Beiträge von Schwesterherz_81

    Hallo Marli,

    mein Ex Freund lebt seit Anfang Februar in seiner eigenen Wohnung. Wir sind seit zwei Jahren ca. getrennt, haben aber noch zusammen gewohnt. Wir verstehen uns wunderbar wenn er nüchtern ist. Er trinkt ab dem frühen Abend Bier.

    Seit er nicht mehr hier wohnt, bekomme ich das nicht mehr mit. Ich muss mir keine Gedanken darüber machen wann und wie viel er trinkt. Ich schlafe jede Nacht wie ein Murmeltier und das Leben fällt mir wieder leicht 😊 Jetzt bemerke ich erst nochmal welche Last seine Sucht wirklich war.

    Das heißt nicht, dass wir keinen Kontakt mehr haben. Wir haben auch einen gemeinsamen Sohn und allein deshalb im Grunde täglich Kontakt. Aber die Verantwortung für sein Leben und seinen Konsum hat er jetzt nur noch allein.

    Vielleicht ist das ja auch ein Ausblick für dich 😉

    Ich habe auch sehr lange gehofft, dass mein Freund mich und unseren Sohn mehr liebt als den Alkohol. Ich habe auch alles dafür getan und viel ausgehalten. Erst nach 8 Jahren Beziehung habe ich überhaupt bemerkt, dass er alkoholabhängig ist. Zwei Jahre habe ich versucht ihm zu helfen, aber es hat nicht geholfen. Ein einziges Mal ist er zu einer Suchtberatung und zu einem Arzt gegangen, der sich mit Sucht auskennt. Die Medikamente, die ihm zum Entzug verschrieben wurden, hat er mit Bier runter geschluckt. Mir hat er gesagt, der Arzt hätte die Tabletten verschrieben, weil man davon weniger Lust auf Alkohol bekommt.

    Jedenfalls habe ich, mit Hilfe einer Therapeutin und mit viel Lesen und Ratschlägen hier im Forum, den Entschluss gefasst mich zu trennen.

    Ich habe auch nur nach meinem Verstand gehandelt. Mein Herz sagt etwas ganz anderes.

    Wir haben letztendlich noch zwei Jahre als WG zusammen gewohnt. Ich konnte mich in dieser Zeit ganz gut abgrenzen was den Alkoholkonsum anging. Vor ca zwei Wochen ist mein Freund nun ausgezogen. Der Auszug war vom Herzen her nochmal sehr schlimm, aber nach drei Tagen habe ich es genossen, dass ich mir keine Sorgen mehr um seinen Konsum machen muss. Er läuft hier abends nicht mehr betrunken herum und ich kann einfach ruhig und entspannt schlafen. Ich habe fast schon ein schlechtes Gewissen, weil ich gar keine traurigen Gefühle habe. Wir waren 13 Jahre zusammen und es gab auch sehr glückliche Zeiten. Ich dachte immer es wäre der Mann fürs Leben und ich habe ihn unendlich geliebt. Leider hat er mit seinem Konsum alles kaputt gemacht.

    Ich kann jedem in dieser Situation nur raten sich zu trennen. Herz aus, Kopf an. Vielleicht schafft es der Partner sogar dann sich alleine aus der Sucht zu befreien.

    Hallo Samora!

    Ich war jetzt 13 Jahre mit meinem Freund zusammen. Wir haben auch ein Kind. Vor einigen Jahren bemerkte ich, dass er Alkoholiker ist. Er trank/trinkt jeden Abend 2-6 Liter Bier.

    Ich habe sehr viel versucht um ihm zu helfen. Nichts hat geholfen. Er hat nicht ein einziges Mal ernsthaft versucht vom Alkohol loszukommen.

    Vor zwei Jahren habe ich mich getrennt. Wir haben letztendlich noch zwei Jahre zusammen gewohnt. Bis vorgestern. Er ist jetzt in seine eigene Wohnung gezogen. Das Schlimme ist, dass wir uns immer noch unheimlich gut verstehen. Aber nur wenn er nüchtern ist...Er ist ein anderer Mensch, wenn er getrunken hat und ich merke das schon nach dem ersten Schluck.

    Ich war seit 13 Jahren nicht mehr alleine, aber es ist trotz besser als immer wieder enttäuscht und verletzt zu werden.

    Ich möchte auch nicht weiter jeden Abend einem geliebten Menschen dabei zusehen wie er sich zugrunde säuft, denn gesundheitlich ist er schon lange angeschlagen.

