Beiträge von Alex_aufdemweg

    Als ich damit angefangen hatte, hat ein Bekannter mal zu mir am Tisch gesagt "Lass den doch nächstes Mal abstellen, dann trink ich den".

    Meine Antwort: "Wenn Du einen zweiten willst, dann bestell Dir halt einen. Ich nehme keinen Alkohol an, der für mich gedacht war". Fertig.

    Ich habe das an meinem ersten Geburtstag, ohne Alk, erlebt. Meine Mutter hatte mich zum Griechen eingeladen.

    Sie sagte ich solle den Uzo annehmen und stehen lassen. Sie würde ihn trinken.

    Als die Frage dann von der Bedienung kam, habe ich "ja" gesagt.

    Das hat sich extrem falsch angefühlt und mich noch den halben Abend runtergezogen. Ich habe meiner Mutter (und hauptsächlich mir selbst) an dem Abend noch gesagt, dass ich das nie wieder so machen werden. "Ja" zu sagen geht für mich gar nicht.

    Sie hat es nicht verstanden. Aber darauf kam es ja auch nicht an.

    es gibt ja immer gründe hinter dem suff

    Am Anfang habe ich Alkohol vielleicht aus irgendeinem Grund getrunken.
    Wenn es dann Sucht ist „sucht“e ich höchstens Gründe zum saufen.

    Es gibt immer Gründe. Ob ich gut, oder schlecht drauf bin.
    Der eigentliche Grund ist aber, dass ich trinken musste, weil ich abhängig geworden bin.

    Aus dem Grund kann ich jedem CO sagen. Zieht euch nicht den Schuh an für das Trinken des Anderen verantwortlich zu sein.

    und wie haben sie das geschafft?

    "Sie" haben es erstmal gar nicht geschafft.

    Aus meiner Erfahrung war das eher bei Alkoholikern, die hier schreiben. Denn da hat es bei den meisten "klick" gemacht.

    Wenn sie sich von selbst melden und ihrer Nüchternheit die erste Priorität einräumen. Dann, wenn nicht schon alles zerbrochen ist, hat es schon einen guten Verlauf gegeben. Ich schreibe extra "Verlauf" weil, wie das "Ende" aussieht, weiß noch keiner.

    Das ist sehr individuell.

    Bei mir war es gerade andersherum. Mit klarem Verstand konnte ich meine toxische Beziehung nicht mehr aufrechterhalten.

    Leider ist das Werbung. Also, wie die App heißt.


    Als erstes lernte ich, bei der Sache zu bleiben. Vor kurzem hatte ich es in meinem Thread davon. Moment, ich kopiere mal hier her. Da ging es um abschweifende Gedanken. Für alle, die es schon gelesen haben. Einfach scrollen.


    Meine auch ständig. Das ist der Monkey.

    Immer wieder zurückholen. Jedes Mal, wenn ich es merke. Das ist schon ein Training für sich. Für den geistigen Muskel.

    Du solltest liebevoll zu ihm sein. Wie zu einem kleinen Hündchen. Ja, bei mir ist es ein Hündchen. Das springt halt immer wieder enthusiastisch umher. Aber ich liebes es trotzdem, oder sogar gerade erst recht deswegen.

    So, nach ein paar hundert Meditationen weiß das Hündchen dann so langsam, was Sache ist, wenn ich mich aufs Kissen setze und hüpft nicht mehr so dolle.


    Dann über die verschiedenen Möglichkeiten.


    Also hatte ich nach einem guten Monat das wichtigste Rüstzeug zusammen. Auf manches greife ich von selbst während einer Mediation (oder öfters auch im Alltag zurück).

    • Der Atem als Anker (wenn das Hündchen durchgeht)
    • Körperhaltung - Wirbel für Wirbel aufrichten, Schultern nach hinten (Sonst gibt's nach 600 Meditationen einen Buckel)
    • Ausatmung grundsätzlich länger, als die Einatmung (wegen Parasympathikus)

    Und dann eben zu wissen, was ich jetzt eigentlich gerade möchte.

    • Bodyscan (mag ich besonders)
    • Atem (Box-Atmung und noch viele, viele andere)
    • Psycho (Umgang mit ... Stress, Angst, Schmerz, usw) (mit dem inneren Kind sprechen)
    • Morgenmediation (für den Tag öffnen) Abendmeditation (dankbar sein)
    • Phantasiereise (zum chillen und runterkommen)
    • Achsamkeitsmeditation (die 5 Sinne. In einer Mediation, oder extra eine pro Sinn, weil ausführlicher)
    • Reset, Gedanken-Stopp, Batterien aufladen. (Kurze Meditationen 2 bis 3 Minuten, für den Alltag)

    Dann gibt es noch die Dinger, die besonders die Skepsis der Leute befeuern. Weil esoterisch.

