Beiträge von Alex_aufdemweg

    Gestern war wieder ein Firmenevent ohne Alkohol (weil ich ihn organisiert habe 😉).

    Vielleicht wirst Du noch zum Trendsetter und die Leute machen das dann irgendwann auch. :thumbup:

    noch einen guten Satz. Damit ich nicht so perplex bin wenn jemand mal was sagt oder fragt, wieso ich keinen Alkohol trinke.

    Ich saß mal, vor vielen Jahren, mit einer anderen Familie im Biergarten. Deren Mann hat eine Apfelsaftschorle bestellt. Ich meinte: "Ja, wie? Man kann hier doch keinen Saft bestellen. Wieso trinkst du kein Bier?"

    Antwort: "Schmeckt mir nicht"

    Echt?

    Ja?

    Und das war es auch schon. Was soll ich da noch fragen? Ihm schmeckt es nicht.

    Ich selbst habe auch schon gesagt "ich vertrage es nicht mehr". Und das war ja definitiv auch so. Und wenn ich deutlicher werden kann, habe ich schon gesagt "ich habe für dieses Leben genug getrunken". Das löst dann immer ein "Ah..." aus. :)

    Da hat mir mal ein früherer Freund geantwortet: "Ja, wie? Du hast mehr als zwei Radler am Abend getrunken?"

    DER war gut. ;)

    Ich antwortete "Ja, viel mehr".

    Nicken von seiner Seite und das war es auch wieder. Anderes Thema.

    Ich würde dir dringend davon abraten. Als gesetzlicher Betreuer bist du verpflichtet entsprechend Dinge für deine Mutter zu erledigen und dir bleibt keine Möglichkeit Distanz herzustellen.
    Das Gericht kann dich auf keinen Fall dazu zwingen

    Beitrag vom 25. Oktober.

    Wieso will sie keine Hilfe?


    Weil sie Alkoholikerin ist und sie ihren Tiefpunkt noch nicht erreicht hat. Manche sterben auch vorher.

    Warum tust du dir das an?

    Wenn es da jetzt nicht stände, hätte ich es jetzt geschrieben.

    Sie sagt nicht "schaue auf dein Handy und warte vergeblich auf meinen Anruf".

    Das machst Du ganz alleine. Natürlich kann ich das verstehen. Mal logisch gesehen, kannst Du ihr das aber nicht mal vorwerfen.

    Denn Du hast die Möglichkeit, etwas anderes zu machen. So wie sie auch etwas anderes machen könnte, als zu saufen. Das liegt an jedem selbst.

    Du hast die Möglichkeit, anders zu handeln. Also kämpfe dagegen an. Mach was für Dich. Hobbys, Freunde, spazieren gehen, irgendetwas. Alles ist besser als auf einen Anruf zu warten. Und eigentlich wäre es ja nur schlecht, wenn er kommt. Denn dann dreht sich das Karussell nur noch weiter.

    nehme seine Anrufe auch nicht mehr an sondern drücke ihn direkt weg.

    Wegdrücken ist eine Reaktion, die er bemerkt. Er weiß, dass er Deine Aufmerksamkeit erregt hat und Du gerade an ihn denkst. Wegen dem Besetztzeichen.

    Wenn ich z. B. Anonyme Anrufe bekomme, klicke ich einmal auf die Einschalttaste des Handys. Dann hört es auf zu vibrieren und ggfs. zu klingeln. Nur auf dem Display sehe ich, dass es noch anruft.

    Dann kann ich es getrost weglegen und der Anrufer erhält keine Reaktion von mir.

    Habe mal einen Anruf aus Spanien weggedrückt und dann hat es danach minütlich angerufen. Weil sie ja wussten, da hat es gerade einer in der Hand. Da habe ich es mir dann angewöhnt, nur noch das Klingeln in dem Moment auszustellen.

    Ggfs. googel mal, wie das mit dem Stummstellen bei Deinem Handy geht.

    Es gibt sicherlich genug, die auch keinen Alkohol trinken

    Dazu möchte ich sagen, dass es mir jetzt nicht so viel bringt, wenn jetzt fünf Leute auch nichts trinken. Mir aber einer gegenüber sitzt, der es laufen lässt.

