Beiträge von Alex_aufdemweg

    bin nicht die Geduldigste

    Wie war das? Als die Geduld verteilt wurde, stand ich hupend im Stau.

    Zu 6. Handarbeit passt doch. Du musst nicht gleich Vollgas geben.

    Wie lange geht denn diese Entgiftung? Zu Beginn wirst Du ja dann bereits drei Wochen nüchtern sein. Das ist etwas ungewöhnlich.

    Willkommen beast,

    Warum? Ich fühl mich schlapper, müder und verkaterter als die letzten Tage

    Ging mir heute Morgen auch so. Meine Nase war auch zu. Dachte, ich werde krank. Jetzt ist es aber wieder besser.

    Kann gut sein, dass Dein Immunsystem gerade besonders am Arbeiten ist. Vieles hängt nicht unbedingt damit zusammen, dass kein Alkohol getrunken wird.

    Dass Du Dich nicht aufraffen kannst, kann gut mit Deinem Dopaminhaushalt zusammenhängen. Alkohol hat an den Rezeptoren angedockt und das muss sich jetzt anfangs erst wieder normalisieren. Da kannst Du ggfs. auch mit Deinem Arzt mal darüber sprechen.

    Wird sich mit der Zeit sicher beruhigen.

    Hast Du schon etwas aus den "Grundbausteinen" für Dich umsetzen können?

    was bringt es Dir zwischen lauter angetrunkenen Freunden zu sitzen

    Im ersten Jahr ist es ratsam, darauf zu verzichten. Und dann bist Du wahrscheinlich so trocken, dass Dir das angesoffene Geschwätz zu blöd geworden ist. Ich fühle mich dabei überhaupt nicht mehr wohl. Deswegen habe ich auch nicht das Gefühl auf etwas zu verzichten.

    Wenn das bei Dir bis jetzt nicht so ist, solltest Du einfach auf die Erfahrungen der anderen vertrauen.

    Abends habe ich zum Beispiel gar kein Bedürfnis mehr.
    Außer … heute.

    Das kann auch gut die Nachwirkung Deines Besuches dieser Party sein. Das Suchthirn vergisst nicht so schnell, wenn es etwas für sich gebrauchen kann.

    Viele haben natürlich getrunken, es gab reichlich Wein

    Auch wenn nicht gerade Wein Dein Lieblingsgetränk war. Die Wirkung auf die anderen Gäste, hast Du ja gesehen.

    Ich selbst kann mich erinnern, dass ich gerne auch mal zu irgendetwas anderem gegriffen habe, wenn mir das Bier ausging. Weil ich mal wieder gehofft hatte, dass ich mit weniger auskommen würde.

    abhängig von der Partnerin

    An der Stelle solltest Du ansetzen. Wenn das Suchthirn trinken will, ist jede Ausrede recht.

    Es ist wichtig, die Verantwortung für Dich zu übernehmen und die Schuld nicht bei anderen zu suchen. Auch die Partnerin hält Dir das Glas nicht an den Mund und zwingt Dich zu schlucken.

    Das ist ganz alleine Deine Entscheidung.

    Ich hatte zeitlebens belastende Beziehungen. Und ich habe viele Jahre getrunken. Weil ich Alkoholiker bin. Das war die Sucht. Meiner Ex gebe ich da keine Schuld.

    Es gibt z. B. auch viele Menschen, die gerade eine Trennung durchleben und nicht saufen. Solange ich nach Ausreden suche, wird es sehr schwer.

    Also, schau auf Dich und ziehe es durch. Die Grundbausteine sind eine gute Anleitung dazu.

    Komische Welt kaum trinkt man mal nicht mit ist man komisch....

    Den trinkenden Kollegen ist es unangenehm. Jeder weiß, dass Alkohol nicht gut ist. Da wollen sie lieber, dass Du mittrinkst.

    Und ja ich wollte auch nicht daneben stehen und zu schauen.

    Das wäre auch sehr schlecht gewesen. Denn das nimmst Du auch mit heim. Kann Dich tagelang noch triggern. Also alles richtig gemacht. :thumbup:

    Bei mir selbst war es dann irgendwann auch noch so, dass ich diese angeheiterte (falsche) Art und dieses "alles ist so witzig", nicht mehr ausgehalten habe.

    einen Weg finden mein ganzes denken um Alkohol zu ändern

    Das auf alle Fälle.

    Ich sehe das inzwischen so. Alkohol ist ja ein Zellgift. Es löst die Membran jeder Zelle auf, mit der es in Berührung kommt. Daher ist er auch ein 1 A Putzmittel. Weil er auch alle Bakterien tötet. Alles, was lebt.