    • Lichtmeditation
    • Chakra-Mediation
    • Aura-Meditationen (die sind geil)
    • Energie aus der Erde ziehen - na ja, das ist ja wieder n Wurzelchakra Dings.

    Die finden sich natürlich nicht auf der App. Die befasst sich mit der "normalen" Meditation.

    Ich kann es einfach nicht nachvollziehen.

    Ich auch nicht. 8| Wahrscheinlich ist das auch gut so.

    Im Grunde genommen braucht er den Koffer gar nicht auspacken und sollte sofort wieder zurück.

    Entschuldigung, aber wozu? Die Lernkurve ist flach wie ein Pfannkuchen. Pfff. Er will nicht wirklich aufhören

    Tut mir echt leid Jump. Auch wenn es von der Logik her natürlich das Beste so ist.

    Aber ich kann es gerade noch gar nicht glauben. Kann gut nachempfinden, dass das echt schwer zu schlucken ist.

    Gut, dass Du inzwischen weißt wie es für Dich weiter geht. :thumbup:

    Je mehr Abstand du hältst, fern von deinem Suchtmittel bleibst (ihr), desto besser wird es werden. - Auch wenn es sich erstmal nicht so anfühlt. Das wird es aber.

    Eines Tages wirst du zurück schauen und selbst den Kopf darüber schütteln, wie es soweit kommen konnte, wirst wieder wirkliche Zufriedenheit und Freude empfinden.

    Das finde ich sehr gut, was Du da bei Korli geschrieben hast.

    Das hört sich für mich an, als hättest Du Dich inzwischen gelöst?

    du kannst ja sogar noch eine nette postkarte und ne schokolade mit rein packen.

    Das würde ich mal streichen. Kommt gar nicht gut an, oder weckt irgendwelche Interpretationen.

    Oder war das sarkastisch gemeint?

    Ich verschicke alles über eine Packstation. Die hat rund um die Uhr auf. Finde das mit den Schicken eine gute Idee.

    Schaue am besten nochmal nach, ob noch was anderes von ihr bei Dir rum liegt. Dann lohnt sich das Porto noch mehr.

    Guten Morgen Naira.

    Ich gebe bei einer Reservierung direkt an, dass z. B. die Minibar leer sein soll.

    Früher habe ich die immer ausgeräumt und erst mal mit meinen Bierdosen gefüllte. Morgens dann wieder umgeräumt.

    Gut, dass Dein Partner dabei ist. So alleine mit der Weinflasche... Klingt einfach gefährlich.

    ich finde es nur sehr heftig

    Das kannst du dann die Tausende Fragen, die daran gestorben sind.
    Ja, das ist heftig.

    Und dennoch erreichen viele ihren Tiefpunkt nie.

    Mein Vater ist viele Jahre in der geschlossenen Abteilung dahin gesiecht. Andere sterben schneller.

    Ich denke, dass es bei vielen unauffällig passiert. Sie sind funktionierende Alkoholiker, so wie ich.

    Oder wenn ich an Darm- oder zum Beispiel Speiseröhrenkrebs gestorben wäre, wäre das gar nicht auf den Alkohol geschoben worden.

    Falls du denkst, aber so schlimm ist es doch noch gar nicht. Nur Geduld.

    Aber es soll ja hier um dich gehen. Und ob du dir das mit anschauen möchtest.

    Ich suche erstmal, was bei Dir, Alex_aufdemweg , so geschrieben steht. :)

    Schön, dass du dich gemeldet hast Opalia.

    Du kannst jetzt aufhören zu suchen. Ich habe keinen Faden mehr im offenen Bereich. Das ist ratsam, weil ich nicht gerade einzelne Passagen vor dem Scheidungs Gericht zitiert haben wollte.

    Ich schreibe seit langer Zeit im grünen Bereich weiter.

    Du kannst dir nach dieser Aussage also denken, wie es weitergegangen ist.

    “Bessere Zeiten“ wären für deinen Mann, wenn du wieder saufen würdest.

    Du wirst dir schon überlegen, wie du das dein ganzes restliches Leben haben möchtest.

    Ihm scheint das Trinken auf alle Fälle wichtiger zu sein, als die Nähe zu dir. Oder deine Sicherheit durch ein alkoholfreies zu Hause.
    Doch das ist, wie du sagst, eine andere Baustelle. Die kam bei mir auch auf.

    Ansonsten, erst mal herzlichen Glückwunsch zu sieben Monaten. :thumbup:

    Den Staffelstab des COs weiter reichen.

    damit das jemand weiter beobachten kann

    Denn das ist genau das, was ein waschechter CO macht.

    Das ist keine gute Idee.

    So lange sich jemand um sie bemüht, ist die Chance, dass sie ihren Tiefpunkt erreicht, geringer.

    Menschen ändern für gewöhnlich immer dann erst etwas, wenn der Leidensdruck hoch genug ist.

    Das ist ja auch der Grund, wieso du dich hier gemeldet hast.