    Ich habe die Trennung und den Auszug letztendlich viel zu lange hinausgezögert. Wenn dein Freund keinerlei Einsicht zeigt und nicht bereit ist etwas zu ändern, ist das für dich vergeudete Lebenszeit.

    Ich finde es aber toll, wie du dich mit dem Thema auseinandersetzt und dich selbst reflektierst. Du bist auf dem richtigen Weg.

    Hallo Fraxi,

    falls sie sich selbst nicht mehr versorgen kann oder nicht mehr in der Lage ist ihre Angelegenheiten selbständig zu regeln, gibt es die Möglichkeit einen Antrag auf eine gesetzliche Betreuung beim zuständigen Betreuungsgericht zu stellen. Wenn du sagst, dass sie psychisch krank ist, ist die Frage, ob sie ihre Medikamente regelmäßig einnimmt. Ansonsten könnt ihr vielleicht mit dem behandelnden Arzt/Psychologen sprechen? Es gibt auch psychiatrische Pflegedienste, die auf die Einnahme der Medikamente überwachen und die Erkrankten betreuen. Eine Demenz kann übrigens auch schon in jüngeren Jahren ausbrechen.

    Es ist natürlich alles recht schwierig zu beurteilen, da ja auch Alkohol im Spiel ist.

    Mit dem Wohnrecht kenne ich mich leider nicht aus. Ich würde mich da aber auch bei einem Anwalt erkundigen.

    Liebe Api,

    mein Freund hat sich dahingehend verändert, dass er sehr unzufrieden mit seinem Leben geworden ist. Er schimpft über so ziemlich jeden in seinem Umfeld und jeder hat es besser als er. Er empfindet seinen Job als unheimlich schlimme Belastung. Niemand hat so einen anstrengenden Beruf. Darüber schimpft er seit Jahren. Ich habe mir das wirklich täglich angehört. Geändert hat er nie etwas.

    Insgesamt ist er einfach unheimlich unzufrieden und aufbrau

    send. Teilweise habe ich es vermieden die Nachrichten einzuschalten, weil ich seine bösen Kommentare nicht mehr hören wollte.

    Dann ist er auch schlimm depressiv geworden und meiner Meinung nach auch im Burnout. Momentan ist er deshalb auch krank geschrieben.

    Wie geht es dir denn so?

    Würde dir vielleicht auch eine psychologische Beratung gut tun? Mir hat das damals gut geholfen. Ich habe aber auch eine zeitlang ein Antidepressivum eingenommen.

    Machst du auch etwas für dich? Hast du Freunde mit denen du etwas schönes unternehmen kannst?

    Ich bin auch gespannt, wie es wird wenn wir bald getrennt wohnen. Momentan bin ich auch noch oft sehr traurig deswegen.

    Ich hatte schlimme Schlafstörungen, da ich immer darauf gelauert habe, ob er wohl gerade wieder trinkt. Ich bin vom Öffnen der Bierdosen wach geworden oder konnte wegen dem Gedankenkarussell erst gar nicht einschlafen. Mein Freund ist nachts teilweise verwirrt durch die Wohnung gelaufen oder saß laut schnarchend auf der Toilette. Ich hatte immer Angst, dass unser Sohn ihn so findet. Wenn er dann neben mir im Bett lag, hat er unheimlich laut geschnarcht oder ist mitten in der Nacht aufgestanden und hat überall das Licht angemacht. Ich muss dazu sagen, dass ich unter Epilepsie leide und auf ausreichend Schlaf angewiesen bin um anfallsfrei zu bleiben.

    Ich habe ihm dann irgendwann gesagt, dass ich ihn nicht mehr im Schlafzimmer haben möchte. Dann wurde es wieder besser mit dem schlafen. Seit ca 1,5 Jahren schläft er im Kinderzimmer und unser Sohn bei mir

    Meine Gedanken waren aber auch tagsüber nur bei ihm und seiner Sucht. Das hat mich psychisch sehr belastet. Es gab Tage, da hat meine Chefin mich nach Hause geschickt, weil ich so fertig war. Außerdem sind mir meine Haare ausgefallen. Ich hatte kahle Stellen auf dem Kopf. Da keine Ursache gefunden wurde, gehe ich davon aus, dass auch das mit dem Stress zusammen hing.

    Du wirst hier bei den Angehörigen noch viel mehr ähnliche Geschichten lesen. Ich konnte es am Anfang auch kaum glauben, denn ich dachte, dass ich mit meinem Problem ziemlich allein bin. Ich hatte ein völlig anderes Bild von Alkoholikern und habe erstmal gar nicht begriffen, dass mein Freund schon so süchtig ist, dass ich ihm nicht helfen kann.

