Beiträge von Lanananana

    Ich glaube für mich als EKA und Angehörige ist es - um bei der Suchtanalogie zu bleiben - so als würde ich kontrolliert Konsumieren wollen. Auf eine gesunde, verträgliche, angemessene Art und Weise... Obwohl ich süchtig bin. Nicht nach Alk sondern nach Liebe und Aufmerksamkeit.

    Aus meiner Sicht hinkt der Vergleich. Die Gemeinsamkeit von Alkoholiker und Co ist doch vielmehr der verzweifelten total irregeleitete Versuch eine innere Leere zu stopfen anstatt sich anzunehmen und sich liebevoll um sich selbst tu kümmern. Für den Co bedeutet das nicht kontrolliert zu konsumieren sondern zu erkennen, befinde ich mich in innerer Balance und Liebe mit mir selbst und in einer Partnerschaft auf Augenhöhe. Und als EKA bedeutet das, herauszufinden, dass Liebe nicht „erarbeitet“ bzw. „verdient“ werden muss.

    Die gesunden Männer nehme ich gar nicht wahr, weil ich selbst nicht gesund bin.

    Vielleicht versuchst du mal damit aufzuhören, diesen Glaubenssatz zu manifestieren und Dir darüber klar zu werden, wer willst du sein, wen willst du anziehen, wie sieht eine Partnerschaft aus, die mich nährt etcpp. ?

    Der Vorteil von CO oder Angehörige, sie können Verantwortung übernehmen . Das liegt nicht am Verständnis der Krankheit. Es ist vielmehr das Gefühlschaos, die emotionale und wirtschaftliche Sicherheit die im Vordergrund steht und massiv abbremst. Solange keine Kinder dabei sind ist es wurscht.

    Lieber Hartmut, du schaust da aus der Perspektive eines nicht co-abhängigen drauf und glaubst du kannst es beurteilen. Aber du stellst dir das ganze aus meiner Sicht zu einfach vor. Es gibt ja Gründe, warum sich jemand in eine so unglaublich ungesunde Beziehung verwickeln lässt und die liegen meist gut versteckt - u.a. in Glaubenssätzen und Mustern, die man oft sehr früh gelernt oder übernommen hat und die wirklich - je nach Persönlichkeit - extrem schwer zu überwinden - häufig auch schwer zu erkennen sind, selbst wenn man sich intensivst mit sich beschäftigt und psychologischen Beistand hat.

    Der Alkoholiker muss den Alkohol stehen lassen, der Co-Abhängige einen Menschen! Einen kranken Menschen, den er liebt bzw. geliebt hat. Oft mehr als sich selbst!!! Leider! Das ist ja gerade das Krankheitsbild des Co-Abhängigen.

    Jemand der nicht so konditioniert ist, kann sich vermutlich nicht vorstellen wie schuldig sich der Co-Abhängige fühlt, wenn der Alkoholkranke bettelt und im Selbstmitleid versinkt. Wie fixiert er darauf ist, dass er mit vollem Einsatz alles doch noch irgendwie retten kann. Ich lese immer mal wieder von nicht Betroffenen, dass man die Liebe einfach loslassen muss und dass sie auch schonmal unglücklich verliebt waren etcpp. Das ist aber etwas ganz anderes.

    Aus meiner Sicht vergessen sie, dass sie das Glück haben, gelernt zu haben, dass sie der wichtigste Mensch in ihrem Leben sind, dass sie für Liebe nichts tun müssen, dass sie mehr gesunde Glaubenssätze in sich tragen …. Ein co-abhängiger versucht mit jeder Faser seines Körpers -aufgrund völlig verdrehter Glaubenssätze, erlittener Traumata whatever - jemanden zu retten, der nicht gerettet werden will, und arbeitet sich daran ab, wie Sisyphus, damit auch er endlich in Frieden leben kann und bitte bitte (zurück-) geliebt wird. Eine unlösbare Aufgabe, die zu überwinden gerade deshalb so schwer ist, weil es nicht um eine Flasche oder ein Glas geht, das man stehen lässt, sondern um Menschen und unvorstellbare Schuldgefühle und eine viel zu geringe Selbstliebe.

