifelt ist, jetzt, wo er merkt, dass es zumindest für Dich so nicht weitergeht und er Euch verliert.

    Aber nur er kann was ändern, für sich, ohne Bedingungen an Dich ...

    Selbst wenn er es ernst meint, heißt es nicht, dass er versucht, etwas zu ändern. Und auch wenn er versucht etwas zu ändern, heißt das nicht, dass er durchzieht.


    Bleib bei Dir releaseme - bei Dir und Deinen Gefühlen. Vertrau auf Dich und Deine Intention.Dein Leben hast Du in der Hand.

    Und ihm kannst Du am Ende weder mit Liebe noch mit Mitgefühl helfen auf seinem Weg in die Abstinenz.


    Warum sollte ein „Zurück“ etwas ändern können? Und definitiv wird er Dich dann noch weniger ernst nehmen.

    Und tue ich den Kinder so wirklich was besseres

    Ja! Definitiv! Auch wenn sie es eventuell noch nicht verstehen. Ich habe das nun schon sehr oft irgendwo geschrieben aber ich musste in einer suchtbelasteten Familie aufwachsen. Kurz: Die Folgen sind aus meiner Sicht wirklich sehr schlimm. Ich verstehe, was Du gerade fühlst … Aber es ist absolut richtig, was Du tust.

    Bring Deine Kinder in Sicherheit. Zeig ihnen, was Selbstwert, Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit ist.