    Die Natur hat sich das so ausgedacht, damit sich faules Obst usw. zersetzt. (Gärung) Und der Mensch kommt auf die "schlaue" Idee und schüttet sich das rein. Und die zerstörerische Wirkung im Gehirn wird dann fälschlicherweise auch noch als angenehm empfunden.

    Ich meine, die Sprache wird z. B. schlechter (Lallen), weil zu viele Gehirnzellen im Sprachzentrum abgestorben sind. Und dann dauert es etwas, bis andere Verbliebene das übernehmen können.

    Das ist mein Denken zum Alkohol. Zum Glück hat sich das rasch so festgesetzt. Und es ist ja auch die Wahrheit.

    Natürlich wusste ich das vorher auch schon und ich habe gesoffen. Aber jetzt muss ich nicht mehr trinken und ich will es auch auf keinen Fall mehr. Da haue ich mir lieber mit dem Hammer auf den Daumen. Das geht schneller. Und lenkt auch einwandfrei von aktuellen Problemen ab. ;)

    Mit dieser Einstellung brauche ich keine eiserne Disziplin. Es fällt mir ja auch nicht schwer, mir nicht extra auf den Daumen zu schlagen.

    Deswegen ist es jetzt ein sehr entspanntes Leben. Ich bin vor allem hier, um nicht zu vergessen, dass irgendwo in mir noch die Suchtstimme schlummert.

    Auch meide ich Orte, wo getrunken wird. Und, weil ich betrunkene Menschen nicht aushalten kann. Kann auch gut sein, dass es daran liegt, dass sie mein früheres Selbst spiegeln.

    Hui. Das war jetzt aber eine ausführliche Erklärung über mein "Denken" über Alkohol.

    Das einzige, was ich mir auch mal sage ist: "Alkohol ist keine Option!". Punkt, fertig, aus.

    würge ich sie ab,

    So habe ich es auch gemacht. Keine Diskussion mit dem Suchthirn.

    Ich weiß, dass ich nicht mehr trinken werde und fertig. Und jetzt ist es erst mal stumm. Schon sehr lange und das soll auch so bleiben. Tot ist die Suchstimme nicht. Sie schläft. Aber schön tief. Irgendwelche nasse Partys könnten sie vermutlich wecken.

    Kann es sein, dass Du Dich noch versuchst, selbst zu überzeugen? So liest sich das für mich. Warst Du noch nicht an dem Punkt, an dem Du entschieden hast, es geht so nicht mehr?

    Ich habe tatsächlich sogar 20 kg abgenommen. Das waren dann sogar 10 zu viel.

    War eine einfache Kalorienrechnung. Mindestens 7 Bier macht alleine schon über 1.400 kcal eingespart.

    jedoch sind fast alles Leute die gerne mal einen über den Durst trinken, es jedoch besser im Griff haben als ich. Das Verständnis gegenüber Nichttrinkern hält sich sehr in Grenzen.

    Hier kann ich Doro nur zustimmen. Wenn sich das Verständnis in Grenzen hält, würde ich auch nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass sie es mehr im Griff haben. Wenn Du vom fehlenden Verständnis und dass deren Prioritäten auf dem Alkohol und nicht bei Dir liegen, enttäuscht bist. Dann liegt das daran, dass "enttäuscht" vom "Ende der Täuschung" kommt. Denn es war vorher auch schon so. Nur da hast Du es nicht gemerkt.

    Bei mir war es so. Ich habe praktisch alle "Freunde" aufgegeben. Nur, dass es gar kein Aufgeben war. Denn als ich sie z. B. nach einem halben Jahr zufällig getroffen habe, hatten wir uns nichts zu erzählen. Bzw. hat es sie null interessiert, wie es mir geht. Von sich wollten sie auch nichts erzählen. Es war in der Sauna und ich glaube, es war ihnen eher unangenehm. Vielleicht, weil ich fit aussah und mein Bauch weg war? Oder weil ich einfach deren schlechtes Gewissen war, ohne es zu wollen.

    Jedenfalls habe ich festgestellt, dass da nichts ist. Außer – wie Du es ausdrückst – zum "Party machen", waren sie zu nichts wirklich zu gebrauchen.

    Echte Freunde müssen in Deiner Gegenwart nicht trinken. Da kommst erst mal Du.

    Bei einem Forum geht es immer etwas, bis Antworten kommen. Dafür denken die Menschen auch in Ruhe nach, bevor sie irgendetwas raushauen.

    Gibt es hier auch Menschen die damit Erfahrung gemacht haben?

    Ich bin über ein Jahr jede Wochen zu den AAs und hatte nie einen Sponsor. Und ich brauche auch keinen. Die Gruppen sind sehr verschieden. Vielleicht findest Du bei Dir in der Nähe eine andere?

    Hast Du gerade Suchtdruck? Du liest Dich so sehr gestresst.