    Irgendwann habe ich dann auch verstanden, dass er meine Hilfe gar nicht will. Er möchte trinken, auch wenn er dann jetzt aus unserer schönen Wohnung ausziehen muss, er unseren Sohn nicht mehr täglich um sich hat und unsere gemeinsame Zeit einfach aufgibt.

    Jedenfalls läuft so eine Beziehung mit einem alkoholsüchtigen Menschen meist nach dem gleichen Muster ab. Es werden immer wieder Versprechungen gemacht mit dem Trinken aufzuhören, die dann schnell wieder vergessen sind. Mich haben diese ewigen Enttäuschungen sehr getroffen. Ich habe ihm immer wieder geglaubt und musste dann doch feststellen, dass er mich belügt. Da habe ich völlig das Vertrauen verloren. Ich habe mir eine Therapeutin gesucht, weil ich wirklich auch physische Krankheitssymptome entwickelt habe. Am Anfang war eine Trennung für mich undenkbar. Das hat die Therapeutin so akzeptiert. Sie hat mich unterstützt und mir geholfen, damit es mir wieder besser geht. Am Anfang habe ich noch das Bedürfnis gehabt viel über meinen Freund und seine Abhängigkeit zu sprechen. Das war hier im Forum auch so und das ist bei allen Angehörigen erstmal so.

    Wichtiger ist es aber auf sich selbst und sein eigenes Leben zu schauen und da etwas zu verändern.

    Hallo Angy,

    ich bin ebenfalls Angehörige eines Alkoholikers. Mein Freund trinkt seit wir uns kennen (12 Jahre) und sehr wahrscheinlich schon viel länger täglich Bier. Unser Sohn ist 10 Jahre alt. Vor 2-3 Jahren wurde es immer mehr und das hat mich sehr belastet. Ich habe mich, nachdem ich gemerkt habe, dass er gar nichts an seinem Konsum ändern möchte, von ihm getrennt.

    Wir verstehen uns momentan gut. Er trinkt nur noch heimlich, wenn ich im Bett bin. Immerhin mindestens 3 Liter Bier täglich. Diese Woche renoviert er seine neue Wohnung und wird dann ausziehen.

    Ich habe wirklich alles versucht um ihm zu helfen. Leider hat es nicht funktioniert. Das mussten hier leider die meisten Angehörigen erfahren.

    Auch mein Partner ist im nüchternen Zustand ein toller Mensch. Leider kann ich mich absolut nicht auf ihn verlassen, denn er ist jeden Abend betrunken. Ich konnte mich auf kein Fest mehr freuen, denn zu solchen Anlässen wurde dann getrunken bis zum Abwinken. An einem Silvesterabend hat er sich so betrunken, dass er gegen die Terrassentür der Nachbarn gefallen ist. Ich war schon im Bett, weil ich an Neujahr früh arbeiten musste. Mein Sohn hat alles mitbekommen und war völlig verängstigt. Die Reue am nächsten Tag hielt nicht lange an, dann trank er wieder täglich. Man entwickelt ja auch ganz feine Antennen. Ich konnte mit einem Blick in sein Gesicht sehen, wann er das erste Bier intus hatte. Ich fand es furchtbar ihn abends betrunken neben mir auf der Couch sitzen zu haben. Kein normales Wort mehr mit ihm sprechen zu können, sobald er getrunken hatte. Er hat dann über alles mögliche geschimpft. Nachrichten wollte ich schon gar nicht mehr einschalten, weil er darüber richtig in Rage geraten ist. Am Tag war er einfach ein anderer Mensch.

    Er hat mir immer wieder versprochen weniger zu trinken oder auch ganz aufzuhören. Ist mir zuliebe zu einer Suchtberatung gegangen und zu einem Arzt. 1x und dann nie wieder.

    Alles blieb wie es war. Mir ging es immer schlechter und er hat einfach immer weiter getrunken.

    Man kann bitten und betteln, schreien und heulen. Einen Alkoholiker, der nicht von sich aus aufhören möchte, erreicht das alles nicht. Deine größte Liebe kann ihn nicht zur Besinnung bringen. Das musste ich leider schmerzhaft begreifen.