    Fürs Unterhalten ist es auf alle Fälle gut, jemanden zu finden, der auch keinen sitzen hat.

    Übrigens habe ich drei andere Firmenanlässe, wo es eigentlich normalerweise Alkohol gibt, anderes organisiert.

    Sehr gut. Du musst nicht auf die Tipps hier hören. Es wäre aber besser. 8) Sind Erfahrungswerte.

    Kinderpunsch wäre dann aber immer noch für mich tabu

    Ja, es sieht schon sehr ähnlich aus. Das kannst Du für Dich herausfinden. Wenn Du da auch nur eine Andeutung von Zweifel hast, lass es bleiben. Es ist das Risiko nicht wert.

    Hallo fleseb,

    willkommen hier.

    Am besten meidest Du die Weihnachtsmärkte so lange, bis Du keine Lust mehr hast hinzugehen. ;)

    Klingt komisch. Ist aber bei mir genau so gewesen.

    Es dauert eine Weile, bis es im Kopf wirklich trocken wird. Dabei hat sich meine Einstellung zu vielem automatisch geändert. Ich würde mit Leuten (z. B. Kollegen) niemals dort hingehen und mir anschauen, wie sie trinken und "komisch" werden.

    Ich fühle mich dort auch ganz und gar nicht mehr wohl. Weil ich spüre, dass es ein "gefährlicher" Ort für mich ist.

    Also nochmal ganz klar. Gehe nicht auf einen Weihnachtsmarkt.

    VG

    Alex

    Ich möchte das Ganze mit Respekt und auf Augenhöhe abschliessen.

    Das ehrt Dich. Aber wozu die Mühe? Da es Dich nicht mehr betrifft, ist "schweigen und trinken" doch ok.

    Ist doch besser als Aggression. Das ist unnötig unangenehm für Dich.

    Du hast ja sicher schon etwas geschrieben. Das, was sie jetzt ignoriert. Damit passt es doch.

    Eine Trennung klappt immer am besten, wenn der Kontakt für eine längere Zeit ausbleibt. Wenn sie sich wieder meldet, wird es nur schwieriger.

    Das sind jetzt meine persönlichen Erfahrungen. Und die gelten in dem Fall für die meisten "Beziehungsenden" allgemein.

    Oder hast Du Dir, durch die Trennung, dieses Mal erhofft, dass sie zur "Besinnung" kommt und aufhört zu trinken? Das ist natürlich CO. Aber auch in dem Fall, hast Du Deine Antwort, bzw. Deine Nicht-Antwort, ja nun bekommen.

    Kinder machen das Ganze immer schwieriger. Sie sind aber auch der Antrieb (oder sollten es sein), an der Situation etwas zu ändern.

    Denn sie können es ja von sich aus nicht und sind auf Dich angewiesen.

    Eine negative Reaktion von ihm kann Dich in Deinem Entschluss eigentlich nur bestärken.

    Ich weiß gerade nicht, wie alt Deine Kinder sind. Meine Schwester und ich wussten sehr, sehr früh was Sache ist. OK, war auch nicht schwer, wenn man verdroschen wird, lernt man noch viel schneller.

    Jedenfalls haben Kinder sehr feine Antenne. Meine Mutter (die inzwischen auch Alkoholikerin ist) hat sich immer darüber gefreut, wenn ich ihr gleich gemeldet habe, dass der Papa bereits getrunken hat. "Bereits", denn getrunken hat er jeden Tag.

    Sie hat uns damals gesagt, dass sie sich trennen möchte. Wir haben Hoffnung geschöpft und sie ermutigt. Aber sie ist geblieben.

    Ich bin da etwas befangen. Aber das war nur leeres CO-Gerede. Sie ist geblieben und wir haben unsere Kindheit so verbracht. Unwiederbringlich.

    Irgendwie wühlt mich das Thema zu sehr auf, merke ich gerade. Wollte Dir nur den Eindruck eines EKAs dalassen.

