Das lässt bestimmt mit der Zeit nach. Aber solange Du den Drang verspürst. Immer rein damit. ![]()
Beiträge von Alex_aufdemweg
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Hallo NIKA,
danke für Deine Schilderung. Das war sicher nicht einfach. Gut, dass Du da heil herausgekommen bist.

Es können sich beim Durchspielen auch Gedanken einschleichen
Für mich ist das darüber nachdenken, warum ich nichts trinke, schon schlecht. Z.B. wegen s.o.
Ich trinke nichts, also brauche ich mich nicht zu überzeugen. Mein Suchthirn sagt, aber...
Da gibt es eine gute Technik. "Links rein, rechts raus" oder auch "Durchzug" genannt. Dafür brauche ich nichts zu denken. Das Hirn wäre da ja sogar im Weg

Ich habe ja schon mal alles gedacht. Warum schlecht, wie beschissen es war, was ich verloren und verpasst habe, meinem Körper angetan, meinem Hirn, anderen Menschen... Also, ich weiß es. Denke ich rum, babbelt mein Suchthirn nur dazwischen.
Sagen wir mal, wenn sich das Suchthirn halt nix merken kann, bekommt es bei mir keine Nachhilfestunden. Setzen 6.
Na ja. Wenn man nicht so plump wie ich ist, hilft mit Sicherheit auch sich das noch mal vor Augen zu führen. Ist nur mal einen Versuch wert. Ich persönlich spare mir dabei eine Menge Denkarbeit. Und wenn ich zurückblicke, kann ich dabei nicht nach vorne sehen.
VG Alex
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Vielen Dank für Deine Beiträge. Das hat gerade viel in mir bewegt. Als EKA und selbst Alkoholiker.
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Guten Morgen Erna,
ich hatte mal ein gutes Gespräch mit jemandem, den ich in der Sauna kennengelernt habe. Er hatte zu seinem Freund gesagt, dass es jetzt schon 2 1/2 Monate sind und dieser hat einfach nicht reagiert.
Beim Gespräch stellte sich heraus, dass er schon seit fünf Jahren keinen Alkohol trinkt. Aber dafür Unmengen Gras geraucht hat. Davon war er jetzt erst weg. Also die klassische Suchtverlagerung. Es ist zwar nicht unbedingt gut z. B. das Rauchen und Trinken gleichzeitig aufzugeben. Wegen der Überlastung. Gras verändert aber das Bewusstsein, so wie Alkohol. Als Alkoholiker sollte man keine Substanzen zu sich nehmen, die das Bewusstsein verändern.
Also, sehr gut, dass Du auch damit aufgehört hast.

Ich selbst muss mich derzeit mächtig bei den Süßigkeiten, besonders abends, einbremsen. Die verändern zwar nicht das Bewusstsein, aber den Blutzuckerspiegel.

VG Alex
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langen Firmenabendessen
Vielleicht ist es ja möglich, aus dem langen ein kurzes Firmenabendessen zu machen?
Sich der Situation so kurz wie möglich auszusetzen.
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Hallo Susi,
das Buch von Catherine Gray habe ich auch gelesen. Ist wirklich schön geschrieben. Es gibt übrigens hier einen Thread mit Literaturtipps.
Diesen Suchtdruck, oder auch platt Saufdruck genannt hatte ich nur ein mal ganz am Anfang. Es gab Streit daheim und meine Frau hat vor meiner Nase ein Bier aufgemacht. Ich hatte von Tuten und Blasen keine Ahnung. Bin aber einfach rausgegangen und ein paar Kilometer gegangen. Nach ca. 20 Minuten war es vorbei.
Dann habe ich sehr bald erkannt, was die Suchtstimme ist und sie zu erkennen. Kommt bei Catherine Gray - glaube ich - auch vor.
Seither "übersetze" ich sie praktisch sofort.
Wenn etwas super geklappt hat, kommt sie plötzlich und sagt "Das hat doch super geklappt. Jetzt hast du dir aber ein Bier verdient".
Übersetzung: "Das hat doch super geklappt, jetzt hast du dir aber einen großen Schluck Nervengift verdient".
Dann denke ich, wie dämlich ist das denn? Was für ein unlogischer Bullshit. Und das war es dann auch schon.
Vielleicht deswegen, oder weil das einfach immer so ist, wurde die Stimme immer weniger.
Manchmal blitzt es noch auf. Und das wird es vielleicht immer. Aber wenn ich auf einer Brücke stehe und runterschaue, frage ich mich auch oft, wie es wohl ist, wenn ich da runterfalle und würde aber niemals springen. Ist eben ein dämlicher Gedanke, weiter nichts.
Wenn es nicht so verständlich war, gerne noch mal nachfragen. Über Gedanken schreiben ist immer etwas wirr bei mir.
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Die Gedanken kreisen wieder öfter um den Alkohol. Vermutlich weil ich mich einsam fühle.
Hallo Susi,
wahrscheinlich kreisen sie in erster Linie erst mal um Alkohol, weil dieser ja aufgrund der Sucht als Lösungsmittel Nummer 1 abgespeichert war.
Das andere sind die "Gründe" um zu diesem Lösungsmittel zu greifen. Davon wird es immer welche geben. Wenn nicht mehr das Eine, dann das Andere. Wichtig ist sich wieder klarzumachen, dass dieses Lösungsmittel ja genau das Gegenteil ist. Dazu hat jemand einen guten Satz unter seinen Beiträgen. Wer war das doch gleich?
Jedenfalls.
Es macht keinen Sinn, sich ein Nervengift zu geben, weil es einem nicht gut geht. Oder einen etwas bedrückt.
Denn das ist Alkohol.
Ich denke, der Ansatz ist an dieser Stelle zu finden.
Den ohne ihn ist man eigentlich auch erst in der Lage, die anderen Gründe anzugehen.
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Hallo Susi,
immer mit der Ruhe. Ich erzähle auch nicht jedem, dass ich Alkoholiker bin. Das ist auch nicht notwendig.
Wenn Du es für Dich weißt, ist das das Wichtigste.
Meiner Meinung nach baut darauf erst mal alles auf.Schön, dass Du da bist.