    Das alles soll keine Rechtfertigung sein, sondern eine Erklärung. Wenn der Co-Anhängige es schafft ein wenig die Perspektive zu wechseln, sieht auch er, wie irrsinnig selbstzerstörerisch sein eigenes Verhalten ist. Aber das ist wirklich richtig harte Arbeit und für viele wesentlich schwieriger als einfach „zu gehen“ und hat -wie gesagt - aus meiner Sicht oft nur am Rande mit wirtschaftlichen Aspekten zu tun.

    Ich habe ein bisschen überlegt, ob ich mich hier einmische, aber deine Gedanken über deine Freundin bzw. eure Beziehung haben mich ehrlich gesagt erschrocken:

    Ich habe gerade im Status von einer Freundin meiner Freundin gesehen wieviel spass sie haben und wollt ihr die Wahrheit wissen. I h wollte am liebsten weinen.

    Gönnst du deiner Freundin nicht, dass sie glücklich ist?

    Hallo Leute, abgesehen von meiner Krankheit habe ich noch ein weiteres Problem. Meine Freundin geht trotzdem noch weiterhin weg und irgendwie habe ich das Gefühl dass es ihr egal ist was mit mir ist.

    Möchtest du, dass sie nur noch zu Hause sitzt und auf dich wartet?

    Aber wenn wor im Zukunft nur noch getrennt etwas machen, dann kann ich auch alleine Dinge unternehmen. Und muss auf niemanden Rücksicht nehmen. Dann kann ich mich ganz auf mich alleine konzentrieren.

    Wer sagt denn, dass ihr nur noch etwas getrennt unternehmt in Zukunft?! Wer sagt, denn, dass du nichts alleine unternehmen kannst. Unabhängig vom Thema Alkoholkonsum ist es doch völlig normal, dass man als Paar Dinge gemeinsam macht UND Dinge getrennt. Dann erzählt man sich hinterher davon, wie es war und freut sich füreinander, wenn der andere ne schöne Zeit hatte. Und dann genießt man wieder etwas zusammen.

    Vielleicht bist du noch nicht so weit, besser wäre sicher, du würdest Dich fragen: Warum lasse ich mich so behandeln? Warum halte ich an einer Beziehung fest, die so wenig nährend für mich uns so unberechenbar ist? Warum stecke ich so viel meiner Energie in die Angelegenheiten eines anderen Menschen anstatt erstmal für mich selbst liebevoll zu sorgen?

    Wenn es so ist, wie Du beschreibst, kümmer Dich ab jetzt wieder um Dein eigenes Leben. Du kannst ihr nicht helfen. Im Gegenteil. Warum sollte sie etwas ändern, wenn Du Dich doch um alles so schön bemühst? Ich weiß, das ist schwer zu verstehen … aber lies dir nochmal das durch, was du geschrieben hast. Stellst du Dir so Deine Beziehung- oder Dein Leben vor? Vielleicht wacht sie auf, wenn Du etwas änderst und versucht ebenfalls etwas zu ändern. Ansonsten rate ich Dir, ernsthaft über eine Trennung nachzudenken. Damit Du Dich nicht ganz verlierst.

    Ich verstehe, dass Du traurig bist. Um so wichtiger ist es, dass du den Fokus auf das lenkst, was Du beeinflussen kannst. Also Dein eigenes Handeln. Was brauchst du, um wieder glücklich und voller Energie zu sein? Wie möchtest Du leben?

    Ich meine, dass du - wie der nasse Partner - nichts tust, um die Situation zu verbessern … ihr macht beide weiter in dieser destruktiven Struktur … und wenn keiner von euch beiden aktiv wird, bleibt er nass und du unglücklich in deiner Situation als Partnerin eines nassen Alkoholikers …du machst das Gleiche wie er … Ich könnte das besser verstehen, wenn Du noch Hoffnung hättest, dass sich alles zum Guten wenden kann … aber so … du klaust dir selbst Lebenszeit …

    Ich weiß, ich kann nicht die nächsten Jahrzehnte die uns bleiben so weitermachen. Aber ich weiß auch, dass ich jetzt erst einmal so weiter machen werde.