    Den Alkoholiker kannst du nicht ändern, aber du kannst etwas für dich tun. Gib ihm seine Verantwortung für sein Leben und übernimm du die Verantwortung für deins. Du kannst Dinge ohne ihn planen. Mach etwas was dir gut tut und dir Spaß macht. Verbringe nicht deine Zeit damit, nur über seinen Alkoholkonsum nachzudenken. Du kannst auch eine Beratungsstelle für Angehörige aufzusuchen. Auch ganz viel hier im Forum zu lesen war mir eine große Hilfe.

    Hallo Schwesterherz,

    ich habe mich heute durch deine Beiträge gelesen und ich finde es bewundernswert wie du das jetzt durchziehst. Ich kann deine Bedenken sehr gut nachvollziehen. Du/Ihr lebt 1 1/2 in der gleichen Wohnung und es klappte sehr gut. Dennoch ist es im Grunde wie bei meinem Mann, er kann sich ein Leben ohne sein Bierchen nicht vorstellen. Was soll sich dann verändern. Im Grunde würde es von Zeit zu Zeit immer wieder kracken. Vielleicht würde es auch irgend wann schlimmer. Bleib auf deinem Weg. Ich wünschte ich wäre schon so stark.

    Wahrscheinlich klappt es ja auch nur so gut, weil ich die Trennung durchziehe. Wer weiß wo wir jetzt wären, wenn ich nicht reagiert hätte.

    guten Morgen Schwesterherz_81

    Hat es geklappt mit dem Umzug?

    Lg

    Liebe Api,

    ich habe deine Frage jetzt erst gesehen. Die Wohnung wird erst diese Woche fertig, dann kann mein Ex-Freund renovieren. Wir haben uns in den letzten Tagen um Dinge wie Versicherungen, Strom und Internet ummelden usw gekümmert. Ich habe mich bisher immer ganz gut von meinem Gefühlen abgegrenzt, jetzt merke ich doch schon sehr, wie traurig ich bin. Gestern habe ich zum ersten mal nach langer Zeit nochmal geweint. Es war ziemlich schwer für mich den Leuten am Telefon erklären zu müssen, dass wir uns getrennt haben und deswegen eben jetzt Versicherungsverträge geändert werden müssen usw.

    Es ist so schade um unsere gemeinsame Zeit. Alles könnte so schön sein. Wir haben doch alles gehabt 🥺 Ich erwische mich auch dabei, dass ich die Sucht verharmlose, weil es ja keine schlimmen Vorfälle mehr gibt. Dann zwinge ich mich an die letzten Jahre zu denken und es kommen mir ganz viele Dinge wieder in Erinnerung, die ich irgendwo ganz hinten versteckt hatte. Davon gibt es nicht wenige. Manchmal wünsche ich mir, dass er sich auch an diese Dinge erinnert und vielleicht auch einfach versteht wie schlimm das für mich war. Leider war er meistens so betrunken, dass er sich an diese Situationen nicht mehr erinnern kann.

    Wir hatten jetzt beide Urlaub und er trinkt weiterhin täglich mindestens 3 Liter Bier.

    Er hat jetzt schon einige Vorerkrankungen und ist auch psychisch durch Depressionen stark angeschlagen. Manchmal habe ich wirklich Angst, dass ich ihn nachts mit einem Herzinfarkt oder Schlaganfall auf dem Boden finde. Alle Risikofaktoren sind vorhanden und den Alkohol konsumiert er schon seit dem Jugendalter täglich.

    Das ist auch ein Grund für mich, mich zu trennen. Ich versuche auf meine Gesundheit zu achten so gut es eben geht, denn ich lebe gerne und ich möchte möglichst lange für meinen Sohn da sein. Meinem Ex Freund scheint das völlig egal zu sein.

    Hallo zusammen!

    Ich melde mich auch nochmal.

    Mein Freund hat ja ab Juli eine eigene Wohnung. Ob es mit dem Umzug diese Woche noch klappt ist unklar, da das Badezimmer komplett saniert werden musste. Der Vermieter hat es bisher noch nicht geschafft es fertig zu stellen. D.h. es gibt keine Toilette und die Terrassentür ist defekt. Wahrscheinlich gibt es den Schlüssel also wirklich erst am Wochenende und dann muss die Wohnung noch renoviert werden.

    Ansonsten läuft der Alltag hier wie immer. Wir haben gerade zusammen Urlaub und unternehmen auch einiges zusammen.

    Er trinkt weiterhin abends wenn wir im Bett sind. Allerdings versteckt er die leeren Dosen jetzt besser. Er holt das Bier erst aus dem Auto wenn wir im Schlafzimmer sind und bringt die leeren Dosen später wieder raus.

    Ich bekomme das zufällig mit, kontrolliere da nichts mehr.