    Du musst darauf nichts antworten. Lass es einfach auf Dich wirken. Du bist ja auch erst ganz kurz hier.

    er sich für den Alkohol entschieden hat und gegen seine Familie

    Und noch mal von einem Betroffenen. Er hat sich für den Alkohol entschieden. Weil er abhängig ist. Punkt.

    Alles andere wird, so gut es geht, verdrängt. Das ist unangenehm. Es kommt auch ein schlechtes Gewissen auf. Aber damit muss halt gelebt werden. Die Alternative, nichts trinken, ist nicht möglich, wenn ich eigentlich trinken will.

    Aber schau mal. Du möchtest gerne, dass er von seinem Suchtstoff ablässt. Du selbst tust das aber auch nicht. Deine Gedanken kreisen immer nur um ihn. So wie seine um den Alkohol.

    Aus dem Grund finde ich Panamas Ansatz gerade sehr gut. Fange an zu lernen auf Dich und Deine Kinder zu schauen und warte nicht auf ihn.

    Der Vater von meinem Partner war selbst Alkoholiker und ist daran verstorben

    Mein Vater ist auch daran gestorben.

    Mein Stiefvater ist auch Alkoholiker. Er war gewalttätig und ich habe eine Kindheit voller Schmerz und Angst erlebt. Weil meine Mutter nicht gegangen ist.

    Und? Ich bin Alkoholiker geworden. So sieht's aus.

    Ich wünsche Dir, dass das bei Dir anders läuft und Deine Kinder mal nicht so über Dich denken, wie ich über meine Mutter.

    Auf die Idee würden sie niemals kommen😉

    Das habe ich aber schon anders erlebt. Eigentlich fast nur.

    Ich brauche schon Hände und Füße um abzuzählen, wieviel Leute sich mir schon erklärt haben. Oder sich in meinem Beisein hinterfragt haben.

    Sogar meine früheren Sauffreunde haben angefangen zu erzählen. Praktisch, alle der Reihe nach. Z. B. "Ja, wenn ich nichts trinke, geht es mir die ersten drei Tage schlecht. Dann wird es besser." Und das nächste Bier bestellt.

    Sich rechtfertigen und/oder hinterfragen, scheint nicht wirklich etwas zu ändern.

    wenn dort alle Wein trinken und einen noch "blöd anmachen", wenn man keinen möchte.

    Wo ist denn das heute noch so? Ich trinke jetzt seit bald drei Jahren nicht mehr und mich hat noch nie jemand blöd angemacht. Ihm war es höchstens selbst peinlich und er hat sich erklärt. Ansonsten ist den Leuten doch recht egal, was ich trinke. Hauptsache sie haben, was sie wollen. Und genau so sehe ich es auch.

    Hauptsache ich habe was ich will. Es ist doch nur ein Getränk. Für andere ist das nicht so wichtig, wie für mich. Das habe ich anfangs nur gedacht, weil ich von mir ausgegangen bin.

    Ich glaube ich würde das Interesse bei einem schuldbewussten Blick eher "wecken".

    Ach ja. Mein Chef wollte mal, am Anfang, dass ich jetzt zwei Weizen für uns hole. Das hat er mehrmals gesagt. Ist mir aber auch klar warum. Nicht wegen mir. Sondern wegen sich. Ihm war es unangenehm vor mir zu trinken, wenn ich nicht mitmache. Inzwischen weiß er Bescheid.

    Es zwingt mich ja auch keiner irgend etwas zu essen, dass ich nicht möchte. Als Kind ging mir das so. Da stand der Rohrstock neben dem Tisch. Und genau deshalb lasse ich mir heute sicher von keinem vorschreiben, was ich zu essen, oder zu trinken habe.

    Oder wenn man gar irgendwo nachfragen muss, ob es man auch etwas anderes haben kann.

    In meinen Augen, schlechte Gastgeber. Mir wäre es wichtig, dass die Gäste etwas bekommen, was ihnen schmeckt.

    Das hast Du sehr gut geschrieben. Das würde ich so unterschreiben.

    Ich bin z. B. total froh, dass mein Körper so am A... war, dass es einfach nicht mehr ging.

    Wie schon erwähnt, hat sich ab diesem Zeitpunkt mein Leben total verändert. Und das macht mich heute sehr glücklich.