    Und was, wenn es genau das ist, was er auch denkt? Warum nicht sofort die Weichen neu stellen, wenn Du sicher bist, dass die Beziehung ohne Perspektive ist? Das Geld und Auszeit machen Dich nicht glücklich- sagst du ja selbst. Für mich klingt das, als würdest du das eigene Leben auf Halt setzen.

    Ich bin gerade so erleichtert. Und auch so traurig. Nach Tagen des Terrors (digital und telefonisch) hat mein Ex-Freund gerade ein Foto seines voll bepackten Rades von unterwegs geschickt. Das heißt er ist nicht mehr hier. Ich kann mich endlich ein wenig mehr entspannen - mit etwas Glück hört er nun auch auf mich per Telefon aufzuwühlen. Es wird so auf jeden Fall leichter für mich.

    Auch wenn es unterm Strich alles unbeschreiblich traurig ist, kann ich mich jetzt wieder freier durch die Nachbarschaft bewegen und durch meine Küche ohne Angst, dass er mir ins Fenster stalked und muss mir nicht so viele Sorgen machen, dass er besoffen ausflippt und weiter vorm Haus terrorisiert oder randaliert.

    In den vergangenen Tagen hat er nochmal alles gegeben, mir zu verdeutlichen, dass es wirklich hoffnungslos ist - auch wenn es nach der letzten Therapie lange gar nicht so aussah. Ich bin wirklich zutiefst schockiert, was Alkohol aus Menschen macht. Wie er das Hirn komplett vernebelt und einen liebenswerten und so sensiblen Mann in ein aggressives, gehässiges Monster verwandeln kann. Ich verstehe nicht, wie mächtig die Sucht ist. Dass dem Alk alles geopfert wird. Dass auch die 3. Langzeittherapie bei meinem Ex-Freund nichts gebracht hat - obwohl er so positiv und entschlossen gewirkt hat. Und ich bin unbeschreiblich traurig, dass ein wundervoller, schöner und gesunder Mensch sich mit dem Scheiss-Zeug sein Leben versaut und den Körper ruiniert und man absolut nichts dagegen tun kann.

    Aber ich bin tatsächlich genauso erschüttert, dass Angehörige - auch ich - so unglaublich überfordert mit der Situation sind. So hilflos. Wie lange sie sich all das bieten lassen, sich selbst etwas vormachen und anderen auch - weil sie es einfach nicht schaffen, die Perspektive zu wechseln und zu gehen. Weil sie alte und ungesunde Muster nutzen … und es wirklich schwer ist, das zu erkennen und neue Muster zu etablieren. Weil sie lieber versuchen, das Unmögliche möglich zu machen als einfach zu gehen. Wie lang auch ich so vieles mitgemacht habe und wie schwer es mir fällt loszulassen die Hoffnung, die Träume, die Liebe, den Menschen - trotz allem … jeden einzelnen Tag.

    Nein, eigentlich hatte ich mich bereits vor seiner Therapie von ihm getrennt - nach vielen Ups and Downs. Dann hat er sich für eine Entgiftung und eine neue Therapie entschieden (es war schon seine dritte) und ich hab gehofft, das ist das Zeichen, dass er es jetzt wirklich ernst meint und hab uns als Paar nochmal ne Chance gegeben - weil ich ihn sehr geliebt habe und er ein toller Mann ist, wenn er nüchtern ist. Aber auch ein unberechenbar, fies und aggressiv, wenn er getrunken hat. Allerdings hab ich ihm schon während der Therapie gesagt, ich werde keine weitere nasse Schleife mehr drehen und mich trennen, wenn er wieder anfängt zu trinken und habe mir selber eine Therapeutin gesucht, um an meinen Verhaltensmustern zu arbeiten. Aus dem Nichts heraus hat er plötzlich gemeint, er muss doch nochmal ausprobieren, ob er wirklich schon aufhören will mit Rauchen und Saufen … und da war mir klar, jetzt kann ich nicht mehr. Das wird ewig so weitergehen und ich werde mit untergehen, wenn ich mich nicht distanziere. Es ist wirklich schwer zu verstehen, warum jemand sich und anderen das antut … aber ich weiß, es wird nicht besser und unweigerlich mit dem Tod enden. Mein Vater ist gerade mal 50 geworden und hat „nur“ Bier getrunken. Davon allerdings regelmäßig und viel …