    Anni hat hier letztens ein Interview mit einer Co-Abhängigen gepostet, welches ich sehr hilfreich fand um mein eigenes Verhalten nochmal zu verstehen. Ich denke, dass ich jetzt aber mein Leben wieder sehr gut im Griff habe. Klar bleibt die Angst demnächst alleine zu sein, aber ich habe finanziell schon alles sehr gut geregelt. Ich bin unabhängig und das ist mir wichtig.

    Oh das ist ja lieb, dass du fragst 😊

    Es geht mir soweit gut. Der Auszug rückt jetzt näher. Am 1.7. ist es soweit. Ich habe heute schon mal den Stromanbieter informiert. Die Vermieterin weiß auch Bescheid. Ansonsten hat mein Ex Freund sich noch nicht um viel gekümmert was seine neue Wohnung angeht. Ich musste mich schwer zurückhalten da auch nichts für ihn zu unternehmen. Ich habe sonst immer alles mögliche für ihn organisiert.

    Er trinkt weiterhin täglich heimlich sein Bier, wenn wir im Bett sind. Ich sehe öfter leere Dosen auf der Terrasse versteckt, aber sonst bekomme ich nichts davon mit.

    Ich bin momentan noch ziemlich distanziert von dem Gedanken an den Auszug und habe schon Angst davor, wie es mir gefühlsmäßig gehen wird, wenn es dann tatsächlich soweit ist. Mein Ex Freund bemüht sich sehr mich im Alltag zu unterstützen und es läuft soweit alles normal. Die Nachbarn werden wahrscheinlich auch aus allen Wolken fallen, wenn der Möbelwagen vor der Tür steht.

    Habt ihr denn einen festen Umzugstermin? Puh, 1,5 Jahre .. das stelle ich mir wirklich schwierig vor... ich dachte, der Umzug sei schon gewesen...

    Ich denke oft an Dich und Eure Geschichte, die ja ein paar Parallelen zu unserer hat - jetzt drück ich mal fest die Daumen!

    Eigentlich sollte der Umzug auch schon im März/April gewesen sein, aber der Vermieter der anderen Wohnung hat den Mietvertrag vorher aufgehoben.

    Jetzt zieht er am 01.07. in eine sehr schöne Wohnung hier in der Nähe. Unser Sohn kann die Wohnung innerhalb von fünf Minuten zu Fuß erreichen und sie liegt auf seinem Schulweg.

    Die letzten Monate ging es ja relativ gut mit dem Trinken, weil er es wirklich sehr reduziert hat. Es lief sogar alles recht harmonisch muss ich sagen.

    Habt ihr denn einen festen Umzugstermin? Puh, 1,5 Jahre .. das stelle ich mir wirklich schwierig vor... ich dachte, der Umzug sei schon gewesen...

    Ich denke oft an Dich und Eure Geschichte, die ja ein paar Parallelen zu unserer hat - jetzt drück ich mal fest die Daumen!

    Wir sind da!

    ❤️

    Die Trennung bzw den Umzug werden wir definitiv durchziehen. Wir schlafen ja auch seit 1,5 Jahren in getrennten Betten. Ich bin gespannt wie sich alles entwickelt, wenn wir nicht mehr zusammen wohnen. Diese räumliche Trennung steht ja jetzt schon ewig im Raum. Es war irre schwer hier eine Wohnung zu finden und hat sich jetzt über fast 1,5 Jahre hingezogen. Vielleicht ist auch alles etwas einfacher, wenn der Umzug gelaufen ist.

    Du hast Recht, Cadda. Danke für deine Worte!

    Ich traue mich im realen Leben gar nicht mehr darüber zu sprechen. Die meisten, die von unserer Trennung wissen, verstehen unser gutes Verhältnis zueinander überhaupt nicht. Die die von seiner Alkoholsucht wissen, verstehen nicht, warum ich nicht froh bin ihn bald los zu sein.

    Das bin ich nicht. Ich finde das Ende unserer Beziehung und meiner Vorstellung von unserer Zukunft einfach sehr traurig und tragisch. Eine ganze Weile war ich sehr gefasst und habe mich distanzieren können. Momentan bin ich sehr traurig und nah am Wasser gebaut. Ich spreche mit niemandem mehr über die Trennung.

    Trotzdem bin ich voller Hoffnung, dass es meinem Freund hilft, vielleicht doch noch den richtigen Weg zu finden. Und wenn nicht, dann war die Trennung ja auf jeden Fall die richtige Entscheidung.