LG Alex
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Und hier auch noch mal alles Gute zum Jahrestag an Euch.

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Dann schreibe ich meinen Satz noch mal anders.
Ich habe das hier (vor ein paar Monaten) zum ersten Mal gelesen. Vor dem Forum wusste ich das nicht.
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Super. Freut mich riesig für Euch.
Motiviert mich selbst sehr. -
Das habe ich hier auch zum ersten Mal gelesen. Was ich alles beim Zahnarzt ausgehalten habe. Ich bin nie im Leben auf die Idee gekommen, dass das vom Saufen kommt. Es hat auch immer ewig gedauert, bis es wenigstens etwas gewirkt hat.
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Ich persönlich brauche da keine "Beweise" mehr.
Da gebe ich Hartmut recht. Wie ich vor 30 Beiträgen geschrieben habe. Wir wissen, dass er ein massives Alkoholproblem hat. Es hilft jetzt nicht weiter, ihn immer wieder zu "überführen". Das wird die Situation nicht ändern.
Wie geht es mit dieser Erkenntnis jetzt für Dich weiter? Darum geht es.
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Kann man denn auch nur durch Bier anhängig werden?
Ja, kann man sehr gut. Hier, ich hebe da mal den Finger. Und ich war auch (fast) nie sturz betrunken. Es ging um den Pegel. Wenn der erreicht war, habe ich langsamer getrunken und/oder bin ins Bett. Leider braucht man mit der Zeit immer mehr, um diesen zu erreichen.
Das, was mich vielleicht von einem Trinker härterer Sachen unterschieden hat ist, dass das ganze sich viel länger hin gezogen hat, bis ich am Ende war. Aber stetig nach unten geht es. Schneller oder langsamer.
Und alles, was er dazu sagt, habe ich auch gesagt. Das ist absolut normal für einen Alkoholiker.
Ich schreibe normalerweise nicht bei Angehörigen. Ich möchte Dir nur helfen, Deine Zweifel auszuräumen.
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Hallo Erna,
wichtig ist erst mal, Diskussion und Gedanken im Kopf hin oder her, nicht zu trinken.
Ich verstehe Deine Bedenken, dass es schwierig sein kann, über längere Zeit standhaft zu bleiben.
Was vielen, besonders am Anfang, helfen kann ist, sich nicht den ganzen zukünftigen Zeitraum auf einmal aufzubürden. Das ganze etwas kleiner machen.
Aus diesem Grund erst mal "heute" nichts trinken. Und vor allem "jetzt" nicht. Dann brauchst Du Dir nicht so viele Sorgen um die Zukunft zu machen. Die wird sowieso ohnehin viel besser werden. Das wirst Du sehen.
Und wenn Du morgen aufwachst (so geht es mir immer) bist Du froh nicht getrunken zu haben. Und dann wirst Du wieder "heute" keinen Alkohol trinken. Nur heute nicht zu trinken ist nicht so schwer. Und Deine Liste ist natürlich auch eine super Hilfe.

LG Alex
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Es wird besser als es vorher war. In vielen Dingen. Soviel ist sicher

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Als mich dann die Kassiererin fragte, warum ich denn heute nur zwei Sixpacks kaufe, kam ich dann auch auf die Idee wohl besser verteilt einzukaufen.