    Ok. Ich verstehe Deine Verzweiflung bezogen auf die aktuelle Situation. Leider kannst du deinem Sohn nicht aktiv helfen. Er entscheidet, ob er sich kaputt macht mit dem Scheiss-Alkohol und du entscheidest, ob du mit ihm untergehst oder ihm dabei zuschaust, wie er sich selbst zerstört. Ich bin auch gerade total fassungslos - mein Vater hat sich vor langer Zeit tot gesoffen und mein letzter Partner ist gerade nach Entgiftung, Langzeittherapie und einigen scheinbar guten trockenen Monaten komplett zurück gerutscht in seine alten super selbstzerstörerischen Muster. Es ist nicht zu verstehen. Aber es ist auch nicht möglich, dem Süchtigen die Sucht abzunehmen oder sie für ihn zu heilen. Im schlimmsten Fall verstrickst du dich in den wilden Wechsel seiner ups and downs, wirst terrorisiert, beschuldigt und verlierst all nach und nach deine Energie. Liebe kann Sucht nicht heilen. Leider!

    Liebe Summi - ich versuche gerade eine Erklärung zu finden, wie ich die beiden Zitate zusammenbekomme. Du hast den Vater deines Sohnes wegen Alkohol verlassen - aber gehofft, dass es ihm dort besser geht? Ich verstehe das nicht …

    ich verließ seinen Vater, als er 5 Jahre alt war aufgrund von Alkohol. Damals hatte ich keine Ahnung, dass der Vater alkoholabhängig war, woher auch

    warum ich ihn damals bei seinem ersten Vater ließ, in der Hoffnung, dass es ihm dort besser ginge, weil er war ja immer Papakind.....

    Wieder eine Woche geschafft. Es gab Tage, die waren ok - und welche die waren einfach nur entsetzlich. Ohne Energie. Einfach nur zum Heulen.

    Ich versuche den Schmerz zu akzeptieren, ohne mich hängen zu lassen und ich hoffe, dass es mit der Zeit besser wird. Ja, es ist nicht die erste Trennung in meinem Leben aber das macht es für mich gerade umso schlimmer. Wieder gescheitert.

    Ich hab viel darüber nachgedacht, warum viele es so lange an der Seite eines nassen Alkoholikers aushalten und einfach nicht sehen können oder wollen, was andere ganz klar zu erkennen scheinen.

    Bei mir hat das u.a. etwas damit zu tun, dass ich nicht in einer liebevollen Familie aufgewachsen bin, von der ich mich beschützt und angenommen gefühlt habe. Ich bin es gewohnt einzustecken und für ein bisschen Zuwendung Höchstleistungen zu vollbringen. Ich hab nicht gelernt, was eine gesunde Beziehung ist. Und ich fange erst allmählich an das wirklich zu verstehen. Zudem habe ich die Kraft meiner Liebe überschätzt.

    Bei der Übergabe der persönlichen Sachen hat er gesagt, dass er wieder angefangen hat zu trinken und zu rauchen, weil er sich nicht mehr fühlen konnte. Wie unfassbar traurig ist das? Kann das vom jahrelangem Suchtmittelmissbrauch kommen? Was war erst da - Henne oder Ei?

    Bei mir ist es gerade das totale Gegenteil. Ich spür die Verzweiflung meines Lebens gerade in jeder Zelle meines Körpers. Ja, ich bin erwachsen und ja, ich kann nicht nur für mich sorgen sondern auch für mich da sein und mich glücklich machen. Ich weiß was mir gut tut. Ich versuche mich so gut ich kann zu beschützen.

    Ich habe vieles aufgearbeitet, was mir in der Vergangenheit passiert ist. Ich versuche nach jedem Fall wieder aufzustehen. Und ich weiß, dass Selbstliebe die Basis für alles ist. Und dass jemand der exzessiv trinkt nicht mit sich verbunden ist und deshalb weder sich noch anderen ein guter Partner ist.

    Trotzdem sehne ich mich aus tiefstem Herzen nach einer Verbindung, nach dem Gefühl geliebt zu werden. Und ich glaube, das ist der Grund warum so viele so lang ausharren in Beziehungen, die nicht nährend sind. Die Hoffnung, dass man das Ruder doch noch umgerissen bekommt, dass der Acker doch noch Früchte trägt, wenn man noch ein bisschen mehr Arbeit reinsteckt, der unbewusste Glaubenssatz, dass der Spatz in der Hand besser ist als das ganz große Nichts.

    Hätte er Krebs, wäre depressiv etc würde ich ja auch nicht gehen.

    Aber er würde zum Arzt gehen und sich helfen lassen, um wieder gesund zu werden. Eigentlich lässt er dich im Stich! Er bringt sich um. Sich und eure Beziehung.


    Wenn alles so bleibt, wie es ist, wird alles so bleiben wie es ist. Wenn Du etwas veränderst, verändert sich was.

    Ich weiß, dass das schwer zu begreifen ist, wenn man mittendrin steckt, wenn man liebt, wenn man an Erinnerungen und Träumen festhält, festklammert und nicht loslassen mag und wahr haben will, dass die Realität - nüchtern betrachtet - zum Verzweifeln ist und man so verdammt machtlos zu sein scheint bzw. ist.

    Vielleicht ist die Veränderung am Ende auch anders, als Du Dir das erhoffst. Aber so wie es ist, macht es dich ja auch nicht glücklich - sonst wärst du nicht hier. Und Veränderung ist eine Chance, dich in den Mittelpunkt deines Lebens zu stellen und dich zu fragen: Will ich wirklich so leben?!

    Marie04 Liebe Marie,

    nun sind wieder einige Tage vergangen und ich bin mir sicher, dass konsequent bleiben die einzige Option ist. Ich lese mir immer wieder eure lieben Reaktionen durch und auch eure Geschichten. Aber leider stellt sich bei mir nicht die Erleichterung ein, von der hier so viele von euch berichten. Die Freude darüber lieber allein zu sein und das Glücksgefühl den Terror hinter sich gelassen zu haben. Nicht falsch verstehen: Den Terror und die Abstürze und die Stimmungsschwankungen vermisse ich natürlich auch nicht. Aber die geplatzten Träume quälen mich, die Enttäuschung, die Fassungslosigkeit … Ich bin immer noch so unglaublich traurig, dass Alkoholsucht so stark und so zerstörerisch ist. Vom Kopf her weiß ich, dass es nichts mit mir zu tun hat. Aber trotzdem ploppt in mir immer wieder eine Stimme auf, die sagt: Warum kommt Liebe und die vielen schönen Momente und Aussichten nicht dagegen an? Wie bin ich da nur nochmal reingeraten. Ich bin ja schließlich schon mit einem Alkoholiker aufgewachsen und war so fest entschlossen, dass ein Mann der trinkt für mich nie in Frage kommt. Und vor allem: Warum ist es so schwer loszulassen? Und: Wie schaffe ich es, dass es nicht mehr so weh tut und ich auch so optimistisch in die Zukunft blicken kann?

    Als erwachsenes Kind alkoholkranker Eltern neigt man dazu, weiter in unbefriedigenden Situationen auszuharren, weil man es eben nicht anders kennt. Dabei vergisst man gerne, dass man jetzt erwachsen, handlungsfähig und in der Lage ist, seine Situationen positiv zu beeinflussen.

    Das stimmt leider total. Ich dachte, ich hätte das schon besser im Griff. Also auch praktisch - nicht nur theoretisch.